DE3014468C2 - Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere FernsprechnebenstellenanlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines als Hinweiszeichen für bestimmte
Schalt- bzw. Betriebszustände dienenden akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere kleinen Fernsprechnebenstellenanlagen unter
Verwendung eines steuerbaren und als Teileinheit der Teilnehmerstelle eine symmetrische Ausgangsspannung
liefernden Impulsgenerators einfachster Bauart, der im vorgesehenen Betriebsfall von durch eine zentrale
Steuereinrichtung und/oder einer mit ihr im Informationsaustausch stehenden und die TeilnehmerstelJe
mitbildenden Steuereinheit veranlaßte Signale wirksam geschaltet wird und die Ausgangsspannung des
Impulsgenerators als tonfrequentes Signal durch einen elektroakustischen Wandler vernehmbar gemacht wird,
wobei die Funktionseinheiten einer jeden Teilnehmerstelle aus einer zentralen Spannungsversorgungseinheit
gleichstromgespeist werden.
In Fernsprechvermittlungsanlagen, insbesondere in kleinen Fernsprechnebenstellenanlagen werden bei
verschiedenen Betriebsfällen an den Teilnehmerstellen akustische Signale erzeugt. Werden beispielsweise bei
einem von einem internen bzw. einem externen Teilnehmer ausgehenden Verbindungswunsch unterschiedliche Rufsignale ausgelöst, so ist dadurch unmittelbar der Ursprung der gewünschten Verbindung
feststellbar. Zur Kennzeichnung bestimmter Betriebsmöglichkeiten können gleichfalls akustische Signale
abgegeben werden. Diese können beispielsweise bei einer Freisprecheinrichtung auf die Mithörmöglichkeit
oder bei der sogenannten Amtsvormerkung auf den Freizustand einer angeforderten Amtsleitung hinweisen. Für die Erzeugung der akustischen Signale können
gegebenenfalls mehrere, sich in der Tonhöhe unterscheidende Generatoren vorgesehen sein, deren Ausgangsspannung jeweils einem elektroakustischen
Wandler zugeführt werden. Die für die einzelnen Betriebsfälle notwendigen Ansteuerinformationen für
den jeweiligen Generator können von einer zentralen Steuereinrichtung übermittelt werden. Diese können
zunächst von einer die Teilnehmerstelle mitbildenden Steuereinheit aufgenommen und in die entsprechenden
Ansteuersignale umgewandelt werden. Als Generator kann eine impulsförmige Ausgangsspannungen liefernde Einheit einfachster Bauart verwendet werden. Die
Frequenz dieser Ausgangsspannungen liegt im tonfrequenten Bereich und wird durch den elektroakustischen
Wandler als vernehmbares akustisches Signal abgegeben. Dieses akustische Signal soll eine möglichst große
Lautstärke aufweisen. Die hierzu notwendige Stromaufnahme soll, um den Gesamtstrombedarf einer Teilnehmerstelle zu reduzieren, möglichst gering sein. Dies ist
insbesondere von Bedeutung bei Anlagen, in denen die einzelnen Teilnehmerstellen über Speiseleitungen von
unterschiedlicher Länge aus einer gemeinsamen Speisespannungsquelle gespeist werden. Unier der Voraussetzung, daß in jeder Teilnehmerstelle eine Regleranordnung vorhanden ist, die die notwendige Versorgungsspannung für die einzelnen größtenteils aus elektroni-
sehen Bauelementen aufgebauten Einheiten liefert, muß
bei der Wahl des Spannungswertes für die Speisespannungsquelle der Spannungsabfall berücksichtigt werden,
der sich für eine vorgegebene Stromabnahme einer jeden TeilnehmersteUe bei der größten Leitungslänge
ergibt. Um zu vermeiden, daß sich bei einer kurzen Leitungslänge im Hinblick auf den notwendigen
Spannungswert eine große und somit äußerst nachteilige Verlustwärme ergibt, ist der Strombedarf für die
einzelnen Einheiten einer jeden Teilnehmerstelle möglichst gering zu halten.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, für die in jeder Teilnehmerstelle angeordnete Schaltungsanordnung
zur Erzeugung von akustischen Signalen ohne wesentliche Einbuße in der Lautstärke dieser Signale den
notwendigen Leistungsbedarf zu verringern.
Dies wird bei einer Anordnung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß zur Ansteuerung
des elektroakustischen Wandlers die Ajsgangsspannung des Impulsgenerators vermittels eines entsprechend
gesteuerten elektronischen Schalters in eine Spannungsform umgesetzt wird, bei der innerhalb einer
jeden Periodenzeit demgegenüber die Impulspause ein Mehrfaches der wirksamen Impulszeit beträgt, wobei
das Tastverhältnis so gewählt ist, daß bei zwar entsprechend reduzierter Leistungsaufnahme durch den
elektroakustischen Wandler die subjektive Lautstärke möglichst wenig geändert ist
Für die impulsförmige Ausgangsspannung eines aus einfachsten Mitteln aufgebauten Impulsgenerators wird
erfindungsgemäß ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis erzeugt. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften
eines beispielsweise nach dem elektrodynamischen Prinzip aufgebauten elektroakustischen Wandlers
wird subjektiv die Lautstärke des abgegebenen akustischen Signals als unverändert empfunden, wenn
dieser entweder mit periodischen Signalen angesteuert wird, die innerhalb einer Periode einen schmalen Impuls
und eine große Pausenzeit aufweisen oder die Ansteuerung mit periodischen Signalen gleicher Impuls-
und Pausenzeit erfolgt. Im erstgenannten Fall sinkt jedoch die aufzubringende Leistung erheblich ab. Dies
erfolgt in weit höherem Maße, als es dem Impuls-Pausenverhältnis entspricht.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Impulsgenerator aus Verknüpfungsgliedern und einer
frequenzbestimmenden ÄC-Kombination gebildet. Es werden sowohl für die Ansteuerspannung eis auch für
die Speisespannung des elektronischen Schalters an geeigneten Schaltungspunkten dieses Impulsgenerators
Impulsspannungen entnommen, die sich in ihrer Impulsdauer unterscheiden und die eine der Differenz
ihrer jeweiligen Impulsdauer entsprechende kurzzeitige Durchschaltung des elektronischen Schalters ermöglichen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Impulsgenerator in an sich bekannter Weise aus der
flC-Kombination und aus NAND-Schal'gliedern als
Verknüpfungsglieder aufgebaut. Die Ausgangsspannung, die am mit dem Widerstand der ÄC-Kombination
verbundenen Verbindungspunkt des Ausgang des ersten NAN D-Schaltgliedes mit dem einen Eingang des
anderen, ausgangsseitig mit dem Kondensator der RC-Kombination verbundenen NAND-Schaltgliedes
entsteht, steuert basisseitig einen als Schalter dienenden Transistor an. Diesem Transistor wird die am Kondensator
der WC-Kombination durch die Auf- und Entladung entstehende symmetrische Spannung über
einen mit einer bestimmten Schaltschwelle behafteten
Inverter als Versorgungsspannung an der Hauptstromstrecke zugeführt Die kollektorseitig entstehende
Ausgangsspannung wird zur Ansteuerung des elektroakustischen Wandlers herangezogen.
ts können somit in einfacher Weise schmale Ansteuerimpulse aus der beispielsweise am Kondensator
der ÄC-Kombination des Generators auftretenden symmetrischen impulsförmigen Spannung abgeleitet
werden. Die Zeitdauer der Ansteuerimpulse ist durch die Spannungsdifferenz zwischen der Schaltschwelle
des Inverters und der Mittellinie dieser genannten Spannung bestimmt
Gemäß einer Weiterbildung erfolgt die Ansteuerung des elektroakustischen Wandlers über eine mindestens
einstufige transistorisierte Verstärkeranordnung. An deren Versorgungsspannung ist unmittelbar eine für
Siebzwecke herangezogene Kondensator-Widerstands-Kombination angeschaltet Durch diese Siebung wird
eine Senkung des Spitzenstromes, der über die Versorgungsleitung übertragen werden muß, erreicht
Als Widerstand für das Siebglied kann der in der Hauptstromstrecke des Endtransistors zur Begrenzung
der Amplitude des wirksamen Ansteuerimpulses vorhandene Widerstand mit herangezogen werden.
Die Erfindung wird durch die in den Zeichnungen dargestellten Ausfühpjngsbeispiele näher erläutert.
Das Blockschaltbild nach der F i g. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung die Struktur einer Vermittlungsanlage
mit Teilnehmerstellen, an denen über einen elektroakustischen Wandler in bestimmten Betriebsfällen
akustische Signale abgegeben werden. Es sind lediglich die für das Verständnis der Erfindung
erforderlichen Einzelheiten dargestellt
Die F i g. 2 zeigt Spannungsverläufe, die an bestimmten Schaltungspunkten der den elektroakustischen
Wandler innerhalb einer jeden TeilnehmersteUe ansteuernden Tonerzeugereinheit auftreten.
Bei der in der F i g. 1 in ihren Grundsätzen dargestellten Vermittlungsanlage, die insbesondere eine
kleine Fernsprechnebenstellenanlage darstellen kann, ist als wesentlichstes Systemmerkmal sowohl die
Herstellung von Internverbindungen zwischen den einzelnen Teilnehmerstellen als auch die Herstellung
von Externverbindungen über entsprechende Externleitungen ohne Zwischenschaltung einer Vermittlungseinrichtung
möglich.
Jede TeilnehmersteUe Sp einer derartigen Anlage ist somit durch die Betätigung einer ihr an jeder
TeilnehmersteUe individuell zugeordneten Taste unter Mitwirkung einer zentralen Steuereinrichtung, die
Einstellbefehle für eine Koppelanordnung abgibt, zu erreichen. Die Aufschaltung auf eine Externleitung, die
eine Leitung zum öffentlichen Fernsprechnetz oder zu einer anderen Wählnebenstellenanlage sein kann,
erfolgt gleichfalls durch die Betätigung einer entsprechenden, für jede Externleitung an einer Teilnehmerstelle
individuell vorhandenen Taste. Im allgemeinen findet an den einzelnen Teilnehmerstellen eine optische
Signalisierung statt, um einen Überblick u. a. über den jeweiligen Vermittlungsstand zu ermöglichen.
Die einzelnen Teilnehmerstellen Sp 1 bis Sp χ sind sternförmig über ihre jeweiligen Signalisierungsadern
SA, ihre Sprechadern SP und ihre Stromversorgungsadern SKmit einer zentralen Einrichtung ZE verbunden.
Die genannten Adern können zweiadrig ausgebildet sein. An eine derartige Vermittlungsanlge sind in der
Regel eine geringe Anzahl von Teilnehmerstellen Sp
angeschlossen. Die vereinfacht als Einzelleitung dargestellten Externleitungen EL sind demgegenüber von
noch geringerer Anzahl. Es können im allgemeinen bis zu 15 derartige Teilnehmerstellen vorgesehen sein, für
die dann beispielsweise maximal 6 Externleitungen vorhanden sind.
Für die Teilnehmerstelle Sp 1 sind einzelne Funktionseinheiten
angedeutet Für die Einheit TA, durch die die Abgabe von tonfrequenten Signalen ermöglicht
wird, sind Einzelheiten dargestellt. Die übrigen Teilnehmerstellen enthalten die gleichen Funktionseinheiten.
Die für die Teilnehmerstelle Sp 1 gezeigte Taste Tsteht symbolisch für eine Reihe von Tasten, die für die
unterschiedlichsten Funktionen an jeder Teilnehmerstelle angeordnet sind Über derartige Tasten können
beispielsweise unmittelbar interne Verbindungen hergestellt
werden und es kann die Ankopplung an eine Externleitung erfolgen. Gleichzeitig soll mit der Taste T
veranschaulicht werden, daß die Teilnehmerstelle mit einer Wahltastatur ausgerüstet sein kann. Es können
auch noch weitere Funktionstasten, beispielsweise in Form einer sogenannten Haltetaste, einer Mithör- oder
Mitsprechtaste vorhanden sein. Bestimmten Tasten kann eine Anzeigeeinheit A zugeordnet sein, durch die
bestimmte, die jeweiligen Tastenfunktionen betreffenden Zustände angezeigt werden. Die Anzeigeelemente
einer jeden Anzeigeeinheit können durch Leuchtdioden realisiert sein, die beispielsweise mit der ihnen
zugeordneten Taste eine bauliche Einheit bilden.
Die von den Tasten bei ihrer jeweiligen Betätigung abgegebenen Informationen werden von einer in jeder
Teilnehmerstelle angeordneten Steuereinheit FST aufgenommen und über die als Schnittstelle vorhandene
Sende- und Empfangseinheit FSE in geeigneter Form über die jeweilige Signalisierungsader an die zentrale
Einheit ZE übermittelt Für die Teilnehmerstelle Sp 1 erfolgt dies z. B. über die zugehörige Signalisierungsader
SA1. Schaltmaßnahmen, die an den Tasten vorgenommen werden, haben Informationen zur Folge,
die durch die Steuereinheit FST infolge einer entsprechenden Umcodierung in eine für die Übertragung
geeignete Form gebracht werden. Sie können in gleicher Weise, wie die von der zentralen Einheit ZE zu
der jeweiligen Teilnehmerstelle über die betreffende Signalisierungsader übertragenen Informationen als
digitale Signale ausgesendet werden. Für die wechselseitige Informationsübertragung dient in der zentralen
Einheit ZEdie entsprechende Sende- und Empfangseinrichtung SE Zu dieser führen sämtliche Signalisierungsadern
SA. Von der zentralen Einheit aus werden zu den einzelnen Teilnehmerstellen Informationen übertragen,
die beispielsweise die Ansteuerung der einzelnen
Anzeigeelemente A oder die Ansteuerung der Tonerzeugereinheit
TA betreffen.
Jede Teilnehmerstelle enthält wie dies für die Teilnehmerstelle Sp 1 angedeutet ist, eine Sprechschaltung
SS die neben der in Verbindung mit dem
Handapparat HA vorzunehmenden Verarbeitung der Sprachinformation die Leitungsabschlußschaltung beinhaltet
Jede Sprechschaltung einer Teilnehmerstelle ist über die entsprechende Sprechleitung SP, also über die
Leitung SPl bis SPx mit der die wirksame Verbindungsdurchschaltung
ermöglichenden Koppelanordnung KN der zentralen Einheit ZE verbunden. Die
Ansteuerung der Koppelanordnung und somit die Betätigung der entsprechenden Koppelkontakte wird
durch die zentrale Steuereinrichtung ZST vorgenommen. Diese Steuereinrichtung verarbeitet auch die von
der Einheit SE empfangenen Informationen und übergibt ihr die an die einzelnen Teilnehmerstellen zu
übermittelnden Informationen. Aus den Anreizen, die von den Funktions-Wähl- und Belegungstasten ausge-■>
hen, bildet die zentrale Steuereinrichtung unter Berücksichtigung der in der Speicheranordnung SR
enthaltenen Informationen beispielsweise Einstellbefehle für die Koppelanordnung KN. Die Speichereinrichtung
SR kann beispielsweise aus mehreren Teilspeiehern gebildet sein, die Informationen über einzelne
Steuerungsabläufe, über die Zustände der einzelnen Teilnehmerstellen und über Verbindungszustände enthalten.
Mit der Einheit AE soll das Vorliegen des Anrufes erkannt werden. Dies wird gleichfalls der
zentralen Steuereinrichtung mitgeteilt, um die notwendigen Folgefunktionen einzuleiten.
Die Speisung der einzelnen und im wesentlichen aus elektronischen Bauelementen aufgebauten Funktionseinheiten einer jeden Teilnehmerstelle Sp erfolgt über
2(j eine entsprechende Speiseleitung SKmittelbar aus einer
gemeinsamen Speisespannungsquelle S. Die jeweilige Speiseleitung führt zu einer in jeder Teilnehmerstelle
angeordneten Reglereinheit Re. Diese liefert für die einzelnen Baueinheiten die jeweils notwendigen Versorgungsspannungen.
Dies wird durch den Vielfachpunkt am Ausgang der integrierten Reglereinheit Re
ausgedrückt. Es ist lediglich die Gleichspannungsversorgung für eine Teileinheit der Tonerzeugereinheit TA
angedeutet.
in An den einzelnen Teilnehmerstellen Sp wird nun bei
unterschiedlichen Betriebsfällen ein akustisches Signal abgegeben, das auf diese jeweiligen Betriebsfälle
aufmerksam machen soll. Die Tonerzeugereinheit TA enthält als Beispiel zwei Generatoren Gel und Ge2,
die jeweils tonfrequente Impulsschwingungen abgeben sollen. Falls sich die in bestimmten Betriebsfällen
abzugebenden akustischen Signale in ihrer Frequenz nicht unterscheiden sollen, ist nur ein Impulsgenerator
Ge notwendig. Bei zwei Impulsgeneratoren, die jeweils einzeln oder in Kombination aktiviert werden, kann für
bestimmte Betriebsfälle jeweils ein hierfür charakteristisches akustisches Signal abgegeben werden, das sich
eindeutig von den bei den anderen Betriebsfällen abgegebenen Signalen unterscheidet Der jeweilige
Betriebsfall wäre somit eindeutig aufgrund des Signals erkennbar. Es könnten dadurch beispielsweise externe
Anrufe eindeutig von internen Anrufen unterschieden werden.
Jeder Impulsgenerator Ge wird durch Ansteuerimpulse,
die von der dezentralen Steuereinheit FST abgegeben werden, aktiviert Bei zwei Generatoren soll
dies über die Ansteuerleitungen Fi hzw. FI erfolgen.
Diese jeweiligen Ansteuersignale werden in der Regel durch Steuerinformationen veranlaßt die bei Eintreten
eines mit einer akustischen Signalisierung verbundenen Betriebsfalls von der zentralen Steuereinrichtung ZST
an die jeweilige Teilnehmerstelle übermittelt werden.
Es werden nun davon ausgegangen, daß in einem bestimmten Betriebsfall, beispielsweise bei einem
externen Anruf, der Impulsgenerator Gel aktiviert werden soIL Für diesen Generator sind Einzelheiten
gezeigt Der Impulsgenerator Ge 2 kann, falls er vorhanden ist in gleicher Weise aufgebaut sein.
Wird durch die Steuereinheit FST in einem bestimmten Betriebsfall an die Steuerleitung Fl als
Ansteuerinformation Logikpotential 1 angelegt so soll der aus NAND-Schaltgliedern Gl und G 2, dem
Kondensator C und den Widerständen Ri und R 2
aufgebaute Impulsgenerator eine periodische Impulsschwingung abgeben. Ein derartiger Generator einfachster
Bauart ist für sich bekannt. Die Impulsschwingung weist eine durch die Widerstände R 1 und R 2 sowie
durch den Kondensator C im wesentlichen bestimmte Frequenz auf. Der Kondensator ist im Ruhezustand, in
dem beispielsweise am Eingang ClI des NAND-Schaltgliedes
G1 sowie am Eingang C 21 des NAND-Schaltgliedes G 2 entsprechend der an der
Steuerleitung Fl anliegenden Information das Logikpotential 0 vorliegen soll, entladen. Durch das
Anschalten von Logikpotential 1 an diese genannten Eingänge liegt somit am Schaltungspunkt G 23, d. h. am
Ausgang des NAND-Schaltgliedes C 2 das Logikpotential 1. Dies trifft, solange der Kondensator C noch nicht
aufgeladen ist, in gleicher Weise für den Sehaltungspunkt G 12 zu. An den Eingängen GIl und G12 des
NAND-Schaltgliedes Gl liegt Logikpotential 1 an, so daß es schaltet und somit an dem seinem Ausgang
entsprechenden Schaltungspunkt G 13 Logikpotential 0 entsteht. Dadurch kann sich der Kondensator C
aufladen, wobei der Ladestromfluß vom Anschlußpunkt G 23 über den Kondensator und die Widerstände R 1
und Λ 2 zu dem Anschlußpunkt G 22 des NAND-Schaltgliedes G 2 erfolgt. Sinkt, bedingt durch das Aufladen
des Kondensators C, das Potential am Schaltungspunkt G 12 unter die Schaltschwelle des NAND-Schaltgliedes
G1 ab, wird also definitionsgemäß ein dem Logikpotential
0 entsprechender Potentialwert erreicht, so schaltet dieses Schaltglied und legt an seinen Ausgang G 13
Logikpotential 1 an. Dadurch liegt an den Eingängen G21 und G22des NAND-Schaltgliedes G2 Logikpotential
1. Es schaltet und an seinem Ausgang, d. h. am Schaltungspunkt G 23 entsteht Logikpotential 0. Dadurch
wird der Kondensator C umgepolt und lädt sich über die Widerstände R1 und R 2 in umgekehrter
Richtung auf, bis das Potential an dem Schaltungspunkt G 12 die Schaltschwelle des NAND-Schaltgliedes G 1
überschreitet. Das bedeutet, daß an diesem Eingang Logikpotential 1 anliegt und dadurch die beiden
NAND-Schaltglieder G1 und G2 wieder umgeschaltet
werden.
Es entsteht eine sich an bestimmten Schaltungspunkten voneinander unterscheidende impulsförmige periodische
Spannung. Sieht man einen manuell veränderba- « ren Widerstand R1 vor, so ist eine stufenlose
Veränderung in der Frequenz der abgegebenen Ausgangsspannungen möglich. Der Widerstand R 2
dient dann in einem solchen Fall dazu, den Regelbereich einzuschränken.
Zur Ansteuerung des elektrodynamischen Wandlers Wa wird die Form der Ausgangsspannur.g des einfachen
Impulsgenerators nun derart verändert, daß sich eine Ansteuerspannung für den elektrodynamischen Wandler
ergibt, bei der die Impulspause ein Mehrfaches der wirksamen impulszeit beträgt Dies wird durch das als
Inverter geschaltete NAND-Schaltglied G 3 und den in
der dargestellten Weise angeschalteten Transistor Tl bewirkt Am Kondensator C treten bei der Aktivierung
des Impulsgenerators Ge 1 die in der Zeile a der F i g. 2 dargestellten impulsförmigen Spannung auf. Sie ergibt
sich aus den geschilderten Lade- bzw. Entladezuständen des Kondensators Cund hat die Periodendauer P. Mit Sl
ist die Schaltschwelle des Inverters G 3 bezeichnet Die Mittellinie M der entstehenden Spannung liegt unabhängig
von der Frequenz der Impulsschwingung mit einem bestimmten Spannungsbetrag jeweils unterhalb
der Schaltschwelle. Infolge dieser Spannungsdifferenz schaltet der Inverter G 3 um eine bestimmte Zeit früher,
als es der Fall wäre, wenn keine Spannungsdifferenz bestünde. Es ergeben sich dadurch am Ausgang G 33
des Inverters G 3 und an dem dem Verbindungspunkt des Ausgangs G 13 des NAND-Schaltgliedes Gl und
dem Eingang G 22 des NAND-Schaltgliedes G 2 entsprechenden Schaltungspunkt unterschiedliche
Spannungsformen für die an den genannten Schaltungspunkten abzugreifenden Ausgangsspannungen. In der
Zeile b der F i g. 2 ist die am Ausgang G 33 und in der Zeile c die an dem genannten anderen Schaltungspunkt
G13 bzw. G 22 entstehende Ausgangsspannung dargestellt.
Letztere wird über den Widerstand Λ 3 als Ansteuerspannung der Basis des Transistors 7*1
zugeführt. Die Hauptstromstrecke wird durch Anlegen der am Ausgang G 23 entstehenden Spannung an den
Emitter dieses Transistors mit der von der anliegenden Basisspannung abweichenden Ausgangsspannung beaufschlagt.
Im Ausführungsbeispiel wird somit der Transistor 7*1 durchgesteuert, wenn an seinem Emitter
Pluspotential anliegt und an seiner Basis Nullpotential ansteht. An seinem Kollektor-Widerstand R 7 entsteht
somit während der Zeit Ti Pluspotential. Aus der symmetrischen Ausgangsspannung gemäß Zeile a wird
somit eine Spannung abgeleitet, die ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis gemäß Zeile d der F i g. 2
aufweist. In dieser Figur sind jeweils drei Perioden der entstehenden Spannungen dargestellt.
Die am Kollektor-Widerstand R 7 des Transistors 7"1
durch die spezielle Ansteuerung entstehenden schmalen Impulse steuern über den Widerstand A4 den in
Verbindung mit den Widerständen R 6 und /?8 als Vorverstärker dienenden Transistor T2 an. Seine
Ausgangsspannung wird über den Widerstand R 5 dem Endtransistor 7*3 zugeführt, der den elektrodynamischen
Wandler Wa entsprechend ansteuert.
Es wird durch ihn ein der Frequenz der abgeleiteten Impulsschwingung entsprechendes akustisches Signal
abgegeben. Dadurch, daß diese Ansteuerung nicht mit den ursprünglichen Ausgangsspannungen des Generators
erfolgt, sondern daraus, bezogen auf jede Periode der Ausgangsspannung, ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis
erzeugt wird, muß eine wesentlich geringere Leistung für diese Ansteuerung aufgebracht
werden. Es tritt jedoch nahezu keine Änderung in der Lautstärke des abgegebenen Signals auf. Dies hat seine
Ursache in den physikalischen Eigenschaften des elektrodynamischen Wandlers. Es hat sich gezeigt daß
bis zu einem bestimmten Impuls-Pausenverhältnis von beispielsweise 1 :6 der impulsförmigen Ansteuerspannung
die subjektive Lautstärke des abgegebenen akustischen Signals gegenüber einer Ansteuerung mit
einem ein Impuls-Pausenverhältnis von 1 :1 aufweisenden Ansteuersignal nur sehr wenig abnimmt während
die erforderliche Ansteuerleistung in weit höherem Maße absinkt Es kann somit durch die geschilderte
Umwandlung der Ausgangsspannung des Impulsgenerators die Stromaufnahme für die Tonerzeugereinheit
TA verringert werden. Dies ist von großer Bedeutung bei Teilnehmerstellen, deren Leistung über die Speiseleitungen
übertragen wird.
Durch den Emitterwiderstand R 9 wird die Impulsamplitude der Ansteuerspannung auf den für den
elektrodynamischen Wandler Wa zulässigen Wert begrenzt Gleichzeitig dient dieser Widerstand als
Ladewiderstand für den Kondensator C3. Durch dieses ÄC-Glied wird eine Glättung des von der Tonerzeugereinheit
TA aufgenommenen Gleichstroms erreicht
Dadurch kann der bei der Abgabe eines akustischen Signals über die Speiseleitung SV zu übertragende
Spitzenstromwert weiter gesenkt werden. Es ist durch die genannten Maßnahmen, insbesondere durch die
spezielle Gestaltung der Ansteuerspannung für den elektrodynamischen Wandler eine erwünschte große
Lautstärke zu erzielen, während gleichzeitig die Stromaufnahme der für die Erzeugung eines akustischen
10
Signals eingesetzten Schaltungseinheit möglichst gering gehalten werden kann.
Die den Eingängen des elektrodynamischen Wandlers parallel liegenden Dioden Di und D 2 haben eine
Schutzfunktion. Durch die Diode D1 wird eine Begrenzung von auftretenden Spitzenspannungen vorgenommen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines als Hinweiszeichen für bestimmte Schalt- bzw. Betriebszustände dienenden akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere kleinen
Fernsprechnebenstellenanlagen unter Verwendung eines steuerbaren und als Teileinheit der Teilnehmerstelle eine symmetrische Ausgangsspannung
liefernden Impulsgenerators einfachster Bauart, der im vorgesehenen Betriebsfall von durch eine
zentrale Steuereinrichtung und/oder einer mit ihr im Informationsaustausch stehenden und die Teilnehmerstelle mitbildenden Steuereinheit veranlaßte
Signale wirksam geschaltet wird und die Ausgangsspannung des Impulsgenerators als tonfrequentes
Signal durch einen elektroakustischen Wandler vernehmbar gemacht wird, wobei die Funktionseinheiten einer jeden Teilnehmerstelle aus einer
zentralen Spannungsversorgungseinheit gleichstromgespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ansteuerung des elektroakustischen Wandlers (Wa) die Ausgangsspannung des
Impulsgenerators (Ge) vermittels eines entsprechend gesteuerten Schalters (Ti) in eine Spannungsform umgesetzt wird, bei der innerhalb einer jeden
Periodenzeit (P) demgegenüber die Impulspause (Tp) ein mehrfaches der wirksamen Impulszeit (Ti)
beträgt, wobei das Tastverhältnis so gewählt ist, daß bei zwar entsprechend reduzierter Leistungsaufnahme durch den elektroakustischen Wandler die
subjektive Lautstärke des abgegebenen akustischen Signals möglichst wenig geändert ist (F i g. 1, F i g. 2).
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgenerator (Ge 1) aus
Verknüpfungsgliedern (Gl, G 2) und einer frequenzbestimmenden /?C-Kombination (Al, R2, C)
gebildet ist, daß sowohl für die Ansteuerspannung als auch für die Speisespannung des elektronischen
Schalters (7Ί) sich in der Impulsdauer unterscheidende Impulsspannungen an geeigneten Schaltungspunkten des Generators entnommen werden, die
eine zumindest der Differenz der Impulsdauer entsprechende kurzzeitige Durchschaltung des
Schalters ermöglichen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgenerator
aus NAND-Schaltgliedem (Gl, G2) als Verknüpfungsglieder aufgebaut ist, daß mit der am mit dem
Widerstand (R 1, R2) der KC-Kombination verbundenen Verbindungspunkt des Ausgangs (G 13) des
ersten NAND-Schaltgliedes (Gl) mit dem einen Eingang (G 22) des anderen, ausgangsseitig mit dem
Kondensator (C) der ÄC-Kombination verbundenen NAND-Schaltgliedes (G 2) entstehenden Spannung
basisseitig ein als Schalter dienender Transistor (Tl) angesteuert wird, daß die am Kondensator (Q durch
die Auf- und Entladung entstehende symmetrische Spannung über einen mit einer bestimmten Schaltschwelle behafteten Inverter (G 3) als Versorgungsspannung der Hauptstromstrecke des Transistors
(Ti) zugeführt wird, daß dessen kollektorseitig entstehende Ausgangsspannung zur Ansteuerung
des elektroakustischen Wandlers (Wa) herangezogen wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung über eine
mindestens einstufige transistorisierte Verstärkeranordnung (7"3) erfolgt und daß an deren Versorgungsspannung unmittelbar eine Siebzwecken dienende Kondensator-Widerstandskombination (C3,
R 9) angeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803014468 DE3014468C2 (de) | 1980-04-15 | 1980-04-15 | Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803014468 DE3014468C2 (de) | 1980-04-15 | 1980-04-15 | Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3014468B1 DE3014468B1 (de) | 1981-06-04 |
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Family
ID=6100084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803014468 Expired DE3014468C2 (de) | 1980-04-15 | 1980-04-15 | Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines akustischen Signals an Teilnehmerstellen in Fernsprech-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2686759B1 (fr) * | 1992-01-29 | 1994-04-22 | Sgs Thomson Microelectronics | Dispositif de regulation de puissance pour un haut-parleur de poste de telephone pendant une sonnerie . |
-
1980
- 1980-04-15 DE DE19803014468 patent/DE3014468C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
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| DE3014468B1 (de) | 1981-06-04 |
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