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Die Erfindung betrifft eine Bühne für den Streckenvortrieb im
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Berg- und Tunnelbau, welche über Laufkatzen an dem Streckenausbau
verfahrbar ist und eine Arbeitsplattform sowie einen Ausbaumanipulator mit einem
durch einen Druckmittelantrieb manipulierbaren Träger für wenigstens eine Ausbauprofiltragkonsole
aufweist.
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Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf fahrbare Ausbaubühnen,
deren Laufkatzen als Brems- und Treiblaufkatzen ausgebildet und an einem fliegenden
Gestänge in der Firste des zumeist bogenförmigen Streckenausbaus verfahrbar sind.
Dabei kann die Bühne mit einem oder mehreren Bohrwerken versehen sein, um während
der Ausbauarbeit bereits mit dem Abbohren des folgenden Abschlages beginnen zu können.
Derartige Bühnen reduzieren dann nicht nur den Aufwand für die Ausbauarbeit, sondern
auch für die Bohrarbeit. Die Verminderung der Ausbauarbeit beruht bei solchen Bühnen
auf dem Ausbaumanipulator, der bei fortgeschrittenen Ausführungsformen mehrere Ausbauprofiltragkonsolen
aufweist, in denen die Firstsegmente mehrerer Streckenbögen in verbolztem und mit
Verzug versehenen, d.h.
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vormontierten Zustand aus einem hinteren Streckenbereich mit Hilfe
der Bühne bis vor Ort transportiert werden, wo der vormontierte Ausbauteil angehoben
und für die Endmontage mit den Schloßsegmenten komplettiert wird.
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Einfachere Ausbaumanipulatoren wirken nicht mit derartigen Bühnen
zusammen, sind aber ebenfalls bekannt (DE-PS 25 01 535).
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Sie sind ihrerseits auf einem fliegenden Gestänge in der Streckenfirste
mit Brems- und Treiblaufkatzen verfahrbar, jedoch aus mehreren Trägern mit Schwenkantrieben
zusammengesetzt, die in einer Ebene schwenkbar sind.
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Bei den eingangs beschriebenen Ausbaubühnen strebt man eine möglichst
weitgehende Mechanisierung aller Arbeitsvorgänge an, welche mit der Komplettierunq
des Streckenausbaus verbunden sind. Dazu gehört auch der Anschluß des Verzuges an
das Gebirge.
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Dazu sind Ausbaubühnen bekannt geworden (Zeitschrift Glückauf 110
(1974) Nr. 22, 943, Bild 1), welche es ermöglichen, die fertig verbolzten und verzogenen
Firstsegmente eines Abschnittes des bogenförmigen Streckenausbaus unmittelbar der
Firste anzulegen und dadurch das Einbringen von Hinterfüllmaterial überhaupt zu
vermeiden. Dieses Verfahren ist jedoch nur dort anwendbar, wo man den Ausbruch wenigstens
annähernd profilgerecht hereingewinnen, u.a. hereinschießen kann. Die Voraussetzungen
hierfür bieten jedoch insbesondere die im Steinkohlenbergbau unter Tage angetroffenen
Verhältnisse nur selten.
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Es ist auch bekannt, die vor Ort aufgestellten und verbolzten sowie
verzogenen Ausbaurahmen mit einem besonderen Hinterfüllmaterial, z.B. mit Anhydrid
zu verblasen (Kurznachrichten des Steinkohlenbergbauvereins Nr. 80, Dezember 1970,
S. 5 und 6).
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Dadurch kann man einerseits auf die Verwendung von Handsteinen aus
dem hereingewonnenen Streckenhaufwerk für die Hinterfüllung verzichten und andererseits
die Hinterfüllarbeit mechanisieren und dadurch beschleunigen sowie erleichtern.
Die Erfindung bezieht sich deshalb auf dieses mechanisierte Hinterfüllverfahren,
wobei auch andere Hinterfülimaterialien in Betracht kommen können, die sich verblasen
lassen.
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Da man hierfür eine entsprechend leistungsfähige Blaseinrichtung benötigt,
hat man sich auch bereits bemüht, einerseits die Cefährdung der Bedienungsmannschaft
durch Vermeidung von freien Schläuchen zu verhindern und andererseits den Arbeitsaufwand
für die Bedienung und das Umrüsten der Blasvorrichtunq zu verringern.
Dazu
ist es bekannt (DE-PS 2t 65 889), das vordere Ende der streckenfesten Blasleitung
mit einem mobilen Leitungsteil zu versehen, der über Laufkatzen an einem fliegenden
Gestänge in der Firste der Streckenbögen verfahrbar ist. Der mobile Leitungsteil
besteht im wesentlichen aus einer Folge von Rohrkrümmern und Teleskoprohren, die
es ermöglichen, ohne die Verwendung von Schläuchen das Austragsrohr der Blasvorrichtung
so zu führen, daß der Ausbau praktisch auf seinem gesamten Umfang hinterfüllt werden
kann. Bei einer anderen Vorrichtung dieser Art (DE-AS 25 38 033), welche Gewichte
und Platz einsparen soll, benutzt man einen aus Sektionen zusammengesetzten Tragarm,
der über Hubwerke an die Laufkatzen angeschlossen ist und als Verbindung des Austragsrohres
mit der streckenfesten Blasleitung einen Schlauch, der über einen Rohrbogen an das
Austragsrohr angeschlossen ist, welches mit einem Drehmotor beweglich ist.
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Diese mechanisierten Blasvorrichtungen eisnen sich bisher nicht für
das Zusammenwirken mit einer Bühne der beschriebenen Art, hauptsächlich weil diese
Bühnen bereits so viel Platz beanspruchen, daß nicht mehr genügend Raum für die
Unterbringung des mobilen Teils der BlasvorricIitung und ihr fliegendes Gestänge
übrig bleibt. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Bühne zu schaffen,
welche außer der Mechanisierung der Ausbauarbeit sowie gegebenenfalls der Bohrarbeit
auch noch die Mechanisierung des Hinterfüllens mit einer Blasvorrichtung ermöglicht.
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Gemäß der Erfindung wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß
an den Träger des Ausbaumanipulators wenigstens ein Austragsrohr einer Blasvorrichtung
zum Hinterfüllen des Streckenausbaus angeschlossen ist und der Druckmittelantrieb
des Trägers in ein
das Austragsrohr steuerndes Seiten- und Höhenrichtwerk
einbezogen ist, das über ein längs der Bühne bewegliches Drehwerk radial schwenkbar
ist, und daß jedes Austragsrohr mit einem Blasschlauch an ein an der Bühne befestigtes
Teleskopblasrohr mit Teleskopantrieb angeschlossen ist, das den Anschluß für das
freie Ende einer streckenfesten Blasleitung bildet.
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Gemäß der Erfindung ist der Druckmittelantrieb des Ausbaumanipulators
in das Seiten- und Höhenrichtwerk der Blasvorrichtung integriert. Dadurch ist er
doppelt, d.h. für beide Zwecke einsetzbar. Andererseits wird dadurch eine raumsparende
Unterbringung der Blasvorrichtung möglich, die insbesondere die bislang erforderlichen
getrennten Aufhängungen gänzlich und die für die Steuerung des Blasrohres erforderlichen
Antriebe wenigstens teilweise überflüssig macht. Dabei ermöglicht das Teleskoprohr
einerseits den Ausgleich der Längendifferenz der Blasleitung bis zum Einbau eines
neuen Streckenrohres und andererseits die Längsbewegung des Drehwerkes auf der Bühne,
wenn von der Ausbauarbeit zur Hinterfüllarbeit übergegangen wird. Die Schlauchverbindung
dient dagegen zur Speicherung der Leitungslänge zwischen dem Teleskoprohr und dem
betreffenden Austragsrohr sowie als Gelenk für diesen Teil der Blasleitung beim
Übergang von der Ausbauarbeit zur Hinterfüllarbeit und umgekehrt.
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Da bei derartigen Schlauchleitungen vorgeschriebene Minimalkrümmungen
nicht unterschritten dürfen, die vom Schlauchdurchmesser abhängen, ist es gemäß
einem weiteren Merkmal der Erfindung bei größeren Blasleitungsdurchmessern zweckmäßig,
zwei parallele Blasrohre zu verwenden und diese über ein Hosenrohr an das Teleskoprohr
anzuschließen. Dadurch gelingt es, das Teleskoprohr und die Längsführung des Drehwerkes
auf der Bühne anzubringen und die erforderlichen Bögen zwischen dem Hosenrohr
und
dem Austragsrohr mit Schläuchen zu verwirklichen, ohne den bei einfacher Weiterführung
der Blasleitung erforderlichen Krümmungsradius des Schlauches einhalten zu müssen.
Gemäß der Erfindung hängt somit die Anzahl der Austragsrohre vom Blasleitungsdurchmesser
ab Bedient man sich bei dem Ausbaumanipulator der einfachere ren Ausführungsformen
der eingangs als bekannt vorausgesetzten Art, nach der der Ausbaumanipulator beispielsweise
nur für einen Bau eingerichtet ist, so besteht sein Träger in der Regel aus einem
Mast, der aus mehreren Sektionen zusammengesetzt ist, die untereinander mit Schwenkantrieben
verbunden sind, welche eine Bewegung der Ausbauprofiltragkonsole in einer Ebene
zum Anheben und Absenken des Streckenbaues ermöglichen. In diesen Fällen wird der
Erfindungsgedanke heispielsweise dadurch verwirklicht, daß das Höhen- und Seitenrichtwerk
einen mit einem Mast aus mehreren aneinander angelenkten und mit Schwenkantrieben
versehenen Sektionen und wenigstens einer schwenkbaren Ausbauprofiltragkonsole verwirklichten,
an sich bekannten Ausbaumanipulator einschließt, dessen Mast mit der untersten Sektion
an den drehbaren Teil des Drehwerkes angelenkt ist und als Verbindung zwischen der
Konsole und der zweiten Mastsektion ein angetriebenes Teleskop vorgesehen ist, auf
dessen beweglichen Teil sich ein Schwenkantrieb für das in der Knickebene des Mastes
gelenkig angebrachte Austragsrohr abstutzt.
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Diejenigen bekannten Bühnen, welche eine Vormontage des Streckenausbaus
ermöglichen, weisen in der Regel einen Ausbaumanipulator auf, der aus einem im wesentlichen
parallel zur Ebene der Bühne heb- und senkbaren Träger oder Rahmen mit mehreren
Ausbauprofiltragkonsolen besteht und ein entsprechendes, auf dem Bühnenrahmen verlagertes
Hubwerk aufweist. Auch diese Ausführungsformen
lassen sich in
das Höhen- und Seitenrichtwerk der erfindungsgemäßen Bühne integrieren, indem das
Hubwerk ebenso wie Lenker einer Parallelführung an den drehbaren Teil des Drehkopfes
angeschlossen werden, wobei der oder die rückwärtigen Lenker jeweils mit angetriebenen
Teleskopen verwirklicht sind; das oder die Austragsrohre sind dann an dem beweqlichen
Teil eines weiteren, angetriebenen Teleskopes angebracht, dessen fester Teil an
dem Träger oder Rahmen befestigt ist.
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Zur Vereinfachung trägt es schließlich bei, wenn man den Antrieb,
der das Drehwerk längs der Bühne bewegt, mit anderen Antrieben vereinigt. Gemäß
der Erfindung ist deshalb vorgesehen, daß das Teleskoprohr der Blasleitung wie an
sich bekannt mit einem oder mehreren Druckmittelzylindern angetrieben ist, die zum
Antrieb eines das Drehwerk aufnehmenden Wagens dienen.
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Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der L'rfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsformen anhand
der Figuren in der Zeichnung; es zeigen Fig. 1 in Seitenansicht und unter Fortlassung
aller für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten eine Ausbaubühne
gemäß der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand
der Fig. 1, Fig. 3 eine Stirnansicht des Gegenstandes der Fig. 1, Fig. 4 der Fig.
1 entsprechender Darstellung eine vereinfachte Ausführungsform der Erfindung,
Fig.
5 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung die Ausführungsform nach Fig. 4 und Fig.
6 in der Fig. 3 entsprechender Darstellung den Gegenstand der Fig. 4.
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Gemäß der Darstellung des Ausführungsbeispieles in den Fig. 1-3 ist
eine Strecke 1 des Berg- und Tunnelbaus mit einem fünEteiligen Streckenausbaurahmen
2 aus den Sektionen 3-7 ausgebaut.
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Wie die Schnittdarstellungen in den Fig. 1 und 2 erkennen lassen,
handelt es sich um ein rinnenförmiges Ausbauprofil.
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Eine Bühne 8 ist gemäß Fig. 1 mit hilfe mehrerer Laufkatzen 9 bzw.
10 an einer Schiene 11 eines fliegenden Gestänges aufgehängt, dem eine weitere Schiene
12 zugeordnet ist, die parallel zur Schie 11 verlegt ist und der entsprechende Laufkatzen
13 zugeordnet sind. Die Bühne hat einen im einzelnen nicht dargestellten Bühnenrahmen
aus längsverlaufenden Trägern, von denen zwei parallele Träger bei 14 und 15 in
Fig. 3 darqestellt sind und mehreren Traversen 16. Uber eine Fahrte 17 kann die
mit den nötigen Geländern 171versehene Bühne bestiegen und verlassen werden Die
Laufkatzen 9, 10 sowie 13 sind jeweils über Hubzylinder 18-20 an die Bühne 8 angeschlossen.
Bei ausqefahrenen Kolbenstangen 21 kann die Bühne so weit abgesenkt werden, daß
entsprechend der strichpunktierten Darstellung nach Fig. 3 mehrere, nämlich insgesamt
drei Ausbaurahmen mit ihren Firstsektionen 4-6 vormontiert werden können.
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Dazu dient ein Ausbaumanipulator, dessen wesentlicher Teil ein Träger
22 ist, auf dessen Oberseite 23 in dem vorgeschriebenen Bauabstand Ausbauprofiltragkonsolen
24-26 befestigt sind. Je eine der Tragkonsolen 24-26 ist einem der drei varzumontierenden
Streckenrahmen
zugeordnet. Bei der Vormontage werden die Rahmen mit ihren Firstsektionen in die
Aushauprofiltragkonsolen 24-26 eingelegt, miteinander verbolzt und mit einem Verzug
versehen.
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Die Ausbaubögen 28 (Fig. 1) werden in einem vorgegebenen Abstand von
dem freigelegten Gebirgsstoß 29 im Ort gesetzt, wobei die Ortsbrust mit 30 bezeichnet
ist. Der dadurch zwischen dem Verzug des Ausbaues und dem Gebirge entstehende Hohlraum
wird verblasen.
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Dieser aus Anhydrid bestehende Blasversatz ist bei 31 in Fig. 1 angedeutet.
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Zum Einbringen des Blasversatzes dient eine Blasvorrichtung, deren
streckenfester Teil in den Figuren nicht wiedergegeben ist.
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Er besteht im wesentlichen aus einer am Ausbau aufgehängten Blasleitung
und einer an deren Beginn aufgestellten Blasmaschine, die das feinkörnige Blasmaterial
durch die Blasleitung bis vor Ort transportiert. Vor Ort ist die Bühne 8 (Fig. 2)
an das letzte der streckenfesten Blasrohre anschließbar. Zum Anschluß dient ein
Teleskoprohr 32 an sich bekannter Bauart. Das Teleskoprohr ist gemäß dem dargestellten
Ausführungsbeispiel im Bühnenrahmen angebracht und kann mit seinem rückwärtigen
Anschluß flansch 33 über eine Schnellkupplung mit dem letzten Flansch des streckenfesten
Rohres der Blasleitung gekuppelt werden.
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Es besitzt mehrere Druckmittelzylinder 34, 35 bzw. 36, 37 für den
Antrieb des Teleskopes und wird über ein nicht dargestelltes Hosenrohr mit je einem
Schlauch 38 an je eines von zwei parallel verlegten Austragsrohren 39, 40 von ebenfalls
grundsätzlich bekannter Bauart angeschlossen. Jedem der beiden Austragsrohre 39,
40 ist eine Rohrschelle 41, 42 zur Verbindung mit einem Teleskop 42, nämlich dessen
ausfahrbarem Teil zugeordnet. Dieses Teleskop wird von einem hydraulischen Arbeitszylinder
43 gebildet, der bei 44 im stationären Teil eines Wagens 45 angelenkt ist und
dessen
Kolbenstange 46 einen in Längsrichtung auf einer Führung 47 des Wagens verschieblichen
Schlitten 48 in beiden Richtungen betätigen kann. Wie man aus Fig. 3 erkennen kann,
hat der Wagen Laufräder 49, 50 für ein aus zwei parallelen Schienen 51, 52 bestehendes
und über Platten 53 auf der Bühne verlegtes Fahrgleis. Der Antrieb des Wagens erfolgt
über den Teleskoprohrantrieb 34-37. Wie genauer aus Fig. 1 erkennbar ist, werden
die Laufrollen 49, 50 ergänzt durch Zwangsrollen 55, die den Wagen auf der Unterseite
des Schienenkopfes abstützen.
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Im vorderen Teil des Wagens liegt ein Axialkolbenmotor mit Stirnradgetriebe,
der den Antrieb eines Drehwerks 58 bildet.
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Der drehbare Teil 59 hat eine gegabelte Konsole 60 für ein Drehgelenk
61, mit dem ein fester Lenker 62 an das Drehwerk 58 angeschlossen ist. Dieser Lenker
ist an einer gegabelten Konsole 63 angelenkt, die sich auf der Unterseite 64 des
Trägers 22 befindet. Dahinter befindet sich eine weitere gegabelte Konsole 65 zum
Anschluß des beweglichen Teiles 66 eines Teleskopes 7, das mit einem hydraulischen
Zylinder 68 verwirklicht ist, dessen Kolbenstange 66 an die Konsole 65 angelenkt
ist. Dieser Zylinder sitzt in einer gegabelten Konsole 69 auf der Rückseite 7C einer
Platte 71, die im drehbaren Teil 59 des Drehwerkes 58 einen Support darstellt. Sie
dient nämlich ferner zur Anbringung einer vorderen Gabelkonsole 72 für die Anlenkung
eines Schwenkantriebes, der gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem
hydraulischen Zylinder 73 und dessen Kolbenstange 74 gebildet wird, die über eine
Gabelkonsole 75 an die Unterseite des Lenkers 62 angeschlossen ist. Die Lenker 62
und 67 bilden eine Parallelführung für den Träger 22, so daß sich dieser entsprechend
der strichpunktierten Darstellung der Fig. 1 parallel zum Bühnenrahmen anheben und
absenken läßt, was allgemein bei 77
dargestellt ist. Wie weiter
unten noch erläutert wird, dient diese Bewegungsmöglichkeit des Trägers 22 zur Vorbereitung
der Endmontage der vormontierten Baue.
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Durch das Drehwerk kann der Support 70 um 3600 geschwenkt werden.
Mit Hilfe des Teleskopes 67 läßt sich der Träger 22 aus seiner waagerechten, d.h.
im wesentlichen parallel zum Bühnenrahmen verlaufenden Lage um maximal ca. 1550
nach vorn verschwenken, so daß er die bei 78 dargestellte Betriebsstellung einnehmen
kann. Das Teleskop 42 gestattet eine Hin- und Herbewegung der Austragsrohre 39,
40 in Richtung des Pfeiles 79 der Fig. 2 über eine Bewegungsstrecke von ca. 900
mm.
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Aus dem Bühnenrahmen sind Teile der Plattform 80, die mit 81 und 82
bezeichnet sind, in Richtung der Doppelpfeile 83, 84 seitlich aus- und einfahrbar.
Diese Bühnenteile dienen als Bohrbühne und können für den Transport des vormontierten
Ausbaus und das Zurückfahren der Bühne in den Vormontageraum aus ihrer in den Fig.
2 und 3 wiedergegebenen strichpunktierten Betriebsstellung in den Bühnenrahmen eingefahren
werden.
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Der ArbeitsabJauf beim Streckenvortrieb, der mit der Bühne gemäß den
Fig. 1 bis 3 möglich ist, gestaltet sich wie folgt: In einem hinteren Teil der Strecke
werden die drei für den Ausbau eines Anschlages nötigen Streckenrahmen in den Ausbauprofiltragkonsolen
24-26 wie beschrieben vormontiert. Dabei befindet sich der Träger 22 in der aus
Fig. 1 ersichtlichen Stellung, die Bühne ist jedoch abgesenkt. Durch Betätigung
ihrer Hubwerke kann die Bühne angehoben werden und läßt sich nunmehr in der aus
Fig. 3 ersichtlichen Stellung des vormontierten Ausbaues durch den bereits ausgebauten
Teil der Strecke nach vorn fahren.
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Sobald die Bühne vor Ort angekommen ist, ragt sie mit ihrem Träger
22 in den nicht ausgebauten Teil der Strecke vor. Durch Betätigen des im wesentlichen
von dem Träger 22 und seinem Hubwerk 73, 74 gebildeten Ausbaumanipulators aus der
ausgezogenen, in Fig. 1 wiedergegebenen Ausgangsstellung in eine angehobene Stellung'der
vormontierten Ausbauteile können diese in die richtige Stellung verbracht werden,
die für die Endmontage der Stoßsegmente 3 und 7 jedes Ausbaurahmens 2 erforderlich
ist.
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Gleichzeitig wird der Verzug und die Verbolzung für den Anschluß dem
letzten stehenden Streckenrahmen hergestellt. Danach kann der Träger 22 abgesenkt
werden und steht nunmehr für das Hinterfüllen zur Verfügung.
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Das Hinterfüllen setzt voraus, daß der Flansch 33 des Teleskopblasrohres
32 mit dem letzten Streckenrohr der Blasleitung verbunden ist, wobei gegebenenfalls
ein Verbindungsschlauch verwendet werden kann. Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird
durch Betätigen der Teleskopantriebe der Wagen so weit nach vorn gefahren, daß der
Träger die in den Fig. 2 bzw. in Fig. 3 strichpunktiert wiedergegebene Stellungen
einnehmen kann. Dazu muß das Teleskop 67 betätigt werden, so daß der Träger in eine
im wesentlichen zu seiner Querebene der Strecke übereinstimmende Stellung verstellt
werden kann. Sobald das der Fall ist, kann mit dem Blasen begonnen werden. Entsprechend
der im wesentlichen aus Ellipsen und jeweils einem unteren geraden Teil zusammengesetzten
Bogenform des Streckenausbaues wird das Teleskop 42 gesteuert, während die Führung
der Austragsrohre 39 und 40 längs des Streckenumfanges mit IIilfe des Drehwerkes
70 erfolgt.
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Während dieser Arbeiten können in der Strecke auf der Bühne andere
Arbeiten durchgeführt bzw. begonnen werden. Dazu gehört das Rüsten von nicht dargestellten
Bohrvorrichtungen, die auf
den ausziehbaren Teil 81 und 82 der
Bühne angebracht werden können.
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Im Ausführungsbeispiel nach den Fiq. 4-6 ist die Verbindung des Teleskoprohres
32 mit der Blasleitung bei 90 wiedergegeben.
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Aus der Darstellung ist ferner erkennbar, daß sich zwischen dem Teleskoprohr
und dem Schlauch 91, der die Verbindung zu dem Austragsrohr 93 herstellt, eine Drehkupplung
94 befindet, sowie eine Benetzunqsdüse, mit der eine Anregerflüssigkeit dem Hinterfüllmaterial
zugesetzt werden kann. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-3
ist das Drehwerk 58 auf einem Schlitten 95 angeordnet, auf dem sich auch ein Steuerpult
96 befindet, das von einem Fahrersitz 97 aus betätigt werden kann oder über eine
Fernsteuerung erreichbar ist. Die Pumpenstation 92 dient zur Versorgung der sämtlich
ölhydraulischen Schwenkantriebe des Ausbaumanipulators und der Blasvorrichtung.
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Der Ausbaumanipulator besteht aus einem Mast 98, der seinerseits aus
zwei Sektionen 99 und 100 zusammengesetzt ist, welche in einer im wesentlichen senkrechten
Ebene schwenkbar angeordnet sind. Dazu ist der inneren Sektion 100 ein Schubkolbenschwenkantrieb
101 und der äußeren Sektion ein Schubkolbenschwenkantrieb 102 zugeordnet. Die innere
Sektion 101 sitzt auf dem Support 103 des Drehwerkes 58. Die äußere Sektion 99 ist
in Form eines Teleskops verwirklicht, dessen äußerer Teil als hydraulischer Zylinder
104 verwirklicht ist. Die Kolbenstange 105 träqt eine Konsole 106, auf der über
eine Gelenkgabel 107 die mit einer Klammer ausgerüstete Ausbauprofiltragkonsole
108 angelenkt ist, so daß sie um eine Querachse schwenkbar ist. Die Konsole 106
dient außerdem zur Verlagerung eines Schwenkantriebes 109, der seinerseits aus einem
hydraulischen Zylinder besteht, dessen Kolbenstange 110 zum Schwenken
des
Austragsrohres 93 dient, das über eine Schelle 111 an eine Gelenkkonsole mit zur
Achse des Drehgelenkes 107 paralleler Achse angelenkt ist. Die Bewegungsmöglichkeiten
der Einrichtung sind durch die Pfeile in Fig. 5 wiedergegeben; Fig. 4 zeigt die
in strichpunktierter Darstellung untere Stellung des Ausbaumanipulators.
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Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach den Fig. 4-6 entspricht
der nach den Fig. 1-3 mit der Ausnahme, daß mit dem Ausbaumanipulator lediglich
die Ausbaubögen 2 aufgerichtet, nicht aber vormontiert werden können.
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