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DE3016847A1 - Plattenfoermiger bauteil zur eindeckung von bauwerken - Google Patents

Plattenfoermiger bauteil zur eindeckung von bauwerken

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DE3016847A1
DE3016847A1 DE19803016847 DE3016847A DE3016847A1 DE 3016847 A1 DE3016847 A1 DE 3016847A1 DE 19803016847 DE19803016847 DE 19803016847 DE 3016847 A DE3016847 A DE 3016847A DE 3016847 A1 DE3016847 A1 DE 3016847A1
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DE
Germany
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water
roof
air
ducts
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DE19803016847
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Karl Heinz 3353 Bad Gandersheim Vahlbrauk
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    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24SSOLAR HEAT COLLECTORS; SOLAR HEAT SYSTEMS
    • F24S10/00Solar heat collectors using working fluids
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24SSOLAR HEAT COLLECTORS; SOLAR HEAT SYSTEMS
    • F24S20/00Solar heat collectors specially adapted for particular uses or environments
    • F24S20/40Solar heat collectors combined with other heat sources, e.g. using electrical heating or heat from ambient air
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    • F24SSOLAR HEAT COLLECTORS; SOLAR HEAT SYSTEMS
    • F24S20/00Solar heat collectors specially adapted for particular uses or environments
    • F24S20/60Solar heat collectors integrated in fixed constructions, e.g. in buildings
    • F24S20/67Solar heat collectors integrated in fixed constructions, e.g. in buildings in the form of roof constructions
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F24S80/00Details, accessories or component parts of solar heat collectors not provided for in groups F24S10/00-F24S70/00
    • F24S2080/01Selection of particular materials
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Description

  • Plattenförmiger Bauteil zur Eindeckung
  • von Bauwerken Die Erfindung bezieht-sich auf einen plattenförmigen Bauteil zur Eindeckung von Bauwerken, insbesondere von Gebäudedächern oder Böschungen, mit in wenigstens einer horizontal verlaufenden Zeile von auf der nach außen gekehrten Bauteil fläche mündenden Lufteinlaßkanälen für die Ableitung erwärmter Luft in'das Dachinnere.
  • Zur Ausnutzung der durch die Sonneneinstrahlung und die Umgebungsluft auf Dacheindeckungen werden plattenförmige Bauteile verschiedener Ausführung verwendet, mit deren Hilfe die durch die Sonneneinstrahlung und/oder die Umgebungsluft erzeugte Wärme im Dachbereich von Gebäuden entzogen und einem geeigneten wärmetauschenden Kreislauf im Gebäude zugeführt wird. Es ist eine Dacheindeckung bekannt (DE-OS 27 49 490), bei der brettartige Kunststoffhohlprofile verwendet werden, die mit in Richtung der Dachneigung verlaufenden inneren Hohlkanälen zur Abfuhr der sich auf dem Dach erwärmenden Luft versehen sind. Diese Kunststoffhohlprofile weisen ferner bereits auf ihrer nach außen gekehrten Fldche in etwa horizontaler Anordnung auf der nach aussen gekehrten Bauteilfläche mündende Lufteinlaßkanäle auf, die in die Innenkanäle der Kunststoffhohlprofile münden und zur Ableitung der sich über den Kunststoffhohlprofilen ansammelnden erwärmten Luft dienen. Diese bekannten Bauteile der eingangs angegebenen Art sind daher lediglich zur Abfuhr und damit Ausnutzung der sich oberhalb der Dacheindeckung erwärmenden Luft geeignet. Bei den meisten in Mittel-und Nordeuropa herrschenden klimatischen Verhältnissen ist jedoch mit sehr wechselhaften Witterungsverhältnissen zu rechnen, bei denen einer direkten Sonneneinstrahlung in häufigem Wechsel plötzliche Niederschläge -folgen.
  • Derartige Niederschläge. führen jedoch zu einer schnellen Abkühlung der gesamten Dacheindeckung mit ebenso schneller Verdrängung der vorher erwärmten Luft. Die vom auf die Dacheindeckung einfallenden Regenwasser dem Dach und der Umgebungsluft entzogene Wärme wird ungenutzt abgeleitet. Insgesamt ergibt sich daher nur eine verhältnismäßig schlechte-Ausnutzung der durch die Sonneneinstrahlung und die Umgebungsluft in und auf der Dacheindeckung erzeugten Wärme.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bauteil zur Dacheindeckung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit dessen Hilfe es ermöglicht werden soll, zumindest in einem jeweils wählbaren unteren Bereich der Dacheindeckung die in-der Dacheindeckung durch die Sonneneinstrahlung und die Umgebungsluft erzeugte Wärme auch bei Niederschlägen sowie die in den -Niederschlägen selbst enthaltene Wärme soweit wie möglich über die Dacheindeckung aufzunehmen und dem jeweiligen Nutzkreislauf des Gebäudes zur Verfügung zu stellen, und zwar unter gleichzeitiger weiterer Ausnutzung der Wärmeenergie der Umgebungsluft. Der Bauteil soll somit hinsichtlich der Wärmenutzung bivalent gestaltet werden. Dies wird durch die Erfindung vor allem-dadurch erreicht, daß bei dem eingangs angegebenen Bauteil unterhalb jeder Zeile von Mündungen der Lufteinlaßkanäle eine im wesentlichen horizontal verlaufende Wasserauffangrinne derart angeformt ist, daß die Lufteinlaßkanäle bei gefüllter Wasserauffangrinne oberhalb des Wasserspiegels münden, und daß im Bereich der vom Wasser-bedeckbaren Rinnenwandung Leitungen für ein wärmetauschendes Medium im Bauteil angeordnet sind. Werden derartige Bauteile zumindest im hinsichtlich der Dachneigung unteren Bereich der Dacheindeckung angeordnet, so werden diejenigen Niederschläge und insbesondere Regenwassermengen, die nach vorhergehender Sonneneinstrahlung und Erwärmung der Dacheindeckung auf diese auftreffen, in den Wasserauffangrinnen aufgefangen, und es kann-deren Wärmeenergie nunmehr durch die Leitungen für das wärmetauschende Medium dem Nutzwärmekreislauf des Gebäudes zugeführt werden. Dies gilt sowohl für die durch, die Niederschläge vom vorher erwärmten Dach aufgenommenen Wärmemengen wie auch für die Wärmeenergie des N'iederschlags selbst. 'Gleichzeitig wird weiterhin über die oberhalb der jeweiligen Wasserspiegel mündenden Lufteinlaßkanäle erwärmte Luft abgeführt, um so weit wie möglich ebenfalls im Nutzwärmekreislauf ausgenutzt zu werden. Die hierbei mit der Luft oberhalb der Wasserspiegel aufgenommenen Wasserdampfmengen aus der Wasserverdunstung können innerhalb des Nutzwärmekreislaufs des Gebäudes kondensiert werden, und es kann somit auch diesen Wasserdämpfen die Wärmeenergie entzogen werden. Somit kann der erfindungsgemäße Bauteil zur Dacheindeckung als Absorber für Wärmeenergie angesehen werden, bei dem die Erwärmungswirkungen der Sonneneinstrahlung, der Luft und der Niederschläge kombiniert bzw.
  • innerhalb des Bau teils integriert sind. Der Anteil der Dacheindeckung, der mit den Bautei'len nach der Erfindung versehen werden soll, kann nach den jeweiligen Anwendungsverhältnissen und nach den jeweiligen baulichen Verhältnissen des Daches gewählt werden. Die Bauteile nach der Erfindung können auf einfache Weise in der Massenfertigung als typisierte Bauteile hergestellt werden und dabei den üblichen Abmessungen und Gestaltungen der Bauteile für die Dacheindeckung angepaßt und somit in die üblichen Dacheindeckungen integriert werden. Zugleich wird ein Regenwasser-Rückhalteeffekt erzielt, der die kommunale Entsorgung entlasten kann.
  • Eine sowohl hinsichtlich der Fertigung als auch insbesondere hinsichtlich der Funktion zweckmäßige bauliche Gestaltung des Bauteils wird in weiterer Ausbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß in Richtung der Dachneigung mehrere Zeilen von Mündungen der Lufteinlaßkanäle und jeweils zugeordnete Wasserauffangrinnen abwechselnd aufeinanderfolgend unter Zwischenschaltung jeweils eines bis zur nach außen gekehrten Bauteil fläche vorspringenden horizontalen Steges eingeformt sind und die Lufteinlaßkanäle zwischen den Stegscheiteln und der dem Wasserspiegel entsprechenden Höhe-der Rinnenwandung mündend zur nach innen gekehrten Bauteilfläche geführt sind. Die Stege bieten einerseits weiterhin Absorberflächen für die Sonneneinstrahlung und die Aufnahme von Wärme aus der Umgebungsluft und bilden andererseits Überläufe für die Niederschläge und gestatten schließlich eine sehr zweckmäßige Einbringung der Lufteinlaßkanäle mit ihren Mündungen unmittelbar oberhalb des Wasserspiegels in den Wasserauffangrinnen. Die Anordnung der Lufteinlaßkanäle im geschilderten Bereich gestattet eine nachträgliche einfache Einbringung dieser Kanäle durch geeignete Bohreinrichtungen und insbesondere Mehrspindelbohreinrichtungen. Schließlich ermöglicht die gekennzeichnete Gestaltung des Bauteils eine günstige Anordnung und Führung der Leitungen für den Wärmetausch aus dem in den Wasserauffangrinnen gesammelten Wasser. Mit Hilfe eines einzigen Bauteils nach der-Erfindung können mehrere Zeilen von-Lufteinlässen und zugeordneten Wasserauffangrinnen geformt werden, so daß bereits bei der Anordnung einer oder weniger Zeilen von Bauteilen nach der Erfindung bei der Dacheindeckung eine verhältnismäßig große Anzahl von kombinierten Lufteinlässen und wärmetauschenden Wasserauffangrinnen ermöglicht wird.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind auf der zum Dachinnern gekehrten Seite des Bauteils ein oder mehrere Luftsammelkanäle eingeformt, in die die Lufteinlaßkanäle münden. Auf diese Weise können die Bauteile selbst bereits die erforderlichen Sammelkanäle für die in den Nutzwärmekreislauf des Gebäudes abzuführende Luft enthalten, die dann in einfacher Weise den fortleitenden Luftkanälen der übrigen Dacheindeckung zugeordnet werden können.
  • Für eine gezielte Ableitung des auf die Dacheindeckung einfallenden Regen- oder Schmelzwassers können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung wenigstens im Boden der in Richtung der Dachneigung untersten Wasserauffangrinne mit einer lösbaren Überlaufeinrichtung versehene Wasserablauföffnungen vorgesehen sein, die in einen im wesentlichen horizontal verlaufenden Wasserablaufkanal im Bauteil münden. Der Bauteil wird somit zugleich zur Ableitung des Wassers ausgenutzt, wobei gegebenenfalls auch der Wasserablaufkanal in den Nutzwärmekreislauf des Gebäudes für einen weiteren Wärmetauschvorgang einbezogen werden könnte.
  • Für die bauliche oder architektonische Gestaltung der Dacheindeckung kann es zweckmäßig sein, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Bauteil aus wenigstens zwei in horizontaler Richtung miteinander verbundenen Teilen besteht und der wenigstens einen Abschnitt der in Richtung der Dachneigung untersten Wasserauffangrinne bildende Bauteil als Dachüberstand ausgebildet ist. Diese Teile des Bauteils können in der jeweils zweckmäßigen Form hergestellt und dqnn einschließlich des Dachüberstands zu einer Baueinheit miteinander verbunden werden, so daß die gesamte Baueinheit als Gestaltungselement herangezogen werden kann. Dabei sind zweckmäßig in den den Dachüberstand bildenden Teil Luftführungskanäle eingeformt, die auf seiner unteren Fläche münden. Auf diese Weise ist es möglich, den den Dachüberstand bildenden Teil unmittelbar anzuschließen an Luftführungskanäle einer unterhalb des Dachüberstands verlaufenden Gebäudewand mit derartigen Luftkanälen zur Wärmenutzung.
  • Von ganz besonderem Vorteil sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch hinsichtlich der Funktion ist es, wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung der Bauteil ganz aus einem keramischen Schaumwerkstoff, und insbesondere aus einem keramisch gebundenden Blähtonkörper, wie er z. B. in der DE-PS 19 14 372 beschrieben ist, geformt ist, in den die Lufteinlaßkanäle, Leitungen fÜr das wärmetauschende Medium, Wasserablauföffnungen und der Wasserablaufkanal eingearbeitet sind. Ein derartiger keramischer Schaumwerkstoff bringt zunächst den besonderen Vorteil seiner Schwindungsfreiheit mit sich, es findet im Gegensatz zu den üblicherweise hydraulisch gebundenen Baukörpern keinerlei Umkristallisation statt, so daß diese Schwindungsfreiheit erreicht und jede Rißbildung vermieden wird, was bei derartigen, der Witterung ausgesetzten Gebäudebestandteilen von besonderer Bedeutung ist. Ein derartiger keramischer Schaumwerkstoff und insbesondere ein keramisch gebundener Blähtonkörper bietet die Möglichkeit, die erforderlichen Formungen während des Herstellungsprozesses durchzuführen und die jeweils gewünschten Kanäle und andere offene Ausbildungen wie die Wasserauffangrinnen durch den Einsatz einfacher Bohr-, insbesondere Mehrspindelbohr-, und anderer Fräseinrichtungen oder dergleichen herzustellen. Ein derartiger Werkstoff bildet ferner ein hervorragendes Substrat für jede Art von Beschichtung, sei sie organischer, anorganischer oder auch metallischer Art, so daß der Bauteil ganz den jeweiligen Anwendungsfällen und Wärmetauschfunktionen angepaßt werden kann. Insbesondere können die medienführenden Oberflächen gas- und wasserdicht abgeschlossen werden, und es bietet ferner der so hergestellte Bauteil von sich aus eine hohe Wärme- und Schalldämmung. Rauch gegenüber den in der Atmosphäre befindlichen, insbesondere vom Regenwasser aufgenommenen agressiven chemischen Bestandteilen bietet ein derartiger Werkstoff hohe Beständigkeit, und zwar auch gegenüber derartigen agressiven-Einschlüssen wie insbesondere schweflige bzw. Schwefelsäure im Kondenzwasser beim Abführen von Wasserdampf oberhalb der Wasserspiegel. Grundsätzlich ist ein Bauteil aus dem genannten Werkstoff höchst wirksam für den geschilderten Rückhalteeffekt des erfindungsgemäßen Bauteils.
  • Zweckmäßig sind bei einem derartigen Bauteil in weiterer Ausgestaltung der Erfindung wenigstens die der Wärmeaufnahme, der Wärmeübertragung und dem Luft- und Wassertransport dienenden Flächen mit einer korrosionsbeständigen Beschichtung versehen, die organischer, anorganischer oder auch metallischer Art sein kann, wobei im Fall des keramischen Schaumwerkstoffs bzw. des keramisch gebundenen Blähtons eine Keramikglasur angewandt wird, die beim Wärmeprozeß der Herstellung mit aufgebracht bzw. nachträglich aufgesintert werden kann. Es können aber auch thermoplastische oder elastomere Beschichtungen vorgesehen sein, je nach dem Anwendungsfall.
  • Hierdurch kann die Beständigkeit gegenüber den geschilderten Kontaminationen und dabei insbesondere den agressiven chemischen Bestandteilen und Verbindungen wesentlich gesteigert werden.
  • Schließlich können in den Bauteil festigkeitssteigernde Armierung eingebettet sein, wobei diese Armierungen auch als hochfeste Beschichtungen der zum Dachinnern gekehrten Bauteilfläche und/oder der Luftsammelkanäle ausgebildet sein können. So ist es auch möglich, bei der Herstellung der Kanäle zugleich gebildete weitere Bohrungen oder Kanäle mit festigkeitssteigernden Werkstoffen auszugießen oder auszukleiden, z. B. mit hochverdichtetem Zement oder dergleichen.
  • Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nach folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung.
  • Die Zeichnung zeigt in weitestgehend schematischer, geschnittener schaubildlicher Darstellung einen Bauteil nach der Erfindung in seiner prinzipiellen Anordnung am Gebäude.
  • Die Zeichnung zeigt einen erfindungsgemäßen Bauteil in seiner Anordnung am Gebäude, wie er zur Dacheindeckung Verwendung finden kann, und zwar einschließlich des im folgenden noch beschriebenen Teils, der als Dachüberstand ausgebildet ist. Der Bauteil besteht aus einem ersten plattenförmi'gen Bauteil 1, der als Bestandteil einer Dacheindeckung eingesetzt wird. Es ist ferner im Ausführungsbeispiel ein weiterer Teil 2 vorgesehen, der mit dem Teil 1 fest verbunden ist und einen Dachüberstand bildet. Die Teile 1 und 2 können über die gesamte Dachlänge nebeneinander angeordnet werden. Ferner- ist es möglich, weitere Teile 1 oberhalb des dargestellten Teils 1 in die Dacheindeckung einzubeziehen. An den Teil 1 schließt sich nach oben hin die weitere Dacheindeckung an.
  • Wie die Zeichnung zeigt, weist der plattenförmige Bauteil 1, 2 in drei horizontal verlaufenden Zeilen angeordnete Lufteinlaßkanäle 3 auf, die zur Ableitung erwärmter Luft in das Dachinnere dienen. Diese Lufteinlaßkanälen münden jeweils auf der nach außen' gekehrten Båuteilfläche in der im folgenden beschriebenen Weise.
  • Unterhalb jeder Zeile von Mündungen der Lufteinlaßkanäle 3 ist in den Bauteil 1, 2 jeweils eine im wesentlichen horizontal verlaufende Wasserauffangrinne 4 derart angeordnet, daß die Lufteinl?ßkanäle 3 bei gefüllter Wasserauffangrinne 4 in der dargestellten Form oberhalb des Wasserspiegels münden. Im Bereich der vom Wasser in der dargestellten Weise bedeckbaren Wandung Jeder Wasserauffangrinne 4 und in unmittelbarer Nähe dieser Rinnenwandungen sind Leitungen 5 für ein wärmetauschendes Medium im Bauteil 1, 2 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind jeder Wasserauffangrinne 4 jeweils vier Leitungen 5 zugeordnet. Zur Wärmeabfuhr aus dem in den Wasserauffangrinnen 4 enthaltenen Wasser über die Bauteilwandung kann als wärmetauschendes Medium ein Gas, inbesondere Luft, oder auch eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, Je nach Art des verwendeten Nutzwärmekreislaufs benutzt werden.
  • Wie die Zeichnung zeigt, sind in Richtung der Dachneigung die Zeilen der Mündungen der Lufteinlaßkanäle 3 und die jeweils zugeordneten Wasserauffangrinnen 4 abwechselnd aufeinanderfolgend unter Zwischenschaltung jeweils eines bis zur nach außen gekehrten Bauteilfläche vorspringenden horizontalen Steges 6 eingeformt. Die Lufteinlaßkanäle 3 sind derart geführt und angeordnet, daß sie zwischen den Scheiteln der Stege 6 und der dem Wasserspiegel entsprechenden Höhe der Rinnenwandung münden und sich von da aus zur nach innen gekehrten Bauteilfläche erstrecken. Ferner sind auf der zum Dachinnern gekehrten Seite in den Bauteil ein oder mehrere Luftsammelkanäle 7 eingeformt, in die die Lufteinlaßkanäle 3 münden, wie die Zeichnung deutlich zeigt.
  • Im Boden der in Richtung der Dachneigung untersten Wasserauffangrinne 4 sind mit einer lösbaren Uberlaufeinrichtung, zweckmäßig einem einsetz- oder einschraubbaren Überlaufrohr 8, versehene Wasserablauföffnungen 9 vorgesehen, von denen eine dargestellt ist. Diese Wasserablautöffnungen 9 münden in einen im wesentlichen horizontal verlaufenden Wasserablaufkanal 10 im Bauteil.
  • Die Zeichnung zeigt ferner, daß der dargestellte Bauteil aus zwei in horizontaler Richtung miteinander über eine Stoßfläche 11 verbundenen Teilen besteht. Die in Richtung der Dachneigung unterste Wasserauffangrinne 4 ist durch beide Teile 1 und 2 gebildet. Die Wasserablauföffnung 9 und der Wasserablaufkanal 10 sind in dem unteren Teil 2 des Bauteils 1, 2 vorgesehen. Dieser Bauteil bildet einen Dachüberstand und ist zweckmäßig ebenfalls mit Luftführungskanälen 12 versehen, die in seinem unteren Mündungsbereich zur Aufnahme etwaiger Luftströmungen aus der unten ansChließenden Gebäudewand dienen.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der Bauteil 1, 2 ganz aus einem keramischen Schaumwerkstoff und insbesondere aus einem keramisch gebundenen Blähtonkörper, in den die Lufteinlaßkanäle 3, die Leitungen 5 für das wärmetauschende Medium, die Wasserablauföffnungen-9 und der Wasserablaufkanal 10 durch einfaches Bohren eingearbeitet sind. Die Wasserauffangrinnen 4 können entweder bei der Herstellung des Körpers eingeformt oder auch mit Hilfe von Fräseinrichtungen oder dergleichen in den Bauteil eingearbeitet sein. Auch di Luftsammelkanäle 7 bzw. die Luftführungskanäle 12 können eingeformt oder durch geeignete Einrichtungen in den Baukörper eingebracht. und eingebohrt werden. Der gesamte Bauteil 1, 2, zumindest aber die der Wärmeaufnahme, der Wärmeübertragung und dem Luft- und Wassertransport dienenden Flächen des Bauteils 1, 2 können mit einer korrosionsbeständigen Beschichtung versehen sein, wie einleitend beschrieben ist.
  • Es ist ferner möglich, den Bauteil 1, 2 an den jeweils geeigneten Flächen oder Abschnitten mit festigkeitssteigernden Armierungen zu versehen, die in den Bauteil eingebettet sein können oder als Beschichtungen der zum Dachinnern gekehrten Bauteilfläche- und/oder der Luftsammel- und Luftführungskanäle 7 und 12 ausgebildet sein können.
  • Die Länge des Bauteils 1, 2 bzw. des Teils 1 des Bauteils kann entsprechend dem jeweiligen Anwendungsfall und der jeweiligen Belastbarkeit der Dacheindeckung gewählt werden, ebenso die jeweiligen Abmessungen und, die Anzahl der Lufteinlaßkanäle 3, der Wasserauffangrinnen 4 sowie der weiteren-Einformungen im Bauteil. Durch Kombination erfindungsgemäB ausgestalteter Bauteile kann das jeweils gewünschte Rückhaltevermögen für die Niederschläge gewählt und ebenfalls den jeweiligen Anwendungsfällen angepaßt werden.

Claims (10)

  1. PATENTANSPR UCHE 1.9Plattenförmiger Bauteil zur Eindeckung von Bauwerken,< nsbesondere von Gebäudedächern oder Böschungen, mit in wenigstens einer horizontal verlaufenden Zeile von auf der nach außen gekehrten Bauteilfläche mündenden Lufteinlaßkanälen für die AbLeitung erwärmter Luft in das Dachinnere, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb jeder Zeile von Mündungen der Lufteinlaßkanäle (3) eine im wesentlichen horizontal verlaufende Wasserauffangrinne (4jdl2fi9eordnet ist, daß die Lufteinlaßkanäle (3) bei gefüllter Wasserauffangrinne (4) oberhalb des Wasserspiegels münden, und daß im Bereich der vom Wasser bedeckbaren Rinnenwandung Leitungen (5) für ein wärmetauschendes Medium im Bauteil angeordnet sind.
  2. 2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der Dachneigung mehrere Zeilen von Mündungen der Lufteinlaßkanäle (3) und jeweils zugeordnete Wasserauffangrinnen (4) abwechselnd aufeinander folgend unter Zwischenschaltung jeweils eines bis zur nach außen gekehrten Bauteilfläche vorspringenden horizontalen Steges (6) eingeformt sind und die LuteinlaBkanäle (3) zwischen den Stegscheiteln und der den Wasserspiegel entsprechenden Höhe der Rinnenwandung (4) mündend zur nach innen gekehrten Bauteil fläche geführt sind.
  3. 3. Bauteil nachdem Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der zum Dachinnern gekehrten Seite ein oder mehrere Luftsammelkanäle (7,12) eingeformt sind, in die die Lufteinlaßkanäle (3) münden.
  4. 4. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens im Boden der in Richtung der Dachneigung untersten Wasserauffangrinne (4) mit einer lösbaren Uberlaufeinrichtung (8) versehene Wasserablauföffnungen (9) vorgesehen sind, die in einen im wesentlichen horizontal verlaufenden Wasserablaufkanal (10) im Bauteil münden.
  5. 5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er aus wenigstens zwei in horizontaler Richtung miteinander verbundenen Teilen (1,2) besteht und der wenigstens einen Abschnitt der in Richtung der Dachneigung untersten Wasseraüffangrinne (4) bildende Bauteil (2) als Dachüberstand ausgebildet ist.
  6. 6. Bauteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den den Dachüberstand bildenden Teil (2) Luftführungskanäle (12) eingeformt sind, die auf seiner unteren Fläche münden.
  7. 7. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß er ganz aus einem keramischen Schaumwerkstoff, insbesondere aus einem keramisch gebundenem Blähtonkörper, geformt ist, in den wenigstens die Lufteinlaßkanäle (3), die Leitungen (5) für das wärmetauschende Medium, die Wasserablauföffnungen (9), der Wasserablaufkanal (10) sowie die Luftsammel- und -fUhrungskanäle (7,12) eingeärbeitet sind.
  8. 8. Bauteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die der Wärmeaufnahme, der Wärmeübertragung und dem Luft- und Wassertransport dienenden Flächen mit einer korrosionsbeständigen Beschichtung versehen sind.
  9. 9. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch in den Bauteil eingebettete festigkeitssteigernde Armierungen.
  10. 10. Bauteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die festigkeitssteigernden Armierungen als hochfeste Beschichtungen wenigstens der zum Dachinnern gekehrten Bauteilfläche und/oder der Luftsammelkanile ausgebildet sind.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3700315A1 (de) * 1987-01-05 1988-07-14 Strobach Elektromeister Gmbh Grossflaechenwaermetauscher
US10673373B2 (en) 2016-02-12 2020-06-02 Solarcity Corporation Building integrated photovoltaic roofing assemblies and associated systems and methods

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DE2749490A1 (de) * 1977-11-04 1979-05-10 Reitmaier L Kg Dach- und wandeindeckung, insbesondere fuer waermeisolierte wohnhauswaende oder -daecher

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