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Abreißstation für eine Vorrichtung zum Herstellen
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von Tütenblöcken
Beschreibung Die Erfindung betrifft
eine Abreißstation für eine Vorricntung zum Herstellen von Tütenblöcken gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
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Eine derartige Abreißstation ist in der Hauptanmeldung P 29 31 187.3
beschrieben. Bei ihr weist der zweite Förderer ein einziges breites Förderband auf,
welches die Tütenbahn in transversaler Richtung überdeckt. Um in dieser Arbeitsstation
auch Tütenbahnen in Abschnitte zerlegen zu können, bei welchen die Trennlinien schräg
genigt zur FörderrLct)t:llnt3 der Tütenbahn verlaufen, ist beim einen Rand der Tütenbahn
stromab der Umlenkrolle des zweiten Förderers eine zusätzliche freilaufende Abstützrolle
vorgesehen. Die Tütenbahn wird somit unter nicht ganz symmetrischen Bedingungen
den Greifern zugeführt. Dies kann bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten dazu führen,
daß die Tütenbahn beim Abreißen nicht an beiden Seiten gleichermaßen zuverlässig
von den Greifern erfaßt wird.
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Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Abreißstation gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß auch beim Verarbeiten
von Tütenbändern mit schräg zur Förderrichtung verlaufenden Trerlnlinien zwiscl,çll
den einzelnen Tüten bei beiden Rändern ein gleiches Fördern bis hin zur Abreißstelle
erhalten wird.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Abreißstation
gemäß Anspruch 1.
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Bei der erfindungsgemäßen Abreißstation kann man durch Einstellen
der Lage mindestens einer der stromabseitigen Emlenkrollen der beiden getrennten
Förderbänder die Verbindungslinie zwischen den stromabseitigen Enden der beiden
Förderbänder
unter gleichem Winkel schräg zur Förderrichtung der Tütenbahn einstellen, unter
dem auch die Trennlinie zwischen den Tütenbahnabschnitten angestellt ist.
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VorteiLhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen
angegeben.
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Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ernöglicht ein besonders
einfaches Antreiben der beiden Förderbänder von einer gemeinsamen Antriebswelle
her. Außerdem erhält man so einen weitgehend gleichen Aufbau der beiden Fördereinheiten,
welche an den Rändern der Tütenbahn von oben angreifen.
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Bei einer Abreißstation gemäß Anspruch 3 dient die Antriebswelle für
die beiden Förderbänder zugleich zum Tragen eines Endes der Fördereinheiten.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 kann auf einfache
Weise ein flächiges Anliegen der Arbeitstrums der beiden Förderbänder an der Tütenbahn
über deren gesamte Länge hinweg sichergestellt werden.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 wird erreicht,
daß das Herbeiführen eines flächigen Kontaktes zwischen den Arbeitstrums der Förderbänder
und der Oberseite der Tütenbahn ohne zusätzliche Justierarbeiten an der Antriebsverbindung
erzielt wird.
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rsei einer Abreißstation gemäß Anspruch 6 nützt die Rand sp)anlleinriclltun(3
die volle Hche der Fördcrrahmenplatten für den Versteilhub aus. Man erhält also
bei geringen Abmessungen der Fördereinheiten in vertikaler Richtung einen großen
Verstellbereich für die stromabseitigen Umlenkrollen der Förderbänder.
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Bei einer Abreißstation gemäß Anspruch 7 kann man die Kraft, mit welcher
das Arbeitstrum der Förderbänder auf den Rändern der Tütenbahn aufliegt, leicht
gemäß den jlweiligen Erfordernissen, insbesondere gemäß dem Reibungskoeffizienten
des verwendeten Folienmateriales einstellen.
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Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 wird erreicht,
daß die Förderbänder beim stromabseitigen Ende der Fördereinheiten rasch von den
Rändern der Tütenbahn weglaufen. Dies begünstigt ein Abreißen der Tütenbahnabschnitte
in zur Einlaufebene der Tütenbahn senkrechter Richtung, da der verbleibende Rest
der Tütenbahn in dieser Richtung unter sehr geringem Spiel festgelegt ist.
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Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 9 ist im Hinblick
auf ein möglichst spielfreies Abstützen der Tütenbahn in Abreißrichtung von Vorteil.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand vorn Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen: Fig.
1: eine Aufsicht auf eine Tütenbahn, wie sie als Zwischenprodukt bei der Herstellung
von Tütenblöcken erhalten wird; Fig. 2: eine perspektivische Ansicht eines Mehrfach-Tütenblockes,
welcher durch Stapeln und Verschweißen von Tütenbahnabscnitten der in Fig. 1 gezeigten
Tütenbahn erhalten wird und seinerseits in Einzel-Tütenblöcke zerbrochen werden
kann; Fig. 3: in ihren beiden aneinander zu setzenden Teilfiguren 3a und 3b eine
Aufsicht auf eine Maschine
zum Herstellen der in Fig. 2 gezeigten
Merfac-Tütenblöcke; Fig. 4: einen Längsschnitt durch eine abgewandelte Fördereinheit
zum Fördern der Ränder der Tütenbahn und gleichzeitigen Abstützen derselben in Abreißrichtung,
gesehen in transversaler Auswärtsrichtung der in Fig. 3 wiedergegebenen Maschine;
Fig. 5: eine seitliche Ansicht auf die Fördereinheit nach Fig. 4; und Fig. 6: eine
Aufsicht auf eine Schwenklenkeranordnung, über welche die Antriebswelle der Fördereinheit
nach den Figuren 4 und 5 am Maschinenrahmen gelagert ist.
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Figur 1 zeigt eine fortlaufende Tütenbahn 10, welche durch schräg
zur Bahnlängsrichtung geneigte rrennschweißun<Ten 12 in Tüten 14 und 16 unterteilt
ist. Letztere folgen abwechselnd mit ihrer Einfüllöffnung nach oben bzw. nach unten
weisend in der Tütenbahn aufeinander.
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Die Tüten hängen noch über durch Unterbrechungen der Trennschweißungen
12 gebildete und Sollbruchstellen darstellence içlaterialstege 18 zusammen, welche
bei den Rändern der Tütenbahn 10 und bei deren transversaler ^rotte vorgesehen sind.
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Jede Tüte ist über eine Perforation 20 mit einem einlagigen Aufhängeabschnitt
22 verbunden, welcher eine Verlängerung der Tütenrückwand darstellt.
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Die Tfltenbahn 10 wird dadurch kontinuierlich hergestellt, daß man
eine schweißbare schmälere obere Folienbahn 24 mittig auf eine schweißbare breitere
obere mit den durchgehenden Perforationen 20 versehene Folienbahn 26 leitet und
die beiden Folienbahnen dann unter Verwendung einer kontinuierlich umlaufenden Schweißtrommel
und einer Gegentrommel miteinander verschweißt, die nicht näher gezeigt ist und
in ihrer Mantelfläche die Trennschweißungen 12 erzeuaende Schwe R-rippen trägt.
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Von der Tütenbahn 10 werden zur Herstellung von Tütenblöcken einzelne
Tütenbahnabschnitte 28 abgerissen, welche vorzuxsweise mehrere, beim hier betrachteten
Ausführungsbeispiel
zwei Tüten umfaßt. Dieses Abreißen erfolgt
durch Bewegten der abzureißenden Tütenbahnabschnitte in zur Tütenbahnebene senkrechter
Richtung unter Verwendung von Greifern, die sternförmig in Paaren angeordnet von
einer Nabe getragen sind, welche sich um eine Achse dreht, die parallel zur Tütenbahnebene
und senkrecht zur Förderrichtung der Tütenbahn verläuft. Diese Greifer erfassen
den abzureißenden Tütenbahnabschnitt in den einlagigen Randbereichen. Beir Abreißen
wird die auf den abzureißenden Tütenbahnabschnitt folgende TUte der Tütenbahn durch
einen Abstützkörper turückgehalten.
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Die abgerissenen Tütenbahnabschnitte werden durch eine Sameleinrichtung
zu Stapeln vorgegebener Stückzahl übereinandergelegt und dann durch Trennschweißungen
30 im Bereich der Aufhängeabschnitte 22 zusammengeschweißt. Man erhält so einen
Doppel-Tütenblock 32, wie er in Figur 2 gezeigt ist. Dieser kann durch Ausüben eines
Drehmomentes in Richtung der Pfeile 34 in zwei Einzel-Tütenblöcke zerlegt werden.
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Zum Verpacken von Blumen oder ähnlichen Produkten in die Tüten wird
ein Tütenblock an den durch die Durchgangsschwei-Bungen 30 gebildeten Löchern aufgehängt,
die oberste Tüte wird jeweils durch einen Luftvorhang aufgeblasen, in die so geöffnete
Tüte wird das zu verpackende Produkt eingelegt, und die gefüllte Tüte wird dann
durch einen Ruck von dem ihr zugeordneten Aufhängeabschnitt 22 getrennt.
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Wünscht man unter Beibehaltung des oben beschriebenen erstellungsverfahrens
Tütenblöcke, bei denen am unteren Tütenende keine einlagigen Endabschnitte 36 nennenswerter
Größe verbleiben, so kann man im Bereich der Endabschnitte 36 eine weitere Durchgangsschweißung
38 versehen, und den dadurch die Endabschnitte 36 gebildeten Teilblock nach dem
Zerbrechen der Mehrfach-Tütenblöcke in Einzel-Tütenblöcke seiner-
seits
durch Ausüben eines Drehmomentes in Richtung ces itfXlles 40 abbrechen. Die durch
die zusammengeschweißten vndabschnitte 36 gebildeten Teilblöcke können dann als
Rohmateria! wieder der Folienherstellung zugeführt werden, da die in der Praxis
verwendeten schweißbaren Folienbahnen aus thermoplastischem Material wie Polyäthylen
bestehen.
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Wie aus Figur 3 ersichtlich, hat eine Maschine zum Herstellen der
Mehrfach-Tütenblöcke 32 zwei unter horizontalem Abstand angeordnete vertikale Rahmenplatten
42, 44, welche durch horizontale Traversen 46 verbunden sind.
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Die Rahmenplatten 42, 44 tragen nach oben offene LaqcrrnuIc1n 48,
50, in welchen die Enden einer Welle 52 axial verscl1reEJ bar Aufnahme finden. Auf
der Welle 52 ist unter Verwendung von Flanschen 54 und 56 eine Vorratsrolle 58 befestigt,
von welcher eine dünne Folienbahn 60 aus schweißbarem transparentem Kunststoffmaterial,
z.B. Polyäthylen abgezogen wird.
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Die Folienbahn 60 läuft über eine Fühlerrolle 62, welche über Lenker
64 im Vorrichtungsrahmen verschwenkbar gelagert ist und durch eine nicht gezeigte
Feder in Anlage an die Folienbahn 60 vorgespannt ist. Der Lagerzapfen des in Figur
3 untenliegenden der Lenker 64 ist drehschlüssig mit einem Winkelgeber 66 verbunden,
dessen Ausgangssignal somit proportional zur Zugspannung in der Folienbahn 60 ist.
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An transversalen Stellen der Maschine, bei denen die Ränder der Folienbahn
60 liegen sollen, sind zwei in Reflexion arbeitende Lichtschranken 68, 70 so angeordnet,
daß jeweils eine von ihnen anspricht, wenn die Folienbahn 60 in transversaler Richtung
von ihrer Sollage abweicht.
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Die Ausgangssignale der Lichtschranken 68, 70 werden auf eine Steuerschaltung
(nicht qezeigt) gegeben, durch
welche ein Getriebemotor 74 in Abhängigkeit
von den Ausgangssignalen der Lichtschranken 68, 70 für Rechtslauf oder Linkslauf
erregt wird. Die Abtriebswelle des Getriebemotors 74 trägt eine Exzenterscheibe
76, deren Exzenter 78 in ein Langloch 80 eines Antriebshebels 82 eingreift. Dieser
ist mittels eines Zapfens 84 auf einer Platte 86 gelagert, die an der Rahmenplatte
42 befestigt ist. Der Getriebemotor 74 ist hängend an der Unterseite der Platte
86 befestigt, welche in Figur 3 teilweise weggebrochen ist. Das freie Ende des Antriebshebels
82 trägt eine Mitnehmrolle 88, welche zwischen zwei Mitnehmkragen 90, 92 unter geringem
Spiel eingreift, die ihrerseits in fester axialer Lage auf der Welle 52 angeordnet
sind.
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Der Winkelgeber 66 dient zur Ansteuerung einer nicht gezeigten Steuerschaltung
für eine Magnetbremse 94, welche überKegelräder 96, 98 auf eine in der-Rahmenplatte
42 gelagerte Welle 100 arbeitet. Die Welle 100 trägt ein Zahnrad 102, welches mit
einem fest mit der Welle 52 verbundenen Zahnrad 104 kämmt. Die axialen Abmessungen
der beiden Zahnräder 102 und 104 sind so groß, daß die Zahnräder über den gesamten
axialen Verstellbereich der Welle 52 hinweg in Eingriff stehen.
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Eine zweite Vorratsrolle 58' ist von einer Welle 52' getragen3 welche
in genau gleicher Weise axial verstellbar ist und bremsbar ist, wie obenstehend
für die Welle 52 beschrieben.
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Entsprechende Maschinenteile sind soweit überhaupt mit entsprechenden
Bezugszeichen versehen, an welche Beistriche angehängt sind.
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Die beiden Folienbahnen 60 und 60' treffen auf einer in den Rahmenplatten
42, 44 gelagerten Umlenkrolle 106 aufeinander und laufen dann zwischen breite Zahnriemen
108 und 110, sowie zwei an der Unterseite der Folienbahn 60 angreifende gleich
breite,
vertikal mit den Zahnriemen 108 und 110 fluchtende Zahnriemen ein, die in Figur
3 nicht sichtbar sind.
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Die Zahnriemen 108 und 110 laufen um hintere und vorden Umlenkrollen
112, 114 um, welche von Wellen 116, 118 oetragen sind. Die Welle 116 läuft frei,
die Welle 118 wird von einem Zahnriemen 120 her angetrieben, auf welchen ein zentraler
Antriebsmotor (nicht gezeigt) der Maschine arbeitet.
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Die Zahnriemen 108 und 110 sowie die darunter liegenden, ebenfalls
vom Zahnriemen 120 her synchron angetriebenen Zahnriemen sind mit ihren Arbeitstrums
durch nicht gezeigte elastische Polster gegeneinander angelegt und besorgen das
Abziehen der Folienbahnen 60 und 60' von den Vorratsrollen 58 und 58' unter flächigem
Reibschluß. Dabei halten die Mac.netbremsen 94 und 94' unter Steuerung durch die
Fühlerrollen 62, 62' und die Winkelgeber 66, 66' die Zugspannunq in Jtn Folienbahnen
60, 60' auf einem vorgegebenen Wert.
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Von der durch die Zahnrlemen 108 und 110 sowie die darunter liegenden
Zahnriemen und die Vorratsrollen 58, 58' gebildeten Abwickelstation laufen die nun
symmetrisch übereinanderliegenden Folienbahnen 60, 60 auf eine symmetrische Schweißbandanordnung,
welche ein unteres Schweißband 122, welches breiter ist als die Folienbahn 60, und
ein oberes Schweißband 124, welches schmäler ist als die Folienbahn 60 aufweist.
Die beiden Schweißbänder 122, 124 bestehen aus Tetrafluoräthylengewebe und laufen
um eine gemeinsame stromauseitige Umlenkrolle 126 um.
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Von den Schweißbändern 122 und 124 getragen laufen dit bzden Folienbahnen
60 und 60 in einen Walzenspalt, cr durch: eine Schweißtrommel 128 und eine unter
dieser liegende, in Figur 3 nicht sichtbare Gegentrommel begrenzt ist. Die Schweiß
trommel 128 trägt auf ihrer Mantelfläche beheizte wendelförml<
Schweißrippen
130, in welche beim Ende und bei der Mitte Kerben 132 eingefräst sind. Die Schweißrippen
130 erzeugen die Trennschweißungen 12, durch welche die beiden Folienbahnen zu einer
Tütenbahn 10 zusar.engeschweißt werden. An den Stellen der Kerben 132 verbleiben
die in Figur 1 gezeigten Sollbruchstellen 18, über welche die einzelnen Tüten der
Tütenbahn 10 noch zusammenhängen. Die zwischen den Schweißrippen 130 liegende Mantelfläche
der Schweißtrommel 128 ist mit wärmeisolierendem Material wie Asbestschaum abgedeckt.
Die Gegentrommel der Schweißtrommel 128 ist mit einer hitzebeständigen elastischen
Auflage versehen und stützt die Unterseite des Schweißbandes 122 ab.
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Eine die Schweißtrommel 128 tragende Welle 134 ist in axial vorgegebener
Lage in nach oben offenen Lagermulden 136 gelagert, welche durch lösbare Lagerdeckel
138 verschlossen sind. Damit läßt sich eine Schweißtrommel 128 leicht gegen eine
andere austauschen, welche eine Schweißrippenanordnung unterschiedlicher Geometrie
trägt. Die Stromzufuhr zu den aus Widerstandsmaterial gefertigtem Bandmaterial hergestellten
Schweißrippen 130 erfolgt über einen Schleifring 142 sowie eine auf diesem laufende,
unterhalb der Schweißtrommel 128 angeordnete Bürste, die in Figur 3 nicht sichtbar
ist.
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Die Welle 134 trägt ein Zahnrad 144, welches mit einem Zahnrad 146
kämmt. Letzteres sitzt auf einer in der Rahmenplatte 42 gelagerten Welle 148, die
ebenfalls vom Zahnriemen 120 angetrieben wird.
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Stromab der Schweißtrommel 128 läuft das Schweißband 122 um eine stromabseitige
Umlenkrolle um und zurück zur Umlenkrolle 126. Das Schweißband 124 trägt dagegen
die durch Zusammenschweißen der Folienbahnen 60, 60' erzeugte Tütenbahn 10 auf ein
Förderband 152 (vergl. Figur 3b), welches schmäler ist als die Folienbahn 60 aber
breiter als die
Folienbahn 60'.
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Das Förderband 152 läuft um eine stromaufseitige Umlenkrt 154 und
eine stromabseitige Umlenkrolle l56 um, Ubeor wt1:.'i' auch das Schweißband 124
zur Umlenkrolle 126 zurückgeführt wird.
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Eine in den Rahmenplatten 42, 44 gelagerte Welle 156 trägt stromaufseitige
Umlenkrollen 158, 160 zweier Zahnriemen 162, 164. Am Maschinenrahmen sind über Gewindespindeln
166, 168 Tragplatten 170, 172 sowie fest unter Abstand mit diesen verbundene Tragplatten
174, 176 senkrecht zur Laufebene des Förderbandes 152 einstellbar abgestützt.
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Am stromabseitigen Ende der Tragplatten 170 - 176 sind Inlöcher vorgesehen,
durch welche sich Schrauben 180 erstrecken, mit denen Träger 182 für stromabseitige
Umlenkrollen 184, 186 der Zahnriemen 162, 164 in Förderrichtung der Tütenbahn 10
einstellbar an den Tragplatten 170, 174 bzw. 172, 176 befestigt sind.
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Die Zahnriemen 162, 164 laufen ferner um in den Tragplatten 170, 174
bzw. 172, 176 gelagerte Umlenkrollen 188 bzw. 190 sowie um weitere freilaufende
Spannrollen 192, 194 um. Die Achsen 196 der letzteren sind in vertikalen Schlitzen
der Tragplatten 170 - 176 verschiebbar und durch Muttern 198 in ihrer Lage fixiert.
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Die Unterseite des Förderbandes 152 ist durch einen in lklur 3 nicht
näher gezeigten rahmenfesten Kasten flächig auC-stützt, und in dessen stromabseitigen
Ende ist ein Saukasten 200 ausgebildet. Letzterer hat sowohl bei den seltlichen
Enden seiner oberen Wand als auch in den seitlichen Wänden Löcher. Uber die erstgenannten
Löcher laufen im Förderband 152 vorgesehene Durchbrechungen 202, so daß die
Ränder
der Tütenbahn 10 auch nach dem Herauslaufen unter den Zahnriemen 162, 164 in Anlage
am Förderband 152 gehalten werden. Damit werden auch die über das Förderband 152
seltlich überstehenden schmalen Ränder der Tütenbahn 10 im wesentlichen in der Laufebene
des Förderbandes 152 fixiert.
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Ebenfalls zum Niederhalten der über das Förderband 152 seitlich überstehenden
Ränder der Tütenbahn 10 sind zwei Gebläse 204 vorgesehen, die über nicht näher gezeigte
Stative a Maschinenrahmen einstellbar befestigt sind und einen schräg nach unten
gerichteten Luftstrom erzeugen.
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Die stromabseitige Umlenkrolle 156 des Förderbandes 152 ist über einen
Lagerbügel 206 vom Saugkasten 200 getragen.
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Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, stehen die seitlichen Ränder der
Tütenbahn 10 nach dem Herauslaufen unter den Zahnriemen 162, 164 seitlich über das
Förderband 152 über und ragen in die Bahn von insgesamt mit 208 bezeichneten Greifern,
welche über Arme 210 an einer umlaufenden Nabe 212 befestigt sind. Ein jeder der
Greifer 208 hat eine am zugeordneten Arm 210 befestigte feststehende Greifplatte
214 sowie eine verschwenkbare Greifplatte 216, welche mittels Augen 218 auf einer
Welle 220 befestigt ist, die ihrerseits in einem Lagerblock 222 der Greifplatte
214 gelagert ist. Die Greifplatte 216 ist durch eine in Figur 3 nicht gezeigte Feder
in die an der Greifplatte 214 anliegende Schließstellung vorgespannt und kann durch
(bezüglich der Achse der Nabe 212) radiales Verlagern einer Nockenfolgerolle 224
in die Offenstellung bewegt werden.
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Die Nockenfolgerollen 224 der verschiedenen Greifer 208 arbeiten in
der Nachbarschaft des Förderbandes 152 mit rahenfesten Nockenplatten 226 zusammen.
Die in diesem jeweils ausgebildete Nockenbahn 228 ist so geformt und ausgerichtet,
daß die Greifplatte 216 in die Offenstellung bewegt wird,
bevor
sie an der Tütenbahn 10 ankommt, und rasch geschlossen wird, wenn die untere Greifplatte
214 im wesentlichen die Tütenbahn 10 erreicht hat.
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Damit die Greifer 208 die Tütenbahn 10 nach dem Schließen gut festhalten
können, sind die Greifplatten 216 mit einer Auflage 230 aus einem Material mit hohem
Reibungskoeffizienten versehen, z.B. aus Sandpapier.
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Die Nabe 212 ist mit einer Welle 232 verbunden, dic t)trs vom Zahnriemen
120 angetrieben ist. Auf diese Weise werden die Greifer 208 synchron zur Fördergeschwindigkeit
der Tütenbahn 10 bewegt und reißen von der letzteren in regelmäßigen Abständen Tütenbahnabschnitte
28 (vergl. Figur 1) ab, welche zwei Tüten umfassen. Die Lage der Achse der Nabe
212 ist so gewählt, daß die Oberseiten der Greifplatten 214 beim Abreißen im wesentlichen
in der Ebene der Tütenbahn 10 liegen.
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Nach dem Abreißen transportieren die Greifer 208 die Tütenbahnabschnitte
28 zu einer Sammeltrommel 234, welche auf in axialer Aufsicht gesehen quadratischen
flanschförmigen Stirnteilen 236, 238 Paare von Dornen 240 trägt. Rahmenfeste Nockenplatten
242, 244 sorgen dafür, daß die Greifer 208 nach dem Aufdornen eines Tütenbahnabschnittes
28 geöffnet werden. Die Greifplatte 214 läuft dann unter Umbiegen der seitlichen
Randabschnitte der schon aufgedornten Tütenbahnabschnitte 28 am in Entstehung begriffenen
Stapel vorbei.
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Die Sammeltrommel 234 hat eine die Stirnteile 236, 238 verbindende
Welle 246, die in rahmenfesten Lagerblöcken 248 umläuft und ein Zahnrad 150 trägt.
Letzteres kämmt mit dem Abtriebsritzel 252 eines Getriebemotors 254, welcher intermittierend
angesteuert wird, wenn eine vorgegebene Anzahl von Tütenbahnabschnitten 28 zu einem
Stapel vorgegebener Größe aufgedornt worden ist. Der Getriebemotor 254 dreht
dann
die Sammeltrommel 234 rasch um eine Teilung weiter.
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Ein fertiger Stapel 256 kommt nun unter einen in Figur 3 nur teilweise
gezeigten Schweißrahmen 258 zu liegen, welcher an den entsprechenden Stellen mit
Schweißelektroden 260 versehen ist, die die Durchgangsschweißungen 30 (vergl.
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Figur 2) erzeugen. Der Schweißrahmen 258 wird unter Verwendung nicht
gezeigter Arbeitszylinder durch die zentrale Programmsteuerung der Maschine angehoben
und abgesenkt.
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Beim Weiterdrehen der Sammeltrommel 234 kommt zugleich ein fertiger
Mehrfach-Tütenblock 32 in eine Abnehmstellung, in welcher er durch eine Abnehmplatte
262, welche ein umgekantetes unteres Ende aufweist, von den Dornen 240 heruntergestreift
und aus der Maschine herausgekippt wird. Die Abnehmplatte 262 ist von Hebeln 264
getragen, welche mit einer Welle 266 verbunden sind. An der letzteren ist ein Hebel
268 befestigt, dessen freies Ende an der Kolbenstange eines Arbeitszylinders 270
angelenkt ist. Das Gehäuse des letzteren ist an der Rahmenplatte 42 angelenkt. Die
Druckmittelzufuhr zum doppeltwirkenden Arbeitszylinder 270 wird von der Programmsteuerung
der Maschine angepaßt auf die Bewegung der Sammeltrommel 234 gesteuert.
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Fig. 4 zeigt Einzelheiten von Fördereinheiten 272 für die Ränder der
Tütenbahn 10, welche unmittelbar stromauf derjenigen Stelle des Förderweges der
Tütenbahn 10 angeordnet sind, bei welcher die Tütenbahnabschnitte 28 durch die Greifer
208 abgerissen werden. Die Fördereinheiten 272 können die durch die Bauteile 158
bis 198 gebildeten Fördereinheiten nach Fig. 3b ersetzen.
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Die Fördereinheit 272 nach Fig. 4 und 5 hat einen Rahmen, welcher
durch Rahmenplatten 274 und diese verbindende Traversen 276 gebildet ist. In den
Rahmenplatten 274 ist beim unteren stromaufseitigen Ende eine große Umlenkrolle
278
für ein flexibles Förderband 280 vorgesehen.
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Am stromabseitigen Ende der Fördereinheit 272 läuft das Förderband
280 um zwei übereinander liegende, kleinen Durchmesser aufweisende Umlenkrollen
282 und 284 um, welche in einem Verstellrahmen gelagert sind. Letzterer besteht
aus zwei Verstellplatten 286 und diese verbindenden Traversen 288. Die Verstellplatten
286 laufen jeweils formschlüssig in einer Vertiefung oder Ausnehnung 290 der RehmcnL)latten
274. Letztere sind im Bereich der Ausnehmungen 290 jeweiLs mit einem Langloch 292
versehen, durch welches sich eine Arretierschraube 294 erstreckt. Auf diese Weise
s.selsich die Umlenkrollen 282, 284 in unterschiedlichen Abstand von der Umlenkrolle
278 anordnen.
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Zum Aufnehmen der jeweils nicht benötigten Länge des Förderbandes
280 dient eine Spanneinrichtung, welche zwei stationäre, beim oberen Rand der Rahmenplatte
274 gelagerte Umlenkrollen 296, 298 und eine in vertikaler Richtung verlagerbare
Spannrolle 300 aufweist. Letztere ist in Lagerblöcken 302 gelagert, welche jeweils
in einem vertikalen Langloch 304 der Rahmenplatten 274 verschiebbar sind und an
denen ein Ende einer vertikalen Spannschraube 306 drehbar festgelegt ist. Die Spannschrauben
306 laufen in mit Gewinde versehenen Widerlagern 308, welche durch Schrauben 310
an den Lagerplatten 274 befestigt sind. Eine Kontermutter 312 dient zum Fixieren
der Lage der Spannsctiraube 306.
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Die Umlenkrolle 278 sitzt fest auf einer durchgehenden Antriebswelle
314, die in unter Bezugnahme auf Fig. 6 noch zu beschreibender Weise um eine zur
Förderrichtung der Tütenbahn transversale Achse verschwenkbar an den Rahmenplatten
42 und 44 der Maschine gelagert ist. Die Rahmenplatten 274 sind über Gleitlagerbuchsen
316 von der
Antriebswelle 314 getragen, so daß sich die Fördereinheit
272 unter ihrem Gewicht gegen die unter ihr laufende Tütenbahn 10 und das darunter
laufende Förderband 152 legt, dessen Arbeitstrum durch den Saugkasten 200 flächig
abgestützt ist.
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Um den Anpreßdruck des Arbeitstrums des Förderbandes 280 einstellbar
vermindern zu können, trägt eine der Rahmenplatten 274 jeder Fördereinheit 272 jeweils
ein weiteres Widerlager 318, in welchem durch eine Kontermutter 320 in ihrer Lage
gesichert eine Schraube 322 läuft. Letztere durchsetzt unter Spiel einen Ausleger
324, der an einer Traverse 326 befestigt ist, welche von den Rahmenplatten 42 und
44 getragen ist. Der Kopf der Schraube 322 ist über eine Schraubenfeder 328 an der
Oberseite des Auslegers 324 abgestützt. Je nach Einstellung der Schraube 322 übernimmt
so die Schraubenfeder 328 einen größeren oder kleineren Teil des Gewichtes der Fördereinheit
272.
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In die Oberseite der Traverse 326 ist eine Schraube 330 eingeschraubt,
welche ein Langloch 332 eines Armes 334 durchsetzt. Dessen freies Ende trägt über
eine Schraube 336 einen Halteblock 338. Dieser hat eine Durchgangsbohrung, in welcher
mittels einer Schraube 340 ein zylindrischer Tragabschnitt 342 eines Stützmessers
344 festgelegt ist.
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nas Stützmesser 344 läßt sich somit scIir leicht und präzise so eLnstellen,
daß es in transversaler Richtung mit der Bahn der randseitigen Materialstege 18
der Tütenbahn 1C fluchtet, genau parallel zur Trennlinie verläuft und unmittelbar
vor dem stromabseitigen Ende des Förderbandes 280 liegt. Dies ist im Hinblick auf
ein wohldefiniertes und rasches Aufbrechen der Materialstege 18 von Vorteil.
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Es versteht sich, daß die beiden mit den beiden Rändern der Tütenbahn
10 zusammenarbeitenden Fördereinheiten 272 genau
betrachtet spiegelbildlich
zueinander ausgebildet sind, bei dem oben beschriebenen Aufbau der Fördereinheiten
knen aber für die beiden Fördereinheiten dieselben Bauteile verwendet werden. Beide
Fördereinheiten werden gleichermaßen von der durchgehenden Antriebswelle 314 her
angetrieben und unterscheiden sich in erster Linie durch die Einstcllung ihrer Umlenkrollen
282 und 284.
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Wie Fig. 6 zeigt, sind die Enden der Antriebswelle 314 ir.
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Schwenklenkern 346 gelagert, die ihrerseits über nicht gezeigte Radiallager,
zum Beispiel Gleitlagerbuchsen auf einer treibenden Welle 348 angeordnet sind. Die
Antriebswelle 314 trägt ein Zahnrad 350, die treibende Welle 348 ein Zahnrad 352,
und diese Zahnräder sind über ein freilaufendes Zahnrad 354 gekoppelt.
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Diese Lagerung der Antriebswelle 314 ist deshalb gewählt, damit die
stromaufseitige Umlenkrolle 278 und damit der stromaufseitige Abschnitt des Arbeitstrums
des Förderbands 280 stets an der Tütenbahn 10 anliegen kann. Da die Rahmenplatten
274 ihrerseits verschwenkbar auf der Antriebswelle 314 angeordnet sind, kann sich
das Arbeitstrum der Förderbandes 280 insgesamt zu paralleler flächiger Anlaqtan
die Tütenbahn 10 ausrichten.
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