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Vorrichtung zum Ausscheiden bzw. Trennen feinkörniger
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Materialien hoher Dichte von den 3egleIts.toffen Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zum Ausscheiden bzw. Trennen feinkörniger Materialien
hoher Dichte von den Begleitstoffen.
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Es ist bekannt, daß zum Ausscheiden bzw. Trennen feinkörniger Materialien
hoher Dichte von den Begleitstoffen Sortieraggregate wie Setzmaschinen, Stoßherde,
Sink-Schwimmscheider etc. eingesetzt werden. Da diese bekannten Sortieraggregate
hinsichtlih GrOße und Durchsatzleistung begrenzt sind, und in vielen Fällen die
anfallenden, zu sortierenden Materialmengen von einem Sortieraggregat nicht bewältigt
werden können, hat man zur Bewältigung der anfallenden Materialmengen mehrere Sortieraggregate
eingesetzt. Diese Sorteraggregate wurden hierbei nebeneinander aufgestellt, mit
den entsprechenden Mengen an feinkörnigen Materialien, die sie aufnehmen und verarbeiten
konnten, beschickt.
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Die Anordnung der Sortieraggregate nebeneinander erfordert jedoch
nicht nur einen entsprechend großen Platzbedarf, sondern es sind bei dieser Anordnung
der Sortieraggregate in vielen Fällen auch besondere Materialzuführungs- und Abführungsorgane,
wie Leitungen, Pumpen, etc. erforderlich.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Vorrichtung zu
schaffen, die die Aufstellung von mehreren Sortieraggregaten bei geringstem Platzbedarf
und geringstem Aufwand an Zuführ- und Ableitorganen ermöglicht. Diese Aufgabe wird
erfindungsgemäß gelöst durch mehrere, mit Abstand übereinander angeordnete Sortieraggregate,
insbesondere Stoßherde, denen die Materialien in Suspension von oben zugeführt werden.
Dadurch, daß gemäß der Erfindung die Sortieraggregate mit Abstand übereinander angeordnet
werden, wird jeweils nur eine so große Bodenfläche benötigt, wie sie für ein Sortieraggregat
erforderlich ist. Da auf diese Weise beliebig viele Sortieraggregate mit Abstand
übereinander angeordnet werden können, lassen sich bei Ausnutzung von geringem Platz-
und Raumbedarf auch entsprechend beliebig hohe Durchsatzleistungen erzielen. Ein
besonderer Vorteil dieser mit Abstand übereinander angeordneten Sortieraggregate
besteht darin, daß sie alle von einer einzigen Zuführungsleitung mit den zu trennenden
feinkörnigen
Materialien beschickt werden können, was zu einer
erheblichen VereiNfachung und Einsparung an zusätzlichen Leitungen etc. führt. Auch
die Austräge der in den Sortieraggregaten voneinander getrennten Komponenten (ueberlauf
und Unterlauf) können sehr vorteilhaft von allen Sortieraggregaten zusammengefaßt
und abgeführt werden, wodurch ebenfalls eine räumlich günstige und kostensparende
Vereinfachung erreicht wird.
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Die Beschickung der übereinander angeordneten Sortieraggregate mit
den zu trennenden, in Suspension befindlichen feinkörnigen Materialien muß jedoch
zur Aufrechterhaltung eines optimalen Sortiereffektes unter optimalen Bedingungen,
das heißt, Einhaltung einer bestimmten Zulaufgeschwindigkeit und Zulaufmenge erfolgen.
Um nun eine entsprechende gleichmäßige Beschickung der mit Abstand übereinander
angeordneten Sortieraggregate mit den feinkörnigen Materialien von oben her zu erreichen,
ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung den Sortieraggregaten
je ein strömungsausgleichender Zulaufbehälter zugeordnet, wobei die Zulaufbehälter
an eine gemeinsame Suspensionszulaufleitung angeschlossen sind. Durch diese strömungsausgleicbnden
Zulaufbehälter wird sehr vorteilhaft ein optimaler Zulauf bzw. eine gleichmäßige,
konstante Beschickung aller Sortieraggregate erreicht.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
die Zulaufbehälter zylinderförmig ausgebildet und mit einem tangentialen Zulauf
-sowie mit einem nicht in Wirbelströmungsrichtung verlaufenden Auslauf versehen.
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Ein derartig ausgebildeter Zulaufbehälter hat den besonderen Vorteil,
daß die Suspension in ständiger Bewegung gehalten wird und sich die im Zulaufbehälter
befindlichen feinkörnigen Materialien nicht absetzen können. Durch die Anordnung
des nicht in Wirbelströmungsrichtung verlaufenden Auslaufes wird nun wiederum sehr
vorteilhaft die Wirbelströmungsenergie vernichtet bzw. kompensiert und die Suspension
auf die optimale Zulaufgeschwindigkeit auf das jeweilige Sortieraggregat gebracht.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Erläuterung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles: Es zeigen: Fig. 1 mehrere mit Abstand übereinander angeordnete
Stoßherde mit Zulaufbehälter gemäß der Erfindung in Seitenansicht,
Fig.
2 einen Querschnitt durch den Zulaufbehälter gemäß Linie II - II in Fig. 1.
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Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Vorrichtung zum Ausscheiden bzw. Trennen
feinkörniger Materialien hoher Dichte von den Begleitstoffen gemäß der Erfindung
aus mit Abstand übereinander angeordneten, in ihrer Dimension gleichgroß ausgebildeten
Stoßherden 1 bis 4. Diesen Stoßherden 1 bis 4 sind ebenfalls Abereinander angeordnete
strömungsausgleichende Zulaufbehälter 5, 6, 7 und 8 zugeordnet, die über Zulauf
stutzen 9, 10, 11 und 12 an eine gemeinsame Suspensionszulaufleitung 13 angeschlossen
sind. Die Zulaufbehälter 5 bis 8 sind, wie insbesondere die Fig. 2 zeigt3 zylinderförmig
ausgebildet und die Zulaufstutzen 9 bis 12 führen tangential in die Zulaufbehälter.
Die Zulaufbehälter 5 bis 8 sind ferner mit Böden 14 bis 17 ausgestattet und mit
tangentialen Auslaufstutzen 18 bis 21 versehen, die mit Abstand unterhalb der Zuläufe
über den Böden 14 bis 17 angeordnet sind. Die Auslaufstutzen 18 bis 21 und damit
die Ausläufe sind in diesen Behältern nicht in Wirbelströmungsrichtung 22, sondern
entgegen dieser Wirbelströmungsrichtung angeordnet.
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Im B-e«ieb der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung gemäß der
Erfindung werden die zu trennenden feinkörnigen Materialien in Suspension über die
Leitung 13 und Zulaufstutzen
9 bis 12 den Zulaurbehältern 5 bis
8 tangential von oben zugeführt. In den Zulaufbehältern 5 bis 8 wird, wie insbesondere
die Fig. 2 zeigt, die Suspension zu einer von oben nach unten gerichteten Wirbelströmung
22 umgelenkt und dadurch sehr vorteilhaft die Strömungsenergie in den übereinander
angeordneten Zulaufbehältern 5 bis 8 - trotz unterschiedlicher Fallhöhen - kompensiert
bzw. vernichtet, so daß die Suspension aus den Zulaurbehältern über die entgegen
der Wirbelströmungsrichtung 22 verlaufenden Auslaufstutzen 18 bis 21 in die mit
Abstand übereinander angeordneten Stoßherde 1 bis 4 in gleicher Menge und mit gleicher
Geschwindigkeit zuläuft. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung und Anordnung der
Zulaufbehälter 5 bis 8 wird daher sehr vorteilhaft - trotz der unterschiedlichen
Fallh8hen der von oben zugeführten Suspension - eine für alle Stoßherde gleich 4
ßige, für den Trennprozeß der feinkörnigen Materialien hoher Dichte von den Begleitstoffen
optimale Beschickung mit feinkörnigen Materialien in Suspension erreicht. Die auf
den Stoßherden 1 bis 4 von den Begleitstoffen getrennten feinkörnigen Materialien
hoher Dichte und die Begleitstoffe werden jeweils für sich zusammengefaßt und über
in der Zeichnung nicht näher dargestellte Vorrichtungen abgeführt.
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Diese in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Ausscheiden bzw. Trennen feinkörniger Materialien hoher Dichte von den Begleitstoffen
zeichnet sich somit nicht nur durch die gedrungene Bauweise und den geringen Platzbedarf
aus, sondern sie ermöglicht auch eine hohe Durchsatzleistung bei optimalen Betriebsbedingungen.
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Auch kann die erfindungsgemäße Vorrichtung durch Hinzufügen von Sortieraggregaten
zu den bereits bestehenden, oder durch Wegnahme einzelner Sortieraggregate sehr
leicht und jeder Zeit mengenmäßig an die veränderten Bedingungen angepaßt werden.
Im übrigen können gegebenenfalls auch unterschiedlich große Sortieraggregate mit
Abstand übereinander angeordnet werden, denen dann entsprechend dimensionierte strömungsausgleichende
Zulaufbehälter zuzuordnen sind.
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Gegebenenfalls können auch die Ausläufe an den ZulauSbehältern in
gleicher Höhe angeordnet werden wie die Zuläufe, jedoch ist dabei darauf zu achten,
daß die Ausläufe nicht in Wirbelströmungsrichtung verlaufend angeordnet werden.
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Schließlich können auch, wie in der Zeichnung gestrichelt angedeutet,
in den tangentialen Zulaufstutzen 9 bis 12 Klappen 23 als Sus.pensionsbremsorgane
vorteilhaft angeordnet werden. Darüberhinaus sind noch weitere konstruktive und
ström:ngstechnische Abänderungen möglich, ohne den Rahmen des Erfindungsgegenstandes
zu verlassen.
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