DE3008234A1 - Verfahren und anlage zum brennen von feinkoernigem gut - Google Patents
Verfahren und anlage zum brennen von feinkoernigem gutInfo
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Description
P 4092
Verfahren und Anlage zum Brennen von feinkörnigem Gut
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Anlage
zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut, insbesondere von Tonerde, bei dem das Gut in einem
mehrstufigen Zyklonvorwärmer durch die heißen Abgase einer Brennzone vorerhitzt, in der Brennzone
fertiggebrannt und in einer Kühlzone gekühlt wird, wobei ein einstellbarer Teil des Gutes nach Durchsetzen
der Brennzone und Abscheidung aus dem Gasstrom erneut in die Brennzone eingeführt wird.
Ein Verfahren der vorstehend genannten Art ist beispielsweise aus der DE-AS 17 67 628 bekannt. Die
Brennzone wird hier durch einen Wirbelschichtreaktor gebildet, aus dem ein Teil des Gutes laufend
nach oben ausgetragen wird, wobei dieses Gut nach Abscheidung in einem Zyklon in den unteren Bereich
des Wirbelschichtreaktors zurückgeführt wird. Ein weiterer Teil des Gutes wird dem Wirbelschichtreaktor
im unteren Bereich laufend als Fertiggut entnommen und der Kühlzone zugeführt. Nachteilig
bei diesem bekannten Verfahren ist vor allem der durch den hohen Gasdruck bedingte große Energiebedarf.
Bekannt ist weiterhin ein Verfahren (DE-AS 20 08 774), bei dem das in der Brennzone auf Fertigbrenntemperatur
erhitzte Gut vor Eintritt in den Kühler noch eine gewisse Zeit in einer Verweilzone gehalten
wird, die im wesentlichen aus einem schachtförmigen
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Verweilbehälter sowie einem Abscheider besteht.
Durch zusätzliche Brenner kann dabei die dem Verweilbehälter zugeführte Kühlerluft im erforderlichen
Maß aufgeheizt werden. Vorteilhaft ist bei diesem Verfahren, daß eine gleichmäßige Wärmebehandlung
von Gutteilchen unterschiedlicher Größe erreicht und die Verweilzeit optimal an das jeweils vorliegende Gut angepaßt werden kann.
Für manche Anwendungsfälle ist allerdings eine weitere Vereinfachung der Anlage wünschenswert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Brennen von feinkörnigem Gut,
insbesondere zur Kalzinierung von Tonerde, zu entwickeln, das sich durch einen geringen Wärme-
und Energiebedarf sowie eine einfache Bauweise der Anlage auszeichnet und das eine ideale Anpassung
der Brennbedingungen an das jeweils vorliegende Gut gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das aus dem Gasstrom abgeschiedene gebrannte
Gut einem Verweilbehälter zugeführt wird, aus dem vo r_z_ug_swe χ s e j
einfeinsteilbarer Teil des Gutes zurück in die
Brennzone und der Rest des Gutes in die Kühlzone geführt wird.
In diesem Verweilbehälter erfolgt ein Wärmeausgleich zwischen den einzelnen gebrannten Gutteilchen
sowie eine Homogenisierung der Korngröße.
Es laufen ferner in diesem Verweilbehälter verschiedene chemische und physikalische Reaktionen ab, wobei
sich bei der~ Kalzinierung von Tonerde die Bildung
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der ^-Modifikation, die eine Funktion von Temperatur
und Verweilzeit ist, in weiten Grenzen genau steuern läßt. Auf diese Weise sind beliebige
ck/-Tonerde-Gehalte erzielbar.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung wird die Brennzone durch eine im wesentlichen
vertikal verlaufende, von unten nach oben gasdurchströmte Leitung gebildet, in deren unterstem
Bereich eine Brenneranordnung vorgesehen ist, in die an einer etwas höher liegenden Stelle eine vom
Verweilbehälter kommende Rückführleitung einmündet und an die an einer darüber liegenden Stelle eine
vom Vorwärmer kommende Gutleitung angeschlossen ist.
Bei einer solchen Gestaltung der Brennzone erfolgt der Brenn- bzw. Kalziniervorgang in der Schwebe,
wodurch eine störende Agglomeratbildung vermieden wird. Zweckmäßig werden hierbei Vergasungsbrenner
verwendet, die einen guten Ausbrand gewährleisten und eine geringe Feststoffkonzentration in der
eigentlichen Brennzone ergeben. Beim Kalzinieren von Tonerde wird ferner durch Vergasungsbrenner
eine Inhibitor-Wirkung der Tonerde auf den Kohlenstoff-Ausbrand
vermieden.
Durch die Höhenstaffelung in der Einführung einerseits
des gebrannten (rezyklierten) Gutes und andererseits des vorerhitzten Gutes wird in der
Brennzone erreicht, daß die heißen Brenngase zunächst mit dem bereits -gebrannten, rezyklierten
Teil des Gutes in Berührung kommen und dieses Gut weitererhitzen, ehe sie dann ihren weiteren Wärme-
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inhalt an das vorerhitzte Material abgeben.
Die erfindungsgemäße Anlage, die im wesentlichen
aus Zyklonen bekannter Bauart sowie aus Verweilbehältern besteht, zeichnet sich durch eine sehr
einfache Bauweise, einen geringen Wärmebedarf (geringe Wandwärmeverluste) und vor allem durch
einen sehr niedrigen Gasdruck und infolgedessen einen geringen elektrischen Energiebedarf aus.
Im Unterschied zum bekannten Wirbelschichtverfahren arbeitet das erfindungsgemäße Verfahren mit
einem Gesamtdruck, der im wesentlichen nur vom Druckverlust der Zyklonstufen bestimmt wird und
zu dessen Erzeugung ein einfacher Radialventilator ausreicht. Lediglich für die Fluidisierung der
Verweilbehälter wird ein höherer Druck benötigt, jedoch nur für eine sehr geringe Luftmenge. So
wird insbesondere das im Verweilbehälter der Brennzone befindliche Gut mit einer geringen Menge
Luft, vorzugsweise mit 5 bis 15 g Luft pro kg Gut, fluidisiert. Diese Luft kann durch Abfallwärme
(z.B. Abgase oder Rauchgase) vorgewärmt werden. Die Fluidisierung kann auch direkt mit Abgas oder
Rauchgas erfolgen.
Erfindungsgemäß kann auch an die Gutaustragsrohre der Zyklone des Zyklonvorwärmers je ein weiterer,
vorzugsweise mit Kühlerluft fluidisierter Verweilbehälter angeschlossen sein. Diese Verweilbehälter,
in denen sich das Gut in einer nur leicht fluidisierten
Schüttgut befindet, dichten durch die Gutschüttung die Gutaustragsleitung des darüber an-
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geordneten Zyklons ab, so daß hierfür keine besonderen mechanischen Organe (wie Pendelklappen oder
dergleichen) erforderlich sind.
Die Verweilzeit des Gutes in den einzelnen Verweilbehältern läßt sich erfindungsgemäß durch einfaches
Verstellen der Auslauföffnung in einem weiten Bereich ändern und den jeweiligen Verhältnissen
anpassen. Zweckmäßig wird der zur Aufnahme des gebrannten Gutes bestimmte Verweilbehälter so
bemessen, daß eine Verweilzeit bis zu einer halben Stunde für das Fertiggut einstellbar ist.
Diese und weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
veranschaulichten Ausführungsbeispieles hervor. In der Zeichnung zeigen
Fig.1 eine Schemadarstellung einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens ;
Fig.2 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines Verweilbehälters.
Die Anlage gemäß Fig.1, die vorzugsweise zum Kalzinieren
von Tonerde dient, besteht im wesentlichen aus einem mehrstufigen Zyklonvorwärmer 1, einer
Brennzone 2, einem Verweilbehälter 3 sowie einer Kühlzone 4.
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Der Zyklonvorwärmer 1 besteht aus zwei hinsichtlich der Gas- und Gutführung parallelgeschalteten Strängen
und enthält in jedem dieser beiden Stränge je zwei Zyklone 5, 6 bzw. 5a, 6a. Den Zyklonen 5, 5a
der obersten Zyklonstufe sind Verweilbehälter 7, 7a und den Zyklonen 6, 6a der zweiten Zyklonstufe
Verweilbehälter 8, 8a nachgeschaltet.
Die gleichfalls aus zwei Strängen bestehende Brennzone 2 enthält zwei im wesentlichen vertikal
verlaufende Leitungen 9, 9a, die in ihrem untersten Bereich eine Brenneranordnung 10 bzw.
10a enthalten. Die beiden Leitungen 9, 9a münden in einen gemeinsamen Abscheider 11, dessen
Gutaustragsleitung in den bereits erwähnten Verweilbehälter 3 eingeführt ist. Vom Verweilbehälter
3 führen zwei Gutzuleitungen 12, 12a zu den die Brennzone bildenden Leitungen 9 bzw. 9a.
Diese Gutleitungen 12, 12a münden oberhalb der
Brenneranordnung 10 bzw. 10a in die Leitung 9 bzw. 9a ein. Von den Verweilbehältern 8, 8a führen
Gutleitungen 13, 13a zur Leitung 9 bzw. 9a; sie münden oberhalb der Gutleitungen 12 bzw. 12a in
die Leitungen 9, 9a.
Die Kühlzone 4 enthält zwei parallelgeschaltete Zyklone 14, 14a sowie einen Wirbelschichtkühler
Gutleitungen 16, 16a führen vom Verweilbehälter zu den Kühlluftleitungen 17, 17a, die den Wirbel.
schichtkühler 15 mit den Zyklonen 14, 14a verbinden.
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Den Verweilbehältern 3, 7, 7a, 8, 8a wird im unteren Bereich jeweils eine kleine Menge Kühlerluft als
Fluidisierungsluft zugeführt, wie dies durch die
Pfeile 18 angedeutet ist.
Die Wirkungsweise der Anlage gemäß Fig.1 ist folgendermaßen:
Das zu kalzinierende Gut wird bei 19 in die zu den
Zyklonen 5, 5a der obersten Zyklonstufe führenden Gasleitungen eingebracht. Nach Abscheidung in diesen
Zyklonen gelangt es in die Verweilbehälter 7 bzw. 7a. Nach einer gewissen Verweilzeit wird das
Gut aus den Verweilbehältern 7, 7a in die Gasleitung 20 eingetragen, die vom Abscheider 11 zu den
Zyklonen 6, 6a führt. Nach weiterer Vorwärmung durch die heißen Gase und Abscheidung in den Zyklonen
6, 6a gelangt das Gut dann in die Verweilbehälter 8, 8a. Aus diesen wird es nach einer gewissen
Verweilzeit in die Leitungen 9, 9a eingetragen, die die eigentliche Brennzone bilden. Das durch die
heißen Gase der Brenneranordnung 10 bzw. 10a kalzinierte Gut gelangt nach Abscheidung in dem Abscheider
11 in den Verweilbehälter 3, wo es eine einstellbare Zeit unter Bildung der ^"Modifikation
verweilt.
Ein einstellbarer Teil des Gutes gelangt dann aus dem Verweilbehälter 3 über die Leitungen 12 bzw.
12a erneut in die Leitungen 9, 9a und durchsetzt
damit die Brennzone mindestens noch ein weiteres Mal.
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Der übrige Teil des Gutes gelangt aus dem Verweilbehälter 3 über die Gutleitungen 16, 16a in die
Kühlzone 4 und wird hier zunächst in den Zyklonen 14 bzw. 14a und dann im Wirbelschichtkühler 15 gekühlt.
Die Gase durchsetzen die Anlage im Gegenstrom zum Gut: Die Luft des Wirbelschichtkühlers 15 wird den
Zyklonen 14 bzw. 14a zugeführt. Die Abluft dieser Zyklone durchsetzt die die Brennzone bildenden
Leitungen 9 bzw. 9a, vereinigt sich im gemeinsamen Abscheider 11 und durchsetzt dann nach erneuter Aufteilung
die Zyklone 6, 6a und 5, 5a.
Fig.2 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel eines Verweilbehälters.
Dieser Verweilbehälter 21 enthält ein Guteintragsrohr 22, das an den darüber angeordneten (nicht
dargestellten) Abscheider angeschlossen ist und in die Gutschüttung 23 hineinragt. Weiterhin ist der
Verweilbehälter 21 in seinem oberen Teil mit Auslauföffnungen 24, 25 versehen, denen vertikal verschiebbare
Absperrorgane 26, 27 zugeordnet sind. Im unteren Bereich ist der Verweilbehälter 21 mit einem
luftdurchlässigen Boden 28 und einem Anschlußstutzen 29 zur Zuführung von Fluidisierungsluft
versehen.
Die Funktion des Verweilbehälters 21 dürfte ohne weiteres verständlich sein: Das über das Guteintragsrohr
22 zugeführte Gut verweilt in dem Behälter 21
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eine gewisse Zeit in einer verhältnismäßig dichten, nur wenig fluidisierten Schüttung und verläßt dann
den Behälter 21 durch die Auslauföffnungen 24 bzw.
25. Durch Einstellen der Absperrorgane 26 bzw. 27 lassen sich die über die Auslauföffnungen 24 und
25 abgezogenen Gutströme beliebig einstellen.
Die Darstellung in Fig.2 ist nur als Beispiele einer
möglichen Ausführung des Verweilbehälters anzusehen.
So werden etwa die Verweilbehälter 7, 7a und 8, 3a
gemäß Fig.1 grundsätzlich nur mit einer einzigen Auslauföffnung versehen werden, während umgekehrt
der Verweilbehälter 3 mit insgesamt vier Auslauföffnungen versehen werden kann (von denen zwei zurück
zur Brennzone und die beiden anderen zur Kühlzone führen).
Die Zirkulation in der Brennzone wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren im allgemeinen so eingestellt, daß etwa gleich große Anteile des Gutes aus
dem Verweilbehälter zurück in die Brennzone und in die Kühlzone geführt werden. Es wird also etwa die
der Produktion entsprechende Menge im Kreislauf gefahren.
Die in der Brennzone verwendete Brenneranordnung 10 bzw. 10a enthält zweckmäßig einen oder mehrere
Vergasungsbrenner, bestehend aus einer zur Erzeugung von Schwelgas dienenden Schwelstufe und einer anschließenden
Verbrennungsstufe. In der Schwelstufe wird unter Luftmangel ein Schwelgas mit einer Rußzahl
(nach Bacherach) von etwa 1 erzeugt, das in der
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■ anschließenden Verbrennungsstufe verbrannt wird.
Hierdurch wird eine Inhibitor-Wirkung der Tonerde auf den C-Ausbrand vermieden, ein vollständiger
Brennstoffausbrand erreicht und eine Agglomeratbildung des Feststoffes unterdrückt.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung diene folgendes
Beispiel:
10
10
Eine Kalzinieranlage gemäß Fig.1 mit einer Kapazität
von 50 t/h wird bei 19 kontinuierlich mit 50 t/h Tonerdehydrat (Aluminiumhydroxyd) von ca. 12% Haftfeuchte
und etwa 65° Temperatur beschickt. Die Rauchgase haben hier eine Temperatur von etwa 450 bis 48O°C.
Das in den Zyklonen 5, 5ä abgeschiedene Hydrat ist von der Oberflächenfeuchte befreit und auf etwa 130°C
vorgewärmt. Die Rauchgase entweichen mit einer Temperatur von etwa 130°C.
Das in den Verweilbehältern 7, 7a fluidisierte Hydrat von etwa 130°C Temperatur kommt in der Gasleitung
in Berührung mit den Abgasen der Brennzone 2, die eine Temperatur von etwa 1100°C besitzen. Das in den
Zyklonen 6, 6a abgeschiedene Hydrat erlangt hierdurch eine Temperatur von 450 bis 48O°C.
über die Verweilbehälter 8, 8a gelangt das Hydrat in
die Leitungen 9, 9a der Brennzone 2 und wird hier sowie im Abscheider 11 zu Tonerde gebrannt, wobei
ein einstellbarer Teil des Gutes (durch Rückführung über die Gutleitungen 12, 12a) die Brennzone 2 mehr-
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fach durchsetzt.
Die Wärme zum Trocknen, Dehydratisieren und zum Fertigbrennen des Gutes wird durch Verbrennen
des über die Brenneranordnungen 10, 10a zugeführten Brennstoffes erzeugt. Primärluft wird
über die Brenneranordnungen 10, 10a und Sekundärluft
über die Kühlluftleitungen 17, 71a zugeführt.
um einen spezifischen Brennstoff-Verbrauch von etwa
750 Kcal/kg Al3O3 zu erreichen, muß ein beträchtlicher
Teil der fühlbaren Wärme des Tonerde-Gutstromes in das System zurückgeführt werden. Dies ist
über die Primär- und Sekundärluft möglich.
Die über die Brenneranordnungen 10, 10a zugeführte Primärluft sowie die durch die Pfeile 18 angedeutete
Fluidisierungsluft wird im Wirbelschichtkühler 15 auf etwa 400 bis 500°C erwärmt. Die Sekundärluft
wird gleichfalls durch den Wirbelschichtkühler 15 geführt und hier auf 850 bis 9000C erwärmt; sie gelangt
über die Kühlluftleitungen 17, 17a in die Zyklone 14, 14a.
In Abwandlung des in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispieles können die vertikal verschiebbaren Absperrorgane
26, 27 auch entfallen. Der Verweilbehälter wird dann so ausgestaltet, daß ein konstantes Verhältnis
zwischen der über die Gutleitungen 16, 16a
ausgetragenen Gutmenge und der über die Leitungen 12, 12a in die Brennzone zurückgeführten Gutmenge
besteht.
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■0-
Leerseite
Claims (11)
- Patentansprüche:(ιyVerfahren zum Brennen oder Sintern von feinkörnigem Gut, insbesondere von Tonerde, bei dem das Gut in einem mehrstufigen Zyklonvorwärmer durch die heißen Abgase einer Brennzone vorerhitzt, in der Brennzone fertiggebrannt und in einer Kühlzone gekühlt wird, wobei ein einstellbarer Teil des Gutes nach Durchsetzen der Brennzone und Abscheidung aus dem Gasstrom erneut in die Brennzone eingeführt wird,dadurch gekennzeichnet , daß das aus dem Gasstrom abgeschiedene gebrannte Gut einem Verweilbehälter zugeführt wird, aus dem ein vorzugsweise einstellbarer Teil des Gutes zurück in die Brennzone und der Rest des Gutes in die Kühlzone geführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß etwa gleich große Anteile des Gutes aus dem Verweilbehälter zurück in die Brennzone und in die Kühlzone geführt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Verweilbehälter befindliche Gut mit einer geringen Menge Kühlerluft oder Abgas, vorzugsweise mit 5 bis 15g Luft pro kg Gut, fluidisiert wird.130031/0487INSPECTED
- 4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennzone (2) durch eine im wesentlichen vertikal verlaufende, von unten nach oben gasdurchströmte Leitung (9, 9a) gebildet wird, in deren unterstem Bereich eine Brenneranordnung (10, 1Oa) vorgesehen ist, in die an einer etwas höher liegenden Stelle eine vom Verweilbehälter (3) kommende Rückführleitung (12, 12a) einmündet und an die an einer darüber liegenden Stelle eine vom Vorwärmer (1) kommende Gutleitung (13, 13a) angeschlossen ist.
- 5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verweilbehälter (z.B. 21) ein in die Gutschüttung (23) hineinragendes, an den Abscheider angeschlossenes Guteintragsrohr (22) enthält und in seinem oberen Teil mit vorzugsweise einstellbaren AuslaufÖffnungen (24 bzw. 25) für das der Brennzone bzw. der Kühlzone zuzuführende Gut versehen ist.
- 6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die AuslaufÖffnungen (24, 25) für das der Brennzone bzw. der Kühlzone zuzuführende Gut auf gleicher Höhe angeordnet und durch vertikal verschiebbare Absperrorgane (26, 27) einzeln einstellbar sind.
- 7. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verweilbehälter (21) einen vorzugsseise mit Kühlerluft belüfteten Fluidisierungsboden (28) aufweist.130031/0487
- 8. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Gutaustragsrohre der Zyklone (5, 5a, 6, 6a) des Zyklonvorwärmers (1)je ein weiterer, vorzugsweise mit Kühlerluft fluidisierter Verweilbehälter (7, 7a, 8, 8ajangeschlossen ist.
- 9. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenneranordnung (10 bzw. 10a)wenigstens einen Vergasungsbrenner enthält, der eine zur Erzeugung von Schwelgas dienende Schwelstufeund eine anschließende Verbrennungsstufe aufweist.
- 10. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, T5 daß die Kühlzone(4)wenigsten einen Kühlzyklon(14, 14a)und einen Wirbelschichtkühler(15)enthält.
- 11. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärmer(1) und die Brennzone(2) je zwei hinsichtlich der Gas- und Gutführung parallel geschaltete Stränge aufweist, denen ein gemeinsamer Abscheider(11) und ein gemeinsamer Verweilbehälter( 3) zugeordnet sind.130031/0487
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