DE3016102C2 - - Google Patents
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- H01J35/00—X-ray tubes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drehanoden-Röntgenröhre nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1. Eine derartige Drehanoden-
Röntgenröhre ist z. B. bekannt aus der US-PS 22 29 152.
Die zur Zeit hauptsächlich gebräuchlichen Röntgenröhren haben
einen Aufbau, bei welchem der Vakuumkolben zylinderförmig ist
und an seinen beiden Stirnflächen einander gegenüberliegend die
Anode und die Kathode trägt, weil so in einfacher Weise sowohl
mechanisch als elektrisch ein günstiger Aufbau erzielbar ist.
Ein Nachteil dieser Anordnung ist aber, daß schon wegen der Zu
leitungen von den einander gegenüberliegenden Seiten der Röhre
her eine gewisse Baulänge nicht unterschreitbar ist. Kurze Röh
ren wären aber insbesondere bei Röntgengeräten, bei denen die
Röhre unter dem Patientenlagerungstisch angeordnet ist, gün
stig, weil dann bei niedrigem Tisch die Schwenkmöglichkeiten
vergrößert sind.
Aus der DE-AS 10 53 105 ist eine Drehanoden-Röntgenröhre be
kannt, die eine hohle Achse aufweist. Ihr Aufbau ist aber im
Hinblick auf einer Verbesserung der Kühlung der Drehanode ge
wählt. Demgemäß ist wegen der Anordnung der Kathode bzw. Katho
den auf der Seite, auf welcher der Antrieb erfolgt, immer noch
ein sperriger Aufbau vorhanden, weil zwischen der Kathode und
dem Stator ein für die Zuleitungen ausreichender Abstand vor
handen sein muß. Außerdem liegt in diesem Zwischenraum auch der
Abstand von der Kathode zur Anode.
Aus der obengenannten US-PS 22 29 152 ist eine Drehanoden-Rönt
genröhre gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt,
die eine über einen Rotor angetriebene hohle Drehanode auf
weist. In die Hohlachse der Drehanode ist die Halterung der
Kathode mit den Zuleitungen des Kathodenpotentials geführt. Das
Anodenpotential wird der Drehanode über ein Kugellager von dem
oberen, festen Teil der Anode zugeführt, das gleichzeitig einen
Teil des Gehäuses der Röntgenröhre bildet. An diesen oberen
Teil wird, wie nicht dargestellt, von oben das Anodenpotential
angelegt. Dadurch erhöht sich, wie bereits eingangs erwähnt,
die Baulänge in unerwünschtem Maße. Gleichzeitig ergibt sich
das Problem, daß im Bereich des Strahlenaustrittsfensters das
volle Anodenpotential anliegt. Dadurch muß zur Sicherheit ein
Abstand gegenüber dem Patientenlagerungstisch eingehalten
werden, so daß die Schwenkmöglichkeiten, insbesondere bei einem
niedrigen Tisch, reduziert sind. Werden dagegen Schutzmaßnahmen
ergriffen, wie sie in Fig. 3 dargestellt sind, erhöht sich
weiterhin der Abstand des Brennfleckes.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Dreh
anoden-Röntgenröhre gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 die Halterung und elektrische Versorgung der Kathode so anzu
ordnen, daß ein kompakter Aufbau der Röhre erreicht wird. Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Die Unter
ansprüche umfassen vorteilhafte Weiterbildungen dieser Lösung.
Durch die Anwendung einer hohlen Achse der Anode wird es mög
lich, die mechanische Halterung und die Zuführung des Katho
denpotentials durch die Mitte der Anode von der gleichen Seite
der Röhre zuzuführen, von welcher auch das Potential der Anode
zugeführt wird. Dies ergibt die Möglichkeit, das kathodensei
tige Ende der Röhre als plane Fläche auszubilden, wodurch eine
Verkürzung des Röhrenkolbens in Richtung der Drehachse gegen
über dem üblichen Aufbau von Drehanoden-Röntgenröhren erreicht
wird. Es ergibt sich wegen des als plane Fläche ausgebildeten
Strahlenaustritts die Möglichkeit, Blendensysteme zur fokus
nahen Ausblendung im Hinblick auf mechanisch bewegte Systeme
einfacher zu gestalten.
Im Vergleich zur konventionellen Anordnung der Kathode in
axialer oder radialer Richtung hinsichtlich des Drehanodentel
lers ist nach der Erfindung sowohl axial als auch tangential
oder radial eine unbehinderte Herausführung der erzeugten Rönt
genstrahlen möglich. Außerdem kann eine beliebige Anzahl
von Kathoden der Anode zugeordnet werden. Bei Verwendung einer
topfförmigen Drehanode, in deren Innenraum die Kathode liegt,
ist eine Belegung der Innenwand eines aus Glas oder Keramik
bestehenden Röhrenkolbens vermieden, was wegen Vermeidung von
Metallbelägen zu verbesserter Hochspannungsfestigkeit führt.
Nach der Erfindung ist der mechanisch zur
Anlegung des Kathodenpotentials erforderliche Raum ne
ben denjenigen gelegt, der zum Anlegen des Anodenpo
tentials ohnehin vorhanden sein muß, so daß für den
elektrischen Anschluß der Kathode kein zusätzlicher
Raum erforderlich wird, so daß auch gegenüber der be
kannten Röhre mit verbesserter Kühlung ein verkürzter
und hinsichtlich obengenannter Gegebenheiten verbesser
ter Aufbau erreicht wird.
Durch Anordung eines elektrisch isolierenden Teils
zwischen Anode und Rotor, insbesondere zwischen Dreh
achse und Rotor, kann neben einer Verkürzung des Ab
standes Rotor-Kolbenwand-Stator eine Verbesserung des
Wirkungsgrades des Antriebs erreicht werden. Besonders
günstig ist es, die genannten Teile auf Erdpotential
zu legen, weil dann zusätzlich Berührung etc. gefahr
los und unschädlich ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden
nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele erläutert.
In der
Fig. 1 ist eine Ausführung mit topfför
miger Anode und im Zentrum liegen
den Lagern dargestellt und
in der
Fig. 2 eine Ausbildung mit Magnetlager;
außerdem ist neben der topfför
migen Anode in einem Abschnitt
auch die Anwendung einer teller
förmigen Anode angedeutet.
In der Fig. 1 ist mit 1 ein metallener Kolben bezeich
net, der auf einem Keramikkörper 2 ruht, welcher den
vakuumdichten Abschluß der einen Seite des Kolbens bil
det, während auf der gegenüberliegenden Seite ein am
Rand des Kolbens 1 angeschweißter Einsatz 3 liegt. Der
Einsatz 3 besteht aus einem für die gewählten Abmes
sungen ausreichend stabilen Zweischichtenmaterial. In
vorliegendem Fall weist es an der Innenseite des Kol
bens 1 eine 3 mm dicke Schicht 5 aus Chromstahl auf
und nach außen eine 1 mm dicke Schicht 4 aus Alumi
nium (Al). Bei Verwendung von Stahl für die äußere
Schicht reicht bei den üblichen Abmessungen, insbe
sondere hinsichtlich des abzudeckenden Durchmessers
des Kolbens, eine Dicke von 2 bis 3 mm aus. Die Schicht
aus Aluminium kann je nach Durchmesser des Strahlen
austritts 7 und der gewünschten Festigkeit (ebenes bzw.
durchgebogenes Fenster) auch dicker bzw. dünner als
1 mm gewählt werden. Der den Kolben abschließende Ein
satz 3 weist im Zentrum einen Pumpstutzen 6 auf, der
in an sich bekannter Weise nach Beendigung des Pumpens
an seinem äußeren Ende durch Quetschverschweißung
vakuumdicht verschlossen ist.
Am Strahlenaustritt 7 ist das Material der Schicht 5
entfernt, so daß ein nur aus der äußersten Schicht 4
bestehendes Fenster erhalten wird. Die Schicht 5 dient
in der aus dem Röhrenbau bekannten Weise als am Rand 8
mit dem aus einem Metall, wie Vacon, bestehenden Kol
ben 1 vakuumdicht verschweißbares Material, das zusätz
lich die Stabilität des Einsatzes 3 erhöht.
Die Halterung der aus einem ringförmigen Teil 9 aus
Wolfram-Zirkon-Molybdän (TZM) Verbundanode und einem
weiteren Teil 10 aus Molybdän (Mo) oder Graphit zusam
mengesetzten Anode 11 trägt an der Innenseite des Rin
ges 9 einen Belag 12 aus Wolfram (W)-Rhenium (Re)-Legie
rung, der 1,5 mm dick ist und auf welchem die Brenn
fleckbahn liegt. Die Anode 11 stellt einen topfförmigen
Körper dar, der vom Boden aus gesehen schräg nach außen
geneigte Wände aufweist. Der Boden selbst ist über eine
wärmedämmende Halterung 13 mit einer Drehachse 14 ver
bunden, die über Lager 15 und 16 an einer fest am Kol
ben 1 liegenden starren Achse 17 verbunden ist.
Die starre Achse 17 stellt ihrerseits einen in den Kol
ben 1 hineinragenden Fortsatz des Keramikteils 2 dar.
An der Außenseite des wärmedämmenden Teiles 13 befin
det sich ein aus Aluminiumoxid (Al2O3)-Keramik bestehen
des Teil 18, welches als Isolator dient und an ihrer
Außenseite mit einem aus einer Schicht 19 aus Eisen (Fe)
und einer Schicht 20 aus Kupfer (Cu) bestehenden Rotor
verbunden ist. An seinem inneren Ende 21 trägt die
starre Achse 17 eine Halterung 22, an welcher über ei
nen Haltearm 23 eine Kathode 24 angebracht ist.
Die Zuführung der Potentiale und der Heizspannung für
die im Kathodenteil 24 enthaltene Glühkathode erfolgt
über einen am Basisteil 2 vorgesehenen Anschluß 26 mit
drei Kontakten für die wahlweise Anlegung der Heizspan
nung an die Teile 24 a und/oder 24 b der Glühwendel der
Kathode 24. Das Anodenpotential wird von einem Kontakt 25 über eine
Leitung 28 zu einem mit dem Lager 16 verbundenen Kon
takt 29 geleitet, das ihrerseits über das isolierende
Teil 18 und das Teil 13 mit der Anode 11 elektrisch
leitend verbunden ist. Der aus den Teilen 19 und 20
bestehende Rotor ist über einen Kugelkontakt 30 mit der
Wand des Kolbens 1 verbunden, so daß diese beiden Teile
stets auf gleichem Potential liegen. Dies ergibt den
Vorteil, daß eine elektrische Aufladung des Rotors
durch das Hochspannungsfeld der Anode nicht möglich
ist und stoßweise Entladungen zum Erdpotential des Ge
häuses vermieden werden.
Zum Betrieb der Röhre wird in an sich bekannter Weise
die Röhrenspannung zwischen dem Kontakt 25 und dem An
schluß 26 angelegt. Der Heizstrom für die Glühkathode
wird ebenfalls über Kontakt des Anschlusses 26 zuge
führt, so daß ein gestrichelt angedeuteter Elektronen
strahl 31 auf den Belag 12 auftrifft und dort ein Röntgen
strahlenbündel in der mit 32 angedeuteten Weise erzeugt.
Die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform stimmt
in ihrem prinzipiellen Bau mit demjenigen nach Fig. 1
überein. Bei ihr sind daher an den übereinstimmenden
Teilen die schon in der Fig. 1 gebrauchten Bezeich
nungen verwendet. Die abweichenden Teile haben neue
und die abgeänderten Teile mit einem Strich versehene
Bezugszeichen.
Der hauptsächliche Unterschied des Aufbaus nach Fig. 2
gegenüber einem solchen nach Fig. 1 besteht darin, daß
die Anode (Rotor) in an sich bekannter Weise magnetisch
gelagert ist und frei schwebt und die Lager 15′, 16′
nur eine Hilfsfunktion haben, d. h. sie sind insbeson
dere vorgesehen, eine eventuelle "Abstürzung" des Dreh
teils bei Ausfall der magnetischen Halterung abzufangen.
Außerdem ist durch das mittlere Teil 17 die Spannungs
zuführung außer zu einer Kathode 24 zu einer weiteren
Kathode 24′ geführt, so daß mehrere Brennflecken und
Strahlenbündel entsprechend 32 erzeugbar sind.
Die Zuführung des Anodenpotentials erfolgt über Kugel
kontakte, von denen die mit 33 und 34 bezeichneten in
der Fig. 2 sichtbar sind. Die Kugeln dieser Kontakte
33 und 34 erhalten ihr Potential über den Kontakt 25
und eine Leitung 28 sowie einen rohrförmigen Kontakt
29′. Die Versorgung der Kathode erfolgt in mit Fig. 1
übereinstimmender Weise über einen Anschluß 26, der
mehrpolig ist und Kontakte für das Kathodenpotential
und für die Heizspannungen enthält.
An der rechten oberen Ecke der in Fig. 2 dargestellten
Röhre ist in einem abgetrennten Abschnit die Verwen
dung einer tellerförmigen Anode 11′ angedeutet. Dabei
ist eine Kathode 24′′ über ein Teil 22′ und eine Halte
rung 23′ mit dem auch bei den übrigen Ausführungsbei
spielen vorhandenen Teil 17 der Basis 2 verbunden.
Die Erzeugung der Strahlen erfolgt in der oben in
Fig. 1 angedeuteten Weise. Dazu wird durch Stromzu
führung zur Kathode 24′′ ein Elektronenstrahl 31′ her
gestellt und auf die Anode 11 geleitet. Dort entstehen
beim Auftreffen auf den mit 12 (Fig. 1) übereinstimmen
den Belag 12′ in bekannter Weise Röntgenstrahlen. So
wird ein Röntgenstrahlenbündel 32′ erhalten, welches
durch einen als Fenster 7′ ausgebildeten Teil der Wand
des Kolbens 1 die Röhre verläßt.
Claims (10)
1. Drehanoden-Röntgenröhre mit einer eine hohle Achse aufwei
senden Anode (11), die über einen Rotor (19, 20) angetrieben
wird, und mit einer Kathode (24), bei der sowohl die Halterung
(21 bis 23) als auch die elektrische Versorgung der Kathode
(24) in die hohle Achse (14) der Anode (11) geführt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das
Anoden- als auch das Kathodenpotential von der der Anode (11)
gegenüberliegenden Seite zugeführt sind.
2. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (17, 21 bis
23) der Kathode (24) eine starre Achse (17) aufweist, die voll
ständig durch die hohle Achse (14) der Anode (11) geführt ist,
an der ein Haltearm (23) für die Kathode (24) an der der An
schlußseite gegenüberliegenden Seite angebracht ist und durch
die die Zuleitungen für die Kathode (24) durchgeführt sind.
3. Drehanoden-Röntgenröhre nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode
(24) in einer topfförmigen Anode (11) angeordnet ist, an deren
seitlicher Innenwand die Brennfleckbahn (12) liegt.
4. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Röhrenkolben aus einem
Basisteil (2) aus Keramik besteht, auf welches ein den eigent
lichen Kolben (1) bildendes Metallteil aufgesetzt ist, welches
an der gegenüberliegenden Seite einen vakuumdichten Abschluß
(3) aufweist.
5. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abschluß ein Einsatz
(3) ist, der an seinem Rand mit dem Rand des Metallkolbens (1)
verschweißt ist.
6. Drehanoden-Röntgenröhre nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ab
schluß aus zwei Schichten (4, 5) besteht, von denen die eine
am Rand mit dem Kolben (1) verschweißt und am Strahlenaustritt
abgetragen ist.
7. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die erstgenannte Schicht
(5) ein 2 mm bis 3 mm dickes Edelstahlblech ist, auf dem eine
ca. 1 mm dicke Aluminiumschicht (4) vakuumdicht angebracht ist.
8. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Rotor (19) und
der Drehachse (14) der Anode (11) ein Isolierteil (18) liegt.
9. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Isolierteil (18) ein
Zylinder aus Keramik ist, der konzentrisch zu Achse und Rotor
(19, 20) liegt.
10. Drehanoden-Röntgenröhre nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keramikmaterial aus
Aluminiumoxid (Al2O3) besteht.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |