DE3017930A1 - Videosignalschaltung zur vertikalaufloesungsbeeinflussung - Google Patents
Videosignalschaltung zur vertikalaufloesungsbeeinflussungInfo
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- H04N9/00—Details of colour television systems
- H04N9/77—Circuits for processing the brightness signal and the chrominance signal relative to each other, e.g. adjusting the phase of the brightness signal relative to the colour signal, correcting differential gain or differential phase
-
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- H04N9/64—Circuits for processing colour signals
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- Color Television Systems (AREA)
Description
-A-
U.S. Ser. No. 38,202
AT: 11. Mai 1979 RCA 72464
Dr.v.B/Schä
RCA Corporation New York, N.Y., V.St.A.
Videosignalscha^ung zur Vertikalauflösungsbeein-
flussung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Videosignalschaltung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Schaltungsanordnung mit der die Information betreffend vertikale Bilddetails in
einem Farbfernsehempfänger sowohl wieder hergestellt als auch verbessert werden kann und die ein Kammfiiter oder dergleichen
enthält, um die Leuchtdichte- und Farbsignalanteile des Fernsehsignals ohne Verstärkung von Störsignalen, wie
Rauschen, zu trennen.
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Bei der US-Fernsehnorm und anderen Fernsehnormen sind der Leuchtdichtesignalanteil und der Farbsignalanteil
eines Farbfernsehsignals im Videofrequenzspektrum frenquenzmäßig
ineinander verschachtelt, wobei die Leuchtdichtesignalkomponenten bei ganzen Vielfachen der Horizontal- oder Zeilenabtastfrequenz
und die Farbsignalkomponenten bei ungeradzahligen Vielfachen der halben Zeilenfrequenz auftreten.
Zur Trennung der frequenzmäßig ineinander verschachtelten Leuchtdichte- und Farbsignalanteile eines Videosignals
sind bereits die verschiedensten Kammfilterschaltungen bekannt, siehe z.B. die US-PSen 4 143 397 und 4 096 516 sowie die
dort aufgeführte Literatur zum Stand der Technik.
Ein kammgefiltertes Leuchtdichtesignal, das am Leuchtdichtesignalausgang
des Kammfilters auftritt, ist über seine ganze Bandbreite kammgefiltert. Die Kammfilterwirkung
im hochfrequenten Bereich des Frequenzbandes, den das Leuchtdichtesignal
mit dem Farbsignal teilt, ergibt die gewünschte Entfernung der Farbsignalanteile. Die Ausdehnung der
Kammfilterwirkung in den niederfrequenten Teil des Frequenzbandes,
der nicht mit dem Farbsignalanteil geteilt wird, ist jedoch für die gewünschte Entfernung des Farbsignalanteils
nicht nötig und bewirkt nur eine unerwünschte Entfernung von Leuchtdichtesignalanteilen. Die Komponenten im unteren Ende
dieses nicht aufgeteilten Bandbereiches, die auf diese Weise entfernt werden, stellen "Vertikaldetail"-Leuchtdichteinformation
dar. Die Vertikaldetailinformation soll jedoch erhalten bleiben, damit kein Verlust an Vertikalauflösung im Leuchtdichteanteil
des schließlich wiedergegebenen Bildes eintritt.
Es ist für die Erhaltung der Vertikaldetailinformation bekannt, ein Tiefpaßfilter mit dem Ausgang des Kammfilters
zu koppeln, an dem der kammgefilterte Farbsignalanteil auftritt.
Die obere Grenzfrequenz dieses Tiefpaßfilters liegt unterhalb
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des vom Farbsignalanteil angenommenen Frequenzbandes typischerweise knapp unterhalb von 2 MHz. Durch das
Filter werden die unterhalb des Farbsignalbandes liegenden
Signale vom Farbsignalausgang des Kammfilters einer Kombinierschaltung
selektiv zugeführt, in der die selektiv übertragenen
Signale mit den kammgefilterten Leuchtdichteausgangssignalen vom Kammfilter summiert werden. Das kombinierte Signal enthält
einen kammgefilterten hochfrequenten Teil, der ein Frequenzband oberhalb der Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters einnimmt,
von dem der Farbsignalanteil entfernt ist, und einen nicht kammgefilterten (d.h. "ebenen") niederfrequenten Teil,
in dem das Leuchtdichtesignal ganz erhalten ist.
Es ist manchmal wünschenswert, die Vertikaldetailinformation eines wiedergegebenen Bildes zu verstärken oder akzentuieren,
indem dem Leuchtdichtesignal ein größerer Anteil an Vertikaldetailsignal
zurückaddiert wird, als es für eine Wiederherstellung des Leuchtdichtesignals in seiner ursprünglichen Form
(d.h. mit ebener Amplitudencharakteristik oder ebenem Frequenzgang) erforderlich ist. Das zusätzliche Vertikaldetailsignal
dient in einem solchen Falle zur Betonung oder Versteilerung der Vertikaldetailinformation und damit zur Verbesserung
der Auflösung von Einzelheiten des Bildes. Bei Leuchtdichtesignalen niedrigerer Amplitude treten jedoch durch eine solche
Detailanhebung leicht sichtbare Störeffekte auf, wenn Störungen, wie Rauschen, vorhanden sind und zusammen mit
der Detailinformätion des Leuchtdichtesignals in unerwünschter Weise mit angehoben werden.
Ferner können etwa vorhandene alternierende Zeileneinstellschwankungen
(ALSUV) in unerwünschter Weise verstärkt werden.
Der ALSÜV-Effekt ist eine Kleinsignalstörung, die sich
in Schwankungen des Schwarzwertes des Videosignals von Zeile zu Zeile äußert und zum Beispiel durch Abgleichfehler in den
Signalverarbgeitungsschaltungen des Fernsehsenders verursacht werden können. ALSÜV-Störungen sind besonders bei kleinpegeligen
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Videosignalen mit etwa 5 % der maximal zu erwartenden Videosignalamplitude merkbar und verursachen störende
sichtbare Effekte im reproduzierbaren Bild, die bei einer Vertikaldetailverstärkung in unerwünschter Weise verstärkt
werden.
Aus der US-PS 3 715 477 ist es bekannt, die nachteiligen Wirkungen von Störungen und anderen unerwünschten Komponenten
eines Videosignals durch ein Verfahren weitgehend zu verringern, das als "Signalentkernen" bezeichnet wird und darin besteht,
Auswanderungen kleiner Amplitude des Signals einschließlich des Rauschens zu entfernen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß das Entkernen des Vertikaldetailsignals so ausgeführt
werden muß, daß es die Vertikaldetailinformation nicht beeinträchtigt (z.B. verschmiert), insbesondere Detailsignalinformation
kleiner Amplitude, die dem Leuchtdichtesignal wieder zugesetzt werden soll.
Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung anzugeben, die dies
bewirkt und außerdem die Vertikaldetailinformation betont oder anhebt, ohne daß gleichzeitig Störsignalkomponenten,
wie Rauschen und alternierende Zeileneinstellschwankungen verstärkt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch
gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Die Erfindung betrifft also eine Videosignalschaltung zur Beeinflussung der Vertikalauflösung eines Fernsehbildes
für eine Einrichtung, die mit einem Videosignal arbeitet, das einem Bild entsprechende Leuchtdichte- und Farbsignalanteile
enthält, die im Frequenzspektrum des Videosignals ineinander verschachtelt sind. Die Einrichtung enthält ein Kammfilter, das
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an einem ersten Ausgang ein kammgefiltertes Leuchtdichtesignal
mit Amplitudenmaxima bei ganzzahligen Vielfachen einer Bildzeilenabtastfrequenz und Amplitudennullstellen oder
Amplitudenminima bei ungeradzahligen Vielfachen der halben Zeilenfrequenz liefert. Kammfilter liefert ferner an
einem zweiten Ausgang ein kammgefiltertes Farbsignal mit Amplitudenmaxima bei ungeradzahligen Vielfachen der halben
Zeilenfrequenz und Amplitudennullstellen bei ganzzahligen Vielfachen der Zeilenfrequenz. Die am zweiten Ausgang
des Kammfilters auftretenden Signale enthalten Signalfrequenzen, welche Vertikal-Bilddetail-Leuchtdichteinformation enthalten,
die in dem kammgefilterten Leuchtdichtesignal am ersten Kammfilterausgang fehlt. Mit dem zweiten Ausgang des Kammfilters
ist ein Filternetzwerk gekoppelt, das die der Vertikaldetailsignalinformation entsprechenden Signalfrequehzen
mit Ausschluß von Signalen im Farbsignalfrequenzband durchläßt. Auswanderungen kleiner Amplitude des Vertikaldetailsignals
werden mit einem ersten Verstärkungsfaktor, der größer als Null, insbesondere größer als Eins ist, übertragen und
Auswanderungen mäßiger oder mittlerer Amplitude des Vertikaldetailsignals werden mit einem zweiten Verstärkungsfaktor
übertragen, der größer als der erste ist. Die übertragenen Vertikaldetailsignale werden mit dem kammgefilterten
Leuchtdichtesignal vom ersten Ausgang des Kammfilters unter Bildung eines wiederhergestellten Leuchtdichtesignals
vereinigt, das dann einer Schaltungsanordnung zugeführt wird, welche ein solches Leuchtdichtesignal benötigt und nutzbar
macht.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschaltbild eines Teiles eines Farbfernsehempfängers,
der eine Schaltungsanordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung enthält;
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-S-
Figur 2 ein Beispiel einer Schaltung, die sich für die Anordnung gemäß Fig. 1 eignet und
Figur 3 bis 5 graphische Darstellungen von Amplitudenübertragungsfuntionen
von Schaltungen für den Fernsehempfänger gemäß Fig. 1, auf die bei der Erläuterung der Arbeitsweise
der Erfindung Bezug genommen wird.
Der in Fig. 1 dargestellte Teil eines Farbfernsehempfängers enthät eine Quelle 10 für ein Farbvideosignalgemisch,
das ein Leuchtdichtesignal und ein Farbsignal enthält, und einem Eingang eines Kammfilters bekannter Bauart
zugeführt wird, bei dem es sich um ein mit ladungsgekoppelten Stufen (CCD) arbeitendes Kammfilter handeln kann, wie es
aus der US-PS 4 096 516 bekannt ist. Das Leuchtdichtesignal
und das Farbsignal sind im Frequenzspektrum des Videosignals frequenzmäßig ineinander verschachtelt. Das Leuchtdichtesignal
hat eine verhältnismäßig große Bandbreite, z.B. von 0 bis etwa 4 MHz. Den oberen Frequenzbereich des Frequenzbandes
teilt das Leuchtdichtesignal mit dem Farbsignal, welches ein Hilfsträgersignal von z.B. 3,58 MHz enthält, das
mit der Farbinformation amplituden- und phasenmoduliert ist. Der Frequenzgang (Amplituden/Frequenz-Ansprache) des Kammfilters
bezüglich der Kammfilterung des Leuchtdichtesignals weist von der Frequenz Null an Amplitudenmaxima bei ganzzahligen
Vielfachen der Horizontal-Zeilenabtastfrequenz (z.B. etwa 15 734 Hz) und Amplitudennullstellen bei ungeradzahligen
Vielfachen der halben Zeilenfrequenz einschließlich der Farbhilfsträgerfrequenz von 3,58 MHz auf. Bezüglich der
Kammfilterung des Farbsignals weist der Frequenzgang des Kammfilters Amplitudenmaxima bei ungeradzahligen
Vielfachen der halben Zeilenfrequenz einschließlich 3,58 MHz und Amplitudennullstellen bei geradzahligen Vielfachen der
Zeilenfrequenz auf.
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Vom Leuchtdichtesignalausgang des Kaitunfliters 15 wird ein
kammgefiltertes Leuchtdichtesignal (Y) über ein Tiefpaßfilter 22 und einen Kalibrierwiderstand 38 einem Eingang eines
Signalkombinier- oder Signalvereinigungsnetzwerkes zugeführt. Das Tiefpaßfilter 22 ist so ausgebildet, daß es alle
Leuchtdichtesignalfrequenzen unterhalb einer Grenzfrequenz von etwa 4 MHz durchläßt und dient dazu, Rauschen und Taktfrequenzkomponenten
der Schaltsignale zu entfernen, die beim Schalten eines mit ladungsgekoppelten Stufen aufgebauten Kammfilters
auftreten.
Von einem Parbsignalausgang des Kammfilters wird ein kammgefiltertes
Farbsignal (C) einer Farbsignalverarbeitungseinheit 64 zur Erzeugung von FarbdifferenzSignalen R-Y, B-Y und G-Y
und einem Eingang eines Vertikaldetail-Tiefpaßfilters 35 zugeführt. Die Einheit 64 enthält ein geeignetes Filter,
das nur diejenigen Signalfrequenzen vom Kammfilter 15 durchläßt, die sich innerhalb des Farbsignalfrequenzbandes befinden.
Das Filter 35 hat eine Grenzfrequenz von etwa 1,8 MHz und läßt selektiv nur diejenigen Signalfrequenzen im kammgefilterten
Farbausgangssignal des Kammfilters 15 durch, die unterhalb
dieser Grenzfrequenz liegen. Die Signalfrequenzen in diesem Bereich stellen Vertikaldetail-Leuchtdichteinformation dar,
die im kammgefilterten Leuchtdichtesignal fehlt und dem Leuchtdichtesignal· wieder zugesetzt werden muß, um einen
Verlust an Vertikalauflösung im Leuchtdichteanteil eines wiedergegebenen Bildes zu vermeiden. Die Wiederherstellung
der Vertikaldetails sowie die Verstärkung oder Anhebung der Vertikaldetails geschieht auf folgende Weise:
Die Vertikaldetailsignale vom Ausgang des Filters 35 werden
über einen Signalwiederherstellungsweg A, der ein Tiefpaßfilter 42 und einen Kalibrierungs- oder Wägungswiderstand 48
enthält, einem Eingang einer weiteren Signalvereinigungsschaltung 60 zugeführt. Das Tiefpaßfilter 42 hat eine Grenzfrequenz
von etwa 2 MHz. Die Amplitudenübertragungsfunktion des Signalweges A ist linear und bestimmt einen vorgegebenen Wiederher-
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stellungs-Verstärkungsgrad sowohl für positive als auch für negative Signalpolaritäten. Der Betrag oder die Größe
des Wiederherstellungs-Verstärkungsgrades entspricht vorteilhafterweise
dem Verstärkungsgradwert, der in dem betreffenden System erforderlich ist, um Auswanderungen kleiner Amplitude
der Vertikaldetailkomponente des Leuchtdichtesignals so wieder herzustellen, daß das schließlich erhaltene
wieder hergestellte Leuchtdichtesignal bezüglich der Detailsignale kleiner Amplitude eine im wesentlichen ebene
Amplitudenansprache hat. Es sei in diesem Zusammenhang bemerkt, daß die Größe des Wiederherstellungs-Verstärkungsgrades
von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Signalübertragungscharakteristik der Schaltungen,
die zwischen den Ausgang des Kammfilters 15 und eine das Leuchtdichtesignal
verarbeitende Schaltung 32 geschaltet ist, die das schließlich wieder hergestellte Leuchtdichtesignal
verwendet oder weiterverarbeitet, ferner der relativen Größen der an den Ausgängen des Kammfilters 15 auftretenden Signale,
um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Vertikaldetailsignale vom Filter 35 werden ferner einem Vertikaldetail-Anhebungsübertragungsweg
B zugeführt, der eine Reihenschaltung aus einer nichtlinearen Signalverarbeitungsschaltung 50
einem Tiefpaßfilter 52 und einem Kalibrier-oder Wägungswiderstand
58 enthält. Die im Signalweg B verarbeiteten Signale werden einem zweiten Eingang der Signalvereinigungsschaltung
60 zugeführt, die die Vertikaldetail-Wiederherstellungssignale vom Signalweg A mit den Vertikaldetail-Anhebungs-
oder Verstärkungssignalen vom Signalweg B unter Erzeugung einer vorteilhaften Ausgangsansprache vereinigt, die noch
erläutert werden wird.
Durch die Kombination des Vertikaldetail-Filters 35 mit dem Wiederherstellungs-Filter 50 wird die Signalbandbreite des
Wiederherstellungs-Signalweges A bestimmt, während die Kombination des Vertikaldetail-Filters 35 mit dem Filter 52
die Signalbandbreite des Anhebungs-Signalweges B bestimmt, derart, daß Farbsignalfrequenzen stark gedämpft werden.
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Bei einer speziellen Ausfuhrungsform hatte das Tiefpaßfilter
52 eine Grenz- oder Abschneidefrequenz von etwa 1,8 MHz für die Dämpfung von Signalfrequenzen innerhalb und oberhalb
des Farbsignalfrequenzbandes. Das Filter 52 dient zur Verbesserung
der Bilddefinition, insbesondere hinsichtlich Effekten, die als sichtbare Störungen entlang den Rändern
eines wiedergegebenen Diagonalmusters im Bild erscheinen können, wie es in einer gleichrangigen Patentanmeldung mit der
Priorität aus der US-Patentanmeldung Serial No. 38,204 beschrieben ist.
Die Signalverarbeitungsschaltung 50 enthält eine "Signalentkernungs"-Diodenschaltung,
die den in Fig. 2 dargestellten
generellen Aufbau hat und Dioden 51 und 53 enthält, die einander mit entgegengesetzter Polung parallelgeschaltet
sind und bei entgegengesetzten Signalpolaritäten leiten. Weitere Einzelheiten solcher Entkernungsschaltungen können
der US-PS 3 715 477 und der gleichrangigen, auf der US-PA
38 100 basierenden Anmeldung entnommen werden.
Die Amplitudenübertragungsfunktion der Signalverarbeitungsschaltung
50 und die übertragungscharakteristik für die Signale, die dem zweiten Eingang der Signalvereinigungsschaltung
60 über den Signalweg B zugeführt werden, ist in Fig. 4 dargestellt. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf
die Ansprache für Signale positiver Polarität (+), sie gelten
in entsprechender Weise auch für Signale negativer Polarität (-).
Die Signalverarbeitungsschaltung 50 enthält Entkernungs-, Beschneidungs- und Verstärkerschaltungen, die eine Amplitudenübertragungsfunktion
oder Verstärkungsgradcharakteristik für drei bestimmte Bereiche I, II und III der Vertikaldetailsignalamplitude
ergeben, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Die Entkernungsschaltung erzeugt eine Ansprache entsprechend
dem Verstärkungsfaktor Null innerhalb eines ersten Bereiches für Signale kleiner Amplitude, z.B. Signalamplituden von etwa
5 % der maximal erwarteten Amplitude. Die Entkernungsschaltung
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sperrt also die Signale kleiner Amplitude und verhindert, daß diese Signale kleiner Amplitude sowie Rauschen und andere
unerwünschte Signalanteile im Signalweg B angehoben oder verstärkt werden. Die Verstärkerstufe in der Signalverarbeitungsschaltung
50 verstärkt Vertikaldetailsignale mäßiger Amplitude (z.B. Signale mit Amplituden im Bereich zwischen etwa 5 % und
40 % der maximal zu erwartenden Amplitude) im Bereich II mit einem Verstärkungsgrad von beispielsweise etwa 3, um die
Vertikaldetailinformation zu betonen oder zu verstärken und den Bildkontrast in diesem Bereich zu erhöhen. Vertikaldetailsignale
verhältnismäßig großer Amplitude, z.B. entsprechend Bildteilen mit hohem Kontrast, wie Schrift, werden hinsichtlicht
der Amplitude reduziert oder "beschnitten" wie es der Amplitudengang im Bereich III zeigt, um zu vermeiden,
daß der Kontrast zu stark wird und daß ein Verlaufen oder "Aufblühen" des Strahles der Bildröhre auftritt und die Bilddetails
dadurch verzerrt oder verwischt werden.
Das kombinierte oder vereinigte Vertikaldetailsignal, das am Ausgang der Signalvereinigungsschaltung 60 erzeugt wird,
hat eine Amplitudencharakteristik entsprechend der in Fig. 5 dargestellten Amplitudenübertragungsfunktion. Die Amplitudenübertragungsfunktion
gemäß Fig. 5 setzt sich aus der Übertragungsfunktion gemäß Fig. 3 (für den Signalwiederherstellungs-Weg
A ) und der gemäß Fig. 4 (für den Signalanhebungs-Weg B) zusammen. Eine Schaltungsanordnung mit einer Signalübertragungsfunktion
gemäß Fig. 4 ist in der gleichrangigen Anmeldung beschrieben, für die die Priorität der US-PA 38 015 beansprucht
ist.
Man sieht, daß die Vertikaldetail- Signalinformation niedriger Amplitude im Bereich I (Vertikaldetail-Wiederherstellung) in
einem Ausmaß wieder hersgestellt wird, wie es für die Erhaltung der normalen, relativ geringen (niederpegeligen) Vertikalauflösung
im Leuchtdichteanteil des wiedergegebenen Bildes erforderlich ist. Der Verstärkungsgrad für die Wiederherstellung
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im Bereich I der Amplitudenübertragungsansprache (siehe Figuren
1 und 3) wird im Hinblick auf die in einem vorgegebenen Videosignalverarbeitungssystem annehmbaren Ergebnisse gewählt. ·
Wenn der Wiederherstellungs-Verstärkungsgrad: zu groß gewählt wird, können z.B. kleine ALSUV-Signalstörungen sichtbar werden.
Wenn andererseits der Wiederherstellungs-Verstärkungsgrad
ungenügend ist, treten erhebliche Kammfiltereffekte (d.h.'.
Signalmaxima und Nullstellen bei verschiedenen Frequenzen) in Vertikaldetailfrequenzbereich unterhalb von 2 MHz auf,
was einen Verlust an Vertikaldetailinformation kleiner Amplitude zur Folge hat. Die Steigung der Amplitudenübertragungsfunktion
im Bereich I soll also dem Signalverstärkungsgrad entsprechen, der zum Erreichen einer gewünschten Ansprache
erforderlich ist, z.B. einer ebenen Leuchtdichtesignalansprache, ohne daß unannehmbare Nebeneffekte eingeführt werden.
Die Signalamplitudenansprache für den Bereich I, die durch den Signalwiederherstellungsweg A bestimmt wird, steht vorteilhafterweise
in einer festen Beziehung zur Ansprache des Signalweges, über den das kammgefilterte Leuchtdichtesignal vom Ausgang des
Kammfilters 15 zur Signalvereinigungsschaltung 30 geleitet wird.
Im Bereich II (Vertikaldetail-Betonung) erfolgt eine Vertikaldetailanhebung
geeigneten Ausmaßes dadurch, daß man Signale mäßiger Amplitude in einer Weise zusätzlich verstärkt,
wie es für eine.Verbesserung der Vertikalauflösung des wiedergegebenen
Bildes als günstig erachtet wird. Da im Signalanhebungsweg nur Signale verarbeitet werden, die entkernt sind
und die durch den Wiederherstellungs-Signalweg übertragenen Signale mit dem Wiederherstellungsverstärkungsfaktor übertragen
werden, wird eine Bildverschmierung von Vertikaldetailinformation niedrigen Pegels vermieden und eine Anhebung von
unerwünschten niederpegeligen Signalanteilen einschließlich Rauschen und ALSUV-Störungen wird im wesentlichen ausgeschaltet
oder zumindest auf ein annehmbares Minimum herabgesetzt.
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Zusätzliche Informationen betreffen die in Fig. 5 dargestellte
nichtlineare übertragungsfunktion einschließlich des Bereichs III (Vertikaldetail-Beschneidung) ist in der gleichrangigen
Patentanmeldung beschrieben, für die die Priorität der US-PA 38 203 in Anspruch genommen ist.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß die beschriebene Vertikaldetailsignalverarbeitungsanordnung durch Schwankungen
der Gleichstromkomponente des Leuchtdichtesignals nicht beeinflußt wird. Da ein Kammfilter das kammgefilterte
Farbsignal bekanntlich durch subtraktive Signalkombination erzeugt, ist die Gleichstromkomponente des kammgefilterten
Farbsignals gleich Null. Das Entkernen des vom Farbsignalausgang des Kammfilters gewonnenen Vertikaldetailsignals
kann daher reproduzierbar bezüglich des Gleichspannungswertes am Farbsignalausgang des Kammfilters erfolgen und entspricht
der Mitte des "Kernes". Da der Referenzwert, um den das Entkernen stattfindet, fest vorherbestimmbar ist, ist der
Signalentkernungsbereich einwandfrei definiert und trägt dazu bei, daß die Wiederherstellungs-, Anhebungs- und Beschneidungsbereiche
ebenfalls einwandfrei definiert sind.
Das am Ausgang der Signalvereinigungsschaltung 60 auftretende verarbeitete Vertikaldetailsignal wird in der Vereinigungsschaltung 30 mit dem über das Filter 22 zugeführten
kammgefilterten Leuchtdichtesignal vereinigt. Das Ausgangssignal
der Signalvereinigungsschaltung 30 entspricht einem aufgearbeiteten oder wieder hergestellten Leuchtdichteanteil
des Videosignals, dessen Vertikaldetailinforamtion in der erläuterten Weise wieder hergestellt und betont ist.
Das wiederhergestellte Leuchtdichtesignal wird anschließend einer Leuchtdichtesignal-Verarbeitungseinheit 32 zugeführt.
Ein verstärktes Leuchtdichtesignal Y von der Einheit 32 und die Farbdifferenzsignale von der Farbsignalverarbeitungsschaltung
64 werden in einer Matrix 68 zu R-, B- und G-Farbsignalen verarbeitet, mit denen Bildintensitätssteuerelektroden
G300A7/088G
einer Bildröhre 70 gesteuert werden.
Die Signalkalibrierwiderstände 28, 48 und 58 werden hinsichtlich ihrer Werte so bemessen, daß die dadurch in der Amplitude
eingestellten kammgefilterten Leuchtdichtesignale und verarbeiteten Vertikaldetailsignale nach ihrer Vereinigung ein Leuchtdichtesignal
gewünschten Pegels am Ausgang der Vereinigungsschaltung ergeben. Die Signallaufzeitverzögerungen in den
Signalwegen A und B werden durch entsprechende Bemessung der durch die Filter 42 und 52 eingeführten SignalVerzögerungen
kompensiert. Ferner werden die Signalverzögerungen zwischen dem Leuchtdichteausgang des Kammfilters 15 und dem ersten Eingang
der Signalvereinigungsschaltung 30 über den Signalweg A und dem Farbsignalausgang des Kammfilters 15 und dem zweiten
Eingang der Vereinigungsschaltung 30 über den Signalweg B durch entsprechende Bemessung der Signalverzögerung
im Filter 22 bezüglich der Signalverzögerungen der Filter 35, 42 und 52 im Vertikaldetailsignalweg kompensiert bzw. gleich
gemacht.
Anstelle der beiden getrennten Signalvereinigungsschaltungen 30 und 60, die in Fig. 1 dargestellt sind, kann man selbstverständlich
eine einzige Signalvereinigungsschaltung mit drei Eingängen verwenden, in der das kammgefilterte Leuchtdichtesignal
vom Kammfilter 15 mit den über die Signalwege A und B
übertragenen Vertikaldetailsignalen kombiniert werden.
0 300 47/088 0
eerse
it
Claims (3)
- PatentansprücheY. Videosignalschaltung zur Vertikalauflösungsbeeinflussung für eine Einrichtung, welche mit einem Videosignal arbeitet, das einem Bild entsprechende Leuchtdichte- und Farbsignalanteile enthält, die im Frequenzspektrum des Videosignals ineinander verschachtelt sind, und welche eine Kammfilterschaltung enthält, die an einem ersten Ausgang ein kammgefiltertes Leuchtdichtesignal mit Amplitudenmaxima bei ganzzahligen Vielfachen einer Bildzeilenabtastfrequenz sowie030047/0880Amplitudennullstellen bei ungeradzahligen Vielfachen der halben Bildzeilenabtastfrequenz aufweist, und an einem zweiten Ausgang ein kammgefiltertes Farbsignal mit Amplitudenmaxima bei ungeradzahligen Vielfachen der halben Bildzeilenabtastfrequenz und Amplitudennullstellen beigeradzahligen Vielfachen der Bildzeilenabtastfrequenz liefert, wobei die am zweiten Ausgang auftretenden Signale Signalfrequenzen enthalten, die Leuchtdichteinformation betreffend vertikale Bilddetails darstellen, die im kammgefilterten Leuchtdichtesignal am ersten Ausgang fehlen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem zweiten Ausgang der Kammfilterschaltung (15) eine Anordnung (3.5) gekoppelt ist, welche die der Vertikaldetailinformation entsprechenden Frequenzen jedoch ohne Signale, die das Farbsignalfrequenzband einnehmen,durchläßt ;daß eine Signalübertragungsschaltung (42,50,52) vorgesehen ist, um Auswanderungen kleiner Amplitude des Vertikaldetailsignals mit einem ersten Verstärkungsfaktor, der größer als Null ist, zu übertragen und Auswanderungen mäßiger Amplitude des Vertikaldetailsignals mit einem zweiten Verstärkungsfaktor, der größer als der erste ist, zu übertragen;daß eine Anordnung (30) vorgesehen ist, die die übertragenen Signale mit dem kammgefilterten Leuchtdichtesignal vom ersten Ausgang der Kammfilterschaltung (15) unter Erzeugung des Leuchtdichtesignalanteils vereinigt und daß der Leuchtdichtesignalanteil von der Vereinigungsschaltung einer Leuchtdichtesignalverbraucheranordnung zugeführt ist.
- 2. Videosignalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Übertragungsanordnung einen ersten Signalweg (42) zum Übertragen des Vertikaldetailsignals mit dem ersten Verstärkungsfaktor, ferner030047/0880einen zweiten Signalweg (50,52) zum Entfernen kleiner Amplitudenauswanderungen aus dem Vertikaldetailsignal und eine Anordnung (60) zum Vereinigen der durch die beiden Signalwege übertragenen Signale enthält.
- 3. Videosignalschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichn et, daß die frequenzselektive Anordnung (35) ein Tiefpaßfilter enthält.030047/0880
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