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DE308978C - - Google Patents

Info

Publication number
DE308978C
DE308978C DENDAT308978D DE308978DA DE308978C DE 308978 C DE308978 C DE 308978C DE NDAT308978 D DENDAT308978 D DE NDAT308978D DE 308978D A DE308978D A DE 308978DA DE 308978 C DE308978 C DE 308978C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
chamber
crankcase
filter
carburetor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT308978D
Other languages
English (en)
Publication of DE308978C publication Critical patent/DE308978C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M35/00Combustion-air cleaners, air intakes, intake silencers, or induction systems specially adapted for, or arranged on, internal-combustion engines
    • F02M35/02Air cleaners
    • F02M35/04Air cleaners specially arranged with respect to engine, to intake system or specially adapted to vehicle; Mounting thereon ; Combinations with other devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lubrication Details And Ventilation Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Explosionsmotoren, welche im Freien arbeiten, muß verhindert werden, daß in ihr Inneres verunreinigende Staubteile gelangen, da sie sonst einen raschen Verschleiß der aufeinander bewegten Maschinenteile, wie Kolben- und Zylinderwandung, Kurbelwellen-, Pleuelstangen- und Kolbenbolzlager, bewirken. Hauptsächlich tritt nun Stäub in das Motorinnere mit dem angesaugten Brennstoffluft-
Ip gemisch ein, wenn dem Vergaser nicht unbedingt reine Luft zugeführt wird. Man hat aus diesem Grunde bereits vorgeschlagen, die zur Motorspeisung- benötigte Luft aus einer entfernteren staubfreien Zone durch entsprechende Verlängerung des Saugrohres zu entnehmen oder dieEintrittsöffnüng des Saugrohres mit einem feinen Sieb zu versehen, welches die Staubteile zurückhalten soll. Die Verlängerung des Saugrohres läßt sich wohl
ao bei feststehenden Motoren durchführen, nicht aber bei Motoren, welche auf Fahrzeugen, die gerade selbst den meisten Staub aufrühren, angebracht sind. Bei Verwendung feiner Siebe vor der Ansaugöffnung des Rohres tritt
as aber mit der Zeit eine Verstopfung der Sieblöcher durch hängengebliebene, gröbere Schmutzteile ein, so daß die Motorleistung dadurch ungünstig beeinflußt wird. Schließlich ist auch der Vorschlag gemacht worden, den Luftvorwärmer, welcher das Auspuffrohr umgibt, zu einer großen Kammer mit kleinen Eintrittsöffnungen auszugestalten, damit die mithineingerissenen Unreinigkeiten sich in dieser Kammer niederschlagen können und
.35 vom Vergaser nur noch staubfreie Luft aus der Kammer entnommen wird. Hierbei hat
man aber außer acht gelassen, daß infolge der stoßweisen, den Motorhüben entsprechenden Saugwirkung innerhalb des Vorratsraumes Wirbelungen erzeugt werden, welche dem Niederschlagen des Staubes entgegenwirken, und daß der eingedrungene Staub aus der Kammer vor allem dann, unmittelbar in den Motor eingesaugt wird, wenn ein Teil der Zufuhrlöcher durch darin festgeklemmte größere Verunreinigungsstücke verstopft und dadurch die Luftzufuhr nach der Kammer zu beschränkt ist. Bei Motorpflügen, welche bei ihrer langsamen Fortbewegung, namentlich in trockener Jahreszeit, von einer mit Staub und Erdteilchen geschwängerten Luft stets umgeben sind, wird also der Staubzutritt zum Motor durch die bekannte Einrichtung einer Vorratskammer, welche gleichzeitig Staubniederschlagskammer sein soll, keineswegs sicher verhindert.
Zum Unterschied hiervon benutzt die Erfindung eine Vorratskammer, welche vollkommen reine Luft enthält.
Der Luftzutritt aus dem Freien in den Vorratsraum geschieht über einen Siebfilter von großer Fläche, aber kleinsten öffnungen, so daß Staubteilchen nicht durchgehen können. Demgemäß erhält der Motor seinen Luftbedarf in stoßweisem Ansaugen aus einer 6j Reinluftkammer,, welche so bemessen ist, daß sie die erforderliche Luftmenge für jeden Ansaughub stets vorrätig hält. Der Ersatz der Reinluft geschieht in der Weise, daß· infolge des in der Vorratskammer nach jedem Saughub entstehenden Unterdruckes neue Luft langsam und fast ununterbrochen durch den''
(2. Auflage, autgegeben am 5. Januar i$so.J
Filter nachdringt. Die Durchgangsöffnungen des Filters sind so bemessen, daß in der Zeit vom Einsetzen eines .Saughubes bis zum Beginn des folgenden die erforderliche Luftmenge hindurchströmen kann.
Ist auf diese Art der Zutritt von staubiger Luft in das Motorinnere, insbesondere in den Zylinderraum mit dem angesaugten Brennstoffluftgemisch verhindert, so führt bei den
ίο bekannten Ausführungen zum Motorgehäuse immer noch ein zweiter Weg, auf welchem ebenfalls Staubteile hineingelangen können. Auf dem Kurbelgehäuse sind bei den bekannten Ausführungen Abzugsschlote aufgesetzt, welche den Zweck haben, einerseits etwaige Überdruckluft aus dem Kurbelgehäuseinnern auszustoßen, während andererseits bei Auftreten eines Unterdruckes im Kurbelgehäuse dwrch diese Abzugsschlote Luft aus dem Freien eingesaugt wird. ' Wird diese eingesaugte Luft aus der staubhaltigen Umgebung des Motorpfluges entnommen, so zieht sie eine , Verunreinigung des Schmieröls im Kurbelgehäuse nach sich. Werden alsdann mit dem öl Staubteile den stets durch neue ölzufuhr geschmierten Pleuelstangenlagern zugeführt, so tritt auch hier ein Verschleiß derselben ein. Nach der Erfindung kommen nun die Abzugsschlote in Fortfall, und das Kurbelgehäuse- innere wird ebenfalls an die Reinluftleitung angeschlossen. Durch dieses zweite Hilfs-.
mittel ist dann auf alle Fälle der Zutritt von staubiger Luft in das Motorinnere verhindert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung, und zwar in Fig. 1 .und 2 die Vorder- und Seitenansicht teilweise im Schnitt und in Fig. 3 eine Draufsiqht dargestellt.
Innerhalb einer gegen Regen und sonstige schädliche äußere Einflüsse abgeschlossenen, unten offenen Glocke, bestehend aus dem Mantel α und dem Deckel 0, liegt ein besonders gearteter, ebenfalls nach unten offener Filter. Dieser besteht aus dem Mantel b von geeignetem, feinem Gewebe und dem Deckel V, der zur Vergrößerung der Filterfläche auch zum Teil aus Gewebe bestehen kann. Die Versteifung und Abdichtung der Filterglocke b, b1 gegen die äußere Glocke α, ο kann auf beliebige Weise geschehen. Die Zeichnungen zeigen z. B. einen an der äußeren Glocke befestigten Flanschenring α2, einen diesen untergreifenden Versteifungsring a1, um welchen der Filterstoff mittels eines Drahtes o. dgl. festgebunden ist, und ein unter den Versteifungsring fassendes Kreuz r. Letzteres ist mittels der durchgehenden Stange p mit dem Filterdeckel b1 und der Glockenhaube 0 verbunden und wird durch Anziehen der oberen Schraubenmutter auf der Stange p gegen den Versteifungsring a1 gepreßt, q, q sind Streben zur Befestigung des Filtergefäßes am Motorpflug. Der Stoffmantel b kann zur Vergrößerung der Filterfläche lose, wellenförmig eingespannt werden.
Die Außenluft kann nur durch den' Filterstoff hindurch in den Vorratsraum zwischen der Filterglocke b, b1 und der Außenglocke α, ο eintreten; dieser Raum bildet also eine ab- ' geschlossene Reinluftkammer.
Ferner sind die Luftzuströmungsstutzen m des Vergasers von einem Gehäuse k umgeben. Dieses Gehäuse ist einerseits an den Stutenz ί des Kurbelgehäuses s1 angeschlossen, andererseits setzt es sich in das Rohr i und das daran anschließende Hosenrohr g fort, an welches die beiden Leitungen h und d angeschlossen sind/ Leitung h führt nach dem gegen die Außenluft abgeschlossenen \rorwärmer I mit innerem Auspuffrohr n, dessen Stutzen n1 mit, dem Auspuff der Motorzylinder verbunden sind. Von dem Vorwärmer I führt der Rohranschluß c. nach dem Abzweigrohrstück f, während die Leitung d unmittelbar darin mündet; Rohrstück/ ist' an die Reinluftkammer α angeschlossen. In die beiden Abzweigungen des Hosenstutzens g sind Klappen o. dgl. eingeschaltet, um in bekannter Weise jede der beiden Leitungen ganz oder teilweise absperren zu können. Je nach der Stellung der Klappern tritt nur kalte Reinluft durch die Leitung f, d, g; i oder warme Reinluft durch die Leitung/, c, I1 h, g, i oder ein Gemisch von kalter und angewärmter Reinluft durch beide Leitungen in das die Vergaserstutzen m umgebende Gehäuse k, alsdann in den Vergaser und über das Einströmrohr t zum Zylinder.
Dadurch, daß über den neuen Filter die Luft zur Reinluftkammer unabhängig von der augenblicklichen Saugwirkung des Motors ununterbrochen nachdringt, ist es möglich, mit einem nicht allzu großen Reinluftbehälter auszukommen, wie er bei dem Fahrzeug noch bequem mitgeführt werden kann, und trotzdem ein sehr feinmaschiges Sieb zu verwenden. Ist dazu noch die Strömungsgeschwindigkeit, mit welcher die Luft das Sieb passieren muß, verringert, so ist ein Verstopfen des Filters und damit eine Behinderung der Luftzufuhr ausgeschlossen, weil Staubteilchen in das feinmaschige Sieb auch nicht teilweise eindringen und sich dort festsetzen können. Andererseits wird aber der an den Außenwandungen des Siebes abgeschiedene Staub durch die Erschütterungen bei der Fahrt stets abgeschüttelt.
Der Anschluß des Kurbelgehäuseinneren an die die Vergaserstutzen umschließende, geschlossene Reinluftleitung bietet darüber hinaus, daß auch auf diesem Wege keine staubhaltige Luft mehr in das Kurbelgehäuseinnere
gelangen kaiin und hierdurch auch die den Lager- und Laufstellen schädliche Verunreinigung des Schmieröls verhütet wird, noch den weiteren Vorteil, daß bei Auftreten 5. von Überdruckluft im Kurbelgehäuse das in dieser enthaltene Gemisch aus ölstaub und unverbrannten Gasen auf dem Wege über den Vergaser zum Motor zugeführt und so zur Frischspeisung für die Leistung des Motors
ίο nutzbar gemacht wird. Überdruckluft entsteht im Kurbelgehäuse zumeist dadurch, daß infolge Undichtigkeit zwischen Kolben und Zylinder ein geringer Teil des hochgespannten Brenntstoffluftgemisches aus dem Zylinderraum hineinströmt. Bewegt sich der Kolben während der Kompression aufwärts, also entgegen der Spannkraft des Gemisches, so zwängen sich bei kleinen Undichtigkeiten Gemischteilchen hindurch, da ihre Strömungsenergie voll zur Entfaltung kommen kann und der Weg der Durchzwängung infolge der entgegenkommenden Bewegungsrichtung des Kolbens verkürzt wird. Daß auf dem gleichen Wege auch verbrannte Gase in größerem Maße ins Kurbelgehäuse gelangen und auf dem weiteren Wege über Vergaser zum Motor das Sauggemisch verschlechtern könnten, wird
* nicht so leicht eintreten. Denn wenn auch zur Zeit der Explosion die Spannung der Gase am höchsten ist, so wird doch vom Augenblick an, wo der Kolben abwärts geht und seine Bewegungsrichtung in. die Richtung der Strömungsenergie fällt, der von den Gasen bei Durchzwängung zurückzulegende Weg immer weiter verlängert. Kurz vor dem unteren Totpunkt, also kurz vor Hochgang des Kolbens, wo der Durchgangsweg wieder verkürzt wäre, wird der Auspuff geöffnet und den verbrannten Gasen ein bequemerer Austrittsweg geboten. Aber selbst auf die Gefahr hin, daß in Ausnahmefällen verbrannte Gase zum Motor zurückgelangen und das Brennstoffluftgemisch verschlechtern würden, bringt die Fortlassung der Abzugsschlote und der Anschluß des Kurbelgehäuseinneren an die Reinluftleitung auf der anderen Seite bedeutende Vorteile mit sich.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Vorrichtung zur X^ermeidung des Zutritts von staubiger Luft in das Innere von Explosionsmotoren, insbesondere bei Motorprlügen, gekennzeichnet durch eine mit einem feinen Filter gegen die Außenluft abgeschlossene Kammer, aus welcher die vollkommen gereinigte Frischluft zum Vergaser und aus diesem in den Zylinder stoßweise angesaugt wird, während infolge des dadurch in der Kammer eintretenden Unterdrucks neue Luft über den Filter langsam und fast ununterbrochenen nachströmt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Vermeidung der ins Freie führenden Abzugs-Schlote das Innere des Kurbelgehäuses an die Leitung zwischen Reinluftkammer und Vergaser angeschlossen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT308978D Active DE308978C (de)

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