-
Spannratsche für Zurrgurte
-
Die Erfindung betrifft eine Spann ratsche mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruches 1.
-
Bei einer bekannten Spannratsche der eingangs genannten Art dient
der erste Steg ausschließlich zur Befestigung der Spann ratsche an einem Gurtband
bzw. am Festende des zu spannenden Zurrgurtes selbst. Zur Drehung der Schlitzwelle
und zur Spannung des durch den Schlitz der Schlitzwelle hindurchgezogenen Gurtes
bzw. des Losendes des Zurrgurtes wird der Spannhebel immer in einer Richtung, nämlich
in vom ersten Steg weggewandter Richtung verschwenkt. Diese nur einseitig mögliche
Betätigungsrichtung des Spannhebels kann bei bestimmten Anwendungsfällen der Spannratsche
von Nachteil sein.
-
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Spann
ratsche der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ihre Schlitzwelle je nach
Art ihrer Einkonfektionierung durch Schwenk-ung des Spannhebels entweder in Richtung
auf das befestigte Gurtende - nachstehend kurz "Festgurt" genannt - oder in vom
Festgurt weggewandter Richtung zur Spannung des durch die Schlitzwelle hindurchgezogenen
Gurtes - nachstehend kurz "Losgurt" genannt - gedreht wird. Diese Aufgabe wird durch
das Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
-
Um die Spannratsche so verwenden zu können, daß ihre Schlitzwelle
durch Spannhebelverschwenkung in Richtung auf den Festgurt gedreht bzw. gespannt
wird, braucht lediglich ein zusätzlicher Steg zur Einkonfektionierung in den Festgurt
am Ende des Verlängerungsauslegers befestigt und der erste Steg mit einem Gurtführungsschlitz
versehen zu werden. Durch den Gurtführungsschlitz wird der Losgurt hindurchgeführt,
bevor er durch den Schlitz der Schlitzwelle hindurchgezogen wird. Wird nun der Spannhebel
in Richtung auf den Festgurt geschwenkt und damit die Schlitzwelle in Spannrichtung
gedreht, so sorgt die Schlitzführung dafür, daß der Losgurt bzw.
-
das Losende des Zurrgurtes im Einlaufbereich in den Spannrahmen etwa
parallel zur Anlageseite des Spannrahmens b-zw. in etwa einer Fluchtlinie mit dem
Längsverlauf
des Endes des Festgurtes ausgerichtet. ist. Außerdem
verhindert die Schlitzführung beim Schwenken des Spannhebels in dieser Einkonfektionierungsstellung
die Mitdrehung des Spannrahmens mit dem Spannhebel. Das Gurtführungsende des Spannrahmens
wird also durch den Gurtführungsschlitz gewissermaßen an den gespannten Bereich
des Losgurtes bzw. des Losendes des Zurrgurtes gefesselt.
-
Durch das Kennzeic-he-n des Anspruches 2 kann leicht ein erster herkömmlicher
Steg gegen einen. solchen mit Führungsschlitz ausgetauscht werden.
-
Durch das Kennzeichen des Anspruches 3 wird gewährleistet, daß Festgurt
und Losgurt in ihrem Angrenzbereich an die Spann ratsche etwa in einer Fluchtlinie
verlaufen, die selbst etwa parallel zur Anlageseite des Spannrahmens ausgerichtet
ist, wodurch der Spannrahmen mit seiner Anlageseite satt bzw. flächig auf dem zu
verzurrenden Gut aufliegt und beim Zurren nicht ge-genü-ber der Oberfläche des Zurrgurtes
verkantet wird, wodurch Beschädigungen im Oberflächenbereich des Zurrgutes auftreten
körnten.
-
Bei der Ausbildung nach Anspruch 4 sind Schlitzführung und Steg so
ausgebildet, daß sie wahlweise zur Zwangsführung
des Losgurtes
oder zur Einkonfektionierung in den Festgurt verwendbar sind. Soll die Spannratsche
zur Bedienung im herkömmlichen Bewegungsablauf in den Festgurt einkonfektioniert
werden, so braucht allerdings am Ende des Verlängerungsauslegers keinerlei Steg
befestigt zu werden. Ist jedoch eine Einkonfektionierung für einen erfindungsgemäß
umgekehrten Bewegungsablauf beim Spannen des Zurrgurtes gewünscht, so braucht lediglich
zusätzlich am Ende des Verlängerungsauslegers ein weiterer Steg oder Bolzen befestigt
zu werden, der nunmehr zum Einkonfektionieren in das Ende des Festgurtes dient,
während der geschlitzte erste Steg zur Führung des gespannten Endes des Losgurtes
dient.
-
Durch das Kennzeichen des Anspruches 6 kann sich die Drehstellung
von Steg und/oder Schlitzführung selbsttätig auf die Spannrichtung von Fest- und/oder
Losgurt einstellen.
-
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird anhand der
Figuren näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Spannratsche
herkömmlicher Bauart, anhand derer die grundsätzliche Spannratschenfunktion erläutert
wird.
-
Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Spannratsche
in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1 in gespannter SteIlung von Fest-und Losgurt.
-
Fig. 3 eine Seitenansicht analog -Fig. 2, wobei -der Spann rahmen
der Spannratsche zur Umkehrung des Bewegungsablaufes beim Spannen der Schlitzwelle
mit dem Ende des Verlängerungsauslegers in das Ende des Festgurtes einkonfektioniert
ist.
-
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Führung des-Losgurtes bei
der Einkonfektionierung der Spannratsche gemäß Fig. 3.
-
Fig. 5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Spannratsche in einer
Aufschwenkstellung des Spannhebels, in der die Sperrung der Drehbeweglichkeit der
Schlitzwelle gegenüber dem Spann rahmen zwangsweise aufgehoben ist.
-
Die in Fig. 1 dargestellte Spannratsche besteht im wesentlichen aus.
de-m Spannrahmen 1, der am -vo-rderen Ende des Spann rahmens 1 dre-hbar gelagerten
Schli-tzwelle 2 zum Spannen des Losendes 3 des Zurrgurtes bzw. des Losgurtes 3 und
dem auf der Schlitzwelle 2 drehbar gelagerten Spannhebel 4. Die Schlitzwelle 2 ist
beidendig mit jeweils einem Sperrad 5 eines Ratschengesperres
fest
verbunden. Am Spannhebel 4 ist eine erste Sperrklinke gelagert, die nachstehend
kurz "Spannschieber 6" genannt ist. Der Spannschieber 6 greift unter dem Druck der
sich am Spannhebel 4 abstützenden Feder 7 mit seinen zinkenartigen Enden 9 in die
Verzahnung 8 des Sperrades 5 ein und sperrt die Drehbeweglichkeit des Spannhebels
4 in Spannrichtung 12 gegenüber der Schlitzwelle 2.
-
Am Spann rahmen 1 ist eine zweite Sperrklinke - nachstehend kurz "Halteschieber
10" genannt - in Richtung auf die Verzahnung 8 des Sperrades 5 verschiebbar gelagert.
-
Der Halteschieber 10 steht unter dem Druck der sich am Spannrahmen
1 abstützenden Feder 11 , die ihn in Sperrichtung gegen die Verzahnung 8 des Sperrades
5 drückt. Beim Einfallen des Ha3teschiebers 10 in die Verzahnung 8 des Sperrades
5 wird die Drehbeweglichkeit der Schlitzwelle 2 gegenüber dem Spann rahmen 1 entgegen
der Spannrichtung 12 des Spannhebels 4 gesperrt.
-
Am rückwärtigen Ende des Spann rahmens 1 ist ein erster Steg 13 angeordnet,
der parallel zur Schlitzwelle 2 verläuft. Die Anlageseite 14 des Spannrahmens 1
verläuft etwa parallel zur durch den ersten Steg 13 verlaufenden, an die dem Spannhebel
4 abgewandte Umfangsseite 15 der Schlitzwelle 2 angelegten Tangente 16.
-
Der die Schlitzwelle 2 und den ersten Steg 13 miteinander verbindende
Spann rahmen 1 ist über dieSchlitzwelle 2 hinaus verlängert. Am Ende des Verlängerungsauslegers
17 ist ein Steg 18 ebenfalls parallel zur Schlitzwelle 2 verlaufend befestigbar,
wozu entsprechende Bohrungen 19 in die Seitenwangen 20 des Spannrahmens 1 eingebracht
sind. Der erste Steg 13 ist mit einem Führungsschlitz 22 für das Losende des Zurrgurtes
bzw.
-
für den Losgurt 3 versehen.
-
Der erste Steg 13 ist lösbar am Spännrahmen 1 befestigt, was durch
eine Schraubverbindung ermöglicht werden kann. Der Abstand des Führungsschlitzes
22 des ersten Steges 13 von der Anlageseite 14 des Spannrahmens 1 ist etwa gleich
groß dem Abstand des am Verlängerungsausleger 17 befes-tigten Steges 18 von der
Anlageseite 14 des Dpannrahmens 1. Die Abstandsmaße sind in Fig. 3 mit 23 bezeichnet.
-
Es können wahlweise auch beide Stege 13,18 als -in Richtung ihrer
Längsachse durchgehend geschlitzte Bolzen ausgebildet: sein. Mindestens der die
Schlitzführung bildende erste Steg 13 kann um eine zur Schlitzwelle parallele Achse
drehbar gegenüber dem Spannrahmen 1 gelagert sein.
-
Zur herkömmlichen Bedienweise der Spannratsche wird der Spann rahmen
1 mit dem ersten Steg 13 in das Festende des Zurrgurtes bzw. in den Festgurt 24
einkonfektioniert. Hier haben der Verlängerungsausleger 17 bzw.
-
seine Bohrungen 19 keine Funktion. Zum Festzurren des Losgurtes 3
wird dieser mit dem Losgurtende 21 durch den Führungsschlitz 22 der Schlitzwelle
2 hindurchgezogen, bis eine gewisse, von Hand leicht aufbringbare Vorspannung auf
das zu verzurrende Gut vorliegt. Sodann wird der Spannhebel 4 in vom Festgurt 24
wegweisender Spannrichtung 12 mehrfach in einem Schwenkbereich von bis zu etwa 1200
hin- und hergeschwenkt. Dadurch wird die Schlitzwelle 2 gedreht. Der Losgurt 3 wird
gespannt, wobei das Losgurtende fest zwischen Losgurt 3 und Schlitzwelle 2 eingeklemmt
ist und somit nicht herausrutscht .
-
Bei der Einkonfektionierung der Spannratsche gemäß Fig.
-
3 und 4 ist der Spann rahmen 1 mit dem am Verlängerungsausleger 17
vorgesehenen S-teg 18 in das Ende des Festgurtes 24 einkonfektioniert. Der erste
Steg 13 weist einen Führungsschlitz 22 auf. Das Ende 21 des Losgurtes 3 wird zunächst
durch den Führungsschlitz 22 hindurchgezogen (Fig. 4), bevor es durch den Wellenschlitz
26 der Schlitzwelle 2 hindurchgezogen wird. Zum Spannen der Schlitzwelle 2 bzw.
des Losgurtes 3 wird
der Spannhebel 4 in alternativer Spannrichtung
27 (Fig.
-
3) hin- und hergeschwenkt, wie dies vorstehend anhand von Fig. 2 näher
erläutert worden ist. Die alternative Spannrichtung 27 ist dem Festgurt 24 zugewandt.
Der Führungsschlitz 22 des ersten Steges 13 hält den Losgurt 3 dabei in einer Fluchtlinie
mit der Ausrichtung des Festgurtes 24, obwohl der Losgurt 3 auf die dieser Fluchtlinie
abgewandte Umfangsseite 28 der Schlitzwelle 2 aufläuft.
-
Fig. 5 zeigt die herkörnmliche Art der Lösung der in Spannstellung
befindlichen Spannratsche. Hierzu wird lediglich der Spannschieber 6 aus seinem
Eingriff in die Verzah-nung des Sperrades 5 herausgezogen und der Spannhebel 4 soweit
durchgeschwenkt, daß die an seinem Lagerumfang vorgesehene 'iteuerkurve 29 auch
den Halteschieber 10 aus seiner -ringriffsstellung in die Verzahnung 8 des Sperrades
5 herausschiebt. Unter dem Zug des Losgurtes 3 dreht sich sodann die Schlitzwelle
2 soweit, daß das Losgurtende 21 leicht aus dem Wellenschlitz 26 herausgezogen werden
kann.