DE3006469C2 - - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Rohr- oder Schlauch
leitungskupplung, deren einer Kupplungsteil mit einer
axial verschiebbaren Dichtungsvorrichtung versehen ist
und deren zweiter Kupplungsteil beim Zusammenstecken
mit dem ersten Kupplungsteil die Dichtungsvorrichtung
aus einer durch eine Vorspannfeder herbeigeführten
Ruhelage in eine Schließlage führt, und deren Dich
tungsvorrichtung ein Dichtungselement und einen dieser
zugeordneten Trägerteil aufweist, über den das Dich
tungselement mittels des zweiten Kupplungsteils in die
Schließlage gebracht werden kann, wobei die der Dich
tungsvorrichtung zugeordnete Feder von dem ersten Kupp
lungsteil getragen und gestützt wird, der eine Kupp
lungsteil der beiden Kupplungsteile mindestens eine
Dichtfläche aufweist, die in der Schließlage der Dich
tungsvorrichtung mit dem Dichtungselement zusammenwirkt,
und der eine Kupplungsteil ein Rohrschieberventil mit
einer besonderen Rückstellfeder enthält, das beim Zu
sammenstecken der beiden Kupplungsteile zwangsläufig
geöffnet wird.
Bei bereits bekannten Rohr- und Schlauchleitungskupp
lungen dieser Gattung wird das elastische Dichtungs
element in seiner bei der Kuppelstellung der beiden
Kupplungsteile eingenommenen Schließlage entweder zwi
schen dem Trägerteil und einem anderen Bauteil, bei
spielsweise in Form eines Ventils, zusammengequetscht
oder es wirkt wie eine wirkliche Zylinderwanddichtung.
Es wurde ferner in Betracht gezogen, das Dichtungsele
ment bei der Kuppelstellung in einer zusammengequetsch
ten Lage gegen eine Innenwandung des einen Kupplungs
teils zu halten; es könnte auch gegen eine abdichtende
zylindrische Wand an dem zweiten Kupplungsteil gehalten
werden. Es wurde ferner bei den bekannten Kupplungen
in Betracht gezogen, die Anfangs- oder Ruhelage der
Dichtungsvorrichtung durch die Wirkung einer Feder fest
zulegen, die mit einem von der Dichtungsvorrichtung ge
trennten Bauteil, beispielsweise in Form eines Ventils,
verbunden ist.
Die bisher bekannten Kupplungen der zur Rede stehenden
Art hatten den Nachteil, daß die Dichtungsvorrichtung
eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer hatte und daß
zum Zusammenstecken der Kupplungsteile wegen der Not
wendigkeit des Zusammenquetschens des Dichtungselementes
und wegen der damit verbundenen Reibung eine verhältnis
mäßig große Kraft erforderlich war. Auch bestand nur eine
beschränkte Auswahlmöglichkeit für das Material der Kupp
lungsteile, wodurch es erschwert wurde, eine solche Kupp
lung für hohe Drücke auszulegen. Wurden zwecks Ausleb
barkeit für hohe Drücke besonders dauerhafte Materialien
für die Kupplungsteile verwendet, so ergeben sich Be
messungsschwierigkeiten für die Einbauteile und insbe
sondere für die Dichtungsvorrichtung, und es wurde die
Wirkungsweise des Ventils beeinträchtigt, beispielsweise
weil es nicht möglich war, das Ventil zu schließen, wenn
der zweite Kupplungsteil gelöst war, so daß das Leitungs
medium über das Ventil in dem ersten Kupplungsteil frei
ausfließen konnte.
Das Zusammenquetschen elastischer Dichtungselemente führte
auch leicht zu deren Zerstörung, was gleichfalls zur
Verkürzung der Lebensdauer der Dichtungsvorrichtung beitrug.
Zylindrische Wanddichtungen waren vergleichsweise wenig
wirksam, vor allem bei hohen Drücken, bei denen ein
starkes Anquetschen an die Zylinderwandungen erforder
lich war. Dies wiederum führte zu starker Reibung beim
Zusammenstecken und beim Lösen der Kupplungsteile.
Aus der GB-PS 8 26 599 ist eine Rohr- und Schlauchleitungs
kupplung bekannt, deren einer Kupplungsteil mit einer
axial verschiebbaren Dichtungsvorrichtung versehen ist
und deren zweiter Kupplungsteil beim Zusammenstecken
mit dem ersten Kupplungsteil die Dichtungsvorrichtung
aus einer durch eine Vorspannfeder herbeigeführten
Ruhelage in eine Schließlage führt, und deren Dich
tungsvorrichtung ein Dichtungselement und einen dieser
zugeordneten Trägerteil aufweist, über den das
Dichtungselement mittels des zweiten Kupplungsteils
in die Schließlage gebracht werden kann, wobei die
der Dichtungsvorrichtung zugeordnete Feder von dem
ersten Kupplungsteil getragen und gestützt wird,
der eine der beiden Kupplungsteile mindestens eine
Dichtfläche aufweist, die in der Schließlage der
Dichtungsvorrichtung mit dem Dichtungselement zusammen
wirkt, und der eine Kupplungsteil ein Rohrschieber
ventil mit einer besonderen Rückstellfeder enthält,
das beim Zusammenstecken der beiden Kupplungsteile
zwangsläufig geöffnet wird.
Dabei weist der eine Kupplungsteil ein Rohrschieber
ventil auf, das beim Zusammenstecken der beiden
Kupplungsteile zwangsläufig geöffnet wird und das
die Dichtungsvorrichtung trägt. Daher wird die Ver
schiebung des Trägerelements der Dichtungsvorrichtung
und des Dichtelements von dem Rohrschieberventil be
wirkt und nicht von dem zweiten Kupplungsteil.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rohr-
oder Schlauchleitungskupplung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 als dauerhafte, gut abdichtende und
bei geringer Kraftanwendung zu schließende Kupplung zu
schaffen.
Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Rohr- oder Schlauchleitungskupplung durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten
kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Hiernach ist vorgesehen, daß das Dichtungselement in ei
nem von der Strömung des Mediums in der Leitung abge
schirmten Raum angeordnet ist und dort die Dichtungs
funktion zwischen den Kupplungsteilen wahrnimmt, wobei
durch die spezielle Anordnung einer konusförmigen Schräg
fläche sichergestellt ist, daß die Stirnfläche des Kupp
lungsnippels zunächst das Dichtelement der Dichtungsvor
richtung beaufschlagt und das Dichtelement sicher in
den abgeschlossenen Raum hineindrückt. Dabei stellt
die Schrägfläche sicher, daß der Halter oder das Dicht
element nicht fehlerhaft vom Kupplungsteil betätigt
werden, in dem dies das Ende des Halters beaufschlagen
würde. Durch die Schrägfläche wird nämlich eine Führung
für das Kupplungsteil so ausgebildet, daß ein paralle
les Aneinandervorbeigleiten des Kupplungsteiles und
des nach unten weisenden Vorsprungs immer sicher gewähr
leistet ist, so daß der Vorsprung das Trägerteil nicht
anheben kann, bevor das Kupplungsteil innerhalb der
Kupplungshülse eine sichere Verbindung und Abdichtung
erreicht hat. Eine vorzeitige Betätigung des Trägerteils
ist damit ausgeschlossen.
Dadurch, daß von dem Kupplungsteil zunächst
das Dichtelement selbst beaufschlagt wird, ergibt
sich nicht nur eine Sicherheit im Hinblick auf
die Durchführung des Kupplungsvorganges, sondern
es ist auch eine automatische Kompensation im Hin
blick auf die Abnutzung des Dichtungselementes
gewährleistet, da das Dichtungselement innerhalb
der Kupplungsteile so angeordnet ist, daß sein
dichtender Abschnitt, der mit dem zweiten Kupplungs
teil zusammenwirkt, je nach Verschleiß nachrückt.
Jedoch wird der Verschleiß auch dadurch begrenzt,
daß das Dichtungselement von der Strömung des
Leitungsmediums abgeschirmt und dadurch geschützt an
geordnet ist. Das Dichtungselement kann im wesent
lichen frei von Reibung gleiten, wodurch die Kraft
zur Verschiebung gering bleibt. Gleichzeitig wird
durch die vorteilhafte Anordnung und die damit ver
bundene Vielzahl der miteinander wirkenden Flächen
eine hochwirksame Dichtungsfunktion erreicht.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der erste Kupp
lungsteil eine besondere, der Dichtungsvorrichtung zuge
ordnete Feder trägt, die zur Vorspannung der Dichtungs
einrichtung dient. Ferner ist der erste Kupplungsteil mit
mindestens einer Dichtfläche versehen, die bei der Schließ
lage der Dichtungsvorrichtung mit dem Dichtungselement
zusammenwirkt. In der Kuppelstellung bilden die beiden
Kupplungsteile einen von dem strömenden Leitungsmedium
abgeschirmten Raum. Die Kupplungsteile selbst sind mit
dem Dichtungselement in seiner Schließlage abgedichtet.
Möglichkeiten zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung
der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 12 angegeben.
Durch die Erfindung wird eine Rohr- oder Schlauchleitungs
kupplung mit einer besonders wirksamen und dauerhaften
Abdichtung geschaffen. Die Abdichtung ist sowohl für nie
drige als auch für hohe Drücke des Leitungsmediums voll
wirksam, und die Betätigungskraft für das Ineinanderstecken
und für das Lösen der beiden Kupplungsteile ist ver
gleichsweise niedrig.
Es besteht die Möglichkeit einer selbsttätigen Kompensation
für das Dichtungselement aufgrund der Tatsache, daß die
ses innerhalb der Kupplungsteile so angeordnet werden kann,
daß sein dichtender Abschnitt, der mit dem zweiten Kupp
lungsteil zusammenwirkt, je nach Verschleiß infolge wieder
holten Gebrauchs der Kupplungsteile nachrücken kann.
Das Dichtungselement kann von der Strömung des Leitungs
mediums abgeschirmt und dadurch geschützt sein. Die Dich
tung kann im wesentlichen frei von Reibung gleitend ange
ordnet werden, wodurch die Änderungskraft wesentlich
herabgesetzt wird. In Verbindung mit der Schließlage der
Dichtung wird eine hochwirksame Dichtungsfunktion er
reicht.
Durch die Ausbildung der Kupplungsteile ist eine Abdich
tung auf drei Flächen mit Hilfe des Dichtungselements
möglich. Eine Dichtfläche befindet sich an dem zweiten
Kupplungsteil und zwei befinden sich an dem ersten Kupp
lungsteil. Diese dreifache Abdichtwirkung läßt eine be
sonders einfache Gestaltung zu, vor allem bei dem ersten
Kupplungsteil, das zwei zusammengeschraubte Rohrabschnit
te aufweisen kann, wobei die Schraubverbindung keine
besondere Abdichtung der Gewinde erfordert.
Es ist ferner möglich, eine Dichtungsdruckkompensations
kammer in der Schließlage der Dichtungsvorrichtung vor
zusehen, bei welcher der Druck des Leitungsmediums zu
dem Dichtungselement Zutritt hat und dieses gegen die
Dichtflächen an dem ersten und an dem zweiten Kupplungs
teil zusätzlich andrückt. Je stärker der Druck des Lei
tungsmediums, um so fester die Berührung (und umgekehrt).
Die Verwendung einer besonderen Feder und die Betätigung
der Dichtungsvorrichtung durch das Zusammenstecken der
Kupplungsteile ermöglicht auch eine sicher definierte
Abdichtung bei niedrigen Drücken des Leitungsmediums.
Die vorgeschlagene Art und Weise des Zusammenwirkens
zwischen dem Trägerteil und der Verriegelungsvorrichtung
der Kupplung gewährleistet eine sichere Verriegelung und
erlaubt gleichzeitig hohe gegenseitige Querbeanspruchungen
der beiden Kupplungsteile.
Durch die Schrägfläche am vorderen Ende läßt sich ein
Zusammenwirken der Dichtungsvorrichtung mit einer starken
Schulter an den Trägerteil erreichen, weil der gesamte
Druck des Leitungsmediums darauf wirkt.
Dennoch ist beim Vorhandensein eines Ventils an dem ersten
Kupplungsteil ein Austausch des Dichtungselements bei
vollem Druck des Leitungsmediums an dem ersten Kupplungs
teil möglich, und wenn dieses Leitungsmedium gasförmig,
beispielsweise Luft ist, kann das Ventil zunächst leicht
geöffnet und die Luft über das Dichtungselement aus
strömen gelassen werden, wobei ein Spüleffekt eintritt,
bevor die tatsächliche Dichtung an dem zweiten Kupplungs
teil zustandekommt.
Durch Führungsflächen in Verbindung mit den Verriegelungs
kugeln der Verriegelungsvorrichtung läßt sich gewähr
leisten, daß der zweite Kupplungsteil die Dichtungsvor
richtung nicht über deren untere Teile anhebt.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen
beispielsweise näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Teilschnittlängsansicht einer
Kupplung gemäß der Erfindung, deren
Kupplungsteile noch nicht vollständig
zusammengesteckt sind;
Fig. 2 eine Teilschnittlängsansicht derselben
Ausführungsform einer Kupplung wie bei
Fig. 1 in der vollständig eingenommenen
Kuppelstellung; und
Fig. 3 eine Längsansicht eines Kupplungsteils
und der darin angeordneten Dichtungs
vorrichtung bei gegenüber Fig. 1 und 2
vergrößertem Maßstab.
Eine Ausführungsform der Kupplung gemäß der Erfindung,
wie sie in den Zeichnungen dargestellt ist, dient haupt
sächlich als sogen. automatische Schnellkupplung zur
Förderung eines Leitungsmediums wie Luft. Die Erfindung
läßt sich aber auch für andere Leitungsmedien, wie z. B.
Hydrauliköl, anwenden.
In Fig. 1 und 2 hat der eine mit 1 bezeichnete Kupplungs
teil die Form einer Kupplungshülse und der zweite Kupp
lungsteil 2 die Form eines Kupplungsnippels, so daß die
Hülse oder der Nippel als Anschluß an ein Druckmittel
system dienen kann, an dem grundsätzlich mehrere Hülsen
bzw. Nippel vorgesehen sein können, die wahlweise kuppel
bar sind.
Auf dieee Weise wird eine größere Zahl von Verbindungen
und Trennungen bzw. Umschaltungen möglich, woraus sich
hohe Anforderungen, u. a. an die Dichtung in den Kupplun
gen, ergeben.
Die Kupplungshülse 1 besteht grundsätzlich aus zwei zy
lindrischen Teilen 1 a und 1 b, die mittels eines Gewindes 1 c
zusammengeschraubt sind. Die Kupplung ist mit einer an
sich bekannten Verriegelungshülse 3 versehen, die dazu
dient, Verriegelungskugeln 4 in Öffnungen 5 des
zylindrischen Teils 1 b und in einer Kreisrille 6 in dem
Kupplungsnippel im Verriegelungszustand festzuhalten und
die entgegen einer Rückstellfeder verschoben werden kann,
um die Kugel aus der Kreisrille 6 heraustreten zu las
sen und die Lösung der Kupplungsteile 1 und 2 voneinander
zu ermöglichen.
In der Kupplungshülse 1 ist ein Rohrschieberventil 7 ange
ordnet, das wie Fig. 1 zeigt, unter der Einwirkung einer
als konische Wendel ausgebildeten Rückstellfeder 8 steht
und, wie Fig. 2 zeigt, durch Einführen des Kupplungsnip
pels 2 in seiner Öffnungsstellung verschoben werden kann.
Das Rohrschieberventil ist mit einem Dichtungsring 9
versehen, über den das Ventil in seiner Schließlage mit
einem Ventilsitz 1 d in der Kupplungshülse 1 zusammenwirkt.
Das Rohrschieberventil weist eine Wandung auf, die von
dem Ventilsitz 1 d aus durch die Kupplungshülse hindurch
verläuft. In dieser Wand befinden sich unterhalb des
Dichtungsringes 9 Durchgangslöcher 7 a, durch die das
Leitungsmedium bei Freigabe der Öffnungen 7 a (Fig. 2)
hindurchtreten kann, so daß das Ventil die Strömung
von der einen Seite des Ventilkopfs in das Innere des
Ventils freigibt. Somit verläuft die Strömung durch die
Kupplung über das Durchgangsloch der Kupplungshülse, das
Innere des Rohrschieberventils und die zentrale Ausnehmung
des Kupplungsnippels, die in Fig. 1 und 2 nicht näher
dargestellt ist, so daß die Strömung des Mediums sowohl
die eine als auch die andere Richtung haben kann.
Der erste hülsenförmige Kupplungsteil ist mit einer Dich
tungsvorrichtung versehen, die längs einer inneren Wand 1 f
gleiten kann. Die Dichtungsvorrichtung umfaßt ein Dich
tungselement 10 und einen Halter 11 für dieses. Die Ver
schiebung erfolgt in Längsrichtung des ersten Kupplungs
teils von einer Anfangs- oder Ruhelage aus (Fig. 1) in
eine Dicht- oder Schließlage zwischen den Kupplungsteilen
(Fig. 2). Die Verschiebung der Dichtungsvorrichtung 10, 11
geschieht vermittels des Kupplungsteiles 2 bei der Bewe
gung des Zusammensteckens der beiden Kupplungsteile in
die Verriegelungslage gemäß Fig. 2.
In dem ersten Kupplungsteil ist die Dichtungsvorrichtung
mit einer von der Ventilfeder 8 getrennten Wendelfeder 12
als Rückstellfeder versehen, welche die Dichtungsvor
richtung in ihre Ruhelage zu drücken sucht. Beim Zusammen
stecken der Kupplungsteile wird die Dichtungsvorrichtung
mittels des Kupplungsnippels 2 entgegen der Wirkung der
Rückstellfeder 12 bewegt.
Die Lage der Dichtungsvorrichtung, ihre Konstruktion und
ihre Wirkung wird anhand von Fig. 3 näher beschrieben,
die in einem größeren Maßstab gehalten ist und die Dich
tungsvorrichtung in der Schließlage gemäß Fig. 2 darstellt.
Es sind zwei Funktionsstufen für das Dichtungselement 10
angedeutet. Die eine ist mit voll gezeichneten Linien 10 a,
10 b angegeben, die andere durch die gestrichelten Linien
10 a′, 10 b′. In den vollgezeichneten Linien ist die Stel
lung angegeben, bei der die Dichtungsvorrichtung durch
den Nippel 2 noch nicht vollständig in die Dichtungs- oder
Schließlage gebracht worden ist. Die gestrichelten Linien
10 a′, 10 b′ geben die Lage des Dichtungselements 10 nach
Erreichen der vollständigen Schließlage an. Das Ende 2
des Kupplungsnippels ist in der zuletzt genannten Stel
lung dargestellt.
Der Durchgangskanal des Kupplungsnippels ist in Fig. 3
mit 2 a bezeichnet. 2 b ist die Stirnfläche des Nippels,
die mit der unteren Endfläche des Ventils 7 zusammenwirkt.
Der Nippel hat außerdem eine schräge gerade Frontfläche,
die unter einem Winkel zu seiner Stirnseite 2 b liegt.
Die schräge Frontfläche dient einerseits als Dicht
fläche zum Zusammenwirken mit dem Dichtungselement 10,
andererseits als Anschlagfläche 2 d, mit der zumindest die
endgültige Anhebung der Dichtungsvorrichtung in deren
Schließlage zustandegebracht wird.
Das Dichtungselement hat einen Teil 10 c, der mit der er
wähnten Dichtfläche 2 c des Nippels zusammenwirkt. Der
Teil 10 c dient u. a. als Kompensation für Verschleiß und
erstreckt sich radial zur Achse der Kupplungsteile über
den Halter 11 hinaus. Das Dichtungselement 10 ist mit
Fangschultern 10 d und 10 e versehen, die über einen oberen
Vorsprung 11 a der Haltevorrichtung 11 gedrückt sind und
in der Einstecklage der Kupplung um den erwähnten Vor
sprung 11 a herum gepreßt werden. Die Haltevorrichtung hat
ferner einen unteren Teil, der zusätzlich zu dem oberen
Vorsprung 11 a einen unteren Vorsprung 11 b aufweist. Der
obere Vorsprung 11 a hat einen abgewinkelten Rand 11 a′
an seinem Ende, um den Halteeffekt des Dichtungselements
zu verstärken. Die Fangschultern 10 d und 10 e sind mit
Linien angegeben, deren Konturen denjenigen der ent
sprechenden Teile der Haltevorrichtung folgen.
Das Dichtungselement hat an seinem oberen, von der Halte
vorrichtung weg weisenden Ende einen etwa axial vor
stehenden Flansch 10 f mit einer ersten Dichtfläche 10 g,
die als steiler Konus mit einem Konuswinkel α von etwa
5° versehen ist. Diese erste Dichtfläche geht über einen
Krümmungsradius und einen radial verlaufenden Teil in
eine gerade zweite Dichtfläche 10 h über, die mit der
Dichtfläche 1 f′ am oberen Teil der Wand 1 f des ersten
Kupplungsteils zusammenwirkt. Die zweite Dichtfläche kann
als seitlich versetzt gegenüber der konusförmigen Dicht
fläche angesehen werden.
In ihrer Ausgangs- oder Ruhelage hat die Dichtfläche eine
gerade Oberseite 10 i, die in der Schließlage eine Form
annimmt, wie sie durch die Linien 10 i′ veranschaulicht ist.
Eine an der Stelle 10 f′ angedeutete Verformung wird auch
an dem vorspringenden Flansch 10 f herbeigeführt.
Der Träger- oder Halterteil 11 der Dichtungsvorrichtung
weist einen Vorsprung 11 c auf, der von dem Halterab
schnitt 11 b aus nach unten gerichtet ist und an dem eine
hintere oder äußere Schulter 11 d vorgesehen ist. Diese
wirkt mit einer entsprechenden Schulter 1 g an dem ersten
Kupplungsteil zusammen, um eine definierte Ausgangs-
oder Ruhestellung für die Dichtungsvorrichtung festzu
legen.
Der Vorsprung 11 c soll mit Verriegelungskugeln 4 zusammen
wirken, um eine sogen. automatische Kupplung möglich
zu machen, wenn sich die Verriegelungshülse 3 in der
Regelstellung befindet. Durch Verschieben der Hülse 3 in
Achsrichtung können die Kugeln 4 freigegeben werden, so
daß die Kupplungsteile aufgrund des Mediumdrucks und
der konusförmigen Wendelfeder 8 getrennt werden. Bei der
Trennung der Kupplungsteile wird das Ventil durch seine
Rückstellfeder geschlossen. Eine Verriegelung ist nicht
möglich, bis die Dichtungsvorrichtung wieder mit Hilfe
des Kupplungsnippels 2 in die Schließlage gebracht worden
ist, da vorher eine Verriegelung durch das Halten des
Schaftes mittels der Verriegelungskugeln 4 verhindert
ist.
Der untere Schaft 11 b des Halters dient mit seinem äußeren
Abschnitt 11 b′ als Anschlagschulter, die mit dem Anschlag 2 d
an dem Kupplungsnippel 2 zusammenwirkt. Der erwähnte äußere
Abschnitt, der die Anschlagschulter bildet, ist ver
hältnismäßig robust. Dies wurde, obwohl das Abdichten
und Verschließen mittels einer schrägen Vorderfläche am
Ende des Nippels bewirkt wird, dadurch möglich gemacht,
daß das Dichtungselement mit einem Einschnitt, in dem
die Anschlagschulter mit einer geraden Oberseite 11 b″
sich bewegen kann, und mit einem Absatz 11 b‴ versehen
wurde. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Höhe
der Anschlagschulter durch Vergrößern des Einschnittes
oder des Dichtungselements vergrößert werden kann, ohne
daß dadurch die Dichtwirkung und die Möglichkeit des
Anhebens durch die schräge Frontfläche beeinträchtigt
werden. In einem diesem Ausführungsbeispiel entsprechenden
Fall kann die Höhe der quer verlaufenden Endfläche zwischen
0,1 und 2,0 mm gewählt werden.
Die Feder 12 der Dichtungsvorrichtung wirkt mit dem Dich
tungselement 10 über ihre Oberseite 10 i zusammen, so daß
der Berührungspunkt der Feder in den mittleren Teilen des
quer verlaufenden Abschnitts des Dichtungselementes liegt.
Der Teil 10 c reicht von dem unteren Teil der quer verlau
fenden Fläche 10 b‴ radial nach innen zur Achse der
Kupplungsteile hin und nimmt daher in seiner Ruhelage eine
dreieckförmige Querschnittsform an, die nach innen durch
die Fläche 10 b begrenzt ist, welche in der Ruhelage des
Dichtungselements gerade und im wesentlichen achsparallel
zur Innenwand 1 f des ersten Kupplungsteiles verläuft.
Der erste Kupplungsteil 1 enthält einen hohlzylindrischen
Raum 13, in dem die Feder 12 gelagert ist. Dieser Raum
ist durch einen inneren Wandabschnitt 1 g und einen äuße
ren Wandabschnitt 1 h begrenzt. Der äußere Wandabschnitt 1 h
des Raumes 13 weist eine Verlängerung 13 a auf, in den der
vorspringende Flansch 10 f des Dichtungselements 10 seitlich
von der Feder 12 in der Schließlage (Fig. 2) der Dichtungs
vorrichtung einzugreifen sucht.
Der äußere Wandabschnitt 1 h weist eine konusförmige Dicht
fläche 1 h′ auf, die in der Schließlage der Dichtung mit
der Konusfläche 10 g des vorspringenden Flansches zusammen
wirkt. Auch die Dichtfläche 1 h′ verläuft unter einem Winkel α
von etwa 5°, der ggf. etwas kleiner sein kann als der ent
sprechende Winkel der Konusfläche des Dichtungselements.
In der Kuppelstellung der Kupplungsteile (Fig. 2) laufen
die Wandungen des Rohrschieberventils 7 frei an dem Dich
tungselement 10 entlang und drücken gegen dessen unteren
Teil.
In der Schließlage der Dichtungsvorrichtung wird daher eine
Kammer für das Dichtungselement gebildet. Diese Kammer ist
begrenzt durch die Dichtfläche 2 c am Ende des Nippels,
den unteren Teil der Innenwand des Rohrschieberventils,
die Endfläche des Innenwandungsteils 1 g, die Innenwände
des Raumes 13, 13 a, die Endfläche des Außenwandabschnitts 1 h,
die Dichtfläche 1 f′ der Innenwand des ersten Kupplungs
teiles und den Träger- oder Halterteil 11.
Diese Kammer ist (bei geöffnetem Rohrschieberventil 7)
mit dem Druck des Leitungsmediums über eine Öffnung 14
mit Kreisringquerschnitt zwischen der Außenwand des
Ventilschiebers und der Innenwand des ersten Kupplungs
teiles verbunden.
In der erwähnten Kammer ist das Dichtungselement 10 so
angeordnet, daß sein Teil 10 c oder der überhängende Teil
gegen das Ende des Nippels drückt, ohne daß dieser Teil
des Dichtungselements erheblich gequetscht wird, und
daß das Dichtungselement in der endgültigen Schließlage
im wesentlichen frei und aufgrund der Elastizität seines
Materials eng gegen die Dichtfläche 2 c am Ende des Nippels
anliegt. Aufgrund der Tatsache, daß der Teil 10 c oder
der überhängende Teil des Dichtungselements nicht ge
quetscht wird, wird ein selbsttätiger Kompensationseffekt
erhalten, so daß das Dichtungselement je nach dem Grad
seiner Abnutzung durch die Kupplungsteile mehr oder weniger
tief eingedrückt wird.
Um diesen Effekt zu erhalten, soll das Dichtungselement
einen Innendurchmesser D₂ (in seiner Ruhelage) aufweisen,
der deutlich größer ist als der Außendurchmesser d 1 der
Wand des Rohrschieberventils 7. Beträgt beispielsweise
der Innendurchmesser D₂ etwa 17 mm, so kann der Außen
durchmesser des Rohrschiebers etwa 16 mm betragen.
In dem (nicht deformierten) Ruhezustand des Dichtungs
elements soll dessen Innendurchmesser D₁ etwa dem Maß
des Innendurchmessers der inneren Wand 1 f des ersten
Kupplungsteiles entsprechen, längs deren die Dichtungs
vorrichtung verschiebbar ist. Dadurch wird gewährleistet,
daß die Dichtungsvorrichtung leicht aus ihrer Ruhelage
bis kurz vor die Schließlage verschoben werden kann,
bevor die Verformung des Dichtungselements stattfindet.
Die Verformung des Dichtungselements 10, die durch die
gestrichelten Linien 10 b′, 10 d′, und 10 f′ in Fig. 3
gezeigt ist, verursacht wegen der Befestigung des Dichtungs
elements (rechts in der Querschnittsansicht) ein Anpreß
moment des Dichtungselements rund herum um seinen Halter
teil. Dieses Anpreßmoment wird so gewählt, daß ein sehr
guter Kontakt in der endgültigen Schließlage der Dicht
flächen 1 h′ und 1 f′ des ersten Kupplungsteiles erreicht
wird.
Die Stärke des Anpreßmoments rund um die Befestigungs
stelle des Dichtungselements hängt im wesentlichen ab
von der Bemessung seines überhängenden Teils 10 c und
dem Neigungswinkel B der schrägen Frontfläche des Nippel
endes. Beispielsweise kann bei einem Innendurchmesser D₂
von 17 mm und einer Länge der Endfläche 11 b′″ von etwa
0,5 mm der Winkel B zwischen 0 und 60°, vorzugsweise
in der Nähe von 45° (genau bei 37°) liegen. Das Dich
tungselement kann aus Nitril, Viton oder einem ähnlichen
Kunststoff bestehen und eine Shore-Härtezahl von etwa
70 aufweisen. Der Abstand zwischen dem Innenwandungs
teil 1 g und der Oberseite 10 i (nicht deformiert in der
Schließlage) kann etwa 1,0 mm betragen.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Kupplung
ist folgende: Das Ende des Kupplungsnippels 2 trifft
beim Zusammenstecken der Kupplungsteile 1, 2 zunächst
auf das Rohrschieberventil 7. Das Ventil 7 öffnet sich
etwas und es strömt Leitungsmedium, hier z. B. Luft,
über die Dichtungsvorrichtung nach unten, so daß
etwaige Schmutzteilchen fortgeblasen werden. Beim wei
teren Öffnen des Ventils trifft die Dichtfläche 2 c
gegen den überhängenden Teil 10 c des Dichtungselements,
so daß eine Abdichtung zwischen dem Dichtungselement
und dem Kupplungsnippel zustandekommt.
Danach beginnt das Ende des Kupplungsnippels die Dich
tungsvorrichtung nach der Seite hin zu verschieben. Die
se Verschiebung wird nicht erheblich beeinflußt durch
das Dichtungselement, da in dieser Lage keine oder nur
eine sehr geringe Reibung zwischen der Innenwand 1 f und
der Dichtfläche 10 h des Dichtungselements auftritt.
Sobald das Dichtungselement die in Fig. 3 mit vollen
Linien dargestellte Lage erreicht oder fast erreicht hat,
gelangen die Dichtflächen des Dichtungselements und des
ersten Kupplungsteils zur Berührung miteinander. In dieser
Lage beginnt aufgrund des Fortschreitens zur endgül
tigen Kuppelstellung gemäß Fig. 2 ein Anpreßmoment
zwischen den Dichtflächen aufzutreten.
Beim Trennen der Kupplung finden die Vorgänge in umge
kehrter Folge statt. Zu Beginn des Trennvorganges hört
das Anpreßmoment auf und die Feder 12 kann die Dichtungs
vorrichtung zurückstellen, ohne daß eine erhebliche Rei
bung zwischen dem Dichtungselement und der Innenwand 1 f
bis zum Erreichen der Ruhelage auftritt.
Die Feder 12 wird so bemessen, daß eine genügend gute
Abdichtung im Anfangsstadium des Zusammenkuppelns zustande
kommt.
Das Dichtungselement ist bei seiner Schließlage in der
Kompensationskammer eingeschlossen und von dem die Kupplung
durchsetzenden Strom des Leitungsmediums getrennt, so daß
es durch diesen nicht beeinträchtigt werden kann. Der
Druck des Leitungsmediums wirkt aber über die Öffnung 14
zwischen dem Rohrschieberventil 7 und dem ersten Kupplungs
teil auf das Innere der Kompensationskammer. Bei zunehmen
dem Druck werden die verschiedenen Teile des Dichtungs
elements immer stärker gegen die Dichtflächen von Kupplungs
hülse und Kupplungsnippel gepreßt. Die dem Dichtungs
element zugeordnete besondere Feder 12 ist so angeordnet
und ausgebildet, dass auch bei geringen Drücken eine ge
nügende Abdichtwirkung erreicht wird.
Die besondere Feder 12 bewirkt auch, daß die Schließung
des Ventils nicht durch die Wirkung des Dichtungselements
beeinflußt werden kann, und umgekehrt.
Der nach Art einer Klemme gestaltete Halter 11 weist eine
widerstandsfähige Gleitfläche 11 e ab, die sich gegen die
Innenwand 1 f des ersten Kupplungsteils stützt, um die
seitlichen Relativkräfte aufzunehmen, welche auf die
Kupplungsteile wirken. Diese Kräfte können in der Praxis
sehr stark sein und es ist im Hinblick auf die Abdichtung
wichtig, daß die gegenseitige koaxiale Verbindung zwischen
den Kupplungsteilen aufrechterhalten wird. Die erwähnte
Tragfläche 11 c hat eine Höhe, die etwa halb so groß ist
wie die Höhe des nach Art einer Klemme geformten Teils,
so daß der die Torsionskräfte aufnehmende Teil genügend
starr und fest ist und zwischen den beiden zueinander
parallelen Flächen 11 b″ und 11 d liegt.
An einer Innenfläche in Verbindung mit den Durchgangs
löchern 5 für die Verriegelungskugeln ist der hülsen
artige Kupplungsteil 1 mit einer konusartigen Führungs
fläche 15 versehen, die zwischen den Löchern 5 verläuft
und deren Zweck darin besteht, beim Zusammenstecken der
Kupplungsteile im Anfangsstadium das Ende des nippel
artigen Kupplungsteils in Verbindung mit dem unteren Teil
des Schaftes 11 c des Halters anzuhalten. Die erwähnten
Konusflächen haben eine Höhe über der Innenwandung, die
etwa der Dicke des Schaftes entspricht.
Da die Vorrichtung außerhalb des Rohrschieberventils
angeordnet ist, kann sie bei vollem Systemdruck ausge
wechselt werden, was vorteilhaft ist.
Der Halter besteht aus widerstandsfähigem Material, z. B.
aus Stahl, Messing, warmhärtendem Kunstharz od. dgl. Die
Kupplung kann aus rostfreiem Material üblicher Qualität
hergestellt sein.
Die Möglichkeiten zur Anwendung und Ausführung der Er
findung beschränken sich nicht auf die hier beschriebenen
und dargestellten Beispiele. So kann z. B. der Halter durch
eine passende Tragvorrichtung ersetzt werden, die von
dem Dichtungselement getrennt ist. Die Ausbildung des
Dichtungselements kann verändert werden. So kann z. B. ihre
konusförmige Kontaktfläche Konuswinkel zwischen 0 und 10°
aufweisen. Das Dichtungselement mit der dazugehörenden
Haltevorrichtung, die in der erläuterten Weise das Dich
tungselement sichert, ist ebenfalls für sich in anderen
Zusammenhängen als hier beschrieben anwendbar.
Claims (7)
1. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung, deren einer
Kupplungsteil (1) mit einer axial verschiebbaren
Dichtungsvorrichtung (10, 11) versehen ist und
deren zweiter Kupplungsteil (2) beim Zusammenstecken
mit dem ersten Kupplungsteil (1) die Dichtungs
vorrichtung (10, 11) aus einer durch eine Vorspann
feder herbeigeführten Ruhelage in eine Schließlage
führt, und deren Dichtungsvorrichtung ein Dichtungs
element (10) und einen dieser zugeordneten Träger
teil (11) aufweist, über den das Dichtungselement
(10) mittels des zweiten Kupplungsteils (2) in die
Schließlage gebracht werden kann, wobei die der
Dichtungsvorrichtung (10, 11) zugeordnete Feder (12)
von dem ersten Kupplungsteil (1) getragen und gestützt
wird, der eine Kupplungsteil (1) der beiden Kupplungsteile
(1, 2) mindestens eine Dichtfläche (1 h′) auf
weist, die in der Schließlage der Dichtungsvor
richtung mit dem Dichtungselement (10) zusammen
wirkt, und der eine Kupplungsteil (1) ein Rohr
schieberventil (7) mit einer besonderen Rückstell
feder (8) enthält, das beim Zusammenstecken der
beiden Kupplungsteile (1, 2) zwangsläufig geöffnet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Kupplungsteile (1, 2) in ihrer
Kuppelstellung einen von der Strömung des Mediums
in der Leitung durch einen der Kupplungsteile
(1, 2) abgeschirmten Raum (15) bilden, in welchem
die Kupplungsteile mittels des in der Schließlage
befindlichen Dichtungselementes abgedichtet sind,
und daß der Trägerteil (11) der Dichtungsvorrich
tung (10, 11) mit einem nach unten weisenden Vor
sprung (11 c) versehen ist, der durch die Verriege
lungsvorrichtung der Kupplungsteile betätigbar ist,
indem er mit deren Verriegelungskugeln (4) zusammen
wirkt, wobei der erste Kupplungsteil (1, 1 b) eine
Innenschulter (1 g) an seiner geraden Innenwand,
welche die von der Dichtungsvorrichtung (10, 11)
aufgrund ihrer Feder (12) eingenommene Ruhelage
definiert, und eine Schrägfläche (15) aufweist,
welche das Zusammenwirken des zweiten Kupplungsteils
(2) mit dem nach unten weisenden Vorsprung (11 c)
des Trägerteils (11) verhindert, wenn der zweite
Kupplungsteil mit dem ersten zusammengesteckt wird.
2. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine
Kupplungsteil (1) eine hohlzylindrische Vertiefung
(13) zur Lagerung der der Dichtungsvorrichtung
(10, 11) zugeordneten Feder (12) enthält, dessen
innere Wand (1 g) im wesentlichen parallel zu der
Wand des Rohrschieberventils (7) verläuft.
3. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Kupplungs
teilen (1, 2) in ihrer Kuppelstellung gebildete etwa
hohlzylindrische Raum (13) außer zur Aufnahme der
zu der Dichtungsvorrichtung gehörenden Feder (12)
auch als Dichtungsdruckkompensationskammer dient,
in den das Dichtungselement (10) in seiner Schließ
lage eingreift, daß die Kompensationskammer durch
die schräge vordere Fläche des zweiten Kupplungs
teils (2), durch Teile der Wandung des Rohrschieber
ventils (7) durch Teilflächen des ersten Kupplungs
teiles (1) und durch den Trägerteil (11) der Dich
tungsvorrichtung begrenzt wird, und daß die mit dem
unter Druck stehenden Leitungsmedium über eine
Öffnung (14) zwischen der Wandung des Rohrschieber
ventils und dem ersten Kupplungsteil (1) in Ver
bindung steht.
4. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die begrenzenden schrägen Wandungen des ersten
Kupplungsteils eine Dichtfläche (10 g) mit einer
Neigung von etwa 5° und eine dazu seitlich ver
setzte gerade Dichtfläche (10 h), die sich in der
Schließlage der Dichtungsvorrichtung oberhalb
von deren Trägerteil (11) befindet, aufweist.
5. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Kupplungsteil (1) eine gerade Innen
wand (1 f) aufweist, entlang der das Dichtungs
element (10), an dessen oberem Ende sich die
Dichtfläche (10 f) befindet, zwischen seiner Ruhe
lage und seiner Schließlage verschiebbar ist,
und daß das Dichtungselement (10) und seine Feder
(12) so angeordnet sind, daß es beim Zusammen
stecken der Kupplungsteile (1, 2) zuerst mit dem
zweiten Kupplungsteil (2) abdichtend zusammen
trifft und danach eine im wesentlichen reibungs
freie Verschiebebewegung längs der erwähnten Wand
(1 f) ausführt, bevor es die endgültige Schließ
lage erreicht.
6. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Kupplungsteil (1) zwei durch ein Schraub
gewinde (1 c) verbundene, sich gegenseitig verlän
gernde Hohlzylinderabschnitte (1 a, 1 b) aufweist,
daß die erste Dichtfläche (10 g) sich an dem ersten
Hohlzylinderabschnitt (1 a) und daß die zweite Dicht
fläche (10 h) sich an dem zweiten, dem anderen Kupp
lungsteil (2) zugewandten Hohlzylinderabschnitt (1 b)
befindet und daß die Gewindegänge des Schraubgewin
des (1 c) durch das Dichtungselement (10) bei der
Schließlage der Dichtungsvorrichtung (10, 11) abge
dichtet sind.
7. Rohr- oder Schlauchleitungskupplung nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Kupplungsteil (2) mil dem Träger
teil (11) über eine starke Schulter (11 b′) in
Verbindung mit dem Dichtungselement (10) und ge
trennt von dem unteren Abschnitt (11 c) des
Trägerteils (11) zusammenwirkt.
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|---|---|---|---|
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