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Saugförderer für Schüttgüter.
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B e s c h r e i b u n g: Die Erfindung betrifft einen Saugförderer
zur Aufnahme und Förderung von Schüttgut, insbesondere bei der Entladung von Schiffen,
mit wenigstens einem Saugrohr, an dessen freiem Ende ein bewegbares Werkzeug (Fräskopf)
zum Lösten bzw. Lockern und Zuführen des aufzunehmenden Schüttguts zum Saugrohr
angeordnet ist.
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Saugförderer der hier angesprochenen Gattung werden überwic!-gend
im l-Iafenhetrieb eingesetzt. Das Saugrohr zui Aufnahme und Abförderung des Schüttgutes
aus dem Laderaum eines Schiffes oder einem sonstigen Behälter wird durch ein kranartiges
Tragwerk aufgenommen, gehalten und in erforderlichem Umfange bewegt. Am freien Ende
des Saugrohrs ist üblicherweise ein
Fräskopf angeordnet, der die
Aufgabe hat, verfestigte, unter Umständen aneinanderhaftende Schüti güter vor der
Aufnahme durch das Saugrohr zu lockern.
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Bei einem bekannten Saugförderer für Schüttgüter ist ein drehbarer
Fräskopf vorgesehen, der das Saugrohr im Bereich einer am Ende gebildeten Saugdüse
käfigartig umgibt. Dieser Fräskopf ist drehbar gelagert, nämlich an dem Tragwerk
(Gitterträger) für das Saugrohr. Durch Rotation des Fräskopfes wird das Schüttgut
gelockert und dem innerhalb des Fräskopfes endenden Saugrohr zugefördert (DE-()S
27 41 801).
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Ein Saugförderer der vorstehenden Art bereitet Schwierigkeiten bei
der Abförderung von Restmengen des Fördergutes im l,aderaum, Derartige Schüttgutmengen
in Ecken, Kanten und sonst-igen ungünstigen 33ereichen des Laderaums können durch
den hierbei störenden Fräskopf nicht oder nur mit manueller Zusatzarbeit abgefördert
werden. Desgleichen ist der Fräskopf eher hinderlich, wenn lose, also nicht verfestigte
Schüttgüter zu fördern sind, die keiner vorherigen Lockerung bedürfen.
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IIiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Saugheber vorzuschlagen, der vielfältiger einsetzbar ist als bisher bekannte Saugheber,
insbesondere auch für die Abförderung von Restmengen des Förderguts und für die
optimale Förderung von losem Schüttgut geeignet ist.
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Zur I.ösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Saugförderer dadurch
kennzeichnet, daß ein Düsenstück in Fortsetzunge des Saugrohrs, insbesondere als
Verlängerung desselben,
in l.ängsrichtung bis in eine mit einem
Saugende (Saugmundstück) aus dem Werkzeug (Fräskopf) herausragende Stellung (Restsaugst
ellung) bewegbar ist.
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Der erfindungsgemäße Saugförderer kann demnach ohne umständliche Umrüstung,
insbesondere ohne den Ab- oder Anbau des Fräskopfes bzw. von Zusatzaggregaten in
eine Betriebsstellung gebracht werden, die die mühelose Beseitigung von Restmengen
aus dem Laderaum ermöglicht, nämlich durch das entsprechend weit aus dem Fräskopf
herausragende Düsenstück. Zugleich kann in dieser Stellung auch Schüttgut gefördert
werden, welches keiner Locke rungsbea rb eitung bedarf.
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Das Düsenstück kamin als gesondertes Rohrstück in Verlängerung des
Saugrohrs angeordnet und unabhängig von diesem bewegbar sein. Alternativ ist das
Düsenstück als Verlängerlmg des Rohrstücks ausgebildet bzw. als Verlängerung eines
freien Saugrohr abschnitts, welches teleskopartig relativ zu einem anschließenden
Saugrohrabschnitt bewegbar ist. Mit dem dem freien Ende des Saugrohrs zugekehrten
Saugrohrabschnitt wird bei diesem Ausführungsbeispiel auch das Düsenstück bewegt,
nämlich alternativ in die Restsaugstellung oder in die zurückgezogene Position.
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Das Düsenstück bzw. der anschließende Bereich des Saugrohrabschnitts
sind nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung innerhalb eines ortsfesten Stützrohrs
verschiebbar gelagert.
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Letzteres kann mit dem Tragwerk des Auslegers verbunden sein.
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Eine weitere Besonderheit der Erfindung betrifft die Förderleistung
sowie die Möglichkeit, den Fördervorgang an Schüttgüter mit unterschiedlichem Verhalten
anzupassen. Das hier ange-
sT)rochene Merkmal der Erfindung besteht
darin, daß das Saugrohr und/oder das Düsenstiick und/oder das Stützrohr mit hinsichtlich
ihrer wirksamen Größe einstellbaren I,uftöffnutigen versehen sind. Durch die - vorzugsweise
über eine gesonderte Stelleinrichtung - erfolgende Veränderung der l,uftöffnungen
kann der Anteil von in den Förderstrom eingeführter Zusatzluft verändert weiden
mit entsprechenden Auswirkungen auf den Fördervorgang.
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Vorzugsweise ist die Verstellung der Luftöffnungen mit einer Verstellung
des Düsenstücks gekoppelt. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Stützrohr
mit einer Anzahl von längs des Umfangs mit Abstand voneinander angeordneten länglichen
Luftöffnungen versehen, die durch das Düsenstück je nach Relativstellung ganz oder
teilweise überdeckt und damit geschlossen sind. Das Düsenstück ist dabei ebenfalls
mit korrespondierenden Gegenöffnungen versehen. Durch ein gemeinsames Stellaggregat
zur Verschiebung des Düsenstücks (Druckmittelzylinder) kann bei "Feinverstellung
"lediglich eine Einstellung der I.uftöffnungen oder durch langhubige Verstellung
claus Ein- und Ausfahren des Düsenstücks bewirkt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen unteren, im wesentlichen horizontalgerichteten
Abschnitt des Saugförderers in schematischer Seitenansicht, Fig. 2 die Darstellung
gemäß Fig. 1 mit Einzelheiten des Tragwerks,
Fig. 3 das aufiahmeseitige
Ende des Abschnitt gemäß Fig. 1 und 2 in vergrößertem Maßstab, ebenfalls in schelnatischer
Seitenansicht, Fig. 4 die Einelheit gemäß r<ig. 3 in veränderter Relativstellllng
eines Vorrichtungsteils, Fig. 5 einen Schnitt V-V in Fig. 4.
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In den Zeichnungen ist der untere, schwenkbare Abschnitt 10 eines
Saugförderers gezeigt» der im übrigen Gesamtaufbau die Merkmale des Saugförderers
gemäß DE-OS 27 41 801 aufweisen kann. In einem Tragwerk, im vorliegenden Fall in
einem als Hohlträger ausgebildeten Gitterträger 11J verläuft ein Saugrohr 12, welches
über ein Gelenk 13 in einen aufrechten Teil des Tragwerks führt. Der Abschnitt 10
ist durch einen schematisch dargestellten Druckmittelzylinder 14 in vertikaler Ebene
schwenkbar.
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Der Abschnitt 10 ist weiterhin teleskopartig ausgebildet. Entsprechend
besteht cter Gitterträger 11 aus zwei Trcigerabschnitten 15 und 16, die teleskopartig
ineinanderfahrbar sind - bei entsprechend unterschiedlichen Querabmessungen. In
gleicher Weise ist das Saugrohr 12 teleskopartig verstellbar durch zwei Saugrohrabschnitte
17 und 18. Der dem freien Saugende zugekehrte Saugrollrabschnict 17 ist im vorliegenden
Fall mit kleinerem A ußendurchmes se r im Saugrohrabschnit-t 17 verschiebbar gela
-gert. Die Teleskopverstefiungen der Trägerabschnitte 15, 16 und damit der Saugrohrabschnitte
17, 18 erfolgen hier durch Druokmittelzylinder 19 bzw. 20, die an einander gegenüberliegenden
Seiten (oben und unten) im Gitterträger 11 gelagert sind und deren Kolbenstangen
an dem ausfahrbaren Trägerabschnitt
15 angreifen.
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Am freien (Saug-)Jnde des Gitterträgers 11 ist ein Werkzeug zum ],ockern
bzw. I,ösen von Schnittgut angeordnet, im vorliegenden Fall ein käfigartiger Fräskopf
21. Dieser ist an der Stirnseite offen. Das gegenüberliegende Ende ist drehbar am
freien Ende des Gitterträgers 11, nämlich des Trägerabschnitts 15, angebracht. Ein
Motor 22 bewirkt den rotierenden Antrieb des Fräskopfes 21 über ein geeignetes Getriebe.
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Der in den Fräskopf 21 eintretende Bereich des Saugrohrs 12 ist als
rohrförmiges Düsenstück 23 ausgebildet. Dieses ist hier ein Teil des Saugrohrabschnitts
17 und im vorliegenden Fall mit dem gleichen Durchmesser versehen. Das Düsenstück
23 bildet die Verlängerung bzw, Ergänzung des Saugrohrabschnitts 17.
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Das mit einem Saugmundstück 24 versehene Düsenstück 23 ist (mit dem
Saugrohrabschnitt 17) axial relativ zum Gitterträger 11, aber auch zurn Fräskopf
21 verstellbar. Zu diesem Zweck ist das Düsenstück 23 bzw, der anschließende Saugrohrabschnitt
17 mit einem vom Saugmundstück 24 abliegenden Bereich in einem iußeren Stützrohr
25 verschiebbar gelagert. Dieses ist mit dem Gitterträger 11 bzw. dem Trägerabschnitt
15 verbunden. Das Düsenstück 23 bzw. der Saugrohrabschnitt 17 können demnach innerhalb
des Stützrohrs 25 gleitend verschoben werden, und zwar primär aus einer Stellung
gemäß Fig. :3 in eine Restsaugstellung gemäß Fig. 4.
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In der eingezogenen Position gemäß Fig. 3 kommt der Fräskopf 21 in
üblicher Weise zur Wirkung. Das gelockerte Schüttgut wird deni ])üsenstück 23 bzw.
dem Saugmundstück 24 durch den Fräs-
kopf 21 zugeführt. Wenn hingegen
Restmengen aus Ecken oder generell ohne wirksame Einschaltung des Fräskopfes 21
gefördert werden soll(en), wird das Düsenstück 23 aus dem Fräskopf 21 he rausgefahren,
so daß es mit einem für die Durchführung der Arbeiten ausreicheHden Bereich aus
dem Fräskopf 21 herausragt (Fig. 4). Nunmehr kann der Saugheber arbeiten, als ob
ein Fräskopf 21 nicht vorhanden wäre.
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Diese Verstellungen des Düsenstücks 23 (mit dem Saugrohrabschnitt
17) werden im vorliegenden Fall ebenfalls durch Druckmittelzylinder 26 und 27 bewirkt,
die - versetzt zu den Druckmittelzylindern 19, 20 - an gegenüberliegenden Seiten
innerhalb des Trägerabschnitts 15 angeordnet sind, Die Druckmittelzylinder 26, 27
selbst sind dabei nlitt dem Trägerabschnitt 15 fest verbunden, während die Kolbenstangen
28 außen am Düsensiück 23 angreifen.
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Die axialen Stellbewegungen des Ddsenstiicks 23 und/oder des Saugrohrabschnitts
17 können bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel zur Steuerung der Fördercharakteristiken
herangezogen werden, und zwar durch Einleitung von Zusatz:Luft in den Förderstrom.
Zu diesem Zweck ist hier das Stützrohr 25 im Bereich des dem Saugrohrabschnitt 17
zugekehrten Endes mit länglichen, schlitzartigen Luftöffingen 29 versehen, die in
Umfangs richtung kranzartig mit Abstand voneinander angeordnet sind, Entsprechend
angeordnete und ausgebildete Gegenöffnungen 30 sind in einem vom Saugmundstück 24
abliegenden Bereich im Düsenstück 23 angebracllt.
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Die Einleitung von gesteuerter Zusatzluft in den Förderstrom kann
mit Hilfe der Luftöffnungen 29 und Gegenöffnungen 30 wie
folgt
durchgeführt werden: In der eingefahrenen Stellung des Düsenstücks 23 (z. B. Fig.
3) können die Gegenöfftiwigen 30 des Düsenstücks 23 ganz oder teilweise mit den
Luftöftnungen 29 im Stützrohr 25 zur überdeckung gebracht werden. Je nach dem Grad
der Überdeckurg wird mehr oder weniger bzw. keine Zusatzluft zugeführt. In der entgegengesetzten
Endstellung des Düsenstücks 23 (Fig. 4) liegen die Gegenöffnungen 30 des Diisenstücks
23 ganz oder teilweise außerhalb des Bereichs des Stützrohres 25, wodurch ebenfalls
die Luftmenge (durch den Rand des Stützrohrs 25) gesteuert wird.
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Die für die Durchführung der vorstehend erläuterten Luftförderung
erforderlichen Axialbewegungen des Düsenstücks 23 - mit dem Saugrohrabschm.tt 17
- werden ebenfalls durch die Druckmittelzylinder 26, 27 bewirkt. Diese führen demnach
alternativ größere oder kleinere Hubbewegungen aus, letztere für die Steuerung der
Zufuhr von Zusatltluft.
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Das Stützrohr 25 ist etwa am Ende des Trägerabschnitts 15 durch eine
querliegende Stützwand 31 gehalten, die mit dem Trägerabschnitt 15 verbunden ist
(Fig. 5). Die genannte Stützwand 31 ist mit seitlichen Ausnehmungen 32 versehen,
die den Durciitritt der Druckmittelzylinder 2G, 27 bzw. der Kolbenstangen :98 zur
Verbindung mit dem Düsenstück 23 ermöglichen.
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Die Anordnung und Verstellbarkeit von Luftöffnungen 29 bzw.
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Gegeiiöffnungen 30 ist auch dann von Interesse, wenn generell ein
Fräskopf nicht vorhanden ist, der Saugheber demnach für lose, nicht lockerungsbedürftige
Schüttgüter eingesetzt wird.
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Dabei sind auch andere Ausführungen für eine mechanisierte Verstellung
der I,uftöfinungen denkbar.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zum Ein- und Ausfahren
des Saugrohrabschnitts 17 mit dem dazugehörenden Trägerabschnitt 15, also zum Verlängern
oder Verkürzen des horizontalen Abschnitts 10 des Saughebers, Druckmittelzylinder
14 und hiervon unabhängig weitere Druckmittelzylinder 19 und 20 für die Verstellungen
des Dflsenstücks 23 (und mit diesem des Saugrohrabschnitts 17) vorgesehen. Sämtliche
vorbeschriebenen Bewegungen können auch durch entsprechend eingebaute Verriegellmgen
durch die Druckmittelzylinder 14 ausschließlich ausgeftlhrt werden.
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Die Bewegungen der erforderlichen Vorrichtungsteile zur Verstellung
der Luftöffnungen können automatisiert werden, und zwar entweder in Abhängigkeit
vom ständig gemessenen J.uftdruck im Förderstrom oder "halbautomatisch" durch Ablesen
des Druckes an einem Manometer und entsprechender Verstellung.
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Anstelle der beschriebenen Ausführung zur Steuerung der Zufuhr von
Zusatzluft mit Öffnwngen im Düsenstück bzw, im Saugrohr kann beispielsweise auch
mit einer Manteldüse in gleichem Sinne gearbeitet werden. Bei dieser Lösung ist
das Düsenstück durch einen Mantel umgeben, der einen im Querschnitt ringförmigen
Luftkanal zwischen dem Mantel und dem Düsenstück bitdet. Die IJuft wird dabei ausschließlich
im Bereich der Eintrittsöffnung der Düse, also in Bereich des Saugmundstücks, eingeführt.
Eine Steuerung der Zusatzluft kann hier durch Verschiebung des Mantelrohrs erfolgen.
Eine derartige Lösung ist besonders für die Förderung von Getreide interessant.