DE3002930A1 - Gasentladungsanzeigevorrichtung - Google Patents
GasentladungsanzeigevorrichtungInfo
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Description
-ι-
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA gQ ρ 7 50
Gasentladungsanzeigevorrlchtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gasentladungsanzeigevorrichtung
mit einem Gasentladungsraum, der durch eine Lochmatrix mit in Zeilen und Spalten angeordneten
Steuerelektroden von einem Elektronenbeschleunigungsraum
getrennt ist, der durch einen Bildschirm abgeschlossen ist.
Eine bekannte Gasentladungsanzeigevorrichtung enthält eine Matrix aus Gasentladungszellen, denen in Zeilen
angeordnete Hilfsanoden und in Spalten angeordnete Steuerelektroden zugeordnet sind. Die Gasentladung
erfolgt in einem Gasentladungsraum zwischen einer
Kathode und den Hilfsanoden. Zwischen den Steuerelektroden und der Anode in einem Elektronenbeschleunigungsraum
werden die Elektronen durch eine angelegte Hochspannung beschleunigt. Die aus einer Isolierstoff platte
gebildete Lochmatrix teilt die gemeinsame Entladungsstrecke in einen Hilfsentladungsraum mit verhältnismäßig
großer Länge zum Betrieb mit niedriger Spannung für den Gasentladungsstrom und einen zweiten Raum mit kurzer
Weglänge und hoher Feldstärke zur Elektronenbeschleunigung. Die aus Isolierstoff bestehende Lochmatrix dient
als Träger für die den Zeilen der Matrix zugeordneten Hilfsanoden. Gegebenenfalls können auf der gegenüberliegenden
Flachseite der Matrix die Steuerelektroden
zur Helligkeitssteuerung angeordnet sein. Die in der zeilenweise gesteuerten Hilfs-Glimmentladung entstehenden
und zur Hilfsanode hin bewegten Elektroden werden in der nachgeschalteten Entladungsstrecke hoher Feldstärke
durch die entsprechend aufgeteilte Steuerelek-
Kin 2 Koe / 21.1.1980
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—^- VPA 80PZSOS-O^
trode punktweise gesteuert auf die Anode beschleunigt
und abgebildet (DE-OS 24 12 869).
Die Energie eines Elektrons in der Glimmentladung liegt
zwischen einigen Elektronenvolt (eV) und der vollen Brennspannung der Entladung, die im allgemeinen einige
hundert eV beträgt. Die Helligkeitssteuerung erfolgt durch das Anlegen einer negativen Spannung an die
Steuerelektrode. Alle Elektronen mit einer höheren Energie als die Steuerspannung können unbehindert in
den Hochspannungsraum hineintreten und werden dort beschleunigt. Die Anzahl der schnellen Elektronen ist
um so geringer, je mehr Stöße zwischen Elektronen und
Gasmolekülen stattfinden. Deshalb sind der Abstand zwischen den Hilfsanoden und dem negativen Glimmlicht,
die Art des verwendeten Füllgases und der Gasdruck die wichtigsten Kenngrößen, welche die Elektronenenergieverteilung
beeinflussen. Durch den Abstand zwischen den Hilfsanoden und dem negativen Glimmlicht und den Gasdruck
kann die Anzahl der Stöße erhöht werden; dagegen hängt die Effektivität der Stöße wesentlich ab von den
Stoßquerschnitten des Gases.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kontrastwirkung
des Bildschirmes zu erhöhen. Es sollen somit möglichst alle in den Beschleunigungsraum eintretenden
Elektronen für die Bildwirkung nutzbar gemacht werden und zugleich soll die Spannungsfestigkeit im Beschleunigungsraum
wenigstens nicht wesentlich vermindert werden. 30
Mit Molekülgasen, wie Wasserstoff und Stickstoff, als Füllgas, erhält man zwar ein hohes Kontrastverhältnis
von mehr als 100:1, diese Gase haben jedoch bei dem im Beschleunigungsraum herrschenden Gasdruck und dem
geringen Elektrodenabstand nur eine verhältnismäßig geringe Spannungsfestigkeit. Die mit diesen Gasen
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-_3_- VPA 8OP 7 50 8
erreichbare Beschleunigungsspannung und somit auch die Spitzenhelligkeit sind dementsprechend begrenzt. Diese
Gase sind außerdem reaktiv und können deshalb die Langzeitstabilität der Entladung oder die Lebensdauer der
an der Anode verwendeten Phosphore beeinträchtigen. Edelgase sind zwar nicht reaktiv, sie haben jedoch ±m
allgemeinen ebenfalls eine verhältnismäßig geringe Spannungsfestigkeit. Dagegen hat Helium eine hohe
Spannungsfestigkeit, aber niedrige Stoßquerschnitte. Deshalb erhält man mit Helium als Füllgas nur ein
Kontrastverhältnis, das 10:1 nicht wesentlich überschreitet.
Eine bekannte Gasentladungsanzeigevorrichtung enthält eine Gaskammer zwischen einem Paar gegenüberliegender
dielektrischer Ladungsspeicherteile mit Steuerelektroden, die derart angeordnet sind, daß ihre Kreuzungspunkte jeweils einen diskreten Entladungsraum bilden.
Die Gasfüllung enthält ein ionisiertes Gas, dem ein sogenanntes Puffergas zugesetzt ist, das beispielsweise
aus Neon oder auch aus Helium besteht, dessen Anteil auf etwa 50 Atom-9o beschränkt ist, um einen ungünstigen
Einfluß auf die Änderung der Helligkeit auszuschließen. Der Heliumzusatz erfolgt zur Verminderung der angelegten
Spannung, die erforderlich ist, um eine gezündete Gasentladung aufrechtzuerhalten, und außerdem zur
Erhöhung der Speichergrenze der Anordnung (DE-OS 2 246 344).
In einer weiteren bekannten Gasentladungs-Anzeigetafel
mit einem Gasgemisch als ionisierbares Füllgas, dem bis zu 0,5 Atom-# Xenon zugesetzt ist, kann als Puffergas
bis zu 70 Atom-96 Helium zugesetzt werden, um die Zündspannung
für die Gasentladung herabzusetzen (DE-AS 22 48 375).
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- ·±— VPA 80 P 7 5 0 8
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch die Verwendung eines Gasgemisches als ionisierbares Füllgas
für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit einer Gasentladungsstrecke, die von einer Elektronenbeschleunigungsstrecke
getrennt ist, eine hohe Spannungsfestigkeit und dadurch eine hohe Helligkeit und zugleich
ein gutes Kontrastverhältnis in dem flachen Bildschirm zu erhalten.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß der Verlauf der Paschenkurve von Helium trotz Beimischung von
anderen Edel- oder Molekülgasen bis zu etwa 10 % nicht wesentlich vermindert wird. Obwohl das Zusatzgas keinen
großen Einfluß auf die Spannungsfestigkeit der Einrichtung ausübt, wird die Energieverteilung der Elektronen
in der Glimmentladung durch den Zusatz stark beeinflußt. Die Erfindung.besteht somit darin, daß als Füllgas
Helium, dem ein Anteil von 0,1 bis 10 % wenigstens eines der Gase Argon Ar, Krypton Kr, Xenon Xe, Stickstoff
N2 oder Kohlendioxid CO2 beigemischt ist, mit
einem Gesamtdruck von 0,5 bis 5 m bar verwendet wird. Mt dieser Gaszusammensetzung erfolgt die Gasentladung
in einem Gebiet der Kennlinie, die sich nach links an das Minimum der Paschenkurve anschließt. In diesem
Gebiet der Gasentladung erhält man bei hoher Spannungsfestigkeit ein gutes Kontrastverhalten der Anzeigevorrichtung
.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der die Zündspannung für
eine Glimmentladung verschiedener Gase in Abhängigkeit von dem Produkt aus Gasdruck und Elektrodenabstand in
einem Diagramm veranschaulicht ist.
Das Diagramm zeigt die Paschenkurven für Helium He, Wasserstoff H2, Stickstoff N2 und Xenon Xe sowie
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—*>— VPA 8OP 7 50 8
Argon Ar. Es hat sich gezeigt, daß beispielsweise bei Helium He als Füllgas ein Zusatz bis zu etwa 3 Vol.-%
eines der anderen Gase die dargestellte Zündkennlinie praktisch nicht ändert. Wird dem Helium ein Anteil von
beispielsweise 5 Vol.-% Argon Ar zugesetzt, so erhält man an der Glimmentladungsstrecke mit ihrem verhältnismäßig
großen Elektrodenabstand von beispielsweise 20 mm und einem Produkt aus Gasdruck ρ und Elektrodenabstand d
von 3*10° im Minimum der Paschenkurve eine entsprechend niedrige Zündspannung und zugleich an der Elektronenbeschleunigungsstrecke
mit einem geringen Elektrodenabstand von beispielsweise 1 mm und einem Produkt p«d von
beispielsweise 1,5-1O- eine hohe Zündspannung von
wesentlich mehr als 10 kV und dementsprechend eine sehr hohe Spannungsfestigkeit der Vorrichtung. Zugleich wird
durch den Anteil des Zusatzgases das Hintergrundleuchten wesentlich vermindert und dadurch das Kontrastverhältnis
entsprechend verbessert.
1 Patentanspruch
1 Figur
1 Figur
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Claims (1)
- PatentanspruchVPA sopGasentladungsanzeigevorrichtung mit einer Gasentladungs strecke, die durch eine Lochmatrix mit Steuerelektroden von einer Elektronenbeschleunigungsstrecke getrennt ist, die durch einen Bildschirm abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllgas Helium He, dem ein Anteil von 0,1 bis 10 % wenigstens eines der Gase Argon Ar, Krypton Kr, Xenon Xe, Stickstoff N2 oder Kohlendioxid CO2 beigemischt ist, mit einem Gesamtdruck von 0,5 bis 5 m bar verwendet wird.1 30Q31 /0397
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