DE3016372C2 - - Google Patents
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/36—Ploughs mounted on tractors
- A01B3/40—Alternating ploughs
- A01B3/42—Turn-wrest ploughs
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- Pit Excavations, Shoring, Fill Or Stabilisation Of Slopes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Wendevorrichtung an einem
Drehpflug, bestehend aus einem schwenkbaren Rahmen mit
daran befestigten, nach rechts und links gerichteten
Pflugscharen, welcher an einem Tragteil um eine im wesent
lichen horizontale, sich in Bewegungsrichtung des Pflugs
erstreckende Achse um ungefähr 180° drehbar gelagert ist
und als Schwenkantrieb einen am Tragteil gelenkig abge
stützten Hydraulikzylinder hat, dessen Kolben während
der Schwenkbewegung eine hin- und hergehende Bewegung aus
führt.
Derartige Vorrichtungen sind z. B. durch die DE-PS
21 29 862 und die DE-GM 77 39 202 bekannt. Sie haben den
Nachteil, sehr kompliziert zu sein, da sie eine Viel
zahl zusammenwirkender Teile, wie z. B. Differentialkolben,
Rückschlagventile und dgl. haben. Dies bedeutet, daß die
Zuverlässigkeit zu wünschen übrig läßt.
Aus der DE-OS 22 59 867 ist eine Wendevorrichtung bekannt,
die einen am Tragteil schwenkbar abgestützten Hydraulikzylin
der aufweist, dessen Kolben an dem Rahmen angelenkt ist, wo
bei die Anlenkung in üblicher Weise mittels einer Kolbenstange
erfolgt. Da die Betätigung des hier verwendeten Ventils über
eine Nockenscheibe erfolgt, besteht stets die Gefahr, daß
Verunreinigungen, beispielsweise Schmutzpartikel, Erdbrocken
oder ähnliches, sich auf der Nockenscheibe festsetzen und zu
Fehlsteuerung führen. Ein weiterer Nachteil besteht in der
Reibung zwischen der Nockenscheibe und den Ventilkolben oder
Ventilstößel, da bei ungenügender Schmierung eine Beschädigung
des Ventils eintreten kann. Weiterhin besteht die Gefahr eines
erheblichen Verschleißes, bedingt durch die Reibung zwischen
der Nockenscheibe und dem Ventilstößel, wobei insbesondere an
den Umkehrpunkten des Pfluges eine sichere und genaue Steuerung
unmöglich werden kann.
Es ist auch schon aus der GB-PS 11 90 530 bekannt, ein
Umsteuerventil zu benutzen, dessen beweglicher Teil
durch den oberen Teil des Zylinders gebildet wird, wäh
rend eine Welle am Tragteil ein mit dem beweglichen Teil
zusammenwirkendes festes Teil bildet. Wenn der Zylinder
betätigt wird, dreht er, und diese Bewegung wird zum Um
steuern der Antriebsrichtung des Kolbens benutzt. Diese
Vorrichtung hat jedoch die folgenden Nachteile. Sie ge
stattet nicht, daß der Vorgang langsam abläuft, weil nur
ein kleiner Drehwinkel vorhanden ist, was wiederum bedeu
tet, daß der Pflug und die Drehwelle während der Dreh
bewegung großen Belastungen ausgesetzt sind. Auch der
Fließvorgang im Zylinder ist derart, daß die Kanäle im
Ventil ihre größte Querschnittsfläche zu Beginn und am
Ende der Bewegung haben, wodurch die Beanspruchung in
den Endlagen noch weiter verstärkt werden. Darüber hinaus
ist die Verriegelungswirkung in den Endlagen nicht zu
verlässig, weil bei diesem Ventiltyp eine große innere
Leckage auftritt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Wendevorrichtung mit einem Umsteuerventil zu schaffen,
bei welcher die obengenannten Nachteile vermieden werden,
und welche aus wenigen robusten Komponenten besteht,
zuverlässig funktioniert, eine wirksame Verriegelung in
den Endstellungen bietet und kostengünstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den An
sprüchen genannten Merkmale gelöst.
Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele der Erfin
dung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben, wo
bei entsprechende Teile der verschiedenen Ausführungs
beispiele mit übereinstimmenden Bezugszahlen versehen
sind, aber durch angefügte Buchstaben unterschieden wer
den. Im einzelnen zeigen
Fig. 1 bis 3 schematische Querschnitte durch eine
Wendevorrichtung gemäß der Erfindung
in verschiedenen Stellungen während
eines Wendevorgangs, die nacheinan
der erreicht werden,
Fig. 4 einen Längsschnitt nach Schnittlinie
IV-IV in Fig. 2,
Fig. 5 und 6 Längs- und Querschnitt durch die we
sentlichen Teile eines weiteren Aus
führungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Wendevorrichtung,
Fig. 7 und 8 Längs- und Querschnitt durch nochmals
ein weiteres Ausführungsbeispiel,
Fig. 9 und 10 Längs- und Querschnitt durch ein
nochmals abgeändertes Ausführungsbei
spiel der erfindungsgemäßen Wendevor
richtung.
Die in Fig. 1 bis 4 dargestellte Vorrichtung hat einen
Rahmen mit nach links und nach rechts gerichteten Pflug
scharen. Das in Bewegungsrichtung gesehen vordere Ende
dieses Rahmens hat eine Welle 10, die von einem Lager
gehäuse 11 umgeben ist. Das Lagergehäuse 11 ist der un
tere Teil eines Tragteils, welches dazu bestimmt ist,
an einem Zugfahrzeug befestigt und von diesem getragen
zu werden. Die Welle 10 wird im Lagergehäuse 11 mittels
Rollenlager 12, von denen das vordere in Fig. 4 gezeigt
ist, gehalten und geführt. Außerdem hat das Tragteil in
seinem oberen Bereich eine Befestigungseinrichtung für
einen Zylinder 14, der dort schwenkbar angebracht ist
und einen Kolben 16 mit einer Kolbenstange 15 hat, die
im Zylinder hin- und herbewegt werden können. Das äuße
re Ende der Kolbenstange ist bei 17 gelenkig an einem
drehfest mit der Welle 10 verbundenen, sich radial er
streckenden Ansatz 18 angelenkt. Die eine Seite des
zweiseitig beaufschlagbaren Zylinders steht über einen
Schlauch 19 mit einer ersten Anschlußbohrung 20 in einem
Zwischenring 21, welcher ein Ventilgehäuse bildet, das
in nicht gezeigter Weise mit dem Lagergehäuse 11 verbun
den ist, in Verbindung. Die andere Seite des Zylinders
ist über einen Schlauch 22 mit einer zweiten Anschluß
bohrung 23 im Zwischenring 21 verbunden. Im Schlauch 22
ist ein durch ein Druckmittel steuerbares Rückschlagventil
24 vorgesehen, welches normalerweise den Rückfluß von
Hydrauliköl zum Zylinder verhindert. Das Rückschlagven
til 24 kann jedoch durch Drucköl geöffnet werden, wenn
eine Druckleitung 25, die mit dem Schlauch 19 in Ver
bindung steht, mit Druck beaufschlagt wird.
Die Welle 10 ist an ihrem äußeren Ende fest mit einer
Endscheibe 26 verbunden, welche zwei Durchgangslöcher 27
und 28 hat. Die letzteren sind über Hydraulikleitungen
29, 30 an das steuerbare Hydrauliksystem des Zugfahr
zeugs angeschlossen. Die Durchgangsbohrungen 27, 28 in
der Endscheibe 26 haben Anschluß an Kanäle 31 bzw. 32
in der Welle 10. Diese Kanäle münden am Umfang der Welle.
Der am Lagergehäuse 11 festgelegte Zwischenring 21 ist
auf seiner inneren Umfangsfläche mit zwei jeweils nicht
ganz halbkreisförmigen Umfangsnuten 33, 34 versehen. Diese
beiden Nuten liegen mit Bezug auf die Mittellängsachse
der Welle 10 und des Zwischenrings 21 in derselben Quer
ebene. Sie werden voneinander getrennt durch Stege 35, 36.
In Stellung nach Fig. 1 ist Nut 33 verbunden mit Anschluß
bohrung 20, während die Nut 34 mit der zweiten Anschluß
bohrung 23 kommuniziert. Außerdem sind zwei die Welle 10
umgebende Ringdichtungen 37 zu beiden Seiten der Nuten
33 und 34 angeordnet.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet gemäß Fig. 1 bis 3
wie folgt:
Wenn der Rahmen mit den Pflugscharen aus seiner linken in
die rechte Stellung und umgekehrt gedreht werden soll,
wird jeweils ein Steuerorgan im Hydrauliksystem des Zugfahr
zeugs betätigt. Dadurch wird im Falle der Stellung nach
Fig. 1 die Leitung 29 mit Druck beaufschlagt. Das Drucköl
gelangt von dort durch die Durchgangsbohrung 27, den Kanal
31, die Nut 33, die erste Anschlußbohrung 20 und den Schlauch
19 zur Unterseite des Kolbens 16. Gleichzeitig strömt das
Druckfluid in die Leitung 25 und läßt darüber das Rück
schlagventil 24 öffnen, so daß im Zylinder über dem Kolben
16 vorhandenes Öl durch den Schlauch 22 verdrängt werden
und zurückfließen kann. Der Rückfluß erfolgt über die zwei
te Anschlußbohrung 23, die Nut 34, den Kanal 32, die Durch
gangsbohrung 28 und die Leitung 30 zum Zugfahrzeug. Das
die Unterseite des Kolbens beaufschlagende Drucköl schiebt
den Kolben 16 in den Zylinder zurück, wodurch über den An
satz 18 die Welle 10 gedreht wird. Wenn sich die Welle
ungefähr um 90° gedreht hat, d. h. kurz vor die in Fig. 2
gezeigte Stellung gelangt ist, bewegt sich der Kanal 31
am Steg 36 vorbei, während gleichzeitig der Kanal 32
den anderen Steg 35 passiert. Dies bewirkt, daß Druck
öl vom Zugfahrzeug nunmehr über die Nut 34, die
zweite Anschlußbohrung 23, den Schlauch 22 und das
Rückschlagventil 24 zum Zylinderraum oberhalb des Kol
bens 16 fließt und diesen nach unten drückt, während
das zurückfließende Öl durch den Schlauch 19, die
erste Anschlußbohrung 20, die Nut 33, den Kanal 32 und
die Leitung 30 strömt. Nachdem sich die Welle unge
fähr um weitere 90° gedreht hat, erreicht sie ihre andere,
in Fig. 3 gezeigte Endstellung, und wenn dann der Druck
vom Hydrauliksystem der Zugmaschine nachläßt, wird die
Welle in dieser Stellung verriegelt, da das Rückschlag
ventil 24 das Ausfließen von Öl aus dem Zylinder ver
hindert. Während der beschriebenen Drehbewegung der Welle
führt der Zylinder eine Schwenkbewegung um den Anlenk
punkt 13 aus und bewegt sich mit Bezug auf Fig. 1 und 3
von rechts nach links.
Da in der Stellung nach Fig. 3 der Kanal 31 mit der Nut
34 und auf der anderen Seite der Kanal 32 mit der Nut 33
in Verbindung stehen, wird zum Zurückschwenken des mit
der Welle 10 verbundenen Rahmens aus der Stellung nach
Fig. 3 wieder in die Stellung nach Fig. 1 mittels des
Hydrauliksystems der Zugmaschine die Leitung 30 mit
Druck beaufschlagt, während die Leitung 29 als Rück
laufleitung dient. Während der Drehbewegung wird die
Druckölzufuhr zum Zylinder kurzzeitig unterbrochen,
wenn sich die Kanäle 31, 32 an den Stegen 35, 36 vorbei
bewegen. Dies hat jedoch wegen der beträchtlichen Masse
der verschwenkten Teile keine Auswirkungen auf die
Drehbewegung der Welle 10.
Die Ausführung nach Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von
der zuerst beschriebenen dadurch, daß die Nuten 33 a und
34 a und die Stege 35 a und 36 a statt am Zwischenring 21
an der Welle 10 ausgebildet sind. Die Endscheibe 26 a
ist mittels eines Bolzens 38 fest mit der Welle 10 ver
bunden und kann den Ansatz 18 für die Kolbenstange 15
tragen. Den Durchgangsbohrungen 27 und 28 der Ausführung
nach Fig. 4 entsprechende Bohrungen 27 a und 28 a befin
den sich ebenso wie die Anschlußbohrungen 20 a und 23 a
im Zwischenring 21, der drehfest gehalten ist. Der Vor
teil dieser Anordnung liegt darin, daß keine Schläuche
und Schlauchanschlüsse den Drehbewegungen der Welle 10
folgen müssen.
Die Ausführung nach Fig. 7 und 8 hat dieselben Vorteile
wie die nach Fig. 5 und 6, unterscheidet sich jedoch
von beiden oben beschriebenen Ausführungen dadurch, daß die
Nuten 33 b und 34 b sowie die Stege 35 b und 36 b an der End
scheibe 26 b ausgebildet sind. Die Kanäle 31 b und 32 b, die
Bohrungen 27 b und 28 b sowie die Anschlußbohrungen 20 b
und 23 b befinden sich wiederum, wie bei der Ausführung
nach Fig. 5 und 6, im Zwischenring 21 b.
Bei der Ausführung nach Fig. 9 und 10 ist die Endscheibe
26 c in Übereinstimmung mit der Ausführung nach Fig. 1
bis 4 mit der Welle 10 verbunden und mit Bohrungen 27 c
und 28 c versehen, welche in diesem Fall in der Endschei
be 26 c Anschluß haben an die Kanäle 31 c und 32 c. Die
mit den Bohrungen 27 c und 28 c verbundenen äußeren
Schläuche folgen der Drehbewegung der Welle 10. Die
Nuten 33 c und 34 c sind in die zur Endscheibe 26 c weisen
de Stirnfläche des Zwischenrings 21 c eingearbeitet. Auch
die Anschlußbohrungen 20 c und 23 c befinden sich im Zwischen
ring 21 c.
Claims (6)
1. Wendevorrichtung für einen Drehpflug mit einem
schwenkbaren, Pflugscharen tragenden Rahmen, welcher
an einem Tragteil um eine im wesentlichen horizon
tale, sich in Bewegungsrichtung des Pfluges er
streckende Achse um etwa 180° drehbar gelagert ist
und mit einem am Tragteil schwenkbar abgestützten
Hydraulikzylinder, dessen Kolben an dem Rahmen an
gelenkt ist, und mit einem am Rahmen angeordneten,
mit dem Hydraulikzylinder verbundenen Umsteuerven
til, dadurch gekennzeichnet, daß das Umsteuerventil
eine koaxial zur Drehachse des Rahmens an diesem an
geordnete Welle (10) und ein diese zur
Ausbildung von mehreren Ventil-Strömungskammern (33,
34) zumindest teilweise umschließendes Gehäuse (11,
21) aufweist und daß in der Welle (10) und dem Ge
häuse (11, 12) mit den Ventil-Strömungskammern (33,
34) in Abhängigkeit von der Drehstellung der Welle
(10) verbindbare Strömungskanäle (31, 32; 22, 23)
ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungskanäle (22, 23) des Gehäuses (11,
21) mit Arbeitskammern des Hydraulikzylinders (14)
über Verbindungsleitungen (19, 22) verbunden sind,
wobei in einer der Verbindungsleitungen (19, 22) ein
durch den Druck in zumindest einer der Verbindungs
leitungen steuerbares, den Rahmen in einer seiner
beiden Endstellungen verriegelndes Rückschlagventil
(24) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Strömungskanäle (31, 32) der Welle
(10) mit einer Druckfluidversorgung verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Steuerleitung (25) des Rückschlag
ventils (24) mit der nicht mit dem Rückschlagventil
(24) in Verbindung stehenden Verbindungsleitung (19)
verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (31, 32; 22,
23) in Abhängigkeit von der Drehstellung der Welle
(10) als Druckleitung oder als Rücklaufleitung
dienen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventil-Strömungskammern (33,
34) in der Welle (10) oder dem Gehäuse (11, 21) aus
gebildet sind und in Form zweier in derselben Radial
ebene liegender, sich jeweils über ungefähr 180° er
streckender, durch dichtende Stege voneinander ge
trennter Umfangsnuten ausgebildet sind, von denen
jede mit jeweils einer der Verbindungsleitungen (19,
22) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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