DE2508393A1 - Entladungs-anzeige-einrichtung (plasma-panel) - Google Patents
Entladungs-anzeige-einrichtung (plasma-panel)Info
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- H01J17/498—Display panels, e.g. with crossed electrodes, e.g. making use of direct current with a gas discharge space and a post acceleration space for electrons
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- Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT 8 Hünchen 2 26.FEB. 1975
Berlin und München Witteisbacherplatz 2
VPA 75 P 1022 BRD
Entladungs-Anzeige-Einrichtung (Plasma-Panel)
Bei einer im Hauptpatent beschriebenen Entladungs-Anzeige-Einrichtung
teilt eine Isolier-Lochmatrix den gemeinsamen Entladungsraum in einen Hilfsgasentladungsraum großer Entladungsstrecke
zum Betrieb mit niedriger Spannung und einen Elektroden-Beschleunigungsraum sehr kurzer Entladungsstrecke,
so daß mit hoher Spannung noch keine Gasentladung erfolgt und dient als Träger zumindest für die
entsprechend Zeilen aufgeteilte Hilfsanode, gegebenenfalls auch für die in dazu senkrechte Kolonnen aufgeteilte Steuerelektrode
auf der anderen Seite, während die Kathode und die Anode, insbesondere als Schirmelektrode, als gemeinsame
Elektroden entsprechend großflächig ausgebildet sind·
Durch Anheben des Potentials nacheinander einer der auf der Vorderseite der Isolier-Lochmatrix angeordneten Leiterbahnen
der Hilfsanode auf einige + 100 V, z.B. + 500 V gegenüber dem Kathodenpotential wird eine schmale, etwa
keilförmige Gasentladung zeilenweise über die gesamte Fläche der Isolier-Lochmatrix gezündet und weitergereicht (self
scan), und aus dieser Primär-Gas-Entladung von den auf der anderen Seite der Isolier-Lochmatrix kolonnenartig dazu
senkrecht angeordneten Leiterbahnen der Steuerelektrode bei genügend positivem Steuersignal (V) jeweils durch ein Loch
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hindurch bildpunktweise etwa gebündelt Elektronen herausgezogen, um anschließend in einer ohne Zündung
einer Gasentladung gemäß der bekannten Paschenkurve genügend kurzen Entladungsstrecke auf die z.B. als
Schirmelektrode ausgebildete Anode beschleunigt zu werden. Somit handelt es sich z.B. um eine Anordnung,
geeignet zur Wiedergabe von bewegten Bildern, gegebenenfalls auch in Farbe. Sie setzt dazu eine Information
voraus, die ähnlich wie das Video-Signal einer Bildröhre periodisch wiederholt wird, wobei sich
jedoch der Inhalt der Information auch ständig ändern kann. Sie' ist deshalb unter anderem auch für die Wiedergabe
von Grautönen geeignet, besitzt aber keine Speicherungsmöglichkeit .
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, bei der beschriebenen Einrichtung bei speziellen bestimmten Anwendungen
die Möglichkeit einer zusätzlichen Speicherung zu schaffen und damit auch größere Helligkeit zu
erreichen. Sie stellt somit eine vorteilhafte Abwandlung im Sinne einer Weiterbildung dar.
Es wird dabei von der Voraussetzung ausgegangen, daß es sich bei derartigen gespeicherten Bildern im wesentlichen
um einmalige, etwa aus einem Computer ausgegebene Schriftstücke, Zahlen oder Kurven handelt. Eine
Grauton-Wiedergabe ist dabei nicht notwendig und kann gegebenenfalls durch die Dichte der Bildpunkte bei
gleichmäßiger Punkthelligkeit ähnlich wie beim Zeitungsdruck erzielt werden. Auch die Möglichkeit, eine große
Farbskala darzustellen, ist hierbei von untergeordneter Bedeutung, obwohl einzelne wenige Farben von Interesse
sein können.
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Erreicht wird dies bei einer Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach Art eines Plasma-Panels, in der
innerhalb einer gasgefüllten, gasdichten Hülle als Elektrodensystemteile einer Primär-Gasentladungsstrecke
(Hilfs-, Steuerstrecke) eine der Bildpunktzahl (Anzeigeelemente) entsprechend regelmäßig gelochte
Isolier-Lochmatrix für eine Gasentladungszellen-Matrix als Träger zweier, den Entladungszellen
zugeordneter, aus z.B. in zeilen- bzw. kolonnen verlaufenden Metall-Leiterbahnen aufgeteilte Elektroden,
insbesondere Hilfsanode und Steuerelektrode, sowie eine gemeinsame F3ä chenkathode derart angeordnet sind, daß
aus der Gasentladung aus den einzelnen Löchern der Isolierlochmatrix gesteuert Elektronen austreten, nach
Patent ... ... nach der Erfindung dadurch, daß dazu die Elektronen in durch eine Isolier-Lochmatrix gleicher
Teilung aufgeteilte Gieichstrom-Gasentladungsstrecken eintreten und die einzelnen beschossenen Entladungszellen zum Zünden bringen. Dazu besteht in, vorteilhafter
Weise die der Primär-(Hilfs-, Steuer-) Entladungsstrecke unmittelbar nachgeschaltete Haupt-dc-Sntladungsstrecke
(Speicher-Gas-Entladungsstrecke) im wesentlichen auch aus einer analogen Isolier-Lochmatrix
gleicher Teilung, in deren Löcher (Lochzylinder) an der Stirn-Eingangsseite ein zusammenhängender, entsprechend
gelochter Metallbelag als gemeinsame Kathode der dc-Gasentladungsstrecke jeweils mit kurzen, an den
Löchern abgewinkelten Rändern hineinragt, während als Anode auf der auf der anderen Seite der Lochmatrix den
Entladungsraum abschließenden Frontglasplatte ange-
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brachte, über Leiterbahnen miteinander verbundene Metallringe in einer der Lochmatrix geometrisch
zugeordneten Anordnung jeweils in die einzelnen Entladungs-Lochzylinder hineinragen, und daß diese
parallelen Einzel-Entladungsstrecken einer speichernden Gasentladung dienen.
Somit werden abweichend von der im Hauptpatent beschriebenen Einrichtung die in der Primärentladung
erzeugten Elektronen nicht auf einer sehr kurzen Strecke auf einen Leuchtschirm beschleunigt, sondern
statt dessen in einen zweiten Gasraum, der die gleiche Zusammensetzung wie die der Primär-Gasentladungsstrecke
hat, d.h. also einen Teil des gemeinsamen Gesamtgasraumes bildet, eingeschossen. Durch
genügend großen Elektroden-Abstand in dieser hachgeschalteten
Hauptentladungsstrecke wird bewirkt, daß schon bei kleiner angelegter Spannung, von z.B. +200 +400
V in diesem Raum eine Gasentladung zündet, wenn ein ausreichend großer Elektronenstrom z.B. aus dem
Steuerraum eintritt. Dazu wird die Spannungsdifferenz an den Elektroden dieses in parallele Einzel-dc-Entladungsstrecken
aufgeteilten Entladungsraum es gerade so hoch eingestellt, daß eine Zündung ohne die aus
der Primär-Strecke eingeschossenen Elektronen gerade noch nicht stattfindet. Ist sie jedoch gezündet, dann
brennt sie so lange ununterbrochen weiter, bis sie wieder gezielt gelöscht wird. Da es sich dabei um eine
Gleichstrom-Dauerentladung handelt, läßt sich mit ihr eine sehr große Helligkeit erzielen, jedenfalls größer
als es bei den bisher auf dem Markt befindlichen speichernden Anzeigen der Fall ist, da diese bekanntermaßen
mit Wechselspannung als ac-Entladung derart betrieben
werden, daß die Leuchtdauer sich auf eine gegen
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die Periode sehr kurze Zeitspanne in der Nähe des Spannungswechsels beschränkt.
Aber auch die Verwendung von dc-Gasentladungen für Plasma-Panel sind z.B. aus der Arbeit von J. Smith,
IEEE Trans. Vol. ED-20, No.11, 1973, Seite 1103, bekannt, jedoch mit dem Unterschied derart, daß sie
sozusagen nur einstufig, d.h. für den Steuervorgang selbst benutzt werden. Gasentladungen haben bekanntermaßen
eine negative Charakteristik, was u.a. bedeutet, daß bei Plasma Panel bei jeder einzelnen
Gasentladungsstrecke ein gleichgroßer Vorwiderstand eingebaut sein muß, der jeweils den Entladungsstrom begrenzt.
Bei der aus der erwähnten Arbeit bekannten Anordnung sind als derartige Widerstände CrNi-Spiralen in den
Anodenleitungen vorgesehen. Im Hinblick auf die Herstellungstechnik einiger übriger Elektrodensystemteile,
z.B. durch Siebdrucktechnik, wird mit besonderem Vorteil eine zusammenhängende Widerstandsschicht,
aus z.B. Kohle oder aber einem anderen gebräuchlichen Widerstandsmaterial, wie z.B. CERMET,
nach üblicher Art aus der Gasphase derart auf der Frontglasplatte niedergeschlagen, daß diese eine
Widerstandsverbindung zwischen den Anodenringen und den Zuleitungs-Leiterbahnen bildet.
Zur Erhöhung der Helligkeit, vor allem aber bei Bedarf einer bestimmten Farbe für die Anzeige, wird mit
Vorteil zusätzlich Lumineszenz-Substanz auf der Frontglasplatte innerhalb der Anodenringe unmittelbar oder
auf den Widerstandsschichten und gegebenenfalls auch auf den Lochzylinderwandungen angebracht.
Nähere Einzelheiten der Erfindung sollen anhand des in
der Zeichnung rein schematisch dargestellten Aus-
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führungsbeispiels erläutert werden. Darin sind Teile,
die nicht unbedingt zum Verständnis der Erfindung beitragen, unbezeichnet oder fortgelassen.
In der Figur, in der schematisch perspektivisch die Elektrodenanordnung dargestellt ist, ist mit 1 eine
erste Isolierlochplatte, genannt Isolierlochmatrix (ILM), aus Quarz, Glas, Keramik oder einem Kunststoff
mit genügend niedrigem Dampfdruck bezeichnet, die eine Vielzahl regelmäßig angeordneter Löcher 2
enthält. Über diese Löcher hinweg führt die eine Sorte von Elektrodenelementen der Ansteuerungselektroden,
insbesondere in Form von aufgebrachten Leiterbahnen, z.B. als Hilfsanode 3, für die Zeilenelektroden.
Die betreffenden Leiterbänder bzw. -bahnen sind auf der Unterlage z.B. durch Drucken, Aufdampfen
oder Fototechnik aufgebracht. Bei jedem Loch 2 läuft das betreffende Leitungsband z.B. um die Öffnung
herum und wird dann wieder als schmales Leitungsband fortgesetzt. Auf der anderen Seite der Lochmatrix 1,
d.h. auf der unteren Seite sind in zu den Zeilenelektroden senkrecht verlaufende Kolonnen von Leiterbahnen
4 als die Einzelelemente der die Bildpunkte (Anzeigeelemente)betreffenden Steuerelektrode in
gleicher Weise aufgebracht. Hinzu kommt die massive Kathode 5 in einem für eine Glimmentladung genügend
großem Abstand von der Lochmatrix 1 als eine der beiden Elektroden der Primär- oder Steuer-Gasentladungstrecke
3-5.
Bei Ansteuerung einer einzigen Zeile durch Anheben des Potentials der zugehörigen Leiterbahn, z.B. um + 300 V
zündet eine Gasentladung nur zu dieser Zeile hin und
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bleibt zumindest dort brennen, da die anderen Zeilenelektroden freischwebendes Potential oder
Kathodenpotential haben. Aus diesem schmalen keilförmigen, zu der betreffenden Zeile hin führenden
Gasentladungsstreifen können nun die Leiterbahnen der Steuerelektrode 4 auf der anderen Seite der
Lochmatrix für die einzelnen Bildpunkte durch die einzelnen, dieser Zeile zugeordneten Löcher 2 der
Lochmatrix 1 nacheinander oder auch durch alle Löcher gleichzeitig hindurch - je nachdem, ob das Signal
direkt in zeitlicher Folge oder für die ganze Zeile gleichzeitig an die einzelnen Bildpunktleiterbahnen
gelegt wird - Elektronen herausziehen, wenn das betreffende angelegte Steuersignal V einen entsprechend
ausreichenden positiven ¥ert hat.
Bei Weiterschalten der Primär-Entladung auf die nächstfolgende Zeile (self scan) zündet diese dann,
indem durch die verbliebene Restisonisation aus der vorhergehenden Zeile, nachdem diese vorher erloschen
ist, deren Zündung erleichtert wird. Die Gasentladung wird somit gewissermaßen, insbesondere im Rhythmus
der Zeilenfrequenz, von Zeile zu Zeile über die gesamte Isolierlochmatrix 1 weitergereicht (self scan)
und bleibt jeweils allein auf die einzelne Gasentladungsstrecke begrenzt. Die auf der anderen Seite
der Isolierlochmatrix 1 angeordnete, ebenfalls kolonnenartig in Parallelelemente, also in Leiterbahnen
aufgeteilte Steuerelektrode 4 fungiert somit als Bildpunkt-Elektrode durch die Löcher hindurch,
indem sie den Stroin, der aus der Gasentladung austretenden Elektronen steuert, jedoch nicht hinsichtlich
ihrer Intensität. Bei genügend negativer Vorspannung dieser Steuerelektrode 4 gegen die Hilfs-
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anode 3 wird der Elektronenstrom gesperrt, d.h. daß die Steuerelektrode 4 den hindurchtretenden Elektronenstrom
nach Art eines gates steuert.
Die so aus der Primärentladungsstrecke von der Steuerelektrode gesteuert, also aus dem Steuerraum austretenden
Elektronen gelangen nun unmittelbar anschließend in eine nachgeschaltete Gasentladungsstrecke,
eine Gleichstrom-Gasentladungsstrecke, nämlich die Haupt-dc-Gasentladungsstrecke.
Dazu ist in geringem Abstand von der Lochmatrix 1 der Primärentladungsstrecke eine weitere analoge Lochmatrix
11 gleicher Teilung hinsichtlich der Löcher derart angeordnet, daß die Löcher oder besser Lochzylinder
12 Fortsetzungen der Löcher 2 der ersten Matrix 1 darstellen, d.h. mit diesen Löchern fluchten.
Auch diese Lochmatrix 11 bildet mit ihren Lochzylindern 12 die einzelnen parallelgeschalteten Entladungsräume
und dient außerdem als Träger für eine oder auch beide Elektroden. An ihrer Stirnseite, also
der Entladungseingangsseite ist gemeinsam als Kathode, nämlich als Hauptkathode ein zusammenhängender Belag
derart angeordnet, daß von ihm an den einzelnen Löchern kurze Ränder 23 hineinragen. Auf der anderen
Stirnseite der Lochmatrix ist eine Frontglasplatte 18, nämlich die den gesamten Gasentladungsraum abschließende
und der Betrachtung dienende Frontglasplatte 18 angeordnet. Auf der Frontglasplatte sind jeweils in die
einzelnen Lochzylinder hineinragende Metallringe 14 als Anoden angeordnet, die durch ein ebenfalls auf der
Frontglasplatte angebrachtes Kreuzgitter von Leiterbahnen (Leiternetz) 14 her Anodenpotential erhalten.
Somit gehören zu jeder Einzel-dc-Entladungsstrecke die
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beiden Elektroden 13 mit Rand 23 als Kathode und 14
als Anode.
Wegen der bekanntermaßen negativen Charakteristik der Gasentladungen muß jede einzelne Gasentladungsstrecke
einen gleichgroßen Vorwiderstand aufweisen, der nämlich den Entladungsstrom begrenzt; dies kann sowohl
kathodenseitig als auch anodenseitig erfolgen. Zu . diesem Zweck sind z.B. ebenfalls auf der Frontglasplatte
18 als Widerstand ausgebildete Zuleitungen 17 zwischen den Anodenringen 14 und den Metalleiterbahnen
16 vorgesehen. So ist z.B. zwischen den Anodenringen
und dem Gitter aus metallischen Leiterbahnen, die auf die Frontglasplatte 18, z.B. durch Siebdruck aufgedruckt
sind, eine zusammenhängende Widerstandsschicht
17 vorgesehen, die z.B. aus Kohle niedergeschlagen wird, und zwar nach bei der Widerstandsherstellung
üblicher Art aus der Gasphase. Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung von einem üblichen Widerstandsmaterial
entsprechend ZERICET, welches anstelle von Kohle ebenfalls in üblicher Weise aufgetragen wird.
Eine dritte Möglichkeit besteht in der Verwendung der in der eingangs genannten Veröffentlichung angegebenen
WiderstandsSpiralen aus einem Material mit größerer Leitfähigkeit, welches entweder aufgedampft oder aufgesputtert
wird. Die Anbringung dieser Widerstandsverbindungen darstellenden Widerstandseleinente erfolgt z.B.
also auf der Frontglasplatte 18 vor den Anbringen der einzelnen Anodenringe und auch der zugehörigen Leiterbahnen
16. Lumineszenz-Schirmsubstanz z.Bzur Erhöhung der Helligkeit oder aber zum Zweck einer Widergabe in
einer gewünschten Farbe oder gar mehreren Farben wird
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in Form kleiner Teilschirme 19 auf der Frontglasplatte 18, "bevorzugt innerhalb der Anodenringe 14
unmittelbar oder auf den Widerstandsschichten 17 und gegebenenfalls zusätzlich auch auf den Lochzylinderwandungen
12 angebracht.
Bei festem Elektrodenabstand von Kathode 13 und Anode 14 der Einzel-dc-Entladungsstrecken ist in Abhängigkeit
vom Gasdruck und Lochdurchmesser der Lochzylinder die Potentialdifferenz derart eingestellt,
daß eine Zündung gerade noch nicht erfolgt. Erst durch das Einschießen von Elektronen aus der Primärentladungsstrecke
durch die Steuerelektroden hindurch in den Einzel-dc-Entladungsraum erfolgt aufgrund der
eintretenden Ionisation eine Gleichstromdauerentladung, die ununterbrochen so lange weiter brennt, bis sie
wieder gezielt gelöscht wird. Die mit ihr erzielbare große Helligkeit wird lediglich jeweils durch die Begrenzungswiderstände
17 hinsichtlich der Entladungsstärke begrenzt. Ihre Helligkeit ist sehr viel größer
als entsprechende mit Wechselspannung betriebene, entsprechend bezeichnete ac-Entladungsstrecken, deren
Leuchtdauer sich auf eine gegen die Periode sehr kurze Zeitspanne in der Nähe des Spannungswechsels beschränkt.
Wichtig für die Ausbildung der Entladungscharakteristik der Einzel-dc-Strecke 13 - 14 ist der jeweils in die
einzelnen Lochzylinder 12 hineinragende Rand der zusammenhängenden Gesamt-Kathode 13. Vorteilhafterweise
wird dies erreicht beim Aufdampfen der zusammenhängenden Kathodenschicht durch eine regelmäßige Schwenkbewegung
beim Rotieren der Lochmatrix. Im Betrieb wird das Potential der Kathode 13 um etwa 40 V negativer als
das der Steuerelektrode 4 der Primärentladungsstrecke ge-
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wählt, damit bei Variation der Potentiale an der Steuerelektrode 4 die Entladung weiterhin zwischen
den Elektroden 13 und 14 brennt und nicht etwa auf die Steuerelektrode 4 überspringt, da diese
Elektrode für die Variation der Steuerspannung unbedingt unbelastet bleiben muß. Dazu ist weiter erforderlich,
daß das Potential an der Steuerelektrode zur Sperrung der Elektronen aus der Primär-Gasentladung
nicht negativer als das der Hauptkathode wird.
Bei der Verwendung einer Gleichstrom-Gasentladung zum Zweck einer speichernden Anzeigeeinrichtung ist
es unbedingt wichtig, daß die dc-Gasentladungsstrecke punktweise gelöscht werden kann, z.B. zum Zwecke der
Korrektur eines falsch eingegebenen Buchstabens. In der Hauptgasentladungsstrecke 13-14 werden nämlich an
den Rändern 23 der Kathode 13 ständig durch Ionenaufprall Elektronen ausgelöst, die auf die Anode 14 beschleunigt
ständig im einzelnen Entladungsraum 12 eine Ionisation verursachen. Zum Löschen der Einzelentladungsstrecke
ist es somit notwendig zu vermeiden, daß die ausgelösten Elektronen ständig wieder zurück
in den Entladungsraum 13-14 hineingelangen. Die individuelle Löschung einer Einzelgasentladung wird somit
bereits von der Primärentladungsstrecke her dadurch eingeleitet, daß an die betreffende Zeilenleiterbahn
der Hilfsanode 3 ein erhöhtes positives Potential höher als beim Zünden der Primärentladungsstrecke
5-3 und an die betreffenden Kolonnen-Leiterbahnen der Steuerelektrode 4 ein gegenüber der Hilfsanode
3 bis auf etwa Null Volt gegenüber der Hauptkathode erniedrigtes Potential gelegt wird. Dadurch werden
die an der Hauptkathode 13 durch Ionenaufprall ausgelösten Elektronen zur Primär-Entladungsstrecke 5 -
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abgezogen, so daß die Einzel-dc-Gasentladungsstrecken
sich wieder im ungezündeten Zustand befinden und verbleiben. Der Durchgriff durch die einzelne
Steueröffnung 4 erzeugt an der Haupt-Kathode 13 ein starkes elektrisches Feld, welches Elektronen von
der Kathode 13, an der diese durch Ionenaufprall entstehen, wegziegt. Somit fehlen dieser dc-Entladungsstrecke
zwischen den Elektroden 13 und 14 die notwendigen Ladungsträger, so daß die Entladung punktweise
erlischt.
10 Patentansprüche
1 Figur
1 Figur
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Claims (1)
- 2508333PatentansprücheV1,: Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach Art eines Plasmapanels in der innerhalb einer gasgefüllten, gasdichten Hülle als Elektrodensystemteile einer Primär-Gasentladungsstrecke (Hilfs-, Steuerstrecke) eine der Bildpunktzahl (Anzeigeelemente) entsprechend regelmäßig gelochte Isolier-Lochmatrix als Träger zweier, den Entladungszellen zugeordneter, aus z.B. in zeilen- bzw. kolonnenverlaufende Metall-Leiterbahnen aufgeteilte Elektroden, insbesondere Hilfsanode und Steuerelektrode, sowie eine gemeinsame Flächenkathode derart angeordnet sind, daß aus der Gasentladung aus den einzelnen Löchern der Isolierlochmatrix gesteuertElektronen austreten nach Patent (VPA74/1039), dadurch gekennzeichn e t, daß die Elektronen in durch eine Isolier-Lochmatrix (11) gleicher Teilung aufgeteilte Gleichstrom-Gasentladungsstrecken (13 - 14) eintreten und die einzelnen beschossenen Entladungs zellen zum Zünden bringen.2. Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Primär- (Hilfs-, Steuer-) Entladungssmecke (5-3) unmittelbar nachgeschaltete Haupt-dc-Entladungsstrecke (Speicher-Gas-Entladungsstrecke) ( 13 - 14) im wesentlichen auch aus einer analogen Isolier-Lochmatrix (11) gleicherVPA 9/170/5004 - 14 -B09837/04S0Teilung besteht, in deren Löcher (Lochzylinder)hängender, entsprechend gelochter Metallbelag (13) als gemeinsame Kathode der dc-Gasentladungsstrecke (13 - 14) jeweils mit kurzen, an den Löchern abgewickelten Rändern (23) hineinragt, während als Anode auf der, auf der anderen Seite der Lochmatrix (11) den Entladungsraum abschließenden Frontglasplatte (18) angebrachte, über Leiterbahnen (16) miteinander verbundene Metallringe (14) in einer der Lochmatrix geo metrisch zugeordneten Anordnung jeweils in die einzelnen Entladungs-Lochzylinder (12) hineinragen, und daß diese parallelen Einzel-Entladungsstrecken einer speichernden Gleichstrom-Gasentladung dienen.Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolier-Lochmatrizen (1, 11) beider Entladungsstrecken (5-3; 13 - 14) aus Glas, Keramik oder einem Kunststoff genügend niedrigen Dampfdrucks bestehen und hinsichtlich ihrer Löcher (Loch-Zylinder) (2, 12) derart analog aufgebaut und angeordnet sind, daß die einander zugeordneten Löcher (2, 12) verschiedener Isolierlochmatrizen, d.h. der beiden hintereinander angeordneten Entladungsstrecken, gemeinsame Achsen haben.VPA 9/170/5004- 15 -4. Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der die gemeinsame Haupt-Kathode (13) bildende, derart unter Schwenkbewegungen durch Aufdampfen, sputtering oder dergleichen an der einen Stirnseite der Isolierlochmatrix (11) der Hauptentladungsstrecke (13, 14) aufgebrachte Belag (13) jeweils in die einzelnen Lochzylinder (12) in Form kleiner Ränder (23) etwas hineinragt.5. Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 4, d a durch gekennzeichnet, daß die Anoden bildenden Metallringe (14) derart auf die Innenseite der Frontglasplatte (18) in bekannter Weise, z.B. durch Siebdrucktechnik, zusammen mit den zwischen ihnen verlaufenden Leiterbahnen (16) aufgebracht sind, daß sich zwischen Anodenringen (14) und Leiterbahnen (16) eine gleichzeitig oder vorher aufgebrachte zusammenhängende Dünnschicht-Widerstandsschicht (17) aus Widerstandsmaterial, wie Kohlenstoff, Cermet oder dergleichen als Anoden-Widerstandsverbindung befindet.6. Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 5, da d u r c h gekennzeichnet, daß der Durchlaßfaktor der Isolierlochmatrizen größer als 20 % ist.- 16 VPA 9/170/5004·'-; fi 9 8 3 7 / Π 4 5 025083337. Entladungs-Anzeige-Einrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Lumineszenz-Substanz (19) auf der Frontglasplatte (18) bevorzugt innerhalb der Anodenringe (14) unmittelbar oder auf den Widerstandsschichten (17) und gegebenenfalls auch auf den Lochzylinderwandungen (12) angebracht ist.8. Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung nach den vorangehenden Patentansprüchen 1 bis 7 zum Zwecke des Zündens bevorzugt der Haupt-dc-Entladungsstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß in Bezug auf das feste, z.B. auf -300 V befindliche Potential der Primärkathode (5) zeitlich nacheinander an die einzelnen auf Kathodenpotential oder frei liegenden Längselemente (Zeilenelemente) der Hilfsanode (3) zum Zünden der Primär-Gas-Entladungsstrecke (5 - 3) im Rhythmus eines Zeilenwechsels ein konstantes gegenüber Erde etwa + 40 V betragendes Potential, an die Hauptkathode (13) der Haupt-dc-Gasentladungsstrecke Erdpotential + 0 V, an die Haupt-Anode (End-Anode) ein um die Brennspannung der Gasentladung höheres pisitives Potential von z.B. + 300 V gelegt werden, während das an den der Steuerelektrode (4) entsprechenden Kolonnen-Leiterbahnen um etwa + 4QV höher als das auf Erde liegende Potential der Haupt-Kathode (13) zum Ansteuern der Haupt-dc-Strecke (13 - 14) um ein ausreichend positives Steuersignal V derart angehoben wird, das dadurch zum Zünden durchVPA 9/170/5004 - 17 -b 09 8 3-7/(H 5 Qdie Elemente der Steuerelektrode (4) hindurch Elektronen aus der Prinärentladungsstrecke heraus zur Haupt-dc-Entladung gezogen werden.9. Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung nach den vorangehenden Patentansprüchen 1 bis 8 zum Zwecke des Zündens der Haupt-dc-Entladungsstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Potentiale von Kathode (13) und Anode (i4) der Haupt-dc-Strecke (13 - 14) bei vorgegebenem Elektrodenabstand, Gasdruck und Loch-Zylinderdurchmesser der betreffenden Isolierlochmatrix (11) so gewählt sind, daß deren Potentialdifferenz gerade noch nicht zu einer Zündung ausreicht.10. Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung nach den vorangehenden Ansprüchen 1 bis 9 zum Zwecke des individuellen Löschens einer einzelnen, jeweils einem Bildpunkt entsprechenden Speicher-Gasentladung der Haupt-dc-Entladungsstrecke, dadurch gekennzeichnet, daß an die betreffende Zeilenleiterbahn der Hilfsanode (3) ein erhöhtes positives Potential, und an die betreffende Kolonnen-Leiterbahn der Steuerelektrode (4) ein gegenüber der Hilfsanode (3) genügend erniedrigtes Potential bis zu etwa 0 V gelegt wird, so daß die in der Hauptdc-Entladungsstrecke (13 - 14) an der Hauptkathode (13) durch Ionenaufprall ausgelösten Elektronen heraus zur Primärentladungsstrecke ( 5 - 3 ) abgezogen werden und dadurch die für die Aufrechterhaltung der dc-Entladung notwendigen Elektronen entzogen werden.VPA 9/170/50046098 37/0450JtLeerseite
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ID=5939895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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