DE3016324C2 - Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Schaltbewegung - Google Patents
Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden SchaltbewegungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden
SchaStbewegung in einem zahnradgetriebe, mit einem
drehbar gelagerten Schaltorgan, von welchem ein Schaltelement mit verschiebbaren Getriebeteilen gekuppelt
ist. Bei einer bekannten Antriebsvorrichtung dieser Art ist das Antriebsorgan mit dem Schaitorgan
fest verbunden und das Schaltorgan weist einen in eine Nut eines Getriebeteils eingreifenden Schallfinger auf.
Die Betriebsstellungen sind durch einen Steuerkörper
bestimmt, welcher unter Federwirkung in zwei um 18O0C versetzten Stellungen einrastet. Während der
Schaltbewegung werden das Antriebsorgan und das Schaltorgan gegen Federwirkung gemeinsam axial
verschoben (CH-PS 5 64 232). Die axiale Verschiebbarkeit der Welle und die auf die Welle wirkende Feder
bedingen einen umständlichen Aufbau, und der Anbau beliebiger Betätigungsvorrichtungen ist erschwert Da
das Antriebsorgan immer genau die gleiche Stellung einnimmt wie das Schaltorgan, muß auch die Betätigungsbewegung
genau in den Grenzen der Betriebsstellungen erfolgen, was für einen motorischen Antrieb
nachteilig ist
Es ist Autgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Es ist Autgabe der vorliegenden Erfindung, eine
ίο Antriebsvorrichtung der eingangs erwähnten Ai' zu
schaffen, die sich sowohl für Handschaltung als auch für besonders einfache motorische Schaltung, beispielsweise
im Falle einer drehzahlprogrammierbaren Werkzeugmaschine, ohne weiteres eignet wobei sich die für
Jie eine oder andere Betätigungsart erforderlichen Einrichtungen nachträglich leicht an die fertig montierte
Antriebsvorrichtung anbauen lassen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß das Schaltorgan ein schwenkbarer HeLeI ist,
der zugleich das Schaltelement trägt und an einem Teil seines Umfangs in der Art eines Malteserkreuzes mit
Mitnahmeschlitzen und Verriegelungsausschnitten versehen ist und daß ein drehbares Antriebsorgan mit
einem Mitnehmer zum Eingriff in die Mitnehmerschlitze des Schaltorgans vorgesehen ist Eine axiale Verschiebung
des Antriebsorgans ist nicht mehr erforderlich und es braucht daher auch keine Feder auf dasselbe zu
wirken. Es ergibt sich damit ein einfacher Aufbau. Da der Mitnehmer des Antriebsorgans aus dem Malteser-
JO kreuz ausrückbar ist kann der Antrieb nach Erreichen je
einer Betriebsstellupg des Schaltorgans wirkungslos weiterlaufen. An die Genauigkeit der Antriebsbewegung
sind daher nur geringe Anforderungen zu stellen und es kann ein sehr einfacher Antriebsmotor,
beispielsweise ein Scheibenwischermotor, verwendet werden. Mit der Welle des Antriebsorgans können
beliebige Betätigungseinrichtungen für Handbetätigung oder motorische Betätigung gekuppelt werden. Das
Malteserkreuz dient zugleich der ''Übertragung der
4» Schaltbewegung und der Verriegelung Jes Schaltorgans
in seinen Betriebsstellungen.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nun anhand einrs Ausführungsbeispieis und einer Äusführungsvariante näher erläutert.
F i g. 1 zeigt einen Schnitt der Antriebsvorrichtung durch die Achse des Antriebsorgans.
F i g. 2 zeigt eine Ansicht zweier Schaltorgane und
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Ausführungsva-
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Ausführungsva-
Vi riante.
F i g. i zeigt ein Antriebsorgan { in Form einer Welle,
velche in einer Büchse 2 drehbar gelagert ist. Die Büchse 2 ist in koaxialen Bohrungen einer Wand 3 eines
Getriebegehäuses und einer auf das Ge'riebegehäuse aufgesetzten Platte 4 gehalten und gegen axiale
Verschiebung gesichert. Das äußere, in F i g. i icuiiis
liegende Ende der Antriebswelle 1 ist mit einer Außenverzahnung 5 versehen. In eine Bohrung 6 der
Antriebswelle 1 ist ein Stift 7 eingesetzt, mit welchem
bO ein Handgriff 8 verstiftet ist. Die Verzahnung 5 der
Antriebswelle 1 greift in die Innenverzahnung 9 einer Scheibe 10, die in einem Ausschnitt 11 der Platte 4
drehbar gelagert ist. Ein Teil der Scheibe 10 ist durch ein Fenster 12 einer Frontplatte 13 sichtbar, und auf dem
<>5 sichtbaren Teil der Scheibe 10 können Hinweise auf die
Stellung der Antriebsvorrichtung bzw. der Schaltstellung
des Getriebes eingraviert sein.
Am inneren, in Fig. 1 links liegenden Ende iler
Am inneren, in Fig. 1 links liegenden Ende iler
Antriebswelle, ist ein Mitnehmerstift 14 und ein angefräster Verriegelungszapfen 15 eines Maltesergetriebes
angeordnet. Diese Teile sowie ein Bund 16 der Antriebswelle 1 sind auch in Fig.2 ersichtlich. Wie
Fig.2 zeigt sind zwei nebeneinander liegende Antriebswelien
vorgesehen, die je mit einem auf einer gemeinsamen Schwenkwelle 17 schwenkbar gelagerten
Schalthebel 18a bzw. 186 zuotmmenarbeiten. Jeder
dieser Schalthebel weist einen Malteserkreuzartig ausgebildeten Teil mit zwei Schlitzen 19 sowie je seitlich
und zwischen diesen Schlitzen liegenden Verriegelungsausnehmungen 20 auf. F i g. 2 zeigt beide Schalthebel in
einer mittleren Schaltstellung, in welcher der Verriegelungszapfen 15 der zugeordneten Aniriebsa; -_. in den
mittleren Verriegelungsausschniit 20 eing. eift und
damit den zugeordneten Hebel in der mittleren Schaltstellung verriegelt. Jeder SchaU.iebel ist, wie auch
F i g. 1 zeig*, mit einem Sehaitfinsn /\ versehen, dessen
flach gefrästes Ende gi >iiß Fig. 1 je in eine
Mitnehmernut 22 eines angiQ^ieten Getriebeteils 23
bzw. 24 eingreift Die äußeren Enden der Schaltfinger 21
greifen in nierenförmige öffnungen 25 der Vorderwand
3 des Getriebegehäuses. Die äußeren Entien der Schaltfinger 21 liegen dabei nahe der Platte 4 und sind
somit einerseits durch ihr Eingreifen in die Mitnehmernuten 22 der Getriebeteile 23 und 24 und andererseits
durch Anschlag gegen die Platte 4 gegen unerwünschte Axialverschiebung in den Schalthebeln 18a bzw. 186
gesichert Diese Schaltfinger können vor der Montage der Platte 4 einfach von außen eingeschoben werden.
Zum Schalten eines Getriebeteils wird der Handgriff 8 im gewünschten Sinne um etwa eine Umdrehung
gedreht Dabei greift der Mitnehmerstift 34 in eine der
Mitnehmernuten 19 des zugeordneten Schalthebels 18a oder ISb ein, nachdem der zylindrische Teil des
Verriegelungsbolzens 15 außer Eingriff mit dem Einschnitt gelangt ist. und der Schalthebel wird nun
verschwenkt, bis der Mitnehmerstift 14 wieder aus der Mitnehmernut 19 austritt. Der zylindrische Teil des
Verriegelungszapfens 15 tritt dann wieder in den zugeordneten Verriegelungsausschnitt 20 ein und
verriegelt den Schalthebel in der neuen Schaltstellung. Die Endstellung oder Ruhestellung der Antriebswelle 1
ist hierbei nicht kritisch, d. h. es spielt keine Rolle, wenn die Stellung der Welle um einige Grade von der in
F i g. 2 dargestellten symmetrischen L?ge abweicht Die eingravierten Zeichen auf der Scheibe 10 zeigen jeweils
an, daß die gewünschte Schaltstellung mit genügender Genauigkeit erreicht ist Mit anderen Worten genügt es.
diese Zeichen annähernd in ihre richtige Stellung zu bringen, in welchem Falle Gewähr dafür besteht, daß die
Schaltbewegung vollständig ausgeführt worden ist und der zugeordnete Schalthebel in der erreichten Position
korrekt verriegelt ist.
Diese eerineen Anforderungen an die Präzision der
Ruhestellung des Antriebs gestattet auch eine besonders einfache Motorisierung der Antriebsvorrichtung,
beispielsweise im Falle einer drehzahlprogramrnierten Ausführung der Maschine. Fig. 3 zeigt eine Ausführungs
Variante, in weicher g!eiei?e Teile gleich bezeichnet
sind wie in Fig. 1 und in welcher der Antrieb durch
einen Motor erfolgt Auf der Platte 4 ist anstelle der Frontplatte 13 ein Träger 2ö für einen Getriebemotor
27, beispielsweise einen Scheibenwischermotor befestigt Mit dem Träger 26 ist ein gedruckter Stromkreis
28 verbunden, auf welchem sich gewisse Teile der Steuerschaltung befinden. Unter anderem sind auf der
gedruckten Schaltung 28 soviele Hall-Generatoren 29 angeordnet als Schaltstellungen zu erreichen sind, und
diesen Hall-Generatoren gegenüber ist an der Scheibe 10 ein Permanentmagnet 30 angeordnet Die Welle 32
des Getriebemotors 27 ist über eine außen verzahnte Scheibe 33 und eine innenverzahnte Hülse 31 mit der
Außenverzahnung 5 der Antriebsachse 1 gekuppelt Der Motor ist mittels eines Gewinderinges 34 mit dem
Träger 26 verbunden und mittels eines oder mehrerer Stifte 35 mit dämpfendem Ring 36 gesichert.
Zum Ausführen einer Schaltbewegung wird der Getriebemo or 27 von einer Steuerschaltung eingeschaltet
und sobald er eine Umdrehung ausgeführt hat. erfolgt über einen der Hall-Gener-toren. vor welchen
der Permanentmagnet 30 gelangt im. <-'., Stopsignal an
die Steuerschaltung des Motors. Kann d.e Schaltbewegung
infolge ungünstiger gegenseitiger Stellung von Getrieberädern nicht in einem Zug erfolgen, steigt der
mechanische Widerstand an und der Stromanstieg im Stromkrei- des Motors 27 schaltet auf eine Betriebsart
um, bei welcher der dem Schaltgetriebe vorgelagerte Hauptantriebsmo'.r in bestimmten Abständen kurze
Antriebsimpulse erhält. Das Antippen dieses Motors erfolgt solange, bis das Schieberad widerstandslos in die
gewählte Schaltsteliung bewegt werden kann. Aus den
oben bereits erwähnten Gründen braucht der Motor bzw. die Antriebswelle der Schaltvorrichtung keine sehr
genauen Endstellungen zu erreichen, was die sehr einfache und nicht besonders präzise Steuerung mittels
der Hall-Generatoren 29 und des Permanentmagneten 30 erlaubt. Es kann ferner ein sehr einfacher, billiger
Antriebsmotor, beispielsweise ein Scheibenwischermotor verwendet werden. Obwohl die dargeste'lten
Antriebsvornchtungen besonders zur Erzeugung von Sci.altbewegungen in Stufengetrieben geeignet sind,
können sie auch für andere entsprechende Schaltvorgänge in Getrieben verwendet werden. Das Malteser-Getriebe
kann hierbei in irgendeiner Form realisiert sein, bei weicher ein Mitnehmer bei bestimmten
Schaltstellungen in ein Sch:';'organ eingreifen und
dasselbe mitnehmen und u„nn frei wieder aus
demselben austreten kann. Unter diesen Bedingungen kann man in allen Fällen mit einer einfachen
Antriebsbewegung auskommen, deren Endstellungen nicht sehr präzis zu sein brauchen. Ein besonderer
Vorteil der dargestellten und beschriebenen Antriebsvorri.-htungen
besteht dam. daß die Antriebsbewegung ab einfache, langsame Drehbev/egung mittels einer
einfachen Welle djrch die eine Wand des Getriebegehäuses geführt werden kann. Diese eine Antriebswelle
kann ohne besonderen Aufwand leckölfrei durchgeführt werden, was deren Anordnung im Ölbad ermöglicht. Es
ist außerdem mög'ich mit der einfachen Antriebsachse
nach Beließen ein HandheiäiigungSL-rgan oder einen
Motorantrieb zu verbinden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Schaltbewegung in einem Zahnradgetriebe,
mit einem drehbar gelagerten Schaltorgan, von welchem ein Schaltelement mit verschiebbaren
Getriebeteilen gekuppelt ist. dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltorgan (18) ein schwenkbarer Hebel ist, der zugleich das Schaltelement (21)
trägt und an einem Teil seines Umfangs in der Art eines Malteserkreuzes mit Mitnahmeschlitzen (19)
und Verriegelungsausschnitten versehen ist, und daß ein drehbares Antriebsorgan (1) mit einem Mitnehmer
(14) zum Eingriff in die Mitnahmeschlitze des Schaltorgans vorgesehen ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (18) in seinen
Betriebsstellungen durch Verriegelungszapfen (15) und Verriegelungsausnehmungen (20) gesichert ist
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 odfr 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsor^
(1) und das Schaltorgan (18) in einem Gehäuse untergebracht sind, durch dessen Gehäusewand (3) die das Antriebsorgan bildende Antriebswelle (1) öldicht geführt ist.
(1) und das Schaltorgan (18) in einem Gehäuse untergebracht sind, durch dessen Gehäusewand (3) die das Antriebsorgan bildende Antriebswelle (1) öldicht geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Welle il) wahlweise ein
Handgriff (8) oder ein Motor (27) kuppelbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Stellungsmelder (29, 30) der bei
Erreichen je ^iner Betriebsstellung des Schakorgans ein Stopsignal an den Steuerstromkreis des Motors
(27) abgibt,
6. Vorrichtung nach einem de- Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das * niriebsorgan (1)
mit einem von der Bedienungsseite her sichtbaren Anzeigeorgan (10) zur Anzeige der Schaltstellungen
gekuppelt ist
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (18)
als zwei Schalthebel (f 8a, 186^ausgebildet ist, weiche
auf einer gemeinsamen Schwenkachse (17) angeordnet sind und von getrennt angeordneten Antriebswellenil)
betätigbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (18)
als Schaltelement einen Schaltfinger (21) aufweist, der im Bereich einer nierenförmigen Öffnung (25)
der Gehäusewand (3) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803016324 DE3016324C2 (de) | 1980-04-28 | 1980-04-28 | Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Schaltbewegung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803016324 DE3016324C2 (de) | 1980-04-28 | 1980-04-28 | Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Schaltbewegung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3016324A1 DE3016324A1 (de) | 1981-11-19 |
| DE3016324C2 true DE3016324C2 (de) | 1984-02-23 |
Family
ID=6101149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803016324 Expired DE3016324C2 (de) | 1980-04-28 | 1980-04-28 | Schaltvorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Schaltbewegung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3016324C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE602006002364D1 (de) * | 2005-11-15 | 2008-10-02 | Varibox Pty Ltd | Steuergerät für ein malteserkreuzgetriebe |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1775511A1 (de) * | 1968-08-21 | 1971-06-16 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Malteserkreuzgetriebe |
| US3880015A (en) * | 1973-05-14 | 1975-04-29 | Bosch Gmbh Robert | Shifting arrangement, particularly for effecting axial shifting of gears |
| DE2806904C2 (de) * | 1978-02-17 | 1982-05-19 | Friedrich Deckel AG, 8000 München | Schalteinrichtung für ein Mehrwellen- Schieberadgetriebe |
-
1980
- 1980-04-28 DE DE19803016324 patent/DE3016324C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3016324A1 (de) | 1981-11-19 |
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