DE3017933C2 - Signalverarbeitungsschaltung - Google Patents
SignalverarbeitungsschaltungInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/14—Picture signal circuitry for video frequency region
- H04N5/20—Circuitry for controlling amplitude response
- H04N5/205—Circuitry for controlling amplitude response for correcting amplitude versus frequency characteristic
- H04N5/208—Circuitry for controlling amplitude response for correcting amplitude versus frequency characteristic for compensating for attenuation of high frequency components, e.g. crispening, aperture distortion correction
-
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- H04N9/64—Circuits for processing colour signals
- H04N9/646—Circuits for processing colour signals for image enhancement, e.g. vertical detail restoration, cross-colour elimination, contour correction, chrominance trapping filters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Signalverarbeitungsschaltung zur Betonung vertikaler Details in einem
Fernsehwiedergabebild, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt ist
In der US-PS 40 96 516 (Pritchard) ist eine ladungsgekoppelte
Kammfilteranordnung beschrieben, die besonders gut geeignet ist zur Trennung von Leuchtdichte-
und Farbsignalkomponenten eines Farbfernsehsignalgemisches. Es sind dort parallele Signalwege vorgesehen,
die durch lange bzw. kurze CCD-Verzögerungsleitungen gebildet werden, welche durch einen gemeinsamen
Takt gesteuert werden und in einem gemeinsamen Ladungssummierer enden. In einer als Beispiel angeführten
Anordnung, welche sich zur Verarbeitung normgerechter NTSC-Funksignale eignet, benutzt man
eine Taktsteuerung mit einer Frequenz vom Dreifachen der Farbträgerfrequenz (also 3 ■ 3,579545 MHz gleich
10,738635MHz) zur Steuerung der Ladungsübertragung
in einer langen Zweiphasenverzögerungsleitung von 683'/2 Stufen und einem Paar kurzer Zweiphasenverzögerungsleitungen
von je einer Stufe. Durch die Summierung der durch die lange Verzögerungsleitung
und eine der kurzen Verzögerungsleiiungen übertragenen Ladung erhält man eine erste Kammfiltercharakteristik,
welche in regelmäßigen Abständen Unterdrükkungseinschnitte bei ungeraden ganzzahligen Vielfachen
der halben Zeilenfrequenz aufweist. Vom Ausgang des ersten Ladungssummierers wird ein kammgefiltertes
Leuchtdichtesignal abgeleitet. Durch die Summierung der Ladung, welche durch die lange Verzögerungsleitung
und die andere kurze Verzögerungsleitung (an
deren Eingang eine Phasenumkehr vorgesehen ist) übertragen ist, erhält man eine zweite Kammfiltercharakteristik,
welche in regelmäßigen Abständen Unterdrückungseinschnitte bei geraden ganzzahligen Vielfachen
der halben Zeüenfrequenz aufweist Bei geeigneter ßandpaßfilterung erhält man am Ausgang des zwe'ten
Ladungssummierers ein kammgefiltertes Farbsignal. Durch geeignete Tiefpaßfilterung erhält man ferner ein
Vertikaldetailsignal von einem Ausgang des zweiten Ladungssummierers, welches mit dem kammgefilterten
Leuchtdichtesignal vom ersten Ladungssummierer wieder vereinigt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Weiterentwicklung
dieser bekannten Schaltung dahingehend, daß vertikale Details mit scheinbar besserer Auflösung
wiedergegeben werden und außerdem ein subjektiv angenehmerer Bildeindruck für den Betrachter erzielt
wird, indem die dargestellte Szene entsprechend den in der Natur meist anzutreffenden Verhältnissen von oben
beleuchtet zu sein scheint
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeic'menden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst
Hierdurch wird eine Anhebung von Vertikaldetails in einem wiedergegebenen Farbbild auf asymmetrische
Weise bewirkt, indem nämlich nur in Richtung des vertikalen Helligkeitsüberganges eine Oberbetonung
erfolgt wie im einzelnen noch erläutert werden wird. Dadurch, daß die Vertikaldetailinformation in einem
Empfänger mit der obenerwähnten Kammfilteranordnung separat zur Verfugung steht, ergibt sich die
Möglichkeit der Vertikalanhebung im Empfänger selbst also eine Anhebung des Vertikaldetailinhalts der
Leuchtdichtekomponente, um auf diese Weise die scheinbare vertikale Schärfe oder Auflösung im Bild zu
vergrößern. Sogenannte Vertikal-Aperturkorrekturen sind bekannt und werden senderseitig eingesetzt, um
eine solche Vertikalanhebung vor dem Aussenden des Signals vorzunehmen. Die übliche Vertikal-Aperturkorrekturanordnu::g
benutzt jedoch ein 2 H-Kammfilter (bei welchem zwei Verzögerungsleitungen mit je einer
Zeilendauer H Verzögerung verwendet werden), um eine symmetrische Vertikalanordnung zu erreichen, so
daß bei Schwarz-Weiß- und bei Weiß-Schwarz-Übergängen in Richtung der Vertikalabtastung sowohl Überais
auch Untei schwingungen auftreten.
Gemäß der Erfindung wird die Vertikaldetailinformation, die von einem 1 H-Kammfilter relativ angehoben
und dann mit einem kammgefilterten Leuchtdichtesignal wieder vereinigt νΛ, ebenfalls von einem
1 H-Kammfilter abgeleitet, wobei eine Polaritätsbeziehung gewählt ist, die eine Form asymmetrischer
Vertikalanhebung einführt, bei welcher
a) ein Überschwingen nur bei Schwarz-Weiß-Übergängen in Richtung der Vertikalabtastung auftritt
und
b) ein Unterschwingen nur bei Weiß-Schwarz-Übergängen in Richtung der Vertikalabtastung auftritt.
Mit der Verbesserung der scheinbaren vertikalen Auflösung wird damit gleichzeitig eine Wirkung einer
Beleuchtung der Szene von oben erreicht, wobei Spitzlichter an Oberkanten heller Objekte und darunter
Abschattungen auftreten. Dieser Effekt ist subjektiv
angenehm und steht in Übereinstimmung mit der Lebenserfahrung des Bevachters, wo die meisten
Szenen, die der Betrachter gesehen hat, sei es nun innen oder außen, von oben beleuchtet sind.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen
erläutert
Bei der dargestellten Schaltung wird ein vom Videodemodulator des Farbfernsehempfängers geliefertes
Farbsignalgemisch dem Signalgemischeingang CV einer CCD-Kammfilierschaltung 11 zugeführt wie
sie grundsätzlich in dem bereits erwähnten US-Patent beschrieben ist Die Schaltung 11 ist in der Zeichnung
gestrichelt umrandet und kann bequemerweiser in einem einzigen monolithischen integrierten Schaltungsplättchen
ausgebildet sein.
Die Schaltung 11 enthält drei Dämpfungsglieder, von denen zwei, nämlich die Dämpfungsglieder 13 und 15,
nicht invertieren, während das dritte Dämpfungsglied 17
invertiert Sie übertragen am Anschluß CV zugeführte Signale zu den Videosignalgemischeir'.Ingen entsprechender
CCD-Verzögerungsleitungen: Eine kurze Verzögerungsleitung 19 (mit N Stufen), eine lange
Verzögerungsleitung 21 (mit N + 682V2 Stufen) und
eine kurze Verzögerungsleitung 23 (mit N Stufen). Die Verzögerungsleitungen werden in einem Zweiphasentakt
gesteuert der durch Taktsignale Φ\, Φ2 einer
Frequenz (10,738635 MHz), welche dreimal so groß wie die Farbträgerfrequenz (3,579545 MHz) ist bewirkt
wird, die von einer Takttreiberschaltung 34 aus einem Taktsteuersignal der geeigneten Frequenz, welches am
Taktsteuereingang CL zugeführt wird, abgeleitet werden. Bei einer als Veranschaulichung dienenden
Ausführung der Schaltung 11 haben die kurzen Verzögerungsleitungen 19 und 23 jeweils nur eine
Verzögerungsstufe, während die lange Verzögerungsleitung 21 683V2 Stufen aufweist Der Verzögerungsunterschied an den Ausgängen der Verzögerungsleitungen
19 und 21 entspricht einer Periode (63.555 Mikrosekunden) der Zeüenfrequenz des Videosignalgemisches,
ebenso wie der Verzögerungsunterschied an den Ausgängen der Leitungen 21 und 23.
Die übertragene Ladung am Ausgang der kurzen Verzögerungsleitung 19 wird mit der übertragenen
Ladung am Ausgang der langen Verzögerungsleitung 21 in einem ersten Summierer 25 addiert. Die übertragene
Ladung am Ausgang der kurzen Verzögerungsleitung 23 wird mit einer übertragenen Ladung am Ausgang der
langen Verzögerungsleitung 21 in einem zweiten Ladungssummierer 27 addiert Es sei hier auf die
gleichlaufende US-Patentanmeldung USSN 9 30 379 (Erfinder: J. Carnes, et al) für die Beschreibung
bevorzugter Aufbauformen für die Durchführung der Funktionen der Ladungssummierer (25, 27) und der
Verzögerungsleitungen (19, 21, 23) und für die Signaleingabe zu letztgenannten verwiesen.
Betrachtet man das weniger verzögerte Ausgangssignal der kurzen Verzögerungsleitung 19 als Information
für die momentane Zeile, dann ist es klar, daß das stärker verzögerte A>:igangssignal der langen Verzögerungsleitung
2t der Information der vorangegangenen Zeile entspricht, da ja der Verzögerungsunterschied ein
Intervall von I H ist. Da die Signale an den Eingängen dieser beiden Verzögerungsleitungen in gleicher Weise
behandelt werden, also nicht invertiert werden, bewirkt der Ladungsäummiere. 25 eine echte Addition d?r
Signale der momentanen Zeile mit denen der vorangegangenen Zeile. Eine solche Addition führt zur Bildung
eines Kammfilters, dessen Übertragungscharakteristik bei ungeraden ganzzahligen Vielfachen der halben
Zeilenfrequenz Unterdrückungseinschnitte aufweist. Die Basisbandkomponente im Ausgangssignal des
ersten Ladungssummierers 25 bildet dann ein kammgefiltertes Leuchtdichtesignal, welches frei von dazwischenliegenden
Farbsignalkomponenten ist (aber auch an einem Vertikaldetailverlust leidet).
Im Gegensatz dazu liefert infolge der ungleichen Behandlung der Eingangssignale der Verzögerungsleitungen
21 und 23 der zweite Ladungssummierer 27 eine effektive Subtraktion der Signale benachbarter Zeilen.
Eine solche Subtraktion führt zur Bildung eines Kammfilters, dessen Kennlinie Unterdrückungseinschnitte
bei geraden ganzzahligen Vielfachen der halben Zeilenfrequenz aufweist. Die Basisbandkomponente des
Ausgangssignals des zweiten Ladungssummierers 27 stellt somit ein kammgefiltertes Farbsignal dar, welches
frei von dazwischengeschachtelten hochfrequenten LcüchidichiC3iEn3,korri"GnCritcn !St 'if! dsm »h*>r
tieferfrequente Vertikaldetailsignale enthalten sind).
Das Ausgangssignal des zweiten Ladungssummierers 27 wird einem Abtast- und Halteverstärker 33
zugeführt, welcher das Signal in einer Weise überträgt, daß eine Anhebung des Pegels der kammgefilterten
Basisbandbildsignalkomponenten am Ausgang des Summierers 27 gegenüber den begleitenden höherfrequenten
Komponenten entsprechend den Taktsignalen und deren Harmonischen sowie den zugehörigen
Seitenbandkomponenten erfolgt. Wie die Legende der Zeichnung zeigt, erfolgt eine solche Signalübertragung
durch den Verstärker 33 mit einer Polaritätsumkehr der Basisbandkomponenten, welche seinen Ausgängen (C.
C'^zugeführt werden.
Das Ausgangssignal des ersten Ladungssummierers 25 wird ebenfalls einem Abtast- und Halteverstärker 31
zugeführt, dessen Funktion ähnlich wie diejenige des Verstärkers 33 ist. Die Signalübertragung erfolgt jedoch
über eine Verzögerungseinheit 29 (die als Beispiel zwei getaktete Verzögerungsstufen hat), welche zur Kompensation
der Filterverzögerung dient, wie noch erläutert wird. Die Zeichnungslegende läßt erkennen,
daß sie im Gegensatz zur invertierenden Signalübertragung
des Verstärkers 33 die Signalübertragung zum \usgang Ldes Verstärkers 31 nicht invertierend erfolgt.
Die am Anschluß L erscheinenden Signale werden einem Tiefpaßfilter 35 zugeführt, das beispielsweise
einen Durchlaßbereich von 0 bis 4 MHz hat und ein breitbandiges kammgefiltertes Leuchtdichtesignal
durchläßt, dagegen die höherfrequenten Komponeten der Taktsignale unterdrückt. Das Ausgangssignal des
Tiefpaßfilters 31 wird einem Addierer 41 zur Wiedervereinigung
mit der Vertikaldetailinformation zugeführt
Die Vertikaldetailinformation wild selektiv durch ein
an den Ausgang C angeschlossenes Tiefpaßfilter 37 übertragen, dessen Grenzfrequenz (beispielsweise
1,8MHz) so gewählt ist, daß die Farbkomponenten ebenso wie die höherfrequenten Komponenten der
Taktsignale sicher unterdrückt werden. Das Ausgangssignal des Filters 37 wird einer Vertikaldetailsignalverarbeitungsschaltung
43 zugeführt welche zum Eingang des Addierers 41 ein Vertikaldetailsignal gelangen läßt
Der Durchlaßbereich des Filters 37 ist schmaler als derjenige des Filters 35, so daß es eine größere
Verzögerung einbringt Zur Kompensation dieser unterschiedlichen Filterverzögerung dient die bereits
erwähnte Verzögerungseinheit 29.
Zum Zwecke der erfindungsgemäßen Vertikalanhebung genügt es nicht daß das dem Addierer 41
zugeführte Vertikaldetailsignal durch die Schaltung 43 mit einer Verstärkung übertragen wird, welche lediglich
für die Wiederherstellung der entfernten Vertikaldetailinformation ausreicht. Statt dessen erfolgt die Signal-
ί übertragung durch die Schaltung 43 mit einer größeren
Verstärkung als die lediglich für die Wiederherstellung erforderliche Verstärkung, so daß man eine Vertikaldetailanhebung
erreicht Diese Signalübertragung durch die Schaltung 43 erfolgt nicht invertierend.
in Zum Verständnis der Auswirkung der sich ergebenden
Vertikaldeinilanhebung ist es zweckmäßig, sich jetzt die relativen Polaritäten der Beiträge der
momentanen und der vorausgegangenen Zeile an jedem Eingang des Addierers 41 zu überlegen. Betrachtet man
ι i als Bezugszustand die gleiche Polarität der Beiträge der
momentanen Zeile und der vorangegangenen Zeile des kammgefilterten Leuchtdichtesignals am Eingang als
positiv, dann kenn man ilpn I.artnng«iimmierer 27 als
die positive Information der momentanen Zeile mit der negativen Information der vorangegangenen Zeile
kombinierend ansehen, d. h., das Ausgangssignal des Summierers 27 ist die momentane Zeileninformation
minus der vorangegangenen Zeileninformation. In diesem Zusammenhang bildet das invertierte Ausgangsr
> signal des Verstärkers 33 die momentane Zeileninformation minus der vorangegangenen Zeileninformation.
Da dv Signalverarbeitungsschaltung 43 nicht invertiert,
liegt das Vertikaldetailsignal am Eingang des Addierers 41 in Form einer angehobenen Momentanzeileninforjo
mation minus einer angehobenen Vorzeileninformation (Information der vorangegangenen Zeile) vor.
Es sei nun betrachtet, was im Addierer 41 passiert, wenn die Momentanzeileninformation sich von der
Vorzeileninformation unterscheidet, wenn also ein Übergang in Richtung der Vertikalabtastung auftritt.
Die nicht angehobene Momentanzeileninformation vom Filter 35 wird verstärkt durch die Momentanzeileninformaiion
von der Schaltung 43. Die nicht angehobene Vorzeileninformation vom Filter 35 /ird durch die
entgegengesetzt gepolte Vorzeileninformation von der Schaltung 43 mit dem Ergebnis überlagert, daß eine
Minusvirsion der Vorzeileninformation auftritt. Diese
Wirkung stellt eine vorübergehende Überhöhung in Richtung der neuen Information, also der Momentanzeileninformation,
dar. Wenn also ein Übergang in Richtung der Vertikalabtastung von Schwarz nach
Weiß verläuft dann erfolgt ein Überschwingen in Weißrichtung, und bei einem Übergang in Vertikalrichtung
von Weiß nach Schwarz erfogt ein Unterschwingen in Schwarzrichtung.
Das Leuchtdichtesignal am Ausgang des Addierers 41 wird auf diese Weise mit einer asymmetrischen
Vertikalüberhöhung versehen, die bei der Behandlung zur Verbesserung der scheinbaren Vertikalauflösung
oder Schärfe einen subjektiv angenehmen Beleuchtungseffekt von oben ergibt Das Ausgangssignal des
Addierers 41 wird einer Leuchtdichtesignalverarbeitungsschaltung 53 zur Ableitung eines y-Eingangssignals
für eine übliche Matrix 55 zugeführt
bo In das Ausgangssignal am Anschluß C der Kammfilterschaltung 11 wird über eine Verzögerungseinheit und einem Verstärker 45 dem Eingang eines Bandpaßfilters 47 zugeführt, welches selektiv eine kammgefilterte Farbsignalkomponente durchläßt und ei die niederfrequente Vertikaldetailinformation sowie die hochfrequenten Komponenten der TaktsignaJe unterdrückt Das Ausgangssignal des Bandpaßfilters 47 wird einer üblichen Farbsignalverarbeitungsschaltung 49 zur
bo In das Ausgangssignal am Anschluß C der Kammfilterschaltung 11 wird über eine Verzögerungseinheit und einem Verstärker 45 dem Eingang eines Bandpaßfilters 47 zugeführt, welches selektiv eine kammgefilterte Farbsignalkomponente durchläßt und ei die niederfrequente Vertikaldetailinformation sowie die hochfrequenten Komponenten der TaktsignaJe unterdrückt Das Ausgangssignal des Bandpaßfilters 47 wird einer üblichen Farbsignalverarbeitungsschaltung 49 zur
Ableitung der Farbdifferenzsignale (R-Y1 B-Y,
C - Y) für die Zuführung zur Matrix 55 zugeführt. Durch Kombination des V-Signals mit den entsprechenden
Farbdifferenzsignalen entstehen in der Matrix Rot-, Blau- und Grün-Farbsignale, die einer üblichen Farbbildwiedergabeeinrichtung
57 für die Farbbilddarstellung >ugeführt werden. In üblicher Weise bestimmt der
K-Sigr,alanteil die Helligkeit des Wiedergabebildes, während die Farbdifferenzsignalanteile die Färbung
(also Farbton und Sättigung) bestimmer. Die von der Einheit 39 bewirkte Verzögerung addiert sich zu der
durch das Bandfilter 47 bedingten Verzögerung, so daß im Farbinformationsweg eine Verzögerungsanpassung
an diejenige des Leuchtdichtekanals auf dem Wege zur Matrix 55 vorliegt.
Aus den vorstehenden Erläuterungen zu den Polaritäten der Beiträge ergibt es sich, daß es für die gewünschte
Asymmetrie der hier beschriebenen Vertikalanhebung günstig ist, daß das Vertikaldetailsignal am Eingang des
Addierers 41 in einer Form vorliegt, in welcher der Beitrag der Momentanzeile die gleiche Polarität wie die
nicht angehobenen Beiträge des kammgefilterten Leuchtdichtesignals hat. Es versteht sich, daß die
invertierende und nicht invertierende Signalübertragung auch an anderen Stellen als speziell in dem hier
erläuterten Beispiel dargestellt erfolgen kann, um zu dem gleichen Ergebnis zu gelangen (also die Verstärker
31 und 33 können beide nicht invertierend und die Signalverarbeitungsschaltung 43 invertierend sein, der
Ver tärker 33 und die Schaltung 43 können beide nicht invertierend und der Verstärker 31 invertierend sein,
usw.).
Bei einer einfachen Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Vertikaldetailsignalverarbeitungsschaltung
43 eine lineare Amplitudencharakteristik hat, kann die Schaltung 43 einen linearen Verstärker bilden.
welcher einen solchen Verstärkungsgrad für das Vertikaldetailsignal aufweist, wie er zur Erreichung des
gewünschten Anhebungspegels des Detailsignals am Eingang des Addierers 41 gegenüber den Signalanteilen
vom Filter 35 erforderlich ist. Jedoch hat bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die
Schaltung 43 zweckmäßigerweise eine nichtlineare Amplitudencharakteristik für die Signalübertragung,
wie es beispielsweise in der gleichlaufenden US-Patentanmeldung von W. Lagoni mit dem Titel »Controllable
Non-Linear Processing of Video Signals« der Fall ist. Bei einer solchen Realisierung liefert die Schaltung 43
eine Vertikaldetailsignalverstärkung, die geeignet ist für eine Vertikaldetailanhebung in einen mittleren Bereich
'"' von Eingangssignalamplituden. Für Amplituden unterhalb
dieses Bereiches ist die Verstärkung geeignet für eine Vertikaldetailwiederherstellung gewählt, und für
Amplituden oberhalb des Bereiches ist die Verstärkung geringer als der für die Vertikaldetailwiederherstellung
geeignete Wert. Bezüglich einer für die Schaltung 43 geeigneten Anordnung im Sinne dieses Ergebnisses sei
auf die erwähnte Lagoni-Anmeldung verwiesen.
Am Ausgang R' der Farbsignalverarbeitungsschaltung 49 erscheinen die Bezugsschwingungen der
r> Farbträgerfrequenz (also 3,579545 MHz), die beispielsweise
von einem kristallgeregelten Oszillator erzeugt werden können, der in seiner Phase mit dem
Farbsynchronsignalanteil des ankommenden Signals synchronisiert sein kann. Ein Frequenzverdreifacher 51
in erzeugt aus seinem Eingang R' zugeführten Bezugssignalen
ein Ausgangssignal der gewünschten Taktfrequenz, welches dem Taktsteuereingang CL zugeführt
wird. Beispielsweise kann der Verdreifacher 51 einen vorteilhaften Aufbau gemäß der US-Patentanmeldung
'"' USSN 0 38 291 mit dem Titel »Frequenzvervielfacher«
(Erfinder: D. Pritchard) haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Signalverarbeitungsschaltung zur Betonung vertikaler Details in einem Fernsehwiedergabebild,
mit einem ersten 1 H-Kammfilter (Einzeilentyp), dessen Ausgangssignale nur die Summe von
Videosignalen der momentanen und der vorangegangenen
Zeile darstellen und über einen relativ breitbandigen Signalweg vorgegebener Bandbreite
und Verstärkung mit vorgegebener Polarität einer Addierschaltung zugeführt werden, und mit einem
zweiten 1 H-Kammfilter, dessen Ausgangssignale nur die Differenz von Videosignalen der momentanen
und der vorangegangenen Zeile darstellen und über einen relativ schmalbandigen Signalweg mit auf
nur den unteren Frequenzbereich der vorgegebenen Bandbreite begrenzter Bandbreite und für zumindest
Teile der Signaldifferenz höherer als der vorgegebenen Verstärkung der Addierschaltung
zugeführt werden, welcher der restliche Leuchtdichtekanal nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signale des relativ schmalbandigen Signalweges (31,35) der Addierschaltung (41)
mit solcher Richtung zugeführt werden, daß der der momentanen Zeile entsprechende Signalanteil die
vorgegebene Polarität hat, und daß der den relativ breitbandigen und den relativ schmalbandigen
Signalweg (31,35 bzw. 33,37) und die Addierschaltung
(41) umfassende Schaltungsteil als derart unsymmetrische Signalüberhöhungen bei Bildübergangen
in Vertikalrichtung erzeugende Schaltung ausgebildet ist, daii nur jei einem vertikal in
Schwarz-Weiß-RichtUiig erfolgenden Obergang ein
asymmetrisches Überschwing ;n in Weiß-Richtung und nur bei einem vertikal in Weiß-Schwarz-Richtung
erfolgenden Übergang ein asymmetrisches Überschwingen in Schwarz-Richtung erfolgt
2. Schaltung nach Anspruch 1, bei welcher der Fernsehempfänger ein Farbbildsignalgemisch mit
einer vorgegebenen Zeilenfrequenz empfängt, welches eine Leuchtdichtekomponente und eine Farbkomponente
aufweist, die einen Teil des Frequenzbandes gemeinsam benutzen, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Kammfilter (19, 21, 25) das Farbbildsignalgemisch mit einem ersten Frequenzgang
verarbeitet, welcher in regelmäßigen Abständen Unterdrückungseinschnitte aufweist, welche
sich bei ungeraden Vielfachen der halben Zeilenfrequenz wiederholen, und einem Summierer (25) zur
Summierung einer ersten Version des Eingangs- so Farbvideosignalgemisches mit einer zweiten Version
des Eingangs-Farbvideosignalgemisches, weiche gegenüber der ersten Version um ein Zeilenintervall
verzögert ist, enthält, daß das zweite Kammfilter (23, 21, 27) das Eingangs-Farbvideosignalgemisch
mit einem zweiten Frequenzgang verarbeitet, der in regelmäßigen Abständen Unterdrückungseinschnitte
aufweist, die sich bei geraden Vielfachen der halben Zeilenfrequenz wiederholen,
und einen Summierer (27) enthält, welcher die zweite Version des Eingangs-Farbvideosignalgemisches mit
einer dritten Version des Eingangs-Farbvideosignalgemisches, welches zeitlich im wesentlichen mit der
ersten Version übereinstimmt, aber phaseninvertiert gegenüber dieser ist, summiert, daß der relativ
breitbandige Signalweg zwischen den Ausgang des erstgenannten Summierers und einen Eingang des
Signaladdierers geschaltet ist und das Ausgangssignal des ersten Kammfilters mit einer ersten
Verstärkung überträgt, daß das relativ schmalbandige
Filter (33,37) zwischen den Ausgang des zweiten Summierers und einen Eingang des Addierers
geschaltet ist und ein Tiefpaßfilter (37) enthält, welches die Signalübertragung auf ein Frequenzband
begrenzt, welches im wesentlichen den von der Farbkomponente eingenommenen Baa.'teil ausschließt
und mindestens einen Teil des Ausgangssignals an das zweite Kammfilter überträgt, wobei die
zweite Verstärkung größer als die erste ist, und daß einer der Signalwege, nicht jedoch der andere, die
Signalübertragung im ganzen mit einer Polaritätsumkehr durchführt
3. Schaltung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Bandpaßfilter (47), welches aus dem
Ausgangssignal des zweiten Summierers selektiv die Farbkomponente aus dem Ausgangssignal des
zweiten Filters ableitet, und durch eine die abgeleitete Farbkomponente zur Steuerung von
Farbton und Farbsättigung des Wiedergabebildes benutzende Schaltung (49).
4. Signalverarbeitungsschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal des
relativ schmalbandigen Signalweges (31, 33) der AddierschaltUB.5 (41) über eine Verstärkerschaltung
(43) mit entsprechend der gewünschten Vertikaldetailanhebung
gewähltem Verstärkungsgrad zugeführt wird.
5. Signalverarbeitungsschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Amplitudenfrequenzgang
der Verstärkerschaltung (43) nichtlinear ist
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