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-Silo zum Transport von Schüttgut
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Silo zum Transport von Schüttgut
oder dergleichen, bestehend aus einem auf einem Traggestell befestigten Behälter
mit oberem Verschlußdeckel.
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Derartig bekannte Silos weisen den Nachteil auf, daß sie im gefüllten
und ungefüllten Zustand den gleichen Raum beanspruchen.- Dies ist aber unwirtschaftlich,
weil hierdurch die Lagerkosten und die Transportkosten der ungefüllten Silos denjenigen
der gefüllten Silos entsprechen.
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Um diese Nachteile zu vermeiden, ist bereits ein sogenannter Faltcontainer
bekannt, dessen Silobehälter derart ausgebildet ist, daß die Behälterwände von der
senkrechten
Stellung in eine waagerechte Lage umgeklappt werden
können, wenn der Silobehälter nicht gefüllt ist. Diese Ausbildung beseitigt zwar
die, obigen Nachteile, weist aber ihrerseits den Nachteil auf, daß nun der Silobehälter
selbst nicht mehr dicht ist, was durch die klapp- bzw.
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faltbare Ausführung des Behälters bedingt ist. Deshalb ist es bei
diesem bekannten Faltcontainer erforderlich, den Innenraum mit einem Foliensack
auszuschlagen,-der das Schüttgut aufnimmt und den Silobehälter somit nach außen
hin abdichtet. Die Verwendung eines zusätzlichen Sackes zur Aufnahme des- Füllgutes
verteuert aber den Füllguttransport und erschwert insbesondere das Entleeren des
Schüttgutbehälters, da dazu jedesmal vorher ein Aufreissen des Sackes notwendig
ist. Weiterhin ist ein derartiger Foliensack für die Aufnahme von flüssigem Füllgut
ungeeignet.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile
des Standes der Technik zu vermeiden-und ein Silo zum Transport von Schüttgut oder
dergleichen zu schaffen, dessen Raumbedarf im leeren Zustand gegenüber dem gefüllten
Zustand verringert werden kann,. ohne jedoch dadurch die.Dichtigkeit des Silobehälters
zu beeinträchtigen.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Behälter mindestens
einmal horizontal quergeteilt ist und die derart gebildeten Teilkörper dichtend
aufeinandergesetzt und mittels- WQrhllementen lösbar miteinander verbunden sind.
Dabei kann es vorteiShaft sein, wenn die inneren Abmessungen des jeweils oberen
Teilkörpers derartgrößer sind als die entsprechenden Innenmaße des jeweils
unteren
Teilkörpers, daß in einer um 180 Grad um seine horizontale Mittelachse gedrehten
Lage der obere Teilkörper über den unteren Teilkörper schiebbar ist. Erfindungsgemäß
kann damit der obere Teilkörper einfach im ungefüllten Zustand des Behälters vom
unteren Teilkörper abgenommen und nach einer Drehung um 180 Grad über diesen gestülpt
werden. Damit wird beispielsweise bei einer orzugsweise vorgenommenen Zweiteilung
des Behälters der Raumbedarf des erfindungsgemäßen Behälters im leeren Zustand um
die. Hälfte reduziert. Neben-einer Unterteilung in zwei Teilkörper ist es im Rahmen
der Erfindung jedoch ebenfalls möglich, den Behälter mehrmals querzuteilen, so daß
mehrere Teilkörper entstehen, wobei diese jeweils über den unteren Teilkörper, der
mit dem Traggestell verbunden ist, nach einer Drehung um.180 Grad gestülpt werden
können. Durch die mehrfache Unterteilung ist somit eine Reduzierung des Platzbedarfs
im -leeren Zustand auch in dem Maße möglich, daß der Raumbedarf gegenüber dem im
gefüllten Zustand unter der Hälfte liegt.
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Eine alternative Möglichkeit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht
auch darin, daß die jeweils oberen.Teilkörper in den jeweils unteren nach ihrer
Drehung um 180 Grad eingeschoben werden, so daß die inneren Abmessungen des jeweils
unteren Teilkörpers mindestens den Außenabmessungen des jeweils oberen Teilkörpers
entsprechen und die oberen Te.ilkörper an ihrer äußeren Wandfläche einen umlaufenden
Bund aufweisen. Die-ser umlaufende Bund dient einerseits zur Abstützung der Teilkörper
untereinander, wenn diese aufeinandergesetzt sind, und andererseits auch als Anschlag
in der ineinandergeschobenen Lage der Teilkörper. Auch hier ist eine einmalige oder
mehrfache Quer-
teilung des Behälters möglich, so daß eine starke
oder' weniger-starke Reduzierung des Raumbedarfs im leeren Zustand vorgesehen werden
kann.
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Erfindungsgemäß ist es wesentlich, daß zwischen den einzelnen Teilkörpern
jeweils eine-Umfangsdichtung angeordnet-ist, die ein sicheres Abdichten nach außen
gewährleistet, so daß in Verbindung mit äußeren Spannelementen eine absolut sichere
Abdichtung erreicht wird.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Silos sind
in.den Unteransprüchen 3 bis 11 und 13 bis 16 enthalten.
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Anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
wird die Erfindung näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Silo in
der Gebrauchsanordnung se-ines Behälters, Fig. 2 einen Schnitt durch das erfindungsgemäße
Silo gemäß Fig. 1 in der Nichtge-brauchsanordnung seines Behälters, Fig. 3-5 Teilschnitte
durch den erfindungsgemäßen Behälter der Fig. 1.und 2, Fig. 6 eine alternative Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Silos in der Gebrauchsstellung, Fig. 7 einen Schnitt durch
das erfindungsgemäße Silo gemäß Fig. 7 in der Nichtgebrauchsstellung.
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Wie sich aus Fig. 1 ergibt, besteht ein erfindungsgemäßer Silo 1 aus
einem Traggestell 2, auf dem der Behälter 3 des Silos 1 befestigt ist. Der Behälter
3 ist durch eine horizontale Querteilung in zwei Teilkörper 4 und 5 unterteilt.
Der untere Abschnitt des Teilkörpers 4 ist als Auslauftrichter 6 ausgebildet. Jedoch
beschränkt sich die erfindungsgemäße Ausführung des Silos 1 nicht auf einen Behälter
mit Auslauftrichter, vielmehr kann auch jede andere Ausbildung des unteren Teilkörpers
möglich sein.
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Auf den oberen Teilkörper 5 ist ein Verschlußdeckel 7 aufgelegt. Der
Teilkörper 5 ist auf den Teilkörper 4 aufgesetzt. Hierzu weist der obere Teilkörper
5 im unteren Bereich seiner Innenwand eine umlaufende Kammer 8 auf. In diese Kammer
8 ragt der untere Teilkörper 4 mit seinem oberen Ende hinein und liegt mit diesem
am Kammerboden 9 an, so daß der obere Te-ilkörper 5 mit dem Kammerboden 9 auf dem
unteren Teilkörper 4 steht. Die genaue Ausbildung der Kammer 8 ergibt sich insbesondere
aus den Fig.
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3 und 4. Wie daraus zu erkennen ist, wird die Kammer aus einem-zweifach
abgewinkelten Profil 11 und der Wand 12 des oberen Teilkörpers gebildet. Der Kammerboden
9 verläuft zur Horizontalen geneigt nach unten. Die Enden der Wand 12 sind nach
innen zweckmäßigerweise umgebördelt, so daß sich in diesem Bereich eine Verstärkung
der Wand 12 ergibt. Die Wand 13 des unteren Teilkörpers 4 ist ebenfalls in ihrem
Endbereich, jedoch nach außen, umgebördelt.
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Innerhalb der Kammer 8 auf deren Boden 9 ist ein Dichtungsprofil 14
aufgelegt, das aus einem elastischen Dichtungsmaterial besteht. Durch dieses Dichtungsprofil
14 wird demnach eine Umfangsdichtung nach innen und nach augen zwischen dem oberen
Teilkörper 5 und dem unteren Teilkörper
4 erreicht. Im übrigen
stellt die Kammer 8 in Verbindung mit der in sie hineinragenden Wand 13 auch eine
Art Labyrinthdichtung dar. Im unteren Bereich der Wand 12 des oberen Teilkörpers
5 an deren Außenseite sind im Abstand voneinander mehrere Spannverschlüsse 15 befestigt,
Diese Spannverschlüsse 15 greifen in der Spannstellung mit einem--Haken 16 hinter
einen an der Außenseite der Wand 13 befestigten Haken 17, so daß die beiden Teilkörper
4, 5 fest miteinander verbunden werden. Aufgrund der Spannwirkung der Spannverschlüsse
15 erfolgt auch eine Verpressung des-Dichtungsprofil 14 in der Kammer 8. Jedoch
ist der erfindungsgemäße Behälter 3 praktisch selbstdichtend in seinem gefüllten
Zustand, da der Kammerboden 9 eine Auflage für das im Behälter befindliche Füllgut
darstellt, so daß durch die über dem Kammerboden 9 befindliche Füllgutmasse eine
senkrecht nach unten gerichtete Kraft erzeugt wird, die den Kammerboden mit dem
eingelegten Dichtungsprofil auf das Ende der Wand 13 drückt.
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Mittels des Verschlußdeckels 7 wird der obere Teilkörperan seiner
Oberseite verschlossen. Dabei erfolgt die Be-.
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festigung des Verschlußdeckels 7 mit denselben-Spannverschlossen 15,
die auch zur Befestigung der Teilkörper 4, 5 miteinander dienen. Der Verschlußdeckel
7 weist an der Unterseite seines Randbereichs eine umlaufende Nut 18 auf, in die
eine Dichtung 19 auf deren Boden eingelegt ist.
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In die Nut 18 ragt die Wand 12 mit ihrem oberen Ende, das nach außen
zweckmäßigerweise umgebördelt ist, hinein und liegt mit dem Wandende gegen die Dichtung
19 an. Die Breite der Nut 18 ist derart ausgebildet,- daß sie mindestens den Außenabmessungen
der Kammer 8 entspricht.
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In Fig. -4 ist dargestellt, wie die einzelnen Behälterteile, Verschlußdeckel
7, oberer Teilkörper 5 und unterer Teilkörper 4, voneinander getrennt werden. Dies
erfolgt durch Lösen der Spannverschlüsse 15 am Verschlußdeckel 7 und am unteren
Teilkörper 4 und durch Abheben des Verschlußdeckels 7 vom oberen Teilkörper und
durch Abheben desselben vom unteren Teilkörper. Indem nun der obere Teilkörper 5
entsprechend dem eingezeichneten Pfeil X einmal um seine horizontale Mittelachse
um 180 Grad gedreht wird, kann er nun über den unteren Teilkörper 4 gestülpt- werden,
wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. Dies ist deshalb möglich, da die Innenabmessungen
des oberen Teil.körpers größer als die. entsprechenden Außenmaße des unteren Teilkörpers
sind.
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In dieser Lage liegt der obere Teilkörper mit der Außenfläche des
Kammerbodens 9 auf dem Ende der Wand 13 des unteren -Teilkörpers auf und kann mit
den Spannverschlüssen 15, die vorher zur Befestigung des Deckels gedient haben,
nun an Haken 17 am Traggestell 2 befestigt werden.
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Mittels der Spannverschlüsse 15, die vorher zum Befestigen des oberen
Teilkö.rpers am unteren Teilkörper gedient haben, kann nun der Verschlußdeckel 7
wiederum auf dem übergestülpten Teilkörper 5 befestigt werden. Da die Nut 18 mindestens
so brei.t ist wie die Kammer'8, kann diese von der Nut 8 aufgenommen werden, so
daß sich auch hier eine dichtende Anlage in der Nut 18 ergibt. Dadurch, daß auch
in der in Fig. 5 gezeigten Anordnung der Teilkörper 4,5 zueinander der obere Teilkörper
mittels des Verschlußdeckels verschlossen werden kann, bleibt die Stapelbarkeit
des erfindungsgemäßen Silos erhalten, und zwar in dem Sinne, daß weitere Silos auf
den Verschlußdeckel aufgesetzt werden können. Hierzu dienen auf der Deckeloberseite
angeordnete Halter 21, die Anlagen für die Füße eines auf
den Deckel
aufgesetzten Silos bilden.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur eine einmalige horizontale
Querteilung des Behälters 3 vorgesehen. Jedoch ist es erfindungsgemäß ebenfalls
möglich, den, Behälter mehrfach zu unterteilen, was insbesond-ere bei höheren Silobehältern
günstig sein kann, da dadurch eine stärkere Raumbedarfreduzierung erreieht werden
kann, als wenn nur eine einmalige Querteilung vorgenommen würde.
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In den Fig. 6 und 7 ist eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Silos 1 dargestellt. Hierbei sind gleiche Teile wie in den Fig. 1 bis 5 mit denselben
Bezugsziffern versehen. Der Behälter 3 dieses Silos 1 ist mehrfach horizontal unterteilt,
so daß sich im dargestellten Beispiel ein unterer Teilkörper 31 und drei obere Teilkörper
32 bis 34 ergeben. Die oberen Teilkörper 32 bis 34 weisen im Endbereich ihrer Wand
35 an deren Außenseite umlaufende Flansche 36 auf. Mit diesen Flanschen 36 stützen
sich die oberen Teilkörper jeweils auf dem darunterliegenden Teilkörper ab. Die
Länge der Flansche der einzelnen Teilkörper 32 bis 34 ist derart bemessen, daß die
Flanschenden senkrecht zueinander fluchten. Der untere Teilkörper 31 weist ebenfalls
einen umlaufenden Flansch 37 auf,, der dazu dient, mittels nicht gezeichneter Spann-bzw.
Befestigungselemente die-oberen Teilkörper mit dem unteren Teilkörper zu verbinden.
Der oberste Teilkörper ist mit einem Verschlußdeckel 38 verschlossen, dessen Enden
mit den Enden der Flansche 36, 37 ebenfalls fluchten.
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Die oberen Teilkörper 32 bis 34 sind derart untereinander bemessen,
daß der jeweils obere in den jeweils unteren eingesetzt werden kann. Der untere
Teilkörper 31 weist
deshalb die größten Innenabmessungen auf. Erfindungsgetnäß
ist es vorgesehen, daß zwischen den Flanschen und den Enden der einzelnen Teilkörper
umlaufende Dichtungen vorgesehen sind, so daß wiederum eine absolute Dichtigkeit
des Innenraums nach außen erreicht wird.
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In Fig. 7 ist die Anordnung der Teilkörper 32 bis 34 gezeigt, bei
der ein verringerter Platzbedarf des erfindungsgemäßen Silos vorhanden ist. Um diese
Anordnung zu erreichen, werden die einzelnen Teilkörper voneinander gelöst und jeweils
um ihre horizontale Achse einmal um 180 Grad gedreht. Danach werden diese nacheinander
- zunächst der unterste in den unteren Teilkörper 31 und dann in diesen die weiteren
Teilkörper - hineingesteckt. Auf den letzten Teilkörper wird der Verschlußdeckel
aufgelegt, und dann können die Teilkörper und der Deckel untereinander mittels durch
die Flansche verlaufender Befestigungsmittel verbunden werden.