DE3003613C2 - - Google Patents
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- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F3/00—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices
- E05F3/20—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices in hinges
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05D—HINGES OR SUSPENSION DEVICES FOR DOORS, WINDOWS OR WINGS
- E05D11/00—Additional features or accessories of hinges
- E05D11/08—Friction devices between relatively-movable hinge parts
- E05D11/082—Friction devices between relatively-movable hinge parts with substantially radial friction, e.g. cylindrical friction surfaces
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F3/00—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Hinge Accessories (AREA)
- Hinges (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungsscharnier
vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Diese Art von Reibungsscharniervorrichtungen zum
gelenkigen Anbringen transparenter Kunststoffdeckel an
Zargen von Plattenspielern ist bekannt. Als Nachteil der
bekannten Reibungsscharniervorrichtung wird betrachtet,
daß in den Reibungsscharnieren relativ große Reibungs
kräfte erzeugt werden müssen, damit der Deckel auch in der
ungünstigsten Lage geöffnet bleibt.
Aus der DE-GmS 78 17 400 ist eine Reibungsscharniervorrichtung
bekannt, bei der die Reibungscharakteristik
verändert wird durch den Einsatz von in Achsrichtung des
Scharnieres wirkenden Scheiben, die
gegebenenfalls Flanken mit konvexen Teilen haben und
aufgrund ihrer Gestaltung mit konvexen Teilen bevorzugte
Öffnungswinkel oder nur eine stärkere oder schwächere
Klemmung vorgeben. Neben der Wirkung der konvexen Teile soll für den
Deckel ein Gewichtsausgleichsmittel
der Kraft der Schraubenfeder zustande kommen. Das Zustandekommen eines
Gewichtsausgleiches ist auch von der Axialpressung der Scheiben
abhängig und nicht näher erläutert.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Reibungsscharnier
vorrichtung zu schaffen, mittels der ein aufgeschwenkter
Deckel in jeder Schräglage und auch bei Stoßbelastungen
sicher gegen Herabfallen gehalten bleibt trotz eines
verhältnismäßig geringen Kraftaufwandes beim Verschwenken.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1.
Bei einem derartigen Aufbau reichen geringe Bedienungs
kräfte zum Öffnen und Schließen des Deckels aus. Dies wird
möglich durch eine richtige Auswahl von Reibungsmoment und
Ausgleichsmoment.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß
- - der Scharnierstift mit einer sich quer zur Scharnier achse erstreckenden Öffnung versehen ist,
- - das erste freie Ende der Drahtfeder in die Öffnung in dem Scharnierstift aufgenommen ist und
- - das zweite freie Ende sich in einem gewissen Abstand vom Scharnierstift befindet und zum Übertragen von Feder kräften in beiden Drehrichtung gehalten ist.
Dadurch ist ein gedrängter Bau der Reibungsscharnier
vorrichtung möglich, so daß die äußeren Abmessungen der
Vorrichtung nicht größer zu sein brauchen als die der
bereits genannten bekannten Reibungsscharniervorrichtung.
Das zweite freie Ende der Feder kann sich an dem der Zarge
zugewandten Schenkel des Reibungselementes oder an der
Zarge abstützen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß
- - die genannte Öffnung im Scharnierstift aus einem sich von dem freien Ende des Scharnierstiftes und quer zum Stiftquerschnitt erstreckenden Schlitz besteht mit einer Breite, die etwa dem Durchmesser der Drahtfeder entspricht, und
- - das Reibungselement eine Ausnehmung in der Nähe der Verbindung der beiden Schenkel aufweist für das Aufnehmen der Drahtfeder und zum Vermeiden einer axialen Verschiebung derselben.
An sich ist es aus der DE-OS 20 57 000 bekannt, bei einem
Klemmreibungsgelenk das Ende einer Feder in einem sich
quer zur Scharnierachse erstreckenden Schlitz zu lagern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es
zeigt:
Fig. 1 eine schaubildliche Rückansicht eines Platten
spielers mit einem transparenten Kunststoffdeckel, der
mittels zweier Reibungsscharniervorrichtungen nach der
Erfindung mit einer Zarge verbunden ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Plattenspielers
nach Fig. 1, und zwar gesehen in Richtung der Pfeile II-II
in Fig. 1,
Fig. 3 eine Explosionsansicht einer Reibungs
scharniervorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung,
die zeigt, welche Kräfte und Momente auf den Deckel des
Plattenspielers nach Fig. 1 einwirken,
Fig. 5 eine graphische Darstellung der
von einer bedienenden Person auszuübenden Momente zum
Öffnen und Schließen des Deckels mit und ohne Anwendung
der Erfindung.
Der Plattenspieler nach Fig. 1 enthält
eine Zarge 1, auf der ein Plattenteller 2 gelagert ist.
Auf der Zarge ist mit Hilfe zweier Reibungsscharniervor
richtungen 4 ein transparenter Kunststoffdeckel 3 gelenkig
angeordnet.
Die Reibungsscharniervorrichtung 4 umfaßt,
siehe insbesondere Fig. 3, ein zwischen einer ersten Lage,
entsprechend der geschlossenen Lage des Deckels 3, und
einer zweiten Lage, entsprechend der geöffneten Lage des
Deckels 3, um eine Scharnierachse 5 bewegliches Scharnier
element 6. Dieses Scharnierelement enthält einen zylinder
förmigen Teil, der als Scharnierstift 7 wirksam ist und
einen Verbindungsteil in Form eines Verbindungsstiftes 8
für den Deckel. Auch ist ein aus Kunststoff, beispielsweise
aus Polyazetal, hergestelltes Reibungselement 9 vorhanden,
dar die Form eines nahezu streifenförmigen Teils aufweist,
der gefaltet ist und auf diese Weise zwei in der Nähe einer
Falte 10 miteinander verbundene und nahezu streifenförmige
Schenkel 11a und 11b aufweist, wobei die beiden Schenkel
sich im wesentlichen parallel in gewissem Abstand voneinander
erstrecken. In der Nähe der Falte sind in den Schenkeln
Ausnehmungen 12 zum Aufnehmen des Scharnierstiftes 7 vorge
sehen. Zum gegeneinander Drücken der Schenkel 11a und 11b
des Reibungselementes und zum auf diese Weise zwischen den
Schenkeln Klemmen des Scharnierstiftes 7 sind Klemmelemente
in Form zweier Bolzen 13 und Muttern 14 vorhanden. Die
Bolzen werden durch Öffnungen 15 in den Schenkeln 11a und
11b gesteckt und dienen außer zum Gegeneinanderdrücken der
Schenkel zugleich zum Befestigen des Reibungselementes 9
an der Zarge 1 des Plattenspielers. Die Reibungsscharnier
vorrichtung umfaßt weiterhin die Federmittel 16 zum
federnden Belasten des Scharnierelementes 6 in einer Rich
tung zur geöffneten Lage des Deckels entsprechend der
zweiten Lage zum teilweisen Ausgleich der auf den Deckel
einwirkenden Schwerkraft.
Die Federmittel 16 bestehen aus einem
schraubenlinienförmig um einen Teil des Scharnierstiftes
7 gewickelten Draht mit einem ersten freien Ende 17 und
einem zweiten freien Ende 18. Der Scharnierstift 7 ist mit
einer sich quer zur Scharnierachse 5 erstreckenden Öffnung
19 versehen. Das erste freie Ende 17 der Drahtfeder 16 ist
in die Öffnung 19 im Scharnierstift 7 aufgenommen und das
zweite freie Ende 18 befindet sich in gewissem Abstand vom
Scharnierstift 7 und dient zum Übertragen von Federkräften
auf die Zarge 1. Der Scharnierstift 7 hat über die ganze
Länge denselben Durchmesser und an der von dem Verbindungs
stift 8 abgewandten Seite ein freies Ende 20. Die genannte
Öffnung 19 des Scharnierstiftes besteht aus einem sich von
dem freien Ende 20 des Scharnierstiftes 7 quer zur Scharnier
achse 5 erstreckenden Schlitz 19 mit einer Breite, abge
sehen von gewissem Spielraum, nahezu entsprechend dem Durch
messer des Drahtes, aus dem die Drahtfeder 16 hergestellt
ist. In der Nähe der Falte 10 ist das Reibungselement 9 mit
einer Ausnehmung 21 zum Aufnehmen der Drahtfeder und zur
Vermeidung einer axialen Verschiebung derselben versehen.
Die Anordnung der Reibungsscharniervorrichtung kann dadurch
erfolgen, daß zunächst die Drahtfeder 16 in die Ausnehmung
21 gebracht wird, daß daraufhin der Scharnierstift 7 in
Richtung der Scharnierachse 5 zwischen die Schenkel 11a und
11b des Reibungselementes 9 gesteckt und zum Schluß die
Drahtfeder 16 auf den Scharnierstift 7 geschoben wird,
wobei das erste freie Ende 17 der Drahtfeder in den Schlitz
19 des Scharnierstiftes geschoben wird.
In Fig. 3 ist die Drahtfeder 16 in nicht
vorgespannter Lage dargestellt. Die gegenseitige räumliche
Beziehung der beiden Enden 17 und 18 entspricht dabei nicht
derjenigen, die in der Lage nach Fig. 2 auftritt. Das freie
Ende 18, das zum Übertragen von Federkräften auf die Zarge 1
dient, stutzt sich, abhängig von der Lage des Deckels 3,
entweder an dem Schenkel 11a oder an der Zarge 1 ab.
Die wichtige Verringerung der erforderlichen
Kräfte zum Öffnen und Schließen des Deckels 3 durch Ver
wendung der erfindungsgemäßen Reibungsscharniervorrichtung
wird an Hand der Fig. 4 und 5 erläutert. Fig. 4 zeigt auf
schematische Weise in Seitenansicht abermals den Platten
spieler nach Fig. 1. Die am Deckel 3 infolge dessen Gewich
tes angreifende Schwerkraft G greift im Schwerpunkt Z an.
Die Kraft G kann in eine Kraft G cosα senkrecht zur Ober- und
Unterseite des Deckels 3 und eine Kraft G sind α in
einer Richtung senkrecht dazu zerlegt werden. In der Figur
ist angegeben, daß der Winkel α in geschlossener Lage
des Deckels 0° beträgt und in geöffneter Lage 90°. Der Be
nutzer kann zum Öffnen des Deckels auf die Vorderseite des
selben eine Kraft K ausüben, die als positiv bezeichnet
wird, wenn die Kraft in einer derartigen Richtung wirkt,
daß ein Moment auf den Deckel in Gegenrichtung zum Uhrzeiger
sinn als positiv betrachtet wird und in der entgegengesetz
ten Richtung als negativ. Dies ist durch ein + und ein -
auf beiden Seiten des Buchstabens K angegeben. Zugleich ist
in der Zeichnung die Breite W des Deckels zwischen der
Vorderseite und der Rückseite angegeben. Alle Momente M
werden in einer Richtung im Uhrzeigergegensinn positiv und
in der anderen Richtung als negativ bezeichnet. Die beiden
Achsen für α = 0° und α = 90° schneiden sich im Punkt A.
Bei einem üblichen Plattenspieler kann die Masse des Deckels
3 beispielsweise 750 g betragen. Die Kraft G beträgt dann
7,5 Newton. Das Maß W kann beispielsweise 33 cm bzw. 0,33 m
betragen.
In Fig. 5 ist ein Achsensystem angegeben,
wobei auf der horizontalen Achse der Winkel α in Grad
zwischen 0° und 90° aufgetragen ist und auf der vertikalen
Achse eine Skaleneinteilung mit Einheit Nm, so daß auf
der vertikalen Achse Momente angegeben werden können. Das
Moment, das durch die Kraft G auf den Deckel um den Punkt A
ausgeübt wird, beträgt G · cos α · ½ W=1,24 cos α [Nm].
Die Kurve I in Fig. 5 zeigt das Moment, das auf den Deckel 3
ausgeübt werden muß, um den Deckel zu öffnen wenn aus
schließlich die Schwerkraft G auf den Deckel wirkt. Dieses
Moment ändert sich zwischen 1,24 Nm bei geschlossenem Deckel
und 0 Nm bei völlig geöffnetem Deckel. Bei Verwendung einer
Reibungsscharniervorrichtung der bereits beschriebenen
bekannten Art, also ohne Federmittel, wird das zum Öffnen
des Deckels erforderliche Moment um ein Reibungsmoment,
das in den Reibungsscharnieren erzeugt wird, vergrößert.
Wird davon ausgegangen, daß das Reibungsmoment derart
groß sein soll, dar unter keinen Umständen der Deckel 3
unter dem Einfluß der Kraft G herunterfallen kann, müßte
beim Schließen des Deckels, auch wenn dieser sich in der
Lage α = 0° befindet, noch immer ein kleines negatives
Moment ausgeübt werden. Dies bedeutet, daß das Reibungs
moment, erzeugt in den Reibungsscharniervorrichtungen,
größer sein muß als 1,24 Nm, beispielsweise 1,34 Nm.
Die zum Öffnen und Schließen des Deckels erforderlichen Momente sind
in Fig. 5 durch die Kurven IIa-IIb angegeben. Zu bemerken
ist, daß das beim Bewegen des Deckels auftretende Reibungs
moment in Absolutwert von dem Öffnungswinkel α unabhängig
ist und bei Umkehrung der Bewegungsrichtung des Deckels
das Vorzeichen ändert. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, nimmt
das erforderliche maximale Moment zum Öffnen des Deckels
von 1,24 Mm bis 2,58 Nm zu. Zum Schließen des Deckels ist
ein in negativer Richtung wirkendes Sehließmoment, vari
ierend von -1,34 Nm bis -0,1 Nm erforderlich. In Fig. 5
ist durch Pfeile angegeben, in welcher Richtung die Kurven
IIa und IIb beim Öffnen bzw. Schließen des Deckels 3 durch
laufen werden.
Die Federmittel der erfindungsgemäßen
Reibungsscharniervorrichtung können leicht eine lineare
Kennlinie erhalten d. h. eine derartige Kennlinie, daß
die Größe des durch die Federn ausgeübten Momentes mit
dem Winkel α linear variiert. In Fig. 5 ist angegeben, auf
welche Weise eine Federkennlinie gewählt werden
kann. Durch die Punkte B und C an den Enden der Kennlinie
I ist die gerade strichpunktierte Linie l gezogen. Eine
gerade Linie III ist derart parallel zu der Linie l ge
zogen, daß die Abstände zwischen den Enden D und E dieser
Linie von den Punkten B bzw. C der Linie l dem größten
Abstand zwischen der Linie III und dem darunter liegenden
Teil der Kennlinie I entspricht. Die Kurve III stellt die
Kennlinie des durch die Federelemente der Reibungsschar
niervorrichtungen auf den Deckel ausgeübten Momentes dar.
Die Kurve IV ist die Differenz zwischen der Kurve I und
der Linie III und stellt auf graphische Weise das Moment
dar, das zum Öffnen des Deckels beim Vorhandensein der
genannten Federmittel aber beim Fehlen von Reibungsmomenten
auf den Deckel 3 ausgeübt werden muß. Durch die obengenannte
Wahl der Lage der geraden Linie III ist erreicht worden,
dar die Kurve IV ein Minimum hat, das gleich weit unter
halb der α-Achse liegt wie die beiden Randmaxima an der
Stelle von 0° und 90° oberhalb der α-Achse. Zum Öffnen
des Deckels muß zwischen α = 0° und einem Winkel α1 ein
positives Moment ausgeübt werden, wonach zwischen α1 und
α2 der Deckel "gebremst" werden muß, also ein negatives
Moment ausgeübt werden muß. Beim Erreichen von α2 ist
eine mehr im Bereich der geöffneten Lage des Deckels lie
gende Zwischenlage erreicht, wobei das Moment wieder gleich
0 geworden, wonach wieder ein positives Moment bis die Lage
α = 90° erreicht ist, ausgeübt werden muß. Wird auch in
diesem Fall die Anforderung gestellt, daß ein derartiges
Reibungsmoment durch die Reibungselemente ausgeübt werden
muß, daß beim Öffnen des Deckels auf den Deckel ein posi
tives Moment von minimal 0,1 Nm ausgeübt werden muß, so
entsteht eine Kurve Va zum Öffnen des Deckels und eine Kurve
Vb zum Schließen desselben. Die Kurve Va hat ein Maximum
von 0,62 Nm und die Kurve Vb ein Minimum von -0,62 Nm.
Außer der Tatsache, daß diese Werte wesentlich kleiner
sind als die Werte, die bei den Kurven IIa und IIb auftreten,
sind die nun auftretenden Werte symmetrisch. Wie Fig. 5
zeigt, ist durch Anwendung der Erfindung eine Verringerung
des beim Öffnen des Deckels auszuübenden maximalen Momentes
um einen Faktor 4 erreicht worden. Es dürfte einleuchten,
daß die erfindungsgemäße Reibungsscharniervorrichtung
außer bei Plattenspielern auch bei anderen Geräten und
Vorrichtungen, wie bei Magnetbandgeräten, Küchenherden,
Möbeln usw. verwendet werden kann.
Claims (3)
1. Reibungsscharniervorrichtung (4) zum gelenkigen mit
einander Verbinden eines Deckels (3) mit einer Zarge (1),
beispielsweise eines Plattenspielers, wobei der Deckel
zwischen einer geschlossenen Lage und einer geöffneten
Lage um eine horizontale Scharnierachse gegenüber der
Zarge drehbar ist und in jeder Lage zwischen der
geschlossenen Lage und der geöffneten Lage durch
Reibungskräfte festgehalten werden kann, welche Kräfte der
auf den Deckel einwirkenden Schwerkraft entgegenwirken,
mit:
- - einem zwischen einer der geschlossenen Lage des Deckels (3) entsprechenden und einer der geöffneten Lage des Deckels entsprechenden Lage um die Scharnierachse (5) drehbaren Scharnierelement (6) mit Scharnierstift (7) und einem Verbindungsteil (8) zum Verbinden mit dem Deckel (3),
- - einem Kunststoffreibungselement (9) mit zwei Schenkeln (IIa, IIb), die sich im wesentlichen parallel zueinander erstrecken und die in der Nähe der gegen seitigen Verbindung (10) Ausnehmungen aufweisen für das Aufnehmen des Scharnierstiftes (7), sowie
- - Klemmelementen (13, 14) zum Zusammenklemmen der Schenkel (IIa, IIb) und Klemmen des Scharnierstiftes (7) zur Erzeugung des Reibungsmomentes, dadurch gekennzeichnet, daß Federmittel (16) vorgesehen sind zum Ausüben eines federnden Ausgleichmomentes auf das Scharnierelement (6) zum teilweisen Ausgleichen der auf den Deckel einwirkenden Schwerkraft, wobei das Ausgleich moment bei einer zwischen der geschlossenen und der geöffneten Lage des Deckels liegenden Zwischenlage des Deckels (3) einen Wert gleich Null aufweist und zwischen der genannten Zwischenlage und der geöffneten Lage des Deckels auf das Scharnierelement (6) in Richtung der geschlossenen Lage des Deckels einwirkt, und daß das Reibungsmoment so bemessen ist, daß dennoch von der geschlossenen Lage bis zur geöffneten Lage zum Öffnen des Deckels ein Moment in Richtung der geöffneten Lage erforderlich ist und zum Schließen des Deckels ein Moment in Richtung der geschlossenen Lage erforderlich ist.
2. Reibungsscharniervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die
Federmittel (16) aus einer schraubenlinienförmig um einen
Teil des Scharnierstiftes (7) gewickelten Drahtfeder mit
einem ersten freien Ende (17) und einem zweiten freien
Ende (18) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Scharnierstift mit einer sich quer zur Scharnier achse (5) erstreckenden Öffnung (19) versehen ist,
- - das erste freie Ende (17) der Drahtfeder (16) in die Öffnung (19) in dem Scharnierstift (7) aufgenommen ist und
- - das zweite freie Ende (18) sich in einem gewissen Abstand vom Scharnierstift (7) befindet und zum Übertragen von Federkräften in beiden Drehrichtungen gehalten ist.
3. Reibungsscharniervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die genannte Öffnung im Scharnierstift aus einem sich von dem freien Ende (20) des Scharnierstiftes (7) und quer zum Stiftquerschnitt erstreckenden Schlitz (19) besteht mit einer Breite, die etwa dem Durchmesser des Federdrahtes der Drahtfeder (16) entspricht, und
- - das Reibungselement (9) eine Ausnehmung (21) in der Nähe der Verbindung (10) der beiden Schenkel (IIa, IIb) aufweist für das Aufnehmen der Drahtfeder (16) und zum Vermeiden einer axialen Verschiebung derselben.
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