DE3009932A1 - 1-methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin, verfahren zu dessen herstellung und daraus hergestellte arzneimittel - Google Patents
1-methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin, verfahren zu dessen herstellung und daraus hergestellte arzneimittelInfo
- Publication number
- DE3009932A1 DE3009932A1 DE19803009932 DE3009932A DE3009932A1 DE 3009932 A1 DE3009932 A1 DE 3009932A1 DE 19803009932 DE19803009932 DE 19803009932 DE 3009932 A DE3009932 A DE 3009932A DE 3009932 A1 DE3009932 A1 DE 3009932A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- methyl
- isoindoline
- tert
- indapamide
- rats
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D209/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
- C07D209/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
- C07D209/44—Iso-indoles; Hydrogenated iso-indoles
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61P—SPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
- A61P7/00—Drugs for disorders of the blood or the extracellular fluid
- A61P7/10—Antioedematous agents; Diuretics
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Diabetes (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
- Hematology (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Indole Compounds (AREA)
Description
PATENTANWÄLTE ο Π Π Q Q Q O
7
3 Q υ 9 y ο ζ
J. REITSTÖTTER W. KINZEBACH
W. BUNTE 0958-1976) K. P. HÖLLER
TBLBPONl (OBS) 87 60 83 TBLBXl 021B208 ISAR D
München, den 14. März 1980 M/21 056
FARMATIS. S.p.A.
Corso Europa, 5
Mailand (Italien)
Corso Europa, 5
Mailand (Italien)
1-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin,
Verfahren zu dessen Herstellung und daraus hergestellte
Arzneimittel
030039/0815
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Isoindolinderivat und auf ein neues Verfahren zu dessen Herstellung
sowie weiterhin auf therapeutische Zusammensetzungen mit diuretischer, saluretischer und hypotonischer Wirksamkeit,
die die oberwähnte Verbindung als Hauptbestandteil enthalten.
Die neue erfindungsgemäße Verbindung ist 1"-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin
der Formel
NH C'
Diese Verbindung wird nach einem Verfahren erhalten, das im wesentlichen aus folgenden Stufen besteht:
1) Umsetzen von a-Methyl-a,a'-dibrom-o-xylol mit tert.-Butylcarbazat:
:H - Br
+ H-N-NH-COOC(CH-)
£. J
CH2Br
CH-
[-NH-COOC (CH3J3
2) Zersetzen des 1-Methyl-N-(tert.butyloxycarbonylamino)-isoindolins
zur entsprechenden Aminoverbindung:
030039/0815
3) Umsetzen des 1-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorids mit einem Halogenid der 4-Chlorsulfamidobenzoesäure:
°2NH2
-NH2.HCl + XOC
O2NH2
■NH—CO
Die Stufe 1) des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
wird vorzugsweise unter Verwendung von zwei Ausgangsmaterialien in stöchiometrischem Verhältnis in einem hoch polaren
organischen Lösungsmittel, das mit Wasser mischbar ist, wie Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid, durchgeführt. Die
Reaktion wird vorzugsweise in Anwesenheit einer organischen Base durchgeführt, die die HBR, wenn sie gebildet wird,
bindet, wobei diese Base der Lösung allmählich zumindest in stöchiometrischem Anteil in bezug auf die Ausgangsmateralien
zugegeben wird.
Die Zersetzungsstufe 2) wird bewirkt, indem das Isoindolinde rivat in konz. HCl suspendiert und die Mischung
so lange unter Rühren bei Umgebungstemperatur gehalten wird, bis'sie völlig gelöst ist. Die Lösung wird dann unter
Vakuum zur Trockene eingedampft.
030039/0815
In Stufe 3) wird das in der vorherigen Stufe erhaltene 1-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorid in einem polaren organischen
Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, gelöst und ein Halogenid der 4-Chlor-3-sulfamidobenzoesäure wird in einem
stöchiometrisch äquivalenten Anteil in Anwesenheit einer organischen
Base, die das Isoindolin vom Hydrochlorid freisetzen und die bei der Umsetzung gebildete Halogenwasserstoffsäure
anschließend binden kann, zugegeben. Die organische Base muß zumindest in stöchiometrischem Anteil, vorzugsweise aber
in großem Überschuß, vorhanden sein.
Die Reaktion findet bei Umgebungstemperatur statt. Eine Mischung eines Halogenwasserstoffsalzes der organischen Base
und von i-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin
fällt aus, wobei letzteres durch Behandlung mit Wasser, das das Halogenwasserstoffsalz der organischen Base löst, '
isoliert wird. Ein weiterer geringer Anteil des Endproduktes kann durch Eindampfen der Tetrahydrofuranlösung und Mischen
des Rückstandes mit Äthylalkohol isoliert werden.
Die Gesamtausbeute des Endproduktes beträgt hinsichtlich des eingesetzten α-Methyl-α,α'-dibrom-o-xylols etwa 40 %.
Das als Ausgangsmaterial verwendete a-Methyl-α,α1-dibrom-o-xylol
wird vorzugsweise aus 2-Carboxyacetophenon durch Reduzieren mit einem Hydrid und darauffolgendes Behandeln der
dihydroxylierten Verbindung mit HBr gemäß folgendem Reaktionsschema hergestellt:
Hydridv
1COOH
Dieses Verfahren wurde im einzelnen von G. Pifferi et
al. in Il Farmaco - Ed.Sei. 27, 30 (1972), beschrieben.
030039/0815
3009332
Das folgende Beispiel soll die vorliegende Erfindung näher erläutern, ohne daß diese hierauf beschränkt sein soll.
Beispiel : 5,6 ml Triäthylamin wurden zu einer Lösung von 5 g (0,018 Mol) a-Methyl-a,a'-dibrom-o-xylol und 2,38 g
(0,018 Mol) tert.Butylcarbazat in 15 ml Dimethylformamid,
auf 50 bis 60 C erhitzt, zugesetzt. Nach dem Zusetzen wurde die Mischung 3 h bei Umgebungstemperatur stehen gelassen,
worauf das Volumen der Lösung durch Verdünnen mit H„O auf
etwa 60 ml gebracht wurde. Die Lösung wurde dann eine weitere h gerührt. Der Feststoff, der sich abschied, wurde abfiltriert,
mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei 3,14 g (70 %) 1-Methyl-N-(tert.butyloxycarbonylamino)-isoindolin erhalten
wurden, Fp. 143 bis 145°C. Das Produkt war ausreichend rein
für die nächste Stufe.
Eine Suspension von 2,6 g (0,0104 Mol) des Isoindolinderivats
in 7 ml konz.HCl wurde 1 h bei Umgebungstemperatur gerührt. Die erhaltene Lösung wurde unter Vakuum durch Erhitzen
auf 60 bis 70 C eingedampft, wobei 1,97 g eines festen Rückstandes erhalten wurden, der aus ÄtOH + At3O (1/1)
kristallisierte, wobei 1,5 g (77,6 %) i-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorid
erhalten wurden, Fp. 140 bis 145°C. 3,44 g (0,0135 Mol) 4-Chlor-3-sulfamidobenzoesäurechlorid wurden
zu einer Lösung von 2,5 g (0,0135 Mol) i-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorid
und 3,5 g (0,0314 Mol) Triäthylamin in 30 ml Tetrahydrofuran zugesetzt. Die Mischung wurde 15 h
bei Umgebungstemperatur gerührt. Der in großer Menge erhaltene Feststoff, der sich abschied, wurde abfiltriert und in Wasser
suspendiert, um das vorhandene Triäthylaminhydrochlorid zu entfernen.
Der Rückstand wurde durch Filtrieren gesammelt und in einem Trockenschrank getrocknet, wobei 3,0 g 1-Methyl-2-(3l-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin
erhalten wurden, Fp. 208 bis 210°C. Ein weiterer Anteil (0,4 g) des Produktes konnte durch Eindampfen der Tetrahydrofuranreaktionslösung,
Mischen des öligen Rückstandes mit Äthylalkohol und Kristallisierenlassen in einem Gefrierschrank erhalten werden.
030039/0815
Die Gesamtausbeute betrug 3,4 g, was 68,6 % entspricht.
Die analytische Probe kristallisierte aus 10 Volumsteilen Äthylalkohol und hatte einen Fp. von 210 bis 212°C.
Das IR-Spektrum wurde mit einem Perkin-Elmer-Spektrophotometer
(Mod. 297) durch Emulgieren der Probe in Nujöl aufgezeichnet. Die Hauptabsorptionsbanden und die relativen
Werte sind wie folgt: 3350 (SO„NH„), 3280 (NHCO), 1660
22
(HNCO), 1600 und 1560 (Phenyle), 1340 und 1180 (SO0NH0) cm"1.
(HNCO), 1600 und 1560 (Phenyle), 1340 und 1180 (SO0NH0) cm"1.
Das NMR-Spektrum wurde mit einem Hitachi-Perkin Eimer
R24-Spektrometer in einer Lösung von Deuteraceton mit TMS
als Bezugsreferenz aufgezeichnet. Die Peaks (s = Singlett, d = Duplett, m = Multiplett) und die relativen Werte sind
wie folgt: δ 1,43 (d, J=6Hz, CH3), 2,95 (s, das beim Zusetzen
von D2O verschwindet, SO2NH2), 4,45 und 4,85 (m, CH in 1 und
CH2 in 3), 6,85 (verbreiteres s, das beim Zusetzen von D3O
verschwindet, NHCO), 7,20 (sichtbares s, 4 aromatischen des Isoindolinsystems), 7,60 bis 8,50 (m, 3 aromatische H des
Sulfonamidsystems).
Wie bereits eingangs erwähnt, besitzt die neue Verbindung 1-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin
(I) eine unerwartet starke diuretische, saluretische und hypotonische Wirksamkeit, wobei ihr Toxizität praktisch zur
Gänze fehlt, welche Eigenschaften diese Verbindung zur Verwendung in der Humantherapie sehr interessant machen.
Das beste diuretisch-hypotonische Heilmittel, das derzeit bekannt ist und das auch vom strukturellen Gesichtspunkt
aus der neuen Verbindung (I) am nächsten kommt, ist Indapamid, d.h. N-(3-Sul£amyl-4-chlorbenzamido)-2-methylindolin der
Formel
NH
030039/0815
Demgemäß wurden alle Versuche in bezug auf Wirksamkeit und Toxizität der neuen Verbindung im Vergleich mit Indapamid
durchgeführt. Alle durchgeführten Versuche zeigen klar die Nützlichkeit der neuen Verbindung an, wobei im folgenden lediglich
signifikante Daten angegeben sind.
Die neue Verbindung wird im folgenden der Einfachheit halber mit dem Symbol "CM/1" bezeichnet.
Akute Toxizität
Die akute Toxizität wurde an Wistar-Ratten und Swiss-Mäusen beiderlei Geschlechts oral bestimmt.
Die Tiere wurden zumindest 12 h fasten gelassen, bevor die Versuche durchgeführt wurden, wobei ihnen jedoch Wasser
zur Verfügung stand. Die Verbindung wurde in einem Gummi arabicum-Mucilagj
homogen suspendiert und in bestimmten Dosen in einem Volumen von 40 ml/kg mittels einer gastrooesophagealen
Sonde verabreicht.
Jede Dosis wurde an 10 Tieren getestet, von denen fünf
männlich und fünf weiblich waren. Die Masse der Ratten variierte von 300 bis 350 g bei den Männchen und von 220 bis
250 g bei den Weibchen. Die Masse der Mäuse beiderlei Geschlechts variierte von 28 bis 35 g. Die Beobachtung dauerte
10 Tage.
Weder bei den Ratten noch bei den Mäusen wurden Todesfälle festgestellt; es wurde auch keinerlei spezielle toxische
Symptomatologie in bezug auf die einzelnen Dosen bis zu 2500 mg/kg gefunden. Daher beträgt die DL50 mehr als diese
Dosis.
Chronische Toxizität
Chronische Toxizität
Diese Versuche wurden an männlichen Wistar-Ratten mit einer Körpermasse von 188 bis 228 g durchgeführt. Die Tiere
wurden willkürlich in Gruppen zu je 10 eingeteilt und auf folgende Weise behandelt:
Gruppe Ai Kontrollen - 10 % Gummi arabicum, 10 ml/kg/Tag
durch orale Verabreichung unter Anwendung einer gastrooesophagealen Sonde während 28 aufeinanderfolgenden
Tagen;
030039/081 S ^d1~-«m ^g;^
Gruppe B: CM/1 20 mg/10 ml 10 % Gummi arabicum pro kg/Tag
durch orale Verabreichung unter Verwendung einer gastro-oesophagealen Sonde während 28 aufeinanderfolgenden
Tagen;
Gruppe C: CM/1 40 mg/10 ml 10 % Gummi arabicum pro kg/Tag
durch orale Verabreichung unter Verwendung einer gastro-oesophagealen Sonde während 28 aufeinanderfolgenden
Tagen.
Bei allen getesteten Gruppen wurde die Körpermasse täglich zum Zeitpunkt der Verabreichung gemessen und in regelmäßigen
Intervallen aufgezeichnet. Die allgemeinen Bedingungen und die Nahrungs- und Wasseraufnähme wurden festgehalten
und jeder Todesfall sowie die Symptomatologie wurden aufgezeichnet.
Zwischen dem 25. und dem 27. Tag der Behandlung wurden alle getesteten Gruppen in geeigneten metabolischen Käfigen
(einzeln) gehalten, um den spontan ausgestoßenen Harn zu sammeln und so dessen Zusammensetzung durch reaktionsfähige
Bili-Labstix-Streifen von Arnes zu bestimmen.
Zwischen dem 27. und dem 29. Tag der Behandlung wurden alle Tiere, die 12h gefastet hatten, denen jedoch Wasser
frei zugänglich war, durch Köpfen getötet (es wurde eine kleine Tierköpfvorrichtung der Amer.Instr.Corp. verwendet).
Aus dem vom Rumpf gesammelten Blut wurde folgendes bestimmt:
Azotämie (Dell'Aira in King. E. - Microanalisi nella Biochimica
medica. I. Pensiero Sei. Ed., Rom 1951); Glykämie (Price D.J. - Analyst 92; 198, 1967);
Totalbilirubinämie (Jendrassik L. und Grof. P. - Biochem.
Totalbilirubinämie (Jendrassik L. und Grof. P. - Biochem.
Z. 297; 81, 1938) ;
Totalcholesterinämie (Huan T.C. , Chen CP. , Wefler V. und
Totalcholesterinämie (Huan T.C. , Chen CP. , Wefler V. und
Battey A. - Anal. Chem. 33; 1405, 1961);
Totallipidämie (Zollner N. und Kirsch K. - Z.ges.Exp.Med.
Totallipidämie (Zollner N. und Kirsch K. - Z.ges.Exp.Med.
135; 545, 1962);
SGOT- und SGPT-Transamihase (Reitman S. und Frankel E. Amer.J.Clin,Path.
28; 56, 1957);
030039/0815
ORIGINAL INSPECTED
Gesamtprotidämie durch die Biuret-colorimetrische Methode
unter Verwendung von gefriergetrocknetem Hyland-Serum
als Standard;
Natriumämie und Kaliumämie unter Verwendung der ßhotometrisehen Methode.
Natriumämie und Kaliumämie unter Verwendung der ßhotometrisehen Methode.
Eine makroskopische Prüfung wurde ebenfalls an den Hauptorganen durchgeführt, um jegliche Änderungen oder Tumormassen,
die Neoplasie anzeigen könnten, festzustellen.
Besondere Aufmerksamkeit wurde der Prüfung des Magens und des Darms der mit der höchsten Dosis behandelten
Ratten geschenkt, um das Ausmaß der lokalen Verträglichkeit auf wiederholte Verabreichung von CM/1 während 28 Tagen
durch die gastro-enterische Schleimhaut zu bestimmen. Zu diesem Zweck wurden der Magen und der Darm einer makro- und
mikroskopischen Prüfung unterzogen, wobei diese längs der größeren Kurvatur (Magen) und längs der Hauptachse (Darm)
geschnitten, mit lauwarmer physiologischer Lösung gewaschen, gestreckt und vorsichtig mit Vergrößerungslinsen beobachtet
wurden, um Hyperämieζonen mit Geschwürbildungen oder mit anderen trophischen Änderungen der Schleimhaut zu bemerken.
Weder in den untersuchten Organen noch in der gastroenterischen Schleimhaut wurden Veränderungen festgestellt.
Die Ergebnisse sämtlicher Analysen und Beobachtungen können wie folgt zusammengefaßt werden: Während der 28 Tage
dauernden Behandlung trat kein Todesfall auf. Es wurde keine besondere Symptomatologie festgestellt. Das Verhalten war
normal, was die Futteraufnahme betrifft, während die Wasseraufnahme etwas größer war als bei den Kontrollen.
Die Daten bezüglich der Körpermasse der mit CM/1 behandelten Ratten war praktisch den Daten für die Kontrollen
gleich. Die geprüften hämatischen biochemischen Konstanten waren alle innerhalb des Bereiches der Normalwerte für die
Ratten dieses Stammes, sowohl bei den Kontrollen als auch bei den behandelten Tieren, mit Ausnahme der Natriumämie und
der Kaliumämie, die eine leichte Verminderung zeigten. i
Die Hämogramme waren alle normal, ohne irgendeinen signifikan- |
ten Unterschied zwischen den Kontrolltieren und den behandel- j
ι ten Tieren. '
030039/0815
Die Urinzusammensetzung war für die Kontrolltiere und
die behandelten Tiere praktisch gleich, d.h. es fehlten pathologische Elemente, wie Glucose, Ketonkörper, Bilirubin,
und bei den meisten Kontrolltieren und behandelten Tieren waren Spuren von Proteinen und Blut vorhanden, die häufig
in Rattenurin gefunden werden.
Zusammenfassend kann auf Grund der subakuten Toxizitätsuntersuchungen,
die mit dem Produkt CM/1 an männlichen Ratten durchgeführt wurden, festgestellt werden, daß Dosen von
20 mg/kg und 40 mg/kg, an 28 aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht,
zu keinen schädlichen Nebenwirkungen führen, mit Ausnahme einer leichten Verminderung der Natriumämie und der
Kaliumämie,wobei diese Änderungen unter die normalen durchschnittlichen Änderungen von Ratten dieses Stammes fallen,
so daß gesagt werden kann, daß das Produkt CM/1 eine sehr niedrige Toxizität besitzt, die in der Praxis völlig ignoriert
werden kann.
Diuretische und saluretische Wirksamkeit
Diuretische und saluretische Wirksamkeit
Diese Untersuchungen wurden an Wistar-Ratten beiderlei Geschlechts mit einer Körpermasse, die in jedem Fall in den
folgenden Tabellen angegeben ist, durchgeführt, in welchen
Tabellen die Ergebnisse mit Indapamid verglichen werden. Sowohl das CM/1 als auch das indapamid wurden oral verabreicht,
nachdem sie im folgenden Lösungsmittel geeignet gelöst worden waren:
Polyäthylenglykol 400 30 ml
96° Alkohol 10 ml
0,2 %ige wässerige Natriummeta-
bisulfitlösung 30 ml
Zitronensäure 0,075 g
Natriumphosphat.12H2O 0,45 g
destilliertes Wasser auf " 100 ml.
Die Kontrollen wurden mit einem gleichen." Lösungsmittelvolumen
behandelt. Die Versuche wurden an Tieren durchgeführt, die regelmäßig mindestens 12 h gefastet hatten,, jedoch
freien Zugang su Wasser hatten. Das Natrium und das Kalium im Urin wurden durch eine photometrische Methode bestimmt.
030039/0815
Die Wirkung auf die Ausscheidung einer wässerigen Kochsalzbelastung
wurde zuerst geprüft.
18 weibliche Wistar-Ratten wurden in drei Gruppen geteilt, eine mit 8 und zwei mit 5 Tieren, und diese wurden
auf folgende Weise behandelt:
Gruppe A: Kontrollen 1 ml Lösungsmittel, mit 0,9 % Natriumchloridlösung
auf 50 ml gebracht, verabreicht durch eine Magensonde, pro kg Körpermasse (= 50 ml/kg,
bezogen auf das Volumen);
Gruppe B: Indapamid 5 mg/kg in 1 ml/kg Lösungsmittel, mit Natriumchloridlösung auf 50 ml/kg gebracht, verabreicht
durch eine Magensonde; Gruppe C: CM/1 5 mg/kg unter Anwendung der gleichen Methode,
wie für Indapamid beschrieben.
Die Ratten wurden sofort in einzelne metabolische Käfige gebracht, um während der 3 der Belastung folgenden Stunden
den Urin zu sammeln. Die Menge an ausgeschiedenem Urin wird als % der verabreichten Menge angegeben.
Das ausgeschiedene Natrium bzw. Kalium sind in mÄq/3 h ausgedrückt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle I gezeigt. Der Standardfehler e wurde aus den mittleren Werten
berechnet und, wo geeignet, wurde die Signifikanz unter Verwendung der Student t-Rechnung bestimmt.
030039/0815
| Ratte Nr. | n=8 | rc=5 | n=5 | Körper | ml verabreicht | Urinausscheidung der Belastung in % | Stunden (kumulative | den fol- | Natrium | Kalium— | |
| Gruppe B | Gruppe C | masse | durch Magen | der verabreichten Menge in | 2 h | Exkretion) | ausschei | ausschei— | |||
| 1 | 1 | g | sande | genden | 3 h | dung | Il T iM fe^^^A A^^^^4 dung |
||||
| 2 | 2 | 1 h | 25 | mSq/3h | mÄq/3 h | ||||||
| Gruppe A | 3 | 3 | 40 | 58.3 | |||||||
| 1 | Λ 4 | 4 | 240 | 12.0 | 0 | 32 | 76 | 0.98 | 0.25 | ||
| 2 | 5 | 5 | 250 . | 12.5 | 16 | 50 | 60 | 1.06 | 0.17 | ||
| 3 | 250 | 12.0 | 8 | 0 | 66.6 | 0.67 | 0.22 | ||||
| 4 | 240 | 12.0 | . 16.7 | 29.4 | 46.2 | 0.75 | 0.30 · | ||||
| O | 5 | 260 | 13.0 | 0 | 14.8 | 59.3 . | 0.51 | 0.32 | |||
| (O | 6 | 270 | 13.5 | 8 | 14.8 | 44.4 | 0.88 | 0.24 | |||
| O | 7 | 270 | 13.5 | 0 | 83 25.75+4.39 | 51.9 | 0.66 | 0.20 | |||
| co | 8 | 270 | 13.5 | 14.8 | 57.76+3.69 | 0.99 | 0.27 | ||||
| co | 256 | 7.94+1. | 50.0 | 0.8125+0.068 | 0.24625+0.0177 | ||||||
| %, | 37.5 | 83.3 | |||||||||
| O | 240 | 12.0 | 16.7 | 26.1 | 81.2 | 1.50 | 0.36 | ||||
| OO | 320 | 16.0 | 12.5 | 30.8 | 65.2 | 1.45 | 0.38 | ||||
| —» | 230 | 11.5 | 8.7 | 52.2 | 69.2 | 1.33 | 0.28 | ||||
| 260 | 13.0 | 6.7 | .77 39.32+5.15 | 100.0 | 1.61 | 0.31 | |||||
| 230 | 11.5 | 8.7 | 79.78+6.11 | 1.55 | 0.33 | ||||||
| 256 | 10.66+1 | 68.3 | 1.488+0.047 | 0.332+0.0177 | |||||||
| 32.2 | 108.8 | ||||||||||
| 240 | 12.0 | 16.7 | 48.5 | 94.5 | 1.81 | 0.297 | |||||
| vf ·' | 270 | 13.5 | 14.8 | 64.5 | 109.2 | 1.77 | 0.310 | ||||
| V / | 260 | 13.0 | 11.5 | 48.7 | 94.8 | 1.56 | 0.276 | ||||
| ■ί\ | 220 | 11.0 | 9.1 | 31 52.44+6.46 | 90.4 | 1.68 | 0.280 | ||||
| 310 | 15.5 | 12.9 | 99.54+3.93 | 1.73 | 0.284 Q | ||||||
| 4 | ' 260 | 13.0+1. | 1.71+0.043 | 0.2894+0.062 o | |||||||
| i I | CO | ||||||||||
| Ί | |||||||||||
| ή | ■00 | ||||||||||
| ι | NJ |
(S 3009S32
Werte von P von weniger als 0,05 wurden als signifikant angesehen. Wie aus Tabelle I leicht ersichtlich ist, besitzen
sowohl das Indapamid als au das Produkt CM/1 eine signifikante
diuretische und saluretische Wirkung im Vergleich mit den Kontrollen, jedoch ist die Wirkung des CM/1 erheblich größer.
Während im Falle der Kontrollen 50 % der wässerigen Belastung nach etwa 3 h ausgeschieden werden, erreicht die
Ausscheidung bei Indapamid etwa 80 % und steigt mit dem CM/1 auf 99,5 %.
Der Unterschied zwischen Indapamid und CM/1 ist statistisch
signifikant. Das ausgeschiedene Natrium und Kalium sind ebenfalls signifikant höher als bei den Kontrollen, doch
scheint die saluretische Wirkung des CM/1, die insgesamt höher ist als jene von Indapamid, mehr zum Natrium hin zu neigen,
so daß das Verhältnis des ausgeschiedenen Natriums zum ausgeschiedenen Kalium während der 3 h im Falle der Kontrollen
3,3, im Falle der mit Indapamid behandelten Tiere 4,48 und im Falle der mit CM/1 behandelten Tiere 5,91 beträgt. Diese
Tatsache ist von großer Wichtigkeit. Tatsächlich gibt, wie bekannt ist, die Verwendung von Diuretika in der Therapie
entweder wegen ihrer diuretischen Wirkung oder wegen ihrer antihypertonischen Wirkung (diese Wirkung steht mit der diuretischen
Wirkung in engstem Zusammenhang) zum Kaliumverlust als einem der unerwünschten Nebeneffekte Anlaß.
Die Serumspiegel von Kalium sind schlechte Indices der Modifikationen im gesamten austauschbaren Kalium, doch
spiegeln sie den Entzug des gesamten organischen Kaliums wieder, wenn der Patient eine derartige Kaliummenge verloren hat,
daß sich klinische Manifestationen zeigen (Anorexie, Nausea, Müdigkeit, Schwindel). Da die Behandlung von arterieller
Hypertonie während sehr langer Zeiträume durchgeführt wird, kann dieser Nebeneffekt (Verminderung der Gesamtmenge an
Kalium im Organismus) auftreten. Imstande zu sein, eine Verbindung
zur Behandlung ·<οη arterieller Hypertonie verwenden zu können, wie
jene gemäß vorliegender Erfindung, die eine hohe natriuretische
Wirkung (die fundamentale Wirkung sowohl vom Gesichtspunkt der diuretischen Wirksamkeit als auch vom Gesichtspunkt der
030039/0815 C-RIGiNAL INSPECTgQ
antihypertonischen Wirksamkeit), begleitet von einer kaliuretischen
Wirkung, die geringer als jene von Indapamid ist, besitzt, stellt zweifellos eine wichtige Bereicherung des
Gebietes der Pharmacotherapie von Hypertonie und von Wasser-Salzretentionszuständen
im allgemeinen dar.
Dieses spezielle Merkmal der neuen Verbindung gemäß vorliegender Erfindung wurde auch durch Messen der Wirkungen
der Ausscheidung einer Belastung mit destilliertem Wasser bestätigt.
Diese Versuche wurden an der gleichen Gruppe von fünf Ratten durchgeführt, um die Wirksamkeit der zu prüfenden
Verbindungen besser zu charakterisieren und damit irgendwelche individuellen Variationen maximal zu vermeiden.
Das Verfahren war wie folgt: die Gruppe der 5 gewählten Ratten (männliche Ratten mit der in der Tabelle angegebenen Körpermasse)
wurden auf die vorhergehend beschriebene Weise oral mit 1 ml Lösungsmittel + 49 ml destilliertem Wasser pro kg
Körpermasse behandelt. Dann wurden die Ratten sofort in einzelne metabolische Käfige gebracht. Der Urin wurde während
4 h gesammelt. Die Menge wurde auf übliche Weise als % des verabreichten Volumens ausgedrückt. Natrium und Kalium
wurden ebenfalls analysiert und diese wurden als mÄq/4 h ausgedrückt.
Nach 2 Tagen wurden die gleichen Ratten auf die vorher beschriebene Art und Weise mit Indapamid und nach weiteren
2 Tagen mit dem Produkt CM/1 behandelt. In dem Intervall zwischen den einzelnen Versuchen befanden sich die Ratten in
Käfigen und wurden auf normale Weise gefüttert=
Die für beide Verbindungen verwendete Dosis war wie vorher, d.h. 5 mg/kg. Die Ergebnisse sind in Tabelle II angegeben
.
030039/0815
II
| Ratte | Körper- | ml oral ver | Kumulative Ausscheidung | in den der | 3 h | % | 4 h | 109.7 | 83.9 | 116.1 | 116.2 | 138.7 | Natriumaus- |
| Nr. | masse | abreicht | Belastungen ί | folgenden Stunden in | - nur wässerige Belastung | 75.0 | 92.8 | 107.2 | 107.2 | 107.2 | scheidung | ||
| g | 109.7 | 71.4 | 42.9 | 85.8 | 85.7 | 114.4 | mSq/4 h | ||||||
| 1 h | 2 h | 75.0 | 85.8 | 82.8 | 110.4 | 134.5 | 110.4 | ||||||
| A) KEINE | BEHANDLUNG | 42.8 | 74.3 | 101.7 | 121.1 | 145.2 | 140.5 | ||||||
| 1 | 310 | 15.5 | 58.1 | 109.7 | 85.8 | 83.24+7.05 | 80.82 | 108.12 | 117.76 | 122.24+4.47 | 0.00473 | ||
| 2 | 280 | 14.0 | 50.0 | 75.0 | 64.6 | 0.CC202 | |||||||
| 3 | 280 | 14.0 | 0.0 | 21.4 | 75.58" | B) INDAPAMIDE 5 τηκ/kp; oral +wäss.Belastung | 5 ms/kR oral +wäss. | Belastung | 0.00101 | ||||
| 4 | 290 | 14.5 | 24.1 | 73.4 | 25.8 | 109.7 | 116.2 | 0.00156 | |||||
| 5 | 310 | 15.5 | 19.4 | 64.6 | 35.7 | 78.6 | 121.4 | 0.00113 | |||||
| 30.32 | 68.82 | 0.0 | 57.1 ' | 114.3 | 0.00209+ | ||||||||
| 27.6 | 110.4 | 134.5 | 0.00068 | ||||||||||
| 51.6 | 125.8 | 167.8 | |||||||||||
| 1 | 28.14 | 96.32 | 130.84+9.89 | 0.01808 | |||||||||
| 2 | 0.00771 | ||||||||||||
| 3 | C) Cty1 | 0.01403 | |||||||||||
| 4 | 58.1 | 0.01077 | |||||||||||
| 5 , | 50.0 | 0.02694 | |||||||||||
| 7.1 | 0.01551+ | ||||||||||||
| 55.2 | 0.00333 | ||||||||||||
| 51.6 | |||||||||||||
| 1 | 44.4 | 0.01374 | |||||||||||
| 2 | 0.01362 | ||||||||||||
| 3 | 0.01250 | ||||||||||||
| 4 | 0.01671 | ||||||||||||
| 5 | 0.04889 | ||||||||||||
| 0.02109+ | |||||||||||||
| • | 0.00698" |
Kaliumausscheidung mSq/4 h
co
O CO CO
OO
cn
Verhältnis
Na/K » 0.896
Na/K » 0.896
1.6764
2.6955
0.00350
0.00239
0.00135
0.00179
0.00263
0.002332+
0.000368"
0.00998
0.00543
0.00814
0.00692
0.01579
0.009252+
0.001796""
0.00542
0.00512
0.00603
0.00856
0.01399
0.007824+
0.001656
Diese Tabelle zeigt, daß sowohl Indapamid als auch das Produkt CM/1 eine signifikante diuretische und saluretische
Wirkung aufweisen. Das Produkt CM/1 scheint"aktiver zu sein
als das Indapamid, doch liegt die Hauptbedeutung in der Tatsache, daß das Verhältnis des ausgeschiedenen Natriums zum
ausgeschiedenen Kalium beim Produkt CM/1 deutlich günstiger ist, wobei dieses Verhältnis durchschnittlich 0,0896 für die
Kontrollen, 1,6764 nach Behandlung mit Indapamid und 2,6955 nach Behandlung mit CM/1 beträgt.
Schließlich wurde die Wirkung des neuen Produktes auf spontane Diurese bestimmt.
Die betreffenden Untersuchungen wurden an 15 weiblichen
Wistar-Ratten mit einer Körpermasse von 230 bis 260 g durchgeführt,
wobei die Tiere willkürlich in drei Gruppen zu je 5 geteilt wurden. Die Tiere wurden über Nacht während 12 h in einzelnen
metabolischen Käfigen gehalten, um den spontan ausgeschiedenen Urin zu sammeln. Eine Gruppe wurde wie üblich mit 1 ml/kg
Lösungsmittel mittels einer Magensonde behandelt und die anderen beiden Gruppen wurden mit 5 mg/kg Indapamid bzw. 5 mg/kg CM/1
behandelt. Das Kalium und das Natrium wurden wie üblich im gesammelten Harn analysiert.
Die Ergebnisse sind in Tabelle III angegeben.
030039/0815
III
Patte ml Urin in 12 h Nr. gesaranelt
Natriunausscheidung mSq/12 h
Kaliunausscheidung mKq/12 h
Verhältnis ausgeschiedenes Natrium/Kalium
1
2
3
4
5
2
3
4
5
Gruppe A-Kontrollen 9.0 6.0 4.0 8.0
· 16.0
'. 8.6+2.03
Gruppe B -Indapamid,
1 11.5
2 13.7
3 18.6
4 14.5
5 15.5
14.76+1.16 (+71.6%) Gruppe C - CM/1
1 10.5
2 17.5
3 21.0
4 16.6
5 15;0
~ 16.12+1.1
1.278 1.782 0.892 1.552 1.424
2.601 1.776 1.808 2.728 2.384
0.491 1.003 0.493 0.569 0.597
O
O
CO
1.3856+0.148
5.335 4.756 6.780 7.775 6.767
2.2594+0.198
4.560 3;356 3.760 5.776 4.352
0.6306+0.0954
1 "70 1.+17 1.803 1.346 1.555
6.2826+0.544
6.123 6.880 8.906
7.675 5.989
4.3608+0.413
3.708 3.042 3.911 3.508 3.430
1.4582+0.106.
1.651 2.262 2.277 2.188 1.746
7.114+0.539
3.5198+0.145
2.0248+0.134
C+87.4%)
CO CD OJ K)
Diese Tabelle zeigt, daß sowohl das Indapamid als auch das Produkt CM/1 eine bemerkenswerte diuretische Wirkung aufweisen,
die im Falle des Produktes CM/1 stärker ist (Diurese steigt bei Indapamid um etwa 72 % und bei CM/1 um etwa 87 % hinsichtlich
der Kontrollen). Die Natrium- und Kaliumexkretion wird durch
beide Produkte ebenfalls erhöht, doch wiederum ist das Verhältnis der Ausscheidung von Natrium zu Kalium bei der mit dem Produkt
CM/1 behandelten Gruppe höher und das Unterschied erreicht statistische Signifikanz.
Hypotonische Wirksamkeit
Hypotonische Wirksamkeit
Die Wirkungen der subakuten oralen Behandlung mit CM/1
auf den Arteriendruck der Ratte mit spontaner Hypertonie (SHR) wurden an 10 genetisch hypertonischen (SHR) männlichen Ratten
(Charles River) beobachtet.
Die Tiere wurden willkürlich in zwei Gruppen zu je 5 geteilt und auf die folgende Art und Weise behandelt:
Gruppe A: Kontrollen 10 % Gummi arabicum, 5 ml/kg/Tag durch orale Verabreichung unter Verwendung einer gastrooesophagealen
Sonde;
Gruppe B: CM/1 2,5 mg/5 ml Gummi arabicum/kg/Tag durch orale Verabreichung unter Verwendung einer gastro-oesophagealen
Sonde.
Die Behandlung wurde an 28 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Der Arteriendruck wurde in regelmäßigen Intervallen
nach der blutlosen Methode unter Verwendung der "BP-Recorder 8005"-Vorrichtung der "W+W Electronic" aufgezeichnet. Das Messen
erfolgte auf folgende Weise: Der Schwanz der Tiere wurde vorsichtig enthaart und dann in eine Manschette mit geeignetem Durchmesser
gesteckt, die durch ein Rohr mit einer Pumpe und einer Druckmeßvorrichtung verbunden war. Dann wurde der Schwanz in
einen kreisförmigen Umsetzer gesteckt, der mit einem Impulszähler in Verbindung stand. Als die Vorrichtung eingeschaltet wurde,
stieg der Druck in der Manschette, bis der Blutstrom zum Stillstand kam. Nun wurden die Drücke von der Druckmeßvorrichtung
abgelesen.
030039/0815
3009&32
Vor Beginn der Versuche waren die Tiere eine Woche lang diesem Verfahren unterworfen worden, um sie daran zu gewöhnen.
Die die Druckmessungen betreffenden Daten für die zehn Ratten sind im einzelnen in Tabelle IV gezeigt.
ORIGINAL INSPECTED
030039/0815
IV
| Ratte | ii=5 | π*5 | Systolischer Basis | Systolischer Arteriendruck (mm Hg), an Q | • | 210 | 14. Tag | en der Behandlunc | ] ro±genden | |
| Gruppe A | Gruppe B | arteriendruck | Tagen blutlos gemessen | 205 | ||||||
| 1 | 1 | mm Hg | 7. Tag | 245 | 105 | 21. Tag | 28. Tag | |||
| 2 | 2 . | 210 | 235 | |||||||
| 3 | 3 | 220 | 235 | 225 | 270 | 215 | 200 | |||
| 4 | 4 | 245 | 255 | 219.0+7.31 | 245 | 235 | 235 | |||
| 5 | 5 | 270 | 280 | 240 | 260 | 260 | ||||
| 225 | 240 | 239..0+10.41 | 240 | 235 | ||||||
| <*> | . 240 | ."235 | 240 | 245 | ||||||
| O | 240.0+8.80 | 249.0+8.75 | 195 | 238.0+7.17 | 235.0+9.87 | |||||
| 215 | ||||||||||
| <D | 235 | 235 | 195 | 185 | ||||||
| 215 | 200 | 210 | 210 < | |||||||
| O | 260 | 220 | 220 | 205 | ||||||
| OD | 265 | 213.0+7.17 | 180 | 185 | ||||||
| in | 250 | 210 | 205 | |||||||
| 245.0+9.08 | 203.0+7.00 | 198.0+5.38 | ||||||||
CO CO K)
Wie zu ersehen ist, vermindert die Behandlung mit CM/1
den systolischen Arteriendruck signifikant um ein Maximum von 20 % (abgelesen am 28. Tag).
Auf Grund der Ergebnisse der hier angegebenen Versuche kann somit folgendes festgestellt werden:
1) Das Produkt CM/1 ist eine neue Verbindung, die praktisch
frei von akuter Toxizität ist (LDj.- beträgt mehr als 2,5 g/kg
Körpermasse von Ratten und Mäusen bei oraler Verabreichung)
und auch praktisch frei von subakuter Toxizität ist (tägliche Dosen bis zu 40 mg/kg bei oraler Verabreichung werden 4 Wochen
lang gut vertragen, wobei diese Dosen 560-mal größer sind als die maximale tägliche therapeutische Dosis für Menschen).
2) Das Produkt CM/1 zeigt bei der Ratte antihypertonische Wirksamkeit bei' spontaner Hypertonie (SHR).
3) Das Produkt CM/1 besitzt eine diuretische und eine
saluretische Wirksamkeit, die jene von Indapamid übersteigt, insbesondere hat jedoch das Produkt CM/1 gegenüber Indapamid
die Fähigkeit gezeigt, eine markante natriuretische Wirkung
und eine weniger intensitve kaliuretische Wirkung zu besitzen, so daß seine Verwendung in der Humantherapie frei von jenen
unerwünschten Nebenwirkungen ist, die durch übermäßigen.Kaliumverlust
verursacht werden, welche die anderen antihypertonischen Diuretika gewöhnlich induzieren.
Diese Eigenschaften definieren das 1-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin
somit als Produkt, das in bezug auf andere analoge Produkte, die bereits in der Therapie
verwendet werden, absolut neu ist. Das neue Produkt kann oral in einer Dosis von 2,5 bis 5 mg/Tag verabreicht werden,
je nachdem ob seine hypotonische oder diuretische Wirkung ausgenützt werden soll. Es kann in Form von Pillen oder Tabletten
verabreicht werden.
030039/0815
Claims (6)
1. 1 -Methyl-2- (3' -sulf amyl-4 ' -chlorbenzamidcj-isoindolin
der Formel
SO2NH2
—NH CO
2. Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-2-(3'-sulfamyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin,
dadurch gekennzeichnet, daß man
a) a-Methyl-ct^a'-dibrom-o-xylol mit tert.Butylcarbazat
umsetzt,
b) das 1-Methyl-N-(tert.butyloxycarbonylamino)-isoindolin zum entsprechenden Aminoderivat zersetzt,
c) das 1-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorid mit einem
Halogenid der 4-Chlor-3-sulfamidobenzoesäure umsetzt und
schließlich das 1 -Methyl-2- (3 '-sulf amyl-4 '-chlorbenzamidoisoindolin,
das im Reaktionsmedium unlöslich ist, abtrennt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe a) unter Verwendung der Reagentien in stöchiometrischen
Anteilen in einem polaren organischen Lösungsmittel in Anwesenheit einer organischen Base durchführt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe b) durch Suspendieren des 1-Methyl-N-(tert.-butyloxycarbonyland.no)-isoindolins
in konz. Salzsäure und Halten der Suspension bei Umgebungstemperatur unter Rühren, bis das Lösen beendet ist, durchführt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe c) durch Umsetzen des i-Methyl-2-aminoisoindolinhydrochlorids
mit einem Halogenid der 4-Chlor-3-sulfamidobenzoesäure in stöchiometrischem Anteil in einem polaren
organischen Lösungsmittel in Anwesenheit einer organischen Base durchführt.
030039/0815
6. Arzneimittel, enthaltend die Verbindung gemäß Anspruch 1 oder ein Salz davon mit einer pharmazeutisch
verträglichen Säure in einem üblichen Arzneimittelträger.
ORiGiNAL INSPECTED
030039/081S
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT20991/79A IT1113879B (it) | 1979-03-15 | 1979-03-15 | Derivato isoindolinico,processo per la sua preparazione e composizioni terapeutiche che lo comprendono come principio attivo |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3009932A1 true DE3009932A1 (de) | 1980-09-25 |
| DE3009932C2 DE3009932C2 (de) | 1983-04-07 |
Family
ID=11175061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3009932A Expired DE3009932C2 (de) | 1979-03-15 | 1980-03-14 | 1-Methyl-2-(3'-Sulfamoyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin, Verfahren zu dessen Herstellung und Arzneimittel |
Country Status (17)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4338331A (de) |
| JP (1) | JPS55127369A (de) |
| AT (1) | AT374179B (de) |
| AU (1) | AU533082B2 (de) |
| BE (1) | BE882239A (de) |
| CA (1) | CA1117130A (de) |
| CS (1) | CS210641B2 (de) |
| DE (1) | DE3009932C2 (de) |
| ES (1) | ES8102554A1 (de) |
| FR (1) | FR2451365A1 (de) |
| GB (1) | GB2047241B (de) |
| GR (1) | GR66632B (de) |
| IT (1) | IT1113879B (de) |
| NL (1) | NL8001545A (de) |
| SE (1) | SE8002001L (de) |
| YU (1) | YU70080A (de) |
| ZA (1) | ZA801426B (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2654726B1 (fr) * | 1989-11-23 | 1992-02-14 | Rhone Poulenc Sante | Nouveaux derives de l'isoindolone et leur preparation. |
| RU2191572C1 (ru) * | 2001-09-26 | 2002-10-27 | Нестерук Владимир Викторович | Диуретическое и гипотензивное средство в виде таблетки |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL129208C (de) * | 1965-07-14 | |||
| GB1193289A (en) * | 1965-07-14 | 1970-05-28 | Science Union & Cie | New Isoindolino-Sulphonylurea Derivatives and Process for Preparing them |
| FR1557903A (de) * | 1968-01-09 | 1969-02-21 | ||
| GB1203691A (en) * | 1968-03-06 | 1970-09-03 | Science Union & Cie | New disubstituted n-amino indoline derivatives and process for preparing them |
| CH603581A5 (de) * | 1974-03-29 | 1978-08-31 | Siegfried Ag | |
| US4178293A (en) * | 1978-04-14 | 1979-12-11 | Zoecon Corporation | Isoindolinyl derivatives |
-
1979
- 1979-03-15 IT IT20991/79A patent/IT1113879B/it active
-
1980
- 1980-03-11 ZA ZA00801426A patent/ZA801426B/xx unknown
- 1980-03-12 GB GB8008368A patent/GB2047241B/en not_active Expired
- 1980-03-12 FR FR8005504A patent/FR2451365A1/fr active Granted
- 1980-03-13 AT AT0139780A patent/AT374179B/de not_active IP Right Cessation
- 1980-03-13 CS CS801738A patent/CS210641B2/cs unknown
- 1980-03-13 AU AU56407/80A patent/AU533082B2/en not_active Expired - Fee Related
- 1980-03-13 GR GR61432A patent/GR66632B/el unknown
- 1980-03-14 BE BE0/199808A patent/BE882239A/fr not_active IP Right Cessation
- 1980-03-14 ES ES489539A patent/ES8102554A1/es not_active Expired
- 1980-03-14 YU YU00700/80A patent/YU70080A/xx unknown
- 1980-03-14 CA CA000347681A patent/CA1117130A/en not_active Expired
- 1980-03-14 NL NL8001545A patent/NL8001545A/nl not_active Application Discontinuation
- 1980-03-14 DE DE3009932A patent/DE3009932C2/de not_active Expired
- 1980-03-14 SE SE8002001A patent/SE8002001L/xx not_active Application Discontinuation
- 1980-03-14 JP JP3171380A patent/JPS55127369A/ja active Pending
-
1981
- 1981-01-09 US US06/223,798 patent/US4338331A/en not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Chemical Abstracts, Band 52, 1958, Spalte 288c-di * |
| Chemical Abstracts, Band 72, 1970, 100500t * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT7920991A0 (it) | 1979-03-15 |
| IT1113879B (it) | 1986-01-27 |
| ES489539A0 (es) | 1981-02-16 |
| GB2047241B (en) | 1983-01-26 |
| AT374179B (de) | 1984-03-26 |
| CS210641B2 (en) | 1982-01-29 |
| AU533082B2 (en) | 1983-10-27 |
| US4338331A (en) | 1982-07-06 |
| YU70080A (en) | 1983-01-21 |
| ATA139780A (de) | 1983-08-15 |
| NL8001545A (nl) | 1980-09-17 |
| CA1117130A (en) | 1982-01-26 |
| GB2047241A (en) | 1980-11-26 |
| FR2451365A1 (fr) | 1980-10-10 |
| ES8102554A1 (es) | 1981-02-16 |
| AU5640780A (en) | 1980-09-18 |
| SE8002001L (sv) | 1980-09-16 |
| FR2451365B1 (de) | 1983-03-11 |
| ZA801426B (en) | 1980-12-31 |
| BE882239A (fr) | 1980-07-01 |
| GR66632B (de) | 1981-04-03 |
| JPS55127369A (en) | 1980-10-02 |
| DE3009932C2 (de) | 1983-04-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3128819C2 (de) | ||
| DE3204596C2 (de) | ||
| DE2403122C2 (de) | ||
| DE2162745A1 (de) | Verfahren zur Bestimmung des Ausreichens der Galle im Organismus | |
| DE2716402A1 (de) | 7-(2,3-dihydroxypropyl)-1,3-di-n- propylxanthin, verfahren zu seiner herstellung und diese verbindung enthaltende arzneimittel | |
| DE2802864A1 (de) | 3-isobutoxy-2-pyrrolidino-n-phenyl- n-benzylpropylamin, verfahren zu seiner herstellung und es enthaltende arzneimittel | |
| DD201797A5 (de) | Verfahren zur herstellung von dihydro-1h-pyrrolizin-3,5(2h,6h)-dion | |
| CH621333A5 (de) | ||
| DE2221758A1 (de) | Yohimbinderivate,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung | |
| DE3009932C2 (de) | 1-Methyl-2-(3'-Sulfamoyl-4'-chlorbenzamido)-isoindolin, Verfahren zu dessen Herstellung und Arzneimittel | |
| DE1926359A1 (de) | oxylkansaeuren | |
| DE2318784A1 (de) | N-(2,4-dihydroxybenzoyl)-4-aminosalizylsaeure | |
| DE2615129C3 (de) | Tripeptide, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Zubereitungen | |
| DE2059620C3 (de) | 2-(alpha-(p-Chlorphenoxy)-isobutyryl)aminoäthansulfonsäure, ihre physiologisch verträglichen Salze, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und pharmakologisch wirksame Zubereitungen derselben | |
| DE2364704A1 (de) | Lysinocalciumchlorid, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung in arzneimitteln | |
| DE2901914C2 (de) | Zinksalz der 6-N-Acetylamino-capronsäure, Verfahren zu dessen Herstellung und diese Verbindung enthaltende Arzneimittel | |
| EP0253293B1 (de) | Neue Guanidiniumasparaginate | |
| DE2416339B2 (de) | Argininpyroglutamat, Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel | |
| DE68916912T2 (de) | Zinncysteat, dessen Herstellung und dessen pharmazeutische und kosmetische Verwendungen. | |
| DE2839311C2 (de) | Pharmazeutisches Präparat gegen Geschwüre | |
| DE2622977C2 (de) | p-Chlorphenoxyisobutyryl-glycinamid, Verfahren zu dessen Herstellung und diese Verbindung enthaltendes, den Fettstoffwechsel förderndes Mittel | |
| DE2325358C3 (de) | Lithiumsalz des 6-alpha-Methylprednisolon-21-m-sulfobenzoats, Verfahren zu dessen Herstellung und dieses enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen | |
| AT226705B (de) | Verfahren zur Herstellung des neuen N, N-Diphenylisonikotinamids | |
| DE2145686C3 (de) | 2-Chlor-S-sulfamylbenzoesäurederivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel, die diese Verbindungen enthalten | |
| DE2628911A1 (de) | Neue schwefelhaltige n-benzylaminosaeuren und verfahren zu ihrer herstellung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |