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Wärmedämmung für Dächer
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Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmung für Dächer mit am Dachstuhl
auf der Innenseite befestigten Wärmedämmel - enten.
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Für die Wärmedämmung am Dach stehen grundsätzlich zwei Systeme zur
Verfügung, und zwar die Dämmung auf der Außenseite bzw. auf der Innenseite der eigentlichenDachkonstruktioll.
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Wenn die Wärmedämmung als Unterdach auf der Außenseite des Dachstuhls
angebracht ist, hat dies den Vorteil,daß man bei nicht faserigen Dämmstoffen den
Taupunkt in der Dämmschicht halten kann und somit der Dachstuhl von Nässe freigehalten
werden kann. Bei der nachträglichen Dämmung eines Dachstuiils, insbesondere beim
nachträglichen Dachausbau, wird auch sehr häufig eine Innendämmung vorgesehen, welche
zwischen die Dachsparren eingelegt und an diesen befestigt bzw. mit einer Innenschalung
gehalten wird. Da die Dachsparren aufgrund ihrer Abmessungen den für das Einbringen
des Dämmaterials zur Verfügung stehenden Raum begrenzen und da ferner auf der Außenseite
seite
eine Belüftung vorgesehen sein muß, damit nach einer Taubildung im Bereich der Dämmung
die Feuchtigkeit wieder abgeführt wird, ergeben sich bei der Innendämmung mehrfache
Schwierigkeiten. Bei der Verwendung von faserigen Materialien muß ein sehr großer
Belüftungsquerschnitt vorgesehen sein, so daß in der Regel die Dicke der Dämmschicht
für eine optimale Dämmung nicht ausreicht. Wird im Interesse einer dickeren Dämmschicht
der Belüftungsquerschnitt verringert, so ist eine permanente Durchfeuchtung der
Wärmedämmung, insbesondere in den kälteren Jahreszeiten, nicht zu vermeiden, so
daß die Wirkung der Wärmedämmung weitgehendst verlorengeht. Auch das Einfügen -on
an sich wasserführenden Dämmaterialien wie z. 13.
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aufge schäumte Styrolpolymerisate bzw. -copolymerisate, welche auch
unter dem Warenzeichen Styropor bekannt sind, oder bei den Stoffen wie Polyurethanschaum,
hat die Wasserbildung durch Kondensation auf der kalten Seite, da bei nicht ausreichender
Belüftung die Holzkonstruktion durchnäßt werden kann, so daß einem Verrotten Vorschub
geleistet wird.
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I)er Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmedämmung zu scllaffen,
welche eine reichliche Dachstuhlbelüftung gewährleistet, jedoch einfach und handlich
sowie sicher am Dachstuhl befestigt werden kann, wobei mit der Befestigung der Innendämmung
auch gleichzeitig eine Halterung für die Befestigungselemente einer Verkleidung
geschaffen werden. Außerdem soll dafür Sorge getragen werden, daß auf der kalten
Seite entstehendes Kondensat bzw. durch die wasserführende Außenhaut hindurchdri.ngende
Flüssigkeit abgeführt wird, ohne daß eine Beschädigung der Innendämmung bzw. der
Verkleidung entstellt.
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Diese
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Wärmedämmelemente aus auf der stirnseitigen Innenfläche der Dachsparren
verlegten Profilplatten bestehen, welche an den zwei einander gegenüberliegenden
first- bzw. traufseitigen Stirnflächen mit leistenförmigen, sich überlappenden Randstreifen
versehen sind, daß im Bereich der Randstreifen eine nutenförmige, eine Latte aufnehmende
Vertiefung derart vorhanden ist, daß die eingelegte Latte auf beiden, aneinander
angrenzenden Wärmedämmelementen anliegt, und daß die Latte durch das Wärmedämmelement
hindurch am Sparren befestigt ist.
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Bei einer derartigen Ausgestaltung der Erfindung wird sichergestellt,
daß der Hohlraum zwischen den Sparren in seiner gesamten Tiefe für die Belüftung
zur Verfügung steht und dadurch selbst bei einem vorübergehenden Eindringen von
Nässe, z.B.
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durch Kondensatbildung auf der kalten Seite des Daches rasch austrocknet,
so daß die Verrottungsgefahr für den Dachstuhl entfällt.
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Zur weiteren Unterstützung der Belüftung auf der kalten Seite des
Daches ist ferner vorgesehen, daß in der dachsparrenseitigen Oberfläche des Wärmedämmelemente
s ein querverlaufender Querbelüftungskanal angeordnet ist.
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Um auf der kalten Seite entstehendes Kondensat, soweit es nicht verdunstet,
sicher abzuführen, ist ferner vorgesehen, daß auf der Sparrenseite in der Fallinie
verlaufende Wasserführungskanäle in das Wärmedämmelement eingeformt sind.
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Um
Um eine auf der Innenseite anzubringende Verkleidung
mit einem Abstand von den Wärmedämmelementen anbringen zu können, ist nach einer
weiteren Ausgestaltung vorgesehen, daß die der Befestibung der Wärmedämmelemente
dienende Latte über die Oberfläche der Wärmedämmelcmente übersteht.
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Der Sicherstellung einer absoluten Dichtigkeit dient auch die weitere
Ausgestaltung der Erfindung, wonach die seitlichen Stirnflächen der Wärmedämmelemente
einen überlappenden Falz haben, in welchem eine Wasserführung vom firstseitigen
Rand streifen zum traufseitigen Randstreifen verläuft. Dieser, bezogen auf die Ebene
des Wärmedämmelementes schrägverlaufende Falz stellt sicher, daß eventuell im Falz
geführte Feuchtigkeit jeweils von den überlappenden Rand streifen auf der Firstseite
zu den überlappenden Randstreifen auf der Traufseite sicher abgeleitet wird, da
die schräg zur Ebene des Wärmedämmelementes geführte Falz entstehende Flüssigkeit
in die Wasserführungskanäle des nachfolgenden Wärmedämmelementes ableitet.
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Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Ansprüchen
und der Zeichnung. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch den Firstbereich eines
Dachaufbaus unter Verwendung einer Innendämmung gemäß der Erfindung; Fig. 2 einen
Schnitt durch einen Dachaufbau im Bereich der Sparrenauflage mit einer Innend ämmung
dämmung
gemäß der Erfindung.
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Der in der Zeichnung dargestellte Dachaufbau besteht aus auf Sparren
10 angebrachten Dachlatten 11, in welche Ziegel 12 eingehängt sind. Auf der Außenseite
der Sparren kann unter den Dachlatten verlaufend eine wasserundurchlässige Folie
1 3 angebracht sein, um das Eindringen von Schlagregen oder Flugschnee usw. zu vermeiden.
Auf der Unterseite der Dachsparren 10 sind Wärmedämmelemente 15 angebracht, welche
aus Profilplatten bestehen, welche an den first- bzw. traufseitigen Stirnflächen
mit überlappenden Randstreifen 16 und 17 versehen sind. Im Bereich dieser überlappenden
Randstreifen ist eine Vertiefung 18 ausgebildet, in welche eine Lattel9 eingelegt
und mit einem Befestigungselement in Form eines Nagels 20 am Dachsparren 10 befestigt
sein kann. Dieses Befestigungseleme durchstößt die sich überlappenden Randstreiten
zweier zur hbarter Wärmedämmelemente 15.
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Durch diese Befestigung der Wärmedämmelemente 15 auf der Unterseite
der Sparren 10 wird der gesamte Hohlraum zwischen den Sparren für die Belüftung
freigehalten, so daß auf der kalten Seite sich bildendes Kondensat, z. B. auf der
Unterseite der Folie 13, durch eine intensive Belüftung wieder verdampft werden
kann. Wenn jedoch die Kondensatbildunq zu stark ist, so daß das Kondensat abtropft,
wird dieses von den Wärmedämmelementen abgeleitet, da die Wärmedämmeleme te m it
mit Wasserführungskanälen auf der Sparrenseite versehen sind. Diese \s~asserführungskanäle
leiten abtropfendes Kondensat jeweils zum tieferliegenden Randstreifen ab, von welchem
es aus in die Wasserführungskanäle des nächstfolgenden Wärmedämmelementes flie f3t.
Auf der Sparrenseite
seite können ferner Querbelüftungskanäle 22
im Wärmedämmelement vorgesehen sein, deren Wirkung als bekannt vor auszusetzen ist.
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Damit auch im Bereich der seitlichen Stirnflächen eine Wasserfülirung
sichergestellt ist, greifen diese seitlichen Stirnflächen mli einem überlappenden
Falz 25 ineinander, wie dies für YVrärmedämmelemente bereits bekannt ist. Dieser
überlappende Falz wird, bezogen auf die Ebene des Wärmedämmelementes,schräg laufend
geführt, so daß er aus dem firstseitigen Rand streifen in den traufseitigen Randstreifen
verläuft und eine Wasserführung zu den Wasserführung skanälen des darunterliegenden
Wärmedämmelementes sicherstellt. Die der Befestigung der Wärmedämmelemente 15 dienenden
Latten 19 können bündig in den nutenförmigen Vertiefungen 18 geführt sein, jedoch
ist auch vorgesehen, daß diese Latten über die Oberfläche der Wärmedämmelemente
überstehen, damit eine an diesen Latten befestigte Verkleidung 26 mit einemAbstand
von den Wärmedämmelementen geführt wird und zumindest eine gewisse Belüftung hinter
der Verkleidung möglich ist.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Aufbau der Innendämmung wird der Anschluß
an das Mauer werk gezeigt, der eine Ableitung von Kondensat möglich macht. An dem
Mauerkopf, auf welchem die Sparren aufliegen, ist eine Rinne 30 befestigt, in welche
das unterste Wärmedämmelement 15 hinein verläuft.
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Diese Rinne 30 führt zu einer Ableitung für das Kondensat, was beispielsweise
über einen Anschluß an eine Abwasserentlüftung oder dergleichen erfolgen kann. Die
Rinne ist auf der
der Innenseite mit einer Isolierschicht 31 versehen.
Die Rinne selbst mit der Isolierung ist hinter der Verkleidung IG angeordnet.
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In Fig. 2 ist ferner eine Wärmedämmung auf der Dachaußenseite im Traufenbereich
gezeigt, welche aus zwischen die Sparren verlegten Wärmedämmplatten 32 besteht.
Diese zwischen die Dachlatten eingelegte Wärmedämmung ist bekannt und kann der Verhinderung
eines Rückstaus dienen, wie er sich in diesem Bereich des Daches bei Schnee und
Eisbildung ergeben kann.
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Als Material für das Wärmedämmelement wird vorzugszweise ein Styrolpolymerisat
bzw. ein Styrolcopolymerisat verwendet, was auch unter dem Warenzeichen Styropor
bekannt ist. Auch Polyurethanschaum oder ein anderer Hartschaum ist für das Wärmedämmelement
gemäß der Erfindung in vorteilhafter Weise verwendbar.
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Die Wärmedämmung gemäß der Erfindung kann nicht IlUI' nui die Innendämmung
eines Dachstuhls Verwendung finden, vieL-mehr ist dieser Aufbau einer Dämmung auch
für die ls assttderldämmung in vorteilhafter Weise geeignet. Die Wärmedämmelemente
werden unmittelbar auf die Außenwand aufgelegt uud mit Hilfe der querverlaufenden
Latten und entsprechendell Befestigungselementen an der Außenwand befestigt. Die
eigentliche wasserführende Fassadenhaut kann dann an den I'itten in herkömmlicher
Weise befestigt werden. Durch die Querbelüftungskanäle 22 und die Wasserführungskanäle
21 ist gewährleistet, daß eine gewisse Belüftung an der Grenzfläcile z urll
zum
Älauerwerk hin erfolgt so daß eine Durchfeuchtung des Mauerwerks und damit eine
Beschädigung nicht zu befürchten ist.
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