DE3009821A1 - Zuendanlage fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Zuendanlage fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
26.2.1980 Ve/Hm
Zündanlage für Brennkraftmaschinen Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Zündanlage für Brennkraftmaschinen
mit einer Schließwinke!regelvorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Solche Zündanlagen sind z.B. aus
der DE-OS 2 746 885, der DE-OS 2 85O 113 oder der DE-OS
2 85O 115 bekannt. Diese bekannten Zündanlagen beruhen zum
Teil auf dem Prinzip der Schließwinkelverkleinerung und zum Teil auf dem Prinzip der Schließwinkelvergrößerung.
Dies bedeutet, daß ein von einer rotierenden Geberanordnung, bzw. einem Zündungsrechner vorgegebener Grundschließwinkel
in Abhängigkeit der Drehzahl entweder verkleinert (großer Grundschließwinkel erforderlich) oder vergrößert
(kleiner Grundschließwinkel erforderlich) wird. Das gemeinsame Prinzip besteht darin, einen Zählerstand in Abhängigkeit
des primärseitigen Stromflusses durch die Zündspule zu ermittel.n, wobei dies.er wiederum den Zählvorgang zur
Bestimmung des Schließzeitbeginns beeinflußt. Die bekannten Schließwinkelregelungen haben gemeinsam den Nachteil,
daß sie ein Gebersignal, bzw. ein Ausgangssignal eines
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Zündungsrechners benötigen, dessen Tastverhältnis in einem bestimmten engen Rahmen liegen muß. In Abhängigkeit der
Drehzahl der jeweiligen Brennkraftmaschine müssen daher verschiedene Gebertypen, bzw. Rechnertypen konstruiert
werden.
Die erfindungsgemäße Zündanlage mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil,
daß durch die drehzahlabhängige Beeinflussung sowohl des Zählerstands zu Beginn der Auslösezählung, wie auch des
Auslösezählerstands eine größere Variabilität im erforderlichen Gebertastverhältnis möglich ist, und darüber hinaus
noch eine schnelle Anpassung an Drehzahländerungen erreicht wird (gute Dynamik).
Die im Nebenanspruch und in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind teils von selbständiger erfinderischer Bedeutung
und enthalten darüber hinaus vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen
Zündanlage. Eine noch weitergehende Unabhängigkeit vom Geber-Steuertastverhältnis
wird dadurch erreicht, daß unterhalb einer festlegbaren Drehzahl nach dem Prinzip der Schließwinkelverkleinerung
und oberhalb dieser festlegbaren Drehzahl nach dem Prinzip der Schließwinkelvergrößerung gearbeitet
wird. Die Regelschaltung kann damit unterschiedliche Steuertastverhältnisse von ca 40 % bis 90 % verarbeiten. Die
Umschaltdrehzahl entspricht dabei ungefähr der Drehzahl, bei der der Schließwinkel die Größe des Gebersignals erreicht.
Bei niedrigen Drehzahlen wird durch die Schließwinkelverkleinerung eine kleine Verlustleistung erreicht, und nach
Umschalten auf die Schließwinkelvergrößerung werden bei hohen Drehzahlen gute Leistungsdaten erzielt.
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Da nach Umschaltung von Schließwinkelvergrößerung auf -Verkleinerung
und umgekehrt eine gewisse Zeit benötigt wird, bis der richtige Schließwinkel sich wieder eingeregelt hat,
ist es besonders vorteilhaft, die drehzahlabhängige Umschalt vorrichtung mit einer Hysterese auszustatten, um im Grenzbereich
Hin- und Herschaltungen zu vermeiden.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Pig. 1 eine schaltungsmäßige Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels, Fig. 2 ein Signaldiagramm
zur Erläutertung der Wirkungsweise bei niederen Drehzahlen (Schließwinkelverkleinerung) und Fig. 3 ein Signaldiagramm
zur Erläuterung der Wirkungsweise beim übergang von Schließwinkelverkleinerung zu Schließwinke!vergrößerung.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels ist eine vorzugsweise mit der Kurbewelle einer Brennkraftmaschine
verbundene Geberanordnung 10 mit den Setzeingängen S eines Offenzeitzählers 11 eines Auslöseschwellwert-Zählers
12 sowie eines Zwischenspeichers 13, mit dem Zählrichtungseingang U/D des Zählers 12, über ein ODER-Gatter
l4 mit dem Zählrichtungseingang U/D des Zählers 11 und mit dem Takteingang C einer Schwellwerterkennungsstufe 15 verbunden.
Der Geberanordnung 10 kann ein nicht näher dargestellter Zündungsrechner zur Verstellung des Zündzeitpunkts
in Abhängigkeit von Parametern der Brennkraftmaschine zugeordnet sein. Ein solcher Zündungsrechner kann z.B. gemäß
der DE-PS 2 '50^ 8^3 oder der DE-OS 30 00 562 aufgebaut
sein. Wesentlich ist, daß das Ausgangssignal der Geber-
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anordnung 10, bzw. des Zündungsrechners, ein Steuertastverhältnis aufweist, das ungefähr 1JO bis 90 % beträgt.
Die Zahleneingänge des Zählers 12 sind vorzugsweise durch feste Verdrahtung mit dem Zahlenwert "X" beaufschlagt,
während die Zahlenausgänge dem Zwischenspeicher 13 zugeführt sind. Ein Taktfrequenzgenerator 16 ist mit den Takteingängen
C der Zähler 11, 12 sowie eines Regelzählers verbunden, dessen Zahlenausgänge mit den Zahleneingängen
des Zählers 11 sowie der Schwellwerterkennungsstufe 15 verbunden sind. Der Ausgang der Schwellwerterkennungsstufe
15 ist mit einem weiteren Eingang des ODER-Gatters 14 und
mit dem Steuereingang eines vorzugsweise als Multiplexer ausgebildeten Umschalters 18 verbunden. Die Zahlenausgänge
des Umschalters 18 und des Zählers 11 sind den Vergleichszahleneingängen eines digitalen !Comparators 19 zugeführt,
dessen Ausgang über ein UND-Gatter 20 dem Sperreingang E des Zählers 11 sowie über ein Zeitglied 21 dem Abwärtszähleingang
D des Zählers 17 zugeführt ist. Der Ausgang des ODER-Gatters 14 ist mit einem weiteren Eingang des
UND-Gatters 20 verbunden. Den beiden Eingängen des Umschalters 18. sind einmal die Zahlenausgänge des Zwischenspeichers
13 und andererseits, vorzugsweise durch feste Verdrahtung, der Zahlenwert "0" zugeführt.
Der Ausgang des UND-Gatters 20 ist über einen Verstärker
22 mit dem Steuereingang eines elektronischen Schalters
23 verbunden, dessen Schaltstrecke, ein Strommeßwiderstand
24 sowie die Primärwicklung einer Zündspule 25 eine zwischen
Masse und eine Versorgungsspannungsquelle 26 geschaltete Reihenschaltung bilden. In dem Sekundärstromkreis der
Zündspule 25 ist eine Zündstrecke 27 geschaltet,' die bei einer Brennkraftmaschine gewöhnlich als Zündkerze ausgebildet
ist. Bei mehreren Zündkerzen kann in bekannter Weise
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eine mechanische oder eine elektronische Hochspannungsverteilung vorgesehen sein. Zur Begrenzung des primärseitigen
Stroms ist eine z.B. aus der DE-OS 2 232 220 bekannte Strömregelvorrichtung
28 mit dem Strommeßwiderstand 24 verbunden und wirkt auf den Verstärker 22 ein. Weiterhin ist der am
Strommeßwiderstand 24 erzeugte Spannungsabfall über eine Schwellwertstufe 29 mit dem Aufwärts-Zähleingang (U) des
Zählers 17 verbunden.
Zunächst soll die Wirkungsweise bei niederen Drehzahlen anhand des in Fig. 2 dargestellten Signaldiagramms erläutert
werden. Dieser niedere Drehzahlbereich reicht im wesentlichen bis zu der Drehzahl 3 bei der eine primärseitige
Stromflußdauer während eines Gebersignals UlO nicht mehr
ausreicht, einen Soll-Stromwert Is zu erreichen. Bis zum Zeitpunkt ti liegt ein stationärer Betrieb vor, während dem
im eingeregelten Zustand der primärseitige Strom I jeweils seinen Sollwert Is erreicht. Jeweils mit einer Geberrückflanke
des Gebersignals UlO wird der Zähler 11 auf den zu diesem Zeitpunkt im Zähler 17 vorliegenden Zahlenwert gesetzt
und zählt während der Gebersignalpause aufwärts. Gleichzeitig wird .der im Zähler 12 vorliegende Zahlenwert in den
Zwischenspeicher 13 übernommen und sehr kurz danach (eventuell benötigte Verzögerungsglieder sind nicht näher dargestellt)
im Zähler 12 der feste Zahlenwert X übernommen. Im Zähler 12 erfolgt ebenfalls in der Gebersignalpause ein
AufwärtsZählvorgang. Mit Beginn des darauffolgenden Gebersignales
UlO wird über die Zählrichtungseingänge U/D der beiden Zähler 11, 12-deren Zählrichtung auf den Abwärtszählvorgang
umgeschaltet. Erreicht der Zahlenwert ZIl im Zähler 11 den über den Umschalter 18 am Komparator 19
ebenfalls anliegenden Zahlenwert Z135 so wird über den Ausgang
des Komparators 19 der elektronische Schalter 23 geschlossen und es beginnt ein primärseitiger Strom I zu
fließen. Weiterhin wird zu diesem Zeitpunkt der Zähler 11
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über den Sperreingang E für weitere Zählvorgänge gesperrt. Schließlich wird noch das Zeitglied 21 getriggert, so daß
während dessen Haltezeit T ein Abwärtszählvorgang im Zähler
abläuft. Erreicht der primärseitige Strom den Stromwert II,
so spricht die Schwellwertstufe 29 an und bewirkt über den Aufwärtszähleingang U im Zähler 17 einen Aufwärtszählvorgang.
Im stationärem Betrieb erreicht der Zähler 17 nach seinem Abwärts- und Aufwärtszählvorgang wieder seinen alten Wert.
Mit der folgenden Geberrückflanke werden wiederum die beiden Zähler 11, 12 sowie der Zwischenspeicher 13 gesetzt. Da im
stationären Betrieb der Endzahlenwert des Zählers 12 zum Zeitpunkt der Geberrückflanke wieder den gleichen Wert wie
im vorangegangenen Zyklus erreicht, ändert sich der Zahlenwert im Zwischenspeicher 13 nicht. Durch die Signaländerung
am Ausgang des ODER-Gatters Ik wird über das UND-Gatter 20
der elektronische Schalter 23 geöffnet, wodurch die Zündung ausgelöst wird. Der primärseitige Strom fällt auf Null ab,
so daß der Schwellwert der Schwellwertstufe 29 wieder unterschritten
wird, und der Zähler 17 stoppt.
In den folgenden, dargestellten Zyklen ist ein Beschleunigungsvorgang
dargestellt, d.h. die winkelmäßig konstanten Gebersignale UlO werden zeitlich kürzer. Infolge der kürzer
werdenden Gebersignalpause wird im Zähler 11 ein niedrigerer Zahlenwert erreicht, wodurch der Schließzeitbeginn früher
ausgelöst wird. Dennoch wird im Zündzeitpunkt t2 der Stromsollwert
Is nicht erreicht, da die Drehzahlinformation natürlich keine Aussagen über eine weitere Beschleunigung
machen konnte. Infolge der kürzeren Stromflußzeit ab dem Stromwert Il verläuft der Aufwärtszählvorgang im Zähler 17
kürzer, so daß der ereichte, und in den Zähler 11 übernommene Zahlenwert niedriger ist. Dieses verringert nochmals
den erreichbaren Zahlenwert im Zähler 11, so daß eine nochmalige Vorverlegung des Schließzeitbeginns der nächsten
Periode bewirkt wird. Darüber hinaus wird auch im Zähler
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infolge des verkürzten Gebersignals nicht mehr der Zahlenwert der Vorperiode erreicht, sondern ein größerer Zahlenwert,
der den Auslöseschwellwert des Komparators 19 erhöht. Auch
diese Maßnahme bewirkt eine weitere Vorverlegung des Schließzeitbeginns.
Zusammen bewirken diese Maßnahmen trotz weiterer Beschleunigung eine schnelle Anpassung der Schließzeit an die
veränderten Drehzahlverhältnisse. Dies führt sogar dazu, daß im letzten dargestellten Zyklus, in dem keine Beschleunigung
mehr erfolgt, die Stromflußdauer zu lang wird, so daß die
Stromregelvorrichtung 28 eingreift.
Es sei betont, daß sich die Regelung nicht nur auf Veränderungen der Drehzahl sondern natürlich auch auf Veränderungen der
Temperatur und der Versorgungsspanung auswirken, da diese
Maßnahmen wiederum den primärseitigen Strom beeinflussen. Der primärseitige Strom steuert jedoch den Zahlenwert des
Zählers 17.
Zur Vereinfachung der Darstellung ist den Zählern 11, 12, 17 eine einzige Taktfrequenz zugeführt. Die Taktfrequenzen können
jedoch ebenfalls im Hinblick auf eine optimale Regelung eingestellt werden. So sollte z.B. zur Vermeidung von Regelschwingungen'
die Zählfrequenz des Zählers 11 wenigstens doppelt so groß sein wie die Zählfrequenz des Zählers 17.
Ebenfalls erweist es sich als günstig, das Verhältnis von Aufwärts-Zählfrequenz und Abwärts-Zählfrequenz im Zähler 11
in Abhängigkeit des Tastverhältnisses der Gebersignalfolge UlO einzustellen. Eine solche Maßnahme ist beispielsweise in
Fig. 5 der DE-OS 2 7^6 885 gezeigt.
In dem in Fig. 3 dargestellten Signaldiagramm sind die Verhältnisse
bei konstanter, hoher Drehzahl nach erfolgter, starker Beschleunigung dargestellt. Infolge der nunmehr
konstanten Drehzahl, bleibt der im Zwischenspeicher 13
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■:":: : 6
gespeicherte Zahlenwert ZI3 konstant. Er ist jedoch höher
als der im Zähler 11 erreichte Zahlenwert, so daß am Ausgang des !Comparators 13 ständig ein 1-Signal vorliegt, und der
Schließzeitbeginn über das ODER-Gatter 1*1 und das UND-Gatter
20 direkt mit Beginn eines Gebersignals UlO ausgelöst wird. Ein Abwärtszählvorgang des Zählers 11 findet dadurch nicht
mehr statt. Bei dieser Drehzahl ist das Gebersignal UlO jedoch zeitlich bereits so kurz, daß der Stromsollwert Is
trotz der Schließzeit während des gesmaten Gebersignals nicht mehr erreicht werden kann. Infolgedessen verringert sich der
Zahlenwert im Zähler 17 durch Abwärts-und geringere Aufwärts
Zählvorgänge ständig. Nach wenigen Perioden, während denen ein etwas geringerer primärseitiger Stromwert erreicht
wurde, erreicht der Zahlenstand im Zähler 17 den unteren Umschaltschwellwert Sl der Schwellwerterkennungsstufe 15.
Infolge der Triggerung der Schwellwerterkennungsstufe 15 durch Geberrückflanken, wirkt sich dieses Erreichen erst
zum Zeitpunkt t3 aus. Eine solche Triggerung könnte z.B.
auch durch ein der Schwellwertstufe nachgeschaltetes Flipflop erfolgen. Durch diesee Ansprechen der Schwellwertstufe
15 wird über das ODER-Gatter Ik der Zähler 11 ständig auf "abwärtszählen" geschaltet. Gleichzeitig wird über den Umschalter
18 dem Komparator 19 ständig der Zahlenwert 0 als Auslöseschwellwert zugeführt. Sofort nach dem Setzen
des Zählers 11 zählt dieser somit auf den Wert Null und löst dann den Schließzeitbeginn aus. Dies bewirkt zunächst eine
zu große Schließzeit, so daß wiederum die Stromregelvorrichtung 28 anspricht. Diese zu lange Stromflußzeit ab dem Stromwert Il bewirkt jedoch sofort ein Ansteigen des erreichten
Zahlenwerts im Zähler 17, so daß sich bereits nach wenigen Perioden, im dargestellten Fall drei Perioden, die richtige
Stromflußdauer wieder eingestellt hat. Der kontinuierlich weiterzählende Zähler 12 hat keinen Einfluß auf die Schließzeit
mehr.
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: ΟΓ: 6 15
Da die Schwellwerterkennungstufe 15 eine Hysterese aufweist, erfolgt eine Rückschaltung erst wieder bei überschreiten des
Schwellwerts S2. Dies soll verhindern, daß infolge der Aufwärts
/Abwärts -Zählvorgänge des Zählers 17 und Drehzahlschwankungen
im Umschaltbereich ein ständiges Umschalten zwischen Schließwinkelverkleinerung und Schließwinkelvergrößerung
erfolgt. Die gute Dynamik der beschriebenen Schließwinkelregelvorrichtung ergibt sich insbesondere
dadurch, daß Beschleunigungen in jedem Bereich erfaßt werden: Eine Beschleunigung während einer Gebersignalpause
wird durch den Zähler 11 erfaßt. Eine Beschleunigung während eines Gebersignals wird im Zähler 12 erfaßt. Schließlich
wird eine Beschleunigung während der Stromflußzeit durch den Zähler 17 erfaßt.
In einer einfacheren Ausführung der Erfindung kann auch auf den Auslöseschwellwert-Zähler 12 verzichtet und ein fester
Auslöseschwellwert gewählt werden. Dies muß natürlich durch eine schlechtere Dynamik und geringere Variationsbreite
des Geber-Steuertastverhältnisses erkauft werden. Ebenso kann in einer einfacheren Ausführung der Erfindung unter
Beibehaltung des Zählers 12 auf die Umschaltung auf das Prinzip der Schließwinkelvergrößerung bei hohen Drehzahlen
verzichtet werden. Unter Einsparung der Bauteile 15 und 18 führt dies allerdings zu einer Beschränkung des maximal
erreichbaren primären Abschaltstromes infolge der Begrenzung durch das Steuertastverhältnis. Ein übergang auf eine
Offenzeitregelung (Bauteile 15, 18) führt insbesondere bei höheren Punkenzahlen (z.B. 8-Zylinder) zu einer wesentlichen
Verbesserung der Leistungsdaten.
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26.2.1980 Ve/Hm ' η 9 '
Zündanlagen für Brennkraftmaschinen
Zusammenfassung
Es wird eine Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit einer Schließwinkelregelvorrichtung vorgeschlagen, die drei Zähl-Vorrichtungen
zur Erfassung von Beschleunigungen aufweist. In einer ersten Aufwärts-/Abwärts-Zählvorrichtung (17) wird
der Zählvorgang in die eine Richtung durch die Stromflußdauer im Primärstromkreis einer Zündspule (25) ab dem überschreiten
eines Stromschwellwerts (II) bestimmt, und der Zählvorgang in die andere Richtung ist zeitlich konstant.
In eine zweite Aufwärts-/Abwärts-Zählvorrichtung (11) sind die Zahlenwerte der ersten Zählvorrichtung gebergesteuert
übernehmbar, wobei die Zählrichtung ebenfalls durch die Gebersignale bestimmt ist. Bei Erreichen eines festlegbaren
Auslöseschwellwerts durch den Zählvorgang in der zweiten Zählvorrichtung (11) wird die Schließzeit ausgelöst, wobei
eine Gebersignalflanke, bzw. Signalflanke eines Zündungsrechners den Zündzeitpunkt festlegt. Der festlegbare Auslöseschwellwert
wird vorteilhaft durch eine dritte Aufwärts-/Abwärts-Zählvorrichtung (12) bestimmt, die geberflankengesteuert
auf einen Pestwert (X) gesetzt wird und deren Zählrichtung ebenfalls durch die Gebersignale festgelegt
ist. Durch die Erfassung von Beschleunigungen durch drei Zähler während verschiedener zeitlicher Perioden wird eine
sehr gute Dynamik erreicht. Vorteilhaft wird ab einer festlegbaren Drehzahl durch Umschalten des festlegbaren Auslöseschwellwerts
auf einen sehr kleinen Wert und Umschalten der Zählvorrichtung (11) auf ständiges Abwärtszählen von einer
Schließwinkelverkleinerung auf eine Schließwinkelvergrößerung umgeschaltet. Dadurch ist eine Anpassung an variable Geber-Steuertastverhältnisse
möglich.
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■/lit-
Leerseite
Claims (5)
- R. ■:. D 126.2.1980 Ve/HmROBERT BOSCH GMBH, 7OOO STUTTGART 1Ansprüche{ l.yEündanlage für Brennkraftmaschinen mit einer Zündspule, in deren Primärstromkreis ein elektronischer Schalter und in deren Sekundärstromkreis wenigstens eine Zündstrecke geschaltet ist, mit einer Schließwinkelregelvorrichtung zur Regelung des elektronischen Schalters in Abhängigkeit der Signale einer rotierenden Geberanordnung, mit einer Aufwärts-/Abwärts-Zählvorrichtung (17) bei der der Zählvorgang in die eine Richtung durch die Stromflußdauer im Primärstromkreis der Zünd-/"""** . spule ab dem überschreiten eines Stromschwellwerts (II) bestimmt ist und bei der der Zählvorgang in die andere Richtung zeitlich konstant ist, mit einer zweiten Aufwärts-/ Abwärts-Zählvorrichtung (11), in die Zahlenwerte der ersten Zählvorrichtung (17) gebergesteuert übernehmbar sind, und deren Zählrichtung ebenfalls durch die Gebersignale festgelegt ist, wobei bei Erreichen eines festlegbaren Auslöseschwellwerts durch den Zählvorgang in der zweiten Zählvorrichtung (11) der elektronische Schalter im Primärstromkreis der Zündspule geschlossen und durch eine Gebersignalflanke wieder geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß130040/0123der festlegbare Auslöseschwellwert durch den Endzählerstand einer dritten Aufwärts-/Abwärts-Zählvorrichtung (12) bestimmt ist, die geberflankengesteuert auf einen festen Wert (X) gesetzt wird und deren Zählrichtung durch die Gebersignale festgelegt ist.
- 2. Zündanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Endzählerstand der dritten Zählvorrichtung (12) jeweils nach einem Aufwärts-/Abwärts-Zählvorgang in einem Zwischenspeicher (13) gespeichert wird, dessen Speicherwert sowie die Zahlenwerte der zweiten Zählvorrichtung (11) einem Komparator (19) zugeführt werden, dessen Ausgang den elektronischen Schalter (23) steuern.
- 3. Zündanlage, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ab einer festlegbaren Drehzahl der Brennkraftmaschine zur Vergrößerung des Schließwinkels der Auslöseschwellwert sprunghaft auf einen anderen Wert, vorzugsweise den Wert Null, umschaltbar ist, und daß die zweite Zählvorrichtung (11) den von der ersten Zählvorrichtung (17) übernommenen Wert in einer Zählrichtung auszählt.
- 4. Zündanlage nach Anspruch 33 dadurch gekennzeichnet, daß die festlegbare Drehzahl durch der ersten Zählvorrichtung (17) zugeordnete Mittel (15) zur Schwellwerterkennung bestimmt wird.1300A0/0123
- 5. Zündanlage nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (15) der Schwellwerterkennung eine Hysterese aufweisen.5. Zündanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die drehzahlabhängige Umschaltung des Auslöseschwellwerts über einen Multiplexer (18) erfolgt.'130040/0123
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