DE3011695C2 - Verfahren und Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Zuführung der freien Enden von Einzeladern einer Flachbandleitung in eine Bearbeitungsmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Zuführung der freien Enden von Einzeladern einer Flachbandleitung in eine BearbeitungsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur aufeinanderfolgenden Zuführung der freien Enden von Einzeladern
einer Flachbandleitung in eine Bearbeitungsmaschine sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das Problem der Zuführung von Einzeladern einer Flachbandleitung in eine Bearbeitungsmaschine wurde
bisher dadurch gelöst, daß eine Bedienperson Einzeliidcrn
aus der Bandlcilung aussucht und sie von Hand
der Bearbeitungsmaschine zuführt.
Nachteilig ist es bei diesem Verfahren, daß ein relaliv
einfacher Vorgang sehr arbeitsintensiv ist, so daß er sowohl von der Zeit als auch vom Kostenaufwand her
aufwendig ist.
Aus der DF.-AS 28 42 362 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur
Positionierung von Schaltkabeladern bekannt Es ist dabei ein Magazin vorgesehen, in dem die in einer Transportebene
zueinander parallel ausgerichteten Drähte gleichzeitig intermittierend vorgeschoben und anschließend
die freien Enden der Drähte einzeln mittels eines Schiebers senkrecht zur Transportebene aus der Transportebene
herausgedrückt und positioniert werden.
Aus der DE-AS 20 14 146 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Andrücken elektrischer Verbinder an
ίο die freien Enden parallel zueinander ausgerichteter isolierter
Drähte bekannt, bei der die jeweils nicht in einer der Bearbeitungsstationen befindlichen Enden der
Drähte um 90° gegenüber der Drahtlängsachse abgewinkeltsind.
Aus der US-PS 37 65 073 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Verbinder bekannt
bei dem u. a. zwei Schieber nacheinander wirksam werden, deren Verschieberichtung um 90° gegeneinander
versetzt sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, wodurch die
Zuführung von Einzeladern einer Flachbandleitung in eine Bearbeitungsmaschine automatisiert werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird derart verfahren, daß die in einer Transportebene parallel nebeneinander
verlaufenden Einzeladern gemeinsam um einen dem Durchmesser der Einzeladern entsprechenden Schritt in
der Transportebene und quer zur Längsrichtung der Einzeladern verschoben werden, anschließend das jeweils
als nächstes zu bearbeitende freie Ende in Richtung auf die Bearbeitungsmaschine quer zur Transportebene abgewinkelt und in die Bearbeitungsmaschine
eingeführt wird, und daß nach der Bearbeitung das bearbeitete freie Ende wieder in die Transportebene zurückgebogen
und das Flachbandkabel um einen weiteren Schritt transportiert wird.
Die Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist derart ausgebildet, daß sie einen
Steigschacht aufweist, in den dieireien Enden der Einzeladern
hineinragen und in dem die Flachbandleitung senkrecht von unten nach oben oder umgekehrt mittels
eines an der Rückseite des Steigschachts befindlichen Magazins verschiebbar ist, daß ein erster Schieber an
einer der Längsseiten des Steigschachtes angeordnet und senkrecht zur Transportebene der Flachbandleitung
in einen in die andere Längsseite des Steigschachtes mündenden Zuführungskanal hinein bewegbar /st,
daß der erste Schieber an der dem Magazin benachbarten vorderen Ecke eine viertelkreisförmige konkav verlaufende
Ausnehmung aufweist und dessen der vor dem Zuführungskanal liegenden Einzelader zugewandte
vordere Kante in einer Schräge zur Transportebene vom Flachbandkabel weg verläuft, daß an der anderen
Längsseite des Steigschachtes in Richtung zum Magazin hin versetzt ein quer zur Bewegungsrichtung des ersten
Schiebers und parallel zur Transportebene in den Zuführungskanal hinein bewegbarer zweiter Schieber vorgesehen
ist, dessen vordere Kante etwa viertelkreisförmig nach außen gewölbt und in ihrer Formgebung auf
M) die Ausnehmung des ersten Schiebers abgestimmt ist, und daß das Magazin mittels einer gekoppelten Ratsche
bewegbar ist.
Die Bearbeitungsmaschine kann dabei entweder eine Krimpmaschine oder eine Lötmaschine sein.
Durch diese Anordnung und das Verfahren erhall man den Vorteil, daß wesentlich mehr Einzeladern pro
Zeiteinheit bearbeitet werden können. Darüber hinaus ist Ausschuß durch mcnchliches Versagen weitgehend
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
3 4
ausgeschlossen und die gleiche Qualität der Bearbei- mehr von vorne begonnen werden.
tung für jede einzelne Ader weitgehend gewährleistet.
Auch bei diesem Verfahren muß die Flachbandleitung entsprechend gelängt und aufgespleißt sein. Dies kann
jedoch ebenfalls in einem automatischen Vorgang erfolgen.
Anhand des Ausführungsbeispiels nach den F i g. 1 bis 5 wird die Vorrichtung und das Verfahren nach der
Erfindung näher beschrieben.
Die Figuren geben die einzelnen Verfahrensschritte wieder. Es zeigt
F i g. 1 die Grundstellung,
F i g. 2 die Stellung nach dem eine Ader abgewinkelt ist,
F i g. 3 die Stellung nach dem Bearbeitungsvorgang in der Bearbeitungsmaschine,
F i g. 4 die Stellung nach dem Weiterschalten des Haltemagazins,
Fig.5 die Endstellung vor dem nächsten Bearbeitungszyklus.
F i g. I zeigt die Steiiung der Maschinenteile vor Beginn
des Arbeitszyklus. Dabei ist rechts die Draufsicht und links die Seitenansicht zu sehen. Der Schieber 1
befindet sich in Grundstellung, er ist hinter dem Steigschacht 4 angeordnet In dem Steigschacht 4 befindet
sich die abisolierte Flachbandleitung 5, die von einem als Halterung 6 ausgebildeten Magazin gehalten wird. Dieser
Halterung 6 ist gleichzeitig eine Ratsche 3 zugeordnet, die nach jedem Arbeitszyklus die Flachbandleitung
um eine Ader nach oben hebt Hinter dem Steigschacht seitlich versetzt gegenüber dem Schieber 1 liegt der
zweite Schieber 2. Die Bearbeitungsmaschine 9 ist hinter den beiden Schisbern angeordnet. Der erste Schieber
1 weist an seiner vorderen, der Halterung zugekehrten Seite eine viertelkreisförmige Ausnehmung (7) auf,
während der Schieber 2 eine entsprechend dieser Ausnehmung angepaßte, etwa viertelkreisförmige Wölbung
10 besitzt. Während der Schieber 1 vor- und rückwärts bewegt werden kann, wird der Schieber 2 quer zu dieser
Bewegungsrichtung, aber zeitlich dazu verschoben, bewegt. Die F i g. 2 zeigt den ersten Arbeitsschritt des Arbeitszyklus.
Der Schieber 1 ist nunmehr bis zu einem Anschlag nach vorne bewegt worden, wodurch zwischen
den Schieber 1 und den noch in Grundstellung stehenden zweiten Schieber 2 eine Kulissenführung entsteht,
durch die die Ader 8 der Bandleitung 5 etwa in rechten Winkel abgebogen wird. Gleichzeitig wird das
Ende der Ader 8 unter das jeweilige Werkzeug der Bearbeitungsmaschine 9, die entweder eine Krimp- oder
eine Lotmaschine sein kann, geschoben. Die Bearbeitungsmaschine wird betätigt und der Bearbeitungsvorgang
ausgelöst Der dritte Schritt des Verfahrens ist in F i g. 3 gezeigt. Der erste Schieber 1 ist inzwischen wieder
in die Grunditellung zurückgefahren, danach wurde der Schieber 2 quer zur Bewegungsrichtung des ercten
Schiebers 1 ausgefahren, wodurch die nunmehr mit einem Kabelschuh 11 versehene Ader 8 wieder in den
Steigschacht 4 zurückgebogen wird.
Fig.4 zeigt den Verfahrenszeitpunkt, bei dem das
Magazin 6 von der Ratsche 3 um einen Höhenschritt, der dem Durchmesser einer Ader 8 der Flachbandleitung
5 entspricht, angehoben worden ist. Die bearbeitete Ader verläßt den Zuführungskanal, die nachfolgende
Ader wird in dem Steigschacht in Position gebracht und liegt nun vor dem Zuführungskanal.
Der letzte Verfahrensschritt ist in Fig. 5 dargestellt.
Der Schieber 2 ist ebenfalls wieder in Grundstellung eingefahren und der gesamte Arbeitszyklus kann nun-
Claims (2)
1. Verfahren zur aufeinanderfolgenden Zuführung der freien Enden von Einzeladern einer Flachbandleitung
in eine Bearbeitungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Transportebene parallel nebeneinander verlaufenden Einzeladern
gemeinsam um einen dem Durchmesser der Einzeladern entsprechenden Schritt in der Transportebene
und quer zur Längsrichtung der Einzeladern verschoben werden, anschließend das jeweils
als nächstes zu bearbeitende freie Ende in Richtung auf die Bearbeitungsmaschine quer zur Transportebene
abgewinkelt und in die Bearbeitungsmaschine eingeführt wird, und daß nach der Bearbeitung das
bearbeitete freie Ende wieder in die Transportebene zurückgebogen und das Flachbandkabel um einen
weiteren Schritt transportiert wird.
2. VpKichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Steigschacht (4) aufweist, in
den die freien Enden der Einzeladern (8) hineinragen und in dem die Flachbandleitung (5) senkrecht von
unten nach oben oder umgekehrt mittels eines an der Rückseite des Steigsch,achts (4) befindlichen Magazins
(6) verschiebbar ist, daß ein erster Schieber (1) an einer der Längsseiten des Steigschachtes (4)
angeordnet und senkrecht zur Transportebene der Flachbandleitung in einen in die andere Längsseite
des Steigjchachtes (4) mündenden Zu führungskanal
hinein bewegbar ist, daß df·· erste Schieber (1) an der
dem Magazin (6) benachbarten vorderen Ecke eine viertelkreisförmige konkav verlaufende Ausnehmung
(7) aufweist und dessen der vor dem Zuführungskanal liegenden Einzelader zugewandte vordere
Kante in einer Schräge zur Transportebene vom Flachbandkabel weg verläuft, daß an der anderen
Längsseite des Steigschachtes (4) in Richtung zum Magazin (6) hin versetzt ein quer zur Bewegungsrichtung
des ersten Schiebers (1) und parallel zur Transportebene in den Zuführungskanal hineii* bewegbarer
zweiter Schieber (2) vorgesehen ist, dessen vordere Kante etwa viertelkreisförmig nach außen
gewölbt und in ihrer Formgebung auf die Ausnehmung (7) des ersten Schiebers (1) abgestimmt ist,
und daß das Magazin (6) mittels einer gekoppelten Ratsche bewegbar ist
Priority Applications (3)
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| DE3011695A DE3011695C2 (de) | 1980-03-26 | 1980-03-26 | Verfahren und Vorrichtung zur aufeinanderfolgenden Zuführung der freien Enden von Einzeladern einer Flachbandleitung in eine Bearbeitungsmaschine |
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| NO810982A NO810982L (no) | 1980-03-26 | 1981-03-23 | Fremgangsmaate og innretning til innfoering av en flatbaandlednings enkeltledere i en bearbeidelsesmaskin |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3011695A1 DE3011695A1 (de) | 1981-10-01 |
| DE3011695C2 true DE3011695C2 (de) | 1984-05-30 |
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ID=6098405
Family Applications (1)
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