DE3015015C2 - - Google Patents
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- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B19/00—Programme-controlled sewing machines
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- D05B19/12—Sewing machines having electronic memory or microprocessor control unit characterised by control of operation of machine
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit einem elektroni
schen Speicher zur Speicherung von Stichsteuerdaten nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine elektronische Nähmaschine dieser Art ist aus der DE-OS
25 00 234 bekannt, bei der sowohl für die Nadelstange als
auch den Stoffschieber jeweils ein gesonderter elektro-me
chanischer Antrieb vorgesehen ist, wobei die beiden Antrie
be zur Musterbildung Stichsteuerdaten vom elektronischen Spei
cher erhalten. Bei diesem Aufbau sind zwei Steuerkreise und
für jeden Antrieb zusätzliche Einrichtungen erforderlich, die
nur schwierig in dem eng begrenzten Raum des Gehäuses einer
Nähmaschine untergebracht werden können. Außerdem ergibt sich
ein für die Massenproduktion relativ kostspieliger Aufbau.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nähmaschine der
eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß der Aufbau ver
einfacht und für die Massenproduktion kostengünstiger wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichen des An
spruchs 1 gelöst. Dadurch, daß nur noch ein einziger Motor
für die Steuerung der Nadelstange und des Stoffschiebers vor
gesehen wird, ergibt sich ein kostengünstiger und einfacher
Aufbau, der den Einbau in das enge Gehäuse einer Nähmaschine
erleichtert.
In der DE-OS 29 03 030 wurde zwar bereits vorgeschlagen, daß
ein Schrittmotor nicht nur die Auslenkung der Nadelstange,
sondern auch den Umschaltmechanismus für das Nadeldurchgangs
loch steuert, jedoch ist auch bei dieser Ausführungsform ein
weiterer Antrieb für den Stoffschieber erforderlich.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind im Anspruch 2 und
3 angegeben.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Stichsteuereinrichtung in einem Aufriß,
Fig. 2 eine Vorderansicht eines Getriebeteils,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 einen Grundriß der Anordnung der Fig. 1,
Fig. 5 eine auseinandergezogene Ansicht der Nockenfolger,
Fig. 6 schematisch die elektrische Schaltung,
Fig. 7 die Steuerphasen,
Fig. 8 eine schematische Skizze zur Erläuterung der Arbeits
weise gemäß der Erfindung,
Fig. 9 ein Flußdiagramm,
Fig. 10 eine Tabelle mit den Adressen und den Stichsteuer
daten eines elektronischen Speichers,
Fig. 11 eine auseinandergezogene Darstellung des Getriebes
einer anderen Ausführungsform der Erfindung, und
Fig. 12 in einem Blockschema die Steuerschal
tung dieser weiteren Ausführungsform.
In den Fig. 1 bis 5 ist mit 1 ein Schrittmotor bezeichnet,
der zur Steuerung der Stichbildungseinrichtung einschließlich
der Schwenkeinrichtung für die Nadelstange und des Stoffvor
schubs dient. Der Schrittmotor 1 ist an einer Stütze 2 befestigt,
die fest an der Nähmaschine angebracht ist. Der Schrittmotor
1 hat eine zentrale Antriebswelle 3, an der ein Steuerarm 4
als Stoffvorschubsteuereinrichtung für den Stoffvorschub und ein Steuergetriebe 5 als Nadelstangensteuereinrichtung für die seitliche Auslenkung
der Nadelstange schwenkbar befestigt sind. Ein Getriebe
bzw. Zahnrad 6 ist mit der Welle 3 des Motors zwischen dem Steuerarm 4 und
dem Steuergetriebe 5 angebracht, wie dies aus Fig. 3 ersicht
lich ist. Ein Zwischengetriebe 7 ist schwenkbar an einem
Zapfen 8 befestigt und es greift in das Zahnrad 6 und die in
neren Zähne 10 des Zahnrades 5 ein, wie dies aus Fig. 2 er
sichtlich ist. Wenn die Schwenkbewegung der Nadelstange ge
steuert wird, dann wird das Steuergetriebe 5 für die Nadel
schwenkung gedreht, während der Stoffvorschubsteuerarm 4 an
einer Drehung durch einen Sperrmechanismus 13 gehindert wird.
In diesem Fall bilden die Zahnräder 5, 6 und 7 eine einfache
Reihe von Getrieben und die Anzahl der Zähne sind 80, 40 bzw.
20. (Die Zahnzahl 80 des Zahnrades 5 ist in das Umfangs
äquivalent umgewandelt) und das Zahnrad 5 wird daher um die
Welle 3 mit einer Winkelgeschwindigkeit gedreht, die die Hälfte
der Drehung des Zahnrades 6 in entgegengesetzter Richtung beträgt. Anderer
seits, wenn der Stoffvorschub gesteuert wird, wird der Stoff
vorschubsteuerarm 4 gedreht, während das Getriebe 5 für die
Schwenkung der Nadelstange durch einen Sperrmechanismus 15
an einer Drehung gehindert wird. In diesem Fall bilden die
Zahnräder 5, 6 und 7 ein Plansteuergetriebe und der Stoffvor
schubsteuerarm 4 wird um die Welle 3 mit einer Winkelgeschwin
digkeit gedreht, die ein Drittel der des Zahnrades 6 in der
gleichen Drehrichtung beträgt. Die Bewegung des Steuerarms 4
wird durch ein Übertragungsgestänge 16, 17 auf einen Vor
schubregulator übertragen, der hier nicht dargestellt ist, und
der die Bewegung des Stoffschiebers der Nähmaschine steuert.
Andererseits wird die Bewegung des Zahnrades 5 über eine Über
tragungsstange 18 auf einen nicht dargestellten Nadelschwenk
mechanismus übertragen.
Eine Halterung 19 ist an der Stütze 2 befestigt und trägt eine
Büchse 20, die an einer Seite der Welle 3 des Schrittmotors
befestigt ist, um eine Axialbewegung des Zahnrades 5 zu ver
hindern und ein Sicherungsring 21 ist an der Welle 3 an der gegenüber
leigenden Seite befestigt, um eine Axialbewegung des Stoffvor
schubsteuerarms 4 und des Übertragungsgestänges 16 zu verhin
dern. Eine Abschirmplatte 22 ist am Zahnrad 5 für für die Steuerung
der Schwenkung der Nadelstange befestigt, dreht sich mit diesem
Zahnrad und unterbricht den Lichtstrahl eines Fühlers 23, der
an der Stütze 2 befestigt ist, wobei die Unterbrechung an einer
vorbestimmten Winkelstellung des Steuergetriebes 5 erfolgt.
Ein ähnlicher Positionsfühler ist am Steuerarm 4 für den Stoff
vorschub vorgesehen, jedoch ist dieser Fühler in der Zeichnung
nicht dargestellt. Diese Fühler werden verwendet, um die An
fangsstellung des Motors 1 festzulegen. Anschläge 24, 24
sind an der Stütze 2 befestigt, um die Bewegung des Stoffvor
schubsteuerarms 4 zu begrenzen und die Anschläge 25, 25 dienen
zur Begrenzung der Bewegung des Zahnrads 5.
Mit 26 ist die Hauptwelle der Nähmaschine bezeichnet und 27
ist eine Büchse. Ein schräg verzahntes Zahnrad 28 ist an der
Hauptwelle 26 befestigt und dreht sich mit ihr und es greift
in ein Zahnrad 29 ein, durch das der Sperrmechanismus 13, 15
betätigt wird. Dieses Zahnrad 28 überträgt die Drehung der
Hauptwelle 26 auf das Zahnrad 29 im Verhältnis 1 : 1.
Sperrnocken 30, 31 sind an dem Zahnrad 29
ausgebildet und steuern in verschiedenen Winkelstellungen den
Sperrmechanismus 13 bzw. 15. Ein Nockenfolger 33 mit einer
Zacke 34 und ein ähnlich ausgebildeten Nockenfolger 35 für
den Stoffvorschub sind schwenkbar an der Stütze 2 mittels
eines Zapfens 32 befestigt. Beide greien in die Nadelsperr
steuernocke 30 und die Stoffvorschubsteuernocke 31 durch die
Wirkung von Zugfedern 36 bzw. 37 ein. Der Nockenfolger 33
hat in seinem Drehmittelpunkt einen hülsenartigen Kragen 38.
Eine Einstellplatte 39 ist an dem Kragen 38 befestigt und
wird an dem Nockenfolger 33 an einer Bohrung 40 der Platte 39
befestigt. Ein Nadelsperrelement 41 ist an einem Ende drehbar
an dem Kragen 38 des Nockenfolgers 33 befestigt. Das Nadel
sperrelement 41, das am anderen Ende angeordnet ist, ist mit
einer Aussparung 42 versehen, die eine Druckfeder 43 aufnimmt.
Das vorspringende Ende der Feder 43 wird durch einen oberen
Vorsprung 44 des Nockenfolgers 33 gehalten. Wenn die Zacke 34
des Nockenfolgers 33 in den unteren Teil der Nadelsperrsteuer
nocke 30 eingreift, dann wird ein mittlerer Vorsprung 45 des
Nadelsperrelements 41 gegen einen oberen Vorsprung 46 der Ein
stellplatte 39 durch die Wirkung der Feder 43 angedrückt und
in diesem Fall hat eine Kontaktfläche 47 des Elements 41 Ab
stand von dem gegenüber angeordneten Ende 40 des Steuergetrie
bes 5 für die seitliche Nadelauslenkung. Wenn die Zacke 34 des Nocken
folgers 33 in den höheren Teil der Nadelstangensperrnocke 30
eingreift, dann wird der Nockenfolger 33, wie aus Fig. 5 er
sichtlich ist, in Gegenuhrzeigerrichtung gegen die Wirkung
der Zugfeder 36 gedreht und das Nadelsperrelement 41, 41 wird
durch die Druckfeder 43 in der gleichen Richtung gedreht. Als
Folge davon wird die Kontaktfläche 47 des Elements 41 gegen
das gegenüberliegende Ende 14 des Zahnrades 5 durch die Wir
kung der Druckfeder 43 gedrückt, während der obere Vorsprung
der Einstellplatte 39 Abstand von dem mittleren Vorsprung
des Nadelsperrelements 41 in entgegengesetzter Uhrzeigerrich
tung hat. Die Einzelheiten der Nadelsperreinrichtung 15 wurden
unter Bezugnahme auf die Fig. 5 erläutert und sie sind prak
tisch ebenso ausgebildet wie der Sperrmechanismus 15 für den
Stoffvorschub.
Fig. 6 zeigt ein Blockschema der Schaltung, bei der mit ROM
ein elektronischer Speicher bezeichnet ist, aus dem nur ausge
lesen werden kann und der die Mustersignale zur Erzeugung des
Stichmusters gespeichert enthält. Wenn ein Stichmuster mit einer
Musterwählvorrichtung SP ausgewählt ist und die Anfangsadresse
des Musters an eine Adresseneinrichtung AD weitergegeben ist,
dann gibt ROM an einen Signalwandler CV ein Nadelsteuersignal W
für den Anfangsstich und ein Vorschubsteuersignal F für den
nächsten Stich ab. Für die folgenden Stiche erzeugt ein Fühler
für die Nadelposition, der in der Zeichnung nicht dargestellt
ist und der an der Hauptwelle der Nähmaschine angeordnet ist,
ein Signal Dw auf oberem Niveau und zwar jedesmal, wenn die
Nadel aus dem Stoff herausgezogen ist. Durch dieses Signal wird
die Adresseneinrichtung AD veranlaßt, zur nächsten Adresse des
ROM fortzuschalten, wodurch nacheinander Stichsteuersignale W,
F für die folgenden Stiche des Musters erzeugt werden. Wenn
der Speicher ROM das letzte Steuersignal des Musters abgegeben
hat, dann wird ein Umkehrsignal erzeugt, wodurch auf die Aus
gangsadresse umgeschaltet wird.
Der Signalwandler CV empfängt die Daten, die Stichsteuersignale W, F
für die Nadel und den Stoffvorschub pro Stich und erreich
net die Differenz zwischen den vorhandenen Daten und den voraus
gegangenen Daten und erzeugt dann Daten W′, F′ die er an einen
Multiplexer MP weiter gibt. FF ist ein JK-Flip-Flop und hat
Eingangsklemmen JK. Diese Eingangsklemmen empfangen die Si
gnale DW bzw. DF vom Nadelstellungsdetektor, der nicht darge
stellt ist und vom Detektor für den Stoffvorschub, der eben
falls nicht dargestellt ist und die an der Hauptwelle der Näh
maschine angebracht sind. Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist,
liegt das Signal DW des Nadelstangendetektors auf dem oberen
Niveau, wenn der Drehwinkel der Hauptwelle weniger als 180°
ist, was dem unteren Totpunkt der Nadel entspricht, wenn die
Stelle mit Drehwinkel 0 der Hauptwelle dem oberen Totpunkt der
Nadel entspricht und als Bezugspunkt für den Drehwinkel von
360° dient. Das Signal DF des Stoffvorschubdetektors ist auf
hohem Niveau, wenn der Drehwinkel der Hauptwelle weniger als
180° beträgt, wenn die Stelle des Drehwinkels 180° der Haupt
welle dem unteren Totpunkt der Nadel entspricht und als Bezugs
zentrum des Drehwinkels von 360° bestimmt ist.
Die Eingangsklemme JR des Flip-Flops FF, die solche Signale
empfangen, sind beide auf niedrigem Niveau oder nur eine der
beiden liegt auf hohem Niveau. Wenn die Eingangsklemme J auf
dem oberen Niveau liegt, dann ist auch der Ausgang Q auf dem
oberen Niveau und ein Signal wird auf die Schaltklemme M des
Multiplexers MP gegeben. Der Multiplexer MP gibt Nadelsteuer
daten W′ an den Antrieb DV des Schrittmotors. Wenn die Eingangs
klemme K auf dem hohen Niveau liegt, dann liegt der Ausgang Q
auf niedrigem Niveau und dann gibt der Multiplexer MP Stoff
vorschubsteuerdaten F′ an den Antrieb DV des Motors.
Beim Empfang solcher Daten treibt der Antrieb DV den
Motor 1 entsprechend diesen Daten an.
Fig. 7 zeigt die Arbeitsphasen des Nadelsteuersperrmechanismus
15 und des Sperrmechanismus 13 für den Stoffvorschub, die beide
in Abhängigkeit von den Signalen DW, DF der Detektoren für die
Nadel- und den Stoffvorschub. Die hohen Niveaus zeigen die
Phasen, in denen die Sperreinrichtungen 13 und 15 den Stoff
vorschubarm 4 bzw. das Zahnrad 5 zur Steuerung der Nadelschwen
kung sperren und die unteren Niveaus zeigen die Phasen, in
denen die Sperreinrichtungen 13 und 15 den Stoffvorschubarm 4
und das Zahnrad 5 für die Nadelschwenkung freigeben.
Im folgenden wird die Arbeitsweise einer gemäß der Erfindung
ausgebildeten Nähmaschine beschrieben.
Wenn die Nähmaschine angetrieben wird und das Signal DW des
Detektors für die Nadelstellung auf niedrigem Niveau an der
Stelle a der Fig. 7 liegt, wo die Nadel noch nicht in den Stoff
eingedrungen ist, dann wird der Schrittmotor in seine Ausgangs
stellung gebracht. An der Stelle b greift die Zacke 34 in den
Nockenfolger 33 für die Sperrung der Nadelsteuerung in den
hohen Teil der Steuernocke 30 ein und das Nadelsperrelement 41
wird gegen das Zahnrad 5 für die Nadelsteuerung gedrückt um
dieses festzuhalten, wodurch die seitliche Stellung der Nadel
fixiert wird. An der Stelle c gibt die Sperreinrichtung 13
für den Stoffvorschub, die in Sperrstellung war, den Vorschub
steuerarm 4 frei. Andererseits erzeugt der elektronische Spei
cher ROM das Signal W der Ausgangsnadelsteuerung für den ersten
Stich und das Stoffvorschubsteuersignal F für den nächsten
Stich an einer nicht dargestellten Stelle, die dem Anstieg des
Signals DW gerade vor der Stellung von 0° entspricht. Wenn das
Signal DF zur Bestimmung der Vorschubstellung auf hohem Niveau
an der Stelle d ist, dann bringt das Schaltsignal M des Mul
tiplexers MP, die Steuerdaten F′ für den Vorschub zur
Wirkung, wodurch der Motor 1 angetrieben wird. Das Ge
triebe 6 des Motors dreht das Zwischengetriebe 7 längs
des inneren Zahnkranzes des Zahnrades 5, das durch die Sperr
einrichtung 15 für die Nadelsteuerung festgehalten ist. Der
Vorschubsteuersperrarm 4 wird infolgedessen mit einer Winkel
geschwindigkeit gedreht, die ein Drittel von der des Zahnrades
6 beträgt und in der gleichen Richtung erfolgt. Hierdurch wird
die Vorschubbewegung des Stoffschiebers vermittels des Über
tragungsgestänges 16 und des nicht dargestellten Regulators
für den Vorschub gesteuert.
Wenn sich die Welle der Nähmaschine weiter dreht und das Vor
schubsteuersignal DF an der Stelle e auf dem unteren Niveau
liegt, dann beendet der Motor 1 die Vorschubsteuerung
und er wird in dieser Stellung angehalten. An der Stelle f
wird der Vorschubsteuerarm 4 durch den Vorschubsteuersperr
mechanismus 13 arretiert und an der Stelle g wird das Zahnrad 5
für die Schwenkung der Nadel freigegeben. Wenn das Nadelsteuer
signal Dw an der Stelle h auf hohem Niveau liegt, dann wird
ein Satz neuer Daten aus dem Speicher ROM ausgelesen und dann
bewirkt das Schaltsignal M des Multiplexers MP, daß die Nadel
steuerdaten W′ wirksam werden, wodurch der Motor ange
trieben wird. Das Zahnrad 6 des Motors dreht das Zwischen
zahnrad 7 und das Zahnrad 5 wird mit einer Winkelgeschwindigkeit
gedreht, die die Hälfte der des Zahnrades 6 beträgt, wobei die
Drehung in gleicher Richtung erfolgt, wodurch die Amplitude
der Schwenkung der Nadelstange vermittels der Übertragungs
stange 18 gesteuert wird.
Für die Erzeugung von Stichen, wie sie in Fig. 8 dargestellt
sind, sind Daten und ein Arbeitsverfahren erforderlich, die
im folgenden anhand des Flußdiagramms der Fig. 9 erläutert wer
den. Wenn die Kraftquelle für die Steuerung an die Steuerung
gemäß Fig. 6 eingeschaltet wird, dann werden die Elemente in
ihre Ausgangsstellung gebracht. Dann wird unterschieden, ob
das Abtastsignal DW für die Nadelstellung ansteigt, wie an der
Stelle h in Fig. 7, oder ob das Signal auf oberem Niveau ist,
wenn die Musterwähleinrichtung PS betätigt worden ist. Wenn
das Signal DW auf hohem Niveau ist, unmittelbar nachdem die
Musterwähleinrichtung PS betätigt wurde, dann wird die Anfangs
adresse N in Fig. 10 für das ausgewählte Muster festgelegt und
die Werte 10 und 30 für die Nadel und die Stoffvorschubsteuer
daten WP werden aus dem Speicher ROM ausgelesen. Aus der Ta
belle der Fig. 10 ersieht man, daß die Werte W als Dezimal
zahlen für die Nadelkoordinate der Fig. 8 angegeben sind und
die Werte von F sind als Dezimalzahlen für den Vorschub ange
geben.
Zur Umwandlung der Werte der Daten W, F in Signale W′, F′ zur
Steuerung des Motors 1, behandelt der Wandler CV die
Daten W, F als nächste Daten. Bei der ursprünglichen Einstel
lung des Motors werden die vorhandenen Daten von W, F
zu 0,0 gemacht und in der Rechnung W′ = nächste Daten W - vor
handene Daten W werden zur Bestimmung der Drehung des
Motors für den nächsten Arbeitsschritt die nächsten Daten 10.
Die Daten W′ werden auf die Antriebseinrichtung DV gegeben,
da das Schaltsignal M des Multiplexers MP auf dem oberen Niveau
liegt. Anschließend wird der Motor angetrieben und dreht
das Zahnrad 5 für die Nadelsteuerung aus einer Stellung, die
der Nadelkoordinate 0 entspricht, in eine Stellung, die der
Nadelkoordinate 10 entspricht. Dieses ist die erste Stichko
ordinate 0. Dann werden die nächsten Daten W zu den vorhandenen
Daten W, damit die Berechnung zur Bestimmung des nächsten
Stiches durchgeführt werden kann. Wenn das Detektorsignal DF
für die Vorschubstellung auf hohem Niveau ist, dann zeigen
die Daten F für die Vorschubsteuerung, daß der Betrag für den
Vorschub aus dem Speicher ROM ausgelesen ist und es erfolgt
die gleiche Umwandlung und Berechnung wie bei der Steuerung
der Nadel. Wenn nämlich der Vorschub bei jedem Stich konstant
ist, dann folgt daraus: F′ = nächste Daten F - vorhandene Daten
F = 0. In diesem Fall wird der Vorschubsteuerarm 4 in einer
vorbestimmten Neigung für jeden Stich gehalten. Wenn der Vor
schub zwischen aufeinanderfolgenden Stichen unterschiedlich
ist, dann wird diese Differenz durch den Motor erzeugt
der so gesteuert wird.
Zur Erläuterung der Vorschubsteuerdaten F, die in der Fig. 8
und 10 dargestellt sind, ist auszuführen, daß 15 einen Vorschub
von 0 bedeutet. 0 ist der größte Vorschub in Rückwärtsrichtung
und 30 ist der größte Vorschub in Vorwärtsrichtung. Die umge
wandelten Daten F′ erzeugen den Stich 1 mit größtem Vorschub
in Vorwärtsrichtung. Die vorhandenen Daten F = nächste Daten F
schieben die Adresse in dem Speicher ROM vor und das Programm
kehrt zum Umkehrpunkt 1 zurück. Dieser Vorschub der Adressen
schiebt die Stichnummern des ausgewählten Musters N von N (No. 0)
zu N + 5 (No. 5) in Fig. 10 mit unterschiedlicher zeitlicher Be
ziehung zwischen den Daten W und F vor. Wenn die letzte Nummer
N + 6 erreicht ist, dann kehrt die Adresse zur Ausgangsadresse
N zurück, damit das gleiche Muster wiederholt genäht werden
kann.
Die Fig. 11 und 12 zeigen eine andere Ausführungsform der
Erfindung, die in Kombination mit einem Servomotor verwendet
wir, der den gleichen Steuermechanismus aufweisen kann, wie
die erste Ausführungsform, die in den Fig. 1 bis 5 darge
stellt ist. Die Beschreibung der zweiten Ausführungsform wird
daher unter Bezug auf die Fig. 1 bis 10 vorgenommen, wobei
jedoch zu beachten ist, daß jetzt mit dem Bezugszeichen 1
ein Servomotor bezeichnet ist. Bei dieser zweiten Ausführungsform
sind Potentiometer 50 und 60 zusätzlich verwendet und arbeiten
mit dem Zahnrad 5 für die Steuerung der Nadelstangenschwenkung
und dem Vorschubsteuerarm 4 zusammen. Die Lichtabdeckplatte 22,
die am Zahnrad 5 befestigt ist, ist mit einer Nut 22 A versehen,
die im Eingriff mit einem Zapfen 51 des Potentiometers 50 für
den Antrieb einer Drehwelle 52 des Potentiometers dient. In
der gleichen Weise ist das Vorschubsteuergestänge 16, das in
Verbindung mit dem Vorschubsteuerarm 4 betätigt wird, durch
eine Nut 16 A gebildet, die im Eingriff mit einem Stift 61 des
Potentiometers 60 steht, das für den Antrieb der Drehwelle 62
des Potentiometers dient.
Unter Bezugnahme auf Fig. 12 wurde ausgeführt, daß bei der
ersten Ausführungsform der Erfindung die Eingangsklemmen J
und K des Flip-Flops FF, die das Signal Sw für die Nadelstellung
und das Signal DF für die Stellung des Vorschubes aufnehmen,
beide auf niedrigem Niveau sind oder nur eine dieser Klemmen
auf hohem Niveau ist. Wenn daher die Eingangsklemme J auf hohem
Niveau ist, dann liegt auch der Ausgang Q auf hohem Niveau
und das Signal wird auf die Schaltklemme M des Multiplexers PM 1
gegeben und der Multiplexer gibt Steuerdaten W′ für die Nadel
schwenkung an einen Digital-Analog-Konverter DA. Wenn anderer
seits die Eingangsklemme K des Flip-Flops FF auf hohem Niveau
liegt, dann liegt der Ausgang Q auf niedrigem Niveau und das
Signal wird an den Multiplexer MP abgegeben. Der Multiplexer
gibt dann Steuerdaten F′ für den Vorschub an den Digital-Analog-
Konverter DA. Die Stichsteuerdaten W′, F′ werden durch den
Konverter DA in Analog-Werte umgewandelt. Diese Analog-Werte
werden über einen Addierpunkt P 1 an einen voreingestellten
Verstärker PrA gegeben. Der Ausgang des voreingestellten Ver
stärkers PrA wird an einen Leistungsverstärker PwA über einen
Addierpunkt P 2 für den Antrieb des Servomotors 1 gegeben.
Das Nadelsteuerpotentiometer 50 und das Vorschubsteuerpotentio
meter 60 haben entsprechende Ausgangsklemmen, die jeweils mit
der Schaltklemme M eines Multiplexers MP 3 verbunden sind.
Der Multiplexer MP 2 hat eine Ausgangsklemme OUT zur Abgabe eines
die Stellung anzeigenden Signals des Potentiometers 15 an
den Addierpunkt P 1, wenn Nadelsteuerdaten W′ abgegeben werden,
und zur Erzeugung eines die Stellung der Nadel anzeigenden
Signals des Potentiometers 60 an den Addierpunkt P 1, wenn
Vorschubsteuerdaten F′ abgegeben werden. So besorgt der Aus
gang OUT des Multiplexers MP 2 einen Proportionalsteuereingang
der Rückkopplungssteuerung. Gleichzeitig wird der Ausgang OUT
in der Differenzierschaltung DR nach der Zeit differenziert
und am Addierpunkt P 2 in bezug auf die Geschwindigkeit modi
fiziert. Der Ausgang OUT des Multiplexers MP 2 besorgt einen
Differentiationssteuereingang der Rückkopplungssteuerung.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform ist wie folgt:
Wenn die Nähmaschine angetrieben wird und das Signal DW des
Fühlers für die Nadelstellung auf niedrigem Niveau an der
Stelle a der Fig. 7 liegt, wo die Nadel noch nicht in den Stoff
eingedrungen ist, wird der Servomotor 1 in seine Ausgangsstel
lung gebracht. An der Stelle b greift die Zacke 34 des Nocken
folgers 33 für die Sperrung der Nadelsteuerung an der hohen
Stelle der Steuernocke 30 ein und das Nadelsperrelement 41
wird gegen das Nadelsteuerzahnrad 5 gedrückt, um dieses fest
zuhalten, wodurch die seitliche Stellung der Nadel fixiert wird.
An der Stelle c gibt die Sperreinrichtung 13 für die Vorschub
steuerung, die in Sperrstellung war, den Vorschubsteuerarm 4
frei. Andererseits gibt der elektronische Speicher ROM ein An
fangssteuersignal W für die Nadel für den ersten Stich und ein
Vorschubsteuersignal F für den nächsten Stich an einer nicht
dargestellten Stelle, die einem Anstieg des Signals Dw gerade
vor der Stellung von 0° entspricht. Wenn das Detektorsignal DF
für den Vorschub auf hohem Niveau an der Stelle d liegt, dann
macht das Schaltsignal M des Multiplexers MP 1 die Vorschub
steuerdaten F′ wirksam. Gleichzeitig macht der Multiplexer MP 2
den Ausgang des Vorschubsteuerpotentiometers wirksam. Auf
diese Weise wird der Servomotor durch diese Daten unter einer
Rückkopplungsstteuerung gedreht. Das Zahnrad 6 des Servomotors
dreht das Zwischengetriebe 7 längs des inneren Zahnrades
des Zahnrades 5, das durch den Nadelsteuersperrmechanismus
festgehalten wird. Der Vorschubsteuersperrarm 4 wird mit einer
Winkelgeschwindigkeit gedreht, die ein Drittel von der des Zahn
rades 6 ist, wobei die Drehung in der gleichen Richtung erfolgt,
wodurch die Steuerung der Vorschubbewegung des Stoffschiebers
über das Übertragungsgestänge 16 und des nicht dargestellten
Vorschubregulators erfolgt. Gleichzeitig dreht das Gestänge 16
das Potentiometer 60.
Wenn sich die Nähmaschinenwelle weiter dreht und das Vorschub
steuersignal DF an der Stelle e auf niedrigem Niveau ist, dann
beendet der Servomotor 1 die Vorschubsteuerung und er wird an
gehalten. An der Stelle f wird der Vorschubsteuerarm 4 durch
den Vorschubsteuersperrmechanismus 13 gesperrt und an der Stelle
g wird das Zahnrad 5 für die Schwenkung der Nadelstange frei
gegeben. Wenn das Nadelsteuersignal DW an der Stelle h auf
hohem Niveau ist, dann wird ein Satz neuer Daten aus dem
Speicher ROM ausgelesen und dann macht das Schaltsignal M des
Multiplexers MP die Nadelsteuerdaten W′ und den Ausgang des
Potentiometers wirksam. Auf diese Weise wird der Servomotor
durch diese Daten unter der Wirkung einer Rückkopplungssteue
rung gedreht. Der Servomotor dreht dann das Zahnrad 6 und das
Zwischengetriebe 7 und das Zahnrad 5 für die Nadelsteuerung
wird mit einer Winkelgeschwindigkeit, die der Hälfte
der des Zahnrades 6 entspricht, jedoch in umgekehrter Rich
tung erfolgt. Hierdurch wird die Schwingamplitude der Nadel
durch den Übertragungsstab 18 gesteuert. Gleichzeitig dreht
das Zahnrad 5 das Potentiometer 50.
Claims (3)
1. Nähmaschine mit einem elektronischen Speicher zur Speiche
rung von Stichsteuerdaten, einer Einrichtung zum Steuern
der seitlichen Auslenkung einer Nadelstange und einer Ein
richtung zum Steuern des Stoffvorschubs entsprechend den
Stichsteuerdaten in Abhängigkeit von der Drehung der Haupt
welle der Nähmaschine,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger, von den Stichsteuerdaten gesteuerter Mo tor (1) vorgesehen ist, der die Nadelstangensteuereinrich tung (5) und die Stoffvorschubsteuereinrichtung (4) an treibt,
daß eine Einrichtung (13, 15) zum abwechselnden Sperren der Nadelstangensteuereinrichtung (5) und der Vorschubsteuer einrichtung (4) mit der Hauptwelle (26) verbunden ist, und daß eine Steuereinrichtung zur abwechselnden Abgabe von Nadelsteuerdaten und Vorschubsteuerdaten in Abhängigkeit von der Drehung der Hauptwelle (26) vorgesehen ist.
daß ein einziger, von den Stichsteuerdaten gesteuerter Mo tor (1) vorgesehen ist, der die Nadelstangensteuereinrich tung (5) und die Stoffvorschubsteuereinrichtung (4) an treibt,
daß eine Einrichtung (13, 15) zum abwechselnden Sperren der Nadelstangensteuereinrichtung (5) und der Vorschubsteuer einrichtung (4) mit der Hauptwelle (26) verbunden ist, und daß eine Steuereinrichtung zur abwechselnden Abgabe von Nadelsteuerdaten und Vorschubsteuerdaten in Abhängigkeit von der Drehung der Hauptwelle (26) vorgesehen ist.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung Potentiometer (50, 60) umfaßt,
die von der Nadelstangensteuereinrichtung (5) bzw. der
Stoffvorschubsteuereinrichtung (4) zur Abgabe von Signalen
betätigbar sind, die das Ausmaß der Bewegung von Nadel
stange bzw. Stoffschieber wiedergeben.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Motor (1) ein Schrittmotor ist, der eine Antriebswelle (3)
mit einem darauf befestigten Zahnrad (6) aufweist, und daß
die Nadelstangensteuereinrichtung (5) und die
Stoffvorschubsteuereinrichtung (4) drehbar auf der
Antriebswelle (3) angebracht sind, wobei die Nadel
stangensteuereinrichtung (5) ein daran ausgebildetes
Zahnrad aufweist und die Stoffvorschubsteuereinrich
tung (4) mit einem drehbar befestigten Zwischenzahn
rad (7) versehen ist, das mit dem Zahnrad der Nadel
stangensteuereinrichtung (5) und mit dem Zahnrad (6)
in Eingriff steht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4788179A JPS6047864B2 (ja) | 1979-04-20 | 1979-04-20 | 電子ミシンの縫目制御装置 |
| JP6224379A JPS55155684A (en) | 1979-05-22 | 1979-05-22 | Controller for seam of electronic sewing machine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3015015A1 DE3015015A1 (de) | 1980-11-06 |
| DE3015015C2 true DE3015015C2 (de) | 1988-06-30 |
Family
ID=26388090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803015015 Granted DE3015015A1 (de) | 1979-04-20 | 1980-04-18 | Elektronische naehmaschine mit stichsteuereinrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4308814A (de) |
| DE (1) | DE3015015A1 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS57148982A (en) | 1981-03-11 | 1982-09-14 | Janome Sewing Machine Co Ltd | Method of controlling stitch of electronic sewing machine |
| JP2503431B2 (ja) * | 1986-08-08 | 1996-06-05 | ブラザー工業株式会社 | パルスモ−タを備えた布送り装置 |
| US8448588B1 (en) | 2011-08-18 | 2013-05-28 | Leonard Samuel Lindley | Force sensing device adapted for sensing thread tension in a long-arm or mid-arm sewing machine |
| TWI737053B (zh) * | 2019-11-28 | 2021-08-21 | 財團法人國家實驗硏究院 | 用於監測一縫紉機的裝置及其監測方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3984745A (en) * | 1974-01-08 | 1976-10-05 | The Singer Company | Sewing machine stitch pattern generation using servo controls |
| US3929081A (en) * | 1975-01-24 | 1975-12-30 | Singer Co | Electro mechanical adder mechanism |
| AU516167B2 (en) * | 1978-01-26 | 1981-05-21 | Janome Sewing Machine Co. Ltd. | Sewing machine with needle dropping hole changing control system |
-
1980
- 1980-03-31 US US06/136,043 patent/US4308814A/en not_active Expired - Lifetime
- 1980-04-18 DE DE19803015015 patent/DE3015015A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4308814A (en) | 1982-01-05 |
| DE3015015A1 (de) | 1980-11-06 |
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| DE3016996C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |