DE3000743C2 - Arzneipräparat auf der Basis eines Salzes der Acetylsalicylsäure und einer basischen Aminosäure - Google Patents
Arzneipräparat auf der Basis eines Salzes der Acetylsalicylsäure und einer basischen AminosäureInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pulverförmiges Ar/iieipräparat mit einem Gehalt an einem Acetylsalicylsäuresalz
für Injektionszwecke.
Acetylsalicylsäure wird seit langem als Analgclikuni, Antipyrctikutn und Aniirhcumatikum verwendet In jüngerer Zeit wird es häufig als entzündungshemmender Wirkstoff auf Nichtsicroidbasis zur Behandlung von Arthritis, Neuralgien und Myalgien eingesetzt
Acetylsalicylsäure wird seit langem als Analgclikuni, Antipyrctikutn und Aniirhcumatikum verwendet In jüngerer Zeit wird es häufig als entzündungshemmender Wirkstoff auf Nichtsicroidbasis zur Behandlung von Arthritis, Neuralgien und Myalgien eingesetzt
Wegen seiner begrenzten Löslichkeil in Wasser (elwa 03 Prozent) wird Acetylsalicylsäure oral verabfolgt
Dabei wird sie jedoch unter dem Einfluß des stark sauren Magensaftes hydrolysiert. Die dabei gebildete
Salicylsäure reizt die Magenschleimhäute. Um dies zu vermeiden, werden mit einem erst im Darm löslichen
Überzug versehene Tabicttcn oder anderweitig modifizierte Präparate eingesetzt. Trotz derartiger Modifikationen
wird auf oralem Wege verabfolgte Acetylsalicylsäure nicht vollständig absorbiert. Außerdem läßt sich ein
langsames Einsetzen der pharmakologischen Wirkung nicht verhindern. Demgegenüber weist Acetylsalicylsäure
bei intravenöser Verabfolgung im Vergleich zur oralen Verabfolgung die 4fache Aktivität ajf. Aus der JP-OS
56 815/1973 ist es bekannt, ein für Injektionszwecke geeignetes Acetylsalicylsäurepräparat herzustellen. Dabei
wird durch Umsetzung von Acetylsalicylsäure mit einer basischen Aminosäure im Molverhältnis 1 :1 ein leicht
in Wasser lösliches Salz (40 Prozent oder mehr unlösliche Bestandteile) erhalten. Aufgrund der Instabilität des
Salzes der Acetylsäure m.t einer basischen Aminosäure (nachstehend auch kurz als Acetylsalicylsäuresalz
bezeichnet) in wäßrigen Medien, muß es in Pulverform vorliegen, damit seine Stabilität bis zur Verwendung bei
einer Injektion, gewährleistet ist. Gemäß dem Verfahren der vorgenannten JP-OS wird das Pulver di-rch
Lyophilisation oder durch Kristallisation aus wäßrigem Alkohol durch Zusatz eines Fällungsmittels hergestellt.
Aufgrund der Tatsache, daß das Acelylsalicylsäuresalz auch beim Erwärmen instabil wird, treten eine Reihe
von Schwierigkeiten bei der großtechnischen Herstellung derartiger Arzneipräparate auf. Bei üblichen Sterilisations-
und Trocknungsvorgängen, die zur Herstellung von Injeklionspräparatcn erforderlich sind, wird ein
Großteil des Acetylsalicylsäuresalzcs zerset/t. Gemäß der JP-OS 44 623/1976 lassen sich unter teilweiser Überwindung
der vorgenannten Schwierigkeiten Acelylsalicylsäurcsalze in guten Ausbeuten herstellen, indem man
das Reaktionslösungsmiitcl und das Fällungsmittcl in geeigneter Weise auswählt
Herkömmliche, pulvcrfcirmigc Präparate mit einem Gehalt an Acetylsclicylsäurcsalzcn für Injckiions/wecke
erweisen sich in bezug auf ihre Lagcrstabilität noch immer nicht als zufriedenstellend. Das Acetylsalicylsäuresalz
ist /war bei l.agcricmperaturen von 4"C stabil, wird aber bei höheren Temperaturen instabil und bildet nach
längerer Lagerung bei Raumtemperatur Salicylsäure. Wie bereits erwähnt, zeigen Acctylsalicylsäurcsalze bei
der Injektion, beispielsweise auf intravenösem Wege, einen raschen Wirkungsbcginn. Daher besteht in Krankenhäusern
ein Bedarf an jederzeit cinsetzbarcn. lagcrstabilen Injektionspräparaten. Präparate, die nach längerer
Lagerung Verunreinigungen bilden, rufen möglicherweise bei der Vcrabfolgung unerwünschte Nebenwirkungen
hervor. Dies stellt eine erhebliche Wertminderung der Präparate dar oder macht sie vollständig wertlos.
Aufgabe der Erfindung ist es. lagerstabile und farbstabile pulverförmige Präparate mit einem Gehalt an einem
Acet'.Isalicylsäuresalz bereitzustellen.
r rfindungsgemäß wurde festgestellt, daß diese Aufgabe durch Zusatz eines Stabilisators gelöst werden kann,
i-.ri'indungsgemäß v-erden somit lager- und farbstabile pulverförmige Arzneipräparate mit ^mem Gehalt an einem Acetylsalicylsäuresalz ?ür Injektionszwecke zur Verfügung gestellt. Diese Präparate werden erhalten.
i-.ri'indungsgemäß v-erden somit lager- und farbstabile pulverförmige Arzneipräparate mit ^mem Gehalt an einem Acetylsalicylsäuresalz ?ür Injektionszwecke zur Verfügung gestellt. Diese Präparate werden erhalten.
indem man Acetylsalicylsäurc mit einer basischen Aminosäure und 3 bis 6 Gewichtsprozent (GewVGew.).
bezogen auf das pulverförmige Präparat. Calciumchlorid sowie 1 bis 10 Gewichtsprozent Glycin zusetzt.
Das erfindungsgemaß verwendete Acetylsalicylsäuresalz kann gemäß den Verfahren der JP-OS 44 623/1976
und 5b 81 S/1973 hergestellt werden. Als basische Aminosäure wird Dl.-Lysin bevorzugt In Dl.l.ysin-Acetylsalicyiat
liegen beide Bestandteile in einem Molverhältnis von 1 : I vor. Das Produkt weist die folgende Formel auf:
NH/ — C— ΓΟΟΙ
(CH2),
NH3 +
NH3 +
Die Summenformel ist Ci5H22O„N2. Das Molekulargewicht beträgt 326,35.
Bei diesem Salz, handelt es sich um ein weißes, kristallines, geruchsloscs Pulver.
Zur Stabilisierung wird wasserfreies Calciumchlorid verwendet, Die Stabilisatormcngc beträgt 3 bis 6 Gc-
Bei diesem Salz, handelt es sich um ein weißes, kristallines, geruchsloscs Pulver.
Zur Stabilisierung wird wasserfreies Calciumchlorid verwendet, Die Stabilisatormcngc beträgt 3 bis 6 Gc-
wichtsprozent, bezogen auf das pulverförmige, stabilisierte Endprodukt. Weiterhin werden 1 bis 10 Gewichtsprozent
Glycin zur Verhinderung von Verfärbung zugesetzt.
Zur Herstellung des Endprodukts wird zunächst eine vorbestimmie Menge an Calciumchlorid in einen
gereinigten Behälter gegeben, anschließend 4 Stunden auf 150 bis 180" C erwärmt und sodann in einem Exsikkator
mit einem Gehalt an Phosphorpentoxid oder in einem Trockenschrank abgekühlt Nachdem das Calciumchlorid
auf Raumtemperatur abgekühlt ist, wird der das Calciumchlorid enthaltende Behälter mit 1 g Acetylsalicylsäure
versetzt und sodann verschlossen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Calciumchlorid 4 Stunden
auf 150 bis 1800C zu erwärmen, in einem Exsikkator über Phosphorpentoxid oder in einem Trockenschiunk
abzukühlen und sodann in einer sterilen Kugelmühle zu pulverisieren. Das pulverisierte Material wird sodann
unter aseptischen Bedingungen mit einer vorzugsweise 30- bis 20fachen Gewichtsmenge des Acetylsalicylsäuresalzes
gründlich vermischt und nach Zugabe einer entsprechenden Menge Glycin portionsweise in Ampullen
oder Fläschchen gegeben, die dann abgeschmolzen oder mit einem Gummistopfen verschlossen und hierauf mit
einer Aluminiumkappe versehen werden.
Nachstehend wird ein Beispiel für die Herstellung von DL Lysin-Acetylsalicylat angegeben.
I. Umsetzung
In 100 Liter pyrogenfreiem, destilliertem Wasser werden 5,8 kg Glycin und 23,25 kg DL-Lysin gelöst. Die
Lösung wird Ki:i etwa 600 g Aktivkohle behandelt, um gefärbte Bestandteile, die hauptsächlich aus dem DL-Lysin
stammen, zu entfernen. Das Fütrat wird mit einer Suspension von 30 kg Acetylsalicylsäure in 60 Liter Aceton
vermischL Nach Lösung der Acetylsalicylsäure unter Bildung einer klaren Lösung wird das Reaktionsgemisch
einer Sterilfiltration unter Verwendung eines Bakterienfilters unierzogen und sodann in einen Kristallisationsbehälter
gebracht.
II. Kristallisation
Das sterile Reaktionsgemisch wird mit 150 Liter Aceton, das steril filtriert worden ist, versetzt. Nach mäßigem
Rühren wird die erhaltene Lösung zur Ausbildung von kristallinen Keimen etwa 20 Stunden in einem Kühlraum
bei 0 bis 60C stehengelassen. Nach Zugabe von weiteren 150 Litern sterilem Aceton wird die Lösung 24 Stunden
im Kühlraum f'ehengelassen, wobei die Krislalle weiter wachsen. Anschließend werden die Kristalle unter
aseptischen Bedingungen abfiltriert.
111. Waschen und Trocknen
Das kristalline Material wird mit 100 Liter einer 90prozentigen wäßrigen Acetonlösung. die steril filtriert
worden ist, versetzt. Nach weiterem Waschen mit 200 Liter Aceton wird das kristalline Material an der Luft auf
einen Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 1,0 Prozent getrocknet. Man erhält etwa 35 kg steriles, kristallines
Material.
Nachstehend wird die Wirkung des Zusatzes von Calciumchlorid erläutert.
6 Probengruppen werden hergestellt, indem man 50, 40, 20, 10, 5 bzw. 0 mg Calciumchlorid zu jeweils 1 g
DL-Lysin-Acetylsalicylat (hergestellt gemäß der vorstehenden Vorschrift) gibt. Die Proben werden bei 3 verschiedenen
Temperaturen, nämlich 25. 32 und 45°C, gelagert. Die bei 4°C gelagerte Probengruppe dient als
Kontrolle. Nach Lagerzeiten von 0, 1. 2, 4 und 10 Wochen werden jeweils Siabilitätsprüfungen durchgeführt:
Dabei wird die gebildete Menge an Salicylsäure quantitativ durch Hochgeschwindigkeits-Flüssigchromatographie
ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Saiicylsäurebildung in Abhängigkeil vom Calciumchloridgehalt
5 Probe (CaCI2 mg/g
| l-agcrlcmpcratur | Salieylsäuregehall (%) nach | 1 Woche | 2 Wochen | 4 Wochen | IO Wochen |
| ("C) | 0 | 1.25 | 3,28 | 9,01 | |
| 45 | 0.42 | 1.28 | 3.32 | 9.04 | |
| 1.53 | 3,90 | 16.46 | |||
| 1.80 | 5,57 | 19,58 | |||
| 4.83 | 17,61 | 29,22 | |||
| 13.29 | 27,58 | — | |||
| 0.49 | 0,81 | 1,05 | 1,68 | ||
| 32 | 0,42 | 0,55 | 0,85 | 1,09 | 1.76 |
| 0,64 | 0.86 | 1,14 | 2.39 | ||
| 0,52 | 0,87 | 0,98 | 2.96 | ||
| 0.52 | 0.96 | 1,29 | 10,09 | ||
| 1.49 | 3.17 | 6.15 | 16.40 | ||
| 0.44 | 0.45 | 0,49 | 0,59 | ||
| 25 | 0.42 | 0,45 | 0,45 | 0,47 | 0,62 |
| 0.48 | 0.49 | 0.59 | 0.94 | ||
| 0,4ö | 0,51 | 0.66 | 1.02 | ||
| 0.49 | 0.53 | 0.81 | 1,17 | ||
| 0.73 | 1.21 | 1,48 | 3.05 | ||
0,42
0.51
0.76
0.97
1.653
Aus Tabelle I ist die Änderung der Salicylsäurebildung in Abhängigkeit von der Lagerdauer ersichtlich. Es
zeigt sich, daß die Salicylsäurebildung mit zunehmendem Calciumchloridanteil abnimmt. Durch Zusatz von
Calciumchlorid in einer Menge von 5 mg/g ergibt sich bei 4wöchiger Lagerung bei 32°C eine mäßige Salicylsäurebildung,
während nach IOwöchiger Lagerung die Salicylsäurebildung sehr ausgeprägt ist. Bei Zusatz von
10 mg/h läßt sich bereits eine ausgeprägte Wirkung des Calciumchlorids feststellen. Eine verstärkte Hemmung
der Salicylsäurebildung ergibt sich durch Zusatz von 20 bzw. 40 mg/g Calciumchlorid. Die Ergebnisse zeigen,
daß die Salicylsäurebildung bei steigenden Calciumchloridmengen in vermehrtem Maße gehemmt wird. Bei
Zusatz von Calciumchlorid in einer Menge von 40 mg/g oder darüber läßt sich eine erhöhte Salicylsäurebildung
bei einer Temperatur von 25° C überhaupt nicht mehr feststellen.
Nachstehend wird die farbstabilisierende Wirkung der Zugabe von Glycin bei der Stabilisierung eines Acetylsalicylsäuresalzes
einer basischen Aminosäure aufgezeigt. Hierzu wird ein Vergleichsversuch durchgeführt.
I. Herstellung der Proben
Sieben Gruppen von Proben sind in den ersten drei Spalten der nachstehenden Tabelle Il enthalten. Sie
wurden hergestellt, in dem man jeweils 200, 100, 50. 25 und 0 mg Glycin und 50 und 0 mg wasserfreies Calciumchlorid
zu jeweils '. g DL-Lysin-Acetylsalicylat (hergestellt gemäß der auf den Seiten 7—8 der Beschreibung
enthaltenen Vorschrift, jedoch ohne ursprünglichen Glycinzusatz, gibt.
II. Lagertemperatur
Jede Gruppe der Proben wird bei drei verschiedenen Temperaturen, nämlich bei 45°C, 37°C und bei Raumtemperatur
(unter Sonnenlicht), gelagert. Zwei Gruppen der Proben werden bei 4°C gelagert und werden
unmittelbar nach der Herstellung als Kontrollproben verwendet.
III.Testverfahren und Ergebnisse
Die Tests werden nach einer IOwöchigen Lagerung durchgeführt.
Dabei werden das Aussehen der Proben, die Absorption bei O. D. 440 nm und die Erhaltung (Prozentanteil)
des Acetylsalicylats gemessen, wobei die letztere Prüfung quantitativ durch Hochgeschwindigkeits-Flüssigchromatographie
ermittelt wird. Die Ergebnisse sind in Tabelle 11 zusammengestellt.
Aus Tabelle Il geht klar hervor, daß bei den Proben, je nach Anteil des zugesetzten Glycins, eine jeweilige
Verhinderung der Verfärbung eintritt. Gleichzeitig läßt sich feststellen, daß die Zugabe des wasserfreien Calciumchlorids
dirüberhinaus die Bildung von Salicylsäure verhindert.
| Calciumchlorid | 30 00 | Lager- | 743 | Absorption | Erhaltung | |
| Tabelle II | (mg/g) | tempcratur(°C) | bei O. D. | des Aceiyl- | ||
| Probe | 50 | Aussehen | 440 nm | salicylals in% |
||
| Glycrin | 50 | der Probe | 0,03 | 94 | ||
| (mg/g) | 50 | 0,10 | 95 | |||
| 200 | 50 | weiß | 0,13 | 94 | ||
| 100 | 50 | 45 | weiß | 0,26 | 94 | |
| 50 | 0 | weiß | 0,41 | 94 | ||
| 25 | 0 | blaßgelb | 0,40 | 75 | ||
| 0 | 50 | gelb | 0,10 | 77 | ||
| 0 | 50 | gelb | 0,02 | 98 | ||
| 100 | 50 | weiß | 0,03 | 98 | ||
| 200 | 50 | weiß | 0,05 | 98 | ||
| 100 | 50 | 37 | weiß | 0,20 | 97 | |
| 50 | 0 | weiß | 0,41 | 97 | ||
| 25 | 0 | weiß | 0,40 | 88 | ||
| 0 | 50 | gelb | 0,03 | 88 | ||
| 0 | 50 | gelb | 0,02 | 97 | ||
| 100 | 50 | weiß | 0,03 | 96 | ||
| 200 | 50 | weiß | 0.04 | 97 | ||
| 100 | Raumtemperatur | weiß | 0,18 | 97 | ||
| 50 | (bei Sonnen | weiß | ||||
| 25 | 50 | licht) | weiß | |||
| 0 | 0.40 | 98 | ||||
| 0 | 0.40 | 92 | ||||
| 0 | 0 | gelb | 0.04 | 93 | ||
| 0 | 0 | 4 | gelb | 0.02 | 98 | |
| 100 | Messung sofort | weiß | Ö.Ö2 | 100 | ||
| 0 | nach Herstellung | weiß | ||||
| 0 | weiß | |||||
Vor der Verwendung wird das erfindungsgemäße Präparat in destilliertem Wasser für Injektionszwecke (5 bis
20 ml Wasser pro 1 g des Präparats) gelöst und intravenös verabfolgt. Erwachsene erhalten in allgemeinen 1 bis
2 Fläschchen mit einem Gehalt an 1050 mg. Bei wiederholter Verabfolgung empfiehlt sich eine tägliche Gabe bis
zu 5 Fläschchen. Die Tagesdosis für Kleinkinder und Kinder, angegeben als Salicylsäure, beträgt 10 bis 25 mg
pro kg Körpergewicht, die in 2 oder 3 Dosen verabfolgt werden.
Das erfindungsgemäße Präparat eignet sich zur Linderung von Schmerzen nach Operationen und anderen
Schmerzen, bei denen die orale Verabfolgung eines Analgetikums indiziert ist. Ferner kann das Präparat zur
Behandlung von rheumatoiden Erkrankungen, insbesondere bei progressivem Rheumatismus, Neuralgien, Neuritis
und Hyperthermien (übliche Erkältung, Bronchitis und andere zentrale fiebrige Erkrankungen), verwendet
werden.
Akute Toxizität
Als Versuchstiere werden Mäuse vom dd-Stamm (Körpergewicht jeweils 20±l g. 4 bis 5 Wochen alt)
verwendet. Ein Präparat der nachstehend angegebenen Zusammensetzung wird in destilliertem Wasser zu
Lösungen unterschiedlicher Konzentrationen gelöst. Die Lösungen werden intravenös, subkutan oder oral an
Gruppen von jeweils 10 weiblichen oder 10 männlichen Mäusen verabfolgt. 7 Tage lang werden die Tiere auf
Vergiftungserscheinungen und Todesfälle beobachtet Die eingegangenen und die überlebenden Tiere werden
einer Autopsie unterzogen und visuell auf mögliche Anomalien untersucht. Die LD50-Werte für Mäuse sind in
Tabelle IH zusammengestellt.
| Vcrabfolgungswcg | Geschlecht | LD50 | (870-1320) |
| (740-1220) | |||
| intravenös | männlich | (95% Vertraiicnsgrcnzc | (1670-2020) |
| weiblich | 1070 | (1850-2380) | |
| subkutan | männlich | 950 | (2650-4620) |
| weiblich | 1840 | (2420-4420) | |
| oral | männlich | 2100 | |
| weiblich | 3500 | ||
| 3270 |
Für dicToxizitätsuntcrsuchung wird ein Präparat folgender Zusammensetzung verwendet:
15 DL-Lysin-acetylsalicylat 900 mg
Aminoessigsäurc (japanische
Pharmakopoe), Mittel zur Ver-
Calciumchlorid (wasserfrei)
20 Stabilisator 50 mg
Gesamt 1050 mg
Bei dem als Wirkstoff "verwendeten DL-Lysin-acetylsalicylat (900 mg) handelt es sich um das Salz aus
25 Acetylsalicylsäure (498 mg) und DL-Lysin (402 mg).
Claims (2)
1. Arzneipräparat in fester Form, enthaltend ein Salz der Acetylsalicylsäure und einer basischen Aminosäure,
dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich 3 bis 6 Gewichtsprozent wasserfreies Calciumchlorid
sowie 1 bis 10 Gewichtsprozent Glycin enthält.
2. Arzneipräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Acetylsalicylsäuresalz von
DL-Lysin als basischer Aminosäure ableitet
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| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
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