-
Es ist in Fernsprechanlagen ganz allgemein bekannt,
für
die Unterscheidung von Schalt- bzw. Belegungszuständen von Leitungen Hörzeichen
mit jeweils charakteristischen Impuls-Pausenverhältnissen abzugeben.
-
Würde man, um diesen Tonmustern ein weiteres Kriterium zuordnen zu
können, hierfür eine Änderung in dem Impuls-Pausenverhältnis vorsehen, so würde,
insbesondere bei mehreren Tonmustern, die Unterscheidbarkeit äußerst erschwert bzw.
nicht mehr möglich sein.
-
Es ist weiterhin bekannt, für eine Anordnung zur Ruferzeugung eine
Einstellmöglichkeit für die Ruffrequenz vorzusehen. Durch eine entsprechende Variation
in der Einstellung kann dann bei räumlich zusammengefassten Teilnehmerstellen ein
Rufsignal noch zusätzlich dahingehend beurteilt werden, daß es eine bestimmte Teilnehmerstelle
betrifft.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung bei Fernsprechanlagen der eingangs genannten
Art mit einfachsten Mitteln mehrere, bestimmte Zustände betreffende akustische Signale
zu erzeugen und eine Möglichkeit vorzusehen, diesen Signalen ein weiteres Beurteilungskriterium
zuzuordnen.
-
Dies wird dadurch erreicht, daß zumindest zwei, aus einer zentralen
Stromversorgungseinheit gespeiste Impulserzeugereinheiten vorgesehen sind, die sich
durch die Frequenz der abgegebenen impulsförmigen Signale eindeutig unterscheiden,
daß diese abhängig von Schaltmaßnahmen an der Teilnehmerstelle und/oder von durch
die zentrale Steuereinrichtung in vorgegebenen Betriebsfällen gebildeten lnformationssignalen
jeweils einzeln oder in ihrer Kombination wirksam geschaltet werden und dadurch
jeweils die Abgabe eines charakteristischen akustischen Signals veranlaßt wird,
für das eine bestimmte Bedeutung festlegbar ist und daß durch die Art der Kopplung
von jeweils zwei Impulserzeugereinheiten eine Veränderung der Tonhöheneinstellung
über ein ihnen gemeinsames Bedienungselement in der Weise vornehmbar ist, daß das
Frequenzverhältnis der von den Impulserzeugereinheiten abgegebenen Impulssignale
angenähert konstant ist.
-
Es sind also erfindungsgemäß für einzelne bestimmte Zustände akustische
Signale abgebbar, die sich in ihrer jeweiligen Frequenzlage eindeutig unterscheiden.
Dadurch besteht die Möglichkeit, eine ihnen zugeordnete Bedeutung, d. h. den betreffenden
Zustand über die akustische Signalisierung eindeutig zu erkennen. Es besteht erfindungsgemäß
die Möglichkeit, bei gleichbleibender Relation der Ferquenzlagen den Frequenzwert
zu verändern. Bei mehr als einer Teilnehmerstelle kann also dadurch im Bedarfsfalle
ein zusätzliches Kriterium mitsignalisiert werden. Dies kann dann beispielsweise
unter der Voraussetzung von mehreren sich in einem Raum befindlichen Teilnehmerstellen
zur Charakterisierung einer bestimmten Teilnehmerstelle dienen. Die Ansteuersignale
für die Impulserzeuger können also beispielsweise so gewählt werden, daß veranlaßt
durch die zentrale Steuereinrichtung bei einem Internruf das akustische Signal der
einen Frequenzlage und bei einem Externruf das akustische Signal der anderen Frequenzlage
ausgelöst wird. Damit wird der Ursprung einer gewünschten ankommenden Verbindung
signalisiert In gleicher Weise kann bei entsprechenden Steuerinformationen für die
Impulserzeuger auf andere Betriebszustände aufmerksam gemacht werden.
-
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die Impulserzeuger aus
NAND-Schaltgliedern aufgebaut und es ist der Widerstand der frequenzbestimmenden
Widerstand-Kondensator-Kombination zumindest teilweise als das Bedienungselement
darstellender manuell veränderbarer Regelwiderstand zur Tonhöheneinstellung ausgebildet
und beiden Impulserzeugereinheiten gemeinsam.
-
Es wird damit also ein äußerst einfacher Aufbau der aufgrund eines
entsprechenden Steuersignals zum Schwingen veranlaßten und eine periodische Impulsschwingung
liefernden Impulserzeugereinheit erreicht.
-
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird wenigstens eines
der NAND-Schaltglieder einer Erzeugereinheit für die Erzeugung von periodischen
Signalen sowohl der einen als auch der anderen Frequenz mit ausgenutzt.
-
Dadurch ergibt sich eine weitere Einsparung an notwendigen Schaltgliedern.
-
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird durch die gleichzeitige
Wirksamschaltung der beiden genannten Impulserzeugereinheiten die Abgabe eines weiteren,
sich in der Frequenzlage eindeutig von den ursprünglichen periodischen Signalen
unterscheidenden akustischen Signals möglich.
-
Es ist dadurch erfindungsgemäß möglich, mit den gleichen für die
beiden Impulserzeugereinheiten vorhandenen Bauelementen eine weitere Signalschwingung
und somit ein weiteres akustisches Signal zu erzeugen. Dieses kann dann unabhängig
von der den ursprünglichen Signalen zuzuordnenden Bedeutung zur Signalisierung eines
weiteren interessierenden Betriebszustandes herangezogen werden.
-
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles,
das lediglich die für das Verständnis erforderlichen Einzelheiten enthält, näher
erläutert.
-
Das Blockschaltbild nach der Figur zeigt in vereinfachter Darstellung
die Struktur einer Vermittlungsanlage, insbesondere einer kleineren Fernsprechnebenstellenanlage,
bei der als wesentlichstes Systemmerkmal sowohl Internverbindungen zwischen den
einzelnen Sprechstellen Sp als auch Externverbindungen über die Externleitungen
EL ohne Zwischenschaltung einer Vermittlungseinrichtung möglich sein soll.
-
Das bedeutet, daß jede Teilnehmerstelle einer derartigen Anlage durch
die Betätigung einer jeden Teilnehmerstelle individuell zugeordneten Taste direkt
zu erreichen ist. In gleicher Weise erfolgt die Aufschaltung auf eine Externleitung,
die eine Leitung zum öffentlichen Fernsprechnetz oder zu einer anderen Wählnebenstellenanlage
sein kann, gleichfalls über eine entsprechende Tastenbetätigung. Um einen Überblick
über den jeweiligen Vermittlungszustand zu ermöglichen, findet an den einzelnen
Teilnehmerstellen eine optische Signalisierung statt. Dadurch ist beispielsweise
erkennbar, von welcher Art die gewünschte Verbindung ist und welche Verbindungsleitung
bei einem ankommenden Externanruf betroffen ist Grundsätzlich ist also an jeder
der Teilnehmerstellen aufgrund einer entsprechenden optischen Signalisierung der
Betriebszustand der Anlage erkennbar.
-
Die einzelnen Sprechstellen Sp 1 bis Spx sind sternförmig über ihre
jeweiligen Signalisierungsadern SA, ihre Sprechadern SP und ihre Stromversorgungsadern
SVmit einer zentralen Einrichtung ZE verbunden.
-
Die genannten Adern können zweiadrig ausgebildet sein. An eine derartige
Vermittlungsanlage sind in der Regel eine geringe Anzahl von Teilnhemerstellen Sp
angeschlossen. Die vereinfacht als Einzelleitung dargestellten Externleitungen EL
sind demgegenüber von
wesentlich geringerer Anzahl und es können
beispielsweise bei maximal 15 angeschlossenen Teilnehmerstellen bis zu 6 Externleitungen
vorgesehen sein.
-
Für die Sprechstelle Sp 1 sind einzelne Funktionseinheiten angedeutet.
Für die Einheit TA, die zur Erzeugung von sich unterscheidenden tonfrequenten Signalen
dient, sind Einzelheiten gezeigt. Die übrigen Sprechstellen der Anlage sind in gleicher
Weise aufgebaut.
-
Die Taste T steht symbolisch für eine Reihe von Tasten, die für die
unterschiedlichsten Funktionen an jeder Teilnehmerstelle angeordnet sind. Über derartige
Tasten können beispielsweise unmittelbar interne Verbindungen hergestellt werden
und es kann die Ankopplung an eine Externleitung erfolgen. Gleichzeitig soll damit
angedeutet werden, daß die Sprechstelle mit einer Wahltastatur ausgerüstet sein
kann. Es können auch noch weitere Funktionstasten, beispielsweise in Form einer
Haltetaste, einer Mithör- oder Mitsprechtaste vorhanden sein. Einzelnen dieser Tasten
kann eine Anzeigeeinheit A zugeordnet sein, durch die bestimmte, die jeweiligen
Tastenfunktionen betreffende Zustände angezeigt werden. Die von den Tasten bei ihrer
jeweiligen Betätigung abgegebenen Informationen werden von einer in jeder Teilnehmerstelle
angeordneten dezentralen Steuereinheit FST aufgenommen und über die als Schnittstelle
vorhandene Sende- und Empfangseinheit FSE in geeigneter Form über die jeweilige
Signalisierungsader an die zentrale Einheit ZE übermittelt. Für die Sprechstelle
Sp 1 erfolgt dies über die zugehörige Signalisierungsader SA 1. An den Tasten vorgegebene
Schaltmaßnahmen bedingen Informationen, die durch die Steuereinheit FST durch eine
entsprechende Umcodierung in eine für die Übertragung geeignete Form gebracht werden.
Sie können in gleicher Weise wie die von der zentralen Einheit ZE zu der jeweiligen
Teilnehmerstelle über die betreffende Signalisierungsader übertragenen Informationen
als digitale Signale ausgesendet werden. Für die wechselseitige Informationsübertragung
dient in der zentralen Einheit ZEdie entsprechende Sende- und Empfangseinrichtung
SE Zu dieser führen sämtliche Signalisierungsadern SA. Von der zentralen Einheit
werden zu den einzelnen Sprechstellen beispielsweise Informationen übertragen, die
die Ansteuerung der einzelnen Anzeigeelemente A, sowie die Ansteuerung der Einheit
TA betreffen.
-
Jede Teilnehmerstelle enthält, wie dies für die Teilnehmerstelle
Sp 1 angedeutet ist, eine Sprechschaltung SS, die neben der in Verbindung mit dem
Handapparat HA vorzunehmende Verarbeitung der Sprachinformationen die Leitungsabschlußschaltung
beinhaltet. Jede Sprechschaltung einer Teilnehmerstelle ist über die entsprechende
Sprechleitung SP, also über die Leitung SP 1 bis SPx mit der die wirksame Verbindungsdurchschaltung
ermöglichenden Koppelanordnung KNder zentralen Einheit ZEverbunden. Die Ansteuerung
der Koppelanordnung und somit die Betätigung der entsprechenden Koppelkontakte wird
durch die zentrale Steuereinrichtung ZST vorgenommen. Diese Steuereinrichtung verarbeitet
auch die von der Einheit SE empfangenen Informationen und übergibt ihr die an die
einzelnen Teilnehmerstellen zu übermittelnden Informationen. Aus den von Funktions-Wähl-
und Belegungstasten ausgehenden Anreizen bildet die zentrale Steuereinrichtung unter
Berücksichtigung der in der Speicheranordnung SR enthaltenen Informationen, beispielsweise
Einstellbefehle für die Koppelanordnung KN. Die Speichereinrichtung SR kann beispielsweise
aus mehreren Teilspeichern gebildet sein, die beispielsweise Informationen über
einzelne Steuerungsabläufe, über die Zustände der einzelnen Teilnehmerstellen und
über Verbindungszustände enthalten.
-
An jeder Teilnehmerstelle Sp sollen nun bestimmte Betriebsfälle ein
akustisches Signal bewirken. Diese Signale sollen sich eindeutig voneinander unterscheiden,
so daß das Vorliegen des betreffenden Betriebsfalles durch das für ihn charakteristische
akustische Signal unmittelbar von einem Teilnehmer registriert werden kann. Um dies
ohne eine mögliche Gefahr von Verwechslungen sicherzustellen, wird nur für eine
geringe Anzahl von Betriebsfällen ein derartiges Hinweissignal erzeugt werden.
-
Die Teilnehmerstelle Sp 1 enthält beispielhaft eine Einheit TA, mit
der insgesamt drei tonfrequente Signale erzeugt werden sollen, die über den Wandler
Wa abgegeben werden. Es können verschiedene Betriebsfälle gewählt werden, durch
die dann jeweils die akustischen Signale ausgelöst werden und die betreffenden Betriebsfälle
an der Teilnehmerstelle kenntlich machen. Als Beispiel soll für die eine Intern-,
eine Extern-Verbindung bzw. eine sogenannte Amtsvormerkung betreffenden Betriebsfälle
ein jeweils hierfür charakteristisches akustisches Signal abgegeben werden. Diese
Signale könnten auch davon abweichenden Betriebsweisen zugeordnet werden. So wäre
es beispielsweise denkbar, bei einer sogenannten Freisprecheinrichtung, die eine
Teilnehmerstelle betrifft, der eine davon räumlich getrennte Sprechstelle zugeordnet
ist, auf eine bestehende Mithörmöglichkeit hinzuweisen.
-
Für jeden der als Beispiel ausgewählten Betriebsfälle wird durch
die dezentrale Steuereinheit FST an die Anschlußpunkte F1 und F2 eine spezifische
Ansteuerinformation angelegt. Bei den genannten Beispielen, die die Abgabe eines
Rufsignals bei einer internen bzw. bei einer externen Verbindung sowie die Abgabe
eines Hinweissignals bei einer Amtsvormerkung betreffen, werden diese Steuerinformationen
auch unter Mitwirkung der zentralen Steuereinrichtung ZSTveranlaßt.
-
Bei einer internen Verbindung soll beispielsweise am Anschlußpunkt
F 1 das Logikpotential 1 und am Anschlußpunkt F2 das Logikpotential 0 über die Steuereinheit
FSTangelegt werden. Dadurch wird der aus den NAND-Gattern G 1 und G 2, dem Kondensator
C1 und den Widerständen R 1 und R 2 in der dargestellten Weise aufgebaute, für sich
bekannte Oszillator aktiviert, so daß eine periodische Impulsfolge abgegeben wird.
Sie weist eine durch den Widerstand R 1 und R 2 sowie durch den Kondensator C1 im
wesentlichen bestimmte Frequenz auf. Der Kondensator C1 ist im Ruhezustand, indem
also am Eingang G 11 des NAND-Gatters G1 sowie am Eingang G21 des NAND-Gatters G2
das Logikpotential 0 anliegen soll, entladen. Durch das Anliegen von Logikpotential
1 an die genannten Eingänge, was für den Eingang G 11 über das ODER-Glied G 5 erfolgt,
liegt somit am Schaltungspunkt G 23 das Logikpotential 1. Dies trifft in gleicher
Weise für den Schaltungspunkt G12 zu, solange der Kondensator C1 noch nicht aufgeladen
ist. An den Eingängen G 11 und G 12 des NAND-Schaltgliedes G 1 liegt Logikpotential
1 an, so daß es schaltet und somit an dem seinem Ausgang entsprechenden Schaltungspunkt
G 13 Logikpotential 0 entsteht. Dadurch kann sich der Kondensator Cl aufladen, wobei
der Ladestromfluß vom Anschlußpunkt G 23 über den Kondensator und
die
Widerstände R 1 und R2 zu dem Anschlußpunkt G22 des NAND-Schaltgliedes G2 fließt.
Sinkt, bedingt durch das Aufladen des Kondensators Cl, das Potential am Schaltungspunkt
G 12 unter die Schaltschwelle des NAND-Schaltgliedes G 1 ab, wird also definitionsgemäß
ein dem Logikpotential 0 entsprechender Potentialwert erreicht, so schaltet dieses
Schaltglied und legt an seinen Ausgang G 13 Logikpotential 1 an. Dadurch liegt an
den Eingängen G21 und G22 des NAND-Schaltgliedes G2 Logikpotential 1 an, so daß
auch dieses Schaltglied schaltet und an seinem Ausgang, d. h.
-
am Schaltungspunkt G23 Logikpotential 0 entsteht.
-
Dadurch wird der Kondensator C1 umgepolt und lädt sich über die Widerstände
R 1 und R 2 in umgekehrter Richtung auf, bis das Potential an dem Schaltungspunkt
G 12 die Schaltschwelle des NAND-Schaltgliedes G 1 überschreitet. Das bedeutet,
daß an diesem Eingang Logikpotential 1 anliegt und dadurch die beiden NAND-Schaltglieder
G 1 und G2 wieder umgeschaltet werden. Die entstehende Ausgangsspannung dieses Rechteckoszillators
wird mittels des elektrodynamischen Wandlers Wa vernehmbar gemacht. Das akustische
Signal stellt einen charakteristischen Ton dar, durch den an der jeweiligen Teilnehmerstelle
signalisiert wird, daß es sich um den Aufruf eines anderen internen Teilnehmers
handelt. Die Ansteuerung des elektrodynamischen Wandlers Wa erfolgt über die Ansteuerschaltung
A W; die später noch näher beschrieben wird.
-
Wird für die betreffende Teilnehmerstelle, also beispielsweise die
Teilnehmerstelle Sp 1, eine Gesprächsverbindung von einem externen Teilnehmer gewünscht,
so wird für diesen Betriebsfall unter Einbeziehung der zentralen Steuereinheit ZSTdurch
die Steuereinheit FST an die Anschlußpunkte F1 und F2 eine andere diesbezügliche
Steuerinformation angelegt.
-
Diese kann beispielsweise darin bestehen, daß am Anschlußpunkt F2
das Logikpotential 1 und am Anschlußpunkt F 1 demgegenüber das Logikpotential 0
angelegt wird. Dies führt dann dazu, daß ein weiterer Oszillator aktiviert wird.
Dieser Rechteckoszillator besteht aus den NAND-Schaltgliedern G1 und G3, sowie aus
dem Kondensator C2 und den für diesen Oszillator in gleicher Weise wirksamen Widerständen
R 1 und R 2. Für die Bildung dieses Oszillators, der eine Ausgangsspannung mit einer
von der Ausgangsspannung des zuerst genannten Oszillators eindeutig abweichenden
Frequenz abgeben soll, wird also auch das NAND-Schaltglied G 1 in der dargestellten
Weise herangezogen. Der Kondensator C2 soll in gleicher Weise, wie es für den Kondensator
Cl beschrieben wurde, im Ruhezustand entladen sein. Mit dem Anlegen von Logikpotential
1 am Anschlußpunkt F2 liegt dieses Logikpotential auch am Eingang G31 des NAND-Schaltgliedes
G3 sowie über das ODER-Glied G5 auch am Eingang G11 des NAND-Schaltgliedes G1 an.
-
Damit wird der Oszillator in gleicher Weise, wie es für den aus den
NAND-Schaltgliedern G1 und G2 mitgebildeten Oszillator beschrieben wurde, zum Schwingen
angeregt. Die entstehende Ausgangsspannung führt über die Ansteuereinheit A W zu
einem vom elektrodynamischen Wandler Wa abgegebenen akustischen Signal. In dem zugrundegelegten
Betriebsfall entsteht somit an der Teilnehmerstelle ein charakteristischer Ton,
der im gewählten Beispiel erkennen läßt, daß das jeweilige Rufsignal auf einen Verbindungswunsch
eines externen Teilnehmers zurückgeht.
-
Wird für einen anderen Betriebsfall, beispielsweise im Betriebsfalle
der sogenannten Amtsvormerkung, an die beiden Anschlußpunkte Fl und F2 jeweils das
Logikpotential 1 angelegt, so wird eine Ausgangsspannung mit einer Frequenz erzeugt,
die von den beiden genannten anderen Ausgangsspannungen in charakteristischer Weise
abweicht Aufgrund der Mehrfachausnutzung von Bauelemeneten für die Oszillatoren
ist die Frequenz der in einem dritten Betriebsfall abgeleiteten Ausgangsspannung
nicht gleich der Summe der in den beiden anderen Betriebsfällen für die Ausgangsspannungen
entstehenden Frequenzen. Der vom elektrodynamischen Wandler Wa abgegebene Ton weist
auf den dritten Betriebsfall hin. Gegenüber den beiden anderen, auf einen internen
bzw. auf einen externen Ruf hinweisenden akustischen Signalen kann der erzeugte
dritte Ton einem Signal entsprechen, das bei einer sogenannten Amtsvormerkung auf
das Freisein einer Amtsleitung hinweist Ist eine derartige Betriebsweise vorgesehen,
so kann beispielsweise durch das Einwählen der Ziffer 0 bei aufgelegtem Handapparat
einer zentralen Steuereinrichtung signalisiert werden, daß eine Externverbindung
über ein öffentliches Amt gewünscht wird. Für den Fall, daß die vorhandenen Amtsleitungen
belegt sind, wird dann bei Freiwerden einer Amtsleitung an der betreffenden Teilnehmerstelle
in der geschilderten Weise die Abgabe eines spezifischen Rufsignals bewirkt Der
Teilnehmer kann somit das für ihn bestimmte und auf diesen genannten Betriebsfall
hinweisende akustische Signal von denjenigen Rufsignalen unterscheiden, die bei
einer von einem internen bzw. einem externen Teilnehmer gewünschten Verbindung erzeugt
werden. Durch die Art der Ansteuerung der Impulserzeugereinheiten ist es auch möglich,
den verschiedenen Betriebsfällen an Stelle von Einzeltönen Tonfolgen zuzuordnen.
-
Mit dem von außen manuell einstellbaren Regelwiderstand R 1 kann
die Tonhöhe der abgegebenen Signale stufenlos verändert werden. Der Widerstand R
2 dient dazu, den Regelbereich einzuschränken. Bei einer Änderung von R I bleibt
das Verhältnis der Frequenzwerte der entstehenden Ausgangsspannungen annähernd konstant
Dadurch besteht beispielsweise die Möglichkeit, bei mehreren Teilnehmerstellen,
die sich beispielsweise in einem Raum befinden, die Tonhöhe unter Beibehaltung der
jeweils charakteristischen Tonart an den einzelnen Teilnehmerstellen unterschiedlich
einzustellen. Dadurch wird es möglich, bei mehreren derartigen Teilnehmerstellen
von insgesamt jedoch geringer Anzahl die abgegebenen akustischen Signale auch noch
nach den jeweiligen Teilnehmerstellen zu unterscheiden.
-
Die von dem jeweils wirksamen Oszillator bzw. den jeweils wirksamen
Oszillatoren abgegebenen periodischen impulsförmigen Ausgangsspannung werden über
die Ansteuereinheit A W dem Wandler Wa zugeführt.
-
Diese Ansteuereinheit enthält im Ausführungsbeispiel als wesentlichen
Betsandteil ein als Inverter geschaltetes NAND-Schaltglied, mit dessen Hilfe in
Verbindung mit dem Transistor T1 aus den abgegebenen symmetrischen Ausgangsspannungen
des Oszillators ein unsymmetrisches lmpulspausenverhältnis erzeugt wird. Am Kollektor
des Transistors T1 entsteht innerhalb einer jeden Periode der impulsförmigen Ausgangsspannung
ein gegenüber der Pausenzeit zeitlich wesentlich verkürzter Impuls. Dies wird dadurch
erreicht, daß die Mittellinie der Lade- und Entladekurve des jeweils wirksamen Kondensators
C1 bzw. C2 unabhängig von der Frequenz der entstehenden Ausgangsspannung
immer
einen bestimmten und unterhalb der Schaltschwelle des Inverters G4 liegenden Spannungswert
einnimmt. Infolge dieser Spannungsdifferenz zwischen der Schaltschwelle und der
fiktiven Mittellinie schaltet der Inverter um eine bestimmte Zeit früher, als es
der Fall wäre, wenn keine Spannungsdifferenz bestünde.
-
Diese Zeit bestimmt dann die Impulsbreite des am Kollektor des Transistors
T1 entstehenden Ansteuerimpulses. Der Widerstand R 3 bildet den Basiswiderstand
und der Widerstand R 7 den notwendigen Kollektorwiderstand des Transistors T1. Die
entstehenden schmalen Impulse steuern über den Widerstand R 4 mit den Widerständen
R 6 und R 8 als Vorverstärker dienenden Transsistor T2 an. Die aus der symmetrischen
Schwingung abgeleiteten und über den Transistor T2 verstärkten unsymmetrischen schmalen
Impulse werden über den Widerstand R 5 dem Leistungstransistor T3 zugeführt, der
dann den elektrodynamischen Wandler WA ansteuert. Der Widerstand R 5 könnte als
Regelwiderstand ausgebildet sein, so daß durch eine Veränderung seines Widerstandswertes
eine bestimmte Lautstärke des vom elektrodynamischen Wandler abgegebenen akustischen
Signals eingestellt werden könnte. Durch den Widerstand R 9 wird die entstehende
Impulsamplitude auf den für den elektrodynamischen Wandler zulässigen Wert begrenzt.
Gleichzeitig dient dieser Widerstand als Ladewiderstand für den Kondensator C3.
Durch dieses RC-Glied wird eine Glättung des von der Einheit TA aufgenommenen Gleichstroms
erreicht. Dieser Gleichstrom wird von einer die Teilnehmerstelle Sp mitbildenden
integrierten Reglereinheit Re gezogen. Diese Reglereinheit versorgt auch die übrigen
Baueinheiten, die größtenteils integrierte Schaltungseinheiten darstellen, mit den
jeweils notwendigen Versorgungsspannungen. Die Reglereinheit Re ist ihrerseits über
eine beispielsweise zweiadrige Versorgungsleitung SV mit einer entsprechenden zentralen
Speisespannungsquelle verbunden. Dies gilt für alle Teilnehmerstellen der Anlage.
Im Ausführungsbeispiel ist lediglich für die Teilnehmerstelle Sp 1 die Spannungsversorgung
für die Ansteuereinheit A W angedeutet. Der Vielfachpunkt am Ausgang der integrierten
Reglereinheit Re drückt aus, daß durch sie die notwendige Versorgungsspannung für
die anderen Einheiten geliefert wird.
-
Die den Eingängen des elektrodynamischen Wandlers parallel liegenden
Dioden D 1 und D 2 haben eine Schutzfunktion. Durch die Diode D 1 wird eine Begrenzung
von auftretenden Spitzenspannungen vorgenommen. Wie durch den Vielfachpunkt Vangedeutet
ist, kann derselben elektrodynamische Wandler mehrfach ausgenutzt werden. Das bedeutet,
daß an den Wandler auch noch weitere Spannungsquellen, z. B. u. a.
-
auch ein Sprachverstärker, angeschlossen werden können. Das setzt
voraus, daß die Einheit TA im Ruhezustand für derartige am Wandler anliegende und
als akustisches Signal ihrerseits abzugebende Wechselspannungen hochohmig sein muß.
Da die Transistoren T1 und T2 vom entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp sind, liegt
für eine weitere Wechselspannung, von den Anschlußklemmen des Wandlers aus betrachtet,
immer eine Transistordiode in Sperrichtung. Es wird damit eine störende Beeinflussung
einer im inaktiven Betriebsfall der Einheit TA am Wandler anliegenden weiteren Wechselspannung
ausgeschlossen.
-
Der Umwandlung der symmetrischen Ausgangsspannungen in ein unsymmetrisches
Impuls-Pausenverhältnis liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bis zu einem bestimmten
lmpulspausenverhältnis von beispielsweise 1:6 die subjektive Lautstärke bei der
Ansteuerung eines elektrodynamischen Wandlers nur wenig abnimmt, während die erforderliche
Leistung in weit höherem Maße absinkt. Im Vergleich zu einem Impuls-Pausenverhältnis
von 1 :1 muß also zum Erreichen einer erwünschten großen Lautstärke eine demgegenüber
wesentlich geringere Leistung aufgebracht werden. Es kann somit die Stromaufnahme
der Einheit TA möglichst gering gehalten werden. Dies ist von Bedeutung bei Teilnehinerstellen,
deren Leistung über Speiseleitungen übertragen werden muß.