DE3048089A1 - Verfahren und schaftmaschine zur gleichstellung aller schaefte einer webmaschine - Google Patents
Verfahren und schaftmaschine zur gleichstellung aller schaefte einer webmaschineInfo
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;PATEN-TA-N WA. LTE A. GRUNECKER
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DR-INQ ■ AoEcCAUiCH!
K. SCHUMANN
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P. H. JAKOB
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G. BEZOLD
DRREHNAT DIR-CHEM
8 MÜNCHEN 22
P 15 806-1O/dg
SIlUBLI AG
Seestraße 240
Horgen-Zürich
Schweiz
Seestraße 240
Horgen-Zürich
Schweiz
Verfahren und Schaftmaschine zur
Gleichstellung aller Schäfte einer
Webmaschine
Gleichstellung aller Schäfte einer
Webmaschine
TBLKPON (OCD) 999809 TCLEX OB-9BSBO TILISRAMME MONAPAT TBLSKOPIERCFt
Stäubli AG, Horgen-Zürich, Schweiz
Verfahren und Schaftmaschine zur Gleichstellung aller Schäfte einer Webmaschine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gleichstellung aller Schäfte einer Webmaschine, die durch eine lochgesteuerte
Schaftmaschine angetrieben werden·.
Zur. Durchführung dient eine Schaftmaschine, bei welcher die mustergemässe Steuerung von einer Musterkarte mit
Steuer-, Loch- und Vollstellen, die von Abtastorganen abgelesen werden, erfolgt, wobei sich die Musterkarte vor den
Abtastorganen vorbeibewegt.
Um das Knüpfen von Kettfäden zu erleichtern oder diese,
bei längerem Stillstand der Webmaschine, auf gleiche Spannung zu setzen, werden die Schäfte nivelliert, d.h. in gleiche
Höhe gestellt, wobei die Kettfaden kein Fach bilden und alle Schäfte ihre höchste, tiefste oder eine dazwischenliegende
Position einnehmen können.
Bei lochkartengesteuerten Schaftmaschinen gelangen verschiedene Methoden zur Anwendung, um die Schäfte gleichzusetzen.
Diese sind
1. Zwischen die Musterkarte mit den Loch- und Vollstellen und die Tastnadeln wird ein dünnes Blech oder ein Stück
ungelochtes Kartenmaterial eingelegt. Hierauf lässt man die Maschine langsam laufen, bis sich alle Schäfte in
der Tieffachstellung befinden, d.h. alle Nadeln eine Vollstelle abgelesen haben.
2. Sämtliche Tastnadeln werden von einem, z.B. während der Kartenschaltung wirkenden Kollektivorgan, von der
Karte abgehoben und in dieser Stellung gehalten, bis die langsam laufende Maschine sämtliche Schäfte in die
Tieffachstellung gebracht hat. Das Abheben der Tastnadenl
ist mit dem Ablesen einer Vollstelle zu vergleichen.
3» Der Kartenzylinder wird von den Tastnadeln weg verschoben,
so dass diese die Musterkarte nicht mehr abtasten können. Da dies dem Ablesen eines Loches entspricht,
bewegen sich alle Schäfte in die Hochfachstellung sobald die Maschine um mindestens einen Schuss gedreht
wird.
4. Die Wirkung der Punkte 1-3 wird auch erreicht, wenn alle Zughaken von demselben Zugmesser einer Hattersleyschaftmaschine
von Hand zum An- oder Abhängen gebracht werden. Man erhält eine Hoch- oder Tieffachstellung der
Schäfte.
Voraussetzung für das Erreichen der gewünschten Stellung ist, dass die Maschine nach der entsprechenden Steuermanipulation
der Tastnadeln gedreht werden muss. Dies bringt jedoch mit sich, dass sicn die Musterkarte tragende Kartenzylinder
ebenfalls weiterbewegt. Vor der Wiederaufnahme des Webbetriebes muss die Musterkarte, d.h. der.Kartenzylinder mit der
Schaftmaschine und der Webmaschine wieder in die koordinierte
Stellung gebracht werden, ansonst der schussfolgerichtige Anschluss des neuen Schusses an den letzten eingetragenen
Schuss vor dem Gleichstellen der Schäfte fehlt. Das peinlich genaue Ausfinden und Einstellen der Uebereinstimmung
ist mit relativ grossem Zeitaufwand verbunden. Bei mangelnder Geschicklichkeit können zudem leicht Bindungsfehler auftreten.
Ziel der Erfindung ist es, den Vorgang der Gleichstellung oder Nivellierung der Schäfte so auszulösen, dass die
Fortsetzung des Webvorganges automatisch und schussfolgerichtig erfolgt, ohne dass, vor der Wiederinbetriebsetzung
der Schaftmaschine, die Uebereinstimmung der Musterkarte mit
dem zuletzt eingetragenen Schuss speziell überprüft werden muss.
Dies wird mit der eingangs genannten Schaftmaschine erreicht, die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist,
dass die Webmaschine mit der Schaftmaschine oder nur die Schaftmaschine gestoppt und der Antriebszylinder der Musterkarte
und die Tastnadeln in eine gegenseitige Stellung gebracht werden, dass die Tastnadeln beim Ablesevorgang auf
den Stegen zwischen den Steuerlöchern aufliegen und der Antriebszylinder der Musterkarte vom Schaftmaschinenantrieb
abgekuppelt und blockiert wird, worauf die Schaftmaschine sich dreht, bis alle Schäfte in die gleiche Stellung, vorzugsweise
Tieffachsteilung, gelangt sind. Zum Weiterweben
wird die Blockierung des Kartenzylinders gelöst und der Antrieb wieder eingeschaltet.
Zur Erzielung der erfindungsgemässen Aufgabe wird die Webmaschine mit der Schaftmaschine oder nur die Schaftmaschine
im Moment der Fachkreuzung gestoppt, und der Antrieb des Musterkartenzylinders, unter gleichzeitiger Blockierung des
Zylinders gegen eine weitere Verdrehung, ausgeschaltet. Hierauf wird die Schaftmaschine, event, mit der Webmaschine, in
einer beliebigen Richtung gedreht, bis alle Schäfte in die
Grundstellung, d.h. in die Tieffachstellung gelangt sind.
Bei Wiederaufnahme des Webbetriebes wird die Schaftmaschine in die Stellung der Fachkreuzung der Schäfte gebracht.
Der Zylinderantrieb wird, unter gleichzeitiger Deblockierung des Zylinders, wieder eingekuppelt und die nur
teilweise vorgenommene Zylinderschaltung beim Anlauf der Webmaschine beendet. Alle anderen Arbeitsvorgänge laufen in
der üblichen Reihenfolge normal ab, ohne dass sich der Weber um die folgerichtigen Schusseinträge zu kümmern braucht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Ab- und Ankupplung und der Blockierung des Antriebszylinders der
Musterkarte einer lochgesteuerten bekannten Schaftmaschine dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Stirnansicht des Antriebszylinders einer Musterkarte mit einem den Kupplungs- und
Blockierungsmechanismus betätigenden Handhebel, wobei der mittige Moment der diskontinuierlichen
Zylinderschaltung dargestellt ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Mechanismus gemäss Fig.
1, mit dem Hebel in Ruhestellung, jedoch zur Blockierung bereit,
Fig. 3 dieselbe Ansicht nach der Hebelbetätigung,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Hebelmechanismus, ausserhalb
der Schaltzeit des Antriebszylinders,
Fig. 5 eine axonometrische Ansicht der Stellung von
Antriebszylinder mit Musterkarte und eingelesene Abtastnadeln, wobei der linke Teil der Stellung
den Fig. 1-3, und der rechte Teil der Stellung der Fig. 4 entspricht,
Fig. 6 eine Draufsicht einer Variante eines Kupplungsund Blockierungsmechanismus mit einem Handschieber,
während der Schaltbewegung des Antriebszylinders, wobei ein diskontinuierlicher Antrieb
des Zylinders erfolgt,
Fig. 7 denselben Mechanismus in der Blockierungsstellung ,
Fig. 8 einen Schnitt nach den Linien A - A in den . Fig. 7 und 10,
Fig. 9 in Draufsicht eine weitere Variante eines Kupplungs- und Blockierungsmechanismus mit
einem Handschieber, in gekuppelter Stellung, bei einem kontinuierlich angetriebenen Kartenzylinder,
Fig. 10 dieselbe Variante in blockierter Stellung des Antriebszylinders der Musterkarte, und
Fig. 11 schematisch einen Mechanismus für die seitliche Verschiebung der Enden der Tastnadeln.
Auf der gleichmässig, ungleichmässig oder intermittierend sich drehenden Antriebswelle 1, die im Lagerschild 2
einer Schaftmaschine gelagert ist, sitzt achsial verschiebbar und durch einen Keil 3 gesichert die Hülse 4, die den Antriebsnocken
45 für das Schaltrad 5 trägt. Dieses sitzt fest auf der Welle 6 des Antriebszylinders 60 für die Musterkarte
7. Die Steuerstellen der Musterkarte bestehen aus Löchern oder Vollstellen. In den Fig. 2 und 4 weist die Musterkarte
zwei Lochzeilen für aufeinanderfolgende Schüsse auf.
Da zwischen zwei Schaltvorgängen des Schaltrades 5 der Antriebsnocken 45 nicht in eine Zahnlücke 54 des Zahnrades
einrastet, ist das Schaltrad und damit der Kartenzylinder frei drehbar. Da eine unbeabsichtigte Drehbewegung jedoch
schwerwiegende Konsequenzen für den Webvorgang nach sich zieht, ist am Schwenkhebel 10 eine Rolle 9 als Rastglied angeordnet,
die von der Zugfeder 11, ausserhalb der Schaltungszeit des Schaltrades 5, in eine Zahnlücke 54 gezogen wird.
Der der Entkupplung und der Blockierung dienende Handhebel 12 ist auf einem Bolzen 15 des Schildes 2 der Schaftmaschine
schwenkbar gelagert. Einerseits weist der Handhe-
bei einen Nutstein 13, der in die Ringnut 46 der Hülse 4 eingreift,
und anderseits einen Arretierzahn 14 auf, der dazu bestimmt ist, in eine Zahnlücke 54 des Schaltrades 5 einzurasten.
Der Arretierzahn 14 ist zentrisch zum Bolzen 15 gebogen.
Zum besseren Verständnis der Arbeitsweise des beschriebenen Mechanismus, wird vorerst die Fig. 5 erläutert. Bei
lochkartengesteuerten Schaftmaschinen von Webmaschinen besteht die Norm, dass ,jedes Loch eine Hochfachstellung eines
Schaftos und eine Vollstelle die Tieffachstellung bedeutet.
Die drei Tastnadeln 17 des rechten Teils der Fig. 5 lesen je ein Loch ab, d.h. die Nadeln senken sich Je in ein Loch 8 einer
Lochzeile der Musterkarte 7. Die Musterkarte liegt auf dem Antriebözylinder 60 auf und wird von der Welle 6 kontinuierlich
oder diskontinuierlich gedreht. Die Schienen 16 dienen der axialen Führung der Tastnadeln 17.Der Anhebemechanismüs
ist nicht dargestellt, siehe beispielsweise DE-PS 1 292 593.
Für den Schaltvorgang der Musterkarte 7 ist es unerlässlich, die Tastnadeln 17 aus den Löchern 8 hochzuheben. Erfolgt
nun erfindungsgemäss nur eine halbe Schaltung der Musterkarte,
so liegen die Tastnadeln 17 bei ihrem Absenken auf dem Steg zwischen zwei Lochzeilen auf (siehe linke Seite der Fig. 5)·
Dreht die Schaftmaschine und event, die Webmaschine weiter, so werden, da die Tastnadeln praktisch eine Vollstelle abgelesen
haben, alle Schäfte in die Tieffachstellung gebracht. Man erhält den gewünschten Effekt.
Dasselbe kann aber auch erreicht werden, wenn anstelle einer halben Schaltung des Antriebszylinders der Musterkarte,
der Zylinder um eine halbe Teilung achsial oder die Schienen 16 um diese halbe Teilung in Richtung der Welle 6 verschoben
werden. Die Tastnadeln liegen dann auf den Stegen 88, zwischen zwei Reihen von Löchern 8.
Soll nun, mittels einer Anordnung nach don VIr,* "1- - /(,
eine Nivellierung der Schäfte ausgelöst werden, so ist aus der Normalsteilung gemäss Fig. 4 auszugehen. Eine Lochzeile 8
der Musterkarte 7 befindet sich auf der oberen Mantellinie des Antriebszylinders 60. Das Schaltrad 5 ist durch das Einrasten
der Rolle 9 in einer Zahnlücke 54 festgehalten. Der Arretierzahn 14 des Handhebels 12 befindet sich auf der Höhe eines
Zahns 50, bzw. zwischen zwei Zahnlücken 54. Der Handhebel 12 kann und soll nicht verschwenkt werden. Rotiert nun die Antriebswelle
1 weiter, so greift der Antriebsnocken 45 in eine Zahnlücke 54 ein und schaltet das Zahnrad 5 weiter, wobei die
Rolle 9, gemäss Stellung Fig. 1, auf einen Zahn 50 hochgehoben wird. Bei der Webmaschine bedeutet diese Stellung die
Fachkreuzung. In diesem Moment ist der Antrieb der Webmaschine und damit auch der Schaftmaschine zu unterbrechen.
Beim Schwenken des Handhebels 12 aus der Stellung gemäss Fig. 2 in die Stellung gemäss Fig. 3, wird der Antrieb des
Schaltrades 5 ausgekuppelt, indem die Hülse 4 vom Nutstein 13 und der Ringnut 46 auf der Antriebswelle 1 achsial verschoben
wird, so dass der Antriebsnocken 45 aus der Zahnlücke 54 ausrastet.
Da das Schaltrad nun frei drehbar wäre, wird gleichzeitig mit dem Ausrasten des Antriebsnockens der Arretierzahn 14 in
eine Zahnlücke 54 eingefahren. Der Antriebszylinder 60 ist blockiert (Stellung Fig. 3). Bei dieser. Stellung befindet
sich in der oberen Mantellinie des Antriebszylinders der Steg zwischen zwei Lochreihen der Musterkarte. Alle Tastnadeln lesen
also nur eine Vollstelle ab. Beim Drehen der Schaftmaschine kommen dementsprechend alle Schäfte in die Tieffachstellung.
Zum Weiterweben wird nun der Handhebel aus der Stellung gemäss Fig. 3 in die Stellung gemäss Fig. 2 zurückgeschwenkt.
Die Blockierung des Schaltrades wird gelöst und der Antriebsnockeri
45 rastet wieder in dieselbe Zahnlücke 54 ein. Die Webmaschine
arbeitet folgerichtig und ohne Fehlschaltung.
Bei der Anordnung gemäss den Fig. 6 und 7 sitzt eine Hülse 40 achsial verschiebbar auf der Antriebswelle 1, von welcher
sie über den Nutenkeil 3 mitgenommen wird. Die Hülse weist einen Handgriff 41 sowie zwei zylindrische Abschnitte 42, 43
auf. Auf dem im Durchmesser kleineren Abschnitt 42 befindet sich der Antriebsnocken 45, der bei jeder Drehung der Welle 1
das Schaltrad 5 um eine Zahnung mitnimmt. In der Zwischenzeit ist das Schal.trad mit der Rolle 9, gemäss Fig. 1, gesichert.
Wird nun die Welle mitten in der Schaltung stillgelegt, so kann die Hülse um.die Breite eines Abschnittes von der Welle
1 gezogen werden. Der Schaltnocken rastet aus. Gleichzeitig rutscht der im Durchmesser grössere zylindrische Abschnitt
43 in eine Zahnlücke (Fig. 8), wodurch das Schaltrad blockiert wird. Die Tastnadeln liegen beim Ablesen auf dem Steg 80 zwischen
zwei Lochzeilen, d.h. zwischen zwei Zeilen von Steuerstellen. Das Verschieben der Hülse kann nur im Moment der
Schaltung des Zahnrades erfolgen, da in der übrigen Zeit ein Zahn 50 näher der Welle 1 liegt, als der Radius des grösseren
Abschnittes 43.
Die Fig. 8 dient auch der Erläuterung der Anordnung nach den Fig. 9 und 10. Auf der Antriebswelle 1, die im Lagerschild
2 der Schaftmaschine geführt ist, sitzt, achsial verschiebbar und durch den Nutenkeil 3 mit der Welle verbunden, die Hülse
90. Diese besteht aus· dem Handgriff 91» einem zylindrischen
Abschnitt 93 und dem Antriebszahnrad 92, das mit dem fest
auf der Welle 6 sitzenden Zahnrad 96 kämmt.
Fig. 9 zeigt die Stellung im normalen Arbeitsgang, wobei
die Welle 6 mit dem Kartenzylinder von der Antriebswelle 1 aus über die beiden Zahnräder 92 und 96 kontinuierlich mitgenommen
wird. Entgegen den bisherigen Ausführungsvarianten erfolgt der Antrieb nicht über einen einzelnen Antriebsnocken
45. Auch bei diesem neuen Beispiel wird die Schaftmaschine im Moment der Fachkreuzung gestoppt. Der Steg 80 zwischen den Löchern
8 der Musterkarte liegt in der obersten Mantellinie des Kartenzylinders. Am Handgriff 91 wird die Hülse so weit
verschoben, dass einerseits die beiden Zahnräder 92, 96 aus-
ser Eingriff gelangen, und anderseits der zylindrische Abschnitt 93 in eine Zahnlücke 54 des Zahnrades 5 einrastet, so
dass dieses gegen weitere Drehung gesichert ist. Durch die Zwischenscheibe 99 erfolgt eine Begrenzung des Weges bei der
beidseitigen Verschiebung der Hülse 90.
Bei allen dargestellten und beschriebenen Beispielen wird nach dem Abkuppeln des Antriebes, in der Mitte der Schussschaltung
des Kartenzylinders, und dem gleichzeitigen Blockieren desselben, der Schaftantriebsmechanismus weitergedreht, so dass
alle in dieser Mittelstellung zwangsläufig mittels Kollektivorgan (siehe DE-PS 1 292593) angehobenen Tastnadeln eine Vollstelle
ablesen. Dadurch gelangen beim Weiterdrehen alle Schäfte in die Tieffach- oder Grundstellung. Nach der Deblockierung und
dem Wiedereinkuppeln arbeitet die Schaftmaschine, ohne spezielle Ueberprüfung, schussfolgerichtig und fehlerfrei weiter, auch
wenn sie während der Abkupplung um beliebig viele Schüsse gedreht wurde.
Ivirie zusätzliche Erleichterung der Wiederinbetriebsetzung
Uiiiiii durch Anzeigeorgane erreicht werden, welche das Ermitteln
der geraden und ungeraden Schüsse bei der Rückführung des Schaltnockens 45 zur Uebereinstimmung bringen und die Wiederaufnahme
des Webbetriebes erleichtern. Weitere Anzeigeorgane lassen jene Maschinenstellung erkennen, in der die Zahnräder
92, 96 wieder in Eingriff bringbar sind.
Anstatt den Antriebszylinder der Musterkarte in einer mittleren Sehaltstellung zu arretieren, kann die Schaftmaschine
in jeder beliebigen Stellung gestoppt werden und die Tastnadeln oder der Kartenzylinder mit der Musterkarte können um
eine halbe Lochdistanz, achsial zum Kartenzylinder, verschoben werden. Die Tastnadeln stehen dann auf den Stegen zwischen zwei
Längsreihen von Steuer- bzw. Lochstellen. Der Effekt ist derselbe.
Fig. 11 zeigt schematisch einen Antriebsmechanismus für eine solche achsiale Verschiebung, und zwar am Beispiel der
IS'
achsialen Verschiebung der Tastnadeln 17, die in der oberen festen Führung 16 und in der unteren verschiebbaren Führung
160 gelagert sind. Von einem Zylinder 60 der Welle 6, die in den Wänden 2 der Schaftmaschine gelagert ist, wird die Musterkarte
7 mitgenommen. Die Schubstange 18 überträgt die von der Nut 19 der Antriebswelle 190 ausgelöste Verschiebung auf die
Führung 160. Ein ähnlicher Antrieb kann auch der Verschiebung des AntriebsZylinders der Musterkarte dienen.
Claims (14)
1. Verfahren zur Gleichstellung aller Schäfte einer Webmaschine, die durch eine lochgesteuerte Schaftmaschine angetrieben
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Webmaschine mit der Schaftmaschine oder nur die Schaftmaschine gestoppt
und der Antriebszylinder der Musterkarte und die Tastnadeln in eine gegenseitige Stellung gebracht werden, dass die Tastnadeln
beim Ablesevorgang auf den Stegen zwischen den Steuerlöchern aufliegen und der Antriebszylinder der Musterkarte
vom Schaftmaschinenantrieb abgekuppelt und blockiert wird, worauf die Schaftmaschine sich dreht, bis alle Schäfte in
die gleiche Stellung, vorzugsweise Tieffachsteilung, gelangt
sind. Zum Weiterweben wird die Blockierung des Kartenzylinders gelöst und der Antrieb wieder eingeschaltet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Webmaschine mit der Schaftmaschine im Moment der Fachkreuzung
gestoppt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebszylinder der Musterkarte annähernd in
der Mitte seines Schaltvorganges blockiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antriebszylinder der Musterkarte annähernd um einen halben Lochabstand auf der Musterkarte achsial verschoben
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Tastende der Tastnadeln in Achsrichtung des
Antriebszylinders der Musterkarte um annähernd einen halben
Lochabstand auf der Musterkarte verschoben werden.
6. Schaftmaschine zur Gleichstellung aller Schäfte, bei welcher die mustergemässe Steuerung von einer Musterkarte mit
Steuer-, Loch-und Vollstellen, die von Abtastorganen abgelesen werden, erfolgt, wobei sich die Musterkarte vor den Abtastorganen
vorbeibewegt, dadurch gekennzeichnet, dass Musterkarte (7) und Abtastorgane (17) in eine Stellung bringbar
sind, bei der alle Abtastorgane auf den Stegen (80, 88) zwischen den Steuerstellen (8) aufliegen.
7- Schaftmaschine nach Anspruch 6, mit Tastnadeln (17), die
annähernd radial zum Antriebszylinder (60) der Musterkarte (7) auf- und abbewegbar stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antriebsbewegung des Antriebszylinders (60) jederzeit unterbrechbar
und der Antriebszylinder in dieser Stellung fixierbar ist.
8. Schaftmaschine nach Anspruch 7, mit einem, diskontinuierlich Schuss für Schuss sich bewegenden Antriebszylinder
(60), wobei der Antriebszylinder, zur diskontinuierlichen Bewegung mit einem Schaltzahnrad (5), in dessen Zahnlücken (54)
ein Antriebsnocken (45) einer Antriebswelle (l) zwecks Weiterschaltung
periodisch eingreift, gekennzeichnet durch einen in den Bereich der Zahnlücken (54) einschiebbaren Arretierteil
(14) eines Schieberorgans (12), welches bei seiner Einschiebbewegung in die Zahnlücke (54) den Antriebsteil (4) des
Antriebsnockens (45) ausser Eingriff mit dem Schaltrad (5) bringt, wobei diese Bewegung annähernd mittig der Schaltbewegung
des Antriebszylinders (60) erfolgt.
9. Schaftmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsnocken (45) achsial gleitbar auf der Antriebswelle
(l) sitzt, und das Schieberorgan ein am Gehäuse (2) der Schaftmaschine schwenkbar gelagerter Hebel (12) ist, der den
vorzugsweise achsial gegen die Zahnlücken (54) gerichteten
Arretierteil (14) trägt, und der mit dem Antriebsnocken, zwecks Achsialverschiebung desselben, in Wirkverbindung steht.
10. Schaftmaschine nach Anspruch 7, mit einem, diskontinuierlich Schuss für Schuss sich bewegenden Antriebszylinder
(60), wobei der Antriebszylinder, zur diskontinuierlichen Bewegung mit einem Schaltzahnrad (5), in dessen Zahnlücken (54)
ein Antriebsnocken (45) einer Antriebswelle (l) zwecks Weiterschaltung
periodisch eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsnocken (45) Teil einer auf der Antriebswelle (1)
achsial verschiebbar gelagerten Hülse (40) ist, und diese, achsial versetzt zum Antriebsnocken, einen Bund (43) aufweist,
der bei Anordnung auf der Höhe des Schaltrades (5) als Arretierteil in eine Zahnlücke (54) eingreift, wobei der
Schaltnocken (45) durch Verschiebung der Hülse (40) ausser bzw. in Eingriff, und der Bund (43) in bzw. ausser Eingriff
gelangt.
11. Schaftmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (40) mit einem Griff (41) zum Ein- und Ausschieben
versehen ist.
12. Schaftmaschine nach einem der Ansprüche 8-11, dadurch
gekennzeichnet, dass der Antriebsnocken Teil eines auf der Antriebswelle (1) achsial verschiebbaren Zahnrades (92)
ist, das mit einem Gegenzahnrad (96) kämmt, das auf der Welle
(6) des Antriebszylinders (60) der Musterkarte (7) sitzt, und dass auf dieser Welle ein weiteres Zahnrad (5) mit grösseren
Zahnlücken sitzt, in welche Zahnlücken (54) der Arretierteil (93) einrastet.
13. Schaftmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der Führungen (16) der Abtastorgane (15) quer zur oder in Laufrichtung der Musterkarte (7)
um annähernd einen halben Lochabstand verschiebbar gelagert ist, und der Antriebszylinder (60) der Musterkarte in jeder
Stellung arretierbar ist.
14. Schaftmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antriebszylinder (60) der Musterkarte (7) um mindestens den halben Abstand zweier benachbarter Löcher
der Musterkarte achsial verschieb- und blockierbar gelagert ist.
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| DE3048089C2 DE3048089C2 (de) | 1983-10-27 |
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