DE3048146A1 - Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerk - Google Patents
Verfahren zum walzen von i-profilen in einem kontinuierlichen walzwerkInfo
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Description
3048U6": : .
- 5 - P 84 066-M-61
BESCHREIBUNG 1^* 12# 8Ü L//sl
Die Erfindung bezieht a ion auf das Profilstahlwalzen
und betrifft insbesondere ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk.
Besonders wirksam kann die vorliegende Erfindung in
einem vollkontinuierlichen Walzwerk mit Horizontal-, Vertikal- und Universalgerüsten verwendet werden.
Um maximale Leistung zu erzielen, die Maßstabilität zu erhöhen sowie die Qualität der I-Profile, insbesondere mit einem dünnen Steg zu verbessern* werden diese
zweokmäßigerweise in kontinuierlichen Walzwerken gewalzt»
Durch das Walzen in einem kontinuierlichen Walzwerk wird maximale Leistung erreicht11/eine minimale Senkung
der Walzguttemperatur sowie eine hohe Maßgenauigkeit und
-Stabilität der I-Profilen, insbesondere von leichten und
mit einem dünnen Steg gewährleistet. Außerdem werden beim kontinuierlichen Walzen die mechanischen Eigenschaften dtr
I-Profile verbessert.
I-Profile werden in verschiedenen Verfahren hergestellt.
Bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in
Walzwerken mit offener Gerüstanordnung ( üuoh von Ross
B.Baynon "Kalibrieren von Walzen und Walzwerksanordnung",
veröffentlicht I960, Metallurgizdat, S. 23-24).
Gemäß diesem Verfahren wird das Walzen in geschlossenen Horizontalträgerkalibern durchgeführt, die einen Zapfen,
geschlossene Flansche mit einer Außenkantenneigung von 2-4%
sowie offene Flansche mit einer Außenkantenneigung von
5-12% besitzen. Dabei wird in zwei benachbarten Kalibern
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die Anordnung der offenen und der geschlossenen Plansche
relativ zur Horizontalachse gewechselt. Entsprechend einem
derartigen Anordnungaweohsel der Flansche der benachbarten
Kaliber ändert sich die Neigungsriohtung der Flanschaußenkanten
nach jedem Kaliber.
Bin Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird sukzessiv zuerst in einem Horizontale insohnittkaliber und ansohl
leßend in geschlossenen Horizontalträgerkalibern gewalzt, wobei in jedem Kaliber je ein Stich gefahren wird. Dabei
entsteht ein I-Profilstreifen, der einen Steg sowie offene
und geschlossene Flansche aufweist, die mit der Konfiguration des geschlossenen Horizontaltragerkaiibers übereinet
Immen.
Durch die abwechselnde Anordnung der offenen und der geschlossenen Flansche in den benachbarten Trägerkaiibern
treten die offenen Flansche dee Walzgutes in die geschlossenen Flansche des nachfolgenden geschlossenen Träjerkalibers
ein und umgekehrt, die geschlossenen Flansche des Walzgutes treten in die offenen Flansche des geschlossenen Horizontalträgerkalibers
ein. Dabei kann das Walzgut eine
größere Breite über die abgebogenen offenen Flanscn^yafs1
die Breite des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgerkalibers über die geschlossenen Flansohe beträgt;.
des
Zum reibungslosen Lösen Walzgutes aus dem Kaliber sowie
zu dessen Abnehmen von den Walzen werden auf der in Walzrichtung
hinteren Walzenseite Ausführungen und zum reibungslosen Einlauf des Walzgutes ins Kaliber auf der in WaIzriohtung
vorderen Walzenseite Einführungen angeordnet. Beim Walzen in einem Walzwerk mit offener Gerüstan-
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Ordnung wird das Walzgut nach, jedem Stich abwechselnd mit
dem einem bzw. mit dem anderen Ende eingeführt. Oa in der
Formänderungszone eine Nachteilung des Stegmetalls relativ zu den Walzen zustandekommt, entstehen bei einem derartigen
Wechsel der finden lokale Stegverlängerungen an den beiden
Walzgutenden. Durch die Verlängerungen wird der Einlauf des Walzgutes in die Kaliber erleichtert, weil diese früher
als die Flansche durch den Kaliberzapfen erfaßt werden, und
das Walzgut wird in die Walzen eingezogen, obwohl dessen Breite über die offenen Flansche die Breite des Kalibers
über die geschlossenen Flansche überschreitet. Durch die lokalen Stegverlängerungen an den Walzgutenden wird ebenfalls
ein zuverlässiges Abnehmen des Walzgutes von den Walzen durch die Ausführungen ermöglicht, weil diese Verlängerung
früher als die Walzgut flansche aus dem Kaliber austritt und,
Indem sie auf die Ausführung gelangt, hilft sie, das in den tiefen geschlossenen Flanschen des geschlossenen Horizontalträgerkalibers
eingeklemmte Walzgut herauszuziehen.
Das Verfahren zum Walzen von I-Profilen in Walzwerken
mit offener Gerüstanordnung weist jedoch eine geringe Leistung
auf und ist durch eine starke Senkung der Walzguttemperatur während des Walzvorgangs gekennzeichnet, wodurch
die Maßgenauigkeit und -Stabilität der I-Prof lie beeinträchtigt wird.
Außerdem wird durch die abwechselnde Anordnung der offenen
und der geschlossenen Flansche der benachbarten Kaliber sowie durch die Änderung der Neigungsrichtung der Außenkanten
derselben die Neigungsgröße und folglich der Dickeabnahmewert für die Dicke der offenen Flansche des Walzgutes
eingeschränkt, well dieser A^nahmewert mit der NeI-
-e- .· 3045146
gungsgröße der Außenkanten der offenen Flansche der geschlossenen
Horizontalträgerkaliber in direkt proportionalen Abhängigkeit steht. Mit der Vergrößerung der Außenkantenneigung
der offenen Flansche dieser Kaliber über .10-12% werden die Verhältnisse für den WaiZgut einlauf in
die geschlossenen Hörizöntalträgerkaliber wesentlich verschlechtert,
weil das Walzgut eine bedeutend größere Breite über die abgebogenen offenen Flansche als die Kaliberbreite über die tvesohloasenen Flansche erhält. Dabei stoßen
die offenen 1^alzgutflausche mit ihren seitlichen Außenkanten
gegen "eitenkanten der geschlossenen Kaliberflansche
und verhindern den Walzgut einlauf in die Walzen. In
diesen Fällen hat das !-Profil instabile Maße und besitzt Fehler auf den Walzgutflanschen. Deswegen ist eine
Vergrößerung der Außenkante enneigung der offenen Flansche
der geschlossenen Trägerkaliber über 12% nicht empfehlenswert
.
Bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von !-Profilen in geschlossenen Horizontalträgerkalibern (Zeitschrift
"Stal", veröffentlicht 1976, Nr. 9. Shadan V.T. u.a. "Das
Walzen in einem Trägerkalibersystem ohne alternierende Flansohenbearbeitung ··, S. 825-828).
Naoh diesem Verfahren werden !-Profile in Walzwerken
mit offener Gerüstanordnung in einem Hörizontaleinschnittkaliber
sowie in geschlossenen Hörizontalträgerkalibern gewalzt.
Dabei wird die Anordnung der offenen und der gesohlossenen
Flansche der benachbarten Kaliber relativ zur Horizontalachse nach je zwei Stichen gewechselt. In diesem
Fall sind in der Kaliberfolge Paare von benachbarten KaIi-
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bern mit der gleichen Anordnung der offenen und der geschlossenen
Flansche relativ zur Horizontalachse und folglich
mit der glelohen Neigung der Flanschaußenkanten bei
den beiden Kalibern eines Paares vorgesehen. Dadurch werden In jedem der oben genannten Paare der benachbarten Kaliber
ohne abwechselnde Anordnung der Flansche relativ zur Horizontalachse des Kalibers die Verhältnisse für den Walzguteinlauf
in das zweite Kaliber des Paares verbessert, weil in diesem Fall die Neigung der Außenkanten dar WnIzgutflansche
mit der Neigungsriohtung der seitlichen Außenkanten
der Kaliberflansche übereinstimmt, und die Walzgutbreite
kann die entsprechende Kaliberbreite unterschreiten*
Im ersten geschlossenen Horizontalträgerkaliber Jedes der genannten Kaliberpaare sind jedoch die Verhältnisse für
den Walzguteinlauf infolge der Änderung der Neigungsrichtung
der Flanschaußenkanten im Vergleich zum vorhergehenden Kaliber erschwert. Deswegen ist die Außenkantenneigung der
offenen Kailberflausche ebenfalls auf einen Wert von 10-12%
beschränkt, was auf den Abnahmewert für das Walzgut beim
Herunterwalzen in den offenen Flanschen der geschlossenen Horizontaltragerkallber einschränkend wirkt. Außerdem ist
für dieses Verfahren eine geringe Leistung sowie eine starke
Senkung der Walzguttemperatur beim Walzen oharakterlsr·.
tisch.
bekannt ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profllen
in halbkontinuierlichen Walzwerken, die aus einem Reversiergerüst
sowie kontinuierlichen Gruppen von horizontalen Universalgerüsten bestehen (Zeitschrift "Iron and
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Steel Engineer", 197^1 Bd. 51» Nr. 1» W.J. Ainmerllng u.a.
"Kontinuierliches Mittelstahlwalzwerk für Träger und sonstige
Profile", S. 65-71, insb. S.70; Zeitschrift "Kinzoku",
1976, Bd. 45, Nr. 1, N. Takaaki "Entwicklung der Produktion
von Stahlformprofilen und -stangen", S.72-78» insb. S.75).
Gemäß diesem Verfahren wird das Walzen im Beversier-
-Walzwerkgerüst in Hörlzontaleinachnitt- und trägerkalibern
und in kontinuierlicher Gerüstgruppe in geschlossenen
Hörlzontalträgerkaiibern mit der oben angegebenen Neigungsgröße
der Flanschaußenkanten sowie in Universalträgerkalibern
durchgeführt.
Ein Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird im Reversiergerüst
des Walzwerks in 3-5 Stichen unter Wechseln des vorderen und des hinteren Walzgutendes beim Eintritt
In die Walzen gewalzt. Dadurch entstehen an den beiden Walzgutenden
die oben genannten lokalen Stegverlängerungen. Dann wird das Walzgut in der kontinuierlichen Gerüstgruppe gewalzt,
wo es mit dem gleichen Ende in die Walzen jedes Gerüstes
eintritt. Dabei wird durch die am Walzgutende vorhandene, lokale Stegverlängerung ein zügiger Einlauf des
Walzgutes in die geschlossenen Horizontalträgerkaiiber sowie
zuverlässiger Walzgutaustritt aus den geschlossenen Flanschen dieser Kaliber gewährleistet, ähnlich wie das beim
Walzen in Walzwerken mit offener Gerüst anordnung der Fall
let und vorstehend beschrieben wurde.
Durch die kontinuierliche Gerüstgruppe wird beim Walzen
nach diesem Verfahren die Leistung des Walzwerks vergrößert sowie Voraussetzungen für die Erhöhung des iflaßgenaulgkeit
und -Stabilität der zu walzenden Profile ge-
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aohaffen.
Jedoch wird durch das Walzen im Reversiergerüst die
Steigerung der Walzwerksleistung eIngeschränkt, die Walztemperatursenkung
gefördert sowie die Möglichkeiten der kontinuierlichen Walzwerkgruppe nioht in vollem MaBe ausgenutzt
.
Bekannt 1st ebenfalls ein Verfahren zum Walzen von !-Profilen in sukzessiven Zickzackstraßen mit niohtreversierbaren
Horizontalgerüsten (s. beispielsweise Zeitschrift "Hutnik", CSSR, 1975, Bd. 25» Nr. 1. Krotsohek F., Adamus
I. "Möglichkeiten des Walzens von Trägern in Kontinuierlichen
Walzwerken-1, S.24-25) bzw. mit nlchtreversierbaren
Horizontal- und Vertikalgerüsten sowie mit einem bzw. mehreren Universalgerüsten (s. beispielsweise das Buch von
Grizuk N.JP., Antonov S.P. "Herstellung von Breitflansoh-
-I-Profilenf\ veröffentlicht 1975, verlag "Metallurgida11,'
S. 165)· In der Hegel sind dabei die üerüste in drei parallelen
Linien derart angeordnet, daß die Walzrichtung beim Übergang des *alzgutes von der einen Linie zu der anderen
wechselt«
Nach diesem Verfahren wird das Walzen in den Walzwerken mit Horizont algerüsten in Horizontaleinschnitt- und
geschlossenen Horizontalträgerkalibern und in Walzwerken mit Horizontal-, Vertikal- und Universalgerüsten in Horizontaleinschnitt-,
geschlossenen Horizontalträger-, Vertikalstauoh-
- und Universalträgerkalibern durchgeführt.
Ein Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird sukzessiv In jedem Walzgerüst in einem Stich gewalzt. Infolge der Änderung
der Walzrichtung beim Übergang des Walzgutes von
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der einen Linie auf die andere erfolgt dabei ein Wechseln
der Walzgutenden beim Einlauf in die Walzen. Dadurch entstehen
auf den beiden Walzgutenden lokale Stegverlängerungen, durch die der Einlauf des Walzgutes in die Kaliber sowie
dessen Austritt aus den Kalibern erleichtert wird, wie es oben dargestellt wurde.
Beim Walzen von I-Profilen nach diesem Verfahren wird
die Walzwerksleistung durch das Fehlen von Reversiergerüsten
sowie infolge Beseitigung der Zeitverluste für das Reversierwalzen
gesteigert.
Jedoch kommt beim Übergang des Walzgutes aus dem einen
Gerüst in das andere und insbesondere bei dessen Übergabe von der einen Linie zu der anderen eine beträchtliche
Senkung der Walzguttemperatur zustande, wodurch die Maßgenauigkeit
und -Stabilität von I-Profilen beeinträchtigt
wird.
In der Metallurgie ist ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem νollkontinuierliehen Walzwerk bekannt,
das nur aus Horizontalgerüsten bösteht (siehe das Buch von
Baohtinow B.P., Schternow to.M. "Kalibrierung von Walzwerkswalzen11, veröffentlicht 1953, Metallurgizdat, S.5Ö6-592)
bzw. horizontale und kombinierte (horizontale und vertikale) Gerüste in der Vorwalzgruppe sowie universale und kombinierte
Gerüste in der Fertigwalzgruppe enthält (Zeitschrift
"Hutnik", CSSR, 1976, Bd. 26, Nr. $, Polansky R. "Kalibrierungsverhältnisse
beim Walzen von Formprofilen auf Hoohleistungswalzwerken", S.174-181, insb. S,176). Dabei können
die kombinierten Gerüste entweder als horizontale oder als vertikale betrieben werden.
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Gemäß diesem Verfahren wird das Walzen In einem Horizontale
insohnitt kaliber und in geschlossenen Horizontalträgervorkalibern
mit abwechselnder Anordnung der offenen und der geschlossenen Flansche der benachbarten Kaliber und
einem entsprechenden Wechseln der Neigung der Flanschaußenkanten
sowie in Universalträgerfertigkalibern durchgeführt.
Durch die kombinierten Gerüste wird außerdem möglich, in
den Vertikal Stauchkalibern zu walzen.
Die Außenneigung der geschlossenen Horizontalträgervorkaliber
ist üblicherweise nioht großer als 2-4% bei den
geschlossenen Flanschen und 6-12% bei den offenen Flanschen.
Sin Knüppel mit rechteckigem Querschnitt wird sukzessiv im Horizontaleinschnittkaliber, in geschlossenen Horizont
al trägervorkalibern und in Universalträgerfertigkalibern
gewalzt. In jedem Gerüst wird das Walzgut in einem
Stich gewalzt und tritt immer mit dem gleichen Ende in die Walzen ein. Um den Einlauf der abgebogenen offenen Walzgutflansche
in die geschlossenen Flansche des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgerkalibers zu erleichtern, werden
die abgebogenen offenen Walzgut flansche durch die Einführungen
ausgerichtet, indem das Walzgut durch diese mit den Walzen des vorhergehenden Gerüstes durchgeschoben wird.
Im kontinuierlichen Walzwerk wird daa Walzgut gleichzeitig
In sämtlichen bzw. in mehreren Walzgerüsten gewalzt, wodurch die maximale Leistung erreicht wird, die Voraus-
Setzungen für ein minimales Abkühlen des Walzgutes während des Walzvorganges sowie für die Erzielung der toaßgenauigkeit
und -Stabilität der zu walzenden Profile geschaffen werden.
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Jedoch entstehen bei der Durchführung des Verfahrens
zum kontinuierlichen Walzen von !-Profilen erhebliche
Schwierigkeiten, die dadurch hervorgerufen «erden, daß
das Walzgut immer mit dem gleichen vorderen Ende in die Kaliber
eintritt. Wie die Erfahrungen beim Betrieb von kontinuierlichen Walzwerken sowie spezielle Untersuchungen gezeigt
haben, wird die lokale Stegverlängerung an dem in Fertigungsrichtung vorderen Walzgutende nicht gebildet,
obwohl das Walzgut vorwiegend auf dem Steg heruntergewalzt
wird. Im Gegenteil wird der Steg am Vorderende des Walzgutes relativ zu den Flanschen auf der Länge zusammengezogen
und abgeschichtet. Diese Erscheinung ist durch die spezifischen Verhältnisse der Fließgeschwindigkeit des Metalls
in der Formänderungszone des geschlossenen Horizontalträgerkalibers zu erklären. Bekanntlich ist die Umfangsgeschwindigkeit
der Walzen auf dem Flansohgipfel beträchtlich geringer als auf dem Steg, weil der Walzendurohme
as er auf dem Flanschgipfel immer geringer als auf dem Steg ist. Da die Austrittsgeschwindigkeit des Walzgutes
aus den Walzen in Übereinstimmung mit dem mittleren Walzenarbeitsdurchmesser vorgegeben wird, haben die *alzgutflansche
eine Voreilung relativ zur Waizengeschwindigkeit
und der Walzgut steg hat eine Naoheilung relativ zur
Umfanggeschwindigkeit der Walze. Deswegen tritt auf dem
Walzgutsteg über die gesamte Länge der Formänderungszone ein Rüokstau des Metalls relativ zu den Walzen (d.h. Metallrüokfluß
relativ zu den Walzen) auf, wodurch an dem in Walzriohtung vorderen Walzgutende ein Zusammenziehen des
Steges relativ zu den Flanschen sowie eine Metallschiohtung
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Zustandekommen und an dem in Walzrichtung hinteren Ende
eine lokale Stegverlängerung gebildet wird.
Durch das Fehlen der lokalen ütegverlängerung am Walzgutende,
mit dem das Walzgut in die Walzen eintritt, wird der Binlauf des WaXzgutes in die geschlossenen Horizontalträgerkaliber
sowie dessen Abnehmen von den Walzen durch die Ausführungen wesentlich erschwert, weil der Einlauf des
Walzgutes ins Kaliber sowie dessen Austritt aus dem Kaliber nicht mit dem Steg (wie es beim Vorhandensein einer lokalen Stegverlängerung am vorderen Walzgutende der -^aIl ist),
sondern mit den Flanschen beginnt. JBs sei bemerkt, daß das oben erwähnte Ausrichten der abgehobenen offenen Walzgutflansche
durch die Einführungen wegen einer Reihe von Schwierigkeiten (die Notwendigkeit, spezielle massive Einführungen
zu bauen, die größe Kräfte aufnehmen können, ein starker Verschleiß dieser Einführungen usw.) bis jetzt nicht
realisiert wurde.
Da die Breite des Walzgutes über die abgebogenen offenenSüansche
die Breite des nachfolgenden Horizontalträgervorkallbers
über die geschlossenen Flansche überschreitet,
kommt es bei dessen Einlauf ins Kaliber zu Stößen der Außenkanten der geschlossenen Walzgutflansche gegen die Außenkanten
der geschlossenen KaiIberflansche und beim Austritt
des Walzgutes aus dem Kaliber stößt das Walzgut infolge des Einklemmens des Metalls in den geschlossenen Kai iberflansehen
gegen die Ausführungen. Das führt zur Verringerung der Standzeit und zur BoSchädigung der Ausführungen sowie zur
nachfolgenden Aufwicklung des Walzgutes auf die Wg1X26. infolge
dieser Schwierigkeiten ist es bis zum heutigen Tag
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nioht gelungen, die Produktion von I-Profilen in kontinuierlichen
Walzwerken mit Horizontal- und kombinierten Gerüsten in den Vorwalzgruppen zu beherrschen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt es die genann* η
Schwierigkeiten zu beseitigen.
Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, ein Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk zu schaffen, welches es gestattet, den Einlauf
des Walzgutes in die geschlossenen Horizontalträgervorkaliber sowie den Austritt des Walzgutes aus diesen Kalibern
zu erleichtern und dadurch die Standzeit der Ausführungen zu verlängern sowie deren beschädigung und die Aufwioklung
des Walzgutes auf die Walzen beim fohlen einer lokalen Stegverlängerung an dem in fertigungsriohtung vorderen
Walzgutende zu verhindern.
Diese Aufgabe wurde t,(i einem Verfahren
zum kontinuierlichen Walzen von I-Profilen, bei. wel-
GhQVj ' sukzessiveis-Walzen des Walzgutes in Horizontaleinsohnittkalibern,
in geschlossenen Horizont al träger vorkalibem mit abwechselnder Neigung der Flanschaußenkanten, in Vertikalstauchkalibern
und in Universalträgerfertigkalibern erf0IpJt1 die in -"'ertigungsrichtung in einer
Kombination hintereinander angeordnet sind, durch die die Erzeugung eines I-Profils gewährleistet wird, undt/^i/// Bearbeitung
der abgebogenen offenen Walzgutflansohe vor der Änderung der Neigungsrichtung der Planschaußenkanten der
geschlossenen Trä^erkaliber umfasst, crfindunKspremäsü da-
QelöshJti/j ^
durch/öaa"Walzgut in sämtlichen geschlossenen Horizontalträgervorkalibern
mit einer Neigung der Außenkanten von
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15-100% bei offenen Flanschen und 3-12% bei geschlossenen
Flanschen gewalzt wird und in Vertikalstauohkalibern die
seitlichen Außenkanten des Walzgutes eine Neigung erhalten, die mit der Neigung der Außenkanten der geschlossenen Flansche
des nachfolgenden Horizontalträgervorkalibers übereinstimmt,
wobei die abgebogenen offenen Walzgutflansche unter
Bildung einer Neigung bearbeitet werden, die mit der entspreohenden
Neigung der Außenkanten der geschlossenen Flansche des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgervorkalibers
übereinstimmt.
Infolge der Übereinstimmung der Außenkantenneigung des
Walzgutes nach dym Walzen im Vertikalstauchkaliber bzw. nach
der Bearbeitung der offenen Flansche mit der Außenkantenneigung der geschlossenen Flansche des nachfolgenden geschlossenen
Horizontalträgervorkalibers wird der Einlauf
des Walzgutes in dieses Kaliber erleichtert, weil der Umriß der WalzgutSeitenfläche dabei zu dem Umriß der seitlichen
Außenkante des geschlossenen Flansohes diese Kalibers
parallel ist und die Walzgutbreite die entsprechende Kaliberbreite um den ßreitungswert immer unterschreitet.
Durch die vergleichsmäßige Vergrößerung der Neigung
der Flanschaußenkanten auf 15-100% bei offenen Flanschen und auf 0-12% bei geschlossenen Flanschen wird der Austritt
des Walzgutes aus den geschlossenen Horizontaltrügervorkalibern
verbessert. Dabei ist es besonders wichtig,
die Neigung der Außenkanten des offenen Flansches zu vergrößern, welche die Neigung der Außenkanten des geschlossenen
Flansches immer überschreiten soll. Bei einer derartigen Vergrößerung der Neigung der Außenkanten der offenen
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Flansche wird das Biegemoment erhöht, das auf das Walzgut
seitens des offenen Flansches des geschlossenen Horizont alträgervorkalibers einwirkt, wodurch das Herausziehen
des Walzgutes aus den geschlossenen Kaliberflanschen gefördert wird und die Austrittsverhältnisse für das Walzgut
aus den Walzen verbessert werden.
Je großer die Neigung der Außenkanten der offenen Flansche (d.h. je näher der Umriß dieser Kanten zur Waagerechten)
ist, desto größer ist das erwähnte Moment und desto leichter tritt das Walzgut aus den geschlossenen Horizontalträgervorkalibern
aus. Jedoch ist eine Vergrößerung dieser Neigung über 100% (Neigungswinkel 45°) unmöglich,
weil dabei die offenen Walzgut flansche bei deren Bearbeitung vor dem Einlauf ins nachfolgende geschlossene Horizontalträgervorkaliber
ihre Stabilität einbüßen. In diesem Fall kann eine Verbiegung der offenen Flansche in Richtung der
gesohlossenen Flansche Zustandekommen, d.h. ein Walzgut aussohuß entstehen.
Bei einer Neigung der Außenkanten der offenen Flansche der gesohlossenen Horizontalträgervorkaliber von
unter 15% reicht das seitens des offenen Kaliberflanschea
auf das Walzgut einwirkende Biegemoment für einen zuverlässigen Austritt des Walzgutes aus den geschlossenen Kaliberflanschen
nicht aus. Dabei neigt das Walzgut zum Kinklemmen in den geschlossenen Flanschen des geschlossenen Horizontalträgervorkalibers
sowie zum Aufwickeln auf die Walze.
Die Anwendung der vergrößerten Neigung der offenen !flansche der geschlossenen Horizontalträgervorkaliber ermöglicht
neben der Verbesserung der Austrittsverhältnisse
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für das Walzgut aus diesen Kalibern, den Abnahmewert für
das Walzgut beim Herunterwalzen in den offenen Flanschen
der genannten Kaliber zu erhöhen. Dadurch wird die Anzahl
der Stiohe reduziert bzw» die Abmessungen des Ausgangsknüppels vergrößert und folglich die Leistung des Walzwerks
gesteigert»
Die Vergrößerung der Außenkantenneigung der geschlossenen
Flansche der geschlossenen Horizontalträgervorkaliber
auf d-12% trägt zur Verringerung der seitlichen JSinklemmung
des Walzgutes und folglich zur Erleichterung des Walzgutaustritts aus dem Kaliber bei. Wie die lirfahrung
beim Betrieb eines kontinuierlichen Mittelstahlwalzwerkes
in der UdSSR gezeigt hat, tritt bei einer Außenkantenneigung der geschlossenen Flansche von unter Ü% ein verstärktes
Stoßen des Walzgutes gegen die Ausführungen sowie die Möglichkeit ihrer Beschädigung mit nachfolgendem Aufwickeln
des Walzgutes auf die Walzen auf. Kine Vergrößerung dieser Neigung auf über 12% mit gleichzeitiger Vergrößerung
der Neigung der Außenflansche der offenen Kaliber auf 100% führt zu einer übergroßen Verbiegung der Walzgutflansche
während des Walzvorgangs, wodurch an den Verbindungsstellen des Steges mit den Flanschen des I-Profils Fehler
entstehen können.
Zweokmäßigerweise wird die Bearbeitung der abgebogenen
offenen Walzgut flansche in Vertikalbiegekalibern
durchgeführt.
Der Einsatz von Vertikalbiegekalibern zur Bearbeitung
der abgebogenen offenen Waizgutflansohe ist durch die erfindungsgemäße
Vergrößerung der Außenkantenneigung dieser
130040/0 9.6 2
Flansche auf 15-100% bedingt. Bei den genannten Neigungs-Werten taugt das bekannte Verfahren zur Bearbeitung (Ausrichten)
der abgebogenen offenen Walzgutflansche in den Einführungen des nachfolgenden Gerüstes eines kontinuier-
πιθΙιχ*
lichen Walzwerks niohy, weil dabei sowohl die .Einführungen als auch das vorhergehende Gerüst, durch welches das Walzgut in aie Einführungen geschoben wird, außerordentlich
lichen Walzwerks niohy, weil dabei sowohl die .Einführungen als auch das vorhergehende Gerüst, durch welches das Walzgut in aie Einführungen geschoben wird, außerordentlich
es große Kräfte entwickeln müssen.Dabei kann /z>um Verlust der
LängsStabilität des Walzgutes sowie zu dessen Verbiegung
zwischen den Gerüsten kommen, wodurch Störungen beim Einlauf des Walzgutes in das Kaliber des nachfolgenden Gerüstes
entstehen können. Außerdem kann das bekannte Verfahren für die Bearbeitung der abgebogenen offenen Walzgutflansche
vor dem ersten Horizontalgerüst der kontinuierlichen Walzwerksgruppe nicht verwendet werden.
Bei der -Bearbeitung der abgebogenen offenen Flansche
in den Vertikalbiegekalibern, die in den Walzen des Vertikalgerüstes
des Walzwerks eingeschnitten sind, wird das Walzgut durch die Walzen infolge der Keibung an der Kontaktstelle
eingezogen und dessen offene Flansche werden um den erforderlichen Winkel gebogen. Dabei ist die Krafteinwirkung
seitens des vorhergehenden Walzgerüstes nicht notwendig und das Vertikalgerüst entwickelt die erforderliche
Biegekraft, weil es für die Erzeugung großer Kräfte beim Walzen ausgelegt ist.
Bei der bearbeitung im Vertikalbiegekaliber wird die
Walzgutbreite auf der Horizontalaohse nicht heruntergewalzt,
um den Verlust der Stegstabilität des I-Profile zu verhindern.
130040/0962
Zweokmäßigerwe 1 se wird das Walzgut Im letzten Vorwal
zst lon Im offenen Horizontalträgerkaliber
mit Formänderungakoefflzlenten auf dem Steg und der
PlansonhÖhe von 1,1-1,3 gewalzt.
Die Durchführung des letzten Vorwalzstiohs Im offenen
Trägerkaliber ist durch die Notwendigkeit bedingt» ein relativ
zur Horizontalaohse symmetrisches I-Vorprofil zu erzeugen,
das in die Universalfertiggerüste weitergeleitet wird. Dieses Profil soll die gleiche Flanschhöhe sowie einen
geraden Steg aufweisen.
Bekanntlich erfolgt beim falzen von Walzgut in gesohlossenen
Horizontalträgervorkalibern eine Höhenzunahme der offenen Walzgutflansche und eine Abnahme (Querverkürzung)
der geschlossenen Walzgutflansche, wobei die Zunahme
der offenen Flansche der Querverkürzung der geschlossenen Flansche nicht gleich ist. Deswegen können die offenen und
die offenen und die geschlossenen Walzgutflansche nach dem Walzen in geschlossenen Horizontalträgerkalibern unterschiedliche Höhe besitzen, was für das Walzen in Universalfertiggerüsten
unzulässig ist.
Außerdem kann der Walzgutsteg infolge der Flanschenbearbeitung
im vorhergehenden Vertikalbiegekaliber verbogen
werden, was dessen Ausrichten erforderlich macht.
Zur iiirzeugung von gleichhohen Flanschen und einem geraden
Steg am I-Vorprofil sollen die Formänderunüskoefflzlenten
auf dem Steg und auf der Flanschhöhe 1,1-1,3 betragen. Bei geringeren Werten der genannten Koeffizienten
werden die Flanschhöhe und die Stegdicke nicht ausgeglichen und bei größeren Werten kann der Stabilitätsverlust der
13 0040/0962
-2Ü " . 3048148
Flansche auf der Höhe sowie eine Kaliberüberfüllung, d.h.
Grat bildung auf der Walzgut se innenfläche kor kom
Duroh die Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zum Walzen von !-Profilen in einem kontinuierlichen Walzwerk wird ermöglicht, den Einlauf des Walzgutes in die
geschlossenen Horizontalträgervorkaliber sowie dessen Austritt
aus diesen zu erleichtern, wodurch die Standzeit der Ausführungen verlängert und deren Beschädigung vermieden
und folglich die Aufwicklung des Walzgutes auf. die Walzen
beim Fehlen der lokalen Stegverlängerung an dem in -^ertigungsriohtung
vorderen Walzgutende verhindert wird.
Außerdem wird die Möglichkeit geboten, den Abnahmewert beim Herunterwalzen des Walzgutes in den offenen Flanschen
der geschlossenen Horizontalträöervorkalibern zu vergrößern und folglioh die Leistung des kontinuierlichen
Walzwerkes zu steigern.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Durchführungsbeisplelen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert, in dicncjA? · zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung ein erf indungsgemäßej-Vertikalstauchkaliber
und das Profil des darin zu walzenden Walzgutes;
Flg. 2 in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäßergeschlossener
HorizontalträKervorkaliber, das auf das
Vertikalstauchkaliber folgt, und das Profil des darin zu walzenden Walzgutes;
Fig. 3 in schematischer Darstellung ein erfindun^sgemäßej·
Vertikal biege kaliber und das Profil des darin zu bearbeitenden
Walzgutes;
130040/0962
Fig. 4 in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäß<
geschlossene^ Hör i zont alträgerv or kaliber, das auf das
Vertikalbiegekaliber folgt, und das Profil des darin zu
walzenden Walzgutes;
J?ig. 5 in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäße
Vertikalbiegekaliber, das vor dem letzten Vorwalzstich
im offenen Trägerkaliber eingesetzt wird, und das Profil
des darin zu walzenden Walzgutes;
Fig. 6 in schematischer Darstellung ein erfLndungsgemäße/"
offene/ Horizontalträgerkaliber und^das Profil des darin
zu walzenden Walzgutes;
Fig. r/-15 in schematischer Darstellung die erfindungsgemaße
gegenseitige Kaliberanordnung und die Stiohfolge
beim kontinuierlichen Walzen eines I-Profils in der Vorwalzgruppe;
Fig. 16-21 in scheuiatisoher Darstellung die erfindun^sgemäBe
gegenseitige Kaliberanordnung und die Stiohfolge
beim kontinuierlichen Walzen eines I-Profils in der
Fertigwalzgruppe·
Das Verfahren zum Walzen von I-Profilen in einem kontinuierliohen
«Valzwerk wird folgenderjWeise durchgeführt.
Ein Knüppel mit rechteckigem bzw. quadratischem Querschnitt wird zuerst in einem üblichen offenen oder gesohlossenen
Horizontaleinschnittkaliber zu einem Streifen mit I-Profil 1 (Fig.l) gewalzt. Dann erfolgt das Walzen in
einem Vertikalatauohkaliber 2, in dem die seitlichen Außenkanten
des Streifens 1 die Neigung tg ^f erhalten, die
mit der Neigung tg ψ2 (^S· 2) der Außenkanten 3 der geschlossenen
Flansche 4 des nachfolgenden geschlossenen
130040/0 9 62
Horizontalträgervorkalibers 5 übereinstimmen. Danach wird
der Streifen 1 im geschlossenen Horizontalträgervorkaliber
5 gewalzt. Dabei läuft der Streifen 1 infolge der Ubereinfltimmung
der Neigung tg Y1 (Fig. 1) mit der Neigung tg Ϋζ
(Fig.2) reibungslos und zügig in das geschlossene Horizontalträgervorkaliber
5 ein, weil der Umriß der seitlichen Außenkante des Streifens 1 parallel zum Umriß der
Außenkante 3 (Fig. 2) des geschlossenen Flansches 4 des geschlossenen Horizontalträgervorkalibers 5 ist und die
Breite des Streifens 1, B1 (Fig.l) die"Breite B2 (Fig. 2)
des Horizontalträgervorkalibers 5 infolge der unvermeidlichen
Breitung des Streifens 1 unterschreitet.
Die Außenkanten 6 der offenen Flansche 7 des geschlossenen
Horizontalträgervorkalibers 5 haben eine Neigung tg Y4 von 15-100% und die Außenkanten 2 des geschlossenen
Flansches 4 dieses Kalibers 5 haben eine Neigung tg if, von 8-12%. Durch diese Neigungen wird ein zügiger Austritt des Streifens 1 aus dem Kaliber 5 gewährleistet,
weil das seitens des offenen Flansches 7 auf den Streifen 1 einwirkende Moment größer als das seitens des
geschlossenen Flansches 4 auf den Streifen 1 einwirkende Moment ist. Dadurch wird das Herausziehen des Streifens
aus den tiefen Flanschen 4 des geschlossenen Trägerkalibers 5 gefördert. Durch die vergleichsmäßig vergrößerte Neigung
tg *ft der Außenkanten der geschlossenen Flansche 4 wird
außerdem das Einklemmen des Streifens 1 in den geschlossenen
Flansohen 4 des geschlossenen Horizontalträgervorkalibers
5 vermindert, was ebenfalls zu einem erleichterten Austritt des Streifens 1 aus diesem Kaliber 5 beiträgt
·
130040/0962
Nach dem Austritt des Streifens 1 aus dem Kaliber 5
werden die offenen Flansche des Streifens 1 in einem Vertikalbiege
kaliber 8 (Fig. 3) bearbeitet. In diesem Kaliber 8 erhalten die Außenkanten 9 der offenen Flansche des
Streifens 1 eine Neigung tg ifj die größen- und rlohtungsmäßig
mit der Neigung tg % (Fig. 4) der Außenkanten IO der geschlossenen Flansche 11 des nachfolgenden geschlossenen
Horizontalträgervorkalibera 12 übereinstimmt. Dabei wird der Streifen 1 auf der Breite B2 nicht heruntergewalzt,
d.h. B2=B,.
Dann wird der Streifen 1 im geschlossenen Horizontalträgervorkaliber
12 gewalzt. Dadurch, daß die Neigung tg ^f,
(Fig.3) des bearbeiteter offenen Flansches des Streifens
1 mit der Neigung tg % (Fig. 4) der Außenkante 10 des geschlossenen Flansches 11 des geschlossenen Horizontalträyervorkalibers
12 übereinstimmt und die Kaliberbreite
B^ die Streifenbreite B, (Fig. 3) überschreitet, wird ein
unbehinderter Einlauf des Streifens 1 ins Kaliber 12 (Fig.4) gewährleistet. Da die Neigungen tg fH und tg ^ entsprechend
auf 6-12% und 15-100% vergrößert sind, wird der
Austritt des Streifens 1 aus dem Kaliber 12 erleichtert.
Nach dem Walzen des Streifens 1 im geschlossenen Horizont alt rägervorkallber 12 werden die abgebogenen offenen
Flansche des Streifens 1 wiederholt im Vertikalbiegekaliber
bearbeitet. Falls diese Bearbeitung vor dem Stich im geschlossenen Horizontalträgervorkallber vorgenommen wird,
wird sie ähnlich wie in Fig. 3 gezeigt und vorstehend beschrieben durchgeführt. Wenn diese Bearbeitung vor dem
letzten Vorwalzstich im offenen Horizontalträgerkaliber er-
130040/0962
folgt, werden nur die abgebogenen offenen Flansche des Streifens 1 bis zur Senkrechten ausgerichtet, wie Fig. 5
zeigt. Dabei werden die Außenkanten 15 (Fig. 5) des Vertikalbiegekalibers
16 senkrecht ausgebildet.
Im letzten Vorwalzstich wird das Walzen in einem offenen
Horizontalträgerkaliber 1? (Fig. 6) mit einem Formänderungskoeffizienten
auf dem Steg von H1ZH1 und einem Formänderungskoeffizienten
auf der Flanschhöhe von HpZH2 durchgeführt,
das 1,1-1,3 beträgt; wobei (wie in Fig. 5 und 6 gezeigt) H1 und H1 , die Stegdicke des Streifens 1 in dem
in Walzriohtun^ vorhergehenden t>zw#naohfolgenden Kaliber /
H2 und H2 - Flanschhöhe des Streifens 1 in dem in
Walzriohtung vorhergehenden bzw.^achfolgenden Kaliber sind.
Bei Formänderungskoeffizienten auf dem Steg von II,/H,<
^1,1 kann der Steg des Streifens 1 ungerade sein, und bei
ι Formänderungskoeffizienten auf der Flanschhöhe von H2/H2<
< 1,1 können die Flansche des I-Vorprofils höhenungleich
sein.
Bin Überschreitung der genannten Formänderungskoeffizienten
(H1ZH1
> 1,3 und E2ZE2
> 1,3) führt zum Stabilitätsverlust der Flansche des Jtreii'ens 1 auf der Hohe und zu
einer Uberfüllung des offenen Kalibers 17, d.h. zum Herausdrücken von Metall in den Walzspalt 18.
In der Vorgerüstgruppe eines kontinuierlichen Walzwerks
können zwleohen zwei Vertikal biege- bzw. -stauchkalibem 1-3
geschlossene Horizontalträgervorkaliber mit der gleichen
Neigungariohtung der Außenkanten der offenen und der gesohlos-
130040/0962
~25~ 3048KB
senen Flansche angeordnet werden. Die Verwendung einer
größeren Anzahl derartiger Kaliber zwischen zwei Vertikalkalibern wird nicht empfohlen, well dabei offene und geschlossene
Walzgutflansche einen wesentlichen Höhenuntereohied
aufweisen, was zur Erzeugung eines relativ zur Horizontalachse unsymmetrischen I-Vorprofils führt.
Im Ergebnis des sukzessiven Walzens des Streifens 1
In den Kalibern 2, 5, 8, 12, 16, 17 (Fig. 1-6 entsprechend) der Vorgerüstgruppe wird ein I-Vorprofil hergestellt, welches
anschließend in Universalträgerkalibern der Fertiggerüstgruppe gewalzt wird.
Die gegenseitige Kaliberansordnung und die entsprechende
Stichfolge können beim kontinuierlichen Walzen von
I-Erofilen unterschiedlich sein, wie nachstehend dargestellt
ist.
Beispielweise werden auf den Walzen der Vorgerüstfcjruppe
eines Mittelstahlwalzwerks folgende Kaliber angeordnet: das 1. Gerüst - ein offenes Horizontaleinschnittkaliber 19
(Fig. 7)}
das 2. Gerüst - ein Vertikalstauohkaliber 20 (Fig.ö);
das 3· und das 4. Gerüst - geschlossene Hörizontaltragervorkaliber
21 (Flg. 9) und 22 (Fig. 10); das 5· Gerüst - ein Vertikalbiegekaliber 22 (Fig. 11);
das 6. und das 7. Gerüst - geschlossene Horizontalträgervorkaliber
24 (Fig. .12) und 25 (Fig. 13); das 8. Gerüst - ein Vertikalbiegekaliber 26 (Fig. 14);
das 9· Gerüst - ein offenes Horizontalträgerkaliber 2?
(Pig. 15)ο
In der Fertiggerüstgruppe werden Unlversalträgerkall-
130040/0962
■ ■ . " 26■" ■ ·'" · 3048U6
ber 28 (Fig. 16) und 29 (Fig. 17)» ein offenes Kontroll-
-Horizontalträgerkaliber 30 (Fig. lö), ein Universalträgerkaliber
31 (Fig. 19), ein offenes Kontroil-Horizontalträgerkaliber
32 (Fig. 20) und ein Universalträgerkaliber 33 (Fig. 21) verwendet.
Die Neigung der Außenkanten dea Walzgutes im Vertikalstauohkaliber
20 (Fig. ö) des 2. Gerüstes beträgt tg % = = 12% und stimmt mit der Neigung der geschlossenen Flansche
des nachfolgenden Horizontalträgerkalibers 21 (Fig. 9 ) von
tg % m 12% überein.
Das Walzgut wird in geschlossenen Horizontaltragervorkallbern
mit folgender Neigung der Außenkanten gewalzt:
- bei offenen Flanschen:
im 3. Gerüst (Fig. 9) tg# ■ 15% . '
im 4. Gerüst (Fig. 10) tgyy = 15%
im 6, Gerüst (Fig.12) tg # - 20%
im 7. Gerüst (Fig. 13) tg ψ/ΰ = 25%
- bei geschlossenen Flanschen:
im 3. Gerüst (Fig.9) tg % * 12%
im 4. Gerüst (Fig. lo) tg % = 12%
im 6. Gerüst (Fig. 12) tg ψ9 = 10%
. im 7. Gerüst (Fig. 13) tg y/0 = 8%
Im Vertikalbiegekaüber 23 (Fig.11) des 5. Gerüstes
werden die abgebogenen offenen Walzgutflansche unter Bildung
einer Neigung der Außenkanten von tg ¥# - 10% bearbeitet,
was mit der Neigung der Außenkanten der geschlossenen Flansche des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträtservorkalibere
24 des 6. Gerüstes (Fig. 12) übereinstimmt. Dabei wird die Walzgutbreite Bc (Fig. 10) im 4. und 5. Gerüst (Fig.11)
130040/0962
" 27 - 3Q48U6
konstant belassen.
Im Vertikalbiegekaliber 26 (Fig. 14) werden die offenen
Flansche des Walzgutes ohne Änderung von dessen Breite Br (Fig. 13 und 14) ausgerichtet.
Im offenen Horizontalträgerkaliber 2? (Fig.15) wird
das Walzgut mit einem Formänderungekoeffizienten auf dem
Steg von H-./H·, m 1,1 und einem Formänderungskoeffizienten
auf der Flanschhöhe von Hp/H- =1,2 gewalzt.
Das Walzen des A'aizgutes in sämtlichen Gerüsten der
Vorwalzgruppe erfolgt stabil. Es werden keine Verzögerungen
und Stoße bei dessen Einlauf in die Kaliber sowie beim Austritt aus den Kalioern beobaohtet. Die -beschädigung der
Ausführungen und die Aufwicklung des Walzgutes auf die Walzen fehlen.
Im Ergebnis des Walzens in den Kalibern der Vorgerüstgruppe
wird ein symmetrisches I-Vorprofil erzeugt, das
reibungslos in den Kaliber 2Ö, 29, 30, 31» 32, 35 der Fertigwalzgruppe
(Fig. 16-21 entsprechend) gewalzt wird.
In einer anderen Durchführung ε Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das I-Profil in einem kontinuierlichen
Mittelstahlwalzwerk in folgenden Kalibern sukzessiv gewalzt:
das 1. Gerüst - ein offenes Horlzontaleinsohnittkali-
ber 19 (Flg. 7); ·
das 2. Gerüst - ein Vertikalstauchkaliber 20 (Fig.ü)j
das 3·» das 4., und das 5. Gerüst - geschlossene Horizont alträgervorkaliber, ähnlich wie
das Kaliber 5 (Fig. 2);
das 6. Gerüst - ein Vertikalbiegekaliber, ähnlich wie
das Kaliber 8 (Fig. 3); 130040/0 962 .
- 2ö -
daß 7· Gerüst - ein geschlossenes Horizontalträtjer-
vorkaliber, ähnlich nie das Kaliber 12 (Fi6. 4);
das 8. Gerüst - ein Vertikalbiegekaliber, ähnlich
das 8. Gerüst - ein Vertikalbiegekaliber, ähnlich
wie das Kaliber 16 (Fig. 5); das 9. Gerüst - ein offenes Horizontalträgerkaliber,
ähnlich wie das Kaliber I7 (Fig.6).
In der ^ertiggerüstgruppe wird das Walzen in den Universalträgerkalibern
28 (Fig. 16), 29 (Fig.17), 31 (Fig.19),
(Fig. 21) sowie in den offenen Horizontalkalibern 30
(Fig. 18) und 32 (Fig. 20) durchgeführt.
In den geschlossenen Horizontalträgervorkalibern 5 (Fig. 2) und 12 (Fig. 4) wird das Walzgut mit folgender
Neigung der Außenkanten gewalzt:
- bei offenen Flanschen
im 3. Gerüst - 45%
im 3. Gerüst - 45%
im 4. Gerüst - 65%
im 5. Gerüst - 100%
im 7. Gerüst - 20%
im 5. Gerüst - 100%
im 7. Gerüst - 20%
- bei geschlossenen Flanscnen
im 3., 4. und 5. Gerüst - 12%,
im 7. Gerüst - 8%.
im 3., 4. und 5. Gerüst - 12%,
im 7. Gerüst - 8%.
Im Vertikalstauchkaliber 20 (Fig. 8) des 2. Gerüstes
erhalten die seitlichen Außenseiten des Walzguts eine Neigung
von 12%, was mit der Neigung der Außenkanten der gesohlossenen
Flansche des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträger vorkalibers 5 (Fig. 2) des 3. Gerüstes übereinstimmt·
Im Vertikalbiegekaliber 8 (Fig. 3) des 6. Gerüstes
130040/0962
werden die abgebogenen offenen Walzgutflansche unter Bildung
einer Neigung der Außenkanten dieser Flansche von 8% bearbeitet.
Im Vertikalbiegekaliber 16 (Fig.5) des 8. Gerüstes
werden die offenen Flansche bis zur senkrechten Lage ausgeriohtet.
Die Bearbeitung der offenen Flansche des Walzgutes im 6. und 8. Gerüst wird ohne Änderung der Walzgutbreite
durchgeführt, um den Stabilitätsverlust des Steges des I-Profils
zu vermeiden.
Im offenen Horizontalträgerkaliber 17 (Fig. 6) des 9· Gerüstes wird das Walzgut mit einem Forniänderungskoeffizienten
auf dem Steg von H-,/H, »1,2 und auf der Flanschhöhe
von Hp/H2 = 1,3 gewalzt.
Das Walzen des Walgutes bei genannter üerüstfolge im
1. bis 9. uerüst erfolgt stabil und ohne Stöße beim iüinlauf
des Walzgutes in die Walzen sowie bei dessen Austritt aus den Walzen. Es wird keine Beschädigung der Ausführungen sowie keine Aufwicklung des Walzgutes auf die Walzen
beobachtet.
Das durch das Walzen im 1. bis 9. Gerüst erzeugte I-Vorprofil weist eine regelmäßige symmetrische Form auf.
Beim Walzen in der Fertiggerüstgruppe wird ein !-Profil
von hoher Qualität hergestellt.
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Claims (3)
1. Uralsky poltekhnichesky P 84 066-M-61
Institut imeni S.M. Kirova
Sverdlovsk, UüSSK
Sverdlovsk, UüSSK
2. Zapadno-Sibirsky metallurgi-· 19- 12. 1980
chesky zavod imeiii 50-letia L/sl
Velikogo Oktyabrya
■ Novokuznetsk Kemerovskoi
oblaati, UDSSR
oblaati, UDSSR
VERJÄHREN ZUM WALZEN VON I-PROFILEN IN BINBM
KONTINUIERLICHM WALZWERK PATENTANSPRÜCHE
/ 1. ,/Verfahren zum Walzen von I-ProfIlen In einem kontinuierlichen
Walzwerk, b#i 4wa ^^^es Walzen dea
Walzgutes In Horizontaleinschnittkalibern, in geschlossenen Horizontalträgervorkaiibern mit abwechselnder Neigung
der Planschaußenkanten, in Vertikaletauohkalibern
und in UniversalträgerfertigkalIbern erfolgt, die in
Fertigungsriohtung in einer Kombination hintereinander
angeordnet sind, durch die die Erzeugung eines I-Profils gewährleistet wird, und die Bearbeitung der
abgebogenen offtnen Walzgutflansche vor der Änderung der
Neigungsriohtung der Flanschaußenkanten der geschlossenen
Trägerkaliber vorgese "-rf ft</urch gekennzei chn
e t, daß in sämtlichen geschlossenen Horizontalträgervorkallbern
(5, 12, 21, 22, 24, 25) das Walzgut (1) mit einer Neigung der Außenkanten (5, 6, 10, 13) von 15-100%
bei offenen Flanschen (7, 14) und von 8-12% bei gesohlos-
13 0040/0962
senen Flanschen (4, 11) gewalzt wird, und In Vertikalstauohkalibern (2, 20) die seitlichen Außenkanten des Walzgutes (1) eine Neigung (tg 1P1. ) erhalten, die mit der Neigung (tgjj^ ) der Außenkanten (3) der geschlossenen Flansche
(4) des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgervorkalibers (5) übereinstimmt, wobei die Bearbeitung der abgebogenen offenen Flansche des Walzguts (1) unter Bildung einer
Neigung (tg f ) durchgeführt wird, die mit der Neigung (tgf. ) der Außenkanten (10) der geschlossenen Flansche (11)
des nachfolgenden geschlossenen Horizontalträgervorkalibera
(12) übereinstimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, daduroh ge»
kennze iohnet, daß die abgebogenen Flansche des Walzguts (1) in Vertikalbiegekalibem (ö, 16, 23, 26) bearbeitet werden.
3. Verfahren nach Anspruoh 1 oder 2,daduroh gekennze iohnet, daß im letzten Vorwalzstich das
Walzen im offenen Horizont al trägerkaliber (1?, 2?) mit einem
Formänderungakoeffizienten auf dem üteg und auf der Flanaohenhöhe von 1,1-1,3 durchgeführt wird«
130040/0962
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