DE3007440C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugeinrichtung,
bestehend aus einem Werkzeuggrundhalter und einem
Werkzeugträger, die über einen zylindrischen Einpaß
mit sich senkrecht zu diesem erstreckenden Planflä
chenpaar und über Paßfedern oder Stifte mitein
ander verbunden und die mittels mechanischer
Spannelemente miteinander verspannt sind, wobei
die den Werkzeugträger erfassenden Spannelemente
gleitbar in Ausnehmungen eines abgesetzten zy
lindrischen Aufnahmezapfens des Werkzeuggrundhalters an
geordnet und zur festen Einspannung des Werkzeug
trägers einerseits von dem dem Werkzeugträger zu
gewandten Ende eines einer in einer zentralen Bohrung des Werkzeuggrund
halters bewegliche Spannbolzens beaufschlagt wer
den. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf
ein Zerspanungswerkzeug, das aus einem Werkzeug
grundhalter und einem Schneidenträger besteht. Das
Lösen bzw. Festsetzen der Spannelemente kann manu
ell oder maschinell erfolgen.
Aus der US-PS 41 35 418 ist eine Werkzeugeinrich
tung bekannt, bei der der Werkzeuggrundhalter als
Revolverkopf ausgebildet ist. Nach einem Ausfüh
rungsbeispiel des hiernach bekannten Standes der
Technik wird der zylindrische Einpaß durch eine in
dem Revolverkopf eingeschraubte Paßhülse und eine
am Werkzeugträger befindlichen Zapfen gebildet. Da
bei enthält der Zapfen radiale Ausnehmungen, in
denen sich als Spannelemente wirkende Kugeln befin
den, die zum Verspannen der Werkzeugeinrichtung
von einem in einer zentrischen Bohrung gleitend ge
führten Spannbolzen mit halbkugelförmig ausgebil
detem Ende nach außen in eine von der Paßhülse ge
bildete Innennut gedrückt werden können, wobei der
Spannbolzen durch im Werkzeuggrundhalter befind
liche Tellerfedern in Richtung auf den Werkzeug
träger druckbeaufschlagt ist. Zur Lösung der Ver
bindung zwischen dem Werkzeugträger und dem Werk
zeuggrundhalter ist der Spannbolzen entgegen der
Federkraft hydraulisch beaufschlagbar. Nach einem
anderen Ausführungsbeispiel des Standes der Tech
nik ist der die Kugeln aufnehmende Zapfen in dem
Werkzeuggrundhalter eingeschraubt, über den ein am
Werkzeugträger befindlicher hülsenförmiger Zapfen
gleiten kann, wobei der zylindrische Einpaß wieder
um durch eine hohlzylindrische Ausnehmung im Revol
verkopf mitgebildet wird.
Die Übertragung der Spannkräfte erfolgt bei der be
kannten Werkzeugeinrichtung jeweils über mindestens
eine Kugelfläche. Dies bedingt - mit Ausnahme der
die Kugeln aufnehmenden radialen Aufnahmen - punkt
förmige Berührungen mit sehr hohen spezifischen
Flächenpressungen, die wiederum zu Materialverfor
mungen und damit zu ungleichmäßigen und insbesonde
re außermittigen Kraftübertragungen führen können.
Die zum Verspannen des Werkzeugträgers mit dem
Werkzeuggrundhalter notwendige Kraft wird durch
eine vom Werkzeuggrundhalter in Richtung auf den
Werkzeugträger gerichtete Druckkraft aufgebracht;
sie wirkt mit der Spannkraft, die den Werkzeug
träger an den Werkzeuggrundhalter spannen, d. h.
heranziehen soll, entgegen. Dadurch wird die ohne
hin schon hohe punkt- bzw. linienförmige spezifische
Belastung noch weiter erhöht. Außerdem ergeben sich
je nach Toleranz des Werkzeuggrundhalters und des
Werkzeugträgers sowie der Spannkugeln und ggf. auf
tretender bleibender Verformungen durch dadurch be
dingte veränderliche Kraftrichtung selbst bei gleicher
Kraft des Spannbolzens unterschiedliche Spannkräfte
zwischen dem Werkzeuggrundhalter und dem Werkzeug
träger. Da die Kugeln die sie aufnehmenden Ausneh
mungen nicht voll ausfüllen, besteht für diese Aus
nehmungen im äußeren Bereich insbesondere im Hin
blick auf eine automatisierte Fertigung der wei
tere Nachteil der Verschmutzung.
Aus der GB-PS 3 62 830 ist ein Bohr- und Honwerk
zeug bekannt, bei dem eine achsmittig angeordnete
Einstellspindel mit konischer Aufweitung im Ein
griff mit radial angeordneten Einstellstiften steht,
die wiederum fest mit den äußeren Honleisten ver
nietet sind. Dieses um seine eigene Achse rotie
rende Werkzeug eignet sich insbesondere für die Zy
linderbearbeitung. Für spanende Drehbearbeitung
und insbesondere Außenbearbeitung von Werkstücken
ist es nicht einsetzbar. Die Einstellspindel dient
denn auch nur zur Einstellung des effektiven Durch
messers des Werkzeugs und nicht zum Verspannen
zweier Teile einer Werkzeugeinrichtung.
Weiterhin ist aus der DE-OS 23 60 337 eine Spann
einrichtung für Kegelaufnahmen für rotierende
Werkzeuge mit konischem Einpaß bekannt, bei der
die in radialen Ausnehmungen einer rohrförmigen
Spannstange befindlichen Spannelemente ebenfalls
aus Kugeln bestehen, die durch ein kopfförmig aus
gebildetes Riegelelement zum Verspannen in die
Innenut einer rohrförmigen Adapterhülse des
Werkzeugs gedrängt werden.
Aus der US-PS 33 42 502 ist schließlich eine Werk
zeugeinrichtung bekannt, bei der ein Werkzeugträger
mit einem konischen Zapfen in den Innenkonus eines
Werkzeuggrundhalters eingreift. Die vom Werkzeug
träger auf den Werkzeuggrundhalter übertragenen
Kräfte werden über den konischen Einpaß geleitet.
Um zu verhindern, daß sich der konische Einpaß bei
Erschütterungen und Schwingungen löst, ist nach
diesem Stand der Technik ein zylindrischer Stift
vorgeschlagen, der von einer exzentrischen Innennut
einer drehbare Hülse auf eine Flachstelle innerhalb
des konischen Zapfens gedrückt wird. Durch diesen
Stift aber wird nicht nur eine unsymmetrische Spannwir
kung erreicht, es setzt auch voraus, daß der Werk
zeugträger jeweils in der Lage eingesetzt wird, in
der die Planfläche exakt unter den Stift zu liegen
kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werk
zeugeinrichtung mit einem Werkzeuggrundhalter, an
den mit Hilfe von Spannelementen unterschiedliche
Werkzeugträger, insbesondere mit Zerspanungswerk
zeugen, aufgespannt werden können und die einen
maschinellen Wechsel im Rahmen einer automatisierten
Fertigung zuläßt, so zu gestalten, daß eine einfache
und dennoch sichere Fixierung des Werkzeugträgers an
dem Werkzeuggrundhalter möglich ist. Die Werkzeug
einrichtung soll weiterhin so gestaltet sein, daß
auch ein manueller Wechsel der Werkzeugträger mög
lich ist. Insbesondere soll die Werkzeugeinrichtung
die Voraussetzungen erfüllen, die im Bereich der
Drehbarbeitung und bei der Verwendung handels
üblicher Zerspanungswerkzeuge, wie z. B. Bohrer oder
Wendeschneidplatten, unerläßlich sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die zum Er
fassen des Werkzeugträgers vorgesehenen Spannele
mente als Spannstifte ausgebildet sind, daß die die
Spannstifte aufnehmenden Ausnehmungen unter einem
Winkel von 45° bis 75° gegen die Längsmittellinie des
Werkzeuggrundhalters angeordnet sind und daß das
Ende des Spannbolzens kopfförmig ausgebildet ist.
Die Verspannung des Werkzeugträgers mit dem Werk
zeuggrundhalter erfolgt somit über Spannstifte, die
mittels des Spannbolzens in Ausnehmungen des Werk
zeugträgers, im einfachsten Fall eine Ringnut, ge
drückt werden und dabei die Stirnseiten des Werk
zeugträgers gegen die Plananlagefläche spannen. Die
Bewegung des Spannbolzens kann durch mechanische
Mittel, hydraulisch oder pneumatisch bewirkt wer
den. Das ein Lösen der Spannstifte bewirkende Ver
schieben des Spannbolzens kann dabei ggf. auch
automatisch erfolgen. Nachdem die Spannstifte die
Ausnehmungen des Werkzeugträgers verlassen haben,
kann dieser mittels eines ggf. automatisch gesteu
erten Greifers abgenommen und durch einen anderen
ersetzt werden. Weiterhin ist die Werkzeugeinrich
tung sowohl für innen arbeitende Werkzeuge als
auch für außen arbeitende Werkzeuge geeignet.
Der kopfförmig ausgebildete Spannbolzen beauf
schlag mehrere schräg im Aufnahmezapfen montierte
und lose einliegende Spannstifte. Die Spannstifte
im Aufnahmezapfen sind damit fest zwischen dem
Kopf des Spannbolzens und den Ausnehmungen des
Werkzeugträgers eingespannt, womit gleichzeitig
eine Arretierung des Werkzeugträgers herbeigeführt
wird.
Eine leichte manuelle Betätigung des Spannbolzens
ist gegeben, wenn der Werkzeuggrundhalter ein von
außen bedienbares Schraubelement besitzt, mittels
dessen die Verschiebung des Spannbolzens erfolgt.
Damit ist es möglich, die prinzipiell eher für
einen automatisierten Fertigungsablauf vorgesehene
Werkzeugeinrichtung auch so zu gestalten, daß die
Vorteile des universell verwendbaren Werkzeugträ
gers erhalben bleiben. Auch wenn sich dabei nicht
der hohe Automatisierungsgrad verwirklichen läßt,
können die Nebenzeiten wesentlich verkürzt werden.
Vorteilhafterweise wird ein modifizierter Werkzeug
grundhalter verwendet, der einen mit einer Schrau
benfeder beaufschlagten Spannbolzen enthält. Nach
Lösen des von außen bedienbaren Schraubelements
entspannt sich die Schraubenfeder und bewirkt damit
gleichzeitig ein Lösen der Spannstiftarretierung.
Anschließend ist der manuelle Werkzeugwechsel des
Werkzeugträgers möglich.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
sind die Spannstifte auf der dem Aufnahmezapfen zu
gewandten Seite mit einem Kopf versehen, der ver
hindert, daß sie bei demontiertem Werkzeugträger
herausfallen. Unter dem Kopf der Spannstifte ist
eine Druckfeder montiert, welche die Stifte bei
gelöstem Spannbolzen selbsttätig nach innen bewegt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 bis 3 jeweils Querschnitte durch ver
schieden gestaltete Werkzeug
einrichtungen und
Fig. 4 den automatischen Auswechselprozeß des
Werkzeugträgers in schematischer Form.
Die in Fig. 1 dargestellte Werkzeugeinrichtung besteht
im wesentlichen aus einem Werkzeuggrundhalter 1 mit einer
zentralen Aufnahmebohrung 2, in welcher ein Spannbolzen
3 ruht. An der Stirnseite des Werkzeuggrundhalters 1 ist
der Werkzeugträger 4, hier als Bohrkopf ausgestaltet,
befestigt. Der Spannbolzen 3 ist an der dem Werkzeug
träger 4 zugewandten Seite kopfförmig ausgebildet. An
ihm liegen Spannstifte 6, deren gegenüberliegendes Ende
in Ausnehmungen 7 des Werkzeugträgers 4 ragt. Die Spann
stifte 6 sind, bezogen auf die Längsmittellinie 8 des
Werkzeuggrundhalters 1 in einem Winkel von etwa 45° bis
75°, vorzugsweise 60° angeordnet. Der Spannbolzen 3 selbst
ist mit mehreren Tellerfedern 12 beaufschlagt, womit eine
angemessen große Spannkraft erreicht wird, die den Werk
zeugträger 4 ausreichend sichert. Zum Lösen des Spann
bolzens 3 kann auf diesen ein Druck in Richtung des
Pfeils 20 ausgeübt werden.
Der Werkzeugträger 4 wird folgendermaßen mit dem Werk
zeuggrundhalter 1 verbunden: Der Werkzeugträger 4 wird
über eine zylindrische Aufnahmebohrung 9 auf dem ab
gesetzten, entsprechend ausgebildeten zylindrischen
Aufnahmezapfen 5 des Werkzeuggrundhalters 1 zentriert,
wobei der Werkzeugträger 4 mit seinen in seinem äußeren
Bereich befindlichen ringförmigen Planflächen 10 gegen
eine Plananlage des Werkzeuggrundhalters 1 gedrückt
und damit axial fixiert wird. Zur Verdrehsicherung des
Werkzeugträgers 4 sind Planflächen 10 und die Plan
anlage des Werkzeuggrundhalters 1 symmetrisch ausgebildet
und der Werkzeuggrundhalter 1 zusätzlich mit Mitnehmern
in Form von Paßfeder 11 oder Stiften oder Mitnahme
steinen versehen, die in entsprechende Mitnahme- bzw.
Aufnahmenuten des Werkzeugträgers 4 eingreifen.
Die Verspannung des Werkzeugträgers 4 mit dem Werk
zeuggrundhalter 1 erfolgt derart über den Spannbolzen
3, daß auf diesen die Druckkräfte der Tellerfedern 12
wirken, so daß der Spannbolzen 3 die Spannstifte 6
radial nach außen beaufschlagt.
Das Abnehmen des Werkzeugträgers 4 erfolgt in umgekehrter
Richtung und wird dadurch eingeleitet, daß über das
dem Werkzeugträger 4 abgewandte Ende des Spannbolzens
3 durch externe Druckeinwirkung die Tellerfedern 12 zusammen
geschoben werden und gleichzeitig die kopfförmige Aus
bildung des Spannbolzens 3 die Spannstifte 6 aus den
Ausnehmungen 7 gleiten läßt.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante
der Werkzeugeinrichtung sind die Spannstifte 6 zu
sätzlich mit einem Kopf 15 und mit einer Druckfeder 16
versehen. Während der Kopf 15 des Spannstiftes 6 ein
Herausfallen der Spannstifte bei demontiertem Werk
zeugträger 4 verhindert, bewirkt die Druckfeder 16
eine selbsttätig zur Längsmittellinie 8 des Werkzeugs
gerichtete Bewegung.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Werkzeugeinrichtung, die für eine
manuelle Auswechselung des Werkzeugträgers geeignet
ist. Der Spannbolzen 3 ist derart ausgestaltet, daß
eine Lageveränderung der an ihrer Spitze konisch ver
jüngten Schraube 13 bei jeweils anliegender Oberflä
che des Spannbolzens 3 dessen Verschiebung bewirkt.
Das Andrücken der Mantelfläche 19 des Spannbolzens 3
an das konische Ende der Schraube 13 wird durch eine
Schraubenfeder 14 herbeigeführt. Bei festgezogener
Schraube 13 wird der Spannbolzen 3 in seine äußerste
rechte Lage gedrückt, wobei gleichzeitig über sein
kopfförmig ausgebildetes Ende die Spannstifte 6 in
die Ausnehmung 7 des Werkzeugträgers 4 gedrückt
werden. Löst man die Schraube 13, so bewegt sich
der Spannbolzen 3 in Richtung des Werkzeugträgers,
wobei gleichzeitig die Spannstifte 6 aus den Aus
nehmungen 7 herausgleiten, womit die Verspannung
des Werkzeugträgers 4 gelöst wird und dieser leicht
abgenommen werden kann.
Fig. 4 zeigt in schematischer Weise, wie der Werk
zeugträger 4 mittels eines Greifers abgenommen und
in ein Werkzeugmagazin abgelegt werden kann, von
wo aus der Greifer einen neuen Werkzeugträger auf
nimmt und auf den Werkzeuggrundhalter 1, der bei
spielsweise auf einem Werkzeuggrundhalter montiert ist,
aufsetzt. Die dargestellten Arbeitsschritte sind
vollständig automatisierbar: Nach Beendigung eines
bestimmten Arbeitsprozesses bzw. der Abnutzung eines
Werkzeuges wird ein Steuerbefehl gegeben, der die
hydraulische oder pneumatische Lösung des Spannbol
zens einleitet. Der nur noch lose aufsitzende Werk
zeugträger 4 wird mittels eines Greifers abgenommen
und in einem Werkzeugmagazin 17 abgelegt. Im nächsten
Arbeitsschritt nimmt der Greifer 18 einen neuen Werk
zeugkopf 4 auf und setzt ihn zentrisch auf den Werk
zeuggrundhalter. Daraufhin wird über einen weiteren
Steuerimpuls die nicht dargestellte Tellerfeder ent
spannt, so daß über den Spannbolzen 3 in geschilder
ter Weise der Werkzeugträger arretiert wird. Dieses
Verfahren besitzt den Vorteil, daß der Werkzeuggrund
halter im Werkzeugrevolver einer Drehmaschine verbleibt
und der Werkzeugwechsel sich lediglich auf ein klein di
mensioniertes einfaches Teil, den Werkzeugträger, be
schränkt. Der Werkzeugträger kann beispielsweise ein
Werkzeugkopf sein, der primär auf die Erfordernisse
der Innenbearbeitung abgestimmt ist. Bei der Außenbe
arbeitung bestehen weniger Einschränkungen hinsicht
lich der Werkzeuggestaltung, jedoch gelangen hier
zum Drehen ähnliche oder gleiche Schneidengeome
trien wie bei der Innenbearbeitung zur Anwendung.
Deshalb sind Werkzeugköpfe mit gleichen Anschluß
maßen auch für die Außenbearbeitung möglich, so daß
Drehmaschinen mit Revolverköpfen und automatischem
Werkzeugwechsel ausgerüstet werden können, wobei so
wohl Werkzeuge für die Innen- als auch für die Außenbe
arbeitung aufgenommen werden. Im Revolverkopf sind
lediglich Werkzeuggrundhalter zu installieren, die für
die Innenbearbeitung die notwendigerweise erforderliche,
längere Auskragung besitzen und Werkzeuggrundhalter
für die Außenbearbeitung, die im allgemeinen nicht
axial, sondern radial angeordnet sind. Letztere ha
ben eine kurze, kompakte Bauweise und lassen sich
dementsprechend höher belasten. Die Verbindung zwi
schen Schneidenträger und Werkzeuggrundhalter für
Außen- und Innenbearbeitungswerkzeuge ist einheit
lich gestaltet, so daß z. B. ein Bohrwerkzeug der
Innenbearbeitung bedarfsabhängig auch als Planwerk
zeug bei der Außenbearbeitung eingesetzt werden
kann. Auf diese Weise lassen sich mit weniger Werk
zeugtypen mehr Arbeitsoperationen durchführen als
bisher. In einem Werkzeugmagazin der Maschine sind
also lediglich die kleindimensionierten Schneiden
träger unterzubringen, so daß infolge des geringen
Kosten- und Platzbedarfes eine größer Werkzeugzahl
gespeichert werden kann und somit größere Fertigungs
stückzahlen erzielbar sind und bei Standzeitende einer
Schneide ohne Unterbrechung ein Ersatzwerkzeug zur An
wendung gelangen kann. Konnte man bisher bei Drehmaschi
nen eine Werkzeuggrundausrüstung von etwa 12 verschie
denen Werkzeugen unterbringen, dann lassen sich auf
grund des geringeren Platzbedarfes jetzt die dreifache
Menge und mehr an Werkzeugen speichern, d. h. es
können bei einem Grundbedarf von 12 Werkzeugen min
destens drei Standzeiten gefahren werden. Damit
ist eine Fertigung ohne manuellen Eingriff über
einen längeren Zeitraum gewährleistet, womit der
Nutzungsgrad der Maschine wesentlich verbessert
wird und gleichzeitig der Personalaufwand sinkt.
Je nach Leistungsfähigkeit der Maschine und durch
zuführender Bearbeitung sind verschiedene Baugrößen
und -formen von Werkzeugeinrichtungen möglich. Für
den Bereich der Innenbearbeitung im kleineren Durch
messerbereich lassen sich Schneidenträger verwenden,
die abgesetzt gestaltet sind oder mit einer Spann
einrichtung zur Aufnahme von Bohrern, Senkern o. ä.
ausgelegt sind. Der Schneidenträger läßt sich bei
gleichbleibenden Anschlußmaßnahmen für den Werkzeuggrund
halter unterschiedlich ausbilden. Er kann z. B. auch
mit gelöteten Hartmetallplatten bestückt sein oder,
wie in den Zeichnungen dargestellt, geklemmte Wende
platten aufnehmen.
Die Querschnittsform der Werkzeugeinrichtung im Be
reich der Verbindung zwischen Schneidenträger und
Werkzeuggrundhalter ist in bevorzugter Weise zylin
drisch gestaltet, kann aber auch andere Querschnitts
formen, z. B. für die Außenbearbeitung die Form eines
Quadrates aufweisen.
Zum Zwecke einer zentralen Kühlmittelzufuhr kann der
Werkzeuggrundhalter im Inneren mit Bohrlöchern und
Ausnehmungen versehen sein, die den Kühlschmierstoff
durch eine Öffnung im Schneidenträger zur Schneide
führen.
Bei der bevorzugten Ausführung ist die Verbindung
zwischen Werkzeuggrundhalter und Schneidenträger
achssymmetrisch ausgebildet, so daß es möglich ist,
auf dem Grundhalter die Schneidenträger in 2 um
180° verdrehten Einbaulagen zu montieren. Dadurch
kann sowohl die Anzahl der Grundhalter als auch
die der Schneidenträger klein gehalten werden und
durch Veränderung der Einbaulage eine Erweiterung
des Anwendungsbereiches erzielt werden.
Claims (5)
1. Werkzeugeinrichtung, bestehend aus einem Wer
zeuggrundhalter und einem Werkzeugträger, die
über einen zylindrischen Einpaß mit einem sich
senkrecht zu diesem erstreckenden Planflächen
paar und über Paßfedern oder Stifte miteinander
verbunden und die mittels mechanischer Spannele
mente miteinander verspannt sind, wobei die den
Werkzeugträger erfassenden Spannelemente gleit
bar in Ausnehmungen eines abgesetzten zylin
drischen Aufnahmezapfens des Werkzeuggrundhalters an
geordnet und zur festen Einspannung des Werk
zeugträgers einerseits von dem dem Werkzeug
träger zugewandten Ende eines in einer zentralen Bohrung des
Werkzeuggrundhalters beweglichen Spannbolzens be
aufschlagt werden und andererseits in eine in
einem hohlzylindrischen, rohrförmigen Schaft
des Werkzeugträgers angeordneten Ausnehmung
eingreifen, insbesondere aus einem Werkzeug
grundhalter und einem Schneidenträger bestehen
des Zerspanungswerkzeug,
dadurch gekennzeichnet,
- (a) daß die zum Erfassen des Werkzeugträgers (4) vorgesehenen Spannelemente als Spannstifte (6) ausgebildet sind,
- (b) daß die die Spannstifte (6) aufnehmenden Ausnehmungen unter einem Winkel von 45° bis 75° gegen die Längsmittellinie (8) des Werk zeuggrundhalters (1) angeordnet sind und
- (c) daß das Ende des Spannbolzens (3) kopfförmig ausgebildet ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die die Spannstifte (6) aufnehmenden
Ausnehmungen und die Längsmittellinie (8) einen
Winkel von 60° bilden.
3. Werkzeugeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Werk
zeuggrundhalter (1) eine von außen bedienbare,
an seiner Spitze konisch verjüngte Schraube
(13) besitzt, durch das der Spannbolzen (3)
entgegen der Kraft einer Schraubenfeder (14)
verschiebbar ist.
4. Werkzeugeinrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Spannstifte (6) an
dem dem Spannbolzen (3) zugewandten Ende einen
Kopf (15) besitzen.
5. Werkzeugeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Kopf (15) der
Spannstifte (6) und dem Werkzeuggrundhalter (1)
eine Druckfeder (16) angeordnet ist.
Priority Applications (8)
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| JP2824581A JPS56139814A (en) | 1980-02-28 | 1981-02-27 | Tool device with tool supporter which can be exchanged |
| IT20037/81A IT1138968B (it) | 1980-02-28 | 1981-02-27 | Dispositivo per utensili con portautensile intercambiabile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803007440 DE3007440A1 (de) | 1980-02-28 | 1980-02-28 | Werkzeugeinrichtung mit wechselbarem werkzeugtraeger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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