DE1053105B - Drehanodenroentgenroehre mit Strahlungskuehlung - Google Patents
Drehanodenroentgenroehre mit StrahlungskuehlungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01J35/105—Cooling of rotating anodes, e.g. heat emitting layers or structures
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft die Anordnung der Kühlelemente einer Drehanodenröntgenröhre.
Es ist bekannt, die bei einer Drehanodenröntgenröhre an der Anode auftretende Wärme durch eine
intensive Kühlung der Gefäßwand abzuführen. Bessere Kühlmöglichkeiten ergeben sich, da die Wärme von
der sich drehenden Anode nicht durch direkte Wärmeleitung abgeführt werden kann, durch Anbringen
einer wärmeabsorbierenden Fläche in gewissem Abstand von der Drehanode, wobei die wärmeabsorbierende
Fläche die aufgenommene Wärme durch Wärmeleitung an weitere Flächenelemente abgibt,
die direkt oder indirekt mit dem Kühlmittel in Berührung kommen (s. auch schweizerische Patentschrift
23.9 103). Durch derartige Maßnahmen wird die Fläche der Wärmeabstrahlung vergrößert und die
Kühlung intensiviert.
Nachteilig ist dabei, daß die Kühlflächen ihre durch Strahlung aufgenommene Wärme nur wieder durch
Strahlung abgeben können, was schon rein physikalisch mit einem schlechten Wirkungsgrad verbunden
ist. Dies wirkt sich besonders schwerwiegend bei den Hochleistungsröntgenröhren aus. Dabei ist die Leistungssteigerung
das Problem der Wärmeabführung, weil nur etwa 1 % der auf die Anode auftreffenden
Kathodenstrahlen in Röntgenstrahlen umgewandelt werden, während also etwa 99% als unerwünschte
Wärmeenergie auftreten, die abgeführt werden muß.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß gegenüber dem Drehanoden teller in
sehr kleinem Abstand ein großflächiger Kühlkörper angeordnet ist, der gleichzeitig einen Teil der Gefäßwand
der Röntgenröhre bildet, und Mittel vorgesehen sind, derart, daß durch ein Kühlmedium sowohl die
Fläche des Kühlkörpers kühlbar als auch die von dem Anodenteller zu dem Verbindungsstück zwischen
Anode und Rotor sowie zu den Kugellagern gelangende Wärme abführbar ist.
Die Kühlfläche, die der Anode gegenüberliegt, besteht aus einem wärmeleitendem Material und ist mit
einer Hohlachse aus dem gleichen Material verbunden, auf der sich die Kugellager des Drehsystems befinden.
Damit ergibt sich ein konzentrisch durch den Röhrenkolben verlaufender Kühlweg, so daß das
Kühlmittel die Anode und das Drehsystem gleichzeitig kühlt.
Um einen übermäßigen Wärmefluß von der Anode zum Rotor des Drehsystems und damit zu den Kugel lagern
zu verhindern, besteht dieser Verbindungsweg aus einem schlecht wärmeleitenden Material, wodurch
der Wärmefluß ganz wesentlich gedrosselt wird.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Abb. 1 einen Längsschnitt und
Drehanodenröntgenröhre
mit Strahlungskühlung
mit Strahlungskühlung
Anmelder:
VEB Phönix
VEB Phönix
Röntgenröhrenwerk Rudolstadt,
Rudolstadt
Rudolstadt
Harry Szuba, Rudolstadt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Abb. 2 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Röntgenröhre.
Tn der Abb. 1 besteht das Drehsystem aus dem Rotor 1, der sich unter Zwischenschaltung eines wärmedrosselnden
Metallteiles 2, beispielsweise aus einer Eisen-Nickel-Legierung bestehend, zu einem kleinen
Zylinder 3 fortsetzt.
Dieser Zylinder 3 ist aus einem hochschmelzenden Metall, z. B. Molybdän, gefertigt und in seinem oberen
Ende flanschartig oder derart geformt, daß an demselben die Anode 4, die vorwiegend aus Wolf ram
besteht, sicher und mechanisch fest angebracht werden kann. Der Rotor ist vermittels zweier Kugellager 5
und 6 auf einer stabilen Hohlachse 7 aus gut wärmeleitendem Material, z. B. Kupfer, montiert. Während
die Hohlachse 7 an dem einen Ende über einen Kovarzylinder 8 mit dem Glaskolben 9 vakuumdicht verschmolzen
ist, ist das andere Ende der Hohlachse 7 mit einem tellerförmigen Metallstück 10 vakuumdicht
verbunden, welches mindestens die Flächengröße der ihr auf einem sehr kleinen Abstand gegenüberstehenden
Drehanode hat. Das tellerförmige Metallstück 10. das einen umgebogenen Rand besitzen kann, wird
4S über einen, für ekie sichere Anglasung· günstigen Metallzylinder
11, z. B. aus Kovar, ebenfalls vakuumdicht mit dem Glaskolben 9 verbunden. Die sich gegenüberstehenden
Flächen der Anode 4 und des tellerförmigen Metallstückes 10 sind aufgerauht oder auf andere
Weise so bearbeitet, daß sie einem schwarzen Strahler nahekommen. Hierdurch werden optimale
Wärmeabstrahlverhältnisse für die Anode 4 und gleichfalls optimale Wärmeaufnahmebedingungen für
das Metallstück 10 geschaffen.
809 770/384
Das tellerförmige Metallstück 10 und die Hohlachse? können auch aus einem Stück gegossen oder
sonstwie gefertigt werden. 12 ist die Kathodenhalterung mit eingebauter Kathode. Die Zuleitung und
Befestigung erfolgt über einen Anglasstutzen 13 (Abb. 2). Um eine definierte Lage der Kathode gewährleisten
zu können, wird die Kathodenhalterung beim Zusammmenbau vermittels Zapfen oder Stäbe 14
in Löcher eines Keramikzylinders 15 gesteckt. Hierdurch ist eine stabile Befestigung der Kathode hergestellt
und ein geometrisch genauer Sitz derselben gewährleistet. Der Keramikzylinder 15 ist vermittels
Kittung im Glaskolben 9 gehalten. Bei der Auswahl des Kittes muß der Dampfdruck desselben berücksichtigt
werden, damit durch die Kittung keine Vakuum-Verschlechterung auftreten kann. Glaskitte für diesen
Verwendungszweck sind bekannt.
Die Kühlung der Röhre erfolgt zweckmäßig vermittels einer durchströmenden Flüssigkeit, z. B. Öl. Die
eingezeichneten Pfeile geben die Durchflußrichtung an. Die Durchflußrichtung kann aber auch in umgekehrter
Richtung erfolgen. Wenn erforderlich, können die Hohlachse 7 und das tellerförmige Metallstück 10 auf
ihrer Außenseite, also an der Seite, an welcher die Kühlflüssigkeit vorbeiströmt, zwecks Oberflächenvergrößerung
aufgerauht werden.
Mit einer Drehanodenröntgenröhre vorliegender Erfindung wird eine ausgezeichnete Wärmeabführung
aus dem Röhreninnern erreicht. Die Energie der Kathodenstrahlen kann deshalb wesentlich gesteigert
werden, und die Ronttgenstralilenenergie ist damit erheblich
größer. Da weiterhin eine äußerst günstige und intensive Kühlung des Drehsystems erfolgt, kann
bei der vorliegend beschriebenen Konstruktion mit einer wesentlich höheren Lebensdauer bei besonders
guten Laufeigenschaften gerechnet werden.
Unter Umständen kann diese Röhre auf Grund dieser neuen Konstruktion, wodurch eine gute Wärme
abführung gegeben ist, als Zweistrahlröhre verwendet werden in der Form oder ähnlich, wie es gestrichelt
angedeutet ist.
Claims (4)
1. Drehanodenröntgenröhre mit Strahlungskühlung der Drehanode, dadurch gekennzeichnet, daß
gegenüber dem Drehanodenteller in sehr kleinem Abstand ein großflächiger Kühlkörper angeordnet
ist, der gleichzeitig einen Teil der Gefäßwand der Röntgenröhre bildet, und Mittel vorgesehen
sind, derart, daß durch ein Kühlmedium sowohl die Fläche des Kühlkörpers kühlbar als auch die
von dem Anodenteller zu dem Verbindungsstück zwischen Anode und Rotor sowie zu den Kugellagern
gelangende Wärme abführbar ist.
2. Drehanodenröntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlfläche mit
einer aus gut wärmeleitendem Material bestehenden Hohlachse verbunden ist, auf der sich die
Kugellager des Drehsystems befinden.
3. Drehanodenröntgenröhre nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlachse als konzentrisch zum Röhrenkolben angeordneter Kühlweg für ein Kühlmedium dient,
welches zuerst unter direkter Berührung an der Kühlfläche des Kühlkörpers vorbeifließt und dann
über die Hohlachse die Bauteile des Drehsystems kühlt.
4. Drehanodenröntgenröhre nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmefluß
von der Anode zum Drehsystem durch ein schlecht wärmeleitendes Material gedrosselt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 350 642, 2 597 498;
Zeitschrift für angewandte Physik, Bd. VII, 1955, H. 8, S. 387.
USA.-Patentschriften Nr. 2 350 642, 2 597 498;
Zeitschrift für angewandte Physik, Bd. VII, 1955, H. 8, S. 387.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
'©80i 770/384 3.59
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|---|---|---|---|
| DEV12249A DE1053105B (de) | 1957-04-02 | 1957-04-02 | Drehanodenroentgenroehre mit Strahlungskuehlung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1053105B true DE1053105B (de) | 1959-03-19 |
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ID=7573797
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|---|---|---|---|
| DEV12249A Pending DE1053105B (de) | 1957-04-02 | 1957-04-02 | Drehanodenroentgenroehre mit Strahlungskuehlung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1053105B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2901681A1 (de) * | 1978-01-18 | 1979-07-19 | Tokyo Shibaura Electric Co | Roentgenroehre |
| DE3016102A1 (de) * | 1980-04-25 | 1981-10-29 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Drehanoden-roentgenroehre |
| DE3644719C1 (en) * | 1986-12-30 | 1988-03-10 | Joerg Dr Ihringer | Liquid-cooled X-ray rotating anode |
| DE3910224A1 (de) * | 1988-04-04 | 1989-10-12 | Gen Electric | Vorrichtung zum kuehlen einer roentgenroehre |
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-
1957
- 1957-04-02 DE DEV12249A patent/DE1053105B/de active Pending
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