DE3050923C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen des Wärmeverbrauches
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist Gegenstand der Patentanmeldung
P 30 44 262.7 und dient dazu, Eingriffsmöglichkeiten
in die Wärmeverbrauchsmessung durch Unbefugte auszuräumen,
wie sie bei einer bekannten Wärmeverbrauchsmeßvorrichtung
nach der DE-OS 27 11 437 gegeben sind: Dort wird in einem
einem Mikroprozessor zugeordneten Speicher eine digitale
Zahl abgelegt, welche dem momentanen Wärmeverbrauch entspricht,
welcher vom Mikroprozessor aus Signalen berechnet
wird, welche der Vorlauftemperatur, der Rücklauftemperatur
und dem Durchsatz an Heizmedium bei der betrachteten Meßstelle
entsprechen. Der Inhalt dieses Speichers dient zur
Ansteuerung eines Frequenzgenerators, dessen Ausgangsimpulse
auf ein herkömmliches Zählwerk gegeben werden. Durch Unterbrechen
der Leitung zwischen Frequenzgenerator und Zählwerk
kann das Zählergebnis verfälscht werden.
Durch die vorliegende Erfindung soll eine Vorrichtung zum
Messen des Wärmeverbrauches gemäß Anspruch 1 dahingehend
weitergebildet werden, daß ein leichtes dezentrales Auslesen
des Schreib/Lesespeichers möglich ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung
gemäß Anspruch 1.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt das Auslesen
des das Ergebnis der Wärmeverbrauchsmessung enthaltenden
Schreib/Lesespeichers ohne Zutun des Bedieners des Auslesegerätes.
Die vom letzteren aufgezeichneten Meßergebnisse
lassen sich leicht in einem zentralen Rechner weiterverarbeiten.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen
angegeben.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird
erreicht, daß das Auslesegerät besonders kompakt gebaut und
nur geringes Gewicht aufweist. Da Daten auf magnetischen
Datenträgern in hoher Packungsdichte aufgezeichnet werden
können, können die Ableseergebnisse einer Vielzahl von Wohnungen
leicht auf dem Postwege an die Zentrale der Abrechnungsgesellschaft
überstellt werden.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ermöglicht
es, die zunächst noch nicht direkt den Wärmeverbrauch wiedergebenden
ausgelesenen Meßergebnisse in Wärmeverbrauchswerte
umzurechnen. Außerdem kann der Rechner direkt überprüfen,
ob sämtliche Meßeinheiten, die zu einer Wohnung gehören, überprüft
wurden, und kann gegebenenfalls speziell angeben, welche
Wärmemeßeinheiten noch abzulesen sind.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 4 kann dem Auslesegerät
leicht die jeweilige Meßstelle in Form alphanumerischer
Daten eingegeben werden. Es können auch weitere Bemerkungen
und Daten, welche für die Abrechnung von Bedeutung sein können,
eingegeben werden.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 5 kann man die einzelnen
Meßeinheiten, welche Schwingquarze mit fertigungsbedingter
Schwankung des Temperaturganges der Frequenz enthalten,
leicht noch an Ort und Stelle eichen, wobei dann der Korrekturfaktor
entweder auf dem Aufzeichnungsgerät des Auslesegerätes
zur späteren zentralen Berücksichtigung aufgezeichnet
wird oder in zusätzliche Speicherzellen des Schreib/Lesespeichers
eingelesen wird.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 6 wird
erreicht, daß der Korrekturfaktor für den wirklichen Temperaturgang
der Frequenz des Schwingquarzes der betrachteten
Meßeinheit zugleich mit dem Ablesen des Wärmeverbrauches
überprüft werden kann. Der jeweils neu gemessene Temperaturfaktor
kann dann im zentralen Rechner zusammen mit dem vor
Beginn der Ablesungsperiode gemessenen Korrekturfaktor zur
noch genaueren Bestimmung des Wärmeverbrauches verwendet
werden.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 7 wird
erreicht, daß die Referenz-Meßeinheit und die an dem wärmeabgebenden
Teil angebaute Meßeinheit in gutem wärmeleitendem
Kontakt sind, also gleiche Temperatur haben.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 ist
im Hinblick auf das Vermeiden von Temperaturgefällen zwischen
Referenz-Meßeinheit und abzulesender Meßeinheit von Vorteil.
Gemäß Anspruch 9 wird auf einfache Weise eine leicht lösbare,
thermisch gut leitende Verbindung zwischen Referenz-
Meßeinheit und abzulesender Meßeinheit erhalten.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 ist im Hinblick
auf einen einfachen Aufbau des Steckers, auf ein einfaches
Anbringen der Referenz-Meßeinheit im Stecker und auf
eine gleichzeitige gute thermische Kopplung zwischen der
Referenz-Meßeinheit und der abzulesenden Meßeinheit von Bedeutung.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 wird
erreicht, daß die Referenz-Meßeinheit und der Übertragungsblock
rasch auf eine Temperatur aufgewärmt werden können,
welche nahe bei der Temperatur der abzulesenden Meßeinheit
liegt. Bei abgeschaltetem Heizwiderstand läßt man dann den
Temperaturausgleich vollends ablaufen. Das Abschalten des
Heizwiderstandes zum richtigen Zeitpunkt kann leicht unter
Vergleich der Ausgangssignale der Referenz-Meßeinheit und
der abzulesenden Meßeinheit vom Auslesegerät bewerkstelligt
werden.
Bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 12 kann man schon im
Auslesegerät die den Wärmeverbrauch implizit wiedergebende
"Wärmezeit" durch Vergleich mit einem Zeitnormal in eine
den Wärmeverbrauch besser charakterisierende Zahl umrechnen.
Die Weiterbildung gemäß Anspruch 13 ist im Hinblick auf eine
weitgehende Standardisierung von Vorrichtungsteilen und auf
ein direkt vergleichbares Arbeiten des Zeitmessers und der
Meßeinheiten von Vorteil.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 14 wird
erreicht, daß man die sowieso vorhandenen Wärmemesser zugleich
als mit sehr hoher Auflösung arbeitende Temperaturfühler
einsetzen kann.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 ist im
Hinblick auf besonders niedere Gestehungskosten der in großen
Stückzahlen benötigten Wärmemeßeinheiten von Vorteil.
Man braucht nämlich die Schwingquarze nicht präzise abzustimmen,
kann diese vielmehr direkt mit den fertigungsbedingten
Toleranzen verwenden.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 16 wird
auf einfache Weise und ohne bauliche Maßnahmen eine sehr
präzise Abrechnung des Wärmeverbrauches möglich, welche
auch den Wärmeströmen innerhalb eines Gebäudes zwischen
verschiedenen Wohnungen durch Wände und Decken und der
Außentemperatur Rechnung trägt.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigt
Fig. 1 bei a) eine schematische Ansicht einer an einem
Heizkörper angebrachten Wärmemeßeinheit, bei b)
eine schematische Ansicht eines Raumes eines Gebäudes,
dessen Wände mit mehreren Wärmemeßeinheiten
versehen sind, und bei c) eine Aufsicht auf ein Gerät
zum Auslesen der Wärmemeßeinheiten;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Wärmemeßeinheit und eines
mit ihr zusammenarbeitenden Auslesegerätes;
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer abgewandelten Wärmemeßeinheit
und des mit ihr zusammenarbeitenden Auslesegerätes;
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer weiter abgewandelten Wärmemeßeinheit;
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer weiter abgewandelten
Wärmemeßeinheit; und
Fig. 6 einen vertikalen Schnitt durch einen Stecker, über
welchen das Auslesegerät mit den Wärmemeßeinheiten
verbindbar ist.
In Fig. 1 erkennt man zwei Rippen 10 und 12 eines Heizkörpers
einer Zentralheizungsanlage. An die Heizkörperrippen 10 und
12 sind Schenkel 14 einer Halterung 16 aus Blech angeschweißt.
Letztere weist ferner von einem plattenförmigen Bodenabschnitt
18 umgekantete Ränder 20, 22 auf.
In dem durch die Schenkel 14, den Bodenabschnitt 18 und die
Ränder 20, 22 begrenzten wannenförmigen Raum findet eine insgesamt
mit 24 bezeichnete Wärmemeßeinheit Aufnahme (vgl.
auch Fig. 6). Durch eine an nicht gezeigten Nasen der Ränder
20, 22 abgestützte gewellte Feder 26 wird die ebene
Rückseite des aus wärmeleitendem Material gefertigten Gehäuses
der Wärmemeßeinheit 24 in flächiger Anlage am ebenen Bodenabschnitt
18 der Halterung 16 gehalten, ggf. unter Zwischenschaltung
einer plastisch verformbaren Schicht aus gut
wärmeleitendem Material, wenn die beiden Berührflächen von
Halterung 16 und Wärmemeßeinheit 24 nicht genau plan bearbeitet
sind. Ein durch eine Plombe 28 geschlossener Plombierdraht
30 verhindert ein nicht autorisiertes Entnehmen
der Meßeinheit 24 aus der Halterung 16.
Der Bodenabschnitt 18 weist zum Rauminneren und ist auf seiner
Außenseite mit einer die Meßstelle charakterisierenden eingeprägten Kennzeichnung
32, z. B. einer Buchstaben/Zahlenkombination
versehen. Im Bodenabschnitt 18 ist ferner eine gestreckte
Ausnehmung 34 vorgesehen, durch welche in der Wärmemeßeinheit
24 vorgesehene Steckbuchsen 36 zugänglich sind.
Einzelheiten der Wärmemeßeinheit 24 werden später unter Bezugnahme
auf die Fig. 2 bis 5 noch genauer beschrieben.
In die Steckbuchsen 36 passen Kontaktstifte 38 eines Steckers
40, dessen Einzelheiten später unter Bezugnahme auf Fig. 6
besprochen werden. Der Stecker 40 ist an einem Verbindungskabel
42 befestigt, über welches ein intelligentes tragbares
Auslesegerät 44 mit einer Wärmemeßeinheit 24 verbunden werden
kann. Der elektronische Aufbau des Auslesegerätes 44 wird
ebenfalls später genauer beschrieben. In Fig. 1 ist erkennbar,
daß das Auslesegerät 44 ein Schreibmaschinen-Tastenfeld
46 zur Eingabe von Daten, einen Nadeldrucker 48 zur Ausgabe
von Ableseprotokollen, ein Magnetaufzeichnungsgerät 50 zur
Aufzeichnung der Meßergebnisse für eine Weiterverarbeitung
in einem Rechner und eine elektrisch beheizte Eichplatte 52
aus gut wärmeleitendem Material aufweist.
Die Eichplatte 52 ist über eine isolierende Schaumstoffwanne
54 in das Gehäuse des Auslesegerätes 44 eingebaut. Eine als
normal dienende Wärmemeßeinheit 56 ist über eine Halterung
58 fest auf der Eichplatte 52 angebracht. Die Wärmemeßeinheit
56 ist in der Halterung 58 genauso durch eine Feder
fixiert und durch eine Verplombung gesichert, wie dies obenstehend
für die Wärmemeßeinheit 24 unter Bezugnahme auf die
Halterung 16 schon beschrieben wurde. Für die Wärmemeßeinheit
56 ist die Temperaturabhängigkeit der Frequenz eines in ihr
enthaltenen Schwingquarzes, welcher als eigentlicher Temperaturfühler
dient, im Labor genau bestimmt worden. Die Eichplatte
52 trägt ferner eine zweite Halterung 60, in welche
eine zu eichende Wärmemeßeinheit in genau gleicher Weise eingesetzt
werden kann wie die Wärmemeßeinheit 56 in die Halterung
58.
Es wurde herausgefunden, daß die fertigungsbedingte Abweichung
des Temperaturganges der Frequenz einer Wärmemeßeinheit von
einer Sollcharakteristik darin besteht, daß die entsprechende
Frequenzkurve in Ordinatenrichtung parallel zur Sollkurve
verschoben ist. Durch Berücksichtigung eines einzigen Korrekturwertes
läßt sich somit ein mit fertigungsbedingten Fehlern
behafteter Meßwert einer Wärmemeßeinheit auf den richtigen
Meßwert einfach umrechnen. Dieser Korrekturwert läßt sich
für jede Wärmemeßeinheit vor dem Einbau in die Halterung 16
unter Verwendung des intelligenten Auslesegerätes 44 bestimmen,
wenn ein Betriebsartenschalter 62 in die Stellung "Grundeichung"
gestellt ist. Die Temperatur der Eichplatte 52 für
diese Grundeichung kann an einem Drehknopf 64 eingestellt
werden.
Da die Wärmeabgabe eines Heizkörpers 66 in einem betrachteten
Raum 68 nicht nur von der Temperatur des Heizkörpers selbst
sondern auch von der Außentemperatur abhängt und für eine
gerechte Abrechnung auch die Wärmeströme innerhalb des Gebäudes
zu berücksichtigen sind, ist neben der vom Heizkörper
66 getragenen Wärmemeßeinheit 24 eine weitere Wärmemeßeinheit
70 an der Innenwand zum benachbarten Raum und eine weitere
Wärmemeßeinheit 72 auf der Außenseite einer geeigneten,
nicht direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzten Gebäudewand
angebracht. Diese Wärmeeinheiten werden beim Ermitteln des
Wärmeverbrauches im Raum 68 mit abgelesen, und aus diesen
drei Ablesewerten berechnet dann der zur Abrechnung verwendete
Rechner den Wärmeverbrauch im Raum 68. Es versteht sich,
daß die Wärmeeinheit 72 für jedes Gebäude oder sogar für eine
Gruppe benachbarter Gebäude nur einmal vorgesehen zu werden
braucht, und daß Wärmemeßeinheiten 70 nur in denjenigen Gebäudewänden
(und ggf. Gebäudedecken) benötigt werden, welche
verschiedene Wohnungen gegeneinander abgrenzen.
Wie Fig. 6 zeigt, hat der Stecker 44 ein durch einen aus
schlecht wärmeleitendem Kunststoff gespritzten Deckel 74
verschlossenes Gehäuse 76, welches ebenfalls aus schlecht
wärmeleitendem Kunststoff gespritzt ist. An die Umfangswand
des Gehäuses 76 ist ein Vorsprung 78 angeformt, in
welchen vergrößerten Durchmesser aufweisende Köpfe 80 der
Kontaktstifte 38 und entsprechende Köpfe 82 weiterer, in
entgegengesetzte Richtung weisender Kontaktstifte 84 eingebettet
sind. An die Kontaktstifte 38 und 84 sind Einzelleiter
86 angeschlossen, welche ebenfalls in das Kunststoffmaterial
des Gehäuses 76 eingebettet sind und an das Verbindungskabel
42 angeschlossen sind.
Ein Wärmeübertragungsblock 88 findet im Gleitsitz in Steckrichtung
verschiebbar im Gehäuse 76 Aufnahme. Seine Abmessung
in Steckrichtung ist geringfügig größer als die Abmessung
des Vorsprunges 78 in dieser Richtung. Eine Ausnehmung
90 des Wärmeübertragungsblockes 88 übergreift den
Vorsprung 78 formschlüssig im Gleitsitz. In dem Wärmeübertragungsblock
88 ist ein Heizwiderstand 92 formschlüssig in
eine angesenkte Bohrung 94 eingesetzt und ist über flexible
Leiter 96 ebenfalls an das Verbindungskabel 42 angeschlossen.
In in Steckrichtung verlaufenden, nach vorne frei auslaufenden
Schlitzen 98 des Gehäuses 76 sind Schwenkriegel 100 vorgesehen,
welche durch nicht gezeigte Drahtfedern in die in
der Zeichnung wiedergegebene Sperrstellung vorgespannt sind,
in welcher sie mit ihren Riegelabschnitten 102 die Ränder
20 und 22 der Halterung 16 übergreifen. Betätigungsabschnitte
104 der Schwenkriegel 100 stehen über die Außenfläche des
Gehäuses 66 über.
Der Wärmeübertragungsblock 88 liegt mit seiner in der Zeichnung
rechts gelegenen Stirnfläche an dem Bodenabschnitt 18
der Halterung 16 an. Mit seiner in der Zeichnung links gelegenen
Stirnfläche liegt der Wärmeübertragungsblock 88 am
Bodenabschnitt 18′ einer weiteren Halterung 16′ an, welche
sich von der Halterung 16 nur dadurch unterscheidet, daß sie
keine Schenkel 14 hat. In der Halterung 16′ ist eine Referenz-
Wärmemeßeinheit 24′ durch eine Feder 26′ festgelegt, und die
Steckbuchsen 38′ der Wärmemeßeinheit 24′ sind auf den Kontaktstiften
84 verschiebbar. Die Halterung 16′ und die Referenz-
Wärmemeßeinheit 24′ sind durch eine elastische Gummischicht
106 in Steckrichtung vorgespannt. Auf diese Weise
ist bei auf die Halterung 16 aufgesetztem Stecker 40 ein
gut wärmeleitender Flächenkontakt zwischen der Referenz-
Wärmemeßeinheit 24′ und dem Bodenabschnitt 18 der Halterung
16 gegeben, an welchem die Wärmemeßeinheit 24 ebenfalls flächig
anliegt. Damit sind die beiden Wärmemeßeinheiten 24 und
24′ auf gleicher Temperatur.
Um nach dem Anbringen des Steckers 40 an der Halterung 16
möglichst rasch die Temperaturgleichheit zwischen den beiden
Wärmemeßeinheiten 24 und 24′ herzustellen, wird unter Steuerung
durch das intelligente Auslesegerät 44 der Heizwiderstand
92 solange geheizt, bis die Temperatur des Wärmeübertragungsblockes
88 und der Halterung 16′ sowie der Referenz-
Wärmemeßeinheit 24′ im wesentlichen mit der Temperatur der
Wärmemeßeinheit 24 übereinstimmt. Dies läßt sich leicht anhand
der von den beiden Wärmemeßeinheiten abgegebenen Signale
feststellen. Dann wird der Heizwiderstand 92 abgeschaltet,
und nach Verstreichen einer mit Sicherheit zur Einstellung
gleicher Temperaturverteilung ausreichenden vorprogrammierten
Wartezeit leitet dann das Auslesegerät 44 die eigentliche
Messung ein. Diese besteht in der Übernahme des Meßergebnisses
und der Bestimmung des Korrekturfaktors für die jeweilige
Wärmemeßeinheit 24 gegenüber der geeichten Referenz-Wärmemeßeinheit
24′. Beide Werte werden auf dem Magnetbandaufzeichnungsgerät
50 zur Weiterverarbeitung abgespeichert.
Nach Drücken der Betätigungsabschnitte 104 läßt sich der
Stecker 40 leicht von der Wärmemeßeinheit 24 abziehen und
anschließend auf eine andere Wärmemeßeinheit aufschieben.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten des schaltungstechnischen Aufbaus
der Wärmemeßeinheit 24 und des Auslesegerätes 44.
Ein Schwinggabel-Schwingquarz 108, welcher bei Raumtemperatur
bei 32 kHz schwingt, ist so geschnitten, daß eine große
Temperaturabhängigkeit seiner Eigenfrequenz erhalten wird.
Der Ausgang des Schwingquarzes 108 ist mit einem Vorteiler
110 verbunden, dessen Ausgang ein Signal mit einer Frequenz
von 128 Hz bereitstellt. Mit diesem Signal ist ein Zähler
112 beaufschlagt, welcher aus Einzelzählern 112 a-112 f zusammengesetzt
gezeigt ist, welche an ihren Überlaufausgängen
in Abständen von Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen, Monaten
und Jahren Impulse abgeben.
Die Schaltkreise 110 und 112 sind in den in großen Stückzahlen
hergestellten und daher preisgünstig erhältlichen
integrierten Schaltkreisen für Quarzuhren enthalten, welche
zur Realisierung der Wärmemeßeinheit 24 nach Fig. 1 verwendet
werden können.
An den Ausgängen der Einzelzähler 112 a-112 f wird der jeweilige
Zählerstand in Form zweistelliger BCD-codierter Zahlen
bereitgestellt. Die Ausgänge der Einzelhändler 112 a-112 f
sind mit einem 48 Bit langen Unterbereich 114 b eines Schieberegisters
114 verbunden. Dessen Gesamtlänge beträgt beim hier
betrachteten Ausführungsbeispiel 128 Bit. Hiervon ist ein
16 Bit großer Unterbereich 114 a aus einem Festwertspeicher
116 einlesbar, welcher eine Identifizierungsnummer enthält,
die der betrachteten Wärmemeßeinheit 24 speziell zugeordnet
ist. Ein weiterer, 64 Bit großer Unterbereich 114 c des Schieberegisters
114 dient zur Aufnahme variabler Information,
z. B. der Korrekturfaktor für den jeweiligen Schwingquarz
108, die Größe des der Meßstelle zugeordneten Heizkörpers
und Code-Information. Der 64 Bit lange Unterbereich 114 c des
Schieberegisters 114 ist an einen Komparator 118 angeschlossen,
welcher mit seinem zweiten Eingang an einen die Code-
Information enthaltenden Festwertspeicher 120 angeschlossen
ist. Der Komparator 118 kann über eine Steuerleitung 122 vom
Auslesegerät 44 her aktiviert werden und setzt dann, wenn
der Inhalt des Festwertspeichers 120 mit dem Codeinhalt des
Unterbereiches 114 c des Schieberegisters 114 übereinstimmt,
die Einzelzähler 112 a-112 f auf Null zurück, bzw.veranlaßt
bei entsprechender Ausbildung der Einzelhändler dieselben
zur Übernahme der zugeordneten Bits des Unterbereiches 114 b
des Schieberegisters 114 als Ausgangszählerstand.
Das Schieberegister 114 ist so ausgebildet, daß es Daten an
den in der Zeichnung oben liegenden Paralleldatenübertragungsklemmen
DP parallel einlesen und ausgeben kann, wenn eine
Paralleltaktsteuerklemme TP mit Signal beaufschlagt wird.
Diese Klemme ist mit dem Ausgang des Einzelzählers 112 a verbunden,
welcher in Abständen von 1 Sekunde einen Impuls abgibt.
Das Schieberegister 114 hat ferner eine Serielldatenübertragungsklemme
DS, über welche Daten seriell ein- oder ausgelesen
werden können, wenn eine Serielltaktsteuerklemme TS mit Signal
beaufschlagt wird. Letztere ist mit dem Ausgang eines UND-
Gliedes 124 verbunden, dessen einer Eingang mit dem Ausgang
des Vorteilers 110 und dessen zweiter Eingang mit einer zum
Auslesegerät 44 führenden Steuerleitung 126 verbunden ist.
Eine Datenleitung 128 verbindet die Serielldatenübertragungsklemme
DS des Schieberegisters 114 mit dem Auslesegerät 44.
Die drei Leitungen 122, 126 und 128 sind über das Verbindungskabel
42 mit einem Eingabe/Ausgaberegister 130 verbunden,
welches einem Mikroprozessor 132 zugeordnet ist. Mit diesem
sind als weitere periphere Geräte verbunden eine Echtzeituhr
134, die Referenz-Wärmemeßeinheit 24′, das Magnetbandaufzeichnungsgerät
50 und der Nadeldrucker 48.
Die Echtzeituhr 134 hat gleichen Aufbau wie die durch den
Schwingquarz 108, den Vorteiler 110 und den Zähler 112 gebildete
"Wärmezeituhr", nur ist ihr Schwingquarz in für
Quarzuhren üblicher Weise so geschnitten, daß seine Arbeitsfrequenz
temperaturunabhängig ist. Falls gewünscht,
kann die Echtzeituhr zusätzlich ein Rundfunkempfangsteil
aufweisen und so automatisch in regelmäßigen Abständen auf
die behördliche Normalzeit gestellt werden.
Die oben beschriebene, elektrisch durch eine eingebaute
Batterie lautstarke Wärmemeßeinheit 24 und das oben beschriebene
Auslesegerät 44 werden wie folgt verwendet:
Vor dem Einbau der Meßeinheit 24 in die Halterung 16 wird
diese auf der Eichplatte 52 angebracht und der Schwingquarzkorrekturfaktor
wird vom Auslesegerät 44 bestimmt und auf
dem Magnetbandaufzeichnungsgerät 50 abgespeichert. Danach
wird die Meßeinheit 24 in die Halterung 16 eingesetzt, mit
der Feder 26 festgeklemmt, und der Plombierdraht 30 und die
Plombe 28 werden angebracht. Danach wird der Stecker 40 in
die Meßeinheit 24 eingesteckt, und in das Schieberegister
114 wird vom Auslesegerät 44 die genaue Echtzeit zusammen
mit der Code-Information, der Information über die Größe
des Heizkörpers und dem Schwingquarzkorrekturfaktor eingegeben.
Der nun an beiden Eingängen mit gleicher Codeinformation
beaufschlagte Komparator 118 spricht nun an, und es wird
dann der Unterbereich 114 b des Schieberegisters 114 als
Ausgangszählerstand in den Zähler 112 übernommen. Hierauf
wird das Schieberegister 114 vom Auslesegerät 44 mit beliebiger,
nicht die Code-Information enthaltender Information
überschrieben, und der Stecker 40 wird abgezogen.
Die Wärmemeßeinheit 24 stellt nun jede Sekunde den bisherigen
Wärmeverbrauch in Form einer Zeitangabe im Schieberegister
114 bereit. Falls gewünscht, kann man die Klemme TP
des Schieberegisters 114 auch mit dem Minutenausgang des
Einzelzählers 112 b verbinden.
Nach Ablauf einer Heizperiode wird das Auslesegerät 44 wieder
an die Wärmemeßeinheit 24 angeschlossen, und bei Bereitstellung
eines Steuersignales auf der Steuerleitung 126 wird
der Inhalt des Schieberegisters 114 seriell ausgelesen. Dies
kann aus Sicherheitsgründen mehrfach erfolgen, wobei dann
das Auslesegerät 44 die Kennung für die Wärmemeßeinheit 24,
welche dem Festwertspeicher 116 entnommen ist, zugleich als
Markierung für den Anfang des Inhaltes des Schieberegisters
114 benützt.
Soll der Inhalt des Schieberegisters 114 auch durch den
Inhaber der Wohnung ausgelesen werden können, so kann man
diesem ein einfaches Anzeigegerät zur Verfügung stellen,
welches keine Code-Information enthält und nur zum Auslesen
des Schieberegisters 114 befähigt ist und den Unterbereich
114 b in Form einer Zahl anzeigt.
Man kann eine an einer Raumwand angeordnete Wärmemeßeinheit
70 während der Ableseperiode auch zugleich als Temperaturfühler
mit Einleitersignalübermittlung verwenden, indem man
die in der Zeichnung untere Eingangsklemme des UND-Gliedes
124 an den Sekunden- oder Minutenausgang des Zählers 112 anschließt
und die Leitung 128 mit einer Regeleinheit der Raumklimatisierungsanlage
verbindet, welche entweder die Änderung
der Inhaltes des Unterbereiches 114 b digital auswertet
oder die Abweichung der Auslesetaktfrequenz von der exakten
128 Hz-Taktfrequenz ermittelt und als Maß für die Ist-Temperatur
im Raum nimmt.
Zum Ablesen des Wärmeverbrauches nach einer Heizperiode wird
nach Anbringen des Steckers 40 vom Auslesegerät 44 der Inhalt
des Schieberegisters 114 ausgelesen und auf dem Magnetbandaufzeichnungsgerät
50 festgehalten, und falls in den Stecker
40 eine Referenz-Wärmemeßeinheit 24′ integriert ist, wird
zugleich in der schon beschriebenen Art und Weise der Korrekturfaktor
für die Wärmemeßeinheit 24 neu bestimmt und
ebenfalls magnetisch aufgezeichnet. Dann wird das Schieberegister
114 vom Auslesegerät 44 her mit der echten Uhrzeit
gefüllt und der Stand des Zählers 112 entsprechend korrigiert,
wie oben schon beschrieben wurde.
Das Auslesegerät 44 überprüft nach ihm über das Magnetaufzeichnungsgerät
50 eingegebenen Daten, ob sämtliche Wärmemeßeinheiten
einer Wohnung bzw. eines Hauses überprüft
wurden und druckt die Meßergebnisse auf dem Nadeldrucker 48
als Beleg aus.
Nach Ablesen aller Wärmemeßeinheiten eines Hauses oder einer
Gruppe von Gebäuden wird die vom Magnetbandaufzeichnungsgerät
50 beschriebene Bandkassette entnommen und zur Erstellung
der Endabrechnung an ein Rechenzentrum des Abrechnungsunternehmens
gesandt, was einfach auf dem Postwege erfolgen kann.
Die Aufzeichnungen auf der Magnetbandkassette können zugleich
zur Kontrolle des Ablesers und zur Lohnabrechnung für den
Ableser verwendet werden.
Man erkennt, daß bei dieser Art der Ermittelung des Wärmeverbrauches
Manipulationen oder unbeabsichtigte Fehler ausgeräumt
sind. Die Ablesung kann auch durch ungeübte Personen
wie Hausmeister vorgenommen werden, und auch die Weiterverarbeitung
der Meßergebnisse erfolgt ohne menschliches Zutun
rein maschinell und fehlerfrei.
Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Wärmemeßeinheit 24*. Das
Schieberegister 114 und die niedrfrequenten Zählerstufen
sind hier durch einen Schreib-Lesespeicher (RAM) 136,
welcher 2 N getrennt andressierbare Speicherzellen zu
jeweils einem Bit aufweist, und durch einen Binäraddierer
ersetzt, welcher zwischen die Datenausgangsklemme DO und
die Dateneingangsklemme DI des Schreib/Lesespeichers 136
geschaltet ist und seinerseits einen Inverter 138, einen
diesem nachgeschalteten Verzögerungskreis 140 und ein getakteten
RS-Flipflop 142 (Carry-Flipflop) sowie ein exklusives
ODER-Glied 144 aufweist. Die Eingänge des exklusiven
ODER-Gliedes 144 sind mit der Datenausgangsklemme
DO des Schreib/Lesespeichers 136 bzw. dem "1"-Ausgang des
Flipflops 142 verbunden. Dessen Rückstelleingang R ist über
den Verzögerungskreis 140 und den Inverter 38 ebenfalls mit
der Datenausgangsklemme DO des Schreib/Lesespeichers 136
verbunden, sein Setzeingang S ist mit der Überlaufklemme O
eines zur zyklischen Adressierung des Schreib/Lesespeichers
136 verwendeten Vorzählers 146 verbunden. Dieser erhält
am Eingang ein Signal mit einer Frequenz von etwa 128 Hz,
welches über einen Zwischenteiler 148 mit einem Teilfaktor
zwei von einem ein 256 Hz-Signal abgeleitet ist, das ein
Vorteiler 150 bereitstellt. Letzterer ist an den Ausgang
eines Schwinggabel-Schwingquarzes 152 angeschlossen, welcher
wieder so geschnitten ist, daß sich seine Eigenfrequenz
stark mit der Temperatur ändert.
Das Ausgangssignal des Vorteilers 150 wird direkt auf die
Einlesetaktklemme TI und über einen Inverter 154 auf die
Auslesetaktklemme TO des Schreib-Lesespeichers 136 gegeben.
Eine Datenausgabeleitung 156 ist an die Datenausgangsklemme
DO des Schreib/Lesespeichers 136 angeschlossen. Eine Dateneinleseleitung
158 ist mit einer Eingangsklemme eines UND-
Gliedes 160 verbunden, dessen zweite Eingangsklemme mit
einer Einlesesteuerleitung 162 verbunden ist. Der Ausgang
des UND-Gliedes 160 ist über ein ODER-Glied 164 mit der
Dateneingangsklemme DI des Schreib/Lesespeichers 136 verbunden.
Dessen zweite Eingangsklemme ist mit dem Ausgang
eines UND-Gliedes 166 verbunden, dessen einer Eingang über
einen Inverter 168 ebenfalls mit der Einlesesteuerleitung 162
verbunden ist und dessen anderer Angang mit dem Ausgang des
exklusiven ODER-Gliedes 144 verbunden ist. Das Signal auf
der Einlesesteuerleitung 162 wird über eine schnelle monostabile
Kippschaltung 167 auch zum Rückstellen der Teiler
148, 150 und des Vorzählers 146 verwendet.
Die oben beschriebene Meßeinheit 24* arbeitet folgendermaßen:
Die verschiedenen (bei den oben angegebenen Frequenzverhältnissen in der Praxis 128) Speicherzellen des Schreib/Lesespeichers 136 werden in einer Sekunde ("Wärmezeit") einmal zyklisch durchadressiert. Jedes Adreßsignal steht für 1/128 Sek. an. Jede Sekunde wird durch einen Überlaufimpuls des Vorzählers 146 des Flipflop 142 gesetzt. Das exklusive ODER- Glied 144 setzt nun alle ankommenden binären Einsen in binäre Nullen um, ebenso wird die erste ankommende binäre Null in eine Eins umgesetzt. Die so umgesetzten Daten werden über die Dateneingangsklemme DI wieder in den Schreib/Lesespeicher 136 eingelesen. Alle nachfolgenden an der Datenausgangsklemme DO bereitgestellten Bits werden unverändert über das exklusive ODER-Glied 144 wieder über die Dateneingabeklemme DI des Schreib/Lesespeichers 136 eingelesen. Auf diese Weise erfolgt gleichzeitig ein periodisches Auslesen des Wärmeverbrauches ("Wärmezeit") und ein Addieren von Sekundenimpulsen zum Zwecke der Integration des Wärmeverbrauches. Die Schaltung erhält offensichtlich durch dieses Zusammenfassen von Schnittstellenfunktion und Zählfunktion im Schreib/Lesespeicher 136 einen besonders einfachen Aufbau.
Die verschiedenen (bei den oben angegebenen Frequenzverhältnissen in der Praxis 128) Speicherzellen des Schreib/Lesespeichers 136 werden in einer Sekunde ("Wärmezeit") einmal zyklisch durchadressiert. Jedes Adreßsignal steht für 1/128 Sek. an. Jede Sekunde wird durch einen Überlaufimpuls des Vorzählers 146 des Flipflop 142 gesetzt. Das exklusive ODER- Glied 144 setzt nun alle ankommenden binären Einsen in binäre Nullen um, ebenso wird die erste ankommende binäre Null in eine Eins umgesetzt. Die so umgesetzten Daten werden über die Dateneingangsklemme DI wieder in den Schreib/Lesespeicher 136 eingelesen. Alle nachfolgenden an der Datenausgangsklemme DO bereitgestellten Bits werden unverändert über das exklusive ODER-Glied 144 wieder über die Dateneingabeklemme DI des Schreib/Lesespeichers 136 eingelesen. Auf diese Weise erfolgt gleichzeitig ein periodisches Auslesen des Wärmeverbrauches ("Wärmezeit") und ein Addieren von Sekundenimpulsen zum Zwecke der Integration des Wärmeverbrauches. Die Schaltung erhält offensichtlich durch dieses Zusammenfassen von Schnittstellenfunktion und Zählfunktion im Schreib/Lesespeicher 136 einen besonders einfachen Aufbau.
Ein Schutz gegen Manipulation kann bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 dadurch erhalten werden, daß man die Steckbuchse
für die Einlesesteuerleistung 162 durch die Halterung
16 abdeckt und die jährliche Verbrauchsbestimmung unter Berücksichtigung
der Ablesung der letzten Periode vornimmt.
Eine erstes Einlesen des Schreib/Lesespeichers 136 ist nämlich
nur nach einem Auswechseln der Batterie erforderlich,
wozu die Plombe 28 der Halterung 16 sowieso zerstört werden
muß und die Wärmemeßeinheit 24* der Halterung 16 entnommen
werden muß.
Sollen im Schreib/Lesespeicher 136 zusätzliche Informationen
über den Korrekturfaktor des Schwingquarzes 152 und/oder die
Größe des der Meßeinheit zugeordneten Heizkörpers und/oder
Code-Information gespeichert werden, die dann automatisch
zusammen mit dem Wärmeverbrauch zyklisch ausgegeben werden,
so kann man die Schaltung wie in Fig. 4 gezeigt abwandeln.
Schon unter Bezugnahme auf Fig. 3 besprochene Schaltungsteile
sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen
und brauchen nicht noch einmal im einzelnen erläutert zu
werden.
Der Vorteiler 150, der Zwischenteiler 148 sowie der Vorzähler
46 sind als ein Vorzähler 170 zusammengefaßt gezeigt,
dessen erste Ausgangsklemme zur Vorgabe des Auslesens bzw.
Einlesens des Schreib/Lesespeichers 136 verwendet wird,
dessen zweite Ausgangsklemme zum Takten des Flipflops 142
verwendet wird, dessen nachfolgende Ausgangsklemmen (in der
Praxis bei den oben beschriebenen Frequenzverhältnissen 8)
zum Adressieren des Schreib/Lesespeichers 136 verwendet werden
und dessen letzte Ausgangsklemme zum Rückstellen des
Vorzählers 170 beim Auslesen des Wärmeverbrauches verwendet
wird, während die vorletzte Ausgangsklemme zum Zurückstellen
des Vorzählers 170 beim normalen Meßbetrieb verwendet wird.
Hierzu sind die beiden letztgenannten Ausgangsklemmen mit
ersten Eingängen von UND-Gliedern 172, 174 verbunden, deren
Ausgänge über ein ODER-Glied 176 zusammengefaßt sind. Dessen
Ausgang wird über ein weiteres ODER-Glied 178 mit dem Signal
auf der Einlesesteuerleitung 162 zusammengefaßt; der Ausgang
des ODER-Gliedes 178 ist mit dem Eingang der monostabilen
Kippstufe 167 verbunden.
Der Schreib/Lesespeicher 136 hat 2 N+1 Speicherzellen, von
denen aber wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 nur
2 N zum Speichern der den Wärmeverbrauch charakterisierenden
"Wärmezeit" verwendet werden. Die zweite, obere Hälfte des
Schreib/Lesespeichers 136 enthält die Informationen über
Korrekturfaktor, Heizkörpergröße und Code-Information.
Liegt kein Signal auf der Einlesesteuerleitung 162, so
wird die obere Speicherhälfte überhaupt nicht adressiert
und die Schaltung arbeitet genauso wie die Schaltung nach
Fig. 3. Liegt ein Einlesesteuersignal an, so werden auch
die Speicherzellen in der oberen Speicherhälfte adressiert,
und ihr Inhalt wird auf der Datenausgabeleitung 156 zusammen
mit dem Inhalt der unteren Speicherhälfte bereitgestellt.
Die ausgelesenen Daten können im Auslesegerät 44 weiterverarbeitet
werden und entweder unverändert (Fortschreibung
der Verbrauchsmessung, keine Neubestimmung des Korrekturfaktors)
wieder in den Schreib/Lesespeicher 136 zurückgeführt,
wie durch die Schleife 180 im Auslesegerät 44 angedeutet,
oder das Auslesegerät 44 füllt den Schreib/Lesespeicher
neu, wobei die "Wärmezeit" wieder in Einklang mit
der Echtzeit gebracht wird und/oder ein neuer Schwingquarzkorrekturfaktor
eingegeben wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 enthält die untere
Hälfte des Schreib/Lesespeichers 136 die Information über
den Wärmeverbrauch, die obere Hälfte des Schreib/Lesespeichers
136 Code-Information, den Schwingquarzkorrekturfaktor
und Information über die Heizkörpergröße usw. Um Manipulationen
am Inhalt des Schreib/Lesespeichers 136 weiter zu
erschweren, kann man bei der Ausführungsform nach Fig. 5
die zusätzliche Information und die Information über den
Wärmeverbrauch in von Wärmeeinheit zu Wärmeeinheit verschiedener
Weise willkürlich auf beliebige Speicherzellen des
Schreib/Lesespeichers 136 verteilen.
Hierzu weist die in Fig. 5 gezeigte Wärmemeßeinheit 24***
einen Festwertspeicher 182 auf, der ebenso wie der Schreib/
Lesespeicher 136 einzeln adressierbare Speicherzellen zu
einem Bit enthält und mit denselben Signalen vom Vorzähler
170 her adressiert wird. Dabei steht eine binäre Eins in einer
Speicherzelle des Festwertspeichers 182 dafür, daß die entsprechende
Speicherzelle des Schreib/Lesespeichers 136 arithmetisch
zu verarbeitende Information über den Wärmeverbrauch
enthält, eine binäre Null dafür, daß die entsprechende Speicherzelle
des Schreib/Lesespeichers 136 Zusatzinformation
enthält, die bei der Fortschreibung des Wärmeverbrauches
nicht arithmetisch verarbeitet werden darf.
Die Datenausgangsklemme DO des Festwertspeichers 182 ist
mit einer Eingangsklemme eines UND-Gliedes 184 verbunden,
dessen andere Eingangsklemme mit dem Ausgang des Inverters
138 und dessen Ausgangsklemme mit dem Eingang des Verzögerungskreises
140 verbunden ist. Damit ist sichergestellt,
daß nur solche vom Datenausgang DO des Schreib/Lesespeichers
136 ausgegebene binäre Nullen das Flipflop 142 zurückstellen
können, welche zu arithmetisch zu verarbeitenden Bits des
den Wärmeverbrauch charakterisierenden Teiles des Inhaltes
des Schreib/Lesespeichers 136 gehören.
Der Datenausgang DO des Festwertspeichers 182 ist ferner
mit dem Eingang eines weiteren UND-Gliedes 186 verbunden,
welches am anderen Eingang mit der 256 Hz-Ausgangsklemme
des Zählers 170 verbunden ist und welches am Ausgang mit
der Einlesetaktsteuerklemme TI des Schreib/Lesespeichers
136 verbunden ist. Damit sind solche Speicherzellen bei der
periodischen Durchadressierung des Schreib/Lesespeichers
136 gegen ein Überschreiben geschützt, welche Zusatzinformation
enthalten, da bei der Adressierung dieser Speicherzellen
eine binäre Null am Ausgang des Festwertspeichers
182 ausgegeben wird.
Der Festwertspeicher 182 ist ein elektrisch programmierbarer
Festwertspeicher (EPROM) und wird in der Fabrik für die verschiedenen
Wärmemeßeinheiten unterschiedlich eingelesen. Die
entsprechende Information wird nur im Rechner des Abrechnungsunternehmens
gespeichert; sie kann weder aus der Wärmemeßeinheit,
in welcher alle Teile mit Ausnahme der Batterie
mit dem Gehäuse vergossen sind, noch beim Auslesen der Wärmemeßeinheit
mit einem Auslesegerät bestimmt werden, da man
es dann verschieden seriell ausgelesenen Bits nicht ansehen
kann, ob sie Zusatzinformation oder einen Teil der den Wärmeverbrauch
angebenden digitalen Zahl darstellen. Auf diese
Weise sind Manipulationen an den Meßergebnissen in gezielter
Weise nicht möglich.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Messen des Wärmeverbrauches, insbesondere
zur Verwendung in einer Heizanlage, mit einer thermisch
an ein wärmeabgebendes Teil ankoppelbarer Meßeinheit,
welche einen mit temperaturabhängiger Frequenz arbeitenden
Temperaturfühler und einen mit dessen Ausgangssignal
beaufschlagten Zähler aufweist, wobei dem Zähler ein seriell
auslesbarer Schreib/Lesespeicher zugeordnet ist,
der eine größere Kapazität hat als zur Speicherung des
Zählerstandes des Zählers notwendig, um Zusatzinformationen
aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schreib/Lesespeicher (114; 136) über eine Steckverbindung
(40) mit einem Auslesegerät (44) verbindbar ist,
welches eine Einrichtung (50) zum Aufzeichnen des Inhaltes
des Schreib/Lesespeichers (114; 136) auf einen Datenträger
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufzeichnungseinrichtung (50) eine Magnetaufzeichnungseinrichtung
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auslesegerät (44) einen Rechner (132) und
einen Datenträger (50) für ein Rechnerprogramm aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Auslesegerät (44) ein Tastenfeld
(46) zur Eingabe von Daten aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Auslesegerät (44) eine heizbare
Eichplatte (52) aufweist, auf welcher eine geeichte Meßeinheit
(56) angebracht ist und auf welcher eine zu
eichende Meßeinheit (24) anbringbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem zur Verbindung des Auslesegerätes
(24) mit einer Meßeinheit (24) dienenden Stecker
(40) eine Referenz-Meßeinheit (24′) integriert ist, welche
beim Anschließen des Steckers (40) an eine Meßeinheit
(24) in wärmeleitenden Kontakt zur auszulesenden
Meßeinheit (24) gebracht wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Referenz-Meßeinheit (24′) in Steckrichtung verschiebbar
im Stecker (40) untergebracht ist und durch eine Feder
(106) in Richtung auf das freie Steckerende zu vorgespannt
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest der die Referenz-Meßeinheit (24′) enthaltende
Teil des Gehäuses (74, 76) des Steckers (40) aus
schlecht wärmeleitendem Material gefertigt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stecker (40) federvorgespannte Klauen (102) aufweist,
mit welchen er an der auszulesenden Meßeinheit (24) bzw.
deren Halterung (16) verriegelbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, gekennzeichnet
durch einen Übertragungsblock (88) aus gut wärmeleitendem
Material, welcher eine Ausnehmung (90) aufweist,
in welcher ein die Kontaktstifte (38, 84) für die auszulesende
Meßeinheit (24) und die Referenz-Meßeinheit (24′)
tragender Steckerabschnitt (78) im Gleitsitz Aufnahme findet,
und welcher geringfügig größere Abmessung in Steckrichtung
hat als dieser Steckerabschnitt (78).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Übertragungsblock (88) ein Heizwiderstand
(92) eingebaut ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Auslesegerät (44) einen Zeitmesser
(134), vorzugsweise eine Echtzeituhr aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zeitmesser durch eine Standard-Meßeinheit (24)
gebildet ist, bei welcher der mit temperaturabhängiger
Frequenz arbeitende Schwingquarz (152) durch einen mit
temperaturabhängiger Frequenz arbeitenden Schwingquarz
ersetzt ist.
14. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 13 als mit der Regeleinheit einer Heizanlage oder
Klimaanlage zusammenarbeitender Temperaturfühler, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Datenausgangsklemme (156)
der Meßeinheit (24), an welcher laufend vom Ausgangssignal
des Schwingquarzes (152) abgeleitete Impulse bereitgestellt
werden, mit einer Eingangsklemme der Regeleinheit
verbunden ist und die Regeleinheit einen Frequenzmesser
oder einen Rechenkreis, welcher zusammen eine Binärzahl
darstellende aufeinanderfolgende Impulse zahlenmäßig
auswertet, aufweist, und daß das Ausgangssignal
des Frequenzmessers bzw. des Rechenkreises zur Steuerung
der Heiz- oder Kälteleistung verwendet wird.
15. Verfahren zum Messen des Wärmeverbrauchs in geheizten
Räumen unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
Schwingquarze mit nur ungefähr mit dem Solltemperaturgang
der Frequenz übereinstimmendem Temperaturgang verwendet
werden und ein die Abweichung des Temperaturganges
vom Solltemperaturgang charakterisierender Korrekturfaktor
in die zusätzlichen Speicherzellen des
Schreib/Lesespeichers eingegeben wird.
16. Verfahren zum Messen des Wärmeverbrauchs in geheizten
Räumen und zur Verwendung mehrere Vorrichtungen nach
einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Meßeinheit an der Innenseite einer
Gebäudewand und/oder mindestens eine Meßeinheit an der
Außenseite einer Gebäudewand angeordnet ist und daß in
zusätzliche Speicherzellen der Schreib/Lesespeicher dieser
Meßeinheiten Information zum Identifizieren der verschiedenen
Meßstellen eingespeichert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803050923 DE3050923C2 (de) | 1980-11-25 | 1980-11-25 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803044262 DE3044262C2 (de) | 1980-03-20 | 1980-11-25 | Vorrichtung zum Messen des Wärmeverbrauchs |
| DE19803050923 DE3050923C2 (de) | 1980-11-25 | 1980-11-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3050923C2 true DE3050923C2 (de) | 1988-08-04 |
Family
ID=25789290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803050923 Expired DE3050923C2 (de) | 1980-11-25 | 1980-11-25 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3050923C2 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2711437A1 (de) * | 1977-03-16 | 1978-09-21 | Danfoss As | Vorrichtung zur messung der waermemenge |
-
1980
- 1980-11-25 DE DE19803050923 patent/DE3050923C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2711437A1 (de) * | 1977-03-16 | 1978-09-21 | Danfoss As | Vorrichtung zur messung der waermemenge |
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