DE309850C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G73/00—Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
- C10G73/02—Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
- C10G73/32—Methods of cooling during dewaxing
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V£ 309850 -■ KLASSE 4M. GRUPPE
'C"
RICHARD NEUMANN in BRUNN, Osterreich.
Doppelrohrkühler für paraffirihaltige Öle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1918 ab.
ϊ^ϊ-yi
Die bekannten Paraffinöldoppelrohrkühler, welche mit einem direkt verdampfenden Kältemedium,
z. B. Ammoniak, arbeiten, also ohne Sole als Kälte übertragendes Mittel, bestehen
in der Regel aus mehreren übereinander angeordneten Doppelrohren, bei welchen die
. äußeren Mäntel am tiefsten Punkt durch Stutzen miteinander verbunden sind. In
diesen Mantelringräumen wird das flüssige Kältemittel eingespritzt und verdampft dort
und kühlt so das in den Innenrohren fließende Paraffinöl.
Zur Erzielung ausreichender Kühlflächen müssen die Rohre im Durchmesser entsprechend
groß gemacht werden, wodurch aus konstruktiven Gründen auch der Ringraum zwischen beiden Rohren eine Querschnittsfläche erhält, die im Verhältnis zu der Menge
der verdampfenden Kälteflüssigkeit übermäßig groß erscheint. Die Kälteflüssigkeit wird entweder
in den obersten oder den untersten Ringraum eingespritzt und passiert durch die Verbindüngsstutzen der Reihe nach die einzelnen
Ringräume.
Geschieht die Einspritzung in den obersten Ringraum, so fließt die Kälteflüssigkeit ohne
vorgeschriebenen Weg naturgemäß in dem unteren Teil des Ringraumes, 'wo sie durch
flie ausstrahlende Wärme der Paraffmölrohre"
allmählich verdampft. Wird die Kälteflüssigkeit von unten eingespritzt, wie dies in der
Regel bei den Verdampfern der Kühlmaschinen der Fall ist, so reißen die sich entwickelnden
Kaltdämpfe die Kälteflüssigkeit in Form von Dampfnässe mit, welche auf ihrem weiteren
Weg durch Verdampfen allmählich ver-' schwindet.
Beide Verfahren haben den' Nachteil, daß die Kühlflächen ganz regel- und zwanglos von
der verdampfenden Kälteflüssigkeit bzw. von nassen Dämpfen bestrichen werden. Es ist
daher auch tatsächlich nur ein Teil der Kühlfläche in Wirksamkeit.
Die Wirkung von Kühlflächen von Verdampfern
aller Art läßt sich nun bekanntlich ' sehr beträchtlich — um 50 Prozent und auch
mehr — dadurch steigern, daß dieselben ganz von der verdampfenden Flüssigkeit bespült
werden, da der Wärmeübertragungskoeffizient zwischen verdampfender Flüssigkeit und der
Kühlwand wesentlich höher ist als zwischen den Flüssigkeitsdämpfen und der Kühlwand,
wie es bei den bestehenden Apparaten beim weitaus größten Teil der Fläche der Fall
ist.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die allseitige Bespülung der Kühlfläche mit
Kühlflüssigkeit auch bei Paraffmöldoppelrohr-
kühlem zu erreichen. Dies kann am besten
dadurch erzielt werden, daß die Ringräume untereinander durch Überläufe für die Kälteflüssigkeit
verbunden werden, wobei nur über dem inneren Paraffinölkühlrohr ein freier
Raum für die verdampften Anteile freibleibt. In der Zeichnung ist in den Fig. ι und 2 ein
solches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
ίο In Fig. ι und 2 sind C die inneren Rohre,
. in welchen das Paraffinöl fließt, B die äußeren
Rohre. In den Ringräumen befindet sich die verdampfende. Kälteflüssigkeit. Die Ringräume
werden ein für allemal bis zu den Überläufen A1, A2 usf. mit Kälteflüssigkeit
zweckmäßig derart gefüllt, daß die ganzen Paraffinölrohre C- in die Kälteflüssigkeit "eintauchen.
Es wird nun beim Betrieb bei Ό die Kälteflüssigkeit
vom Kondensator der Kühlmaschine nach Maßgabe der A^erdampfung durch
das Regulierventil R in das oberste Rohr zugeleitet. Ein Teil verdampft im Ringraum 1
und die hierbei gebildeten Dämpfe ziehen durch den Stutzen E1 zum Kompressor ab.
Der Rest der Flüssigkeit gelangt durch den Überlauf A1 in den Ringraum 2,. von dort der
Rest durch den Überlauf A2 in den Ringraum 3 usf. Die verdampften Teile gehen
durch die Stutzen E2 und E3 ebenfalls zum
Kompressor. Hierdurch wird erreicht, daß die Kühlflächen unbedingt allseits von der
verdampfenden Kälteflüssigkeit bespült sind, trotzdem dieselbe nur durch ein einziges
Regelventil R zugeführt wird, weshalb auch die Verdampfung durch die Wärme des Paraffinöls
nun überall stattfinden muß. Es wird somit der doppelte Zweck erreicht, daß einerseits durch die verdampfende Flüssigkeit,
welche allseits ■ die Kühlfläche umspült, der höhere Übertragungskoeffizient in Wirksamkeit
tritt und außerdem andererseits die ganze Kühlfläche tatsächlich verdampfend wirkt.
Bei mehrstufiger Arbeit, d. h. wenn das Paraffinöl stufenweise gekühlt werden soll, wird die Einrichtung so getroffen, daß Kühlmaschinen, mit verschiedenen Temperaturen arbeitend, auf je eine Kühlbatterie gemäß der Zeichnung arbeiten, in welchem Falle dann jede Batterie für eine Kuhlmaschine bestimmt ist und auch je ein Regelventil vorgesehen ist.
Bei mehrstufiger Arbeit, d. h. wenn das Paraffinöl stufenweise gekühlt werden soll, wird die Einrichtung so getroffen, daß Kühlmaschinen, mit verschiedenen Temperaturen arbeitend, auf je eine Kühlbatterie gemäß der Zeichnung arbeiten, in welchem Falle dann jede Batterie für eine Kuhlmaschine bestimmt ist und auch je ein Regelventil vorgesehen ist.
Da es von Vorteil ist, mit möglichst wenig
Kälteflüssigkeit das Auskommen zu finden, ist es empfehlenswert, die Rohre exzentrisch gegeneinander
zu lagern, wie in Fig. 3 veranschaulicht ist, wodurch der Flüssigkeitsraum und Inhalt verkleinert und der Raum für die
Dämpfe vergrößert wird, ohne daß an der Wirkungsweise des Apparates etwas geändert
würde.
Um den Inhalt an Kälteflüssigkeit zu verringern behufs Ersparnis derselben und behufs
leichterer Unterbringung im Kondensator der Kühlmaschine, falls einmal die Ringräume
entleert werden müssen, können die letzteren mit irgendeinem grobstückigen Material,
wie Kieselsteinen, Bröckelsteinen, Glas, Eisenkugeln o. dgl., ausgefüllt werden. Die
Füllung verdrängt Volumen, läßt aber andererseits genügend Raum für den Abzug der
entsprechenden Dämpfe und berührt die Kühlfläche nur an wenigen Punkten, so daß auch
diese unvermindert wirksam bleibt.
Da infolge der Kühlung des größten Teiles der Ringräume die Gefahr vorhanden ist, daß
durch die intensive Verdampfung Kälteflüssigkeit durch die Stutzen E in den Kompressor
übergerissen wird, empfiehlt es sich, einen Flüssigkeitsabscheider F anzuordnen. Die abgeschiedene
Flüssigkeit fließt dann durch das Rohr G zweckmäßig in den obersten Ringraum
zurück und nimmt so wieder an dem Kreislauf der Flüssigkeit teil. Die getrockneten
Dämpfe strömen durch · das Rohr H zum Kompressor.
Claims (5)
1. Doppelrohfkühler für paraffinhaltige
öle mit direkter Verdampfung des Kältemediums, bestehend aus einer Batterie von
. Doppelrohren mit einem Innenrohr für das paraffinhaltige Öl und einem AußenrOhr
für die Kühlflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenrohre durch über-
laufe für die Kühlflüssigkeit derart miteinander verbunden sind, daß die gegebenenfalls
durch ein: einziges Regulierventil zufließende' Kühlflüssigkeit die
Kühlfläche der Innenrohre mindestens zum größten Teil zweckmäßig aber vollkommen
umgibt und über den Innenrohren noch ein Raum für die verdampften Anteile der
Kühlflüssigkeit freibleibt, in welchem je ein Abzug für die Kaltdämpfe vorgesehen
ist:
2. Doppelrohrkühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innen1-rohre
exzentrisch gegenüber den Außeiirohren angeordnet sind, um den Flüssigkeitsraum
zu verkleinern bzw. den Gasraum zu vergrößern.
3. Doppelrohrkühler nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenrohre behufs Verringerung des Flüssigkeitsvolumens rriit einem zweckmäßig
grobstückigen Material ausgefüllt werden.
4. Doppelrohrkühler nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in da§
Abzugrohr der Kaltdämpfe ein Flüssigkeitsabscheider eingeschaltet ist, durch
welchen die Kühlflüssigkeit, welche von den Dämpfen' mitgerissen wird, abgeschieden
und zweckmäßig in das erste Außenrohr zurückgeleitet wird.
5. Doppelrohrkühler nach Ansprüchen 1 bis 4 für stufenweise Kühlung, dadurch
gekennzeichnet, daß Kühlmaschinen, welche mit verschiedenen Temperaturen arbeiten,
mit je einer Kühlbatterie mit eigenem Re-. gulierventil verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE309850C true DE309850C (de) |
Family
ID=562983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT309850D Active DE309850C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE309850C (de) |
-
0
- DE DENDAT309850D patent/DE309850C/de active Active
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