DE3005915A1 - Wirbelstrompruefgeraet fuer oberflaechenfehler - Google Patents
Wirbelstrompruefgeraet fuer oberflaechenfehlerInfo
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Description
SKF KUGELLAGERFABRIKEN GMBH Schweinfurt, 12.02.80
DE 80 003 DE TPA.ko.hb
Die Erfindung betrifft ein Wirbelstromprüfgerät für Oberflächenfehler
auf metallischen Werkstücken bestehend aus einem eine Prüfspule speisenden Hochfrequenzoszillator mit
nachfolgendem Verstärker, Frequenzdemodulator, Bandpaßfilter und Signalverstärker, dessen Verstärkungsfaktor
eine Funktion des Abstandes Prüfspule-Werkstück ist.
Ein WirbelStromprüfgerät dieser Art ist bereits aus der
DE-OS 2 528 625 und der DE-OS 2 850 433 bekannt. Außer der eingangs beschriebenen Blockfolge des Kanals für
ein frequenzmoduliertes Fehlersignal, weist das Gerät noch einen zweiten Kanal für die Amplitudenauswertung
auf. Beide Kanäle sind bei der bekannten Ausführung notwendig, um ein dem Abstand Prüfspule-Werkstück proportionales
Signal für die Abstandskompensation zu erzeugen. Der hierfür erforderliche Schaltungsaufwand ist sehr groß. Bei
Wirbelstrom-Prüfverfahren mit Auswertung der Frequenzänderung muß sich die Schwingfrequenz des Oszillators, hervor-
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gerufen durch die Prüfspule, ändern können. Dies geschieht
durch Änderung der Blindkomponente der Prüfspulimpedanz sowohl bei Fehlern im Werkstückmaterial
als auch bei Änderung des Abstandes Prüfspule-Werkstück
und bei Änderung des Werkstückmaterials selbst. Um in den optimalen Arbeitsbereich des Frequenzdemodulator
s zu kommen, ist es deshalb bei dem bekannten WirbelStromprüfgerät zu Beginn jeder Prüfung bei angestellter
Prüfspule erforderlich, die Frequenz des Hochfrequenzoszillators
mit Hilfe von Einstellreglern auf die Mitte des Frequenzdemodulators abzugleichen. Es wäre
auch möglich, zum Zweck eines großen Hubes eine relativ flache Kennlinie des Frequenzdemodulators vorzusehen, jedoch
geht das auf Kosten der Geräteempfindlichkeit. Darüber hinaus weist die bekannte Ausführung insbesondere
bei der Prüfung rotationssymmetrischer Werkstücke entscheidende Nachteile auf. Nicht immer laufen die zu prüfenden
Oberflächen konzentrisch mit der Einspannachse des Drehantriebes. Auch bei der Prüfung der Stirnseiten (Radialflächen)
von Rotationsteilen muß damit gerechnet werden, daß während einer Umdrehung des Werkstückes sich der
Abstand der fest eingespannten Prüfspule zur Werkstückoberfläche stetig verändert, was zu einem mit der Um-
_rehung wechselnden Signal am Frequenz-Demodulator-Ausgang und je nach Geradlinigkeit der Demodulator-Kennlinie
bezogen auf den Umfang des Werkstückes zu unterschiedlichen Empfindlichkeiten des bekannten Wirbelstromgerätes
führen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Wirbelstrom-Prüfgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Frequenz
des Hochfrequenzoszillators unbeeinflußt bleibt durch unterschiedliche Abstände Prüfspule-Werkstück insbesondere
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bei sich stetig mit der Drehung des Werkstückes ändernden Abstand. Darüber hinaus soll mit einfachen Mitteln
in einem bestimmten Abstandsbereich der Prüfspule vom Werkstück gleichbleibende Geräte-Empfindlichkeit erzielt
werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen Frequenzdemodulator und Hochfrequenzoszillator
ein die Prüffrequenz in Abhängigkeit des Abstandes Prüfspule-Werkstück regelnde Schaltung angeordnet ist.
Die Regelspannung ist dabei die Ausgangsspannung des Frequenzdemodulators. Damit die Regelung bei steilflankigen
Impulsen, wie sie durch Materialfehler z.E. Risse erzeugt werden, unterbleibt, ist nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung ein abgestimmtes Tiefpaßfilter in
den Regelkreis eingebaut. Alle langsameren Frequenzabweichungen werden durch die Regelschaltung und mit Hilfe
von Kapazitätsdioden im Schwingkreis des Hochfrequenzoszillators sofort kompensiert. Durch diese vorteilhafte
Schaltungsanordnung bleibt die Prüffrequenz stabil und ändert ihren Wert nicht, wenn
- die Prüsspule mit unterschiedlichem Abstand zum Werstück angestellt ist,
durch Toleranzabweichungen unter den Werkstücken bei fest eingestellter Prüfspule sich unterschiedliehe
Prüfspulenabstände ergeben,
infolge stetiger Formfehler bei den Werkstücken (Ovalität, Seitenschlag, mangelnde Koaxialität)
während einer Umdrehung sich ändernde Prüfspulenabst.-'nde
ergaben,
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mit abweichenden Materialeigenschaften zu rechnen ist,
- sich die Oberflächenstruktur des Werkstückes ändert.
Alle hier angeführten Fehlerarten können u.a. insbesonddere beim automatischen Prüfablauf vorkommen. Durch die
vorteilhafte Schaltungsauslegung des erfindungsgemäßen Wirbelstromprüfgerätes kann der automatische Prüfablauf
über einen langen Zeitraum unbeaufsichtigt und ohne Wartung
erfolgen, weil das Wirbelstromprüfgerät sich automatisch den sich dauernd ändernden Bedingungen an der Prüfstelle
anpaßt.
Dadurch, daß die Prüffrequenz immer nachgeregelt wird und
somit konstant bleibt, kann bei dem Frequenzdemodulator eine sehr steile Kennlinie vorgesehen werden, wodurch vorteilhafterweise
eine hohe Empfindlichkeit und hohe Fehlerauflösung erzielt wird. Durch die konstante Oszillatorfrequenz
befindet sich der Arbeitspunkt immer in der Mitte und somit unabhängig von den oben genannten Einflüssen
immer im steilsten Bereich der schon grundsätzlich steilen Kennlinie, Außer der oben beschriebenen hohen ist
dadurch auch eine gleichbleibende Empfindlichkeit erzielt worden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält die Schaltung zur Regelung des Verstärkungsfaktors in Abhängigkeit
des Abstandes Prüfspule-Werkstück einen Logarithmierverstärker.
In bekannter Weise wird über einen Regelkreis die Verstärkung eines Signalverstärkers so gesteuert, daß die
durch größeren Abstand Prüfspule-Werkstück verminderte
-7-
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Empfindlichkeit des Wirbelstromprüfgerätes ausgeglichen
wird. Das Ergebnis ist eine in einem bestimmten Abstandsbereich nahezu gleichbleibende Empfindlichkeit.
Erfindungsgemäß enthält der Regelkreis einen Logarithmierverstärker,
da zwischen dem Ausgangssignal des Frequenzdemodulator und dem Prüfspulen-Abstand kein linearer
Zusammenhang besteht. Dadurch kann die Genauigkeit der Regelung erhöht werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Ausgangsspannung
des Frequenzdemodulators des einzigen Gerätekanals die Regelspannung für beide Regelkreise.
Die für die Frequenzregelung des Hochfrequenzoszillators benützte Ausgangsspannung des Frequenzdemodulators
wird gleichzeitig für die Empfindlichkeitsregelung verwendet. Dadurch können mehrere Bauelemente eingespart
werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Wirbelstromprüfgerätes für Oberflächenfehler mit Frequenz- und Empfindlichkeitsregelung
,
Fig. 2 ein Diagramm der Fehlersignalhöhe bei verschiedenem Prüfspulenabstand.
-8-
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Das in Fig. 1 im Blockschaltbild dargestellte Wirbelstromprüfgerät
besteht aus einer an einem Hochfreuquenzoszillator 1 angeschlossenen Prüfspule 2 mit einer einzigen
Wicklung. Die Prüfspule 2 ist ein Teil des Oszillators 1 und bestimmt zusammen mit dem Kondensator 3 dessen
vSchwingf requenz, die gleichzeitig Prüf frequenz ist. Über einen Verstärker 4 gelangt das hochfrequente Signal
zum Frequenzdemodulator 5, der die durch einen Fehler im Werkstück hervorgerufene Frequenzänderung in ein
niederfrequentes Fehlersignal umsetzt. Ein nachfolgendes BandpaPfilter 6 läßt das eingentliche Fehlersiqnal
passieren und schwächt Störsignale. Eine aus dem Frequenzdemodulator 5 gewonnene Regelspannung gelangt über
ein Tiefpaßfilter 7, das nur gegenüber dem Fehlersignal
langsamere Frequenzänderungen als Regelspannung passieren läßt, und dient als Steuerspannung für eine dem Schwingkreis
des Hochfrequenzoszillators 1 parallel geschaltete Kette aus Kapazitätsdioden 8. Gleichzeitig dient diese
Regelspannung über einen zweiten Regelkreis mit Logarithmierverstärker
9 zur Verstärkungsregelung eines dem Bandpaßfilter 6 nachgeschalteten Signalverstärkers 10.
Nachfolgende Bestandteile des WirbelStromverstärkers sind einstellbare Signalverstärkung 11, Komparator 12,
Fehlersignalspeicher 13 und ggfs. Anzeige.
Das Diagramm in Fig. 2 zeigt die Regeleigenschaften des WirbelStromprüfgerätes. Die ausgezogene Kurve zeigt den
Verlauf der Signalhöhe am Ausgang des Signalverstärkers bei verschiedenen Abständen der Prüfspule zum Werkstück.
Die Meßwerte wurden bei einem praxisnahen Versuch aufgenommen, wobei ein zylindrisches Werkstück mit einem kleinen
Oberflächenriß in einer Aufnahmevorrichtung rotierte und
die Prüfspule mit verschiedenen Abständen angestellt wurde.
-9-
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_9 —
Aus dem Diagramm geht die hohe Qualität der Regelung
hervor. Mit einer Abweichung von nur + IdB in einem Abstandsbereich der Prüfspule von nahezu Berührung bis
fast 0,5 mm Abstand zum Werkstück. Es handelte sich hierbei um eine sehr kleine Prüfspule mit einem Kern
von 0,5 mm 0. Bei größeren Prüfspulen wirkt die Regelung
in einem relativ größeren Abstandsbereich.
Die dick gestrichelte Kurve zeigt das mit zunehmendem Abstand der Prüfspule stark abfallende Fehlersignal
bei abgeschalteter Regelung.
Die in diesem Beispiel bei einem WirbelStromprüfgerät
gezeigten Regel schaltungen können auch in leicht abgewandelter Form für andere Prüfverfahren, z.B. bei
der optischen Prüfung zur Regelung der Lichtintensitat
oder bei der Ultraschalltechnik zur Regelung der Prüffrequenz verwendet werden.
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Claims (4)
- Wirbelstromprüfgerät für Oberfl^chenfehlerPatentansprücheWirbelStromprüfgerät für Oberflächenfehler auf metallischen Werkstücken, bestehend aus einem eine Prüfspule speisenden Hochfrequenzoszillator mit nachfolgendem Verstärker, Frequenzdemodulator, Bandpaßfilter und Signalverstärker, dessen Verstärkungsfaktor eine Funktion des Abstandes Prüfspule-Werkstück ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Frequenzdemodulator (5) und Hochfrequenzoszillator (1) ein die Prüffrequenz in Abhängigkeit des Abstandes Prüfspule Werkstück regelnde Schaltung angeordnet ist.
- 2. WirbelStromprüfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung zur Regelung der Prüffrequenz ein Tiefpaßfilter (7) enthält.-2-130035/005 0300591
- 3. WirbelStromprüfgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeinet, daß die Schaltung zur Regelung des Verstärkungsfaktors in Abhängigkeit des Abstandes Prüfspule-Werkstück einen Logarithmierverstärker (9) enthält.
- 4. WirbelStromprüfgerät nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsspannung vom Frequenzdemodulator (5) des einzigen Gerätekanals die Regelspannung für beide Regelschaltungen ist.130035/0050
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