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DE3008486A1 - Verfahren zum aufpressen von dekorschichten auf werkstuecke und membranformpresse zu seiner durchfuehrung - Google Patents

Verfahren zum aufpressen von dekorschichten auf werkstuecke und membranformpresse zu seiner durchfuehrung

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Publication number
DE3008486A1
DE3008486A1 DE19803008486 DE3008486A DE3008486A1 DE 3008486 A1 DE3008486 A1 DE 3008486A1 DE 19803008486 DE19803008486 DE 19803008486 DE 3008486 A DE3008486 A DE 3008486A DE 3008486 A1 DE3008486 A1 DE 3008486A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
membrane
layer
sliding
decorative layer
workpiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803008486
Other languages
English (en)
Inventor
Antrag Auf Nichtnennung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Friz helmut A dipl-Ing
Original Assignee
Friz helmut A dipl-Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friz helmut A dipl-Ing filed Critical Friz helmut A dipl-Ing
Priority to DE19803008486 priority Critical patent/DE3008486A1/de
Publication of DE3008486A1 publication Critical patent/DE3008486A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/06Platens or press rams
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/56Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
    • B29C33/60Releasing, lubricating or separating agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C63/00Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor
    • B29C63/02Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor using sheet or web-like material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C63/00Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor
    • B29C63/02Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor using sheet or web-like material
    • B29C63/16Lining or sheathing, i.e. applying preformed layers or sheathings of plastics; Apparatus therefor using sheet or web-like material applied by "rubber" bag or diaphragm

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufpressen von Dekorschichten auf Werkstücke
  • und Membranformpresse zu seiner Durchführung Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufpressen von Dekorschichten, insbesondere Furnieren, auf Werkstücke gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Membranformpresse zur Durchführung eines solchen Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 9 bzw. des Anspruches 10.
  • Bisher wurden Dekorschichten, wie Furniere, überwiegend auf ebene Oberflächen oder nur sanft gekrümmte Oberflächen von Werkstücken durch Druckbeaufschlagung einer Membran aufgepreßt. Beim Aufpressen von Dekorschichten auf stark gekrümmte Werkstücke und insbesondere Werkstücke mit zurückspringenden Oberflächenabschnitten ergaben sich große Schwierigkeiten. Die Dekorschicht reißt entweder bei Druckbeaufschlagung der Membran oder wird nicht sauber in zurückspringende Oberflächenabschnitte des Werkstückes hineingedrückt, liegt also beim fertigen Werkstück stellenweise hohl über der Werkstückoberfläche.
  • Durch die vorliegende Erfindung soll ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß auch ein sauberes Aufpressen von Dekorschichten auf profilierte We-rkstücke, insbesondere Werkstücke mit zurückspringenden Oberflächenabschnitten, erhalten wird.
  • Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1.
  • Dadurch, daß man zwischen der mit der Dekorschicht in Berührung kommenden Oberfläche der Membran und der Dekorschicht selbst eine Gleitschicht vorsieht, kann sich die Membran auch leicht tangential zur Oberfläche der Dekorschicht verschieben, auch wenn sie schon auf der letzteren aufliegt. Dies ist im Hinblick auf ein Nachziehen von Membranmaterial über die Oberfläche der Dekorschicht hinweg von großer Bedeutung und erlaubt ein genau formschlüssiges Herumlegen von Membran und Dekorschicht um das Werkstück ohne Erzeugen von Zugspannungen in der Membran oder der Dekorschicht. Dieses Gleiten der Membran ist auch dann noch unter geringer Kraft möglich, wenn an der von der Dekorschicht abgewandten Membranoberfläche Membranvorformwerkzeuge angreifen, welche die Membran und die Dekorschicht gegen stark zurückspringende Oberflächenabschnitte des Werkstückes drücken.
  • In diesem Falle wird dann vorzugsweise zwischen den Vorformwerkzeugen und der ihnen benachbarten Oberfläche der Membran ebenfalls eine Gleitschicht vorgesehen, welche von den Vorformwerkzeugen und/oder diesen Abschnitten der Membranoberfläche getragen sein kann.
  • Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zwischen der Membran und der Dekorschicht vorgesehene Gleitschicht ermöglicht auch noch eine leichtere Verschiebung der Membran auf der Dekorschicht während des Druckaufbaus hinter der Membran. Auch aus diesem Grunde wird ein saubereres Anlegen der Dekorschicht an das Werkstück als beim Stand der Technik erhalten.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in Unteransprüchen angegeben.
  • Das Verfahren gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, daß man an der zur Durchführung verwendeten Membranformpresse keinerlei bauliche Änderungen vornehmen muß.
  • -Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn nur kleine Stückzahlen an stark pwofilierten Werkstücken verarbeitet werden müssen. Der Einsatz an pulverförmigem Gleitmaterial ist klein, da letzteres zum großen Teil an der Membran selbst hängen bleibt und so für den nächsten preßzyklus wieder zur Verfuegung steht. Nur die geringe Menge an Gleitmaterial, welche an der Dekorschicht haften bleibt, muß jeweils ersetzt werden.
  • Bei dem Verfahren nach Anspruch 3 braucht ebenfalls keine Xnderung an der Membranformpresse vorgenommen zu werden; das Reinigen des fertigen Werkstückes von Gleitmaterial kann aber bei dieser Weiterbildung entfallen, man braucht nur die zusammenhängende Gleitschicht wieder vom Werkstück abzunehmen. Diese Gleitschicht kann z. B.
  • eine Folie aus einem Kunststoffmaterial niederer Reibung sein.
  • Vorzugsweise wird aber ein Gewebe mit niederem Reibungskoeffizienten verwendet, da sich ein solches besonders gut an profilierte Werkstücke anlegen kann; ein entsprechendes Verfahren ist im Anspruch 4 angegeben.
  • Verwendet man gemäß Anspruch 5 ein Gewirk mit niederem Reibungskoeffizienten, so kann sich dieses unter elastischer Verformung besonders gut an die Werkstückoberfläche anpassen.
  • Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 wird einerseits erreicht, daß der Einsatz an teurem Material niederer Reibung gering ist. Außerdem erhalten die Fäden und Drähte des Gewebes oder Gewirkes eine geringere Eigensteifigkeit, wenn man eine Seele aus anderem, gut flexiblem Material, z. B. Baumwolle vorsieht.
  • Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 ist im Hinblick auf ein einfaches Herstellen des Gewebes oder des Gewirkes von Vorteil, welches in üblicher Weise z. B unter Verwendung von Baumwollgarnen oder dergleichen her gestellt wird und erst hiernach mit dem Material niedere Reibung überzogen wird, z. B. imprägniert wird.
  • Bei einem Verfahren gemäß Anspruch 8 wird die Gleitschicht automatisch zusammennit der Membran gegen die Dekorschicht bewegt. Das Einbauen der Partikel niederer Reibung in die Oberfläche der Membran kann einfach durch Einpressen in die Membranoberfläche erfolgen, vorzugsweise schon beim Vulkanisieren der letzteren oder in einer letzten Phase des Vulkanisiervorganges.
  • Mit Membranformpressen, wie sie in den Ansprüchen 9 und 10 angegeben sind, ist ebenfalls sichergestellt, daß die Gleitschicht automatisch zusammen mit der Membran in Anlage an die Dekorschicht kommt. Die Gleitschicht braucht also nicht gesondert gehandhabt zu werden.
  • Weist die Membranformpresse gemäß Anspruch 11 Vorform-# werkzeuge auf, so eignet sie sich besonders gut zur Bearbeitung sehr stark profilierter Werkstücke; in diesem Falle ist dann durch die angegebene zusätzliche Gleitschicht zwischen den Vorformwerkzeugen und der Rückseite der Membran sichergestellt, daß die tangentiale Beweglichkeit der Membran längs der Werkstückoberfläche nicht durch die Vorformwerkzeuge beeinträchtigt wird.
  • Diese zusätzliche Gleitschicht kann entweder von den Vorformwerkzeugen selbst getragen sein, wie im Anspruch 12 angegeben, sie kann auch auf der Rückseite der Membran vorgesehen werden, wie im'Anspruch 13 angegeben.
  • Man kann auch sowohl die Rückseite der Membran als auch die Endabschnitte der Vorformwerkzeuge mit einem Material niederer Reibung beschichten.
  • Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1: eine Aufsicht auf die Stirnseite einer Membranformpresse; Fig. 2: einen Schnitt durch die Randpartie einer abgewandelten Membran mit einem an ihr lösbar befestigten Gleittuch in vergrößertem Maßstab; Fig. 3: einen nochmals vergrößerten Schnitt durch ein gewobenes Gleittuch; und Fig. 4: einen vergrößerten Schnitt durch eine abgewandelte Membran mit in ihre Oberfläche eingebauten Partikeln aus Material niederer Reibung.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Membranformpresse hat hintereinander angeordnete Rahmenplatten 10, welche durch Träger 12 verbunden sind. Die Rahmenplatten 10 haben Öffnungen 14, durch welche sich eine an den Rahmenplatten 10 befestigte beheizte obere Pressenplatte 16 und eine beheizte untere Pressenplatte 18 hindurch erstrecken. Letztere ist von den Kolbenstangen 20 mehrerer Pressenschließzylinder getragen, welche nicht näher gezeigt sind.
  • Auf der unteren Pressenplatte 18 ist ein Werkstück 22 gezeigt, welches über Stifte, Leisten oder dergleichen exakt und reproduzierbar auf der unteren Pressenplatte 18 positioniert ist. Das Werkstück 22 ist mit Auskehlungen 24, 26, 28 versehen.
  • An der oberen Pressenplatte 16 ist unter Zwischenschaltung einer Dichtmassenschicht ein Dichtrahmen 30 befestigt. In dessen Innenraum sind mit den Auskehlungen 24, 26 und 28 vertikal fluchtend drei Vorformleisten 32, 34 und 36 angeordnet, welche durch Federn 38 vorgespannt sind und jeweils in einer zugeordneten Führung 40 laufen. Die mittlere Vorformleiste 34 steht im unbelasteten Zustand am weitesten von der oberen Pressenplatte 16 ab.
  • Die obere Pressenplatte 16 ist mit Bügeln 42 versehen, an welchen über Federn 44 eine Membran 46 aus elastischem hitzebeständigem Gummi und eftn unter dieser liegendes Gleittuch 48--aus hitzebeständigem Material niederer Reibung lösbar mechanisc-habefestigt sind. Die Oberseite der Memb.ran-#4£ ist.«æusaialich mit einer durch Punkte angedeuteten Gleitschicht 50 versehen, welche wiederum aus einem Gleittuch oder auch aus aufgestäubtem puderförmigem Material mit niederem Reibungskoeffizienten besteht. Außerdem ist der unten liegende Endabschnitt der Vorformleisten 32, 34, 36 jeweils mit einer Oberflächenschicht 52 aus Material niederer Reibung versehen.
  • Die oben beschriebene Membranformpresse arbeitet wie folgt: Das klebstoffbeschichtete Werkstück 22 wird auf der unteren Pressenplatte 18 positiöniert, dann wird ein gegebenenfalls ebenfalls klebstoffbeschichtetes Furnierstück 54 aufgelegt. Nun wird die Pressenplatte 18 hochgefahren. Bei Annäherung an die obere Pressenplatte 16 das Gleittuch 48 vorgesehen ist. Nach Aufbau des vollen Pressenschließdruckes ist dann auch der volle Druck über der Membran 46 eingestellt, und die Klebstoffuge zwischen Furnier und Werkstück bindet unter Druck- und Wärme einwirkung ab.
  • Man erkennt, daß bei der Membranformpresse nach Fig. 1 das Gleittuch 48 leicht unabhängig von der Membran 46 abmontiert und angebracht werden kann.
  • Zuweilen ist es notwendig, die Membran 46 häufiger auszuwechseln, z. B. dann, wenn man für besonders stark profilierte Werkstücke mit einer noch flexibleren, dünneren Membran arbeiten will, deren Standzeit jedoch geringer ist und die deshalb nicht für das Furnieren von weniger stark profilierten Werkstücken eingesetzt werden soll. In diesem Falle kann man das Gleittuch 48 auch direkt an der Membran 46 befestigen, so daß Membran und Gleittuch gemeinsam abgenommen und befestigt werden können. Dies sei nun anhand von Fig. 2 näher dargelegt, in welcher nur der Randbereich von Membran und Gleittuch wiedergegeben ist.
  • Nahe beim Rand der Membran 46 sind in diese Ösen 56 eingesetzt, welche die Enden der Federn 44 aufnehmen können. Von den Oesen 56 nach innen versetzt sind weitere Ösen 58 in die Membran 46 eingesetzt, in welche ein Schnappbolzen 60 eingesetzt ist. Letzterer erstreckt sich zugleich durch ösen 62 hindurch, welche in der Nähe des Randes im Gleittuch 48 befestigt sind. Der Schnappbolzen 60 ist am freien Ende mit einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz 64 versehen und trägt beim freien Ende einen Rastbund 66. Am der Öse 62 benachbarten Ende ist der Schnappbolzen 60 mit einem Griff 68 versehen.
  • Man erkennt, daß das Gleittuch 48 unter Verwendung der Schnappbolzen 60 einfach und lösbar an der Membran 46 befestigt werden kann und so zusammen mit dieser als ein Teil gehandhabt werden kann.
  • Fig. 3 zeigt den Aufbau eines gewobenen Gleittuches 48 näher. Man erkennt Kettfäden 70 und Schußfäden 72.
  • Diese sind jeweils mit einer Seele aus Fasermaterial, z. B. Baumwollgarn oder Glasfasergarn versehen und tragen eine Oberflächenbeschichtung 76 aus einem niedere Reibung aufweisenden hitzebeständigen Material, z. B. Polytetrafluoräthylen. Dadurch, daß diese Oberflächenbeschichtung auch an den Uberkreuzungspunkten der Fäden vorgesehen ist, können sich die Schuß- und Kettfäden an den Überkreuzungspunkten auch gut gegeneinander verschieben, so daß sich das Gleittuch 48 sehr gut der Form eines Werkstückes anpassen kann.
  • Aus ähnlichen Fäden, wie sie in Fig. 3 wiedergegeben sind, kann man auch ein Gewirk herstellen, bei welchem dann ebenfalls eine besonders gute Verschiebbarkeit der Fäden an den Oberkreuzungspunkten erhalten wird.
  • Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch einen Teil einer abgewandelten Membran 78, welche auch ohne gesondertes Gleittuch eine gute Verschiebbarkeit auf einem Furnier aufweist. In die untere Oberfläche der Membran 78 sind Partikel 80 aus Material niederer Reibung, z. B. Polytetrafluoräthylen, eingebettet. Dieses Einbetten kann z. B. durch Einpressen beim Vulkanisieren der Membran oder durch Einpressen in der letzten Phase des Vulkanisierens der Membran erfolgen. Die Oberseite der Membran kann, falls gewünscht, in ähnlicher Weise mit eingebetteten Gleitmaterialpartikeln versehen sein.
  • Die gute tangentiale Verschiebbarkeit der Membran bezüglich des vom Werkstück getragenen Furnieres kann man auch ohne bauliche Veränderungen an der Membranformpresse erhalten, indem man pulverförmiges Gleitmaterial auf das Furnier oder die Unterseite der Membran aufstäubt. Da dieses Material zum größten Teil an der Membran hängen bleibt, erhält man nach längerem Betrieb eine ähnlich beschaffene Membran, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist. Man braucht also laufend nur noch eine geringe Menge Gleitmaterial auf das Furnier oder die Membran aufzustäuben.
  • Auf dem Furnier nach dem Aufpressen etwa noch hängenbleibendes Gleitmaterial kann entweder heruntergeblasen oder mechanisch entfernt werden, z. B. abgebürstet werden oder bei dem sowieso anschließend vorgenommenen Uberschleifen des Furnieres entfernt werden.
  • Anstatt pulverförmigen Gleitmateriales kann man auch ein Gleittuch verwenden, wie es oben näher beschrieben wurde, dieses jedoch nicht an der oberen Pressenplatte befestigen, sondern jedesmal vor dem Aufpressen des Furnierstückes auf letzteres auflegen und nach beendetem Preßvorgang wieder von dem fertigen Werkstück abnehmen und wieder verwenden. Bei dieser Art des Vorgehens ist eine gesonderte Reinigung des fertigen Werkstückes von Gleitmaterial nicht notwendig.
  • In all den oben beschriebenen Fällen kann sich die Membran unbehindert tangential zur Werkstückoberfläche verschieben und so das Furnier auch in zurückspringende Oberflächenabschnitte des Werkstückes einwandfrei hineindrücken.
  • Als Material niederer Reibung kommt bei Verwendung zu- sammenhängender Gleittücher oder Gleitfolien in erster Linie Polytetrafluoräthylen in Betracht. Als pulverförmiges Gleitmaterial wird dagegen Talk vorgezogen.

Claims (13)

  1. Patentansprüche Verfahren zum Aufpressen von Dekorschichten, insbesondere Furnieren, auf Werkstücke, bei dem das Werkstück und gegebenenfalls auch die Dekorschicht mit Klebstoff beschichtet werden, die Dekorschicht auf das Werkstück aufgelegt wird und die Klebstofffuge dadurch unter Druck- und Wärmeeinwirkung zum Abbinden gebracht wird, daß man eine flexible und vorzugsweise auch elastische Membran, welche die durch das Werkstück, die Klebstoffuge und die Dekorschicht gebildete und durch eine Auflage abgestützte Schichtstruktur überdeckt, mit Druck beaufschlagt und zusätzlich Wärme der Klebstoffuge zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß man zwischen der Dekorschicht und der an ihr anliegenden Oberfläche der Membran eine Gleitschicht aus Material niederer Reibung einbringt, bevor die Membran in Anlage an die Dekorschicht gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gleitschicht dadurch herstellt, daß man pulverförmiges Gleitmaterial auf die an die Dekorschicht anzulegende Oberfläche der Membran oder die Dekorschicht aufstäubt und nach dem Aufpressen der Dekorschicht deren Oberseite durch Abblasen, Abbürsten oder Schleifen von dem hängengebliebenen pulverförmigen Gleitmaterial befreit.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine zusammenhängende Gleitschicht aus Material niederer Reibung auf die Dekorschicht vor dem Aufpressen auflegt und nach dem Aufpressen wieder abnimmt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschicht ein Gewebe aus Fäden oder Drähten mit niederem Reibungskoeffizienten ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschicht ein Gewirk aus Fäden oder Drähten aus Material niederer Reibung ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden oder Drähte eine Seele aus flexiblem Material und eine Oberflächenschicht aus Material niederer Reibung aufweist.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschicht durch ein Gewebe oder Gewirk gebildet ist, welches nach seiner Fertigstellung mit einer Oberflächenschicht aus Material niederer Reibung versehen ist.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gleitschicht dadurch herstellt, daß man Partikel aus Material niederer Reibung zumindest in diejenige Oberfläche der Membran einbaut, insbesondere einpreßt, welche mit der Dekorschicht in Berührung kommt.
  9. 9. Membranformpresse zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 3 bis 7, mit einer Membran, welche lose die offene Unterseite einer rahmenförmigen Druckkammer überdeckt und an der Druckkammeraußenseite mechanisch befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenhängende Gleitschicht (48) ebenfalls an der Druckkammeraußenseite mecha- nisch festgelegt f*4) ist.
  10. 10. Membranformpresse zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 3 bis 7, mit einer Membran, welche lose die offene Unterseite einer rahmenförmigen Druckkammer überdeckt und an der Druckkammeraußenseite mechanisch befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenhängende Gleitschicht (48) in dem außerhalb der Druckkammer liegenden Abschnitt der Membran (46) lösbar mechanisch mit dieser verbunden (60, 62) ist.
  11. 11. Membranformpresse nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberseite der Membran (46) Vorformwerkzeuge (32, 34, 36) angeordnet sind, deren Form und Lage der Oberflächengeometrie des Werkstückes (22) angepaßt ist und welche vor der Druckbeaufschlagung der Membran (46) letztere und die Dekorschicht (54) gegen zurückspringende Oberflächenabschnitte (24, 26, 28) des Werkstückes (22) bewegt.
  12. 12. Membranformpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranvorformwerkzeuge (32, 34, 36) zumindest in ihrem der Membran (46) zugewandten Endabschnitt mit einer Oberflächenschicht (52) aus Material mit niederem Reibungskoeffizienten auf der Membran versehen sind.
  13. 13. Membranformpresse nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (46) zumindest in ihren den Vorformwerkzeugen (32, 34, 36) gegenüberliegenden Oberflächenabschnitten mit einer Gleitschicht (50) aus Material niederer Reibung versehen ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3223640A1 (de) * 1982-06-24 1983-12-29 Hans Christoph 8000 München Heilos Druckgiessverfahren und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
EP0367441A3 (en) * 1988-10-25 1990-12-27 Nufox Developments Limited Method and apparatus for matting
EP1952972A1 (de) * 2007-01-31 2008-08-06 Toyota Boshoku Kabushiki Kaisya Hauthaftvorrichtung und Haftverfahren dafür

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