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DE3009165C2 - - Google Patents

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Publication number
DE3009165C2
DE3009165C2 DE19803009165 DE3009165A DE3009165C2 DE 3009165 C2 DE3009165 C2 DE 3009165C2 DE 19803009165 DE19803009165 DE 19803009165 DE 3009165 A DE3009165 A DE 3009165A DE 3009165 C2 DE3009165 C2 DE 3009165C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact piece
movable contact
gas
articulated
pump piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19803009165
Other languages
English (en)
Other versions
DE3009165A1 (de
Inventor
Johann Schoenenwerd Ch Blatter
Rudolf Dipl.-El.-Ing. Eth Obermuhen Ch Graf
Walter Oberentfelden Ch Schaad
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Switzerland GmbH
Original Assignee
Sprecher und Schuh AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sprecher und Schuh AG filed Critical Sprecher und Schuh AG
Publication of DE3009165A1 publication Critical patent/DE3009165A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3009165C2 publication Critical patent/DE3009165C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • H01H33/90Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism
    • H01H33/901Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism making use of the energy of the arc or an auxiliary arc
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01H33/90Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism
    • H01H33/905Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected by or in conjunction with the contact-operating mechanism the compression volume being formed by a movable cylinder and a semi-mobile piston

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  • Circuit Breakers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter der im Oberbegriff des Pantentanspruches 1 genannten Gattung.
Ein solcher Schalter ist beispielsweise aus der CH-PS 5 88 154 oder aus der dieser weitgehend entsprechenden DE-PS 23 29 501 bekannt.
Bei diesem Schalter ist das bewegliche, röhrförmige Kontaktstück in einer rohrförmigen, am Pumpkolben auf dessen dem Pumpraum des Pumpzylinders abgekehrter Seite angeformten Führungsnabe geführt. Diese Führungsnabe besitzt ebenfalls radial durchgehende Öffnungen, mit denen die Ausblasöffnungen im bewegli­ chen Kontaktstück erst im Zuge des Ausschalthubes zur Fluchtung gelangen. Außerdem liegen die Ausblasöffnungen des beweglichen Kontaktstücks im Einschaltzustand außerhalb des Pumpraumes, und zwar innerhalb der Nabe des Pumpkolbens. Daraus er­ gibt sich, daß die Ausblasöffnungen im beweglichen Kontaktstück in Einschaltstellung auf alle Fälle und auch am Anfang des Ausschalthubes durch die Führungs­ nabe verschlossen bleiben.
Erfolgt nun ein Ausschalthub, erfährt das im Pump­ zylinder befindliche Löschgas beim bekannten Schalter eine Vorkompression. Das im Innern des beweglichen Kontaktstückes befindliche Löschgas erfährt dagegen keine oder keine nennenswerte Vorkompression, solange der Schaltstift noch in das bewegliche Kontaktstück eingreift, da die Verbindung zwischen dem Pumpraum und dem Inneren des beweglichen Kontaktstückes unterbunden oder zumindest stark gedrosselt ist. Kurz bevor das be­ wegliche Kontaktstück den Schaltstift verläßt, herrscht also ein Druckgefälle vom Pumpraum zum Inneren des be­ weglichen Kontaktstückes hin. Sobald nun das bewegliche Kontakstück den Schaltstift verläßt, zündet der Lichtbogen, der sofort eine erhebliche Drucksteigerung des Gases im Beblasungsraum der Blasdüse zur Folge hat. Solange nun dieser Beblasungsraum noch verschlossen ist, entsteht wegen des erwähnten Druckgefälles (und auch wegen der erwähnten Drucksteigerung) ein kräftiger Gasstrom in das Innere des beweglichen Kontaktstückes, bis die Drücke im Pumpzylinder und im beweglichen Kontaktstück ausgeglichen sind. Damit geht aber auch ein Teil der Vorkompression verloren, die erst dann voll zum Zuge kommen sollte, wenn der Beblasungsraum vom Schaltstift freigegeben wird.
Darüber hinaus wird (zumindest solange der Be­ blasungsraum noch nicht freigegeben worden ist) ein Teil der durch den Lichtbogen hochgespannten und ionisierten Gase zurück in die Blaskanäle und den vorderen Teil des Pumpraumes gedrückt, so daß nach Freigabe des Beblasungsraumes und damit der Abström­ möglichkeit des Löschgases zuerst noch während einer vergleichsweise längeren Zeitspanne erhitztes und ionisiertes Gas durch die Blasdüse und durch das be­ wegliche Kontaktstück strömt, was einer raschen Kühlung und Löschung des Schaltlichtbogens abträglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Druckgasschalter der eingangs genannten Art so weiter auszubilden, daß auch im "kritischen" Moment, nämlich dann, wenn das be­ wegliche Kontaktstück den Schaltstift verlassen hat, der Beblasungsraum der Blasdüse jedoch noch vom Schalt­ stift verschlossen ist und ionisierte Gase in den Pumpraum zurückgedrückt werden, diese in den hinteren Teil des Pumpraums gedrängt werden und damit die Vor­ kompression erhöhen, sowie eine anschließende Kühlung und Löschung des Lichtbogens nicht behindern. Dabei soll die Durchtrittszeit der Ausblasöffnung des be­ weglichen Kontaktstückes möglichst verringert werden, so daß die Abströmmöglichkeit des Löschgases durch das bewegliche Kontaktstück hindurch praktisch nicht unter­ brochen wird.
Diese Aufgabe wird beim Druckgas­ schalter nach der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 festgelegten Merkmale gelöst. Damit steht (auf alle Fälle in Einschalt­ stellung aber auch zu Beginn eines Ausschalthubes) das Innere des beweglichen Kontaktstückes über die Ausblas­ öffnung in Verbindung mit dem Pumpraum, so daß das Löschgas sowohl im Pumpraum als auch im beweglichen Kontaktstück in gleichem Maße vorkomprimiert wird. Im genannten "kritischen" Moment steht der vom Lichtbogen ausgehenden Druckwelle sowohl im Pumpraum als auch im Inneren des beweglichen Kontaktstückes praktisch der­ selbe Druck entgegen.
Außerdem wird die Durchtrittszeit der Ausblasöffnung durch den Pumpkolben durch die gegensinnige Bewegung dessen vom beweglichen Kontaktstück durchsetzten Teiles ganz erheblich gekürzt, so daß die Abströmmöglichkeit des Löschgases durch das bewegliche Kontaktstück hindurch praktisch zu keiner Zeit unterbrochen ist.
Das nicht vollständig vermeidbare Eindringen der erhitzten und ionisierten Gase in den hinteren Teil des Pumpraumes ist von geringer Bedeutung, da bei der Löschung und Kühlung des Lichtbogens das im vorderen Teil des Pumpraumes liegende, kalte Löschgas durch den Beblasungsraum gepreßt wird.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, daß ein Druckgasschalter mit einer Pumpeinrichtung bereits bekannt ist (DE-OS 26 26 435), bei dem während des Ausschaltvorganges der Pumpkolben entweder durch ein Hebelgetriebe bzw. einem dem Hebelgetriebe mit Nockenantrieb äquivalenten Antrieb mit Zahnrad und Zahn­ stange zuerst entgegen der Bewegungsrichtung des Pumpkolbens und anschließend in dieser angetrieben wird. Bei dieser Aus­ führung fehlt jedoch im rohrförmigen Kontaktstück eine Aus­ blasöffnung. Ferner ist ein Druckgasschalter mit Pumpeinrich­ tung bekannt (US-PS 32 14 549), bei dem das rohrförmige bewegliche Kontaktstück eine Ausblasöffnung aufweist, die im Einschaltzustand im Inneren des Pumpzylinders liegt. Dieser Druckgasschalter weist jedoch zwischen dem Pumpraum und dem Blasraum der Düse keinen Auslaß auf. Die Ausblasöffnung des rohrförmigen beweglichen Kontaktstückes ist daher nicht in der Lage, die beim Druckgasschalter nach der Erfindung ange­ strebte Wirkung hinsichtlich der Löschgasströmung zu erzielen.
Merkmale bevorzugter Ausführungsformen des vorgeschlagenen Druckgasschalters sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 und 2 schematische Axialschnitte durch je eine Aus­ führungsform, links jeweils in Einschaltstellung, rechts in Fig. 1 in einer Stellung des Aus­ schalthubes, wo die Schaltstrecke etwa der mini­ malen Löschdistanz entspricht, rechts in Fig. 2 dagegen in Ausschaltstellung.
Die dargestellten Bestandteile des Druckgasschalters 10 sind in einem in Fig. 1 nicht und in Fig. 2 nur teilweise gezeigten und mit einem Löschgas (beispielsweise SF6) unter Druck gefüllten Gehäuse G angeordnet.
Die beweglichen Bestandteile des in Fig. 1 dargestellten Schalters umfassen ein langgestrecktes, rohrförmiges Kontaktstück 11, dessen freies Ende durch einen Kranz federnder Kontaktfinger 12 gebildet ist. Das Kontakt­ stück 11 weist eine axiale Bohrung 13 auf, die sich bis zum oberen, kegelförmigen Ende eines eingepreßten Stopfens 14 erstreckt. Die kegelige Endfläche 15 dieses Stopfens 14 dient als Leitfläche für das durch das Kontaktstück 11 in axialer Richtung strömende Gas, so daß dieses zu im Kontaktstück 11 im Abstand von den Kontaktfingern 12 ausgebildete Ausblasöffnungen 16 und durch diese hindurch geleitet wird. Das untere Ende des Kontaktstückes 11 ist an einen Antrieb (nicht ge­ zeigt) gekoppelt, der dieses zusammen mit den mitbe­ weglichen Bestandteilen in axialer Richtung zur Aus­ führung der Schalthübe verschiebt.
Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, erstreckt sich das Kontaktstück 11 durch einen mitbeweglichen und mit Auslässen 17 versehenen Boden 18 eines Pumpzylinders 19 aus Metall, der auf einem auf einem Stützrohr 20 ortsfest abgestützten Pumpkolben 21 verschiebbar ist. Der Pumpzylinder 19 umschließt somit zwischen seinem Boden 18 und dem Pumpkolben 21 einen Pumpraum 22. In der Mitte des mit einem Ansaugventil 23 versehenen Pump­ kolbens 21 ist - als Bestandteil desselben - eine Durchführungshülse 24 verschiebbar gelagert. Diese be­ sitzt eine Führungsbohrung 25, in der seinerseits das Kontaktstück 11 dichtend, jedoch verschiebbar geführt ist. Am unteren Ende des Pumpzylinders 19 ist ein Kranz federnder Gleitkontakte 26 montiert, die an der äußeren Mantelfläche des ebenfalls leitenden Stütz­ rohres 20 angreifen.
Auf der dem Pumpraum 22 abgekehrten Seite ist auf dem Boden 18 mittels eines Sprengringes 28 eine Blasdüse 27 aus einem Isolierstoff montiert, deren Düsenraum in einen mantelförmigen, mit den Durchlässen 17 in Ver­ bindung stehenden Einlaßabschnitt 29, in einen daran anschließenden Beblasungsraum 30 und daraufhin in einen diffusorartig sich erweiternden Auslaß 31 ge­ gliedert ist. An der dem Pumpraum 22 abgekehrten Seite ist ferner auf dem Boden 18 ein die Blasdüse 27 um­ gebender Kranz von Leistungs-Kontaktfedern 32 montiert, die ihrerseits von einer elektrisch leitenden Ab­ schirmung 33 (zur Vergleichmäßigung des elektrischen Feldes) umgeben sind.
Die Leistungs-Kontaktfedern 32, die bezüglich der Kontaktfinger 12 zurückversetzt angeordnet sind, greifen in Einschaltstellung (Fig. 1, links) an der äußeren Mantelfläche eines festen Kontaktrohres 34 an. Dieses Kontaktrohr 34 umgibt einen darin koaxial angeordneten, rohrförmigen, festen Schaltstift 35, dessen Außen­ durchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser des Beblasungsraumes 30 der Blasdüse 27 entspricht und in Einschaltstellung in den Kranz der Kontaktfinger 12 eingreift. Das freie Ende 36 des Schaltstiftes 35 steht über das Ende des Kontaktrohres 34 vor, so daß im Zuge des Ausschalthubes zuerst die Kontaktfedern 32 außer Eingriff mit dem Kontaktrohr 34 und erst danach die Kontaktfinger 12 außer Eingriff mit dem Schalt­ stift 35 gelangen, der seinerseits am Anfang des Aus­ schalthubes die Blasdüse 27 verschlossen hält.
Die radial innere Wand des mantelförmigen Einlaßab­ schnittes 29 in der Blasdüse 27 ist durch eine Hülse 37 gebildet, die ihrerseits den Kranz der Kontaktfinger 12 umgibt. Damit ist der Einlaßabschnitt im wesent­ lichen durch glatte Wände begrenzt, die die Ausbildung einer Gasströmung begünstigen. In diesem Einlaßab­ schnitt 29 sind vorteilhaft Einbauten angeordnet, die eine Rückströmung, d. h. eine Strömung vom Beblasungs­ raum 30 zurück zu den Durchlässen 17 und damit in den Pumpraum 22 hemmen. Diese Einbauten können, wie in Fig. 1 dargestellt, durch geneigte Ventilzungen 38 gebildet sein, die mit ihren unteren Enden an der Hülse 37 und mit ihren oberen Enden an der äußeren Innenwand des Einlaßabschnittes federnd und abhebbar anliegen. Durch diese Ventilzungen 38 (die eine Art Flatterventil bilden) wird auf alle Fälle eine Gas­ strömung zu den Durchlässen 17 hin stärker gehemmt als eine Gasströmung von den Durchlässen 17 zum Beblasungs­ raum 30 hin.
Die Länge des Schalthubes entspricht etwa dem lichten Abstand zwischen dem Kolben 21 und dem Boden in Ein­ schaltstellung des Schalters (Fig. 1 links) und ist mit dem Maßpfeil 40 angedeutet. Der konstant bleibende Abstand der Ausblasöffnung 16 vom Boden 18 ist kleiner als die Länge des Schalthubes 40 und ist mit dem Maßpfeil 41 angegeben. Das in Bewegungsrichtung des Kontaktstückes 11 gemessene Maß der Ausblasöff­ nungen 16 ist mit dem Maßpfeil 42 angegeben und ent­ spricht etwa der Länge der Führungsbohrung 25 (Maß­ pfeil 43) in der Durchführungshülse 24.
Durch diese Maßnahmen wird zunächst einmal erreicht, daß in Einschaltstellung und zu Beginn des Ausschalt­ hubes der Pumpraum 22 über die Ausblasöffnungen 16 stets in Strömungsverbindung mit dem Innenraum 44 des Kontaktstückes 11 bleibt. Während des Ausschalthubes herrscht also im Pumpraum 22 und im Innenraum 44 so lange derselbe Druck, wie die Ausblasöffnungen 16 noch nicht durch die Durchführungshülse 24 hindurch ge­ treten sind. Dieser Druckausgleich erfolgt zunächst in der Vorkompressionsphase, nämlich solange der Schaltstift 35 noch mit den Kontaktfingern 12 in Ein­ griff steht (bis dahin entsteht kein Schaltlichtbogen), aber auch unmittelbar danach, nämlich solange der Schaltschrift 35 noch den Beblasungsraum 30 ver­ schlossen hält. Dann hat der Lichtbogen 45 bereits ge­ zündet und der von diesem ausgehende Druckstoß kann sich dank der Ventilzungen 38 nur gehemmt in Richtung auf die Durchlässe 17 ausbreiten, jedoch ungehemmt in Richtung zu den Ausblasöffnungen 16 hin, von wo er sich zunächst in der Nähe des Kolbens 21, also an der von den Durchlässen 17 entferntesten Stelle in den Pumpraum 22 fortpflanzt und damit für eine (erwünschte) Druckerhöhung im Pumpraum 22 sorgt.
An der dem Pumpraum 22 abgekehrten Seite sind an der Durchführungshülse 24 Lageraugen 45 vorhanden, an denen das eine Ende je einer Koppelstange 46 angelenkt ist. Das andere Ende jeder Koppelstange 46 ist bei 17 an einem Ende eines zweiarmigen, auf einem ortsfesten Zapfen 48 schwenkbar gelagerten Hebels 49 angelenkt. Das andere Ende dieses Hebels trägt eine Folgerolle 50, wobei eine nicht gezeigte Feder vorhanden sein kann, um die Folgerolle 50 stets an die Außenseite des be­ weglichen Kontaktstückes 11 zu drücken. An dieser Außenseite des beweglichen Kontaktstückes 11 ist ein mit der Folgerolle zusammenzuwirken bestimmter Nocken 51 vorhanden. Dieser weist - in Ausschaltrichtung ge­ sehen - eine steil ansteigende, vorlaufende Flanke 52 auf und daran anschließend einen weniger steil ab­ fallenden Rücken 53.
Kurz bevor der Ausschalthub einen etwa der minimalen Löschdistanz entsprechenden Weg (Maßpfeil 54) zurück­ gelegt hat, läuft die Flanke 52 auf die Folgerolle 50 auf, der Hebel 49 wird verschwenkt und über die Koppel wird die Durchführungshülse 24 gegensinnig zum beweglichen Kontaktstück 11 verschoben. Dadurch treten die Ausblasöffnungen 16 innerhalb kürzester Zeit durch die Durchführungshülse 24, so daß der Innenraum 44 praktisch schlagartig mit einem vom Stützrohr 20 um­ gebenen Ausblasraum 55 verbunden wird, in dem keine Druckerhöhung stattgefunden hat. Schon zuvor ist aber der Lichtbogen auch durch die vom Schaltstift 35 vor Erreichen der minimalen Löschdistanz freigegebene Blas­ düse 27 hindurch beblasen worden, wobei die erhitzten Löschgase, soweit sie den Beblasungsraum 30 passiert haben, teils durch den Schaltstift 35 hindurch und teils in einen vom Kontaktrohr 34 umschlossenen Aus­ blasraum 56 abströmen. Beim beschriebenen Druckgas­ schalter ist somit Gewähr dafür geboten, daß kein Verlust an vorkomprimiertem Löschgas eintritt, wenn die Kontaktfinger den Schaltstift 35 verlassen und außerdem dafür, daß gerade in der Anfangsphase des Ausschalthubes möglichst wenig erhitzte und ionisierte Gase durch die Auslässe 17 direkt in den Pumpraum 22 zurückverdrängt werden, so daß im Bereich der Auslässe 17 stets "unverseuchtes" Löschgas zur Be­ blasung des Schaltlichtbogens zur Verfügung steht. Schließlich ist auch Gewähr dafür geboten, daß die Durchtrittszeit der Ausblasöffnungen 16 durch die Durchführungshülse 24 auf ein Mindestmaß herabgesetzt ist, so daß für das Löschgas praktisch keine Unter­ brechung in der Abströmmöglichkeit entsteht.
In der weit mehr schematisiert und keineswegs maß­ stäblich dargestellten Ausführungsform der Fig. 2 sind funktionell sich entsprechende Teile mit denselben Be­ zugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet, so daß sich die nachfolgende Beschreibung auf die wesentlichen Unter­ schiede beschränken kann.
Bei diesem Schalter ist das bewegliche Kontaktstück 11 bis zu seinem freien Ende ein Rohr. Die dem Pumpraum 22 zugekehrte Flachseite der Blasdüse 27 bildet zugleich den Boden 18 des Pumpzylinders 19, so daß die Aus­ lässe 17 aus demselben mit dem Einlaßabschnitt 29 der Blasdüse 27 zusammenfallen. Das bewegliche Kontaktstück 11 durchsetzt hier den Pumpkolben 21 in der Führungs­ bohrung 25 einer einstückig mit dem Pumpkolben 21 aus­ gebildeten Durchführungsnabe 24′. Auch hier ist der Abstand 41 der Ausblasöffnungen 16 vom Boden 18 des Pumpzylinders 19 geringer als die Länge 40 des Schalt­ hubes und entspricht die Länge 42 der Ausblasöffnungen 16 (in Bewegungsrichtung des Kontaktstückes 11 ge­ sehen) etwa der Länge 43 der Führungsbohrung 25.
Der wesentliche Unterschied zur Fig. 1 besteht jedoch darin, daß hier die gegensinnige Bewegung der Durch­ führungsnabe 24′ (und damit des Pumpkolbens 21) durch andere Mittel bewirkt wird.
An der dem Pumpraum 22 abgekehrten Seite des Pump­ kolbens 21 sind Lageraugen 57 vorhanden. An diesen Lageraugen ist je das Ende des ersten Gliedes 58 eines als Ganzes mit 59 bezeichneten Kniehebels angelenkt. Das Ende des zweiten Gliedes 60 dieses Kniehebels 59 ist an einem am Gehäuse G ortsfest ausgebildeten Lager­ auge 61 angelenkt. Am Kniegelenk 62 des Kniehebels 59 ist das eine Ende eines Führungsgliedes in der Form einer Koppel 63 angelenkt, deren anderes Ende an einem an der Außenseite des beweglichen Kontaktstückes 51 ausgebildeten Lagerauge 64 angelenkt ist.
Wie der Fig. 2 links zu entnehmen ist, ist der Knie­ hebel 59 in Einschaltstellung in Knicklage. Im Zuge eines Ausschalthubes wird durch die Koppel 63 diese Knicklage zunächst verstärkt, d. h. der Pumpkolben 21 bewegt sich zunächst noch gleichsinnig - wenn auch nicht mit derselben Geschwindigkeit - wie der Pump­ zylinder 19. Diese Knicklage erreicht ihr Maximum, wenn die Koppel 63 etwa rechtwinklig vom Kontaktstück 11 ab­ steht. Danach verringert sich die Knicklage, d. h. der Kniehebel 59 wird wieder gestreckt und der Pumpkolben 21 und damit die Durchführungsnabe 24′ bewegen sich gegensinnig zum beweglichen Kontaktstück 11. Es ver­ steht sich, daß die Längen der Glieder 58, 60 sowie der Koppel 63 derart zu bemessen sind, daß diese gegensinnige Bewegung des Pumpkolbens 21 dann in vollem Gange ist, wenn die Ausblasöffnungen 16 im Begriffe stehen, durch die Durchführungsnabe 24′ hindurch zu treten und damit den Innenraum 44 des beweglichen Kontaktstückes 11 in Verbindung mit dem Ausblasraum 55 setzen.

Claims (10)

1. Druckgasschalter
mit einem rohrförmigen, beweglichen Kontaktstück (11), das von einer mit diesem mitbeweglichen Blasdüse (27) umgeben ist, die stirnseitig auf einem ebenfalls mitbeweglichen auf einem Pumpkolben (21) verschiebbaren und ein Löschgas ent­ haltenden Pumpzylinder (19) angebracht ist,
mit einem dem freien Ende des beweglichen Kontaktstückes (11) vorgelagerten Beblasungsraum (30) innerhalb der Blasdü­ se (27), der über einen Auslaß mit dem Inneren des Pumpzy­ linders (19) verbunden ist und der in Einschaltstellung durch einen ortsfesten, mit dem beweglichen Kontaktstück (11) im Eingriff stehenden Schaltstift (35) verschlossen ist,
mit wenigstens einer, im Abstand von seinem freien Ende von seinem Inneren (44) ausgehenden Ausblasöffnung (16) im be­ weglichen Kontaktstück (11), das verschiebbar, jedoch dich­ tend den Pumpkolben (21) durchsetzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (41) der im Einschaltzustand im Inneren des Pumpzylinders (19) liegenden Ausblasöffnung (16) vom Boden (18) des Pumpzylinders (19) geringer als die Länge (40) des Schalthubes ist, während die Dicke (43) des vom beweglichen Kontaktstück (11) durchsetzten Teiles (24, 24′) des Pumpkol­ bens (21) etwa dem in Bewegungsrichtung des beweglichen Kon­ taktstückes (11) gemessenen Durchmesser (42) der Ausblasöff­ nung (16) entspricht,
und daß zumindest der vom beweglichen Kontaktstück (11) durchsetzte Teil (24, 24′) des Pumpkolbens (21) im Zeitpunkt des Durchganges der Ausblasöffnung (16) durch den Pumpkolben (21) durch ein Hebelgetriebe gegensinnig zur Bewegung des beweglichen Kontaktstückes (11) verschiebbar ist.
2. Druckgasschalter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Einschaltstellung der Abstand der Ausblasöffnung (16) vom Pumpkolben (21) etwa dem bis zum Er­ reichen der minimalen Löschdistanz (54) zwischen dem Schalt­ stift (35) und dem beweglichen Kontaktstück (11) zurückzule­ genden Hub (40) des beweglichen Kontaktstücks (11) entspricht.
3. Druckgasschalter nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, da­ durch gekennzeichnet, daß der vom beweglichen Kontaktstück (11) durchsetzte Teil des Pumpkolbens (21) eine Durchfüh­ rungshülse (24) ist, die dichtend, jedoch verschiebbar in dem übrigen Teil des Pumpkolbens (21) gelagert ist.
4. Druckgasschalter nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchführungshülse (24) über das Hebelgetriebe (46, 49) mit dem beweglichen Kontaktstück (11) zusammenarbeitet.
5. Druckgasschalter nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelgetriebe (46, 49) durch einen mit dem beweglichen Kontaktstück (11) mitbeweglichen Nocken (51) antreibbar ist.
6. Druckgasschalter nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockentrieb wenigstens einen am be­ weglichen Kontaktstück (11) befestigten Nocken (51) aufweist, der mit dem einen Ende eines zweiarmigen, auf ei­ nem ortsfesten Zapfen (48) gelagerten Hebels (49) zusammenwirkt, dessen anderes Ende über eine angelenkte Kop­ pelstange (46) mit der Durchführungshülse (24) verbunden ist.
7. Druckgasschalter nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die in Ausschaltrichtung vorlaufende Flanke (52) des Nockens (51) steiler als der auf diese fol­ gende Rücken (53) ist.
8. Druckgasschalter nach Patentanspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Nocken (51) zusammenwirken­ de Ende des zweiarmigen Hebels (49) mit einer Rolle (50) versehen ist.
9. Druckgasschalter nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchführungshülse (24) mit dem ei­ nen Ende eines in Einschaltstellung geknickten Kniehebels (59) gelenkig verbunden ist, dessen anderes Ende ortsfest angelenkt ist, daß an dessen Kniegelenk (62) eine Koppel (63) angelenkt ist, deren anderes Ende am beweglichen Kon­ taktstück (11) angelenkt ist und daß die Knicklage des Kniehebels (59) im Zuge eines Ausschalthubes zunächst ver­ stärkt und danach vermindert wird.
10. Druckgasschalter nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom beweglichen Kontaktstück (11) durchsetzte Teil des Pumpkolbens (21) eine an diesem ange­ formte Durchführungsnabe (24′) ist, daß die dem Auslaß (17) des Pumpzylinders (19) abgekehrte Seite des Pumpkolbens (21) mit dem einen Ende eines in Einschaltstellung geknick­ ten Kniehebels (59) gelenkig verbunden ist, dessen anderes Ende ortsfest angelenkt ist, daß an dessen Kniegelenk (62) eine Koppel (63) angelenkt ist, deren anderes Ende am beweg­ lichen Kontaktstück (11) angelenkt ist und daß die Knickla­ ge des Kniehebels (59) im Zuge eines Ausschalthubes zunächst verstärkt und danach vermindert wird.
DE19803009165 1979-10-18 1980-03-10 Druckgasschalter Granted DE3009165A1 (de)

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