-
Mehrpolige Kragensteckvorrichtung
-
Die Erfindung betrifft eine mehrpolige Kragensteckvorrichtung mit
Schutzkontakt nach DIN 49 462, 49 463 oder 49 465 für Einbaumontage.
-
Zweck der Vorrichtung ist es, eine Steckvorrichtung der vorgenannten
Gattung insbesondere und Haushaltungen für Industrieanwendungengzu schaffen, Solche
Unterputz-Steckvorrichtungen werden gegenüber den Aufputz-Steckvorrichtungen bevorzugt,
da sie raumsparend sind. Sie bedeuten ein geringeres räumliches Hindernis in der
Wand; dies ist insbesondere in Gängen, die als Bluchtwege freigehalten werden sollen
und in Lagerräumen wichtig. So werden in Lagerräumen beim Lagerbetrieb Aufputz-Steckvorrichtungen
leicht z. B.
-
von Gabelstaplern oder dergleichen abgerissen.
-
Sie sind auch optisch angenehmer, Bekannt sind neben den Aufputz-Steckvorrichtungen
nur unechte Unterputz-Steckvorrichtungen. Sie sind unecht deshalb, weil sie nicht
die volle Tiefe bekannter Unterputzdosen ausnützen. Sie sind dabei insbesondere
so ausgebildet, daß gar keine Unterputzdose in der Mauer verwendet werden muß, daß
vielmehr ein einfaches T.och ausreicht.
Infolgedessen stehen diese
unechten Unterputz-Steckvorrichtungen nach wie vor zu weit aus der Wand heraus.
Dies behindert die Verbreitung der DIN - gemäßen Steckvorrichtungen. Schließlich
werden die vorgenannten unechten Unterputz-Steckvorrichtungen mittels Befestigungsschrauben
im Mauerwerk festgehalten.
-
Das Einbringen der Bohrungen für die Befestigungsschrauben im Mauerwerk
ist Jedoch ein Risiko im Hinblick auf die verlegten elektrischen Leitungen, Dieses
Risiko entfällt bei der Verwendung bekannten Unterputz-Dosen, in denen eine Steckvorrichtung
angebracht werden könnte.
-
Schließlich weisen die bekannten Aufputz-Steckvorrichtungen der vorgenannten
Gattung den Nachteil auf, daß der Kontaktträger weit über den vorderen Rand der
Aufputzdose hervorsteht. Dies macht eine Verkleidung des Kontaktträgers, insbesondere
eine Verschließung desselben mit einem Klappdeckel besonders umständlich.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mehrpolige Kragensteckvorrichtung
der vorgenannten Gattung zu schaffen, die als echte Unterputz-Steckvorrichtung eingesetzt
werden kann, die also in die bekannten Unterputzdosen passt.
-
Desweiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine mehrpolige
Kragensteckvorrichtung der vorgenannten Gattung zu schaffen, deren Einbautiefe in
einer bekannten Aufputzdose wesentlich größer ist, so daß der Kontaktträger möglichst
wenig über die Aufputzdose hinaussteht.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei. der Stirnseite
des genormten Kontaktträgers an dessen Wand ein radialer Ring mit axialem Kragen
angeordnet ist. Bei der Stirnseite des Kontaktträgers heißt, daß der radiale Ring
zur Stirnseite benachbart angeordnet ist.
-
In dem radialen Ring sind Langlöcher zur Aufnahme der Schrauben der
Unterputzdose angeordnet. Diese Langlöcher weisen an ihrem einen Ende in bekannter
Weise eine Bohrung auf, durch die der Schraubenkopf der Schrauben der Unterputzdose
paßt. Um Schraubenköpfen der SchraubeniiierUnterputzdose im Kragen Raum zu geben,
sind bei den Langlöchern entsprechende Aussparungen angeordnet. Damit ist eine mehrpolige
Kragensteckvorrichtung mit Schutzkontakt geschaffen, die in die üblichen Unterputzdosen
eingesetzt werden kann.
-
Entsprechendes gilt für die Unterbringung der erfindungsgemäßen Kragensteckvorrichtung
in einer an sich bekannten Aufputzdose.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der radiale Ring, an dem
der axiale Kragen angeordnet ist, über vereinzelte Brücken bei der Rückseite des
Kontaktträgers an dessen Wand angeordnet. Diese vereinzelten Brücken haben den Vorzug,
daß sie materialsparend sind. Bevorzugterweise wird nämlich der Kontaktträger aus
Kunststoff gespritzt. Verwendet man nur vereinzelte Brücken als Verbindung bzw.
Träger des radialen Ringes an der Wand des Kontaktträgers, so spart man entsprechend
Material.
-
Von diesen Brücken an der Rückseite des Kontaktträgers an dessen Wand
treten, axial nach vorne dann die Stützen zum Ring.Bevorzugterweise verwendet man
zwei Brücken, um dem Ring eine verdrehungsfeste Lagerung zu geben. Dies ist wichtig
da der Ring mit seiner Nut die Orientierung des Steckers festlegt.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind im Ring Bohrungen
angeordnet. Diese Bohrungen dienen zur Aufnahme von Schrauben, mit Hilfe derer eine
Abdeckplatte für die Kragensteckvorrichtung befestigt werden kann. Dabei sind auf
der Rückseite des Ringes hinter den Bohrungen Mutteraussparungen angeordnet, die
Gegenmuttern zum Verschrauben der Befestigungsschrauben aufnehmen können.
-
Um go0 gegenüber diesen Bohrungen versetzt kann ein weiteres Paar
von Bohrungen vorgesehen sein.
-
Damit ist es möglich, den Kontaktträger auch um 900 verdreht in -
- eine Aufputzdose einsetzen zu können. Dies erlaubt dann die Reihen- oder Untereinandermontage
mehrerer erfindungs gemäßer Kragens teckvorrichtungen, ungeachtet der Ableitungen
aus den den Aufputzdosen.
-
Dazu ist in einer bevorzugten Ausführungsform die erfindungsgemäße
Kragensteckvorrichtung mit Schrauben in den Langlöchern in einer Unterputzdose angeordnet.
-
Ebenfalls in einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße
Kragensteckvorrichtung in einer
Aufputzdose mit Schrauben in Bohrungen
angeordnet.
-
In einer besonderen Ausführungsform ist in einem Phasenkontakt und/oder
dem Schutzkontakt eine Hülse angeordnet, an deren herausstehendem Ende im rechten
Winkel zu ihr eine Lasche angeordnet ist, in derem äußeren Ende eine Klemmschraube
angeordnet ist. Diese Klemmschraube dient zur Aufnahme eines Anschlußdrahtes.
-
Figur 1 eine Draufsicht auf die Stirnseite der erfindungsgemäßen Eragensteckvorrichtung;
Figur 2 einen Querschnitt von A nach B gemäß Figur 1 der erfindungsgemäßen Kragensteckvorrichtung;
Figur 3 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend aus
Unterputzdose und Kragensteckvorrichtung, die in die Unterputzdose eingesetzt ist;
Figur 4 eine Draufsicht auf die Stirnseite der erfindungsgemäßen Kragensteckvorrichtung
in einer Unterputzdose, auf die eine Deckplatte aufgesetzt ist.
-
Figur 5 den Querschnitt durch eine erfindungsgemäß Kragensteckvorrichtung
inner Aufputzdose.
-
In Figur 1 ist die Stirnseite in Draufsicht der erfindungsgemäßen
Kragensteckvorrichtung dargestellt. Als Ausführungsbeispiel wurde eine 16 A Steckdose
für 380 V gewählt. Deutlich unterscheidet sich der-. Schut zkontakt 7 von den Phasenkontakten
6.
-
Nicht unterschieden wird in der Abbildung zwischen den Phasenkontakten
6 und dem N-Kontakt. Mit der Bezugsziffer 12 ist der Kontaktträger gekennzeichnet.
-
Er ist ebenso, wie der Spalt zwischen dem Kontaktträger 12 und dem
Kragen 3, von den DIN-Normen 49 462 oder 49 463 oder 49 465 vorbestimmt. Dieser
Kragen 3 ist über die Brücken 4 an der Rückseite der Wand 9 des Kontaktträgers 12
angeordnet. In der Abbildung ist nicht zu erkennen, daß sich die Brükken 4 an der
Rückseite befinden. Dies ist erst in Figur 2 zu erkennen. Der Kragen 3 steht axial
in die Betrachterrichtung hervor, was ebenfalls in der Draufsicht nicht erkannt
werden kann. Radial vom Kragen 3 abgeformt ist der Ring 1. In dem Ring 1 sind Langlöcher
5 angeordnet. Diese Langlöcher 5 weisen diametral einander gegenüber Vollbohrungen
auf, durch die die Schraubenköpfe der Schrauben 14 zur Halterung in der Unterputzdose
passen.
-
Ebenfalls für diese Schraubenköpfe sind bei den Langlöchern 5 Aussparungen
11 im Kragen 3 angeordnet. Die Kragensteckvorrichtung wird über die Schraubenköpfe
der Schrauben 14 in der Unterputzdose gesteckt. Dann wird der Kontaktträger leicht
verdreht, bis die Schrauben in den Lang löchern 5 "vermittelt't. Dann lassen sich
die Schrauben 14 festziehen. Desweiteren weist der Ring 1 Bohrungen 2 auf, die Senkschrauben
1o zur Halterung einer Deckplatte 17 aufnehmen können. Außer den Bohrungen 2 sind
gegenüber diesen um 90° versetzt ein weiteres Paar von Bohrungen 2' in dem Ring
1 angeordnet. Diese versetzten Bohrungen 2 erlauben es die erfindungsgemäße Eragensteckvorrichtung
um 9o° versetzt in einer Unterputzdose oder einer Aufputzdose anzuordnen. Dies ist
für eine Reihenmontage oder eine Untereinandermontage mehrerer Unterputzlosen oder
Aufputzdosen ungeachtet der Anschlußrichtungen dieser Dosen wichtig.
-
In Figur 2 ist nun zu erkennen, wie die Brücke 4 an der Rückseite
der Kragensteckvorrichtung an deren Wand 9 angeformt ist. Axial nach vorne verläuft
dann die Brücke 4 bis in den Kragen 3. An dem Kragen 3 ist der Ring 1 mit der Bohrung
2 angeordnet. Deutlich ist ZU erkennen, wie hinter der Bohrung 2 in dem Ring 1 auf
der Rückseite eine
Nutter-Aussparung 18 angeordnet ist. Der Schnitt
in Figur 2 verläuft von A nach B gemäß Fig. 1.
-
In der linken Bildhälfte durchtritt der Schnitt die Brücke 4 während
er in der rechten Bildhälfte eine Brücke 4 nicht durchtritt; dort ist daher eine
solche Brücke nicht schraffiert dargestellt.
-
Zu erkennen ist, wie die Nut 8 in dem Kragen 3 dem Spalt zwischen
der Wand 9 und dem Kragen 3 einen zusätzlichen Freiraum gibt. Diese Nut 8 dient
zur Aufnahme der Unverwechselbarkeitsnase des entaprechenden Steckers. In dem Schutzkontakt
7 ist eine Hülse 25 angeordnet. Diese Hülse 25 dient mit ihrer Hülsenbohrung zur
Aufnahme eines Steckkontaktstiftes. Dazu ist die Hülsenbohrung üblicherweise seitlich
geschlitzt, so daß sie elastisch einen Steckkontaktstift ergreifen kann. An den
herausstehenden Ende der Hülse 25 ist senkrecht zu ihr eine Lasche 26 angeordnet.
An deren äußerem Ende ist eine Klemmschraube 27 angeordnet. Dazu befindet sich an
dem äußeren Ende der Lasche 26 eine Gewindebohrung. Die Klemmschraube 27 dient zur
Aufnahme und Festklemmung eines Anschlußdrahtes. In dieser Ausbildungsform einer
Hülse 25 mit Lasche 26 und Klemmschraube 27 ist die Verdrahtung der erfindungsgemäßen
Steckvorrichtung besonders leicht durchzuführen.
-
In Figur 3 ist nun dargestellt, wie.der erfindungsgemäßeKontaktträger
in eine Unterputzdose eingesetzt ist. Die Unterputzdose wird dabei von der Unterputzdose
16 mit den Blechleisten15 auf ihrer Seite gebildet. Diese Blechleisten 15 sind am
freien Rand der Unterputzdose 16 nach innen zum Zentrum der Unterputzdose 16 rechtwinklig
abgebogen; dort besitzen die Blechleisten 15 eine Gewindebohrung in die die Schrauben
14 eingesetzt sind. Zur Abdichtung der Unterputzdose 16 gegenüber der Außenwelt
ist über den oberen freien Rand ein Dichtkragen 13 geworfen. Dieser Dichtkragen
weist einen umlaufenden Ring auf, von dem nach innen ein axialer Zylinder angeformt
ist. Auf dem Dichtkragen 15 ist der Ring 1 des Kontaktträgers 12 gesetzt. Durch
die Bohrungen 5 sind die Schrauben 14 gesteckt. Sie sind festgezogen. Die Unterputzdose
16 ist in bekannter Weise in der Wand verankert. Wie in der Abbildung zu erkennen
ist, macht der erfindungsgemäße Kontaktträger 12 von der Unterputzdose räumlich
vollen Gebrauch. Dadurch wird die über die Wand 19 hervorstehende Bauhöhe der erfindungsgemäßen
Kragensteckvorrichtung erheblich geringer als bei den bekannten unechten Unterputz
- Kragensteckvorrichtungen und bei den Aufputz-Kragensteckvorrichtungen,
In
Figur 4 ist schließlich dargestellt, wie auf die erfindungsgemäße Kragensteckvorrichtung
eine Deckplatte 17 aufgesetzt ist. Diese Deckplatte 17 kann, wie jedoch nicht abgebildet
ist, noch mit einem federnd gelagerten Abschlußdeckel in bekannter Weise ausgerüstet
sein. Die Deckplatte 17 ist vermöge der Senkschrauben lo gegen die erfindungsgemäße
Kragensteckvorrichtung geschraubt. Die Senkschrauben lo sind dazu in den Bohrungen
2 bzw. den Mutteraussparungen 18 angeordnet, wobei in der Mutteräussparung 18 jeweils
eine Gegenmutter anzuordnen ist. Eine solche Deckplatte dient zum optischen Abschluß
der erfindungsgemäßen Eragensteckvorrichtung in der Unterputzdose gegenüber der
Wand 19 und erhöht die elektrische Sicherheit.
-
In Figur 5 ist im Querschnitt die Unterbringung einer erfindungsgemäßen
Kragensteckvorrichtung in einer Aufputzdose 23 dargestellt. Der Kontaktträger 12
ist mit Schrauben 29 in den Bohrungen 2 im Ring 1 in Bohrungen der Gewinde,säulen
22 befestigt.
-
Die Gewindesäulen 22 sind vom Boden der Aufputzdose 23 hervorstehend
eingeformt. über die Köpfe
der Schrauben 29- in den Bohrungen 2
ist eine Dichtung 20 gelegt. Die Dichtung 20 ist vorzugsweise aus Gummi. Auf die
Dichtung 20 ist dann ein Abdeckrahmen 21 gesetzt. Dieser Abdeckrahmen 21 besitzt
Abdeckrahmen-Bohrungen 24. In den Abdeckrahmen Bohrungen 24 sind Senkschrauben 1o
angeordnet, die durch die Bohrungen 2 treten und ebenfalls in den Gewinden von Gewindesäulen
22 liegen. Der Abdeckrahmen 21 dient bisweilen zur Aufnahme und Lagerung eines nicht
dargestellten Klappdeckels. Die Senkschrauben 1o können auch als gewöhnliche Zylinderkopfschrauben
ausgebildet sein,
Z e i 0 h e n e r k 1 ä r 1 Ring 2 Bohrung 3
Kragen 4 Brücke 5 Langloch 6 Phasenkontakt 7 Schutzkontakt 8 Nut 9 Wand 1o Senkschraube
11 Aussparung 12 Kontaktträger 13 Dichtkragen 14 Schraube 15 Blechleist 16 Unterputzdose
17 Deckplatte 18 Mutteraussparung 19 Wand 20 Dichtung 21 Abdeckrahmen 22 Gewinde
säule 23 Aufputzdose 24 Abdeckrahmen-Bohrung
25 Hülse 26 Lasche
27 Klemmschraube 28 Hülsenbohrung 29 Schraube