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In Fernsprechvermittlungsanlagen, insbesondere in kleinen Fernsprechnebenstellenanlagen
werden bei verschiedenen Betriebsfällen an den Teilnehmerstellen akustische Signale
erzeugt. Werden beispielsweise bei einem von einem internen bzw. einem externen
Teilnehmer ausgehenden Verbindungswunsch unterschiedliche Rufsignale ausgelöst,
so ist dadurch unmittelbar der Ursprung der gewünschten Verbindung feststellbar.
Zur Kennzeichnung bestimmter Betriebsmöglichkeiten können gleichfalls akustische
Signale abgegeben werden. Diese können beispielsweise bei einer Freisprecheinrichtung
auf die Mithörmöglichkeit oder bei der sogenannten Amtsvormerkung auf den Freizustand
einer angeforderten Amtsleitung hinweisen. Für die Erzeugung der akustischen Signale
können gegebenenfalls mehrere, sich in der Tonhöhe unter scheidende Generatoren
vorgesehen sein, deren Ausgangsspannung jeweils einem elektroakustischen Wandler
zugeführt werden. Die für die einzelnen Betriebsfälle notwendigen Ansteuerinformationen
für den jeweiligen Generator können von einer zentralen Steuereinrichtung übermittelt
werden. Diese können zunächst von einer die Teilnehmerstelle mitbildenden Steuereinheit
aufgenommen und in die en.sprechenden Ansteuersignale unigewandelt werden. Als Generator
kann eine impulsförmige Ausgangsspannungen liefernde Einheit einfachster Bauart
verwendet werden. Die Frequenz dieser Ausgangsspannungen liegt im tonfrequenten
Bereich und wird durch den elektroakustischen Wandler als vernehmbares akustisches
Signal abgegeben. Dieses akustische Signal soll eine möglichst große Lautstärke
aufweisen. Die hierzu notwendige Stromaufnahme soll, um den Gesamtstrombedarf einer
Teilnehmerstelle zu reduzieren, möglichst gering sein. Dies ist insbesondere von
Bedeutung bei Anlagen, in denen die einzelnen Teilnehmerstellen übe:- Speiseleitungen
von unterschiedlicher Länge aus einer gemeinsamen Speisespannungsquelle gespeist
werden. Unter der Voraussetzung, daß in jeder Teilnehmerstelle eine Regleranordnung
vorhanden ist, die die notwendige Versorgungsspannung für die einzelnen größtenteils
aus elektroni-
schen Bauelementen aufgebauten Einheiten liefert,
muß bei der Wahl des Spannungswertes für die Speisespannungsquelle der Spannungsabfall
berücksichtigt werden, der sich für eine vorgegebene Stromaufnahme einer jeden Teilnehmerstelle
bei der größten Leitungslänge ergibt. Um zu vermeiden, daß sich bei einer kurzen
Leitungslänge im Hinblick auf den notwendigen Spannungswert eine große und somit
äußerst nachteilige Verlustwärme ergibt, ist der Strombedarf für die einzelnen Einheiten
einer jeden Teilnehmerstelle möglichst gering zu halten.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, für die in jeder Teilnehmerstelle
angeordnete Schaltungsanordnung zur Erzeugung von akustischen Signalen ohne wesentliche
Einbuße in der Lautstärke dieser Signale den notwendigen Leistungsbedarf zu verringern.
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Dies wird bei einer Anordnung der eingangs genannten Art dadurch
erreicht, daß zur Ansteuerung des elektroakustischen Wandlers die Ausgangsspannung
des Impulsgenerators vermittels eines entsprechend gesteuerten elektronischen Schalters
in eine Spannungsform umgesetzt wird, bei der innerhalb einer jeden Periodenzeit
demgegenüber die Impulspause ein Mehrfaches der wirksamen Impulszeit beträgt, wobei
das Tastverhältnis so gewählt ist, daß bei zwar entsprechend reduzierter Leistungsaufnahme
durch den elektroakustischen Wandler die subjektive Lautstärke möglichst wenig geändert
ist.
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Für die impulsförmige Ausgangsspannung eines aus einfachsten Mitteln
aufgebauten Impulsgenerators wird erfindungsgemäß ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis
erzeugt. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften eines beispielsweise nach dem
elektrodynamischen Prinzip aufgebauten elektroakustischen Wandlers wird subjektiv
die Lautstärke des abgegebenen akustischen Signals als unverändert empfunden, wenn
dieser entweder mit periodischen Signalen angesteuert wird, die innerhalb einer
Periode einen schmalen Impuls und eine große Pausenzeit aufweisen oder die Ansteuerung
mit periodischen Signalen gleicher Impuls-und Pausenzeit erfolgt. Im erstgenannten
Fall sinkt jedoch die aufzubringende Leistung erheblich ab. Dies erfolgt in weit
höherem Maße, als es dem Impuls-Pausenverhältnis entspricht.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Impulsgenerator aus
Verknüpfungsgliedern und einer frequenzbestimmenden RC-Kombination gebildet. Es
werden sowohl für die Ansteuerspannung als auch für die Speisespannung des elektronischen
Schalters an geeigneten Schaltungspunkten dieses Impulsgenerators Impulsspannungen
entnommen, die sich in ihrer Impulsdauer unterscheiden und die eine der Differenz
ihrer jeweiligen Impulsdauer entsprechende kurzzeitige Durchscha!tung des elektronischen
Schalters ermöglichen.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Impulsgenerator in
an sich bekannter Weise aus der RC-Kombination und aus NAND-Schaltgliedern als Verknüpfungsglieder
aufgebaut. Die Ausgangsspannung, die am mit dem Widerstand der RC-Kombination verbundenen
Verbindungspunkt des Ausgang des ersten NAND-Schaltgliedes mit dem einen Eingang
des anderen, ausgangsseitig mit dem Kondensator der RC-Kombination verbundenen NAND-Schaltgliedes
entsteht, steuert basisseitig einen als Schalter dienenden Transistor an. Diesem
Transistor wird die am Kondensator der RC-Kombination durch die Auf- und Entladung
entstehende symmetrische Spannung über einen mit einer bestimmten Schaltschwelle
behafteten Inverter als Versorgungsspannung an der Hauptstromstrecke zugeführt.
Die kollektorseitig entstehende Ausgangsspannung wird zur Ansteuerung des elektroakustischen
Wandlers herangezogen.
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Es können somit in einfacher Weise schmale Ansteuerimpulse aus der
beispielsweise am Kondensator der RC-Kombination des Generators auftretenden symmetrischen
impulsförmigen Spannung abgeleitet werden. Die Zeitdauer der Ansteuerimpulse ist
durch die Spannungsdifferenz zwischen der Schaltschwelle des Inverters und der Mittellinie
dieser genannten Spannung bestimmt Gemäß einer Weiterbildung erfolgt die Ansteuerung
des elektroakustischen Wandlers über eine mindestens einstufige transistorisierte
Verstärkeranordnung. An deren Versorgungsspannung ist unmittelbar eine für Siebzwecke
herangezogene Kondensator-Widerstands-Kombination angeschaltet. Durch diese Siebung
wird eine Senkung des Spitzenstromes, der über die Versorgungsleiiung übertragen
werden muß, erreicht.
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Als Widerstand für das Siebglied kann der in der Hauptstromstrecke
des Endtransistors zur Begrenzung der Amplitude des wirksamen Ansteuerimpulses vorhandene
Widerstand mit herangezogen werden.
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Die Erfindung wird durch die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
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Das Blockschaltbild nach der F i g. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung
die Struktur einer Vermittlungsanlage mit Teilnehmerstellen, an denen über einen
elektroakustischen Wandler in bestimmten Betriebsfällen akustische Signale abgegeben
werden. Es sind lediglich die für das Verständnis der Erfindung erforderlichen Einzelheiten
dargestellt.
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Die F i g. 2 zeigt Spannungsverläufe, die an bestimrr.-ten Schaltungspunkten
der den elektroakustischen Wandler innerhalb einer jeden Teilnehmerstelle ansteuernden
Tonerzeugereinheit auftreten.
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Bei der in der F i g. 1 in ihren Grundsätzen dargestellten Vermittlungsanlage,
die insbesondere eine kleine Fernsprechnebenstellenanlage darstellen kann, ist als
wesentlichstes Systemmerkmal sowohl die Herstellung von Internverbindungen zwischen
den einzelnen Teilnehmerstellen als auch die Herstellung von Externverbindungen
über entsprechende Externleitungen ohne Zwischenschaltung einer Vermitt!ungseinrichtung
möglich.
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Jede Teilnehmerstelle Sp einer derartigen Anlage ist somit durch
die Betätigung einer ihr an jeder Teilnehmerstelle individuell zugeordneten Taste
unter Mitwirkung einer zentralen Steuereinrichtung, die Einstellbefehle für eine
Koppelanordnung abgibt, zu erreichen. Die Aufschaltung auf eine Externleitung, die
eine Leitung zum öffentlichen Fernsprechnetz oder zu einer anderen Wählnebenstellenanlage
sein kann, erfolgt gleichfalls durch die Betätigung einer entsprechenden, für jede
Externleitung an einer Teilnehmerstelle individuell vorhandenen Taste. Im allgemeinen
findet an den einzelnen Teilnehmerstellen eine optische Signalisierung statt, um
einen Überblick u. a. über den jeweiligen Vermittlungsstand zu ermöglichen.
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Die einzelnen Teilnehmerstellen Sp 1 bis Sp x sind sternförmig über
ihre jeweiligen Signalisierungsadern SA, ihre Sprechadern SP und ihre Stromversorgungsadern
SVmit einer zentralen Einrichtung ZEverbunden.
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Die genannten Adern können zweiadrig ausgebildet sein. An eine derartige
Vermittlungsanlge sind in der Regel eine geringe Anzahl von Teilnehmerstellen Sp
angeschlossen.
Die vereinfacht als Einzelleitung dargestellten Externleitungen EL sind demgegenüber
von noch geringerer Anzahl. Es können im allgemeinen bis zu 15 derartige Teilnehmerstellen
vorgesehen sein, für die dann beispielsweise maximal 6 Externleitungen vorhanden
sind.
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Für die Teilnehmerstelle Sp 1 sind einzelne Funktionseinheiten angedeutet.
Für die Einheit TA, durch die die Abgabe von tonfrequenten Signalen ermöglicht wird,
sind Einzelheiten dargestellt. Die übrigen Teilnehmerstellen enthalten die gleichen
Funktionseinheiten.
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Die für die Teilnehmerstelle Sp 1 gezeigte Taste Tsteht symbolisch
für eine Reihe von Tasten die für die unterschiedlichsten Funktionen an jeder Teilnehmerstelle
angeordnet sind. Über derartige Tasten können beispielsweise unmittelbar interne
Verbindungen hergestellt werden und es kann die Ankopplung an eine Externleitung
erfolgen. Gleichzeitig soll mit der Taste T veranschaulicht werden, daß die Teilnehmerstelle
mit einer Wahltastatur ausgerüstet sein kann. Es können auch noch weitere Funktionstasten,
beispielsweise in Form einer sogenannten Haltetaste, einer Mithör- oder Mitsprechtaste
vorhanden sein. Bestimmten Tasten kann eine Anzeigeeinheit A zugeordnet sein, durch
die bestimmte, die jeweiligen Tastenfunktionen betreffenden Zustände angezeigt werden.
Die Anzeigeelemente einer jeden Anzeigeeinheit können durch Leuchtdioden realisiert
sein, die beispielsweise mit der ihnen zugeordneten Taste eine bauliche Einheit
bilden.
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Die von den Tasten bei ihrer jeweiligen Betätigung abgegebenen Informationen
werden von einer in jeder Teilnehmerstelle angeordneten Steuereinheit FSTaufgenommen
und über die als Schnittstelle vorhandene Sende- und Empfangseinheit FSE in geeigneter
Form über die jeweilige Signalisierungsader an die zentrale Einheit ZE übermittelt.
Für die Teilnehmerstelle Sp 1 erfolgt dies z. B. über die zugehörige Signalisierungsader
SA 1. Schaltmaßnahmen, die an den Tasten vorgenommen werden, haben Informationen
zur Folge, die durch die Steuereinheit FST infolge einer entsprechenden Umcodierung
in eine für die Übertragung geeignete Form gebracht werden. Sie können in gleicher
Weise, wie die von der zentralen Einheit ZEzu der jeweiligen Teilnehmerstelle über
die betreffende Signalisierungsader übertragenen Informationen als digitale Signale
ausgesendet werden. Für die wechselseitige Informationsübertragung dient in der
zentralen Einheit ZEdie entsprechende Sende- und Empfangseinrichtung SE. Zu dieser
führen sämtliche Signalisierungsadern SA. Von der zentralen Einheit aus werden zu
den einzelnen Teilnehmerstellen Informationen übertragen, die beispielsweise die
Ansteuerung der einzelnen Anzeigeelemente A oder die Ansteuerung der Tonerzeugereinheit
TA betreffen.
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Jede Teilnehmerstelle enthält, wie dies für die Teilnehmerstelle
Sp 1 angedeutet ist, eine Sprechschaltung SS, die neben der in Verbindung mit dem
Handapparat HA vorzunehmenden Verarbeitung der Sprachinformation die Leitungsabschlußschaltung
beinhaltet. Jede Sprechschaltung einer Teilnehmerstelle ist über die entsprechende
Sprechleitung SP, also über die Leitung SP1 bis SPx mit der die wirksame Verbindungsdurchschaltung
ermöglichenden Koppelanordnung KN der zentralen Einheit ZE verbunden. Die Ansteuerung
der Koppelanordnung und somit die Betätigung der entsprechenden Koppel kontakte
wird durch die zentrale Steuereinrichtung ZST vorgenommen. Diese Steuereinrichtung
verarbeitet auch die von der Einheit SE empfangenen Informationen und übergibt ihr
die an die einzelnen Teilnehmerstellen zu übermittelnden Informationen. Aus den
Anreizen, die von den Funktions-Wähl- und Belegungstasten ausgehen, bildet die zentrale
Steuereinrichtung unter Berücksichtigung der in der Speicheranordnung SR enthaltenen
Informationen beispielrweise Einstellbefehle für die Koppelanordnung KN. Die Speichereinrichtung
SR kann beispielsweise aus mehreren Teilspeichern gebildet sein, die Informationen
über einzelne Steuerungsabläufe, über die Zustände der einzelnen Teilnehmerstellen
und über Verbindungszustände enthalten. Mit der Einheit AE soll das Vorliegen des
Anrufes erkannt werden. Dies wird gleichfalls der zentralen Steuereinrichtung mitgeteilt,
um die notwendigen Folgefunktionen einzuleiten.
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Die Speisung der einzelnen und im wesentlichen aus elektronischen
Bauelementen aufgebauten Funktionseinheiten einer jeden Teilnehmerstelle Sp erfolgt
über eine entsprechende Speiseleitung SVmittelbar aus einer gemeinsamen Speisespannungsquelle
S. Die jeweilige Speiseleitung führt zu einer in jeder Teilnehmerstelle angeordneten
Reglereinheit Re. Diese liefert für die einzelnen Baueinheiten die jeweils notwendigen
Versorgungsspannungen. Dies wird durch den Vielfachpunkt am Ausgang der integrierten
Reglereinheit Re ausgedrückt. Es ist lediglich die Gleichspannungsversorgung für
eine Teileinheit der Tonerzeugereinheit TA angedeutet.
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An den einzelnen Teilnehmerstellen Sp wird nun bei unterschiedlichen
Betriebsfällen ein akustisches Signal abgegeben, das auf diese jeweiligen Betriebsfälle
aufmerksam machen soll. Die Tonerzeugereinheit TA enthält als Beispiel zwei Generatoren
Gel und Ge2, die jeweils tonfrequente Impulsschwingungen abgeben sollen. Falls sich
die in bestimmten Betriebsfällen abzugebenden akustischen Signale in ihrer Frequenz
nicht unterscheiden sollen, ist nur ein Impulsgenerator Ge notwendig. Bei zwei Impulsgeneratoren,
die jeweils einzeln oder in Kombination aktiviert werden, kann für bestimmte Betriebsfälle
jeweils ein hierfür charakteristisches akustisches Signal abgegeben werden, das
sich eindeutig von den bei den anderen Betriebsfällen abgegebenen Signalen unterscheidet.
Der jeweilige Betriebsfall wäre somit eindeutig aufgrund des Signals erkennbar.
Es könnten dadurch beispielsweise externe Anrufe eindeutig von internen Anrufen
unterschieden werden.
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Jeder Impulsgenerator Ge wird durch Ansteuerimpulse, die von der
dezentralen Steuereinheit FST abgegeben werden, aktiviert. Bei zwei Generatoren
soll dies über die Ansteuerleitungen F1 bzw. F2 erfolgen.
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Diese jeweiligen Ansteuersignale werden in der Regel durch Steuerinformationen
veranlaßt, die bei Eintreten eines mit einer akustischen Signalisierung verbundenen
Betriebsfalls von der zentralen Steuereinrichtung ZST an die jeweilige Teilnehmerstelle
übermittelt werden.
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Es werden nun davon ausgegangen, daß in einem bestimmten Betriebsfall,
beispielsweise bei einem externen Anruf, der Impulsgenerator Ge 1 aktiviert werden
soll. Für diesen Generator sind Einzelheiten gezeigt. Der Impulsgenerator Ge 2 kann,
falls er vorhanden ist, in gleicher Weise aufgebaut sein.
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Wird durch die Steuereinheit FST in einem bestimmten Betriebsfall
an die Steuerleitung F1 als Ansteuerinformation Logikpotential 1 angelegt, so soll
der aus NAND-Schaltgliedern G 1 und G2, dem Kondensator C und den Widerständen R1
und R2
aufgebaute Impulsgenerator eine periodische Impulsschwingung
abgeben. Ein derartiger Generator einfachster Bauart ist für sich bekannt. Die Impulsschwingung
weist eine durch die Widerstände R 1 und R2 sowie durch den Kondensator C im wesentlichen
bestimmte Frequenz auf. Der Kondensator ist im Ruhezustand, in dem beispielsweise
am Eingang G 11 des NAND-Schaltgliedes G1 sowie am Eingang G21 des NAND-Schaltgliedes
G2 entsprechend der an der Steuerleitung F1 anliegenden Information das Logikpotential
0 vorliegen soll, entladen. Durch das Anschalten von Logikpotential 1 an diese genannten
Eingänge liegt somit am Schaltungspunkt G23, d. h. am Ausgang des NAND-Schaltgliedes
G2 das Logikpotential 1. Dies trifft, solange der Kondensator Cnoch nicht aufgeladen
ist, in gleicher Weise für den Schaltungspunkt G 12 zu. An den Eingängen G11 und
G12 des NAND-Schaltgliedes G1 liegt Logikpotential 1 an, so daß es schaltet und
somit an dem seinem Ausgang entsprechenden Schaltungspunkt G 13 Logikpotential O
entsteht. Dadurch kann sich der Kondensator C aufladen, wobei der Ladestromfluß
vom Anschlußpunkt G 23 über den Kondensator und die Widerstände R 1 und R 2 zu dem
Anschlußpunkt G 22 des NAND-Schaltgliedes G2 erfolgt. Sinkt, bedingt durch das Aufladen
des Kondensators C; das Potential am Schaltungspunkt G 12 unter die Schaltschwelle
des NAND-Schaltgliedes G1 ab, wird also definitionsgemäß ein dem Logikpotential
0 entsprechender Potentialwert erreicht, so schaltet dieses Schaltglied und legt
an seinen Ausgang G13 Logikpotential 1 an. Dadurch liegt an den Eingängen G21 und
G22 des NAND-Schaltgliedes G2 Logikpotential 1. Es schaltet und an seinem Ausgang,
d. h. am Schaltungspunkt G 23 entsteht Logikpotential 0. Dadurch wird der Kondensator
C umgepolt und lädt sich über die Widerstände R 1 und R2 in umgekehrter Richtung
auf, bis das Potential an dem Schaltungspunkt G 12 die Schaltschwelle des NAND-Schaltgliedes
G1 überschreitet. Das bedeutet, daß an diesem Eingang Logikpotential 1 anliegt und
dadurch die beiden NAND-Schaltglieder G1 und G2 wieder umgeschaltet werden.
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Es entsteht eine sich an bestimmten Schaltungspunkten voneinander
unterscheidende impulsförmige periodische Spannung. Sieht man einen manuell veränderbaren
Widerstand R 1 vor, so ist eine stufenlose Veränderung in der Frequenz der abgegebenen
Ausgangsspannungen möglich. Der Widerstand R 2 dient dann in einem solchen Fall
dazu, den Regelbereich einzuschränken.
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Zur Ansteuerung des elektrodynamischen Wandlers Wa wird die Form
der Ausgangsspannung des einfachen Impulsgenerators nun derart verändert, daß sich
eine Ansteuerspannung für den elektrodynamischen Wandler ergibt, bei der die Impulspause
ein Mehrfaches der wirksamen Impulszeit beträgt. Dies wird durch das als Inverter
geschaltete NAND-Schaltglied G3 und den in der dargestellten Weise angeschalteten
Transistor T1 bewirkt. Am Kondensator C treten bei der Aktivierung des Impulsgenerators
Ge 1 die in der Zeile a der F i g. 2 dargestellten impulsförmigen Spannung auf.
Sie ergibt sich aus den geschilderten Lade- bzw. Entladezuständen des Kondensators
Cund hat die Periodendauer P. Mit Sl ist die Schaltschwelle des Inverters G3 bezeichnet.
Die Mittellinie M der entstehenden Spannung liegt unabhängig von der Frequenz der
Impulsschwingung mit einem bestimmten Spannungsbetrag jeweils unterhalb der Schaltschwelle.
Infolge dieser Spannungsdifferenz schaltet der Inverter G 3 um eine bestimmte Zeit
früher, als es der Fall wäre, wenn keine Spannungsdifferenz bestünde. Es ergeben
sich dadurch am Ausgang G 33 des Inverters G 3 und an dem dem Verbindungspunkt des
Ausgangs G13 des NAND-Schaltgliedes G1 und dem Eingang G22 des NAND-Schaltgliedes
G2 entsprechenden Schaltungspunkt unterschiedliche Spannungsformen für die an den
genannten Schaltungspunkten abzugreifenden Ausgangsspannungen. In der Zeile b der
F i g. 2 ist die am Ausgang G33 und in der Zeile c die an dem genannten anderen
Schaltungspunkt G 13 bzw. G 22 entstehende Ausgangsspannung dargestellt. Letztere
wird über den Widerstand R 3 als Ansteuerspannung der Basis des Transistors T 1
zugeführt. Die Hauptstromstrecke wird durch Anlegen der am Ausgang G 23 entstehenden
Spannung an den Emitter dieses Transistors mit der von der anliegenden Basisspannung
abweichenden Ausgangsspannung beaufschlagt. Im Ausführungsbeispiel wird somit der
Transistor T1 durchgesteuert, wenn an seinem Emitter Pluspotential anliegt und an
seiner Basis Nullpotential ansteht. An seinem Kollektor-Widerstand R 7 entsteht
somit während der Zeit Ti Pluspotential. Aus der symmetrischen Ausgangsspannung
gemäß Zeile a wird somit eine Spannung abgeleitet, die ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis
gemäß Zeile d der F i g. 2 aufweist In dieser Figur sind jeweils drei Perioden der
entstehenden Spannungen dargestellt Die am Kollektor-Widerstand R 7 des Transistors
T1 durch die spezielle Ansteuerung entstehenden schmalen Impulse steuern über den
Widerstand R 4 den in Verbindung mit den Widerständen R 6 und R 8 als Vorverstärker
dienenden Transistor T2 an. Seine Ausgangsspannung wird über den Widerstand R 5
dem Endtransistor T3 zugeführt, der den elektrodynamischen Wandler Wa entsprechend
ansteuert.
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Es wird durch ihn ein der Frequenz der abgeleiteten Impulsschwingung
entsprechendes akustisches Signal abgegeben. Dadurch, daß diese Ansteuerung nicht
mit den ursprünglichen Ausgangsspannungen des Generators erfolgt, sondern daraus,
bezogen auf jede Periode der Ausgangsspannung, ein unsymmetrisches Impuls-Pausenverhältnis
erzeugt wird, muß eine wesentlich geringere Leistung für diese Ansteuerung aufgebracht
werden. Es tritt jedoch nahezu keine Änderung in der Lautstärke des abgegebenen
Signals auf. Dies hat seine Ursache in den physikalischen Eigenschaften des elektrodynamischen
Wandlers. Es hat sich gezeigt, daß bis zu einem bestimmten Impuls-Pausenverhältnis
von beispielsweise 1:6 der impulsförmigen Ansteuerspannung die subjektive Lautstärke
des abgegebenen akustischen Signals gegenüber einer Ansteuerung mit einem ein Impuls-Pausenverhältnis
von 1:1 aufweisenden Ansteuersignal nur sehr wenig abnimmt, während die erforderliche
Ansteuerleistung in weit höherem Maße absinkt. Es kann somit durch die geschilderte
Umwandlung der Ausgangsspannung des Impulsgenerators die Stromaufnahme für die Tonerzeugereinheit
TA verringert werden. Dies ist von großer Bedeutung bei Teilnehmerstellen, deren
Leistung über die Speiseleitungen übertragen wird.
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Durch den Emitterwiderstand R 9 wird die Impulsamplitude der Ansteuerspannung
auf den für den elektrodynamischen Wandler Wa zulässigen Wert begrenzt. Gleichzeitig
dient dieser Widerstand als Ladewiderstand für den Kondensator C3. Durch dieses
RC-Glied wird eine Glättung des von der Tonerzeugereinheit TA aufgenommenen Gleichstroms
erreicht.
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Dadurch kann der bei der Abgabe eines akustischen Signals über die
Speiseleitung SV zu übertragende Spitzenstromwert weiter gesenkt werden. Es ist
durch die genannten Maßnahmen, insbesondere durch die spezielle Gestaltung der Ansteuerspannung
für den elektrodynamischen Wandler eine erwünschte große Lautstärke zu erzielen,
während gleichzeitig die Stromaufnahme der für die Erzeugung eines akustischen Signals
eingesetzten Schaltungseinheit möglichst gering gehalten werden kann.
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Die den Eingängen des elektrodynamischen Wandlers parallel liegenden
Dioden D1 und D2 haben eine Schutzfunktion. Durch die Diode D 1 wird eine Begrenzung
von auftretenden Spitzenspannungen vorgenommen.