Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Durchführung eines Vergleichs von Fingerabdrücken
nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Aus der US-PS 39 47 128 ist es bekannt, den unmittelbar gewonnenen Fingerabdruck einer Person mit
einer Aufzeichnung dieses Fingerabdrucks zu vergleichen, die sich beispielsweise auf einem Ausweispapier,
einer Kreditkarte, einem sonstigen Informationsträger od. dgl. befinden.
Zur Durchfährung dieses Vergleichs wird ein Abbild des Fingerabdrucks durch Auflegen des Fingers der betreffenden
Person auf ein Prisma hergestellt und dieses Abbild wird durch optische Mittel zur Deckung gebracht
mit dem aufgezeichneten Fingerabdruck, der sich mit dem ihn tragenden Aufzeichnungsträger in
einem Kartenschlitz des Vergleichsgerätes befindet Zur Herbeiführung der Deckungsgleichheit wird das
ein Abbild des Fingerabdrucks tragende Lichtbündel einer Suchbewegung unterworfen, und zwar mit Hilfe
eines ersten trapezförmigen Prismas und anschließend mit Hilfe von zwei prismatischen Keilformen, die um
eine Achse eine gleichförmige Drehbewegung ausführen. Bei Identität der Fingerabdruckabbildung mit der
Aufzeichnung ergibt sich nach photoelektrischer Umwandlung des den Vergleich bewirkenden Lichtstrahlbündels
eine bestimmte Charakteristik der wechselstromartigen Ausgangsgröße des Photodetektors, die
ausgewertet werden kann. Dieses Identitätscharakteristikum kann ein maximaler oder ein minimaler Ausgangswert
sein, je nachdem, ob negative oder positive Fingerabdruck-Charakteristiken miteinander verglichen
worden sind. Angaben über die effektive Auswertung des gewonnenen Detektorausgangssignals sowie
dessen genauen Verlauf werden nicht gemacht
Bekannt ist ferner aus der GB-PS 13 38 787 eine auf einer abweichenden theoretischen Basis arbeitende
Vorrichtung zur Durchführung eines Fängerabdruckvergleichs, wobei mit dem kohärenten Licht einer
Laserquelle gearbeitet wird. Der Laserstrahl wird dabei aufgespalten und erzeugt einerseits ein Hologramm
eines gegebenen Fingerabdrucks, welches sich als eine willkürlich erscheinende Verteilung von dunklen Flekken
in einer Ebene darstellt. Der andere Teil des Laserstrahls gelangt nach Umlenkmitteln auf die Realzeitabbildung
eines Fingerabdrucks und durchläuft anschließend einen Bewegungssucher oder Scanner, der aus
zwei gegenläufig angetriebenen, zueinander gekippten Glasplatten besteht Im Endeffekt ergibt sich nach lichtelektrischer
Umwandlung periodisch ein Korrelationsimpuls bei Identität der miteinander verglichenen Abdrücke.
Die vorliegende Erfindung ist in besonderer Weise geeignet, eine Vorrichtung zur Durchführung eines
Fingerabdrucksvergleichs, wie sie in der DE-PS 29 52 402 beschrieben ist, vorteilhaft zu ergänzen. Diese
Vorrichtung ist zwar geeignet, festzustellen, ob der auf der Karte oder einem sonstigen Auswertdokument befindliche
Fingerabdruck identisch ist mit dem Fingerabdruck des Trägers, der diese Karte besitzt und einer
Prüfeinrichtung vorlegt Allerdings läßt sich hierdurch noch nicht feststellen, ob der Träger auch die Befugnis
aufweist, über diese Karte zu verfügen bzw. ob sich durch den Besitz; der Karte die Berechtigung zu einem
bestimmten Handeln ergibt, d. h. beispielsweise das Betreten eines Gebäudes, dessen Tür sich bei Einschieben
der Karte in das Prüfgerät öffnet Es ist daher erwünscht, daß das Prüfgerät gleichzeitig noch eine Überprüfung
der Karte selbst vornimmt, die bestimmte Markierungen, Zeichnungen oder im folgenden kurz Meistersymbole
in verfälschungssicherer Form aufweisen muß, damit die Identifikationskette Kartensystem-Fingerabdruck-Träger
geschlossen ist
Demzufolge liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß auch die Identifikationskette Ks rtensystem-Fingerabdruck-Träger
dadurch sichergestellt ist, daß das Gerät auch noch die eingegebene Karte oder das Dokument einer zusätzlichen
Überprüfung unterzieht
In diesem Zusammenhang ist es aus der DE-OS 21 64 939 bekannt, ein Ausweisdokument, welches das
Foto eines Trägers aufweist — also zur abschließender·.
Überprüfung auf jeden Fall der Kontrolle einer menschlichen Person bedarf — zusätzlich mit Lochmarkierungen
nach Art eines Codes zu versehen, so daß ein Auswertegerät für codierte Ausweiskarten ein Vergleich
ίο der Daten auf dieser Ausweiskarte mit gespeicherten
Daten vornehmen kann. Solche Maßnahmen sind im übrigen in vielfältiger Form bekannt; das bekannte Prüfgerät
verfügt entweder über mechanische oder auch optische Abtastvorrichtungen, die die in der Ausweiskarte
enthaltenen Löcher erfassen, beispielsweise in elektrische Impulse umwandeln und Vergleicherschaltungen
zuführen, die die gewonnenen Daten mit in einem Speicher des Prüfgeräts zuvor eingegebenen Referenzdaten,
hier vorzugsweise in binär codierter Form bei einem magnetischen, elektrischen oder elektronischen
Speicher, vergleichen. Die Prüfvorrichtung arbeitet auf ein nachgeschaltetes Stellglied, welches etwa die
Steuerung einer Personenschranke übernimmt Abgesehen davon, daß bei diesem bekannten Lesegerät für codierte
Ausweiskarten die Möglichkeit entfällt, von dem Gerät auch feststellen zu lassen, ob der Träger über die
Ausweiskarte berechtigt verfügt, ist eine Fälschung der auf der Ausweiskarte angebrachten Markierungen vergleichsweise
einfach, wenn lediglich Löcher in vorgegebener relativer Positionierung auf dieser angeordnet zu
werden brauchen. Dies kann ohne weiteres durch Vergleich mit einer gültigen Ausweiskarte geschehen. Im
übrigen weist dieses bekannte Lesegerät schon insoweit keine Bezüge zu vorliegender Erfindung auf, als bei der
Erfindung der Überprüfungsvorgang bis einschließlich zur Feststellung der Identität zwischen gespeichertem
Symbol und Kartensymbol auf rein optischem Wege erfolgt, d. h. es werden Bilder oder Aufnahmen optisch
miteinander verglichen und zur Deckung gebracht, wobei Lichtstrahlen eine Modulation erfahren. Erst
dann erfolgt die lichtelektrische Umwandlung und die Weiterverarbeitung gewonnener Inipulsformen.
In ähnlicher Weise läßt sich der US-PS 38 05 298 ein System zur Identifizierung von Kartenbesitzern und zur
Überprüfung von deren Berechtigung entnehmen, wobei auf der Karte selbst und in einer Datenverarbeitungsanlage
Kurven gespeichert werden, die charakteristischen Gesichtszügen des Kartenbesitzers entsprechen.
Die Datenverarbeitungsanlage ist dann so programmiert, daß sie auch die Authentizität der Karte
überprüft Die Speicherung der charakteristischen Gesichtskurvenzüge erfolgt elektrisch im Gedächtnisspeicher
der Datenverarbeitungsanlage.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung löst die vorgenannte Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs und
hat den Vorteil, daß in einem gemeinsamen Prüfgerät sowohl der Fingerabdrucksvergleich als auch der Kartenvergleich
durchgeführt werden kann, letzterer in der Form, daß ein auf der Karte angeordnetes Meistersymbol
auf optische Übereinstimmung und Deckungsgleichheit mit einem Meistersymbol im Prüfgerät verglichen
wird. Für die Durchführung dieser beiden Vergleiche, die zeitlich zueinander versetzt erfolgen, wobei vorzugsweise
zunächst die Überprüfung des Meistersym-
bols durchgeführt wird, werden mindestens teilweise Baukomponenten des einen Systems vom anderen mit
benutzt; eine Vielzahl von strukturellen und elektronischen Baukomponenten werden insgesamt gemeinsam
benutzt
Trotz Erhöhung des Vergleichsaufwands ergibt sich in vorteilhafter Ausgestaltung eine Beschleunigung des
Prüfungsvorgangs, da sich lediglich bei positivem Ausgang der Meistersymbolüberprüfung sofort die Überprüfung
auf die Identität der Fingerabdruckmuster anschließt; bei Vorhandensein von beispielsweise zwei
photoelektrischen Detektoren legt ein nachgeschalteter Umschalter den Eingang der einen elektronischen Auswerteschaltung
auf den dann jeweils signalführenden Ausgang der Detektoren.
Für die Identifizierung des Meistersymbols kann ein weiterer Scanner von den gleichen motorischen Mitteln
angetrieben sein, die auch den Scanner für den Fingerabdruckvergleich antreiben, oder es ist nur ein einziger
Scanner vorhanden, dem Ablenkmittel zugeordnet sind, um auch das Strahlenbündel für den Meistersymbolvergleich
zeitlich versetzt dem Vergleichsmittel und dem Scanner zuzuleiten.
Wegen der Notwendigkeit der Durchführung eines Doppelvergleichs auf Identität zwischen optischen Abbildungen
von Fingerabdrücken und Meistersymbolen kommt in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Ausbildung
des Scanners besondere Bedeutung für einen schnellen und einwandfreien Ablauf zu. So ergibt sich
bei einer ersten Ausführungsform des Bewegungssuchers oder Scanners bei jedem vollständigen Abtastzyklus
— charakterisiert durch die Wiederkehr einer vorgegebenen geometrischen Beziehung der die Abtastung
durchführenden beiden Keilprismen zueinander — zweimal ein Bereich, in welchem Identifikationsimpulse
im Verlauf des elektrischen Ausgangssignals auftreten. Es ist daher möglich, als ergänzendes Prüfkriterium
auf dieses zweimalige Erscheinen des Identifikationsimpulses bei einem Abtastzyklus in sich ändernder
zeitlicher Beziehung je nach Fortschreiten des Zyklus abzustellen; außerdem kann die schrittweise Weiterschaltung
bezüglich einer Verdrehbewegung des Kartenhalter schon nach jeweils einem halben Abtastzyklus
durchgeführt werden, so daß sich insgesamt eine Verdoppelung der Arbeitsgeschwindigkeit ergibt
Dabei werden beim Einlaufen der vom Scanner bewirkten spiraligen Suchbewegung in den zentralen Bereich
der Abtastebene sich hierdurch ergebende Ausgangssignale entweder nicht verwendet, weil hier die Abtastgeschwindigkeit
geringer ist oder es ist unter Vermeidung einer Abtastung des zentraler. Bereichs möglich, unmittelbar
wieder in den Randbereich der Abtastebene umzuschalten.
Schließlich ergibt sich eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung im Bewegungsablauf des Scanners dann,
wenn die beim spiraligen Einlaufen bewirkten unterschiedlichen Abtastgeschwindigkeiten insgesamt vermieden
werden, und zwar dadurch, daß die Bewegungen der beiden Keilprismen des Scanners so aufeinander abgestimmt
werden, daß eine Bewegung quasistationär und die andere Bewegung mit vergleichsweise hoher
Geschwindigkeit erfolgt, was zu einer entsprechenden konstanten Abtastgeschwindigkeit führt, die sich längs
eines Kreises mit gegebenem Radius in der Abtastebene kontinuierlich oder inkremental verlagert
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert Es zeigt
Fig. 1 in einer schematischen Seitenansicht eine mögliche Ausführungsform des Prüfgeräts und der
strukturellen Zuordnung der einzelnen Baukomponenten,
F i g. 2 in schematischer Darstellung den Scanner-Bereich und die sich durch die kontinuierliche Phasenverschiebung
in der Drehbewegung der Keilprismen des Scanners ergebenden Auswirkungen in Form von Diagrammen,
die
Fig.3a und 3b Verläufe des Ausgangssignals einmal
bei Abtastung im Randbereich der Abtastspirale und einmal im zentralen Bereich, die
F i g. 4a und 4b, 5a und 5b sowie 6a und 6b in Form von Diagrammen und in einer Aufsicht auf die Abtastebene
das Auftreten der Identifikationsimpulsbereiche bei Abtastung im Spiralen-Außenbereich, im Zwischenbereich
und im zentralen Bereich und die
F i g. 7 eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines Bewegungssuchers oder Scanners.
Die im folgenden beschriebenen Maßnahmen sind im wesentlichen Weiterentwicklungen des in der DE-PS
29 52 402 beschriebenen Grundsystems, welches die Durchführung eines Vergleichs von Mustern gegebener,
unveränderlicher Form, insbesondere von Fingerabdruckmustern gestattet. Zur Vermeidung von
Wiederholungen wird ausdrücklich Bezug genommen auf die Beschreibung und Maßnahmen in dieser älteren
Anmeldung der gleichen Anmelderin.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Feststeilungen, 1.) ob der Kartenträger über einen identischen
Fingerabdruck verfügt, wie er auf der Karte festgehalten ist und ob 2.) die Karte solche Zeichen oder Markierungen
aufweist, daß der Träger als Berechtigter ausgewiesen ist Im positiven Überprüfungsfall kann beispielsweise
eine automatische Türöffnung bewirkt werden, so daß sich ein Zugang zu einem sonst verschlossenem
Gebäude ergibt. Eine Ausführungsform eines Gerätes, welches diese Möglichkeiten eröffnet, ist in F i g. 1 dargestellt
und mit 70 bezeichnet. Es versteht sich hierbei, daß der Aufbau und die äußere Gestaltung eine solchen
kombinierten Überprüfungsgcrätes auch unterschiedlich sein kann; es kommt daher im wesentlichen an lediglich
auf das Vorhandensein und die strukturelle Zuordnung der einzelnen vorhandenen Baukomponenten.
Bei dem in F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt ein erster Aufbau für die Durchführung
eines (Fingerabdruck)Mustervergleichs eine Lampe 71 mit Lampenhalterung 71a und eine Kondensorlinse 72,
die den von der Lampe 71 ausgehenden Strahlungsteil auf ein Primsa 73 lenkt, welches angrenzend an einen
pultartigen vorderen Bereich 74 des Gerätes angeordnet ist und bei diesem Ausführungsbeispiel der unmittelbaren
Auflage des jeweiligen Fingers des Trägers dient, dessen Fingerabdruckmuster mit dem Muster zu vergleichen
ist, welches sich auf einer Karte befindet, die der Träger vorher in eine Aufnahmeöffnung eingeschoben
hat, die sich im unteren Geräteteil befindet und mit 75 bezeichnet ist Von dieser Geräteöffnung aus ist der
Einlaßschlitz eines Kartenhalters 76 zugänglich, der der Aufnahme und richtigen Positionierung der eingeschobenen
Karte dient Zwischen dem Kartenhalter 76 und dem Prisma 73, welches den Strahlengang der Lampe
71 umlenkt, befindet sich, abgesehen von zwei Linsen 77 und 78, ein Bewegungssucher oder Scanner 79, wie
er im folgenden lediglich noch bezeichnet werden soll. Bei dem bevorzugten Ausfuhrungsbeispiel vorliegender
Erfindung umfaßt der Scanner 79 zwei Antriebsmotoren, etwa einen ersten Schrittmotor, der mit 80 be-
zeichnet ist, und einen normalen schnellen Antriebsmotor 81, auf deren Aufgabe und Verbindung mit den
Scannerelementen weiter unten noch genau eingegangen wird.
Dem Kartenhalter 76 ist noch eine eigene Bewegungsantriebseinrichtung
oder Korrektureinrichtung 82 zugeordnet, die den Kartenhalter bevorzugt in eine schrittweise Rotationsbewegung versetzt zur Erzielung
einer winkelbezogenen Identität der Ausrichtungen des Musters auf der Karte und des mit diesem zu vergleichenden
Fingerabdrucks, die auch einen Schrittmotor umfaßt. Nach Durchstrahlung des Fingerabdruck-Musterbereichs
auf der Karte fällt der vom Prisma 73 ausgehende und vom Scanner 79 abgelenkte Strahlengang,
von dem lediglich der Mittenstrahl 83 dargestellt ist, auf eine weitere Detektorlinse 84 und von dort auf den
eigentlichen Detektor 85, der die auffallende Lichtmenge in ein elektrisches, von Impulsen überlagertes,
wechselspannungsähnliches Ausgangssignal umwandelt, wie dies in Fig.3a angedeutet ist Dieses bisher
beschriebene Teilsystem ermittelt und überprüft, ob die Karte dem Träger gehört; ob die Karte zu dem allgemeinen
Überprüfungssystem gehört, stellt eine ergänzte Ausführungsform im gleichen Gerät fest, die bei der
Darstellung der F i g. 1 einen in etwa parallelen Strahlengang aufweist und als besonderen Vorteil die schon
vorhandenen Antriebsmittel für den Scanner oder Bewegungssucher mitverwenden kann. Dieser zweite Teilbereich
zur Identifizierung einer Markierung, Kodierung oder eines sonstigen Zeichens auf der Karte und
zur Überprüfung der Übereinstimmung dieses Zeichens mit einem im Gerät körperlich gespeicherten Zeichen,
welches im feigenden als sogenanntes Meistersymbol bezeichnet werden soll, ist zunächst eine Kodensorlinse
86 vorgesehen, die den hier rechtwinklig von der Lampe 71 ausgehenden Strahlengang aufnimmt und
einem Transparent 87 zuführt Dieses Transparent enthält das Meistersymbol, dessen korrektes Vorhandensein
auf der Karte ebenfalls zu überprüfen ist Der Strahlengang läuft dann weiter zu einer Linse 88 und zu
einem zweiten Bewegungssucher 89, der im Aufbau mit dem ersten Bewegungssucher 79 identisch sein kann
und der auch dessen Antriebsmotoren 80 und 81 mitverwenden kann, wenn man davon absieht, den Strahlengang
beispielsweise optisch abzulenken und durch den ersten und dann einzigen Scanner 79 überhaupt laufen
zu lassen, was als Alternative ebenfalls innerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens liegt Vom zweiten Scanner
89, dessen Aufbau weiter unten ebenfalls noch beschrieben wird, gelangt der Strahl, der wieder als Mittenstrahl
90 dargestellt ist, auf einen Ablenkspiegel 91 und von diesem durch eine weitere Linse 92 zum gleichen Kartenhalter
76, wo der Strahl 90 für das Meistersymbol die eingeführte Karte ebenfalls durchsetzt, und zwar an der
Stelle, an welcher sich im Kartenbereich das dortige Meistersymbol befindet — für das genaue Aufsuchen ist
der Scanner 89 vorgesehen —, so daß sich bei Übereinstimmung an einem zweiten Ausgangsdetektor 93 ein
entsprechendes Ausgangssignal auch für das Meistersymbol ergibt Dem Detektor 93 ist noch eine Detektorlinse
94 vorgeschaltet
Der zeitliche Ablauf ist so, daß zunächst für einen ersten Zeitraum, der beispielsweise eine halbe Sekunde
betragen kann, die Zugehörigkeit der Karte zum System überprüft wird, was in einem speziellen Anwendungsfall
beispielsweise dem Kartenträger den Zugang zu einem Gebäude öffnet Sobald die Karte auf das Vorhandensein
des Meistersymbols ordnungsgemäß überprüft und für richtig befunden worden ist — bei dieser
Überprüfung erfolgt keine zusätzliche Dreh-Suchbewegung auch des Kartenhalters 76 —, setzt dann die Überprüfung
der Fingerabdrucksmuster auf Übereinstimmungein.
Die zusätzliche Dreh-Suchbewegung des Kartenhalters mit Hilfe der Antriebsmittel 82 ist deshalb nicht erforderlich,
weil der Kartenhalter für eine einwandfreie Positionierung und Einlegen der Karte mit dem Meistersymbol
sorgt und das Meistersymbol als Transparent 87 ohnehin einwandfrei justiert in dem Gerät vorhanden
ist Daher ergibt sich hier aber auch ein weiterer Freiheitsgrad für die Vielzahl der Ausbildungs- und Verzerrungsmöglichkeiten
für das Meistersymbol, denn die Verdrehung jeweils um Winkelgrade stellt einen Freiheitsgrad
dar, der als muitipiikativer Faktor in die erhebliche
Anzahl von Möglichkeiten eingeht, das Meistersymbol unterschiedlich zu gestalten und entsprechend
zu diskriminieren. Durch die gemeinsame Verwendung der motorischen Antriebe für die Scanner, durch einen
gemeinsamen Kartenhalter, durch eine gemeinsames optisches System, welches mindestens die Lampe umfaßt
und durch eine gemeinsame Auswerteelektronik ergeben sich erhebliche Kostenvorteile sowie Vorteile in
der Überprüfungsgeschwindigkeit, denn es können zwei verschiedenen Kriterien (Karte gehört zum Träger
— Karte gehört zum System) nahezu gleichzeitig überprüft und entschieden werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht daher darin, daß der Bewegungssucher
oder Scanner un die durch ihn gegebenen Auswertemöglichkeiten des Ausgangssignals dadurch verbessert
sind, daß Mittel vorgesehen sind, die eine Information über den Ort in der X-Y-Ebene ermöglichen, an
welchem die Abtastung soeben stattfindet Hierzu ist zunächst allgemein folgendes zu bemerken: Die Klarheit
und Eindeutigkeit der »Gut-Aussage« bezüglich des hier negativ auftretenden Identifikationsimpulses hängt
davon ab, ob die Abtastung in einem zentralen Bereich oder in einem Randbereich der Abtastebene erfolgt
Tatsächlich ist die Größe, also die Amplitude und das spitze, scharfe Auftreten des negativen Identifikationsimpulses eine Funktion der Abtastgeschwindigkeit
durch den Scanner. Diese Abtastgeschwindigkeit ändert sich aber und ist eine Funktion des Radius, weil der
aus zwei relativ zueinander verdrehbaren Keilprismen bestehenden Scanner mit konstanter Winkelgeschwindigkeit
arbeitet was aber bei sich verändernden Radien eine unterschiedliche Abtastgeschwindigkeit hervorruft
Durch die relative Verdrehung der Keilprismen erfolgt die Abtastung in der Abtastebene (X-Y-Ebene) in
Form einer sich auf den Mittelpunkt (zentralen Bereich) bewegenden Spirale. Die Abtastung im Randbereich ergibt
negative Identifikationsimpulse, wie in Fig.3a anschaulich
im Verlauf des Detektorausgangssignals ingesamt dargestellt und mit 14 bezeichnet sind; erfolgt die
Abtastung jedoch im zentralen Bereich bzw. nähert sich die Abtastung diesem zentralen Bereich, dann ergeben
sich verzerrte Identifikationsimpulse 14', die als solche praktisch nicht mehr zu identifizieren sind, da sie nach
Aufbau und Frequenz in der Größenordnung der allgemeinen sinusförmigen Grundschwingung geraten
(siehe F ig. 3b).
Es ist daher vorteilhaft, jeweils genau zu wissen, an
welchem Punkt sich die jeweilige Abtastung durch den Scanner abspielt und wo dieser sich befindet, um entsprechende,
die Auswertung betreffende Maßnahmen sowohl für den Fingerabdruckvergleich als auch den
Meistersymbol-Vergleich treffen zu können.
Zu diesem Zweck laufen synchron mit den Keilprismen 16a, 166 des Scanners Scheiben 95,96 oder sonstige
geeignet Mittel um, die es jeweiligen Abtasteinrichtungen 97 und 98 ermöglichen, die Relativposition der
Keilprismen 16a und 166 zueinander festzustellen. Die Abtastung im zentralen Bereich wird bei aus solchen
Keilprismen aufgebauten Scannern jedenfalls dann erfolgen, wenn die Scanner zueinander sich in einer eine
Rechteckform ergänzenden komplementären Position befinden, denn in diesem Fall wird der Strahl praktisch
nicht abgelenkt und fällt auf den Mittenbereich der Abtastebene. Eine maximale Ablenkung ergibt sich bei
einer Gegen-Keilprismaposition, wie sie in F i g. 2 schematisch angedeutet ist
Entsprechend einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind die mitlaufenden Scheiben 95, 96 zur Hälfte transparent und zur Hälfte opak, so daß sich beim
Umlauf unterschiedliche Durchstrahlungsverhältnisse ergeben, die von optischen Sensoren 97,98 erfaßt werden
können. Diese optischen Sensoren 97, 98 können beispielsweise bestehen aus je einem Fototransistor und
einer lichtemittierenden Diode, wobei sich als Ausgänge der beiden optischen Sensoren 97,98 die in F i g. 2 dargestellten
und mit 99 und 100 bezeichneten Rechteckimpulse ergeben. Die Phasenverschiebung dieser beiden
Rechteckimpulsfolgen 99 und 100, die sich aufgrund der Verdrehungen der Keilprismen und der mit ihnen umlaufenden
Markierungen 95, 96 ergeben, entsprechen der jeweiligen dynamischen Relativposition der Keilprismen
16a, 166 während des Abtastvorgangs, so daß ein Phasendetektor 101 von üblicher Ausgestaltung in
der Lage ist, festzustellen, zu welchen Zeitpunkten sich die beiden Rechteckimpulsfolgen 99, 100 und damit
auch die Keilprismen in Phase oder in einer fortlaufenden Phasenverschiebung von schließlich auch 180° befinden.
Ein entsprechendes erstes Ausgangssignal des die jeweilige Phasenverschiebung feststellende Detektor
101 ist mit 102 bezeichnet und gibt an. ob sich die relative Phasenverschiebung zwischen den Keilprismen
16a und 166 zwischen 0 und 180 Grad bzw. zwischen 180 und 360 Grad befindet Jeweils an den Stellen, an
denen die Keilprismen um 180 Grad zueinander verdreht sind, d. h. in welcher sie sich in der komplementär
ergänzenden Position befinden, ergibt sich die Zentralbereichsabtastung und in einem Bereich von ±20 Grad
um die 180° Phasenverschiebung herum, wie dies der Kurvenverlauf 103 in F i g. 2 deutlich macht, liegt dann
die Mittenbereichabtastung vor, die entweder ganz zu verbieten ist oder bei welcher sonstige Maßnahmen zu
treffen sind, um eine einwandfreie Identifizierung sicherzustellen.
Diese Erfassung der relativen Phasenverhältnisse bei der Drehbewegung der Scanner-Keilprismen 16a und
166 ermöglicht die Synchronisation der Bewertungssysteme im elektronischen Bereich auf die jeweilige Phasenverschiebung
im Scanner. Bei dem Phasendetektor 101, der die beiden Ausgangsrechteckimpulsfolgen 99
und 100 der optischen Sensoren zugeführt erhält, kann
es sich um einen Operationsverstärker-Vergleicher mit zwei Eingängen (negativer und positiver Eingang) handeln,
der so gestaltet ist, daß sich am Ausgang dieses Operationsverstärkers beispielsweise das Signal log 0
ergibt vom Punkt der Phasenverschiebung 0 bis zum Erreichen der völligen Gegenphasigkeit (Phasenverschiebung
180 Grad); ab diesem Moment ergibt sich das Ausgangssignal log 1 am Operationsverstärker bis
wieder die Phasenverschiebung 360 Grad bzw. 0° erreicht ist. Aus diesem Kurvenverlauf 102 ergibt sich
dann die Kurve 103, beispielsweise durch eine Zeitschaltung, die durch das Auftreten der sich jeweils bei
180 Grad ergebenden positiven Flanken der Impulsfolge 102 entsprechend synchronisiert wird.
Eine erste Möglichkeit zur Ausnutzung des durch ein entsprechendes log 0-Signal kenntlich gemachten zentralen
Abtastbereichs im Kurvenverlauf 103 besteht dann darin, daß man — zur Vermeidung dieser zentralen
ίο langsamen Abtastung — innerhalb dieses Zeitraums
von ±20 Grad um die 180° Phasenverschiebung herum ein drittes, beispielsweise solenoidgesteuertes Keilprisma
im Scannerbereich (in der Zeichnung nicht dargestellt) vorsieht, welches während dieses Zeitraums
vom Solenoid in den Strahlengang gebracht wird, wodurch sich sofort eine Ablenkung in den Randbereich
ergibt mit der entsprechenden Folge einer klaren und präzisen Identifikationsmöglichkeit für den negativen
Identifikationsimpuls. Dieser tritt dann so auf, wie in Fig.3a dargestellt, auch wenn die beiden Abtastprismen
16a und 166 des Scanners gegeneinander örtlich um 180 Grad in ihrer Position verschoben sind, wie
leicht einzusehen. Durch diese Synchronisation des dynamischen Bewegungsablaufs des Scanners auf den
Auswertevorgang ist eine fortlaufende Auswertung möglich ohne Unterbrechung, auch dann, wenn sich
während des Abtastvorgangs wiederholt eine Oberstreichung auch des zentralen Bereichs in der Abtastebene
ergibt
Ein Ausführungsbeispiel im Scannerbereich kann so ausgelegt sein, daß sich beispielsweise eine Umdrehungsgeschwindigkeit
von 125 Umdrehungen pro Sekunde des Keilprismas 16a ergibt, wobei das Keilprisma
166 dann so angetrieben ist, daß dieses sich etwa um
V2% schneller dreht Man erkennt, daß sich ein jeweiliger
Gleichstand der Keilprismen 16a, 166 dann immer nach 200 Umdrehungen insgesamt wieder ergibt. Das
langsamer drehende Keilprisma 16a gilt dabei die Zeitbasis vor; eine automatische Geschwindigkeit-Reglungseinrichtung
104 ist vorgesehen und dem Scanner 79 zugeordnet.
Der zeitliche Abstand zwischen jeweils zwei beim dynamischen Umlauf der Scanner-Keilprismen 16a, 166 erreichten
Gleichständen kann als ein Abtastzyklus bezeichnet werden und umfaßt, wie schon erwähnt,
200 Umdrehungen des die Zeitbasis bestimmenden Prismas, in welchem Zeitraum das geringfügig schnellere
Prisma 166 201 Umdrehungen zurückgelegt hat Die Fig.4a, 5a und 6a, jeweils in Verbindung mit den
Fig.4b, 5b und 6b, zeigen graphisch die sich ändernden
Verhältnisse, je nachdem, ob man im Außenbereich der AbiäSiSpirälc (F ι g. 4ä, 4b) arbeitet öder Sich dem Zentralen
Bereich allmählich annähert, der in den F i g. 6a, 6b dargestellt ist
Kann die Identifizierung in einem Außenbereich der Spirale entsprechend der Fig.4a, 4b vorgenommen
werden, dann ergeben sich während einem vollständigen Abtastzyklus, der beginnt bei der Phasenverschiebung
0 zwischen den beiden Keilprismen bis zur erneuten Erreichung der Phasenverschiebung 0° (bei
360 Grad) zwei Bereiche, in denen die Identifikationsimpulse 14 auftreten können. Diese beiden Bereiche, die
mit 105a und 1056 bezeichnet sind, liegen vergleichsweise weit auseinander und vom zentralen Abtastbereich
106 entfernt Der Grund hierfür ist darin zu sehen, daß durch die Relatiwerschiebung der beiden Keilprismen
beim schnellen, dynamischen Ablauf bei jedem vollen Abtastzyklus zweimal die gleichen Relativpositio-
nen bezüglich der Strahlablenkung auftreten, getrennt durch die komplementäre Position der 180 Grad-Phasenverschiebung,
wie ohne weiteres einzusehen ist. Dabei ergibt sich bei jedem schnellen Umlauf der beiden
Keilprismen ein negativer Identifikationsimpuls, der zunächst von schwacher Amplitude ist, da der Relativstand
der Keiilprismen sich erst allmählich der jeweils optimalen, geometrischen Relativposition annähert,
bei welcher der Scanner die beiden Muster maximal zur Deckung bringen kann. Es ergibt sich daher ein
allmählicher Anstieg der Identifikationsimpulsamplitude und ein allmählicher Abfall, wenn die Relativpositionen
der Keilprismen zueinander aus dem Bereich herauswandern, bei welchem die kongruente Deckung
oder Übereinstimmung der beiden Muster erzielbar ist Bei der erwähnten Umdrehungsgeschwindigkeit von
125 Umdrehungen pro Sekunde des zeitbestimmenden Keilprismas 16a ergibt sich ein zeitlicher Abstand der
Identifikationsimpulse von 8 msec. Liegt der Bereich, in
welchem eine Identifikation möglich ist, annähernd in der Mitte zwischen dem Spiralen-Außenbereich und
dem zentralen Bereich, wie dies in den F i g. 5a, 5b gezeigt ist, dann rücken die beiden Identifikationsimpulsbereiche
105a'und 1056'näher zusammen, wobei die absolute
Amplitude der Identifikationsimpulse selbst geringer werden kann, weil die Abtastgeschwindigkeit im
inneren Spiralbereich ebenfalls geringer wird; wie schon erwähnt, ist ja die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Keilprismen konstant und daher ist bei abnehmendem Radius die Absolutgeschwindigkeit des die Abtastebene
kreisförmäg-spiralig überstreichenden Strahlenbündels geringer, dementsprechend verschleifen sich
auch die Unterschiede zwischen dem Identifikationsimpuls und den begleitenden Grundschwingungs- und sonstigen
Störsignalen.
Bei Abtastung im zentralen Bereich entsprechend den F i g. 6a und 6b fallen die beiden Identifikationsbereiche
zu einem gemeinsamen Identifikationsbereich 105" zu-
j sammen, der sich dann in dem Gebiet von ± 20 Grad um
den 180 Grad-Phasenverschiebungspunkt befindet
In den beiden in den F i g. 4a, 4b und 5a, 5b dargestellten Abtastzuständen können Identifikationen ohne weiteres
vorgenommen werden, d. h. die Überprüfungen des Identifikationsimpulses entsprechend vorgegebenen
Kriterien finden statt und es ergibt sich eine »GUT-Anzeige« insgesamt dann, wenn der Algorithmus der
Identifikationskriterien einen vorgegeben Wert überschreitet Auf sich in diesem Zusammenhang zusätzlich
ergebende Identifikationskriterien wird weiter unten noch eingegangen.
'..· Im zentralen Bereich entsprechend den Fig.6a und
6b findet grundsätzlich zunächst keine Identifizierung statt; es kann aber die Betätigung des vorgesehenen
dritten Keilprisinas durch Solenoidwirkung erfolgen, um aus diesem zentralen Bereich herauszukommen. Das
■ c dritte Keilprisma wird dann bei Vorliegen bestimmter
Bedingungen in den Strahlengang zur Ablenkung eingeschoben.
Die zusätzliche Rotations-Suchbewegung des Kartenhalters erfolgt, um auch bei einer Verdrehung der
beiden miteinander zu vergleichenden Muster (als allgemeiner Ausdruck) optimale Amplituden des Identifikationsimpulses
noch zu erhalten. Aus der Darstellung der Fig.4a und 5a läßt sich erkennen, daß Identifikationsimpulsbereiche
105a, 1056 jeweils zweimal während eines vollständigen Abtastzyklus von 0 Grad bis
360 Grad (OGrad) Phasenverschiebung auftreten, so daß nunmehr, da. die Adresse, also das Ausmaß der gegenseitigen
Phasenverschiebung der Keilprismen bekannt ist, auch die Rotations-Suchbewegung des Kartenhalters
auf den Scannerablauf synchronisiert werden kann, und zwar dahingehend, daß ein jeweils neuer Verschiebe-Suchschritt
des Kartenhalters immer schon nach jeweils einem halben Abtastzyklus erfolgt, so daß
sich der gesamte Identifikationsvorgang auf das Doppelte beschleunigen läßt
Die Verifizierung, daß der Identifikations-Algorithmus einwandfrei und wahr ist, läßt sich dann noch mindestens
einem weiteren Prüfkriterium unterwerfen, und zwar abgestimmt auf die Häufigkeit des Nacheinanderauftretens
der einzelnen Identifikationsimpulse bei gegebener Abtast-Drehgeschwindigkeit der Keilprismen
des Scanners. Bei der erwähnten beispielhaften Umdrehungsgeschwindigkeit der Scanner-Keilprismen tritt
jeder Identifikationsimpuls in einem Abstand von 8 msec, auf, und ein weiteres Identifikationskriterium besteht
darin, daß als Minimum drei Identifikationsimpulse aufeinanderfolgend im 8 msec.-Zeitabstand im
nichtzentralen Abtastbereich auftreten müssen, um eine GUT-Anzeige zuzulassen. Dieses Identifikations-Kriterium
ist deshalb sinnvoll, weil die nicht völlig auszuschließende Möglichkeit besteht, daß durch eine auf
eine gewollte Täuschung gerichteten schnellen Fingerbewegung im Bereich des Prismas 73 bestimmte Impulse
erzeugt werden können, die die Auswerteelektronik gegebenenfalls als zutreffend, da die gewünschte
Amplitude erreichend, erkennt Solche Impulse können aber keinesfalls im genauen Zeitabstand wie bei ordnungsgemäßer
Abtastung erzeugt werden, so daß sich hier eine einwandfreie Möglichkeit bietet, Täuschungen
auszuschließen.
Ein weiteres Identifikationskriterium besteht dann noch darin, daß man das allmähliche Ansteigen der
Amplitude aufeinanderfolgender Identifikationsimpulse bei Annäherung an den Identifikationsbereich durch die
spiralige Abtastung auswertet und nur dann eine GUT-Anzeige zuläßt, wenn jeder nachfolgender Identifikationsimpuls
monoton zu- oder abnimmt, bezogen auf den vorhergehenden.
Schließlich ist eine weitere besonders bevorzugte Ausgestaltung des Scanners möglich, die auch die Probleme
beseitigt, die sich bei der Abtastung im zentralen Bereich ergeben. Bei dieser Ausgestaltung sind die beiden
Scanner-Keilprismen nicht mit schneller, sich nur geringfügig unterscheidenden Drehgeschwindigkeit angetrieben, sondern eines der Keilprismen, in F i g. 7 das
Keilprisma 16a'wird, bezogen auf den dynamischen Abtastvorgang, als praktisch quasistationär betrachtet Mit
anderen Worten, das erste Keilprisma 16a' verdreht sich so langsam oder ist inkremental von einem Schrittmotor
um jeweilige Winkelbeträge so angetrieben, daß das zweite Keilprisma 166' welches sich mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit,
etwa angetrieben von einem Gleichstrom- oder Wechselstrommotor ständig dreht,
mindestens eine volle Dreh- und Ablenkbewegung in einem Abtastteilausschnitt durchgeführt hat, bevor eine
merkliche Weiterführung dieses kreisförmigen Abtästbereichs durch das quasistationäre Keilprisma erfolgt
Es ergibt sich dann bei der Abtastung der X-Y-Ebene (Abtastebene) die Wirkung, daß das erste Keilprisma
16a' den Mittelpunkt einer kreisförmigen Abtastbewegung jeweils um vorgegebene, quasistationär eingehaltene
Orter verlagert, während das Keilprisma 16ft' um diese Orte eine schnelle kreisförmige Abtast-Suchbewegung,
jetzt mit konstanter Geschwindigkeit, durchführt In Fig.7, bei welcher der Anschaulichkeit halber die
Abtastebene in Draufsicht dargestellt ist und die Keilprisme.n
schematisch in einer Seitenansicht, ist die kreisförmige Bahn der einzelnen Orte A/l, Aß, Aß mit A/bezeichnet,
während die Bahnen der schnellen Abtastbewegung, hervorgerufen durch das zweite Keilpnsma
166', mit Sl, S2... bezeichnet sind. Man erkennt, daß
sich Geschwindigkeitsunterschiede während des dynamischen Abtastvorgangs im Verlauf eines vollen Abtastzyklus
nicht mehr ergeben können, denn die Ortsverlagerung der Mittelpunkte A/l, Aß... für die kreisförmige
Abtiast-Suchbewegung durch das erste Keilprisma 16a'erfolgt, gesehen von der schnellen Drehbewegung
des zweiten Keilprismas 166 stationär, so daß die Ge-
schwindigkeiten sich nicht mehr überlagern. Die Geschwindigkeit
der Strahlverschiebung durch das zweite Keilprisma 166' ist daher an allen Punkten der Bahnen
Sl, 52.., auch beim Überstreichen des zentralen Bereicbs konstant Der Grund hierfür liegt darin, daß der
Radius, um welchen die schnellen Such-Drehbewegungen durchgeführt sind, konstant ist und den Kreis M mit
den örtern A/l, Aß... beschreibt
Durch diese Scanner-Ausbildung gelingt es, die Abtastprobleme für Fingerabdruck- und Meistersymbol-Vergleich
im zentralen Bereich zu beseitigen, so daß sich gegebenenfalls auch einige der weiter vorn geschilderten
Maßnahmen erübrigen können.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen