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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur automatischen Belichtungssteuerung in einem fotografischen Farbkopiergerät, enthaltend drei Farbkanäle, von denen jeder wenigstens einen für die betreffende Farbe sensibilisierten, dem von der Kopiervorlage beeinflußten Licht ausgesetzten Fotoempfänger enthält, dessen Ausgangssignal die Kopierlichtmenge in der betreffenden Farbe derart steuert, daß in der Kopie entsprechend einer Unterkorrekturgradeinstellung die Unterschiede der mittleren Farbdichtewerte von den Graudichtewerten der Vorlage in der Kopie in vollem Umfang, d. h. mit 100prozentiger Unterkorrektur wiedergegeben oder teilweise oder ganz zur Erzielung einer neutral grauen Kopie ausgeglichen werden.
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Die Verwirklichung einer Unterkorrektur gegenüber dem sog. Neutral-Grau-Prinzip geht auf die Erkenntnis zurück, daß die Steuerung der Kopierlichtmenge in den einzelnen Farben so, daß in der Gesamtheit eine neutral graue Kopie erzielt wird, bei mit stark farbstichenbehafteten Aufnahme- und Kopiermaterialien im Durchschnitt zu besseren Ergebnissen führt als eine volle Wiedergabe der im Vorlagenmaterial vorhandenen Farbunterschiede, daß aber mit der stetigen Verbesserung der Aufnahmematerialien die Farbstiche zunehmend zurückgedrängt und deshalb bei Anwendung der Neutral-Grau-Korrektur von dem Aufnahmeobjekt verursachte sog. Dominanten unterdrückt und somit unbefriedigende Farbwiedergaben erzielt werden.
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Bei modernen Farbkopiergeräten ist deshalb überwiegend eine Möglichkeit zur Farbunterkorrektur vorgesehen, wobei ein einstellbarer, jedoch für eine Folge von Kopiervorlagen in der Regel unverändert beibehaltener Prozentsatz der Unterkorrektur angewendet wurde. Eine solche Einrichtung geht beispielsweise aus der deutschen Patentschrift 22 46 466 hervor.
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Bei der Einstellung dieses Prozentsatzes der Unterkorrektur gegenüber einer vollständigen Korrektur ist ein Kompromiß zu suchen zwischen dem möglichen Umfang von Farbstichen, die durch eine generelle Korrektur auszuräumen sind und der Häufigkeit und Größe von Farbdominanten, die möglichst erhalten bleiben sollen, d. h. mit einem hohen Maß an Unterkorrektur kopiert werden sollen. Dieser Kompromiß bereitet regelmäßig Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn bei einem automatisch arbeitenden Kopiergerät auf einer Vorlagenrolle Filmabschnitte unterschiedlichen Aufbaus oder unterschiedlicher Vorbehandlung verarbeitet werden sollen.
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Die vorliegende Erfindung geht davon aus, daß die generell durch die Masken des Films oder die Farbstiche hervorgerufenen Abweichungen der Einzelfarbdichten von der Graudichte einer Vorlage vergleichsweise gering sind, daß jedoch die zusätzlich zu den Stichen auftretenden Farbdominanten eine wesentlich größere Abweichung der mittleren Einzelfarbdichten von der Graudichte der betreffenden Vorlage ergeben.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die Farbunterkorrektur so zu bestimmen, daß zwar Farbstiche weitgehend ausgeglichen werden, daß jedoch Farbdominanten stärker als bei einem konstanten Korrekturfaktor wiedergegeben werden.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch die in dem Anspruch 1 beschriebene Erfindung.
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Durch die Erhöhung der Unterkorrektur mit zunehmender Abweichung der mittleren Farbdichtewerte von dem Grauwert der Vorlage werden verhältnismäßig kleine Farbabweichungen, die überwiegend auf einen Farbstich oder eine sehr geringe Dominante zurückgehen, stärker korrigiert und kompensiert, während fast durchwegs auf eine Dominante zurückgehende, starke Farbabweichungen von der Graudichte mit einer geringeren Korrektur, d. h. stärker wiedergegeben werden. Damit wird über die Gesamtheit der Kopiervorlagen ein höherer Anteil von befriedigenden Kopien erzielt als bei einem konstanten Korrekturgrad.
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Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens und von Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen im Zusammenhang mit Ausführungsbeispielen, die anhand von Figuren nachstehend erläutert sind. Es zeigt
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Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Farbkopiergerät in einer schematischen Darstellung,
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Fig. 2 ein Schaltbild zur Steuerung des Farbkopiergerätes gemäß Fig. 1,
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Fig. 3 ein Diagramm des Korrekturgrades in Abhängigkeit von der Farbdichteabweichung bei einer Vorrichtung gemäß Fig. 2,
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Fig. 4 eine etwas abgeänderte Schaltvorrichtung zur Steuerung des Farbkopiergeräts gemäß Fig. 1 und
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Fig. 5 ein Diagramm mit dem Verlauf des Unterkorrekturgrades in Abhängigkeit von der Farbdichteabweichung.
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Das Farbkopiergerät geht aus von einem Gerät, das in der deutschen Patentschrift 22 46 466 ausführlich beschrieben ist.
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In Fig. 1 ist mit 1 eine Lichtquelle bezeichnet, die in allen erforderlichen Wellenlängenbereichen Strahlen aussendet. Deren Licht wird über einen Doppelkondensor 2 auf einen Kaltlichtspiegel 3 geworfen, der über weitere Kondensorlinsen 4 das Licht in einen Mischschacht 5 umlenkt. Vor dem Mischschacht 5 sind komplementärfarbige Filter 6, 7, 8 angeordnet, die je nach Bedarf für eine bestimmte Kopiermaterialempfindlichkeit mehr oder weniger weit in den Strahlengang geschoben werden können und auf diese Weise den Strahlengang anfärben. Der Mischschacht 5 sorgt dann für eine gleichmäßige Durchmischung des von den Filtern angefärbten Strahlenganges, so daß an einer Kopiervorlage 9 eine gleichmäßige Helligkeits- und Farbverteilung vorliegt. In Richtung des Strahlenganges hinter der Kopiervorlage 9 sind durch Farbfilter selektivempfindlich gemachte Fotoempfänger, im vorliegenden Fall Siliziumfotoelemente 10 außerhalb des Abbildungsstrahlenganges, jedoch im Streulichtbereich angeordnet. Diese Elemente 10 sind an eine Schaltvorrichtung 11 angeschlossen, die anhand der Fig. 2 noch eingehend erläutert ist. Hinter den Elementen 8 ist ein elektromagnetisch betätigbarer Verschluß 12 angeordnet, dahinter liegt das Abbildungsobjektiv 13, das ein scharfes Bild der Kopiervorlage 9 auf einem lichtempfindlichen Schichtträger 14 entwirft. Der Schichtträger 14 kann z. B. in Rollenform vorliegen und automatisch jeweils nach einer Belichtung weitertransportiert werden. Die Eigenschaften des Kopiermaterials spielen für die Einstellung der Schaltvorrichtung 11 eine erhebliche Rolle.
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Zwischen dem Mischschacht 5 und der Kopiervorlage 9 sind Führungen für Farbfilter 15, 16 und 17 in den Komplementärfarben vorgesehen, die über Elektromagnete 18, 19 und 29 in den Strahlengang einführbar sind. Die Elektromagnete sind mittels Leitungen 21, 22 und 23 an die Schaltvorrichtung 11 angeschlossen, die für jede der Farbbelichtungen ein Signal gibt, wenn durch Einführung der Farbfilter die betreffende Belichtung beendet werden soll.
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In Fig. 2 ist die Schaltvorrichtung 11 genauer dargestellt. Diese setzt sich aus drei Farbkanälen 26, 27 und 28 zusammen, in denen jeweils die Signale für eine der Farben verarbeitet werden.
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Die Kanäle stimmen völlig überein, so daß es im folgenden genügt, nur einen Kanal, den Farbkanal 26 darzustellen und zu beschreiben. Im Streulichtbereich hinter der Kopiervorlage 9 sind für jede Farbe gleichmäßig am Umfang verteilt mehrere, im vorliegenden Fall vier Siliziumfotoelemente 10 angeordnet, die jedoch parallel geschaltet sind, so daß in Fig. 2 für den Farbkanal 26 nur ein einziges Fotoelement 10, und den Kanal 27 das Element 24 dargestellt sind.
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Unmittelbar an den Fotoempfänger 10 ist auch in geringer räumlicher Entfernung ein Operations-Verstärker 29 angeschlossen, in dessen Gegenkopplungskreis über einen Umschalter 31 wahlweise einschaltbar ein Widerstand 30 oder ein aus einem Kondensator 32 und einem Widerstand 33 bestehendes RC -Glied eingeschaltet ist. Ferner liegt im Gegenkopplungskreis ein Potentiometer 34, das zum Zweck des Formatausgleiches dient. Am Ausgang des Verstärkers 29 liegt ein Logarithmierverstärker 35, der über einen Widerstand den ersten Eingang eines Additionsverstärkers 36 bildet. Am anderen Eingang liegt der Schleifer 37 a eines Potentiometers 37, dessen beide Anschlüsse mit einer hochkonstanten Gleichspannung von einer Quelle 41 beaufschlagt sind. Der eine Pol des Potentiometers liegt dabei auf Masse. Über einen Widerstand 39 ist der Schleifer des Potentiometers 37 mit dem anderen Eingang des Additionsverstärkers 36 verbunden, während im Gegenkopplungskreis ein Widerstand 38 liegt. Der Ausgang des Additionsverstärkers 36 bildet den ersten Eingang eines Vergleichsverstärkers 40, an dessen Ausgang die Leitung 21 zu dem ersten Farbfiltermagneten 18 liegt.
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Das Potentiometer 37 dient dazu, nicht immer gleichbleibende Werte zu speichern und zu berücksichtigen, z. B. die Empfindlichkeit des Papiers in einer bestimmten Farbe und/oder spezielle Eigenschaften einer bestimmten Filmart. Diese Werte bleiben unverändert, solange dieselbe Papieremulsionsnummer oder die gleiche Filmart verarbeitet werden. Für die Potentiometer 37 in den verschiedenen Farbkanälen gibt es Gruppenspeicher, die z. B. von einer Filmart auf eine andere umschaltbar sind, wenn für beide Arten die Werte in den Speichern enthalten sind.
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An dem zweiten Eingang des Vergleichsverstärkers 40 liegt eine Reihe von Spannungswerten, die sich aus verschiedenen, aufgrund verschiedener Auswerteüberlegungen der Kopiervorlagen einstellbarer Speicherpotentiometer ergeben. Es sind dies die Potentiometer 42 und 43, die ebenfalls an der Stromquelle 41 liegen. Ihre Schleifer sind über Widerstände 44, 45 mit dem einen Eingang eines Additionsverstärkers 46 verbunden, an dessen anderem Eingang durch die Einstellung von Werten in den anderen, nicht dargestellten Farbkanälen beeinflußte Spannungswerte über Widerstände 47, 48 zugeführt werden. Ferner werden dem Additionsverstärker 46 zwei Spannungswerte über Widerstände 49 und 50 zugeführt, die ein Maß für eine Farbunterkorrektur und eine slope-Korrektur darstellen.
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Der Spannungswert für die Farbunterkorrektur wird zunächst entnommen hinter demVerstärker 36 , dessen Ausgangsspannung in der gezeigten Stellung des Umschalters 31 einen logarithmierten Wert der jeweiligen Vorlagenhelligkeit in der betreffenden Farbe, nämlich die Farbdichteabweichung von einem Eichnegativ darstellt. Dieser Wert wird einem sogenannten "sample and hold"- oder Speicherverstärker 51 zugeführt, und zwar über einen Widerstand 52 ebenso wie ein Signal für ein eingestelltes slopecenter, welches von einem Potentiometer 53 über einen Widerstand 54 dem Verstärker 51 zugeführt wird. Der Verstärker 51 hat die Funktion, ein ihm von dem Verstärker 36 zugeführtes Differenzsignal zwischen dem jeweiligen Dichtewert der betreffenden Farbe und dem slopecenter-Wert, der der Farbdichte eines Eichnegativs entspricht, über die Dauer der Messung, d. h. über das Umlegen des Umschalters 31 hinaus zu speichern und in die nachfolgende Schaltung während der Belichtung einzugeben. Das Ausgangssignal des Verstärkers 51 liegt an dem einen Anschluß eines Farbunterkorrekturpotentiometers 55, dessen anderer Anschluß an einer Leitung liegt, an der die Farbunterkorrekturpotentiometer auch der anderen Farbkanäle 27, 28 angeschlossen sind. In dieser Leitung 56 ergibt sich deshalb eine Spannung, die der mittleren Graudichte der Vorlage entspricht.
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Die Schleifer der drei Farbunterkorrekturpotentiometer in den drei Farbkanälen sind auf einer gemeinsamen Achse angeordnet, so daß sie gemeinsam in gleicher Weise verstellt werden. Die Winkelstellung des Schleifers am Potentiometer 55 ist zwischen 0 und 1 zu verändern. Der Schleifer des Potentiometers 55 ist einerseits direkt über einen Widerstand mit dem Eingang eines Addierverstärkers 80 verbunden, an dem somit ein Unterkorrektur-Signal in Höhe des aus der deutschen Patentschrift 22 46 466 bekannten Unterkorrektur-Signales anliegt. Dieses Signal hat einen aus Fig. 3 ersichtlichen Verlauf UK 1, d. h. das Unterkorrektur-Signal steigt linear mit der Farbdichteabweichung an.
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Dem Summierverstärker 80 wird jedoch ein weiteres Unterkorrektur-Signal UK 2 von dem Schleifer eines Potentiometers 79 zugeführt, das gemäß Diagramm in Fig. 3 bis zu einem Schwellwert S 1 bzw. S 2 auf Null festgehalten wird und dann linear ansteigt, so daß die Summe der Signale UK 1 + UK 2 am Ausgang des Verstärkers 80 einem Polygonzug mit einem Knick an der Stelle der einstellbaren Schwellen S 1 bzw. S 2 mit zunehmender Unterkorrektur entspricht.
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Der Verlauf des Signals UK 2 wird dargestellt durch zwei Schwellwertgeber, bestehend aus Vergleichsverstärkern 67 und 68, an deren Eingängen das Signal des "sample and hold" -Verstärkers 51 und andererseits das durch das Unterkorrektur-Potentiometer 55 reduzierte Graudichtesignal der Leitung 56 anliegt, so daß durch die Einstellung der Potentiometer 69 bzw. 70 die Schwelle für die Signale am Ausgang der Verstärker 67 und 68 eingestellt werden kann.
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Die diesen Verstärkern 67 und 68 nachgeschalteten Signalbegrenzer, die aus Widerständen 69, 70, 71 und Transistoren 73 bzw. Widerständen 74, 75, 76 und Transistor 77 aufgebaut sind, halten das Ausgangssignal UK 2 am Ausgang des Zwischensummierers 78 auf Null, so daß eine zusätzliche Erhöhung des Unterkorrektur-Signals erst außerhalb der Schwellwerte S 1 und S 2 wirksam wird. Das Potentiometer 79 dient zusätzlich zur Gewichtung dieses Signals UK 2 gegenüber dem Signal UK 1.
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An einem dritten Eingang des Additionsverstärkers 80 liegen über Widerstände 81, 82 die dem Potentiometer 79 entsprechenden Schleifer in den Farbkanälen 27 und 28. Die Widerstände 81 und 82 sind gegenüber dem Widerstand zwischen dem Verstärker 80 und dem Schleifer des Potentiometers 79 so bemessen, daß die Gesamtdichte der Kopie durch das zusätzliche Unterkorrektur-Signal UK 2 nicht verändert wird. Dazu liegen die Widerstandswerte der beiden Widerstände 81 und 82 gerade doppelt so hoch wie der Widerstandswert des Widerstandes 72.
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Der Ausgang des Verstärkers 80 ist über einen weiteren Widerstand verbunden mit einem als Impedanzwandler wirkenden Verstärker 57, der das Summenunterkorrektur-Signal über den Widerstand 49 an den Additionsverstärker 46 weitergibt.
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Die von dem Verstärker 57 gelieferte Farbunterkorrekturspannung ist direkt proportional dem eingestellten Winkel am Schleifer 55, der die Spannungswerte mit einstellbaren Faktoren zwischen 0 und 1 beeinflußt. Die Spannung ist einerseits proportional der Abweichung der jeweiligen Farbdichte von der Dichte des Eichnegativs in der betreffenden Farbe, und andererseits von der mittleren Farbdichteabweichung vom Eichnegativ aller drei Farben. Durch die Einstellbarkeit des Winkels α an dem gemeinsamen Abgriff für die Schleifer der Potentiometer 55 kann der Anteil der von dem Verstärker gelieferten Farbunterkorrekturspannung mit allen Faktoren zwischen 0 und 1 multipliziert an den Additionsverstärker 46 weitergeleitet werden. Bei α gleich 0 tritt keine Unterkorrektur gegenüber dem Prinzip I · T = C ein, während für α = 1 eine solche Farbkorrektur gegeben wird, daß die Abweichung der Farbdichte von der mittleren Dichte nicht berücksichtigt wird, so daß die Belichtung nach dem T = C-Prinzip erfolgt.
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Für die slope-Spannung ist ein weiterer Additionsverstärker 58 vorgesehen, an dessen einem Eingang einerseits die Leitung 56 mit dem Graudichtesignal, andererseits das betreffende Farbdichtesignal des Verstärkers 51 liegen, so daß das Signal die Farbdichteabweichung repräsentiert, während am anderen Eingang Masse angeschlossen ist. An den Ausgang des Verstärkers 58 ist der eine Anschluß zweier Potentiometer 59, 60 angeschlossen, an deren anderem Anschluß das über einen Umkehrverstärker 61 umgekehrte Ausgangssignal des Verstärkers 58 angeschlossen ist, so daß an dem Abgriff der Potentiometer 59, 60 je nach deren Stellung eine positive oder negative Spannung einstellbarer Größe abgenommen werden kann. Die beiden Schleifer der Potentiometer 59, 60 sind wahlweise über einen von einem Vergleichsverstärker 62 gesteuerten Umschalter 63 an einen Impedanzwandler 64 angeschlossen, dessen Ausgang über den Widerstand 50 an dem Eingang des Additionsverstärkers 46 liegt.
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Die an dem Ausgang des Verstärkers 58 liegende Spannung wird je nach Stellung der Schleifer an den Potentiometern 59 und 60 mit jedem Wert zwischen plus 1 und minus 1 multipliziert.
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Der Vergleichsverstärker 62 stellt das Vorzeichen der von dem Verstärker 58 gelieferten Spannung fest und schaltet bei positiver Abweichung, welche für Überbelichtung eintritt, ein anderes Potentiometer in den Schaltkreis als bei negativer Abweichung, d. h. bei unterbelichteten Kopiervorlagen. Auf diese Weise ist es möglich, diese beiden Arten von Kopiervorlagen mit unterschiedlicher slope zu belichten, was eine bessere Ausbeute an Erstkopien zur Folge hat.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist wie folgt
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Im Ausgangszustand ist der Verschluß 12 geschlossen, der Schalter 31 nimmt die gezeichnete Stellung ein, die Farbfilter 15, 16 und 17 sind aus dem Strahlengang zurückgezogen und die Farbfilter 6, 7 und 8 sind so weit in den Strahlengang eingeschoben, daß sich für ein Eichnegativ mit einem bestimmten Verhältnis der vertretenden Farben für alle drei Farbbelichtungen gleich lange Zeiten ergeben. Außerdem enthalten das Potentiometer 37 und die entsprechenden Potentiometer in den anderen Farbkanälen den Empfindlichkeitswert für die jeweilige Negativ- und Kopiermaterialart in der betreffenden Farbe. Die Potentiometer 55, 59 und 60 sind nach den Erfahrungen der jeweiligen Bedienungsperson des Kopiergerätes für eine entsprechende Art von Kopiervorlagen eingestellt und bleiben für die folgenden Kopiervorgänge unverändert. Der Verstärker 51 enthält für die in der Kopierstellung befindliche Vorlage 9 das Signal für die Abweichung dieses Dichtesignals von dem in dem Potentiometer 53 gespeicherten Signal für die Farbdichte des Eichnegativs. Dieser Wert bleibt dort gespeichert bis zur Beendigung der Belichtung dieser Vorlage. Bereits in dieser Phase der Messung vor Belichtungsbeginn kann der Verstärker 62 den Vergleich vornehmen, ob die Kopiervorlage über- oder unterbelichtet ist und demnach das entsprechende Potentiometer 59 und 60 in den Schaltkreis legen. Die Einstellung der Schleifer der Potentiometer 59 und 60 kann ebenfalls wie die der Potentiometer 55 für alle Farbkanäle gemeinsam erfolgen.
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Wird nun durch Öffnen des Verschlusses 12 die Kopierbelichtung begonnen, wird gleichzeitig der Schalter 31 umgelegt. Dadurch steigt die Spannung an dem Kondensator an, wobei der Widerstand 33 eine gewisse Vorhaltewirkung ausübt, die gerade die Verzögerung der Filterbetätigung ausgleicht. Der Anstieg der Spannung vor dem Logarithmierverstärker 35 führt zu einem Anstieg der Spannung an dem Vergleichsverstärker 40, während an dem anderen Eingang dieses Verstärkers ein von der Helligkeit der Vorlage bzw. von der über den Verstärker 51 festgehaltenen Farbdichteabweichung beeinflußtes Signal liegt. Das Summensignal aller an den Eingängen des Additionsverstärkers 46 liegenden Spannungen liegt an dem Vergleichsverstärker 40, so daß bei Gleichheit der Signale über die Leitung 21 der Impuls an den Filtermagneten 18 gegeben wird, der die zugehörige Farbbelichtung beendet.
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Das in jedem Farbkanal eine Farbunterkorrektur bewirkende Signal am Ausgang des Verstärkers 80 ist für Vorlagen, deren Farbdichteabweichung von der mittleren Graudichte kleiner als die Schwellwerte S 1 und S 2 ist, unverändert gegenüber der Einrichtung gemäß der deutschen Patentschrift 22 46 466. Bei Farbabweichungen, die diese Schwellwerte in nur einer einzigen Farbe überschreiten, wird eine zusätzliche Unterkorrekturspannung erzeugt, die eine stärkere Wiedergabe der Farbdominanten erlaubt. Die Einstellung der Schwellwerte S 1 , S 2 muß nicht symmetrisch zur Nullachse erfolgen; aufgrund praktischer Kopierergebnisse kann sie auch unterschiedlich eingestellt werden. Zweckmäßigerweise liegen die Schwellwerte etwa im Bereich von 10% Abweichung der Einzelfarbdichten von der mittleren Graudichte. Die zusätzliche Unterkorrektur jenseits der Schwellwerte beträgt zweckmäßigerweise zwischen 5 und 25%, je nach Art der Belichtung der Vorlagen und nach Kopierergebnissen.
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Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird für jeden Farbkanal ein eigener Unterkorrekturfaktor errechnet und angewendet. Durch Veränderung der Verknüpfung zwischen den einzelnen Farbkanälen über die Leitungen an den Widerständen 81 und 82 sowie zusätzliche Maßnahmen an der Beschaltung des Verstärkers 80 kann der Korrekturfaktor so verändert, insbesondere so verkleinert werden, daß für alle drei Farbkanäle ein einheitlicher, durch alle drei Farbkanäle gemeinsam bestimmter Unterkorrekturfaktor UK 2 wirksam wird.
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In Fig. 4 ist eine gegenüber Fig. 2 abgeänderte Schaltvorrichtung für die Erzeugung der Unterkorrekturspannung dargestellt. Die einstellbaren Vergleichsvorrichtungen zur Darstellung der Schwellwerte und zur Schaffung des Signals UK 2 sind ersetzt durch einen Geber 86 für ein logarithmisches Signal, der aus der Differenz des Signals des "sample and hold"-Verstärkers 51&min; für die Farbdichte und dem bereits reduzierten, der Graudichte entsprechenden Signal in der Leitung 56 ein Unterkorrektur-Signal entsprechend einer E -Funktion erzeugt. Derartige Signalgeber können z. B. durch analog arbeitende operative Verstärker mit Rückkopplung durch eine Diode dargestellt sein. Das Ausgangssignal dieses Gebers 86 wird über den Widerstand 72&min; dem Additionsverstärker 80 gemäß Fig. 2 unmittelbar zugeführt, an dem andererseits über die Widerstände 81&min;, 82&min; die Verbindungsleitungen zu den anderen Farbkanälen 27, 28 angeschlossen sind. Das Unterkorrektur-Signal mit einer stetigen Zunahme des Unterkorrekturfaktors mit steigender Farbdichteabweichung geht aus dem Diagramm gemäß Fig. 5 hervor.
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Die Belichtung erfolgt in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel in Form von drei gleichzeitig beginnenden Teilfarbbelichtungen, die über die Farbkanäle einzeln gesteuert und nach Erreichen der errechneten Kopierlichtmenge durch jeweiliges Einschieben der Filter 15, 16, 17 beendet werden. Das beschriebene Korrekturverfahren ist jedoch auch anwendbar für eine Intensitätssteuerung, bei der die drei Teilbelichtungen gleich lange dauern, jedoch die Intensität der einzelnen Kopierlichtfarben durch partielles Einschieben von Farbfiltern 6, 7, 8 verändert wird. Bei der Steuerung dieser Einführbewegung kann das Unterkorrektursignal ebenfalls in der beschriebenen Weise erzeugt und zur Steuerung der Wege für die Farbfilter ausgenutzt werden.