[go: up one dir, main page]

DE3049301A1 - Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung - Google Patents

Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung

Info

Publication number
DE3049301A1
DE3049301A1 DE19803049301 DE3049301A DE3049301A1 DE 3049301 A1 DE3049301 A1 DE 3049301A1 DE 19803049301 DE19803049301 DE 19803049301 DE 3049301 A DE3049301 A DE 3049301A DE 3049301 A1 DE3049301 A1 DE 3049301A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
caliber
rolling
horizontal
open
upsetting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803049301
Other languages
English (en)
Inventor
Vladislav A. Sverdlovsk Šilov
Vladimir N. Bespalov
Aleksandr A. Kugušin
Jury O. Novokuznetsk Kemerovskaja oblast' Labetsky
Boris M. Melnikov
Vitaly K. Smirnov
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uralsky Politekhnichesky Institut
ZAP SIB METALL Z IM 50 LETIJA
Original Assignee
Uralsky Politekhnichesky Institut
ZAP SIB METALL Z IM 50 LETIJA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Uralsky Politekhnichesky Institut, ZAP SIB METALL Z IM 50 LETIJA filed Critical Uralsky Politekhnichesky Institut
Priority to DE19803049301 priority Critical patent/DE3049301A1/de
Publication of DE3049301A1 publication Critical patent/DE3049301A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B1/00Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
    • B21B1/08Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling structural sections, i.e. work of special cross-section, e.g. angle steel
    • B21B1/088H- or I-sections

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Die Erfindung bezieht sich auf das Profilwalzen und insbesondere auf ein Verfahren zum Walzen von I-ProFilen in einem kontinuierlichen Walzwerk sowie aufeine Kaliberreihe für dessen Durchführung.
  • Besonders wirksam kann die vorliegende erfindung in einem vollkontinuierlichen Walzwerk mit iforizontal-, Vertikal- und Universalgerüsten verwendet werden.
  • Um maximale Leistung zu erreichen, die IviaF st-lbilität der I-Profile zu erhöhen und die Qualität der I-Profile, insbesondere mit einem dünnen Steg zu verbessern, werden diese zweckmässigerweise in kontinuierlichen Walzwerken gewalzt.
  • Durch das Walzen im kontinuierlichen Walzwerk wird maximale Leistung erreicht, eine minimale Temperatursenkung des Walzgutes sowie eine hohe Maß genauigkeit und -stabilität der I-Profile, insbesondere der leichten und dünnen profile gewährleistet. Ausserdem werden beim kontinuierlichen walzen die mechanischen Eigenschaften der I-Profile verbessert.
  • I-Profile werden in unterschiedlichen Verfahren hergestellt.
  • Bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von l-Profilen in Walzwerken mit offener Gerüstanordnung sowie eine Kaliberreihe für dessen Durchführung ( Buch von Ross E.Baynon "Kalibrieren von Walzen und Walzwerksanordnung", veröffentlicht 1960, Metallurgizdat, S. 23-24).
  • Die Kaliberreihe enthält geschlossene Sinschnitt- und frägerkaliber, die Zapfen, geschlossene Flansche mit einer Aussenkantenneigung von 2-4% sowie offene flansche mit einer Aussenkantenneigung von 5-12% besitzen. Dabei wechseln die offenen und geschlossenell Plansche mit Änderung der Keigungsrichtung der Aussenkanten nach jedem kaliber miteinander Ein Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird sukzessiv zuerst im Einschnittkaliber und anschliessend in Trägerkalibern gewalzt. rauch je einem Stich in jedem Kaliber wird der Kn5;jpel zu einem Streifen mit I-Profil heruntergewalzt, der entsprechend der Konfiguration des geschlossenen Horizontalträgerkalibers einen Steg sowie offene und geschlossene Fla@sche hat.
  • Infolge des Wechselns der offenen und geschlossenen Flansche der Trägerkaliber treten die offenen flansche des Walzgutes in die geschlossenen Flansche des nachfolgenden gesehlossenen -frdgerkalibers ein und urngekehrt, die geschlossenen Flansche des Walzgutes treten in die offenen Fla@sche des geschlossenen Horizontalträgerkalibers ein.
  • Dabei kann das Walzgut eine grössere Breite über die abgebogenen offenen Flansche <> als die Breite des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgerkalibers über die geschlossenen Flansche<aufweisen> Zu einem reibungslosen Losen des Walzgutes aus den Kalibern sowie zu dessen Abnehmen von den Walzen werden auf der in Walzrichtung hiiiteren Walzenseite Führungen angeordnet.
  • Nach jedem Stich wechseln die Walzgutenden beim Sinlauf in die Walzen miteinander. Da in der Formänderungszone das Metall des Steges relativ zu den Walzen eine Nacheilung hat, entstehen bei einem derartigen Wechseln lokale Stegverlangerungen an den beiden Walzgutenden. Durch diese Verlgngerungen wird der Einlauf des Walzgutes in das er erleichtert, weil diese durch den Kaliberzapfen zuerst erfasst werden und das Walzgut wird in die Walzen eingezogen, obwohl dessen Breite über die abgebogenen offenen flansche die Breite des Kalibers über die geschlossenen Flansche überschreitet. Infolge der lokalen 3tegverlängerungen des Walzgutes an den Enden wird ebenfalls ein zuverlässiges Abnehmen des Walzgutes von den Walzen durch Ausführungen ermöglicht, weil die Verlängerung früher als die Walzgutes flansche aus dem Kaliber austritt uiid, indem sie auf die Ausführungen gelangt, hilft sie, das in den tiefen geschlossenen Kaliberflanschen eingeklemmte Walzgut herauszuziehen.
  • Das Walzen in Walzwerken mit offener Gerüstanordnung weist jedoch eine geringe Leistung auf und ist durch eine starke Temperatursenkung des Walzgutes während des Walzvorgangs gekennzeichnet, wodurch die Massgenauigkeit und -stabilität der I-Profile beeinträchtigt wird.
  • Bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in Universalträgerwalzwerken, die mit reversierbaren Gerüsten ausgestattet sind, sowie eine Kaliberreihe für dessen Durchführung ( Buch von Grizuk N.F., Antonov S.P. "Herstellung von Breitflansch-I-Profilen", veröffentlicht 1973, Verlag "Metallurgija", J. 25).
  • Bei der bekannten Waliberreihe werden im ersten reversierbaren Vorgerüst ein offenes Binschnitt- sowie ein offenes Träger- und ein Stauchkaliber und in reversierbaren Vor-und Fertiggerüsten Universalträgerkaliber verwendet.
  • Der Knüppel wird zuerst i.n offenen Einschnittkaliber in 2-4 Stichen und dann im offenen TrägerkAliber in 5-9 Stichen gewalzt. f)a das Walzen in demselben offenen Kaliber zu dessen Überfüllung führt, wird das Walzgut jeweils nach 2-4 Stichen um 900 gekantet und im Stauchkaliber gewalzt, wobei die Streifenbreite des I-Profils reduziert wird.
  • Das im Vorgerüst erzeugte I-Vorprofil wird danach in Universaltragerkalibern des Vor- und Fertiggerüstes gewalzt.
  • Beim Walzen im reversierbaren Gerüst wechseln die Walzen gute-nden beim Einlauf in die Walzen ebenfalls miteinander, an den beiden Walzgutenden lokale Stegverlängerungen entstehen, der Einlauf des Walzgutes in das Kaliber sowie der Austritt des Walzgutes aus diesem erleichtert wird. Zum leichteren Einlauf des Walzgutes in das Kaliber und dessen Austritt aus den Walzen trägt ausserdem der Einsatz von symmetrisch relativ zur Horizontalachse angeordneten offenen Präger- und Universalkalibern bei.
  • Jedoch ist die Leistung des Walzwerks beim walzen gemasts diesem Verfatiren infolge Verwendung von reversierbaren Gerüsten beschränkt. Ausserdem ist eine bedeutende Temperatursenkung des Walzgutes insbesondere beim Walzen von kleinen I-Profilen vorhanden. Deswegen wird dieses Verfahren vorwiegend zur ilerstellung von grossen I-Profilen verwendet.
  • Bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in halbkontinuierlichen Walzwerken, die aus einem reversierbaren Gerüst und einer kontinuierlichen Gruppe von Horizontal- und Universalgerüsten bestehen (Zeitschrift "Iron and Steel Engineer", 1974, Vol. 51, Nr. 1, W.J. Amerling u. Mitarb. "Kontinuierlicher Mittelstahlwalzwerk für Träger und sonstige Profile", S. 65-71, insb. S.70; Zeitschrift "Kinzoku", 1975, Vol. 45, Nr. 1, N.Takaaki "Entwicklung der Produktion von Stahlformprofilen und -stangen", S. 72-78, insb. S. 75).
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird eine Kaliberreihe verwendet, die geschlossene bzw. offene Einschnitt-und Trägerkaliber im reversierbaren Gerüst sowie geschlossene und Universalträgerkaliber in der kontinuierlichen Gerüstgruppe enthält, Ein Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird zuerst in 3-5 Stichen im reversierbaren Walzgerüst unter Wechseln der Walzgutenden beim Einlauf in die Walzen gewalzt. Dadurch entstehen lokale Stegverlängerungen an den beiden Walzgutenden.
  • Danach wird das Walzgut in der kontinuierlichen Gerüstgruppe gewalzt, wo dieses mit dem gleichen lande in die walzen Jedes Gerüstes einläuft. Dabei wird durch die am Walzgutende vorhandene lokale Stegverlängerung ein zügiger einlauf des Walzgutes in die geschlossenen Tragerkaliber sowie dessen zuverlässiger Austritt aus den geschlossenen Kaliberflanschen gewährleistet, wie es in Walzwerken mit offener Gerüstanordnung der Fall ist und vorstehend beschrieben wurde.
  • Durch die kontinuierliche Gerüstgruppe werdenbeim Walzen nach diesem Verfahren die Leistung des Walzwerks vergrössert sowie Voraussetzungen für die erhöhung der Massgenauigkeit und -stabilität der zu walzenden Profile geschaffen.
  • Durch den Einsatz des reversierbaren Gerüstes wird die Steigerung der Walzwerkleistung beschränkt, die Walztemperatur herabgesetzt und die Möglichkeiten der kontinuierlichen GerUstgruppe des Walzwerks nicht in vollem Masse ausgenutzt.
  • Um maximale Leistung zu erreichen, die Massgenauigkeit und -stabilität der I-Profile, insbesondere der leichten und dünnen Profile zu erhöhen, die Anderung der Walzguttemperatur während des Walzvorgangs zu verringern sowie die Qualität der I-Profile zu verbessern, wird das Walzen zweckmässigerweise in vollkontinuierlichen walzwerken durchgeführt.
  • In der Metallurgie ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem vollkontinuierlichen Walzwerk bekannt, das nur aus Horizontalgerüsten besteht (das Buch von Bachtinow B.P., Schternow M.M. "Kalibrierung von Walzwerkswalzen", veröffentlicht 1953, Metallurgizdat, S. 586-588) bzw. horizontale und kombinierte (horizontale und vertikale) Gerüste in Der Vorwalzgruppe sowie universale und kombinierte Gerüste in der Fertigwalzgruppe enthält (Zeitschrift "Hutnik", CSSR, 1976, Bd. 26, Nr. 5, Polansky P., Kalibrierungsverhältnisse beim Walzen von Formprofilen in Hochleistungswalzwerken", . 174-181, insb. S. 176). Die kombinierten Gerüste können entweder als Horizontal- oder als Vertikalgerüste betrilben werden.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird eine Kaliberreihe verwendet, die ein geschlossene@s bzw. ein offenes Einschnittkaliber, geschlossene Xragerkaliber mit Wechseln der offenen und geschlossenen Flanschen nach jedem Stich sowie Universalträgerkaliber enthält. Dabei beträgt die äussere Neigung der Trägerkaliber 2-4% bei geschlossenen Flanschen und 6-12% bei offenen Flanschen.
  • Der KnUppel wird sukzessiv im Einschnittkaliber, in geschlossenen Tragervorkalibern und Universalfertigkalibern gewalzt. Das walzgut wird in jedem Gerüst in je einem stich gefahren und läuft immer mit dem gleichen Ende in die Valzen ein. Dabei wird gleichzeitig in sämtlichen bzw. in mehreren Gerüsten gewalzt.
  • Durch dieses Verfahren werden maximale Leistungenerreicht und Voraussetzungen für eine minimale Anderung der Walzguttemperatur während des Walzvorganges sowie für die Erzielung von präzisen und stabilen Massen der zu walzenden Profile geschaffen.
  • Die Durchführung dieses Verfahrens zum kontinuierlichen Walzen von I-Profilen ist Jedoch mit bedeutenden Schwierigkeiten verbunden, die darauf zurückzuführen sind, dass das Walzgut immer mit dem gleichen Winde in die Kaliber einläuft. Wie die Erfahrungen beim Betrieb von kontinuierlichen Walzwerken sowie spezielle Untersuchungen gezeigt haben, entsteht dabei keine lokale Stegverlängerung an diesem Walzgutende, obwohl das Walzgut vorwiegend auf dem Steg heruntergewalzt wird. Im Gegenteiles, wird das Metall am Ende des Walzgutes,mit dem dieses in die Walzen einläuft, im Bereich des Steges relativ zu den flanschen auf der Länge zusammengezogen und abgeschichtet. Diese Erscheinung ist durch die spezifischen Verhältnisse der Fliessgeschwindigkeit von Metall in der 1 ormanderungszone des Trägerkalibers zu erklären. Bekanntlich ist die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen auf dem Flanschgipfel beträchtlich geringer als auf dem Steg, weil der Walzendurchmesser auf dem Flanschgipfel immer geringer als auf dem Steg ist. Da die Austrittsgeschwindigkeit des Walzgutes aus den Walzen in Übereinstimmung mit dem mittleren Arbeitsdurchmesser der Walzen vorgegeben wird, hat die Geschwindigkeit der Walzgutflansche eine Voreilung relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit der Walze und die Geschwindigkeit des Walzgutsteges hat eine Nacheilung relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit der Walze. Deswegen tritt auf dem Walzgutsteg über der gesamten Länge der Formänderungszone eine Rückstauzone für das Metall relativ zu den Walzen auf.(d.h. Metallrückfluss relativ zu dej Walzen), wodurch an dem beim Einlauf in die Walzen vorderen Walzgutende ein Zusammenziehen des Steges relativ zu den Flanschen sowie eine Schichtung des Metalls zustandekommt und an dem beim Einlauf in die Walzen hinteren Ende eine lokale Stegverlängerung gebildet wird. Durch das Fehlen der lokalen Stegverlängerung am Walzgutende mit dem des @alzgut in die Walzen einläuft, wird der Einlauf des Walzgutes in die geschlossenen Kaliber sowie dessen Abnehmen von den falzen durch die Ausfilhrungen erschwert, da der Einlauf des Walzgutes in das Ka@iber und dessen Austritt aus dem Kali er nicht mit dem Steg (wie es bei der lokalen Stegverlängerung am Walzgutend der Prall ist) sondern mit den Flanschen beginnt. Da die Breite des Walzgutes über die offenen lansche die Breite des nachfolgenden Kalibers über die geschlossenen Flansche überschreiten kann, kommt es bei dessen Einlauf ins Kaliber zu Stöss(n gegen die Walzen und beim Austritt des walzgutes aus dem Kaliber stösst Sic.w das walzgut infolge des Einklemmens des Metalls in den geschlossenen Kaliberflanschen gegen die Ausführungen. Das führt zur Verringerung der Standzeit sowie zur Beschädigung der Ausführungen und zu nachfolgender Aufwicklung des Walzgutes auf die Walze. Infolge dieser Schwierigkeiten war es bis zut heutigen Tag nicht gelungen, die Produktion von I-Profilen in kontinuierlichen Walzwerken mit @orizontal- und Universalgerüsten zu beherrschen.
  • Die vorliegende erfindung bezweckt, die genannten Schwierigkeiten zu beseitigen.
  • Der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk sowie eine Kaliberreihe für dessen Durches führung zu schaffen, welche gestatten, den Einlauf des Walzgutes in die Kaliber und dessen Austritt aus den Kalibern zu erleichtern, wodurch die Standzeit der Ausführungen verlängert und deren Beschädigung verhindert sowie die Aufwicklung des Walzgutes auf die Walzen beim Fehlen einer lokalen Stegverlängerung an dein beim einlauf in die Walzen vorderen Walzgutende vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird einem Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk; das sukzessive@Walzen eines Knüppels mit rechteckipeln Querschnitt in IIorizontaleinschtIi t t- und Horizontalträger- kalibern einschliesst, erfindungsgemäss das Walzen in den Horizontalkalibern in offener Kaliberfolge durchgeführt und das Walzgut jeweils nach 1-3 Stichen in siorizontalkalibern in einem Vertikalstauchkaliber heruntergewalzt wird.
  • Die Aufgabe wird .dabei vorteilhaft mit einer Kaliberreihe für die Durchführung des Verfahrens gelöst, welche ein offenes Einschnittkaliber sowie offene Träger- und Stauchkaliber enthält, in welcher erfindungsgemäss jeweils zwei benachbarte offene Trägerkaliber, die auf jedes Stauchkaliber folgen, mit einem Vernältnis der auf die Horizontalachse bezogenen maximalen Breite des vorher@ehenden und des nachfolgenden Kalibers von 0,85-0,98, einen Verhältnis der Zapfenbreite der gleichen Kaliber von @,7@-0,95 und einem Verhältnis der Innenkantenneigung der Flansche der gleichen Kaliber von 1,02-1,45 ausgebildet sind.
  • Beim Walzen in offener Kaliberfolge fehlen geschlossene Flansche und folglich wird das Wechseln offenen und geschlossenen Flansche miteinander wodurch das Walzgutprofil immer mit de;n Profil des nachfolgenden offenen Trägerkalibers überein3timmt. Dabei unterschreitet immer die Breite des Walzgutprofils über die Russeren oeitenkanten die entsprechende Breite des nachfolgenden Kalibers. Dadurch werden die Stösse der Aussenkanten der Flansche gegen die Aus@enwände des Kalibers verhindert und der einlauf des Wal@gutes ins Kaliber erleichtert.
  • Beim Walzen in offener Kaliberfolge sind die Seiten der oberen und der unteren Walze auf das Walzgut einwirkendcn @omente infolge der Symmetrie der offenen Trägerkaliber relativ zur Horizontalachse gleich. Dadurch wird ein geradliniger Austritt des Walzgutes aus den Kaliber erzielt, die Einwirkungskräfte des Walzgutes auf die Ausführungell wesentlich verringert und folglich deren Beschädigung und die Aufwicklung des Walzgutes auf die Walzen vernieden.
  • Da beim Walzen in offenen Trägerkalibern eine vergrösserte Breitung des Metalls zustrlndekomnt und Neigung zur Überfüllung der Kaliber sowie zur Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes auftritt, sollte das Walzgut im Vertikalstauchkaliber auf der Breite heruntergewalzt werden.
  • Das Wechaeln der offenen Horizontalträgerkaliber und der Vertikalstauchkaliber miteinander ist von der Anordnung der Horizontal- und Vertikalgerüste im Walzwerk abhängig.
  • Das Walzen des Walzgutes in den Stauchkalibern wird nach 1-3 Stichen in den IIorizontaltragerkalibern durchgeführt.
  • Bei einer grösseren Anzahl der Stiche in offenen Prägerkalibern zwischen zwei Stauchstichen kommt eine tiberfüllung dieser Kaliber und die Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes zustande.
  • Zur Gewährleistung günstiger Verhältnisse für den Sinlauf des Walzgutes in die Kaliber sind jeweils zwei benachbarte Trägerkaliber, die auf jedes Stauchkaliber folgen, mit einem Verhältnis der auf die Ilorizontalachse bezogen maximalen Breite des vorhergehenden und des nachfolgenden Kalibers von 0,85-0,98, einem Verhältnis der Zapfenbreite der gleichen Kaliber von 0,71-0,95 und einem Verhältnis der lnnenkantenneigung der flansche der gleichen Kaliber von 1,0-1,45 auszubilden. 3ei einem geringeren Verhältnis der auf die Horizontalachse bezogenen maximalen Breite des vorhergehenden und des nachfolgenden Kalibers sowie bei einem geringeren Verhältnis der Zapfenbreite der gleichen Kaliber wird der Einlauf der Walzgutflansche in die Kaliberflanschen erschwert, weil . das vordere Walzgutende mit seinen Flanschinnenkant er' gegen die Innenkanten der Kaliberflansche stossen wird. Bei grösseren Verhältnissen tritt die Neigung zur Überfüllung der Kaliber sowie zur Gratbildung auf der Seitenflliche des Walzgutes auf.
  • Bei einer Uberschreitung des genannten maximalen Verhältnisses der Innenkantenneigung der flansche des vorhergehenden und des nachfolgenden Kalibers verliert das Walzgut seine Stabilität im Kaliber und mit dem Verschleiss der Flanschinnenkanten der Trägerkaliber wird das Walzgut relativ zur rlorizontalen Längsache im Kaliber gedreht. Ausserden fUhrt die Überschreitung dieses Verhältnisses zu einem übergrossen Herunterwalzen des Flansches an der Grundfläche sowie zur Fehlerbildung in den Ecken des 1-Profils. Bei einem geringeren Verhältnis der Innenkantenneigung der Flansche des vorhergehenden und des nachfolgenden Kalibers wird die erforderliche Neigung der Flanschinnenkanten des I-Vorprofils nicht erzielt, das in die Gruppe der Universalfertiggerüste weitergeleitet wird, was zu einer starken Ungleichmässigkeit in dt.r Verformung des Flansches auf der Dicke in den ersten Universalgerüsten der Fertigwalzgruppe führt.
  • Es wird empfohlen, das genannte Verhaltnis der Neigungen in Walzrichtung von den maximalen Werten im ersten Horizontalgerüst bis zu den minimalen Werten im letzten Horizontalgerüst der Vorwalzgruppe zu reduzieren.
  • Zweckmdssig wird das Walzen in den Horizontalträgerkalibern mit einem Formänderungskoeffizienten auf dem Steg von 1,1-2,5, auf der Flanschdicke von 1,05-1,35 uiid auf der Flanschh5he von 1,03-1,25 und irn Vertikalstauchkaliber mit einem Formänderungskoeffizienten von 1,15-1,65 durchgeführt.
  • Die genannten Formänderungskoeffizienten auf dem Steg sowie auf der Flanschdicke und -hbhe sind zur Gewährleistung eines freien und zügigen Einlaufes des Walzgutes ins Kaliber beim Fehlen lokaler Stegverlängerung an dem beim Einlauf in die Walzen vorderen Walzgutende erforderlich. Die obere Grenze der genannten Werte ist durch die Verhältnisse eines zügigen Winlaufes des Walzgutes ins Kaliber sowie durch die Verhaltnisse der Kaliberüberfüllung und die untere Grenze ist durch die Forderung einer intensiven Verformung gegebell.
  • Bei grösseren Formänderungskoeffizienten auf dem Steg kann eine Kaliberüberfüllung, d.h. ein Herausdrücken von bletall in den Walzspalt (Gratbildung) erfolgen. Bei grösseren Formänderungskoeffizienten auf der Flanschdicke und -höhe wird der Einlauf der Walzgutflansche in die entsprechenden Kaliber wesentlich erschwert, weil . die Walzgutflansche mit ihren Innenkanten gegen die Flanschinnenkanten des kalibers stossen werden. Dabei kann das Metall der @lansche ebenfalls in den Walzspalt herausgedrückt werden und in den recken des I-Profils können Fehler entstehen. bei geringeren Werten saint- licher genannten Koeffizienten werden die Maße des I-Vorprofils nicht gewährleistet, die zum Walzen in der Fertiggruppe erforderlich sind.
  • In den Stauchkalibern sollten die Formänderungskoeffizienten und die Kaliberform eine Überfüllung der Horizontalträgerkaliber verhindern. Daher sollten die Formänderungskoeffizienten in den Stauchkalibern 1,15-1,65 betragen und der Kalibergrund sollte konvex ausgebildet werden. Die genannten oi'mänderungskoeffizienten im Stauchkaliber sind von dem Betrag abhängig, wt den das Walzgut in den offenen nrägerkalibern heruntergewalzt wird. Je grösser das Herunterwalzen in den auf das Stauchkrlliber folgenden offenen Trägerkalibern ist, desto höher sollte der Formänderungskoeffizient im Stauchkaliber sein. Jedoch kann die Uberschreitung der oberen Grenze von 1,65 zum Verlust der Walzgutstegstabilität im Stauchkaliber führen.
  • Bei einem Formänderungskoeffizienten im Stauchkaliber von unter 1,15 kann eine Uberfüllung der nachfolgenden llorizontalträgerkaliber $zustandekommen.
  • Durch die Verwirklichung des erfindwgsgemässen Ver- fahrens und der Kaliberreihe für dessen Durchführung wird ermölicht, den Einlauf des Walzgutes in die Kaliber sowie den Austritt des Walzgutes aus diesen zu erleichtern, wodurch die Standzeit der Ausführungen verlängert sowie deren Beschädigung verhindert und folglich die Aufwicklung des Walzgutes auf die Walzen bei Fehlen der lokalen Stegverlängerung an dem beim Einlauf in die Walzen vorderen Walzgutende vermieden werden.
  • Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Durch führungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert, in zeigt: Fig. 1 in schematischer Darstellung die Konfiguration benachbarter offener Horizontalträgerkaliber in erfindungsgemässen Kaliberreihe (mit gestrichelter Linie sind die Umrisse des in Walzrichtung vorhergehenden Kalibers eingezeichnet); Fig. 2 in schematischer Darstellung die Konfiguration des Vertikalstauchkalibers in erfindungsgemässen Kaliberreiche sowie die Konfiguration des in dieses einlaufenden Walzgutes (mit gestrichelter Linie ist die Konfiguration der ins Kaliber einlaufenden Walzgutes gezeigt); Fig. 3-10 - in schematischer Darstellung erfindungsgemässe Kaliberreihe der Vorgerüstgruppe; Fig. 11-16 in schematischer Darstellung erfindungsgemässe Kaliberreihe der Fertiggerüstgruppe.
  • Das Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kon- tinuierlichen Walzwerk wird folgender Weise durchgeführt.
  • Ein Rechteck- bzw. Quadratknüppel wird in einem kontinuierlichen Walzwerk zuerst im offenen Horizontaleinschnittkaliber und anschlieesend in offenen Horizontalträgerkalibern 1 (Fig. 1) unter Herunterwalzen des Steges 2 auf der Dicke sowie der Flanschen 3 auf der ähe und Dicke gewalzt.
  • Um eine Uberfüllung der offenen Urägerkaliber 1 zu verhindern, wird das Walzgut 4 (Fig. 2) nach 1-3 Stichen in diesen Kalibern 1 in einem Vertiialstauchkaliber 5 unter Herunterwalzen des Walzgutes 4 auf der Breite gewalzt.
  • Bei einer grösseren Anzahl Stichen in den offenen Trägerkalibern 1 (Fig. 1) zwischen zwei Stauchstichen kommt eine Überfüllung dieser Kaliber 1 und Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes zustande.
  • Das Walzen in den ?torizontaltra'gerkalibern 1 wird mit einem FormEnderungskoeffizienten auf dem Walzgutsteg von H'/H = 1,1-2,5, auf der Walzgutflanschdicke von t'/t = 1,05-1,35 und auf der Walzgutflanschhöhe von von = 1,03-1,25 durch geführt, wobei (wie in Fig. 1 gezeigt): und und ßl - Walzgutstegdicke in dem in Xalzrichtung vorhergehenden bzw nachfolgenden Kaliber entsprechend; t' und t - durchschnittliche Walzgutflanschdicke in dem in Walzrichtung vorhergehenden bz@, nachfolgenden Kaliber Hl' und H1 - Walzgutflanschhöhe in de;.a in Walzrichtung vorhergehenden bzw nachfolgenden Kaliber entsprechend.
  • Bei einem Formänderungskoeffizienten auf dem Walzgutsteg von über 2,5 kann eine Überfüllung des Kalibers und Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes zustandekommen.
  • Bei einem Formänderungskoeffizienten auf der Walzgutflanschdicke von über 1,35 und auf der Walzgutflanschhöhe von über 1,25 wird der Einlauf der Walzgutflanschen in die entsprechenden Flanschen des Kalibers 3 erschwert, weil die @alzgutflanschen mit den Innenkanten gegen die Innenkanten der Kaliberflansche 3 stossen @. Dabei ist ebenfalle eine Überfüllung des Kalibern 1 sowie , Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes und die Entstehung von Fehlern in den Ecken des 1-Profils möglich.
  • Bei geringeren Werten sämtlicher angeführten Koeffizienten (H'/H < 1,1). t'/t < 1,05 und Hl'/H < 1,03) werden die Mafle des I-Vorprofils nicht gewährleistet, die für das Walzen in der Fertiggerüstgruppe erforderlich sind.
  • Das Walzen in den Vertikalstauchkalibern wird mit einem Formänderungskoeffizienten B'/B = 1,15-1,65 durchgeführt, Dabei (wie in Fig. 2 gezeigt): 3' - die Breite des Walzgutes über der Horizontalachse, das aus dem in Walzrichtung vorhergehenden horizontalen offenen Trägerkaliber austritt; B - die Breite des Walzgutes über der Horizontalachse im Vertikalstauchkaliber sind.
  • Eine Erhöhung des Formänderungskoeffizienten im Ver- tikalstauchkaliber über 1,65 führt zum Verlust der Walzgutstegstabilität (Stegverbiegung) im Vertikalstauchkaliber.
  • Bei Formänderungskoeffizienten von unter 1,15 erfolgt eine Uberfüllung der nachfolgenden Horizontalträgerkaliber.
  • Die Grösse des Formänderungskoeffizienten im Stauchkaliber ist von den Formänderungskoeffizienten in den nachfolgenden Horizontalträgerkalibern abhängig. Je größer die Formänderungskoeffizienten in diesen Kalibern sind, desto höher sollte der Formänderungskoeffizient im Stauchkaliber sein.
  • Ausserdem hängt der Formänderungskoeffizient im Stauchkaliber von der Dicke des Walzgutsteges ab. Je geringer die Dicke des Walzgutsteges ist, desto kleiner sollte der Formänderungskoeffizient im Stauchkaliber sein, um den Verlust der Stegstabilität im Stauchkaliber zu vermeiden.
  • Im Ergebnis des sukzessiven Walzens des Walzgutes in den Kalibern der Vorgerüstgruppe wird ein symmetrisches I-Vorprofil erzeugt, das anschliessend ixi den Universalträgerkalibern der Feriggerüstgruppe gewalzt wird.
  • Die Kaliberreihe für die Durchführung des Verfahrens zum Walzen von I-Profilen enthält ein offenes Horizontaleinschriittkaliber sowie offene Horizontalträgerkaliber und ertik@lstauchkaliber. Dabei werden die Staucilkaliber hinter 1 bis 3 Horizontalträgerkalibern angeordnet.
  • Die zwei Trägerkaliber 1, die jeweils auf das Stauchkaliber folgen, sind mit einem Verhältnis der auf die iiorizontalachse bezogenen maximalen Breite des vorhergehenden und des nachfolgenden Kalibers von Bl'/Bl = 0,85-0,98, einem Verhältnis der Zapfenbreite der gleichen Kaliber von B2'/B2 = 0,71-0,95 und einem Verhältnis der Innenkantenneigung der tg #' Flansche der gleichen Kaliber von = 1,02-1,45 ausgetg # bildet, wobei (wie in Pig 1 gezeigt): Bl' und B1 - die auf die Horizontalachse bezogene maximale Breite des vorhergehenden bzw. des nachfolgenden Kalibers entsprechend; B21 und I3p - Zapfenbreite des vorhergehenden bzw. des benachbarten nachfolgenden Kalibers entsprechend; tg #' und tg # - Innenkantenneigung der Flansche des vorhergehenden des nachfolgenden benachbarten Kalibers sind.
  • Bl' B2' Bei einem Verhältnis v von unter C,85 und v von unter 0,71 wird der Einlauf der Walzgutflansche in die Kaliberflansche erschwert, weil das vordere Walzgutende mit den Flanschinnenkanten gegen die Innenkanten der Kaliberflansche stossen wird. Bei grösseren Werten der angeführten Verhältnisse (B'/Bl > 0,98 und B2'/B2 > 0,95) tritt die Neigung zu einer Uberfüllung der Kaliber sowie zur Gratbildung auf der Seitenfläche des Walzgutes auf.
  • tg # Eine Überschreitung des maximalen Wertes > 1,45 tg # führt zum Verlust der Walzgutstabilität im Kaliber 1 und mit Verschleiss der Flanschinnenkanten der Trägerkaliber wird das Walzgut relativ zur horizontalen Längsachse im Kaliber 1 gedreht. Ausserdera führt die Uberschreitung dieses Verhältnisses zu einem ülergrossen Herunterwalzen des Plansches an der Grundfläche sowie zur Fehlerbildung in den Ecken des I-Profils.
  • tg #' Bei kleineren Werten des Verhältnisses < 1,02 tg # wird die erforderliche Neigung der Flanschinnenkanten im I-Vorprofil nicht ersielt, das in die Universalgerüste der Fertigwalzgruppe weitergegeben wird, was zu einer grossen Ungleichmässigkeit in der Flanschverformung auf der Dicke in den ersten Universalgerüsten der Fertigwalzgruppe führt.
  • hachstehendwird an Hand von Durchführungsbeispielen des erfindungsgemässen Verfahrens die reihe der offenen iforizontalträgerkaliber und der offenen Vertikalstauchkaliber veranschaulicht.
  • Beispiel 1.
  • In den Walzen der Vorgerüstgruppe eines ,iiittelstahlwalzwerks werden folgende Kaliber zum Walzen des I-Profils ausgedreht: 1. Gerüst - offenes Horizorltaleinschnittkaliber 6 (Fig. 3); Gerüst - Vertikalstauchkaliber 7 (Fig. 4); 3. und 4. Gerüst - offene Horizontalträgerkaliber 8 (Pi:. 5) und 9 (Fig. 6); 5. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 10 (Fig. 7); 6., 'I. und 8. Gerüst - offene Horizontalträgerkaliber 11 (Fig. 8), 12 (Fig. 9) und 13 (Fig. 10).
  • In der Fertiggerüstgruppe werden herkömmliche Universalträgerkaliber 14 (Fig. 11) und 15 (Fig. 12), ein offenes Kontrol. l-iiorizontal trägerkaliber 16 (Fig. 13), ein Universalträgerkaliber 17 (Fig. 14), ein offenes Kontroll-Horizontalträgerkaliber 18 (Fig. 15) sowie ein Universalträgerkaliber 19 (Fig. 16) verwendet.
  • Das Grössenverhältnis der benachbarten offenen Trägerkaliber, die zwischen den Vertikalstauchlkalibern angeordnet werden, hat folgende Werte (ig. 1): Kaliber 8 (Fig. 5) und 9 (Fig. 6) tg #' Bl'/Bl = 0,88; B2'/B2 = 0,83; = 1,20 tg # Kaliber 11 (Fig.8) und 12 (Fig.9) tg #' Bl'/Bl = 0,85; B2'/B2 = 0,91; = 1,15 tg # Kaliber 12 (Fig. 9) und 13 (Fig. 10) tg #' Bl'/Bl = 0,98 B2'/B2 = 0,93; = 1,08 tg # Zum walzen wird ein Quadratknüppel verwendet, der auf eine Temperatur von 11800C vorerhitzt wird.
  • Der erhitzte Knüppel wird zuerst im offenen Einschnittkaliber 6 Fig 3) und danach im Vertikalstauchkaliber 7 (Fig. 4) mit einer konvexen Grundfläche gewalzt. Dann wird das Nalzen in zwei offenen Horizontalträgerkalibern 8 (Fig.5) und 9 (ig. 6) und anschliessend im Stauchkaliber 10 (Fig. 7) durchgeführt, wobei das Walzgut auf der Breite heruntergewalzt wird. Dann werden drei Stiche in den offenen Horizontalträgerkalibern 11 (Fig. 8), 12 (Fig. 9) und 13 (Fig. 10) gefahren.
  • Beim Walzen in den Horizontalkalibern betragen die Formänderungskoeffizienten auf dem Steg auf der auf der Flansch-H'/H Flansch- höhe H1'/Hl dicke t'/t Kaliber 6 (Fig. 3) 1,59 - 1,15 Kaliber 8 (Fig. 5) 2,30 1,17 1,25 Kaliber 9 (Fig. 6) 1,36 1,09 1,10 Kaliber 11(Fig. 8) 2,01 1,15 1,19 Kaliber 12(Fig. 9) 1,25 1,08 1,10 Kaliber 13(Fig.10) 1,11 1,08 1,05 Das Walzen in den Vertikalstauchkalibern wird mit einem Formänderungskoeffizienten B'/B = 1,60 im Kaliber 7 (Fig. 4) und B'/B = 1,38 im Kaliber 10 (Fig. 7) durchgeführt.
  • Das in der Vorgerüstgruppe erzeugte @-Vorprofil wird reibungslos in den Universal- und Horizontalgerüsten der Fertigwalzgruppe (Fig. 11-16) gewalzt.
  • Das Walzen in sämtlichen Gerüsten erfolgt stabil. Es werden keine Verzögerungen und Stösse beim Einlauf des Walzgutes in die Kaliber sowie bei dessen Austritt aus den walzen beobslchtet. Das Walzgut läuft aus den offenen Trägerkalibern geradlinig ohne Verkrümmung nach oben bzw. nach unten aus.
  • Die Ausführungen werden nicht beschädigt und das Walzgut wird auf die Walzen nicht aufgewickelt.
  • Beispiel 2.
  • Die erfindungsgemässe Kaliberreihe zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Mittelstahlwalzwerk enthält folgende Kaliber entsprechend den Gerüsten: 1. Gerüst - Horizontaleinschnittkaliber 6 (Fig. 3); 2. und 3. Gerüst - offene Horizontalträgerkaliber 8 (Fig. 5) und 9 (Fig. 6); 4. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 10 (Fig. 7); 5. und 6. Gerüst - offene Horizontalträgerkaliber 11 (i. 8) und 12 (Fig. 9).
  • 7. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 10 (Fig. 7); 8. Gerüst - offenes Horizontalträgerkaliber 13 (Lig 10).
  • In der Fertiggerüstgruppe des Walzwerks wird die Kaliberreihe verwendet, die im Beispiel 1 beschrieben wurde.
  • Das Grössenverhältnis der benachharten offenen Trägerkaliber, die zwischen den Vertikalstauchkalibern angeordnet werden, hat folgende Werte (Fig. 1): Kaliber 6 (Fig. 3) und 8 (Fig. 5) tg #' Bl'/Bl = 0,85 B2'/B2 = 0,71; = 1,45 tg # Kaliber 8 (Fig. 3) und 9 (Fig. 6) tg #' Bl'/Bl = 0,90; B2'/B2 = 0,87; = 1,30 tg # Kaliber 11 (Fig. 8) und 12 (Fig. 9) tg #' Bl'/Bl = 0,95; B2'/B2 = 0,95; = 1,10 tg # Das Walzen des I-Profils wird ähnlich wie im Beispiel 1 gemäss der Wechselfolge der Stiche miteinander durchgeführt, die mit der Kaliberreihe in Vorgerüsten 1-8 sowie in der Fertiggerüstgruppe (Fig. 9-14) übereinstimmt.
  • Beim Walzen in Horizontalträgerkalibern betragen die Formänderungkoeffizienten: auf dem Steg auf der auf der H'/H Flansch- Flanschhöhe dicke t'/t Hl'/Hl Kaliber 6 (Fig. 3) 1,80 1,10 Kaliber 8 (Fig. 5) 2,50 1,35 1,25 Kaliber 9 (Fig. 6) 1,60 1,15 1,16 Kaliber ll(Fig. 8) 1,90 1,20 1,17 Kaliber 12(Fie. 9) 1,30 1,10 1,09 Kaliber 13 (Fig.10) 1,10 1,05 1,03 Das Walzen in den Stauchkalibern 10 (Fig. 7) wird mit einem Formänderungkoeffizienten B'/B = 1,65 im Kaliber 4 und B'/B = 1,15 im Kaliber 7 durchgeführt.
  • Das Walzen in sämtlichen Gerüsten erfolgt stabil. Es werden keine Vorzögerungen und Stösse beim Einlauf des Walzgutes in die Kaliber und bei des Austritt aus den Walzen beobachtet. Das Walzgut läuft aus den offenen Trägerkalibern geradlinig ohne Verkrümmung nach oben bzw. nach unten aus.
  • Die Ausführungen werden nicht beschädigt und das Walzgut wird juf die Walzen nicht aufgewickelt.
  • Beispiel 3.
  • Die Kaliberreihe zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Mittelstahlwalzwerk enthält folgende Kaliber entsprechend den Gerüsten; 1. Gerüst - offenes Einschnittkaliber 6 (Fig. 3); 2. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 7 (Fig. 4); 3. und 4. Gerüst - offene Horizontalträgerkaliber 8 (Fig. 5) und 9 (Fig. 6); 5. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 10 (Fig. 7); 6. Gerüst - offenes Horizontalträgerkaliber 11 (Fig. 8); 7. Gerüst - Vertikalstauchkaliber 10 (Fig. 7); 8. Gerüst - offenes Horizontalträgerkaliber 13 (Fig. 10).
  • In der Fertiggerüstgruppe des Walzwerks wurde die Kaliberreihe verwendet, die im Beispiel 1 (Fig. 11-16) beschrieben wurde.
  • Das Grössenverhältnis der benachbarten offenen Träger-K@li@er 8 (Fig. 5) und @ (Fig. 6), die zw@s@@en zwei Stauchkaliern 7 (Fig. 4) und 10 (Fig. 7) angeordnet werden, beträgt (Fig. 1): tg #' Bl'/Bl = 0,90; B2'/B2 = 0,83; = 1,25 tg # Das Walzen des I-Profils wird ähnlich wie im Beispiel 1 gemäss der Wechsel folge der Stiche miteinander durchgeführt, die mit der genannten Kaliberreihe in den Vorgerüsten 1-8 sowie in der Fertiggerüstgruppe (Fig. 11-16) übereinstimmt.
  • Beim Walzen in Horizontalträgerkalibern betragen die Formänderungskoeffizienten; auf dem Steg auf der auf der H'/H Flanschdicke Flanschhöhe t' Hl' t tu Kaliber 6 (Fig. 3j 2,0 1,1 Kaliber 8 (Fig. 5) 2,2 1,35 1,25 Kaliber 9 (Fig. 6) 1,8 1,20 1,15 Kaliber 11 (Fig.8) 1,7 1,20 1,18 Kaliber 13 (Fig. 10) 1,5 1,10 1,12 Das Walzen in den Stauchkalibern wird mit folgenden Formänderungkoeffizienten B'/B durchgeführt; 1,55 im Kaliber 7 (Fig. 4), 1,28 im Kaliber 10 (Fig. 7) und 1,15 im Kaliber 10 (Fig. 7, @7. Gerüst).
  • Das Walzen in sämtlichen Gerüsten erfolgt stabil. Es werden keine Verzögerungen und Stösse beim Ein@auf des Walzgutes in die Kaliber und bei dessen Austritt aus den Nalzen beobachtet. Das Walzgut tritt aus den offenen Trägerkalibern geradlinig ohne Verkrümmung nach oben bzw. nach unten aus.
  • Die Ausführungen werden nicht beschädigt und das Walz@ut wird auf die Walzen nicht aufgewickelt.

Claims (3)

1. Uralsky Politekhnichesky Institut imeni S.M. KirOva Sverdlovak, UdSSR 2. Zapadno-Sibirsky Metallurgichesky Zavod imeni 50-letia Velikogo Oktyabrya,Novokuznetsk, Kemerovskoi oblasti, UdSSR VERFAHREN ZUM WALZEN VON I-PROFILEN IN EINEM KONT/INUIERLICHEN WALZWERK SOWIE KALIBERREIHE FÜR DESSEN DURCHFÜHRUNG PATENTANSPRÜCHE Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk, das das sukzessive Walzen eines Knüppels mit rechteckigem Querschnitt in Horizontaleinschnitt-, Horizontalträger- und Universalträgerkalibern einschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzen in den Horizontalkalibern (1) in offener Kaliberfolge durehgefUhrt und der KnUppel jeweils nach 1-3 Stichen in Horizontalkalibern (1) in einem Vertikalstauchkaliber (5) heruntergewalzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzen in den Horizontalträgerkalibern (1) mit einem Formanderungskoeffizienten auf dem Jteg von 1,1-1,25, auf der Flanschdicke von 1,05-1,35 und auf der Flanschhöhe von 1,03-1,25 und im Vertikalstauchkaliber (5) mit einem Formanderungskoeffizienten von 1,15-1,65 durchgeführt wird.
3. Kaliberreihe zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, enthaltend ein offenes Horizontaleinschnittkaliber sowie offene Horizontalträger- und Vertikalstauchkaliber, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte offene Trägerkaliber (8 und 9; 11 und 12; 12 und 13), die jeweils auf das Stauchkaliber (7, 10) folgen, mit einem Verhältnis der auf die ijorizontalachse bezogenen maximalen Breite des vorhergehenden (8, 11, 12) und des nachfolgenden Kalibers (9, 12, 13) von 0,85-0,98, einem Verhältnis der Zapfenbreite der gleichen Kaliber von 0,71-0,95 und einem Verhältnis der Inne,nkantenneigung der Flansche der gleichen Kaliber von 1,02-1,45 ausgebildet sind.
DE19803049301 1980-12-29 1980-12-29 Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung Withdrawn DE3049301A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19803049301 DE3049301A1 (de) 1980-12-29 1980-12-29 Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19803049301 DE3049301A1 (de) 1980-12-29 1980-12-29 Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3049301A1 true DE3049301A1 (de) 1982-07-29

Family

ID=6120449

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19803049301 Withdrawn DE3049301A1 (de) 1980-12-29 1980-12-29 Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk sowie kaliberreihe fuer dessen durchfuehrung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3049301A1 (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS53114764A (en) * 1977-03-17 1978-10-06 Sumitomo Metal Ind Ltd Blooming method
DE3048146A1 (de) * 1979-12-28 1981-10-01 Ural'skij politechni&ccaron;eskij institut imeni S.M. Kirova, Sverdlovsk Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS53114764A (en) * 1977-03-17 1978-10-06 Sumitomo Metal Ind Ltd Blooming method
DE3048146A1 (de) * 1979-12-28 1981-10-01 Ural'skij politechni&ccaron;eskij institut imeni S.M. Kirova, Sverdlovsk Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2714485C2 (de) Verfahren zum Warmwalzen von Doppel-T-Trägern aus rechteckigem Flachmaterial
DE69211869T2 (de) Verfahren zum Walzen von Stahlprofilen
DE1960601C3 (de) Universalwalzenstraße zum Walzen von Schienen
DE2303466C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Wabenträgers
DE3921456A1 (de) Verfahren zur herstellung von rechteckigen hohlprofilen unterschiedlicher wanddicke
DE3711034C2 (de)
DD271158A1 (de) Herstellungsverfahren fuer erleichterte metallprofile
DE69228199T2 (de) Verfahren zum kaltwalzen von metallischem bandmaterial
DE4009861C2 (de) Verfahren zur Herstellung von warmgewalztem Stangenmaterial wie Feinstahl oder Draht und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE3780453T2 (de) Walze zum stauchen von flanschen eines walzprofils.
DE3222930C2 (de)
DE69204545T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Profilen und/oder Stäben im kalten Zustand.
DE3435352A1 (de) Verfahren zum abkanten eines gewalzten bands
DE2757071C3 (de) Verfahren zum Herstellen gleichzeitig mehrerer Knüppel
DE2912504A1 (de) Verfahren zum walzen von stahlprofilen mit abgewinkelten oder gestauchten raendern
DE2522070A1 (de) Walzgutfuehrung fuer ein walzgeruest
DE2932964C2 (de)
DD293283A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum stranggiessen duenner metallischer gegenstaende mit dickenverringerung unterhalb der kokille
DE2613625A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum rundbiegen bzw. -walzen von staeben bzw. stangen aus metall, insbesondere stahl
DE2342187A1 (de) Walzhalbzeug und verfahren zu seiner herstellung
DE2056301A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pro filen
EP0264868A2 (de) Fein- oder Mittelstahlstrasse
DE3048146A1 (de) Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk
DE2542313A1 (de) Verfahren zum walzen metallischer rohlinge
DE538635C (de) Verfahren zur Herstellung durchbrochener Metallgegenstaende

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee