DE3049070C1 - Schleuderstreuer,insbesondere zur Ausbringung von Duengemitteln - Google Patents
Schleuderstreuer,insbesondere zur Ausbringung von DuengemittelnInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Schleuderstreuer gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Durch die DE-AS 28 05 879 ist bereits ein derartiger
Schleuderstreuer bekanntgeworden. Bei diesem Schleuderstreuer können die Schleuderscheiben gegen
Schleuderscheiben mit anderen senkrechten Abwurfwinkeln ausgetauscht werden. Hierdurch ist es möglich,
die effektive Streubreite mit Hilfe der Schleuderscheiben zu ändern.
Von Nachteil ist jedoch bei diesem Schleuderstreuer, daß mit den zur Verfügung stehenden Schleuderscheiben
nur Streubilder erreichbar sind, die beiderseits entweder flach oder steiler auslaufende Randzonen
aufweisen.
, . In der Ausstattung mit Schleuderscheiben, durch
welche ein Streubild mit steiler abfallenden Randzonen erreicht wird, eignet sich der Schleuderstreuer zwar
besser als in der Ausstattung mit den anderen Schleuderscheiben zur Bestreuung von Feldrandstreifen,
da hierbei unter Einhaltung einer gleichmäßigen Streustärke bis zum Feldrand wesentlich geringere
Düngemittelmengen auf benachbarte Felder, angrenzende Wege oder in Gräben gestreut werden. Dennoch
sind auch diese Mengen für viele Voraussetzungen unter Berücksichtigung des Umweltschutzes noch zu groß, so
daß es sich nicht vermeiden läßt, die Feldrandstreifen mit nach außen abfallender Streustärke zu bestreuen.
Außerdem ist bei einem derartigen Streubild von Nachteil, daß es sehr seitenwindempfindlich ist; d.h.,
daß sich schon ein geringes seitliches Verschieben des Streubildes, beispielsweise durch Seitenwind derart
ungünstig auswirkt, daß stark überdüngte bzw. unterdüngte Streifen innerhalb der Überlappungszonen der
einzelnen Streubahnen entstehen. Weiterhin ist ein sehr genaues Anschlußverfahren Voraussetzung für eine
gleichmäßige Bestreuung der gesamten Feldfläche.
Dagegen hat der Schleuderstreuer in der Ausstattung mit den ein flach auslaufendes Randzonenstreubild
erzeugenden Schleuderscheiben den großen Vorteil, daß ein nicht allzu genaues Anschlußverfahren erforderlich
ist, weil die Randzonen sich weit überlappen und somit auch bei leichter seitlicher Verschiebung der
Streubahnen zueinander eine ausreichend gleichmäßige Streustärke über die gesamte zu bestreuende Fläche
erreicht wird. Dagegen lassen sich Feldrandstreifen mit derartigen Schleuderscheiben überhaupt nicht mit
ausreichender Streugenauigkeit bedüngen, wenn nicht große Düngemittelmengen über den Feldrand hinaus
gestreut werden dürfen.
Weiterhin ist durch die DE-OS 28 04 253 ein Schleuderstreuer mit zwei mit Wurfelementen ausgestatteten
Schleuderscheiben bekannt, wobei die Düngemittel unabhängig voneinander den beiden Schleuderscheiben
in einstellbaren Mengen zugeführt werden.
Dieser Schleuderstreuer zeichnet sich dadurch aus, daß bei der Streuarbeit nicht nur ein in sich, sondern
auch zur Streuermitte symmetrisches Streubild erzielbar ist Auf der anderen Seite ist es möglich, durch
Absperren der Düngemittelzufuhr zu einer Schleuderscheibe die effektive Streubreite der Maschine auf die
Hälfte zu reduzieren, wobei sich dann ein seitlich zur Streuermitte gelegenes Streubild ergibt. Durch diese
Maßnahme können zwar schmalere Feldrandstreifen bestreut werden. Da jedoch auch das nur mit einer
Schleuderscheibe erzielte Streubild in sich annähernd symmetrisch ist, treten für die Feldrandbestreuung die
gleichen Nachteile wie bei dem vorstehend beschriebenen Schleuderstreuer auf.
Außerdem ist bereits durch das DE-GM 17 57 834 ein Schleuderstreuer mit einer mit verstellbaren Wurfelementen
ausgestatteten Schleuderscheibe bekanntgeworden. Bei diesem Schleuderstreuer kann die Streubreite
durch Veränderung der Länge der Wurfelemente und durch unterschiedliche Winkelanstellung der
Wurfelemente verändert werden. Hierdurch ist es möglich, auch noch den letzten Streifen einer Parzelle,
der schmaler als die normale Streubreite ist, zu bestreuen, weil für den noch abzudüngenden Streifen
die erforderliche Streubreite eingestellt werden kann.
Von Nachteil ist jedoch bei diesem Schleuderstreuer, daß die Einstellung umständlich mit Lehren und nach
Tabellen vorgenommen werden muß. Anschließend sind noch zeitraubende Streuversuche erforderlich, um die
eingestellte Streubreite zu überprüfen, ob tatsächlich
ORiGIiNSAL !NSPECTED
auch die erforderliche Streubreite erreicht wird. Weiterhin muß noch der Düngerzufluß zu der
Streuscheibe entsprechend der Verringerung der Streubreite reduziert werden, um auf dem letzten
Streifen die gleiche Düngermenge pro Flächeneinheit wie auf dem übrigen Feld auszubringen.
Weiterhin haftet diesem Schleuderstreuer der Nachteil an, daß zwar die Streubreite durch Verstellung der
Wurfelemente verändert wird, aber die Streustärke in der Randzone des Streubildes zum Feldrand hin
unverändert bleibt. Somit treten auch bei diesem Schleuderstreuer die eingangs beschriebenen Nachteile
auf.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das Streubild eines Schleuderstreuers derart verändern zu
können, daß auch beim Einhalten der effektiven Streubreite Feldrandstreifen mit der gleichen Düngemittelmenge
pro Flächeneinheit; d. h. Streustärke, wie das übrige Feld zu bestreuen sind, ohne daß
Düngemittel über den Feldrand hinausgeschleudert werden. Hierbei ist die Einhaltung der effektiven
Streubreite an den Feldrändern insbesondere beim Einsatz des Schleuderstreuers unter Anwendung des
Fahrgassenverfahrens vorteilhaft.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst. Infolge
dieser Maßnahmen wird ein Streubild mit in einer äußeren Randzone steil abfallender Streustärke erreicht.
Dieses ist darauf zurückzuführen, daß die Düngemittelpartikel einerseits durch die erfindungsgemäße
Anstellung bzw. Anordnung der Wurfelemente und andererseits durch die Verringerung des Abstandes
des äußeren Teils der Wurfelemente zur Antriebsachse; d. h. durch Verminderung der Abwurfgeschwindigkeit,
weniger weit nach außen geworfen werden. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß jeweils auf der dem
Feldinneren zugewandten Seite des Streubildes die vorteilhaft große Überlappung der Randzonen beibehalten
bleibt und daß am Feldrand noch eine ausreichend große Streustärke erreicht wird, ohne
Düngemittel zu verschwenden.
Um bei Schleuderstreuern mit einer Streuvorrichtung, bei welcher die äußeren Antriebswellen der
Schleuderscheiben in einander entgegengesetztem Drehsinn umlaufen, mit nur einer Grenzstreuscheibe
auszukommen, ist es erforderlich, daß die Umlaufrichtung der Grenzstreuscheibe unter spiegelbildlicher
Veränderung des Streubildes umkehrbar ist.
Hierbei sieht die Erfindung zur Erreichung einer besonders zweckmäßigen Verteilung der Düngemittel
vor, daß die Winkel zwischen den mittleren Bereichen der Wurfelemente gleich groß sind.
Um die Vorteile der Grenzstreuscheiben sowohl bei der Normal- als auch bei der Spätdüngung benutzen zu
können, sieht die Erfindung vor, daß Grenzstreuscheiben mit unterschiedlichen senkrechten Abwurfwinkeln
vorgesehen sind.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß am Schleuderstreuer zumindest eine Halterung für die Schleuderscheiben
bzw. für die Grenzstreuscheiben vorhanden ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß die jeweils benötigten
Schleuder- bzw. Grenzstreuscheiben immer am Einsatzort der Maschine vorhanden sind.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen im folgenden näher erläutert. Hierbei zeigt
F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Schleuderstreuer in der Ansicht von hinten mit Streubildern,
F i g. 2 die Grenzstreuscheibe in der Ansicht von oben und
Fig.3 die gleiche Grenzstreuscheibe im Schnitt HI-III.
Der Schleuderstreuer 1 ist mit den auswechselbaren Schleuderscheiben 2 ausgestattet. Oberhalb der
Schleuderscheiben 2 ist der Vorratsbehälter 3 angeordnet, von welchem aus den Schleuderscheiben 2 die
Düngemittel in bekannter und daher nicht dargestellter Weise in einstellbaren Mengen zugeführt werden.
Beim Einsatz des Schleuderstreuers 1 mit den Schleuderscheiben 2 entsteht das symmetrische Streubild
4 mit den flach auslaufenden Randzonen 5, das links von der Mittellinie 6 durch die durchgezogene Linie 7
und rechts der Mittellinie 6 durch die strichpunktierte Linie 8 begrenzt wird.
Wird jedoch die rechte Schleuderscheibe 2 gegen die Grenzstreuscheibe 9, die mit Hilfe der Halterung 10 bei
Nichtbenutzung am Schleuderstreuer 1 befestigt ist, ausgetauscht, so entsteht das unsymmetrische Streubild
11, mit der rechts der Mittellinie 6 steil abfallenden Randzone 12. Hierdurch wird unter Beibehaltung der
effektiven Streubreite E bis an den Feldrand 13 die Streustärke ^erreicht.
Die in der F i g. 2 dargestellte Grenzstreuscheibe 9 ist mit den Wurfelementen 14 und 15 ausgestattet. Die
Wurfelemente 14 sind radial nach außen angestellt, während die Wurfelemente 15 spiegelbildlich mit dem
Winkel ß, zu den an den Kreisbahnen 16 der Wurf elemente 15 angelegten Tangenten 17, auf der
Grenzstreuscheibe 9 angeordnet sind. Durch eine derartige Anordnung der Wurfelemente 15 ist es
möglich, die Grenzstreuscheibe 9 sowohl in Umlaufrichtung 18 als auch in Umlaufrichtung 19 anzutreiben.
Damit sich hierbei die sich durch die einzelnen Wurfelemente 14,15 ergebenden Streufächer gleichmäßig
überlappen können, sind die Winkel γ zwischen diesen Wurfelementen gleich groß.
Die Grenzstreuscheibe 9 wird mit Hilfe der Nabe 20, der Nut 21 und der Paßfeder 22 drehfest mit einer der
beiden Antriebswellen 23 verbunden. Hierfür braucht sie nur auf die Antriebswelle 23 gesteckt und mit Hilfe
des Sicherungselements 24 gegen axiales Verschieben gesichert zu werden.
Die F i g. 3 zeigt die Grenzstreuscheibe 9 mit dem senkrechten Abwurfwinkel oc, mit welchem die Düngemittelpartikel
von der Scheibe abgeschleudert werden. Für die Normaldüngung ist eine Grenzstreuscheibe 9
mit kleinem Abwurfwinkel λ und für die Spätdüngung mit größerem Abwurfwinkel α zu wählen.
Die Wurfelemente 15 sind derart winkelsymmetrisch angestellt, daß jeweils das in Umlaufrichtung 18 in bezug
auf sein äußeres Teil gegenüber dem Radialstrahl voreilend eingestellte Wurfelement 25 die steil abfallende
Randzone 12 liefert, während jeweils das in Drehrichtung in bezug auf sein äußeres Teil gegenüber
dem Radialstrahl nacheilend eingestellte Wurfelement 26 den allmählichen Abfall 27 der Streustärke
gewährleistet. Die radial angestellten Wurfelemente 14 füllen den Bereich 28 zwischen den von den
Wurfelementen 15 bestreuten Bereichen 12 und 27 bis auf die gleichmäßige Streustärke S auf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schleuderstreuer, insbesondere zur Ausbringung von Düngemitteln, dessen angetriebene Streuvorrichtung
zwei mit Wurfelementen ausgestattete Schleuderscheiben aufweist, die gegen andere
Schleuderscheiben austauschbar auf je einer Antriebswelle angeordnet sind und denen die Düngemittel
in einstellbaren Mengen zuführbar sind, dadurchgekennzeichnet, daß zum Austausch
auch eine ebenfalls mit Wurfelementen ausgestattete Grenzstreuscheibe (9) vorgesehen ist,
wobei die Grenzstreuscheibe (9) wahlweise auf die eine oder andere der beiden äußeren Antriebswellen
(23) aufsteckbar ist, daß die Grenzstreuscheibe (9) zumindest ein radial angestelltes Wurfelement (14)
sowie zumindest zwei winkelsymmetrisch, mit dem Winkel (ß) zu den an die Kreisbahnen (16) der
äußeren Teile der Wurfelemente (15) angelegten Tangenten (17), angestellte Wurfelemente (15)
aufweist, und daß die äußeren Teile der Wurfelemente (14, 15) der Grenzstreuscheibe (9) zur
Antriebswelle (23) einen geringeren Abstand als die äußeren Teile der Wurfelemente der übrigen
Schleuderscheiben (2) aufweisen.
2. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Schleuderscheiben (2, 9)
die Düngemittel in an sich bekannter Weise unabhängig voneinander in einstellbaren Mengen
zuführbar sind.
3. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufrichtung (18,19) der
Grenzstreuscheibe (9) unter spiegelbildlicher Veränderung des Streubildes umkehrbar ist.
4. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkel (γ) zwischen den
mittleren Bereichen der Wurfelemente (14, 15) gleich groß sind.
5. Schleuderstreuer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Grenzstreuscheiben
(9) mit unterschiedlichen senkrechten Abwurfwinkeln (<%) vorgesehen sind.
6. Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Schleuderstreuer (1) zumindest
eine Halterung (10) für die Schleuderscheiben (2) bzw. für die Grenzstreuscheiben (9) vorhanden
ist.
Priority Applications (4)
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ID=6120310
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