DE3017893A1 - Elektromagnetisch betaetigter kameraverschluss - Google Patents
Elektromagnetisch betaetigter kameraverschlussInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Elektromagnetisch betätigter Kämeraverschluß
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromagnetisch betätigten Kameraverschluß und betrifft insbesondere
elektromagnetisch betätigte Schlitzverschlüsse .
Üblicherweise finden bei Kameraverschlüssen zur Steuerung der Belichtung photographischen Filmmaterials
Antriebsmechanismen Verwendung, die von mechanischen Vorspanneinrichtungen, wie Federn und dgl., zur Erzielung
der Ablaufbewegung der Verschlußlamellen (oder
Verschlußvorhänge) angetrieben werden. Ein solcher Verschlußantriebsmechanismus bekannter Art erfordert eine
Spanneinrichtung, die nach Beendigung einer Belichtung die Vers.chlußlamellen in die Ausgangsstellung zurückführt und hierbei die Federn spannt, so daß die nächste
Belichtung erfolgen kann. Das Erfordernis dieses zusätzlichen Rückstellmechanismus verkompliziert das gesamte
Verschlußsystem und erhöht die Anzahl der benötigten Bauteile, was den zur Herstellung und Montage erforder-
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lichen Aufwand erhöht, so daß die Herstellungskosten schwerlich minimal gehalten werden können.
Zur Lösung dieses bei federbelasteten Verschlußantriebsmechanisrnen
auftretenden Problems und darüber hinaus auch zur Entwicklung eines genaueren und qualitativ
hochwertigeren Verschlusses ist bereits vorgeschlagen worden, eine elektrisch betriebene magnetische
Steuereinrichtung zur Steuerung der Öffnungs- und Schließbewegung der Verschlußlamellen zu verwenden.
Die hierbei verwendeten Anordnungen lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen:
(ι) Eine Spule oder ein anderer geeigneter Leiter
ist in dem Magnetfeld eines Permanentmagneten derart angeordnet, daß er beim Hindurchfließen eines Stromes
in Bewegung versetzt wird, was als sog. Schwingspulen-Antriebssteuermechanismus bezeichnet wird.
(2) Ein magnetisches Bauteil, wie eine Eisenstange bzw. ein Eisenstab, ist in einem innerhalb einer Spule
oder eines anderen geeigneten Leiters befindlichen Zwischenraum angeordnet und wird beim 'Hindurchfließen
eines Stromes durch die Spule durch die Änderung des magnetischen Widerstandes bewegt, was als sog. Tauchkolben-Antriebssteuermechanismus
bezeichnet wird.
(3) Ein Permanentmagnet und mehrere Spulen bilden
einen Antriebssteuermechanismus in Form eines Linearmotors .
Den vorstehend beschriebenen drei Anordnungen ist
gemeinsam, daß entweder die Spule oder der Eisentauch-
kolben in Bewegung versetzt wird und eine Übertragung
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dieser Bewegung Über ein Gestänge, eine Gelenkverbindung
oder dgl. auf die Verschlußlamellen erfolgt. Bei einer solchen Anordnung ist jedoch das Gesamtgewicht
der Spule bzw. des Eisentauchkolbens, des Gelenkmechanismus und der zugehörigen anderen beweglichen
Teile meist großer als das Gewicht der beweglichen Teile bei einem federgetriebenen Verschlußantriebsmechanismus,
was zur Folge hat, daß nach der Verschlußauslösung beim Aaftreffen des Verschlusses auf ein Anschlagelement
ein erheblich stärkerer Aufprall erfolgen kann, durch den die Kamera erschüttert wird.
Da die Abstimmung der derart schweren Spule oder des Eisentauchkolbens auf die Verschlußlamellen unvollkommen
ist, besteht ein weiterer Nachteil darin, daß der übliche Mechanismus in bezug auf die Schwerkrafteinwirkung
(Gravitationszugwirkung) sehr empfindlich ist, so daß sich die eingestellte Verschlußzeit in Abhängigkeit
von der Kamerahaltung um eine Größenordnung ändern kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elektromagnetisch betriebenen Kameraverschluß
derart auszugestalten, daß eine erheblich verringerte Kraft zur Herbeiführung der Ablaufbewegung der Verschlußlamellen
ausreicht und der beim Anhalten der ablaufenden Verschlußlamellen auftretende Stoß bzw. Aufprall
minimal gehalten wird, so daß die Kamera nicht
erschüttert wird.
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Erfindungsgemäß stehen zur Lösung dieser Aufgabe
die Verschlußlamellen und die beweglichen Teile der elektrisch betriebenen magnetischen Steuereinrichtung
über drehbare Verbindungsglieder miteinander in An-
triebsverbindung, wobei die Anordnung der Teile derart
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getroffen ist, daß jede Verschlußlamelle und das ihr zugeordnete bewegliche Teil der Antriebseinrichtung in
entgegengesetzter Richtung zueinander symmetrisch zur
Achse des sich drehenden jeweiligen Verbindungsgliedes bewegt werden.
Diese Anordnung ermöglicht über die Verbindungsglieder, daß die Verschlußlamellen und die Antriebseinrichtung
in sämtlichen Stadien ihrer Bewegung gewichtsmäßig aufeinander abgestimmt sind, wodurch die Bewegung
der Verschlußlamellen durch eine äußerst kleine Kraft
steuerbar ist und die Zuverlässigkeit der andernfalls von der Kamerahaltung abhängigen Verschlußzeitsteuerung
erheblich verbessert v.'ird.
Die k'rf indung wird nachstehend anhand von Ausführungübeisp
i.e.l on unter Bezugnahme auf die Zeichnung η ein e r bor; c Ii r· i hon.
Fig. 1 cine Draufsicht auf die Hauptteile eines ersten Ausführungsbeispiels des Kameraver-Schlusses,
Fig. 2 eine Sennit tans 1 ent, die Einzelheiten der
ι· ι ■;!·: trisch betriebenen magnetischen Steuere
i nrichtunp; gemi.it! Fig. 1 veranschaulicht,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Hauptteile eines
zv.'oi ten Ausführungsbeispiels des Kameraver-
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Fig. 4 eine Schnittamiicht, die Einzelheiten der
elektrisch betriebenen magnetischen Steuereinrichtung
gemäß Fig. 3 veranschaulicht,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Hauptteile, eines
dritten Ausführungsbeispiels des Kameraverschlusses,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der elektromagnetischen Antriebseinrichtung gemäß Fig.
Fig. 7 eine Draufsicht auf die Hauptteile eines vierten Ausführungsbeispiels des Kameraver-Schlusses,
Fig. 8 eine schematische perspektivische Teilansicht der elektromagnetischen Antriebseinrichtung
gemäß Fig. 7,
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Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer elektromagnetischen
Antriebseinrichtung, und
Fig. 10 eine Draufsicht auf ein fünftes Ausführungsbeispiel des Kameraverschlusses, bei
dem die elektromagnetische Antriebseinrichtung gemäß Fig. 9 Verwendung findet.
Bei-dem Kameraverschluß gemäß den Fig. 1 und 2 ist
eine Verschlußgrundplatte 1 fest an einem (nicht dargestellten)
Rahmen eines Kameragehäuses in einer geeigneten Lage derart angeordnet, daß das durch ein (nicht
dargestelltes) Objektiv einfallende Licht durch eine
nachstehend als Bildfenster bezeichnete rechteckige
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Öffnung la in der Verschlußgrundplatte 1 auf ein in der Brennebene (Filmebene bzw. Bildebene) befindliches
(nicht dargestelltes) photographisches Filmmaterial fällt. An der Vorderseite der Verschlußgrundplatte 1
sind eine voreilende bzw. vordere Verschlußlamelle 2 und eine nacheilende bzw. hintere Verschlußlamelle 4
zum Öffnen und Schließen des Bildfensters la angeordnet, die in einer Zwischenstellung während des Ablaufens
'dargestellt sind, in der sie zwischen ihren Enden
einen Schlitz bilden.
Schwenkarme 6 und 8 bilden einen Gelenkmechanismus zum Antrieb der vorderen Verschlußlamelle 2, während
Schwenkarme 10 und 12 einen weiteren Gelenkmechanismus zum Antrieb der hinteren Verschlußlamelle 4 bilden. Die
Schwenkarrne 6, 8, 10 und 12 sind jeweils an einem Ende mittels eines Stiftes 6a, 8a, 10a bzw. 12a schwenkbar
an der Verschlußgrundplatte 1 angebracht, während ihre entgegengesetzten Enden über einen jeweiligen Gelenk-
stift 6b, 8b, 10b bzw. 12b die vordere Verschlußlamelle 2 und die hintere Verschlußlamelle 4 tragen.
Eine erste elektrisch betriebene magnetische Steuereinrichtung zur Steuerung der Öffnungs- und
Schließbewegung der vorderen Verschlußlamelle 2 ist mit der Bezugszahl 14 bezeichnet, während die Bezugszahl 16
eine zweite elektrisch betriebene magnetische Steuereinrichtung zur Steuerung der Üffnungs- und Schließbewegung
der hinteren Verschlußlamelle 4 bezeichnet. Einzel-
heiten des Aufbaus der ersten und zweiten magnetischen Steuereinrichtung sind in Fig. 2 dargestellt, wobei
gleiche Bezugszahlen die gleichen Teile, wie in Fig. 1, bezeichnen. Da die erste elektrisch betriebene magnetische
Steuereinrichtung 14 und die zweite elektrisch
betriebene magnetische Steuereinrichtung 16, die nach-
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stehend vereinfacht als elektromagnetische Antriebseinrichtungen bezeichnet werden, den gleichen bzw. einen
ähnlichen Aufbau aufweisen, ist in Fig. 2 lediglich die erste elektromagnetische Antriebseinrichtung dargestellt,
wobei jedoch die Bezugszeichen der einzelnen Bauteile der zweiten elektromagnetischen Antriebseinrichtung
sinngemäß gelten und in der nachstehenden Beschreibung in Klammern hinzugefügt sind. Mit 18 (20)
ist ein Gehäuse bezeichnet, das mit einem in seinem
Inneren befindlichen Permanentmagneten 22 (24) einen magnetischen Kreis bildet und aus reinem Eisen oder
einem anderen geeigneten Jochmaterial besteht. Die Bezugszeichen N und S bezeichnen den Nordpol bzw. Südpol
des Permanentmagneten 22, wobei das den Südpol S tragende Ende des Permanentmagneten mit der Unterseite des
Gehäuses 18 in Berührung steht,, während das den Nordpol N tragende Ende einen Polschuh 26 (28) trägt, an dem
eine Führungsachse 30 (32) befestigt ist. An der Führungsachse
30 (32) ist ein mit einer Spule 38 (40) umwickelter Spulenkörper 34 (36) axial beweglich angebracht.
Die Endanschlüsse 38a und 38b der Spule 38 (40) sind mit einer (nicht dargestellten) Antriebssteuerschaltung
verbunden. Die Bezugszahl 42 (44) bezeichnet einen Stift, der in Radialrichtung aus dem Spulenkörper
34 (36) herausragt. Das Gehäuse 18, der Permanentmagnet
22, der Polschuh 26 und die Führungsachse 30 bilden den stationären Teil der elektromagnetischen Antriebseinrichtung,
während der Spulenkörper 34, die Spule 38 und der Stift 42 den beweglichen Teil der Antriebseinrich-
tung bilden.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 sind doppelarmige Hebel 46 und 48 zur Übertragung der Bewegung der ersten
elektromagnetischen Antriebseinrichtung 14 und der ZWeiten
elektromagnetischen Antriebseinrichtung 16 auf die
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' Verschlußlamollen 2 und 4 jeweils in der Nähe ihrer
Mitte beweglich an einem senkrecht aus der Verschlußgrundplatte 1. herausragenden Drehzapfen 46a bzw. 48a
angebracht. Die Hebel 46 und 48 weisen jeweils in einem Endabschnitt ein Langloch 46b bzw. 48b auf, in das der
Stift 42 bzv/. 44 des Spulenkörpers 34 bzw. 36 eingreift, während die entgegengesetzten Endabschnitte der
Hebel 46 und 48 jeweils mit einem Langloch 46c bzw. 48c versehen sind, in die ein an dem Schwenkarm 8 angebrachter
Führungsbolzen 50 bzv/. ein an dem Schwenkarm 10 angebrachter Führungsbolzen 52 eingreifen.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 2 bilden der Permanentmagnet ?2, der Polschuh 26 und das .Gehäuse 18 einen
'^ magnetischen Kreis, so daß bei einer über die Zuleitungen
38a und 38b erfolgenden Beaufschlagung der Spule 38 mit dem von der Antriebsteuerschaltung zugeführten
Strom entsprechend der Dreifingerregel eine Kraft senkrecht
zu der Richtung des Stromes und der Richtung des
magnetischen Flusses ausgeübt wird und eine Bewegung des Spulenkörpers 34 (36) in die durch einen Pfeil A
gekennzeichnete Richtung bewirkt.
Der gcma.fi FLg. 1 aufgebaute Verschluß arbeitet
Vor dot- Auslösung des Kameraverschlusses aus seiner
Spanns U.· L lung verschließt die vordere Verschlußlamelle
2 uns Bildfenster la, so daß das über das Ob-
jektiv einfallende Licht den Film nicht erreichen kann, wobei die hintere Verschlußlamelle 4 aus dem Bildfenster
la herausgeschwenkt ist. Die Verschlußlamellen 2 und 4 drücken sich hierbei selbst gegen die Verschlußgrundplattn
1, so daß sie sich aufgrund der hierbei erzeugten nohv/achen Reibungskräfte selbst festhalten.
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' ν.* -j-! ι ϊ ι '-.. "cinriii .1Mi ;··! d'-i;i KiUütjinj'.chäuao befindlicher Ver- .
scluluLiauuloo.;-!' bcLäLigt wird, wird die Antriebssteuerschal tung ξ ar Erregung der Spule 38 in Betrieb genom-.
men, woraufhin der Spulenkörper 34 in die Richtung A bewegt wird. Diese Bewegung wird über den Stift 42 und
das Langloch 'IGb übertragen und dreht den Übertragungshebel 46 in Gegenuhrzeigerrichtung um die Achse bzw.
den Drehzapfen 46a. Die Schwenkbewegung des Hebels 46 bewirkt wiederum über das Langloch 46c und den Füh-'"
rungsbolzen 50, daß der die vordere Verschlußlamelle 2 tragende Schwenkarm 8 in Gegenuhrzeigerrichtung um die
Achse bzv/. den Stift 8a gedreht wird, wodurch sich die vordere Verschlußlamelle 2 aus dem Bildfenster la her- .
ausbewegt und eine Belichtung einleitet. 15
Nach Ablauf einer vorgegebenen Belichtungszeit erregt die Antriebssteuersclialtung die zweite Spule 40,
v/oraufhin der Spulenkörper 46 in Bewegung versetzt wird. Hierdurch wird der tlbertragungshebel 48 um die
Achse bzw. den Drehzapfen 48a in Gegenuhrzeigerrichtung
verschv/enkt, wodurch wiederum die hintere Verschlußlamelle
4 über das Bildfenster la bewegt wird und dieses schließt.
Hachdem die Belichtung auf diese V/eise abgeschlossen ist, erfolgt eine Richtungsumkehr des durch die
Spule 38 und 40 jeweils fließenden Stromes, wodurch die beweglichen Teile der ersten elektromagnetischen Antriebseinrichtung
14 und der zweiten elektromagneti-
sehen Antriebseinrichtung 16 in ihre Ausgangsstellungen
zurückgeführt werden und damit auch die vordere Verschlußlamelle 2 und die hintere Verschlußlamelle 4 in
einen Lichteinfall verhinderndem Eingriff miteinander in ihre Ausgangsstellungen zurückbewegen.
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Da bo j diesem Ausführungsbeispiel die Antriebsverbindung
von don beweglichen Teilen 34, 38, 36, 40 der elektromagnetischen Antriebseinrichtungen 14 und 16 zu
den Verschlußlainellcn 2 und A über eine Bewegungsübertragungseinrichtung
in Form von Hebeln 46, 48 erfolgt, können die beweglichen Teile der elektromagnetischen
Antriebseinrichtungcn und der Verschlußlamellen derart
eingeordnet v/erden, daß sie sich in einander entgegengesetzte Richtungen bewegen, wodurch das andernfalls
erforderliche Antriebsdrehrnornent erheblich verringert wird, da das Gewicht der Antriebsejnrichtungen durch
das Gewicht der Verschlußlamellen kompensiert wird. Die Möglichkeit des Auftretens einer Erschütterung zum Zeitpunkt
der Verschlußauslösung ist daher minimal, da der Betrag eines etwaigen auftretenden Stoßes durch gegenseitige
Auslöschung der gleichzeitig in einander entgegengesetzten Richtungen auftretenden Stoßwirkungen
weitgehend verringert wird, so daß die Kamera keinerlei Erschütterung erfährt.
In den Fi''?. 3 und 4 ist ein Ausführungsbeispiel
eines mittels einer Tauchkolben-Antriebssteuereinrichtung elektroningne tisch betriebenen Kameraverschlusses
dargestellt, wobei gleiche L'ezugszahlen die gleichen Teile, wie in den Fig. 1 und 2, bezeichnen. Die Bezugszahlen 51 und 53 bezeichnen jeweils eine Antriebsquelle
bzw. elektrisch betriebene magnetische Antriebseinrichtungen der Tauchkolben-Bauart für die vordere bzw. die
hintere Vcrschlußlarrielle. Da die Antriebseinrichtungen
^ für die vordere und die hintere Verschlußlamelle den
gleichen bzw. ähnlichen Aufbau aufweisen, ist in Fig. lediglich die Antriebseinrichtung 51 dargestellt. Ein
zylindrischer Rohrkörper 55 enthält einen fest an ihm angebrachten Permanentmagneten 54 sowie eine Spule 56,
die derart angeordnet ist, daß zu der Innenseite des
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' Rohrkörpers 55 ein vorgegebener luftgefüllter Zwischenraum
eingehalten wird. Die Spule 56 weist zwei Zuleitungen 55a und 56b auf, die mit einer (nicht dargestellten)
Treiberschaltung verbunden sind. Ein Eisentauchkolben
58 ist beweglich in einem von der Spule 56 umgebenen Zwischenraum angeordnet und trägt einen fest angebrachten
Stift 60, der in da.s Langloch 46b des Übertragungshebels
46 eingreift.
Die zweite Antriebseinrichtung 53 umfaßt entsprechend
ein Gehäuse 62, einen Eisentauchkolben 64, einen Stift 66 und eine Spule mit Zuleitungen 68, die
mit der (nicht dargestellten) Treiberschaltung verbunden sind.
Bei diesem Äusführungsbeispiel werden die Übertragungshebel
46 und 48 von einer Vorspanneinrichtung, wie Federn 70 und 72, in einer Richtung vorgespannt.
Wenn bei der Auslösung des Verschlusses gemäß den
Fig. 3 und Λ ein Verschlußauslösesignal an der (nicht
dargestellten) Treiberschaltung ansteht, wird die erste
Antriebseinrichtung 51 in Betrieb genommen, wobei der Eisentauchkolben 58 in die durch einen Pfeil B gekenn-
zeichnete Richtung bewegt wird. Diese Bewegung des Tauchkolbens 58 bewirkt eine in Gegenuhrzeigerrichtung
um die Achse bzw. den Drehzapfen 46a erfolgende Bewegung des Übertragungshebels 46, die über den Schwenkarm
8 weiter übertragen wird und die vordere Verschlußlamel-
Ie 2 aus dem Bildfenster la herausbewegt, wodurch die
Belichtung eingeleitet wird. Nach Ablauf der Belichtungszeit wird die Spule 68 der zweiten Antriebseinrichtung
53 von der (nicht dargestellten) Treiberschaltung mit Strom beaufschlagt, wodurch der Eisentauchkolben 64
bewegt wird. Die Bewegung des Tauchkolbens 64 wird über
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den Üburtragungr.hebel 48 und den Schwenkarm 10 auf die
hintere Verschlußlamelle 4 übertragen, wodurch diese in das Bildfenster· la hineinbewegt wird. Nach Abschluß der
Belichtung wird die Stromzufuhr zu den Spulen 56 und
unterbrochen, wodurch gleichzeitig die auf die Tauchkolben 58 und 64 einwirkenden Anziehungskräfte verschwinden.
Die Übertragungshebel 46 und 48 werden sodann von den Rückholfedern 70 und 72 in Uhrzeigerrichtung gedreht,
wodurch die Rückstellung der Verschlußlamellen und 4 in ihre Ausgangslage erfolgt.
In den Fig. 5 und 6 ist eine Weiterbildung des Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Da bei den elektromagnetischen Antriebseinrichtungen 14 und 16 gemäß Fig. 1 die Anordnung der an den
Spulenkörpern ?A und 36 befindlichen Stifte 42 und 44 in gleitend beweglichem Eingriff mit den Kanten der
Langlöcher 4fib und 4Sb der Übertragungshebel 46 und 48
die Bildung von Reibungskräften zwischen den Stiften
und 44 und den Langlöchern 46b und 48b fördert, wenn sich die Spulenkörper 34 und 36 bei Zuführung eines
Stromes zu den Spulen 38 und 40 bewegen, entsteht durch
diesen Reibungseingrjff zwischen den Stiften 42 und 44
und den Übertragungshebeln 45 und 48 ein gewisser EnergieverlusL, der eine beträchtliche Verringerung
des Ansprochvermögens der Verschlußlarnellen 2 und
4 auf die von der (nicht dargestellten) Treiberschaltung abgegebenen Signale zur Folge haben kann. Die Genauigkeit
der Verschlußsteuerung läßt sich somit bei
^u dem Verschluß gernäß den Fig. 1 und 2 weiter verbessern.
Aufgrund dieser Tatsache wird bei dem Verschluß gemäß den Fig. 5 und 6 eine möglichst weitgehende Verringerung
der Reibung zwischen der jeweiligen elektromagnetischen An tr i.obr,quell e und dem zugehörigen Übertragungs-
0^ hebel angestrebt. In den Fig. 5 und 6 bezeichnen glei-
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ehe Bezugszeichen gleiche bzw. ähnliche Teile, wie in
den Fig. 1 und 2.
Wie Fig.. 6 zu entnehmen ist, sind die erste elektromagnetische Antriebseinrichtung 14 und die zweite
elektromagnetische Antriebseinrichtung 16 jeweils über eine an der Verschlußgrundplatte 1 mit Schraubenbefestigungen
75 befestigte Halterung 77 bzw. 79 über zwei Stifte 73a und 73b drehbar bzw. schwenkbar an der
Verschlußgrundplatte 1 angebracht. Der Stift 42 ist nunmehr in ein in dem Übertragungshebel 46 vorgesehenes
Rundloch 46d beweglich eingepaßt, während der Stift 44
in ein in dem Übertragungshebel 48 vorgesehenes Rundloch 48d beweglich eingepaßt ist.
Wenn bei dieser Anordnung die über die Übertragungshebel
46 und 48 mit den Verschlußlamellen 2 und 4 in Antriebsverbindung stehenden Spulenkörper bei einer
der oder beiden elektromagnetischen Antriebseinrichtungen 14 und 16 in Bewegung versetzt v/erden, werden die
Gehäuse 18 und 20 der elektromagnetischen Antriebsein— richtungen mit der Dreh- oder Schwenkbewegung "der Übertragungshebel
46 und 48 um die Drehstifte 73a und 73b gedreht, wodurch die winklig bzw. schräg angreifende
Druck- oder Schubbelastung an den Schwenkverbindungen der Stifte 42 und 44 mit den Übertragungshebeln 46 und
48 absorbiert und durch Begrenzung der Reibung auf ein Minimum ein weiches, gleichmäßiges Arbeiten des Verschlusses
gewährleistet wird.
In den Fig. 7 und 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Verschlusses veranschaulicht, bei dem die
elektromagnetische Antriebseinrichtung in Form eines Linearmotors aufgebaut ist. Bei diesem Ausführungsbei-
spiel finden die Verschlußlamellen 2 und 4, die Schwenk-
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- LL. - DE 0418
arme h bis 12 und die Übertragungshebel 46 und 48 gemäß
Fig. 1 ohne weitere Modifikationen Verwendung. Permanentmagnete
46 und 48 tragen fest angeordnete, senkrecht hervorstehende Stifte 80 und 82, die jeweils in
das zugehörige Langloch 46b bzw. 48b der Übertragungshebel 46 und 48 eingreifen und von fest auf der Verschlußgrundplatte
1 angebrachten Führungsschienen 82a und 82b linear bewegbar geführt werden. Eine Anzahl von
Spulen 84a, 84b, 84c, ... ist in einer Reihe unterhalb der Bewegungsbahn des jeweiligen Permanentmagneten 76
bzw. 7 8 ai ige ο r dn e t.
Wenn bei diesem Linearmotor eine (nicht dargestellte)
Antriebssteuerschaltung den Spulen 84a, 84b, 84c, ... aufeinanderfolgend Strom zuführt, bilden sie jeweils
von einem Anschlußende zürn nächsten aufeinanderfolgende Magnetfelder entgegengesetzter Polarität zu
dem Magnetfeld des Permanentmagneten 76 (bei dem sich der Südpol unten befindet), so daß der Permanentmagnet
76 von einer Anziehungskraft in Bewegung versetzt wird.
Das heißt, wenn der Permanentmagnet 76 z. B. einen Punkt direkt über der Spule 84b erreicht, wird die
Stromzufuhr zu der Spule 84b unterbrochen und statt dessen auf die nächste Spule 84c umgeschaltet, wodurch
der Permanentmagnet 76 sich zu dem nächsten Punkt direkt über1 der Spule 84c weiterbewegt, usw. Die Bewegung
des 'Permanentmagneten wird über den Stift 80 bzw. 82 und das Langloch 46b bzw. 48b übertragen und führt
zu einer Drehung des Ubertragungshebels 46 bzw. 48 in Gegenuhrzeigerrichtung, wodurch wiederum die Verschlußlamelle
2 bzw. 4 über den Schwenkarm 8 bzw. 10 in Bewegung versetzt wird.
In den Fig. 9 und 10 ist eine Weiterbildung des
Oü Linearmotors gemäß den Fig. 7 und 8 veranschaulicht.
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Ί Bei diesem Ausführungsbeispiel ist gemäß Fig. 9 eine
große Anzahl von Permanentmagnetelementen 94 (100) in
einer Reihe angeordnet, wobei sich ihre Nord- und Südpo-Ie jeweils abwechseln. Über der Reihe aus Permanentmagnetelementen
94 (100) ist eine einzelne Spule 92 (98) angeordnet, die in Bewegung versetzt wird, wenn
sich die Richtung eines durch die Spule fließenden Stromes abwechselnd ändert. Die Spulen 92 und 98 sind
als Flachspulen in Blattform ausgeführt und werden beweglich von Tragelementen 90a, 90b, 96a und 96b gehalten,
die eine Gleitführung bilden. Die Bezugszahlen 91 und 93 bezeichnen Stifte, die jeweils an der Spule 92
bzw. 98 befestigt sind und in das Langloch 46b des Übertragungshebels 46 bzw. das Langloch 48b des Übertraft
gungshebels 48 eingreifen, εο daß die Verschlußlamellen
2 und 4 in Abhängigkeit von der Bev/egung der Spulen 92 und 98 bewegbar sind.
Es wird somit ein elektromagnetisch betätigter ^·υ Schlitzverschluß der mit zwei Verschlußlamellen arbeitenden
Art vorgeschlagen, bei dem die Verschlußlamellen und die elektrisch betriebenen magnetischen Antriebseinrichtungen
auf den entgegengesetzten Seiten von jeweiligen drehbaren Übertragungseinrichtungen in bezug auf
nc.
deren Achsen angeordnet und mit diesen gekoppelt sind,
so daß sie in entgegengesetzten Richtungen zueinander bewegbar sind. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit
des Auftretens einer Erschütterungswirkung im Verschluß
bei dessen Betätigung erheblich verringert. 30
030047/0863
Claims (2)
1. Karneraverschluß mit elektromagnetischen Antriebseinrichtungen zum Antrieb von vorderen und hinteren
Verschlußvorhängen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorhänge (2, 4, 6, 8, 10, 12) über jeweilige
drehbare Kraftübertragungseinrichtungen (46, 48) mit
den elektromagnetischen Antriebseinrichtungen (18, 20, 51, 53, 76, 78, 82, 84) derart in Wirkverbindung stehen,
daß die Verschlußlamellen und die elektromagnetisehen Antriebseinrichtungen in entgegengesetzten Richtungen
zueinander bewegbar sind.
2. Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektromagnetischen Antriebseinrichtungen
(18, 20) drehbar oder schwenkbar gelagert sind und daß die beweglichen Bauteile (30, 32) der elektromagnetischen
Antriebseinrichtungen (18, 20) über Stifte (42, 44) und diesen zugeordnete Verbindungslöcher (46d,
48a) mit den Kraftübertragungseinrichtungen (46, 48) in
Form einer Drehrelation in Eingriff stehen.
X/rs
030047/0863
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5747979A JPS55149923A (en) | 1979-05-10 | 1979-05-10 | Electromagnetically driven shutter |
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| DE3017893A1 true DE3017893A1 (de) | 1980-11-20 |
Family
ID=13056838
Family Applications (1)
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE3017893A1 (de) |
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