DE3003847C2 - - Google Patents
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- G—PHYSICS
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-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zeitgeberschaltung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Zeitgeberschaltungen umfassen einen Taktgeber oder ein
Uhrwerk mit üblicherweise einer Digitalanzeige und sprechen auf die
Ausgangssignale eines Schalters an, um den Taktgeber mit einer bestimmten
Rate oder bestimmten Raten aufwärts oder abwärts zu zählen. Ein solches
Aufwärts- oder Abwärtszählen ist besonders vorteilhaft, wenn der
Taktgeber verwendet wird, um bestimmte Abläufe zu steuern, beispielsweise
Kochvorgänge, und so eingestellt wird, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt
ein bestimmter Vorgang beginnt und/oder die Zeitperiode gesteuert werden
soll, während der ein solcher Arbeitsgang ausgeführt wird.
Aus der DE-AS 23 35 418 ist eine Zeitgeberschaltung der eingangs genannten Art
bekannt, bei der bezüglich einer Tageszeit Ein- bzw.
Ausschaltzeitpunkte eines Kochvorganges sowie Einschaltdauer mittels
jeweils eines Schalters einstellbar sind und mittels eines Anzeigenfeldes
beobachtet werden können. Die Funktionsweise für einen Kochvorgang
gestaltet sich beispielsweise derart, daß zunächst über einen
Einstellknopf der Ausschaltzeitpunkt eingestellt wird, wobei eine Anzeige
das Kochzeitende angibt. Anschließend wird mittels eines zweiten
Einstellknopfes die Kochdauer, d. h. die Einschaltdauer der Kochplatte,
eingestellt. Diese Einschaltdauer der Kochplatte wird mittels eines
vorgesehenen mechanischen Speichers von der Zeit abgezogen, die das
Kochzeitende markiert. Nach Ablauf einer Vorlaufzeit wird die Kochplatte
für die eingestellte Einschaltdauer geheizt und danach wieder
abgeschaltet. Eine derartige Zeitgeberschaltung kann zu unvollständigen
Kochvorgängen führen, wenn bezüglich der laufenden Tageszeit
Ausschaltzeitpunkte oder Kochzeiten eingegeben werden, die eine
vollständige Ausführung des Kochvorgangs nicht mehr zulassen. Gleiches
gilt für Einschaltzeitpunkte, die bezüglich der laufenden Tageszeit in
der Vergangenheit liegen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Zeitgeberschaltung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, die ein unvollständiges Durchführen von zu steuernden Abläufen, z. B. von
Kochvorgängen, verhindert.
Diese Aufgabe wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
gelöst.
Hierdurch wird erreicht, daß in dem Fall, in dem die Kochzeit so weit
vergrößert wird, daß sie gleich wird der Ausschalt- oder Fertigzeit minus
der Tageszeit, deren Anzeige blockiert oder eingefroren wird, um dem
Benutzer die Fehleingabe kenntlich zu machen. Wenn der Benutzer dann
fortfährt, die Kochzeit zu vergrößern, kann auch die Fertigzeit
automatisch vergrößert werden und der Herd derart programmiert werden,
daß er halbautomatisch arbeitet und das Kochen sofort beginnt und
automatisch beendet wird nach Ablaufen der Kochzeit. Jede Eingabe eines
Zeitintervalls, wie z. B. Kochzeit, Wartezeit oder eines Zeitpunktes,
wie z. B. Eingabezeit, Fertigzeit, die dazu führt, daß vom Zeitpunkt
der Eingabe der erforderliche Kochvorgang nicht mehr vollständig
ausführbar ist, wird folglich ignoriert. Dadurch, daß jede Eingabe auf
ihre Durchführbarkeit untersucht werden kann, werden fehlerhafte bzw.
unvollständige Kochvorgänge ausgeschlossen. Eine Ausgestaltung der
Erfindung ist dem Unteranspruch zu
entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den beigefügten
Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 und 2 zeigen eine Frontansicht bzw. Seitenansicht des
Schalters, jedoch schematisiert;
Fig. 1A ist ein der Erläuterung dienendes Impulsdiagramm;
Fig. 3 ist ein Blockschaltbild des digitalen Zeitgeberschaltkreises;
Fig. 4 und 5 zeigen im einzelnen die Schalteranschlüsse des
digitalen Zeitgeberschaltkreises;
Fig. 6 ist eine Schaltung zur Darstellung der festen Komponenten
äquivalent dem Teil der Fig. 3, der auf ein umlaufendes
Steuerglied anspricht;
Fig. 7 ist eine Schaltung zur Darstellung eines festen Bauteils
äquivalent dem Teil der Fig. 3, das auf Druckknopfsteuerglieder
anspricht; und
Fig. 8 ist eine schematische Darstellung einer alternativen Ausführungsform
eines drehbaren Steuerschalters zur Anwendung
in Fig. 3.
Gemäß Fig. 1 und 2 trägt eine gedruckte Schaltungsplatte 1 ein Lager
2 für eine drehbare Welle 3. Die Welle wird ferner abgestützt
durch einen Winkel 4, der an der gedruckten Schaltungsplatte befestigt
ist. Auf der Welle 3 ist drehbar mit dieser ein Permanentmagnet
5 montiert, der als Stabmagnet dargestellt ist, jedoch auch eine andere
äußere Form aufweisen kann.
Ferner sind auf der Platte 1 im Bereich des Magnetfeldes von Magnet 5
Reed-Relais 6 und 7 angeordnet. Die Relais sind so orientiert, daß bei Drehung des Magneten 5 ein
Tastverhältnis von etwa eins erreichbar ist für jeden Kontaktsatz sowie
eine deutlich definierte Phasendifferenz zwischen den Ausgängen der Relais.
Dies ist in Fig. 1A verdeutlicht, wobei die Ausgänge der beiden Relais
durch die Impulszüge A bzw. B angedeutet sind. Wie man erkennt, beläuft
sich das Tastverhältnis auf etwa eins, und man erhält eine Phasendifferenz
von etwa 90°. Die Drehrichtung der Welle ist im Falle der Impulszüge gemäß
Fig. 1A im Gegenuhrzeigersinn. Wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, sind die
Relais in der Ebene der Platte 1 und senkrecht zur Drehachse der Welle angeordnet.
Die Achse jedes Relais liegt in einer Linie, die sich unter 45°
zu einer vertikal durch diese Achse verlaufende Linie erstreckt.
An einem Ende der Welle 3 ist ein Knopf 8 befestigt, mittels dem der
Benutzer die Welle verdrehen kann. Am anderen Ende der Welle ist ein
Schwungrad 9 befestigt, bestehend aus mehreren getrennten Scheiben 10.
Die Anzahl der Scheiben, die eingesetzt wird, bestimmt die der Wellenmasse
hinzugefügte Masse. Der Winkel 4 und der Knopf 8 sind in Fig. 1
nicht mit dargestellt.
Wenn der Knopf verdreht wird, um die Welle zu verdrehen, schließen
und öffnen die Kontakte der Relais 6 und 7, wobei die Frequenz bestimmt
wird durch die Drehzahl und die Reihenfolge des Schließens und
Unterbrechens die Drehrichtung angibt.
Demgemäß erzeugt der Schalter zwei logische Signale, die sich
ändern, wenn die Welle umläuft.
Die Signale sind so ausgebildet, daß sie sich bei kontinuierlicher
Drehung der Welle in Quadratur ändern. Wenn ihr kombinierter Zustand durch AB
repräsentiert wird, wobei A und B die Werte 0 der 1 annehmen können,
so kann die Abfolge der Zustände für Umlauf in Uhrzeigerrichtung geschrieben
werden als 00, 01, 11, 10, 00 . . ., während für Drehung in
Gegenuhrzeigersinne sich 00, 10, 11, 01, 00 . . . ergibt. Natürlich
könnte man diese Reihenfolge auch vertauschen.
Diese Signale werden in Intervallen abgetastet, die häufiger sind
als die Frequenzen, die vernünftigerweise für die Änderung der Signale
selbst erwartet werden können. Die Sequenz der Probepaare kann demgemäß
die Form haben
00, 00, 00, 00, 01, 01, 01 . . .,
wobei die Änderung nach dem vierten Probepaar eine Drehung im Uhrzeigersinne
um eine Einheit angibt. Damit der Zeitgeberschaltkreis korrekt auf
eine derartige Änderung ansprechen kann, wird die Zwei-Bit-Probe AB
kombiniert mit der vorhergehenden Zwei-Bit-Probe CD, um eine Vier-Bit
umfassende zusammengesetzte Zahl CDAB zu ergeben. (Ohne weiteres vergleichbare
logische Entscheidungen könnten auf der umgekehrten Kombination
ABCD beruhen.) Die Zahl 0101 zeigt an, daß das neue Paar gleich dem
alten Paar ist, und daß keine Änderung eingetreten ist. Die Zahl 0001
zeigt an, daß eine Drehung im Uhrzeigersinn stattgefunden hat, während
0011 eine doppelte Änderung unbestimmter Richtung anzeigt, und demgemäß
als Fehler betrachtet werden muß. Die sechzehn möglichen Kombinationen
können wie folgt aufgelistet werden:
Drehung im Uhrzeigersinn oder positive Änderung:
0001, 0111, 1110, 1000
Negative Änderung: 0010, 1011, 1101, 0100
Keine Änderung: 0000, 0101, 1111, 1010
Doppelte Änderung, Fehler: 0011, 0110, 1100, 1001.
Negative Änderung: 0010, 1011, 1101, 0100
Keine Änderung: 0000, 0101, 1111, 1010
Doppelte Änderung, Fehler: 0011, 0110, 1100, 1001.
Wenn einer der ersten beiden oben angegebenen Codes auftritt,
so erfolgt eine entsprechende Aktion, also Addition oder Subtraktion,
um eine Einheit, in den beiden anderen Fällen erfolgt keine Aktion.
In dieser Ausführungsform nimmt der Erkennungsalgorithmus die
folgende Form an. Es ist offensichtlich, daß dann, wenn eine Gruppe
einen bestimmten Code enthält, so enthält sie auch dessen Komplement,
beispielsweise enthält die erste Gruppe 0111 und ebenso 1000. Wenn das
höchststellige Bit (das am weitesten links stehende) eine 1 ist, so wird
das Komplement des gesamten Codes benutzt, womit die Anzahl der Kombinationen
auf acht reduziert wird. Dies kann durch die Dezimal-Äquivalente interpretiert
werden, und in der folgenden Tabelle sind der Code, seine Dezimal-
Äquivalente und die entsprechende zugeordnete Bewegung repräsentiert
als 0, +, - oder E (Fehler), womit eine Doppelbewegung bezeichnet wird.
0000 0 0
0001 1 +
0010 2 -
0011 3 E
0100 4 -
0101 5 0
0110 6 E
0111 7 +
0001 1 +
0010 2 -
0011 3 E
0100 4 -
0101 5 0
0110 6 E
0111 7 +
Wenn demgemäß der Code die Werte 1 oder 7 annimmt, so wird eine
Einheit addiert. Wenn der Code die Werte 2 oder 4 annimmt, wird eine
Einheit subtrahiert. In den anderen Fällen erfolgt keine Aktion.
Der Algorithmus kann demgemäß zusammengefaßt werden:
- 1) Einlesen des Signalpaares.
- 2) Kombinieren mit dem vorhergehenden Paar, um einen Vier-Bit-Code zu bilden.
- 3) Aufbewahren des Code für zukünftige Benutzung.
- 4) Wenn das höchststellige Bit des Code eine 1 ist, Benutzung des Komplements aller vier Bits.
- 5) Wenn der so gebildete Code in Dezimalform 1 oder 7 repräsentiert, wird eine positive Aktion eingeleitet; wenn der Code 2 oder 4 repräsentiert, wird eine negative Aktion eingeleitet, in den anderen Fällen wird keine Aktion eingeleitet.
- 6) Vorbereitung des aufbewahrten Codes für Benutzung mit dem nächsten Probepaar durch Verschieben um zwei Stellen nach links, Weglassen der beiden höchststelligen Bits, die die vorhergehende Probe repräsentieren.
- 7) Nach irgendwelchen anderen notwendigen Aktionen Rückkehr zu 1 zwecks Wiederholung des Zyklus.
Anstelle von Reed-Relais könnte der in Fig. 1 und 2 dargestellte
Schalter auch Hall-Generatoren verwenden, wobei eine geeignete Komponente
Typ TI 172 C, angeboten von Texas Incorporated, ist. Eine
solche Komponente liefert einen hochimpedanten Ausgang, der auf niedrige
Impedanz umschaltet, wenn ein Magnetfeld hinreichender Stärke vorliegt.
Fig. 3 zeigt teilweise in Blockschemaform das Schaltungsdiagramm
eines Taktgeberschaltkreises, geeignet für einen Elektroherd unter Benutzung
der oben erläuterten Merkmale.
Der Schaltkreis beruht auf einem integrierten Schaltkreis, der als
Block 11 dargestellt ist, und z. B. vom Typ TMS 1070 ist, hergestellt
von Texas Instruments Incorporated.
Der integrierte Schaltkreis Typ TMS 1070 ist mit verschiedenen
Stationen organisiert, einschließlich einer arithmetischen Logikeinheit,
einem festen Digitalspeicher, einem veränderbaren Digitalspeicher,
einem Dateneingang, einem Datenausgang, einem Adressenausgang,
und zugeordneten Daten und Steuerverbindungen, die so ausgebildet
sind, daß Binärworte, repräsentiert durch elektrische Impulse, zwischen
den verschiedenen Stationen des integrierten Schaltkreises übertragen
werden. Die verschiedenen Stationen des integrierten Schaltkreises
sind im allgemeinen längs der Daten und Steuerverbindungen angeordnet
und können an diese angeschlossen werden auf Zeitmultiplexbasis, um
elektrische Energie in Impulsform zwischen den verschiedenen Stationen
zu übertragen. Der integrierte Schaltkreis weist Vorkehrungen auf für
einen Impulsgenerator, der als Taktgeber dient für alle Zeitmultiplexvorgänge,
und der auch Impulse liefert zur Verwendung als Energieversorgung
innerhalb des Schaltkreises. Der integrierte Schaltkreis liefert
an seinem Adressenausgang Zeitmultipleximpulse zur Verwendung durch externe
Schaltungskomponenten, synchron mit jenen innerhalb des integrierten
Schaltkreises sowie auf seinem Datenausgang Datenimpulse, die
binäre Worte repräsentieren, welche als elektrische Zustände in ausgewählten
Teilen des veränderbaren Digitalspeichers gespeichert werden.
Der integrierte Schaltkreis 11 speist Ausgänge 12 und 13, um in
konventioneller Weise eine Digitalanzeige mit vier Digits zu erregen,
und diese Anzeige kann in 12 Stunden oder 24 Stunden Angabe arbeiten,
je nach Erfordernis, und kann ferner präzisiert werden durch Anzeige
der Angaben a. m. (vormittags) oder p. m. (nachmittags), falls erwünscht.
Alternativ kann die Anzeige vier Angaben umfassen für "Morgen",
"Nachmittag", "Abend" und "Nacht". Der Ausgang 12 wird gespeist von
dem Adressenausgang R 0-R 7, und der Ausgang 13 wird gespeist von dem
Datenausgang O 1-O 7 des integrierten Schaltkreises 11.
Der Minutenzeitgeberausgang wird, wenn ausgewählt, sichtbar
gemacht durch die beiden niedrigststelligen Digits der Vier-Digit-
Zeitanzeige, obwohl, falls erwünscht, auch eine zusätzliche Zwei-
Digit-Anzeige Verwendung finden könnte.
Eine Steuerung, beispielsweise der Schalter nach Fig. 1 und 2,
ist mit dem integrierten Schaltkreis 11 über Dioden D 1 und D 2 sowie
Eingänge K 1, K 2 verbunden. Die Verbindungen des Schalters mit dem integrierten
Schaltkreis 11 sind mehr ins einzelne gehend in Fig. 5 dargestellt,
wobei die Schalterkontakte als S 1 bzw. S 2 identifiziert sind.
Wie oben angegeben, wird der Zustand der Kontakte der Relais 6, 7
(d. h. offen oder geschlossen) wiederholt abgetastet durch den Ausgang
R 4 des integrierten Schaltkreises.
Der Ausgang R 4 des integrierten Schaltkreises 11 liefert einen
der Zeitmultiplexausgangsimpulse, die für Verwendung durch externe Schaltungskomponenten
im Synchronbetrieb mit dem integrierten Schaltkreis
zur Verfügung gestellt werden. Diese externen Schaltungskomponenten sind
in diesem Falle die Schalterkontakte S 1, S 2, die so ausgebildet sind,
daß sie die Impulse vom Ausgang R 4 auf die Eingänge K 2, K 4 des integrierten
Schaltkreises zurückübertragen. Die Pulssequenzen, die an die
Eingänge K 2, K 4 angelegt werden, charakterisieren den Zustand des Schalters
und signalisieren ihn dem integrierten Schaltkreis 11, der einen spezifischen
Zyklus von Operationen für jeden möglichen Schalterzustand vorsieht.
Der integrierte Schaltkreis wählt den Zyklus der Operationen aus
und führt ihn aus, je nach der Impulssequenz, die an seine Eingänge K 2,
K 4 angelegt wird. Der integrierte Schaltkreis 11 prüft den Zustand der
Eingänge K 2, K 4 periodisch mit einer Frequenz, die abgeleitet ist von
der Netzversorgungsfrequenz, und stellt bestimmte Zustände an bestimmten
Stellen innerhalb des veränderbaren Datenspeichers her entsprechend den
Zuständen an K 2, K 4. Das Fehlen von Impulsen sowohl an K 2 als auch an K 4
wird als Zustand 00 erfaßt, das Vorhandensein eines Impulses an K 2 allein
wird als Zustand 10 erfaßt, das Vorhandensein eines Impulses an K 4 allein
wird als 01 erkannt, und das Vorhandensein von Impulsen an sowohl K 2
als auch K 4 wird als 11 erkannt. Wie oben erläutert, signalisiert das
Vier-Bit-Wort entsprechend dem Vorliegen oder Fehlen von Impulsen an K 2,
K 4 während zwei aufeinanderfolgender Abtastperioden dem integrierten
Schaltkreis das Verhalten eines Steuergliedes, das so ausgebildet ist, daß
es die Schalterkontakte S 1, S 2 betätigt. Der integrierte Schaltkreis stellt
das Verhalten des Steuergliedes fest unter Verwendung seiner arithmetischen
Logikeinheit (ALU), um die Daten zu kombinieren, welche den vorherigen und
den gegenwärtigen Zustand der Schalter S 1, S 2 repräsentieren. Nach Verwendung
der gegenwärtigen Schalterbedingung für eine Berechnung bewahrt
der integrierte Schaltkreis den gegenwärtigen Zustand auf zur Weiterverwendung
als vorhergehender Zustand bei der nächstfolgenden Berechnung.
Wenn ein drehbares Steuerglied verwendet wird, um die Schalter zu
betätigen, entscheidet der integrierte Schaltkreis, daß die Schalterzustände
sich seit der letzten Probe nicht geändert haben, die danach von
dem festen Datenspeicher ausgewählten Daten liefern Zugang zu einer
Adresse C in dem veränderbaren Datenspeicher und setzen den Wert C = 15.
C repräsentiert eine Gruppe von Zellen in dem veränderbaren Datenspeicher.
Als Teil derselben Operation wird der Wert einer weiteren Gruppe von Zellen
TT um 1 erhöht, bis 15 erreicht ist. Das Resultat von C = 15 besteht darin,
daß eine erste Gruppe von Zellen in dem veränderbaren Datenspeicher unverändert
bleibt. Mit anderen Worten, keine Zeiteinstellung erfolgt. Der
Zustand der Zellen dieser ersten Gruppe repräsentiert einen Wert, der anzeigbar
ist. Der Wert TT = 15 repräsentiert einen Endwert, und alle Werte
zwischen TT = 0 und TT = 15 stehen zur Verfügung.
Wenn ein drehbares Steuerglied verwendet wird zur Betätigung der Schalter
und wenn der integrierte Schaltkreis feststellt, daß die Schalterzustände
sich seit der letzten Probe infolge Drehung im Uhrzeigersinne geändert haben,
so wird der Wert C = 0 gesetzt und der Wert von TT wird geprüft. Wenn TT = 15
erfolgt bei C keine weitere Änderung. Wenn TT ≠ 15, so wird der Wert von C um
1 erhöht, um C = 1 zu machen und TT = 0 wird gesetzt. Wenn C = 0, werden die Zustände
der ersten Gruppen von Zellen geändert, damit sie einer Erhöhung in den Einern
zu einer Dezimalanzeige entsprechen, und wenn C = 1, werden die Zustände der
ersten Gruppe von Zellen verändert, damit sie einer Erhöhung der Zehner einer
Dezimalanzeige entsprechen. Die Frequenz, mit der die Anzeige erhöht wird,
hängt ab sowohl von der Drehung des Steuergliedes als auch von der Frequenz,
mit der der integrierte Schaltkreis die Zustände der Schalter S 1, S 2 abtastet.
Dies erfolgt in jeder Sekunde mehrere Male, und deshalb wird der integrierte
Schaltkreis keine Änderung in den Zuständen der Schalter viel öfter erfassen,
als eine Änderung, selbst dann, wenn das Steuerglied verdreht wird. Immer dann,
wenn der integrierte Schaltkreis keine Änderung der Schalter feststellt, setzt
er C = 15 und erhöht TT um 1. Wenn das Steuerglied seine Drehung beginnt, wird der
Wert von TT bereits 15 sein und deshalb wird C = 0 gesetzt bei der ersten
Änderung der Schalterzustände, jedoch bleibt TT = 15. Bei weiterer Drehung
wird C = 0 periodisch gesetzt und C = 15 wird für den Rest der Zeit gesetzt.
TT = 15 bleibt unverändert bis eine Änderung von 9 auf 0 in den Anzeigeeinern
erscheint, wenn T = 0 gesetzt wird, womit ermöglicht wird, daß C = 1 gesetzt
werden kann bei der nächsten Schalteränderung, vorausgesetzt, daß die Schalterdrehzahl
hoch genug ist, um TT bei einem Wert unterhalb von 15 zu erreichen.
Wenn die Drehung mit derselben Drehzahl fortgeführt wird, so wird periodisch
C = 1 gesetzt und C = 15 wird gesetzt für den Rest der Zeit, und TT wird auf Werten
unter 15 gehalten unter Rücksetzung auf 0 wenn C = 1 und Erhöhung nur dann, wenn
C = 15 ist. Wenn die Drehzahl niedrig genug ist, wird TT oft genug erhöht, um
von 0 auf 15 zu kommen, bevor die nächste Schalteränderung eintritt und C = 0
wird periodisch gesetzt mit TT = 15. Bei der Erfassung eines 9 auf 0 Überganges
im Einerteil einer Dezimalanzeige, wird eine Variable T 2 = 0 gesetzt, wenn die
Änderung eintritt und dies wird verwendet, um TT = 0 setzen zu können.
Wenn ein drehbares Steuerglied verwendet wird, um die Schalterkontakte zu
betätigen, wird der Wert C = 8 gesetzt für Drehung im Gegenuhrzeigersinne, resultierend
in einer Änderung der Schalterkontakte, und der Wert von TT wird
geprüft. Wie zuvor erfolgt keine weitere Änderung bei C, wenn TT = 15 ist und
wenn T ≠ 15 ist, so wird der Wert von C um 1 auf C = 9 erhöht und der Wert von
T = 0 wird gesetzt. Wenn C = 8 ist, werden die Zustände der ersten Gruppe von
Zellen geändert, entsprechend einer Verringerung um 10 bei einer Dezimalanzeige.
Die Wirkung und der Bereich von TT für Drehung im Gegenuhrzeigersinne
ist die gleiche wie Wirkung und Bereich von TT für Drehung im Uhrzeigersinne.
Es versteht sich, daß anstelle progressiver Erhöhung von TT wie oben beschrieben,
um einen Ausgangswert von 0 und einen Endwert von 15 zu setzen,
könnte auch der Ausgangswert 15 sein und der Endwert könnte 0 sein und eine
Verringerung von TT könnte vorgesehen werden.
Ein Teil der Aktion des integrierten Schaltkreises bezüglich der
Betätigung eines Paares von Schaltern mittels eines drehbaren Steuergliedes
kann in Einzelkomponenten realisiert werden in Form einer Schaltung wie in
Fig. 6 dargestellt. Diese zeigt einen wiedertriggerbaren, monostabilen
Multivibrator 101, ein ODER-Gatter 102 und drei UND-Gatter 103-105. Alle
UND-Gatter sind zwei Eingangsgatter, und das Gatter 103 weist einen Eingang
106 auf, an den ein "Änderungsimpuls" anlegbar ist zur Angabe einer Änderung
der Schalterzustände. Der andere Eingang 107 vom UND-Gatter 103 ist verbunden
mit dem Q-Ausgang des monostabilen Multivibrators 101. Die Eingänge 108,
109 der UND-Gatter 104 sind mit den Eingängen 106 bzw. 107 des UND-Gatters
103 verbunden. Der Eingang 110 des ODER-Gatters 102 ist verbunden mit dem
Ausgang des UND-Gatters 103 und der andere Eingang 111 des ODER-Gatters 102
steht zur Verfügung, um einen Impuls anzulegen, der eine Änderung von 9 auf
0 bei einem Einerdigit einer Anzeige angibt. Der Ausgang 112 des ODER-Gatters
102 ist mit dem Triggereingang des monostabilen Multivibrators 101 verbunden.
Das UND-Gatter 105 ist mit seinem Eingang 113 mit dem Eingang 106 verbunden
und mit seinem Eingang 114 an den -Ausgang des monostabilen Multivibrators
101 angeschlossen. Die Ausgänge 115, 116 der UND-Gatter 104, 105 bilden die
Ausgänge der Schaltung. Im Betrieb werden Impulse, welche eine Schalteränderung
anzeigen, von dem UND-Gatter 103 blockiert, jedoch von dem UND-Gatter
105 durchgelassen, weil auf 1 liegt, um so einen Befehl "Änderung um 1"
an den Ausgang 116 zu übertragen, bis eine 9 auf 0 Änderung erfolgt und durchläuft
über ODER-Gatter 102, um den monostabilen Multivibrator 101 zu triggern.
Der getriggerte monostabile Multivibrator 101 öffnet die UND-Gatter 103 und
104 und ermöglicht, daß weitere Änderungsimpulse zu Ausgangsimpulsen vom UND-
Gatter 104 führen, um einen Befehl "Änderung um 10" zu übermitteln.
Nachstehend wird wieder auf die Arbeitsweise der integrierten Schaltung
11 eingegangen. Wenn eine Drucktastensteuerung verwendet wird, um die Schalterkontakte
zu betätigen und keine der Drucktasten betätigt wird, so erkennt der
integrierte Schaltkreis, daß kein Schalter geschlossen wurde durch das Fehlen
von R 4 Impulsen an seinen Eingängen K 2 und K 4 und setzt C = 15. Als ein Teil der
Operation wird ein variables T 2 = 1 gesetzt. Wenn die Taste "erhöhen" betätigt
wird, erkennt der integrierte Schaltkreis, daß der Schalter geschlossen wurde,
weil R 4 Impulse an beispielsweise seinem Eingang K 2 eingespeist werden und
setzt C = 0. Dann wird T 2 geprüft und festgestellt, daß T 2 = 1, so daß C = 0 bleibt
und die Anzeige in den Einern erhöht wird, wobei der Wert von T 2 geprüft wird,
bevor jeweils eine Erhöhung erfolgt. Das Erhöhen der Anzeigeeiner wird fortgesetzt,
bis eine 9 auf 0 Änderung eintritt, wonach T 2 = 0 gesetzt wird, so daß
bei der nächsten Prüfung von T 2 C auf C = 1 erhöht wird und das Erhöhen der Anzeige
in den Zehnern fortgesetzt wird. Das Verringern der Anzeige erhält man,
wenn die Taste "Verringern" betätigt wird, um den K 4 Eingang des integrierten
Schaltkreises mit R 4 Impulsen anzusteuern, so daß C = 8 gesetzt wird zum Herunterfahren
der Einer und C = 9 für das Herunterfahren der Zehner durch Verwendung
von T 2 wie zuvor.
Ein Teil der Aktion des integrierten Schaltkreises bei Drucktastensteuerung
eines Paares von Schaltern kann realisiert werden durch Einzelkomponenten, etwa
die Schaltung gemäß Fig. 7. Die Schaltung beruht auf dem Betrieb eines bistabilen
RS-Flip-Flops 201, dessen Rücksetzeingang an einen Steuerschalter 202
über eine Pufferstufe 203 angeschlossen ist. Der Steuerschalter ist ferner
verbunden mit einem Eingang 204 eines zwei Eingänge aufweisenden UND-Gatters
206, dessen anderer Eingang 205 mit dem Q-Ausgang des RS-Flip-Flops 201 verbunden
ist. Ein zweites, zwei Eingänge aufweisendes UND-Gatter 207 liegt mit
einem Eingang 208 an dem Eingang 204 und mit seinem anderen Eingang 209 an
dem -Ausgang des RS-Flip-Flops 201. Der Setzeingang des RS-Flip-Flops 201
steht zur Verfügung, um einen Impuls zu übernehmen, der eine Änderung von 9
auf 0 in einer Anzeige angibt. Die Ausgänge der UND-Gatter 206, 207 liefern
Ausgangssignale für "Erhöhen um 10" bzw. "Erhöhung um 1". Im Betrieb liefert
beim Schließen des Schalters 202 das UND-Gatter 207 einen "1"-Ausgang, bis
der Setz-Eingang des RS-Flip-Flops 201 auf hohen Pegel geht, wenn ein "1"-
Ausgang vom UND-Gatter 206 lieferbar wird.
Das Programm
zur Überwachung von T 2 umfaßt ein Unterprogramm, das als GETT 2 bezeichnet wird.
Dieses Unterprogramm GETT 2 dient auch dazu, TT = 1 zu setzen, wenn T 2 gerade 0
geworden ist.
Ein weiteres Unterprogramm bezüglich eines Drehgliedschalters oder Drucktastenschalters ist vorgesehen,
wobei das Unterprogramm als GROTC bezeichnet wird für einen Drehelementschalter
und als GETC für einen Drucktastensteuerschalter.
Dabei sind die Unterprogramme GROTC und GETT 2
sequentiell durchführbar.
Einzelheiten des inneren Aufbaus des inneren Schaltkreises TMS 1070 lassen
sich der Broschüre "TMS 1000 Series Data Manual", Texas Instruments Limited,
1976, entnehmen.
Eine Zeiteinstellsteuerung für Drucktastenbetätigung ist in Fig. 4
dargestellt. In der Anordnung nach Fig. 4 sind wie zuvor die Schalterkontakte
S 1 und S 2 vorhanden und die Schaltung, die S 1 und S 2 enthält,
ist mit dem R 4-Taktpulsausgang des integrierten Schaltungskreises 11,
wie oben bereits erläutert, verbunden. Die Schalter S 1 und S 2 sind so
ausgebildet, daß sie mittels Drucktasten betätigbar sind. Die möglichen
Schaltkombinationen sind beide offen, S 1 offen und S 2 geschlossen sowie
S 1 geschlossen und S 2 offen. Wenn S 1 und S 2 gleichzeitig offen sind, erreichen
keine Taktimpulse die Eingänge K 2 und K 4 während der Zeit, während
ein Impuls auf der R 4-Ausgangsleitung vom IC 11 steht und der IC 11 spricht
insofern an, als er keinerlei Aktionen bezüglich der Zeiteinstellung vornimmt.
Die Werte von TT und C werden beide 15, wie zuvor. Wenn eine Erhöhung
des angezeigten Wertes erforderlich ist, dann wird beispielsweise S 1 geschlossen,
und dies führt dazu, daß Taktimpulse den K 2-Eingang des C 11
während der Dauer von R 4 erreichen. Keine Impulse erreichen den K 4-Eingang
des C 11. Das Vorhandensein von Taktimpulsen am K 2-Eingang des IC 11 während
der Dauer von R 4 bewirkt die Ausführung der oben beschriebenen Schritte,
die dazu führen, daß die Einer der Anzeige sich erhöhen. Erhöhen der Einer
auf der Anzeige dauert, bis eine Änderung von 9 auf 0 stattfindet, wonach
die Zehner der Anzeige allein erhöht werden. Die Aktionen innerhalb des IC 11
wurden oben erläutert.
Wenn eine Verringerung der Anzeige erforderlich ist, dann wird nur S 2 geschlossen,
um Taktimpulse an K 4 zu legen. Auch die daraus resultierenden
innerhalb und außerhalb des IC 11 erfolgenden Aktionen wurden oben bereits beschrieben
hinsichtlich des Herunterfahrens der Anzeige.
Das Verfahren der Zeiteinstellung wird berücksichtigt durch Verbindung
entsprechender optionaler Dioden. Bei Verwendung eines drehbaren Steuergliedes,
beispielsweise des in Fig. 1 und 2 dargestellten, erfolgt ein Ansprechen sowohl
auf die Winkelbewegung als auch auf die Drehrichtung. Drehung des Steuerknopfes
8 führt zu Änderungen in der Anzeige in Zehnminutenschritten, nachdem einmal
die Einer der Anzeige 0 erreicht haben; im übrigen erfolgen die Änderungen in
Einminutenschritten. Wenn die Kontrolle mittels getrennter Schalter erfolgt,
können die Änderungen zunächst in Einminutenschritten vorgenommen werden, bis
eine 10 oder ein Vielfaches derselben erreicht wird, wonach Änderungen in
Zehnminutenschritten erfolgen, beispielsweise 25, 26, 27, 28, 29, 30, 40, 50 . . .
Eine Einstellung auf eine von 0 abweichende Einerangabe im System mit
drehbarem Steuerglied wird bewirkt durch Einstellung des Vielfachen von 10
gerade oberhalb oder unterhalb des gewünschten Wertes und nachfolgendem
Pausieren, wonach die Drehung nur noch eine Änderung der Einer allein zur
Folge hat.
Die Funktionssteuerung ist ähnlich angeschlossen und der Status der
Steuerung wird abgetastet durch Ausgang R 2 des IC. Die verschiedenen Einstellungen
der Funktionssteuerung und die wiedergegebene Information werden
in folgender Weise kodiert:
Die Positionen 1 bis 4 des Funktionsschalters steuern den Herd im Automatikbetrieb,
während die Positionen 5 bis 7 den Herd im manuellen oder
nichtautomatischen Betrieb steuern. Die oben dargestellte Kodierung eignet
sich für eine Vierdigitanzeige. Wenn eine Sechsdigitanzeige vorgesehen ist,
werden nur die Positionen 1, 2, 3, 6 und 7 benötigt.
Über den Ausgang R 10 des IC wird ein Summer 14 erregt, um anzuzeigen,
daß eine Zeitperiode endet, die auf dem Kurzzeitwecker eingestellt worden
ist, und dies wird gesperrt und die Kurzzeitanzeige gelöscht durch Betätigung
des Druckknopfes oder der Taste 15.
Erregung und Entregung der Heizelemente des Herds werden gesteuert durch
das Relais A/1, dessen Kontakte A 1 in Serie liegen mit dem Heizelement und
der Versorgungsleitung.
In der Automatikposition des Funktionsschalters wird eine Anzeigelampe
16 - im vorliegenden Falle eine lichtemittierende Diode - über Ausgänge R 7
und O 1 des IC und über Transistoren T 1 und T 2 erregt. Wenn der Benutzer
versäumt, die Herdtemperatur mittels eines (nicht dargestellten) Herdthermostaten
einzustellen, wird die Lampe 16 dazu gebracht zu blinken durch Schalten
bzw. Sperren von T 1 mit einer niedrigen Frequenz. Dies steuert die Leitfähigkeit
des Emitterkollektorkreises von T 2 und die Entladung von Kondensator C 1.
Wenn der Benutzer versäumt, die Kochzeit einzustellen, erzeugt die Lampe
Lichtblitze durch Umschalten von T 1 mit Frequenz. Die korrekte Einstellung
der erforderlichen Steuerungen wird durch ständiges Aufglimmen angezeigt.
Die optionalen Dioden D 5, D 6, D 7 und D 8 erlauben das Eingeben
zusätzlicher Möglichkeiten in den IC; ein Prüfkreis, mittels dem der
Zeitgeber mit hoher Geschwindigkeit laufen kann; alternative Netzeingangsfrequenzen,
beispielsweise 50 Hz oder 60 Hz, Vier- oder Sechs-
Digit-Anzeige, 12- oder 24-Stunden-Anzeige, Typ des verwendeten
Steuerschalters, d. h. ob ein Drehschalter, ein Mehrpositionsschalter
oder getrennte Schalter.
Andere Schalteranordnungen, beispielsweise Doppeldruckschalter,
können ebenfalls einsetzbar gemacht werden.
Die verschiedenen Funktionen, die auswählbar sind durch den Funktionssteuerschalter,
haben zugeordnete Stellen innerhalb des veränderbaren
Datenspeichers im IC. Der IC zeigt den Inhalt eines bestimmten
Speicherplatzes oder einer Stelle an, innerhalb des veränderbaren Datenspeichers
mit der Zeitmultiplexfrequenz, um eine helle, flackerfreie
Anzeige zu bewirken, und wird kurzzeitig unterbrochen durch die Anstiegsflanken
der Netzwellenform, um die anderen Funktionen auszuführen, die
ihm zugeteilt sind.
Es sei angenommen, daß die "Tageszeit" eingestellt worden ist, wobei
der zugeordnete Speicherplatz im veränderbaren Datenspeicher einen von
Null abweichenden Wert aufweist, und daß außerdem auch Werte gespeichert
sind entsprechend der "Kochzeit" und der "Fertigzeit", unter der Annahme, daß
auch diese eingegeben worden sind. Die obigen Zeiten werden festgehalten
durch die Zustände ausgewählter Gruppen von Zellen innerhalb des veränderbaren
Datenspeichers, wie beschrieben, durch Betätigung eines Paares von
Schaltern. Der integrierte Schaltkreis verwendet die Netzstromversorgung
als Taktoszillator zum Fortschalten der "Tageszeit" und auch für das
periodische Nachstellen aller anderen Speicherplätze innerhalb des veränderbaren
Datenspeichers.
Der integrierte Schaltkreis
dient während des größten Teils der Zeit für die Anzeige, bis eine Anstiegsflanke
eines Impulses erscheint, der abgeleitet wird von der Netzstromversorgung.
Die Anzeige wird ausgewählt durch Laden eines Registers,
das die Zustände auf den Datenausgangsleitungen diktiert, welche für die
Anzeige ausgewählt worden sind.
Die 50-Hz-Netzstromimpulse werden gezählt und benutzt, um Operationen
in einer Schleife zu steuern derart, daß die "Tageszeit" weitergeschaltet
wird in entsprechenden Perioden, "Kochzeit" und "Minutenkurzzeit"
heruntergeschaltet werden zu entsprechenden Zeitpunkten, und
dann eine Rückkehr zu der Ansteuerung der Anzeige erfolgt.
Bei 50-Hz-Netzimpulsen, die nicht Zeitintervallimpulse sind, werden
die anderen, nicht die Zeit betreffenden Funktionen bedient. Diese nicht
die Zeit betreffenden Funktionen sind in drei Gruppen aufgeteilt, wobei
eine Hauptgruppe während der meisten der vom Netz abgeleiteten Impulse
bedient wird, während jede der anderen Gruppen ihrerseits mit etwa ¹/₆ Sekunde
Intervallen bedient wird. In jedem Falle wird nur eine Funktion
behandelt und der IC kehrt dann sofort zu der Bedienung der Anzeige zurück.
Wie oben erwähnt, ist der IC so ausgebildet, daß er reagiert, wenn
die "Kochzeit" größer gemacht wird als die "Fertigzeit", vermindert um
die Tageszeit, indem die Anzeige der Kochzeit "eingefroren" wird.
Der IC enthält Mittel für ein Festhalten der "Wartezeit", das ist
der Zeitraum zwischen der Tageszeit und der Einschaltzeit. Die Einschaltzeit
ist natürlich die Fertigzeit, vermindert um die Kochzeit. Wenn einmal
die Fertigzeit gesetzt worden ist, wird die Wartezeit überwacht, wenn
Kochzeitbefehle empfangen werden, und keine Änderung der Kochzeit erfolgt,
wenn die Wartezeit negativ wird, selbst wenn ein Befehl zur Änderung der
Kochzeit eingegeben würde. Das heißt, jeder Befehl für eine Änderung der
Kochzeit, der zu einer negativen Wartezeit führen würde, wenn man ihn
ausführte, wird ignoriert. Auf die gleiche Weise würde, wenn die Kochzeit
vorgegeben worden ist, und die Fertigzeit eingestellt wird, ein Befehl,
der zu einer negativen Wartezeit bei Ausführung führte, ignoriert werden.
Zusätzlich ignoriert der IC Befehle, die zu einer 24 Stunden übersteigenden
Fertigzeit führen würden, d. h. die auf den nächsten Tag fielen. Dies wird
dadurch erreicht, daß bei jedem Befehl geprüft wird, welche Fertigzeit
sich ergäbe, wenn der Befehl ausgeführt würde, bevor die Befehle ausgeführt
werden, und der Befehl wird ignoriert, wenn er die Fertigzeit über
die 24-Stunden-Marke hinaus verschieben würde.
Bei der Überwachung der Wartezeit durch den IC werden ausgewählte
Plätze innerhalb des veränderbaren Datenspeichers verwendet, um Werte
für die Wartezeit zu speichern, und bei jedem Befehl, der die Wartezeit
beeinflußt, wird der gespeicherte Wert in die ALU kopiert, geändert durch
den durch den Befehl gegebenen Betrag, und das Vorzeichen des Resultats
wird überprüft. Wenn das Ergebnis dieser Überprüfung einen negativen Wert
in der ALU hinterläßt, so wird der Befehl nicht ausgeführt.
Wenn die "Wartezeit" Null wird beim Heraufschalten der Kochzeit, so
wird die "Kochzeit" eingefroren, da der IC die Eingangsbefehle ignoriert.
Wenn die Befehle noch dann gegeben werden, wenn die Wartezeit Null erreicht
hat, dann wird die Fertigzeit gemeinsam mit der Kochzeit verändert.
Wegen der obigen Charakteristiken sind die Daten, die im veränderbaren
Datenspeicher gehalten werden und die Kochzeit und Fertigzeit repräsentieren,
immer gültig. Die veränderlichen "Tageszeit", "Wartezeit", "Kochzeit",
"Einschaltzeit" und "Fertigzeit" werden jeweils repräsentiert durch die
Zustände entsprechender Gruppen von Zellen innerhalb des veränderbaren
Datenspeichers.
Wenn eine von Null abweichende "Kochzeit" eingestellt worden ist, wird
eine oben bereits erwähnte Lampe periodisch erregt und blinkt zur Bestätigung
der Kochzeit-Einstellung. Der veränderbare Datenspeicher weist Plätze
auf, in denen die Kochtemperaturwerte eingegeben werden, und das Vorliegen
von Kochtemperaturwerten bewirkt, daß die Lampe während der Zeit erregt
wird, während der sie vorher durch den von Null abweichenden Kochzeitwert
nicht erregt war. Deshalb wird bei eingegebener Kochtemperatur und
fehlender Kochzeit die Lampe blitzen. Wenn sowohl die Kochzeit als auch
die Kochtemperatur eingestellt worden sind, glimmt die Lampe ständig, wobei
das Glimmen aus einer Kombination eines Blinkimpulses und eines Blitzimpulses
besteht, entsprechend der Bestätigung "Kochzeit eingestellt"
bzw. "Kochtemperatur eingestellt". Wie in Fig. 1 dargestellt, ist ein
Transistor T 1 so an den IC 11 angeschlossen, daß seine Basiselektrode
angesteuert wird von dem Tastimpuls R 7 vom IC 11 und seine Kollektorelektrode
wird angesteuert von einem Element des Ausgangs 13. Der Transistor
T 1 dient dazu, die lichtemittierende Diode 16 ein- und auszuschalten.
Die alternative Ausführungsform des Schalters ist in Fig. 8 dargestellt.
Es handelt sich um einen Drehschalter mit einer Welle 301, auf
der eine Schwungmasse 302 sitzt mit vier Polen 303, die rings um die
Peripherie gleichförmig verteilt sind.
In geeigneter Weise nahe der Schwungmasse an um 135° zueinander versetzten
Positionen sind Abgriffsspulen 304, 305 angeordnet, jeweils auf
Permanentmagnetkerne 306 bzw. 307 gewickelt. Zweckmäßigerweise können die
Spulen mit den zugeordneten Magneten auf einer gedruckten Schaltungsplatte
montiert werden, die einen Teil des Schalteraufbaus bildet.
Bei Drehung der Welle 301 erzeugt der Durchgang der Pole 303 an den
Spulen vorbei Änderungen in dem Luftspalt der Magnete, und diese Änderungen
induzieren Spannungen in den Spulen, welche zu Verstärkern geführt werden,
beispielsweise Operationsverstärkern mit hoher Verstärkung (nicht dargestellt).
Die Verstärker sind so ausgebildet, daß jeder einen Ausgang in
Form eines Impulszuges mit im wesentlichen rechteckförmiger Wellenform
erzeugt.
Die Pulsfolgefrequenz repräsentiert die Drehzahl der Welle, während
die Phase eines Impulszuges relativ zum anderen die Umlaufrichtung der
Welle angibt.
Ein typischer Zeitgeberschaltkreis für die Zusammenarbeit mit dem
gerade beschriebenen Schalter ist in Fig. 3 dargestellt, wobei die Ausgänge
der Verstärker über Dioden D 1 und D 2 an Eingänge K 1 und K 2 des integrierten
Schaltkreises gelegt werden. Die Operation läuft im übrigen
wie oben beschrieben ab.
Es versteht sich, daß die Schwungmasse 302 auch nur zwei Pole 303
aufweisen könnte, die einander diametral gegenüberliegen, sowie zwei
Spulen an um 90° versetzten Positionen aufweisen könnten. Andere Anordnungen
sind möglich, die sowohl eine Angabe der Drehzahl der Welle als auch
der notwendigen Phasendifferenz ermöglichen, um auch die Drehrichtung anzuzeigen.
Claims (2)
1. Zeitgeberschaltung mit einer Uhr zur Bildung einer Realzeit
und mit einer Eingabe- und einer Speichervorrichtung zum Eingeben und
Abspeichern mindestens eines Zeitintervalls für zu steuernde Abläufe
sowie mindestens eines Zeitpunktes bezogen auf die Realzeit, wo das oder
die Zeitintervalle beginnen oder enden sollen, gekennzeichnet durch eine
Prüfeinrichtung für ein Ignorieren solcher Eingaben, die zum Überlappen
des oder der Zeitintervalle mit der Realzeit im Zeitpunkt der Eingabe
führen.
2. Zeitgeberschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Prüfeinrichtung zeitweilig solche Eingaben ignoriert, die zu einer
zeitlichen Überlappung führen würden, und mindestens ein Zeitpunkt derart
geändert wird, daß keine Überlappung auftritt.
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