DE3013027A1 - Messeinrichtung fuer feststoffstroeme - Google Patents
Messeinrichtung fuer feststoffstroemeInfo
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Description
■It-
MESSEINRICHTUNG FÜR FESTSTOFFSTRÖME
Die Erfindung betrifft eine Meßeinrichtung für Feststoffströme in
geschlossenem Gefäßsystem, das unter Umgebungsdruck oder unter einem höheren Druck als Umgebungsdruck steht.
Bei einer Reihe von Prozessen besteht die Aufgabe, Massenströme von fließfähigen Feststoffpartikeln zu messen und zu regeln.
Es sind viele Prozesse bekannt, bei denen der Einsatzstoff oder das Produkt aus Feststoffen bestehen, die in Form eines Stromes
von einzelnen Festkörpern etwa gleichen Aufbaus, gleicher Zusammensetzung und/oder gleicher Form bzw. von Gemischen solcher
einzelner Festkörper vorkommen können. Im einzelnen sind dies etwa Klumpen, gebrochene Klumpen, Split, Körner, Kompretten,
Pellets, Pillen, Extrudate, Prills, salzartige Stoffe, Stäube, Mehle usw.
Bei der Fließbettechnik liegen Einsatzstoff, Produkt und/oder Katalysator in Form von feinkörnigen Feststoffen vor. Es wird
hier auf die Fließbett-Trocknung von Schüttgütern oder an die Vergasung von Kohlenstaub mit Sauerstoff im Fließbettverfahren
(Winkler-Verfahren) verwiesen. Ein anderes Beispiel ist die Fließbettfeuerung in Kohlekraftwerken, wo gemahlene Kohle in
Anwesenheit von z.B. kalkhaltigen Körnern verbrannt wird. Fließbetten mit staubförmigem Katalysator sind in der
Raffinerietechnik Stand der Technik.
Bei allen diesen Prozessen kommen Massenströme von fließfähigen
bzw. schüttfähigen Feststoffen vor, deren Größe gemessen werden muß und die zu regeln notwendig ist. Häufig steht dabei das Gut
unter Druck. Der Druck kann als statischer Druck einer über der Meßstelle stehenden Säule fließfähigen Feststoffes entstehen, als
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dynamischer Druck einer fließenden Feststoffmasse, der sich an Staustellen in statischen Druck umwandeln kann, oder als Druck
einer zwischen den einzelnen Feststoffteilen mitgeführten Flüssigkeit oder eines Gases. Gelegentlich besitzt der zu
messende Massenstrom eine hohe Temperatur, z.B. einige hundert Grad Celsius, die einen Abschluß gegen die Umgebung erforderlich
macht, z.B. weil eine Abkühlung vermieden werden soll. In vielen Fällen muß auch aus anderen Gründen vermieden werden, daß das Gut
und/oder die mitgeführte Flüssigkeit oder das Gas mit der Atmosphäre oder mit einem anderen Stoff in seiner Umgebung in
Berührung kommt. Manche Feststoffe sind z.B. an Luft bei Umgebungstemperatur pyrophor. Das mitgeführte Gas kann brennbar
oder giftig sein.
Es gibt heute bereits eine Reihe von Meßmethoden für die Durchsatzmessung bei fließfähigen Feststoffströmen, jedoch sind
nur wenige Methoden für die Messung solcher Feststoffströme in geschlossenen Systemen bekannt.
Ein Feststoffstrom kann mittels einer in einer Flüssigkeit eingebauten Klappe gemessen werden, die von dem Strom aufgedrückt
wird und gegen ein Gewicht oder eine Feder öffnet. Hierbei ergeben sich bekanntlich beträchtliche Meßtoleranzen, die
durchaus von der Massenverteilung der einzelnen Körner oder Klumpen abhängen.
Zellenräder sind zwar geeignet zum Zuteilen und Dosieren, nicht aber zum Messen von Feststoffströmen. Gleiches gilt für
Zahnradpaare (Umkehrung der Zahnradpumpe). Gewöhnlich reicht die Fließfähigkeit des Feststoffes nicht aus, die Räder zu drehen.
Zum Zählen und Sortieren von Feststoff-Einzelmengen gleicher
Form, z.B. Pillen, Pellets, Kompretten, werden horizontale
Scheiben eingesetzt, die an ihrem Umfang Vertiefungen für die
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Aufnahme je einer Einzelmenge haben. Hier ist der Nachteil, daß verschiedene Formen und Größen der Einzelmengen zu Schwierigkeiten
führen und daß die Einzelmengen eine gewisse Größe haben müssen.
Eine häufig angewandte Methode ist die Messung mit einem Satz von Schleusen. Die Meßeinrichtung besteht dabei aus einem oder
mehreren, parallel geschalteten Behältern mit den zugehörigen vor- und nachgeschalteten Absperrorganen. Ein Behälter wird bis
zu einem gewissen Volumen gefüllt, wobei der Austritt geschlossen ist. Er wird dann entleert, wobei der Eintritt geschlossen ist.
Mehrere parallele Schleusen können gestaffelt betrieben werden. Die Schleusenbehälter können auf Gummipuffern oder Federn
gelagert und mit der restlichen Anlage über Kompensatoren verbunden sein. Auf diese Weise kann das Gewicht des Gutes direkt
über die Verformung der Gummipuffer oder der Federn gemessen werden.
Die Schleusenmethode erlaubt die volumetrische und/oder gewichtsmäßige Messung von Feststoffströmen unter Druck und unter
Abschluß gegen Atmosphäre. Der Nachteil an dieser Meßmethode ist ihre diskontinuierliche Arbeitsweise. Davon abgesehen bedarf es
bei Schleusen eines großen apparativen Aufwandes mit Behältern, Schiebern, verbindenden Rohrleitungen, Verteilern,
Steuereinrichtungen etc. Bei manchen Feststoffströmen besteht
auch die Gefahr, daß der Feststoff zwischen den Schiebern in unzulässiger Weise zerdrückt wird. Der Gebrauch von Kompensatoren
begrenzt die zulässigen Drücke und Temperaturen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu beseitigen und eine Messung unter Druck und unter Abschluß
gegen die Atmosphäre zu ermöglichen.
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Erfindungsgemäß sind zur Lösung dieser Aufgabe die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 vorgesehen.
Besondere Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mittels dieser ein fließfähiger Feststrom gemessen
werden kann, daß der Strom nicht in Teilströme aufgespalten wird und daß weder Druckabsenkungen noch Turbulenzen erzeugt werden
und daß nicht eine den Pendelkörper in die Strömung drängende Kraft auf diesen wirkt.
Es ist eine quasi kontinuierliche Betriebsweise mit geringem apparativen Aufwand möglich.
Mehrere Ausführungsbeispiele werden nachfolgend beschrieben und durch Skizzen erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Meßeinrichtung im
Schnitt, Fig. 2-5 Wellendurchführung und Kontaktscheibenstellung, Fig. 6 Meßeinrichtung mit Pendelkörper in Fischschwanzform, Fig.
7 Meßeinrichtung mit Pendeldoppelkammer.
Nach Fig. 1 besteht die Erfindung aus einem Gehäuse 1, in dem ein Pendelkörper 2 beweglich gelagert ist. Das Gut strömt aus
einer Rohrleitung über eine ebene oder konische Begrenzungsblende 3 in ein Übergangsstück 4, das sich von einem runden auf einen
rechteckigen Querschnitt erweitert. Der Pendelkörper 2 liegt entlang seiner gesamten Oberkante an einer Wand des dort
rechteckigen Teiles 4 an, die er voll überdeckt. Das Gut fließt in den linken Raum zwischen dem Gehäuse 1 und dem Pendelkörper 2
und beginnt, diesen von unten her aufzufüllen, bis das Feststoffgewicht den Pendelkörper entgegen dem Uhrzeigersinn
dreht. Nach der Drehung fließt das eingeflossene Gut nach unten aus. Die Oberkante des Pendelkörpers 2 liegt dann an der linken
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Wand von Teil 4 an und weiteres Gut fließt in den rechten Raum zwischen dem Gehäuse 1 und dem Pendelkörper 2. Der Abflußkanal 5
geht in einen Rohrquerschnitt über, der größer als der der Zuströmleitung ist, damit freier Abfluß gewährleistet wird.
Der Pendelkörper 2 und das Gehäuse 1 sind so aufeindander
abgestimmt, daß die Unterkante des Pendelkörpers 2 den Auslaßkanal 5 gerade absperrt, wenn seine Oberkante an einer der
Wandflächen von Teil 4 anliegt.
Der Pendiekörper 2 ist mittels der Welle 6 drehbar gelagert. Sein Schwerpunkt liegt oberhalb der Wellenachse, so daß ihn sein
Gewicht zur einen oder anderen Seite herunterzieht.
Zur Verminderung der durch das Gut entstehenden, der Bewegung des Pendelkörpers entgegenwirkenden Bremskräfte, kann dieser an
seinen beiden Längsseiten in scharfen Kanten auslaufen. Das zwischen den Feststoffkörnern mitgeführte Fluid kann eine geringe
Druckdifferenz über den Pendelkörper 2 haben, die benutzt werden kann zum Freispülen des Spaltes zwischen dem Pendelkörper 2 und
dem Gehäuse 1.
In dem Übergangsstück 4 sind Prallplatten 7 angebracht, die verhindern, daß der Feststoffraum in konzentriertem Strahl auf
den Pendelkörper 2 auftritt, da dies das Spiel des Pendelkörpers beeinflussen und die Messung verfälschen kann.
Nach Fig. 2 durchdringt die Welle 6 beiderseits des Pendelkörpers 2 ein Dichtelement 8 und ist im Gehäuse 1 gelagert. Die
Dichtelemente 8 können Dichtungsringe sein oder Manschetten aus flexiblem Material, die auf Torsion unempfindlichen sind. Die
Torsionskraft unterstützt, wenn sie nicht zu groß ist, den Betrieb des Pendelkörpers nach Art einer Unruhe. Die
Dichtelemente halten die Lagerung frei von Schüttgut. Falls
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Dichtungsringe verwendet werden, kann ein Spülmedium (Gas oder Flüssigkeit) über eine Zuführung zugegeben werden. Das Spülmedium
soll durch die Dichtungsringe zu dem Pendelkörper 2 hindurchtreten. Damit wird der Durchtritt der Welle 6 durch die
Dichtungselemente 8 von Gut freigehalten trotz eines Spaltes
zwischen Welle 6 und Dichtung 8, wodurch eine leichte Beweglichkeit des Pendelkörpers 2 erreicht wird.
In einer anderen Ausführung kann der Pendelkörper 2 im Inneren des Gehäuses drehbar gelagert sein, z.B. in festen Spitzen, die
in das Gehäuse hineinragen und sich bis zu den Spitzenlagern des Pendelkörpers erstrecken. Die Spitzenlager können innerhalb des
Pendels angebracht sein. Zwischen dem Pendel und den feststehenden Spitzen können Dichtelemente montiert sein, die ein
Eindringen des Gutes in die Lager vermeiden. Der Pendelkörper 2 kann auch auf Schneiden statt in den Spitzen gelagert sein.
Nach Fig. 2 trägt die Welle 6 an ihrem einen Ende eine Kontaktscheibe 9 mit einer Kontaktspur 10, auf der ein Kontakt
gleitet. Die Kontaktscheibe 9 dreht sich mit der Welle 6. Steht der Pendelkörper 2 in einer seiner Endstellungen, so befindet
sich der Kontakt 11 außerhalb der Kontaktspur 10.
In den Fig. 3, 4 und 5 sind Arbeitsstellungen der Meßeinrichtung dargestellt. Sobald sich der Pendelkörper unter dem
Feststoffgewicht dreht, tritt die Kontaktspur 10 mit dem Kontakt
11 in Berührung. Dies wird zu zwei Zwecken ausgenutzt:
1. Es wird eine elektrische oder mechanische, pneumatische, hydraulische oder anders geartete Einrichtung (nicht
gezeichnet) eingeschaltet, die die Welle 6 mit dem Pendelkörper 2 vollständig in die zu erreichende Endstellung
dreht. Dieser Mechanismus kann z.B. aus einem mit der Welle verbundenen Elektromotor, aus von Elektromagneten bewegten
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Hebeln, aus eingebauten Elektromagneten, oder aus ähnlichen Konstruktionen bestehen.
2. Der für die Bewegung des genannten Mechanismus erforderliche
Energiestoß wird ausgenutzt, um ein Zählwerk (nicht gezeigt) um eine Zahl weiterzustellen.
Weiterhin können zwei Kontakte 12 vorhanden sein, die die Kontaktspur 10 berühren, wenn der Pendelkörper 2 in seiner
Endstellung steht. An jeden dieser Kontakte 12 ist je eine Lampe (nicht gezeigt) angeschlossen. Auf diese Weise läßt sich von
außen die Stellung des Pendelkörpers 2 zu jeder Zeit erkennen. Das oben genannte Zählwerk kann auch durch diese
Endstellungsanzeigen betätigt werden. Die Bewegung des Pendelkörpers 2 kann ferner auf mechanische oder andere Weise zum
Zählwerk übertragen werden.
Außerdem kann außen eine Drucktaste (nicht gezeigt) angebracht sein, durch deren Betätigung der Pendelkörper 2 durch oben
genannten Mechanismus in die jeweils nächste Stellung gebracht werden kann. Dies ermöglicht eine Funktionskontrolle und das
Lösen mit äußerer Kraft, falls zu große Reibung das Auslenken des Pendelkörpers 2 verhindert.
Am Übergangsstück 4 und am Austrittskanal 5 sind Anschlüsse 13 für Spülmedien (Gas oder Flüssigkeit) angebracht. Der Anschluß 13
oberhalb des Pendelkörpers 2 soll den Raum über diesem belüften. Der Oberteil des Pendelkörpers 2 soll sich in Spülmedium und
nicht in Feststoff bewegen. Der untere Anschluß 13 erlaubt die Injektion von Spülmedium zur Erleichterung des Abtransports des
gemessenen Feststoffes.
Die Teile 4 und 5 können außer über das Gehäuse 1 noch über einen .Bypass 14 verbunden sein, der ein differenzdruckgesteuertes
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Überströmventil 15 enthält. Falls eine Druckdifferenz von und nach dem Pendelkörper unerwünscht ist, kann der Bypass 14 auch
ohne Überströmventil ausgeführt sein, wie in Fig. 6 dargestellt. Um zu vermeiden, daß Feststoff in den Bypass 14 mitgerissen wird,
kann dieser dementsprechend ausgebildet werden. Beispielsweise können Eintritt und Austritt des Bypasses 14 in steilem Winkel
nach oben angebaut sein, so daß alles mitgerissene Gut zurückfällt, wobei die Strömungsgeschwindigkeit des Gases oder
der Flüssigkeit in den Bypass 14 entsprechend gering sein muß. Eintritt und Austritt werden dann über eine U-förmig gebogene
Leitung verbunden. Auch der Einbau von Filtern an Eintritt und/oder Austritt kann vorgesehen werden.
Das (nicht gezeigte) oben genannte Zählwerk zählt die Bewegungen des Pendelkörpers 2. Die Schaltzeit wird z.B. in der
Größenordnung eine Sekunde liegen. Das Zählwerk gibt z.B. alle Viertelminuten eine Meldung über die Anzahl der Bewegungen in
dieser Zeit, die von einem Punktschreiber geschrieben werden kann und die auch zu Regelzwecken mit einem Sollwert verglichen werden
kann.
Es sind auch andere Einrichtungen denkbar, die die Pendelkorperbewegungen in einen Ist-Wert umsetzen.
Durch Veranden von Form und Gewicht (Hohlkörper, Bohrungen) und
Material (spezifischen Gewicht) des Pendelkörpers 2 läßt sich dessen Bauweise auf die Eigenschaften des zu messenden
Feststoffes einstellen. Die Meßvorrichtung kann auch so konzipiert werden, daß der Pendelkörper nicht eine rechteckige,
sondern eine runde, elliptische oder ovale Platte ist. Die Form des Pendelkörpers und des Gehäuses kann den Erfordernissen des
Betriebes angepaßt werden.
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In einer bevorzugten Ausführung, die in Fig. 6 dargestellt ist, ist der untere Teil des Pendelkörpers 16 gegenüber dem des
Pendelkörpers 2 in Fig. 1 verlängert. Der Schwerpunkt des Körpers bleibt jedoch oberhalb der Welle 6. Eine solche Ausführung
erlaubt die Ansammlung einer größeren Menge Feststoff oberhalb des Pendelkörpers 16, so daß ein größeres Drehmoment für dessen
Drehung erzeugt werden kann. Das untere Ende des Pendelkörpers kann in Form einer ebenen Platte oder, wie dargestellt, in einer
fischschwanzartigen Form verlaufen. Diese Form erleichtert das
Abdichten gegen das Gehäuse 17. Ferner gibt der aus der zu entleerenden Kammer austretende Feststoff dem Pendelkörper 16
wegen der schaufelartigen Ausführung des unteren Endes dem Pendelkörper einen Drehimpuls. Dabei ist das Fischschwanzende so
geformt, daß aus ihm aller Feststoff abfließt.
Die Form des Gehäuses 17 ist den geänderten Bedingungen des Pendels 16 angepaßt, in dem das Gehäuse gegenüber dem in Fig. 1
dargestellten Gehäuube im unteren Teil erweitert wurde. Die vertikalen Wände im unteren Teil des Gehäuses 17 ermöglichen ein
exaktes Anliegen der Unterkante des Pendelkörpers 16 und verhindern, daß Feststoffreste nicht aus den Kammern mit
ausfließen. Die ebenen Wände des Gehäuses 17 können für den Einsatz bei höheren Drücken in bekannter Weise verstärkt werden.
Das Übergangsstück 4 und das Oberteil des Gehäuses 17 kann gegenüber der Fig. 1 so verengt und umgeformt werden, daß die
obere Kante des Pendelkörpers 16 außerhalb des Zulaufquerschnittes liegt, wodurch die Leckrate vermindert und
ein sicherer Anschlag der Unterkante gewährleistet wird.
Die Erfindung, soweit bisher beschrieben, ist hauptsächlich für Pfropfenströmung in den Zufluß- und Abflußleitungen zur Anlage
gedacht. Dabei ist der volle Leitungsquerschnitt mit Feststoff gefüllt, der Lockerungsfluid in Blasen mitführen oder dem
Lockerungsfluid in Blasen entgegenströmen kann. Die Erfindung ist
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aber auch bei solchen Strömungszuständen in den Zu- und
Abflußleitungen einsetzbar, bei denen das Gut nicht in senkrechten, sondern in geneigten Leitungen fließt, deren
Querschnitt von dem Gut nicht voll ausgefüllt wird, d.h. das Gut füllt nur den unteren Teil des Querschnitts aus, während in dem
oberen Teil Gase oder Flüssigkeiten in einer getrennten Phase stehen oder strömen. Die Begrenzungsblende 3 schafft in beiden
Fällen am Eintritt in die Meßvorrichtung den gleichen Strömungszustand des Feststoffes. Der Gas- oder
Flüssigkeitsdruckausgleich wird über den Bypass 14 geschaffen, der zu diesem Zweck oberhalb der Begrenzungsblende 3
angeschlossen sein kann. Die Bypassanschlüsse können auch oben auf die geneigten Zu- und Abflußleitungen aufgesetzt sein.
Wie beschrieben kann das Fluid außer durch den Bypass 14 auch durch die vorhandenen Ritzen, z.B. zwischen dem Gehäuse 17 und
dem Pendelkörper 2, hindurchtreten und diese damit freispülen, was zur Beweglichkeit des Pendelkörpers 2 beträgt.
Ferner ist die Erfindung einsetzbar, wenn sich der Feststoff im Wirbel- und Fließzustand befindet. In den Zu- und Abflußleitungen
kann, z.B. dem von oben nach unten fließenden Feststoff so viel Gas oder Flüssigkeit entgegenströmen, daß die Feststoffpartikel
im Wirbelzustand nach unten sinken. In diesem Falle ist der Bypass 14 im unteren Teil der Meßvorrichtung an einer solchen
Stelle anzuschließen, wo die Gas- oder Flüssigkeitsgeschwindigkeit so gering ist, daß die Feststoffpartikel nur
einen geringen Auftrieb erfahren, so daß'sich das Fluid vom
Feststoff trennt. Im oberen Teil der Meßvorrichtung ist das Fluid in den entgegenkonunenden Feststoffstrom einzuleiten, wozu
besondere Vorrichtungen wie z.B. ein Kranz von Düsen vorgesehen sein können. Begrenzungsblende 3 und/oder Prallplatten 7 könnne
in diesem Falle unter Umständen entfallen. Es kann erforderlich sein, zwischen die Fluideinleitung in den Feststoffstrom und das
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Begrenzungsblech 3 bzw. die Prallplatten bzw. den Pendelkörper eine Absetzkammer einzubauen in der sich der herabsinkende
Feststoff sammeln kann.
Eine besonders bevorzugte Ausführung zeigt Fig. 7 und 8. Der Meßkörper besteht hier aus dem Pendelkörper 18, zwei
Abdeckplatten 19 und zwei Verbindungswänden 20. Der Pendelkörper
18 ist hier eine ebene Platte. Die Wellen 6 sind außen an den Abdeckplatten 19 angebracht. Zur Erzeugung eines über der
Drehachse liegenden Gesamtschwerpunktes werden Gewichte 21 außen an den Abdeckplatten 19 angebracht. Fig. 7 zeigt die Ausführung
für Feststoffstrom von oben nach unten und entgegenströmendes Lockerungsfluid. Nach Passieren der Fluxdzumischungstrxchter 22
fällt der Feststoff über eine trichterförmige Absetzkammer 23 in den Pendelkörper, der in seinem unteren Teil an der
Anschlagplatte 24 anliegt, die die untere rechte Öffnung des Pendelkörpers verschließt. Gleichzeitig ist die andere Meßkammer
des Pendelkörpers nach unten hin offen, so daß der Feststoff herausfällt. Durch hartes Anschlagen an die Anschlagplatten 24
wird der Feststoff in der jeweils nach unten offenen Kammer losgeklopft. Der Feststoff tritt nach unten aus, während in die
obere Öffnung der Meßkammer aus dem umgebenen Fluid angesaugt wird. Diese Öffnung ist teilweise oder ganz durch ein Blech 24
abgedeckt. Nach Verlassen des Pendelkörpers fällt der Feststoff durch eine Zone großen Querschnitts, wo sich ein dem Feststoff
entgegenströmendes Fluid von diesem trennen kann, während beide gemeinsam im unteren Austritt ein Wirbelbett oder ein
pulsierendes Bett bilden können. Zur Vereinfachung des Verschließens der Meßkammeröffnung sind an dem Pendelkörper, an
den Anschlagplatten und/oder an dem Trichter mit den Blechen 25 labyrinthartige Dichtelemente 26 angebracht. Der den Pendelkörper
umgebende Raum kann so groß bemessen sein, daß hier die Steiggeschwindigkeit eines dem Feststoff in den Zu- und Abflußrohrleitungen
entgegenströmenden Fluids gering ist, so daß der in
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diesem Fluid mitgetragene Feststoff im Bereich des Meßkörpers und unterhalb dessen absinkt.
Das umgebende Gehäuse 28 kann jede beliebige Querschnittsform
haben. Bei hohem Innendruck oder hohen Innentemperatüren wird ein
runder Querschnitt bevorzugt.
Falls das mittels des Schwerpunktes erzeugte Drehmoment nicht ausreicht, den Pendelkörper 2 in der Endlage zu halten, kann eine
einstellbare, äußere Kraft (nicht gezeigt) dazu eingesetzt werden. Diese Kraft kann z.B. von der oben genannten Einrichtung
ausgehen, die entweder nach Beginn der Drehbewegung oder gesteuert von einer Standmeßexnrichtung den Pendelkörper 2 in die
andere Endstellung dreht.
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L e e r s e
ite
Claims (7)
- Uhde GmbH, DORTMUND - - .--'-" *3 Π 1 3 Ω 2eigenes Zeichen: 10079Patentansprücheί 1.j Meßeinrichtung für Feststoffströme in geschlossenem
^-^ Gefäßsystem, das unter Umgebungsdruck oder unter einem
höheren Druck als Atmosphärendruck steht,gekennzeichnet durcha) ein im wesentlichen kugeliges, zylindrisches oder
quaderförmiges Gehäuse (1) mit einem Durchmesser bzw. Abmessungen, die größer als die Feststoffeintrittsöffnung sind, so daß ein feststofffreies inneres Volumen verbleibt.b) einen um eine waagerechte Drehachse drehbar gelagerten Pendelkörper (2) innerhalb des Gehäuses (1), wobei die Länge des Pendelkörpers größer ist als der Durchmesser des Gehäuses und der Schwerpunkt des Pendelkörpers
oberhalb dieser Drehachse liegt.c) Endlagerstellungen des Pendelkörpers (2) an den
Wandungen des Gehäuses (1) derart, daß die Oberkante des Pendelkörpers (2) außerhalb des Feststoffstromes liegt und die Unterkante des Pendelkörpers an der gegenüberliegenden Wandung anliegt.d) Mittel, die die Stellung oder die Bewegung des Pendelkörpers (2) erkennen und in eine Stromanzeige umformen.T01E0100103038013ÖCH2/0U2e) mindestens einen Wellstumpf einer Welle (6), der das Gehäuse (1) seitlich durchdringt und an dessen Ende Mittel angebracht sind zur Einleitung einer Kraft, die die Bewegung des Pendelkörpers unterstützt, oder die von Standanzeigen gesteuert den Pendelkörper (2) hin- und herbewegt. - 2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des Pendelkörpers (2) sich über eine größere Länge erstreckt, als der obere Teil und daß die Gehäusekante, an der der obere Teil in seiner Endstellung steht, der Symmetrieachse des Gehäuses (1) näher liegt, als die Gehäusewand, an der der untere Teil anliegt, wobei die Länge des Pendelkörpers (2) größer, kleiner oder gleich dem Durchmesser des Gehäuses ist.
- 3. Meßeinrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil (16) der Pendelkörperplatte (2) fischschwanzartig gespreizt ist, so daß der obere Schenkel in der jeweiligen Endlage in gegenüber der Pendelkörperlage geringerem Winkel an der Gehäusewand anliegt, wobei die Länge des Pendelkörpers (2) größer, kleiner oder gleich dem Durchmesser des Gehäuses (1) ist.
- 4. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3dadurch gekennzeichnet, daß der Pendelkörper als Pendeldoppelkammer (18) ausgebildet ist und die Pendeldoppelkammer (18) aus einer Kammertrennwand mit Abdeckplatten (19) und deren Verbindungswänden (20) besteht,T01E0100103038013Q042/0U2daß die Pendeldoppelkammer (18) in ihren Endlagen geschlossen wird durch Anschlagplatten (24) bzw. durch die Gehäusewanddaß die Pendeldoppelkammer (18) in ihrer Endstellung den Gehäusequerschnxtt ganz, teilweise oder nur geringfügig überdeckt.
- 5. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 4,dadurch gekennzeichnet, daß im Einlauf der Meßeinrichtung oberhalb des Pendelkörpers eine Begrenzungsblende (3) und mindestens eine Prallplatte (7) angeordnet sind.
- 6. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 bis 5,gekennzeichnet durch eine Bypassleitung (14) für mit dem Feststoffstrom oder dem Feststoffstrom entgegenfließendes Fluid, derart die Bypassleitung (14) den Strömungskanal vor der Meßeinrichtung mit dem Strömungskanal nach der Meßeinrichtung verbindet.
- 7. Meßeinrichtung nach Anspruch 1 und 4,dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt des Pendelkörpers (2) oder des Pendelkörpers (2) samt Feststoffbeladung bzw. der Pendeldoppelkammer (18) unterhalb der Drehachse liegt und daß eine von Standanzeigern gesteuerte Kraft den Pendelkörper (2) bzwdie Pendeldoppelkammer (18) in ihren Endstellungen hält bzw. hin- und herbewegt.T01E01001030380130CH2/0U2
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