DE3047619A1 - Differenzdruckmesswandler - Google Patents
DifferenzdruckmesswandlerInfo
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Description
HITACHI, LTD., Tokyo, Japan
Die Erfindung betrifft einen Differenzdruckmesswandler mit einer Messmembran aus Halbleitermaterial zum Messen des
Differenzdrucks zwischen einem unter hohem Druck stehenden Fluid und einem unter niedrigem Druck stehenden Fluid und
zum Erzeugen eines elektrischen Ausgangs, wenn zwischen den beiden gemessenen Drücken eine Differenz besteht.
Bei einer Irt von Messmembran aus Halbleitermaterial, etwa
Silicium, hat die Membran einen mittleren Bereich und einen Umfangsbereich grosser Dicke und einen äwischenbereich geringer
Dicke, vgl. z. B. die US-PS 4- 135 408, und enthält einen sparmungserζeugenden Teil im Zwischenbereich geringer
Dicke, in dem ein Messwiderstand durch ein Dispersionsverfahren oder ein Ionenimplantationsverfahren vorgesehen ist.
Diese Art von Messmembran hat den Vorteil, dass selbst dann
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im wesentlichen dieselben Eigenschaften erzielbar sind, wenn der Druck in unterschiedlichen Richtungen ausgeübt wird
(je nachdem, ob der Druck auf der Messfläche oder auf der gegenüberliegenden Seite ausgeübt wird).
Wenn auch der Messwiderstand von der Messmembran aus Silicium durch eine P-N-Grenze isoliert ist, hat letztere einen
verhältnismässig niedrigen Isolationswiderstand. Es ist somit ziemlich schwierig, den EinflusB einer elektrischen
Störung von aussen auf den Messwiderstand zu verhindern. Bei der oben angegebenen US-PS U- 135 408 ist die Messmembran
aus Silicium elektrisch nicht isoliert. Bei dem Differenzdruckmesswandler
dieser Konstruktion ist es unmöglich, den Messwiderstand für eine Störung undurchlässig zu machen,
ausser wenn der Differenzdruckmesswandler insgesamt elektrisch
isoliert wird.
Eine elektrische Isolierung kann ohne weiteres durch Isolieren der Messmembran allein vorgesehen werden. Hierzu wurde
eine Untersuchung bezüglich der Befestigung einer Messmembran auf einem gläsernen Tragglied mit im wesentlichen demselben
Wärmeausdehnungskoeffizienten wie bei der Messmembran aus Halbleitermaterial durchgeführt. Bei einem Differenzdruckmesswandler
werden hohe Leitungsdrücke (hydrostatische Drücke)
von etwa 100 kg/cm auf die gegenüberliegenden Seitenflächen
der Messmembran ausgeübt, wobei eine Druckdifferenz von einer geringen Höhe wie 0,1 kg/cm zwischen den beiden
Drücken gemessen werden muss. Wenn der Differenzdruckmesswandler der obigen Konstruktion unter dieser Bedingung verwendet
wird, unterliegen die Messaembran und das gläserne Tragglied einer Verformung, wenn durch einen hohen hydrostatischen
Druck eine gegebene Druckkraft daraus ausgeübt wird, und wird durch den hydrostatischen Druck ein Ausgang erzeugt.
Der Ausgang des hydrostatischen Drucks verursacht die Erzeugung von Messfehlern der Differenzdrücke. Eine Prüfung hat
ergeben, dass die aus Silicium bestehende Messmembran einen
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Elastizitätsmodul hat, der von demjenigen von Glas abweicht,
und dass der dazwischen vorliegende Unterschied der Elastizitätsmodule für den Unterschied des Betrags an Verformung
zwischen den Messmembran und dem gläsernen Tragglied verantwortlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Differenzdruckmesswandlers,
bei dem die Messmembran allein gegenüber dem Wandlergehäuse elektrisch isoliert und gegenüber den
Einflüssen der hydrostatischen Drücke undurchlässig gemacht ist.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss durch die Gegenstände der Ansprüche 1 bzw. 9·
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der UnteranSprüche.
Erfindungsgemäss ist eine Messmembran aus Halbleitermaterial, etwa Silicium, auf dem Differenzdruckmessgehäuse durch ein
gläsernes erstes Tragglied und ein metallisches zweites Tragglied befestigt. Die Messmembran ist versehen mit einem
Bereich grosser Dicke in der Mitte und am Umfang und einem Bereich geringer Dicke zwischen den Bereichen grosser Dicke
in der Mitte und am Umfang, wobei in dem Bereich geringer Dicke ein Messwiderstand vorgesehen ist. Das erste Tragglied
besteht aus Glas, etwa Borsilikatglas, mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten,
der im wesentlichen gleich demjenigen von Silicium ist. Das zweite Tragglied besteht aus Metall,
etwa einer Fe-Ni-Legierung, IPe-ITi-Co-Legierung usw., deren
Wärmeausdehnungskoeffizient und Elastizitätsmodul im wesentlichen denjenigen von Silicium gleichen. Somit können die
Messmembran und das gläserne Tragglied einerseits und das gläserne Tragglied und das metallische Tragglied andererseits
durch anodisches Kleben miteinander verbunden werden.
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Die Erfindung betrifft kurz zusammengefasst einen Differenzdruckines
sw an dl er mit einer Messmembran aus Halbleitermaterial und mit Messwiderstandselementen auf der einen Seite sowie
einem mittleren Vorsprungsteil grosser Dicke und einem in
ümfangsrichtung verlaufenden Tragflansch auf der anderen
Seite mit einem dazwischen angeordneten ringförmigen Abschnitt geringer Dicke. Die Messmembran ist mit dem Tragflansch an
einem gläsernen Tragglied und einen metallischen Tragglied befestigt, die jeweils mit miteinander in Verbindung stehenden
druckleitenden Bohrungen versehen sind. Das metallische Tragglied ist aus einem Material mit einem Elastizitätsmodul
gebildet, der im wesentlichen gleich demjenigen der Messmembran ist.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben.
Darin zeigt:
Fig. 1 einen gesamten Schnitt eines Differenzdruckmesswandlers
mit einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 einen Detailschnitt des Differenzdruckmessabscbnitts;
Fig. 3 eine Draufsicht der Messmembran;
Fig. 4- eine Spannungsverteilung bei Ausübung von Druck auf die Messmembran;
Fig. 5 die durch hydrostatischen Druck ausgeübten Einflüsse,
wenn der Durchmesser des metallischen Tragglieds gegenüber dem Durchmesser der Glasscheibe verändert
wird;
Fig. 6 einen Detailschnitt einer Abänderung des Differenzdruckmessabschnitts;
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Fig. 7 die PLezowiderstandskoeffizienten auf der £i10j Fläche;
Hg. 8 die Piezowiderstandskoeffizienten auf der [211 \ -Fläche.
Fig. 1 ist ein Gesamtschnitt eines Differenzdruckmesswandlers
mit einem Druckaufnahmeabschnitt 10 und einem Differenzdruckmessabschnitt 12. Der Druckaufnahmeabschnitt 10 enthält
ein Druckaufnahmegehäuse 14 mit einer hochdruckseitigen
Dichtung oder Druckaufnahmemembran 16 und einer niederdruckseitigen Dichtung oder Druckaufnahmemembran 18 aus nichtrostendem
Stahl (Monelmetall, Hastelloy oder Tantal, wenn das
Fluid hoch korrosiv ist), die an ihren Seiten durch Schweissen befestigt sind zur Bildung einer hochdruckseitigen Druckaufnahmekammer
20 und einer niederdruckseitigen Druckaufnahmekammer
22 zwischen ihnen und dem Druckaufnahmegehäuse
14. An der Mitte des Druckaufnahmegehäuses 14 ist durch Schweissen eine mittlere Membran 24 aus nichtrostendem Stahl
befestigt, die eine höhere Steifheit als das Material der hochdruckseitigen und niederdruckseitigen, druckaufnehmenden
Membranen 16 und 18 hat, die mit dem Druckaufnahmegehäuse zusammenarbeiten und dazwischen eine getrennte hochdruckseitige
Kammer 26 und eine getrennte niederdruckseitige Kammer 28 bilden. Die hochdruckseitige Druckaufnahmekammer 20
steht über einen bei 30 gedrosselten Druckleitungskanal 32
in Verbindung mit der getrennten hochdruckseitigen Kammer 26, während die niederdruckseitige Druckaufnahmekammer 22 über
einen Druckleitungskanal 34 mit der getrennten niederdruckseitigen Kammer 28 in Verbindung steht. Das Druckaufnahmegehäuse
14 ist mit Druckleitungskanälen 36 und 38 versehen, die die Kammer 26 bzw. 28 mit dem Differenzdruckmessabschnitt
12 verbinden. Das Druckaufnahmegehäuse 14 ist auch mit öffnungen 40 und 42 versehen zum Füllen einer inkompressiblen
Flüssigkeit, etwa Siliconöl, in den Druckaufnahmeabschnitt 10. Diese Öffnungen werden nach dem Einfüllen der Flüssig-
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keit zum Abdichten der Anordnung verstopft. ELn hochdruckseitiger
Flansch 46 mit einer Einlassöffnung für Hbchdruckfluid
und ein niederdruckseitiger Flansch 50 mit einer Einlassöffnung 48 für Niederdruckfluid sind an gegenüberliegende
Seiten des Druckaufnahmegehäuses 14 derart befestigt, dass sie für die hochdruckseitige Druckaufnahmemembran
16 bzw. die niederdruckseitige Druckaufnahmemembran 18
eine Abdeckung bilden. Diese Flansche sind bei 52 verschraubt und durch Muttern 54 in ihren Stellungen in der
Nähe ihrer vier Ecken verspannt.
Der Differenzdruckmessabschnitt 12 enthält im wesentlichen
in seiner Mitte eine Messmembran 56, die aus Monokristallsilicium der η-Art mit einer {11OJ - Fläche besteht.
Gemäss Fig. 2 und 3 enthält die Messmembran 56 einen mittleren
Vorsprungsbereich 58 und einen in Umfangsrichtung verlaufenden
Tragflansch 60 grosser Dicke, die zwischen sich einen ringförmigen spannungserzeugenden Abschnitt 62 geringer
Dicke begrenzen. Der mittlere Vorsprungsbereich 58 ist
dicker als der Umfangsflansch 60 zur Bildung eines Spiels zwischen der Messmembran 56 und einer Glasscheibe 66. Auf
dem Abschnitt 62 ist ein p-leitender Messwiderstand 64
vorgesehen, der eine Vielzahl von Widerstandselementen enthält,
die durch ein Diffusionsverfahren oder ein Eisenimplantationsverfahren radial längs einer </111^ -Achse vorgesehen
sind, in der die Empfindlichkeit maximal ist. Nachdem die Messmembran 56 auf einer Fläche mit dem Messwiderstand 64
versehen ist, wird sie zur Bildung des mittleren Vorsprungsbereichs 58, des Halteflansches 60 und des ringförmigen Abschnitts
62 auf ihrer anderen Fläche spanabhebend bearbeitet oder geätzt. Zwei MesswiderStandselemente 64 sind jeweils in
der Nähe des Tragflansches 60 und in der Nähe des Vorsprungsbereichs
58 vorgesehen und in einer Wheatstone'sehen Brückenschaltung
verbunden zur Erzeugung eines Ausgangs, wenn ein Differenzdruck erzeugt wird. Der Ausgang des Messwiderstands
64 wird über Aluminiumdrähte 65 abgenommen. Die mit
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den MesswiderStandselementen 64 in der Nähe des mittleren
Vorsprungsbereichs 58 verbundenen Aluminiumdrähte 65 erstrecken
sich in den Vorsprungsbereich 58, ändern dann ihre Richtung und erstrecken sich, quer über den spannungserzeugenden
Abschnitt 62 zum in tlmfangsrichtung verlaufenden Tragflansch. 60. Somit befinden sich die Aluminiumdrähte
über dem spannungserzeugenden Abschnitt 62, jedoch im Abstand
vom Dehnungsmesser 64, so dass die durch die Aluminiumdrähte
65 auf den Messwiderstand 64 ausgeübten Einflüsse beseitigt werden können.
Die Messmembran 56 wird getragen von einem Differenzdruckmessgehäuse
70 aus nichtrostendem Stahl durch, eine Glasscheibe
66 mit einer druckleitenden Bohrung 67 und durch ein metallisches Tragglied 68 von zylindrischer Form und
mit einer druckleitenden Bohrung 69. Die Glasscheibe 66
ist aus einem glasartigen Material mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten geformt, der im wesentlichen gleich dem
Wärmeausdehnungskoeffizient (3,125 x 10" /0C) von Silicium
ist. Das metallische Tragglied 68 ist aus metallischem Material geformt mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient und
einem Elastizitätsmodul, die im wesentlichen gleich dem Wärmeausdehnungskoeffizient und dem Elastizitätsmodul
(1,732 χ 105 kg/cm2) von Silicium sind.
Die Glasscheibe 66 besteht im einzelnen aus Borsilikatglas mit einem Wärmeausdehnungskoeffizient von 3,18 χ 10" /0C
und einem Elastizitätsmodul von 6,68 χ 10 kg/cm . Das metallische Tragglied 68 besteht aus einer .Eisen-Nickel-Legierung
mit 40 % Nickel (Wärmeausdehnungskoeffizient, 3,6 χ 10"6/°C; Elastizitätsmodul: 1,57 x 104 kg/cm2) oder
einer Eisen-Nickel-Kobalt-Legierung mit 30 % Nickel und 17 % Kobalt (Wärmeausdehnungskoeffizient: 5,4 χ 10" /0C;
4 2 Elastizitätsmodul:1,25 x 10 kg/cm ). Die Messmembran 56
ist an der Glasscheibe 66 und die Glasscheibe 66 am metallischen Metallglied 68 durch anodisches Kleben befe-
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stigt, während das metallische Tragglied 68 mit dem Differenzdruckmessgehäuse
70 durch Lichtbogenschweissen verbunden ist. Das Differenzdruckmessgehäuse 70 enthält eine ringförmige
gedruckte Schaltung 72 aus Keramik, die im wesentlichen bündig mit der Messmembran 56 und durch Löten am unteren Endabschnitt
eines leitenden Glieds 76 befestigt ist, das sich durch das Differenzdruckmessgehäuse 70 erstreckt und mit
mehreren Öffnungen 74 versehen ist. Das leitende Glied 76 wird von einer hermetischen Dichtung 78 in den Öffnungen 74
gehalten. Die gedruckte Schaltung 72 und der den Messwiderstand 64 der Messmembran 56 sind durch Leiter 80 miteinander
verbünden, während das leitende Glied 76 mit einem Leiter
verbunden ist.
An das Druckaufnahmegehäuse 14 ist ein metallisches Verbindungsstück
88 geschweisst, das mit Druckleitungsbohrungen 84 und 86 versehen ist und an das das Differenzdruckmessgehäuse
70 geschweisst ist. An letzteres ist eine Platte 90 geschweisst zur Verbindung der druckleitenden Bohrung 86
mit der im metallischen Tragglied 68 ausgebildeten druckleitenden Bohrung 69. Eine Schutzabdeckung 92 für die gedruckte
Schaltung 72 befindet.sich zwischen der Messmembran
56 und der druckleitenden Bohrung 84. Das Differenzdruckmessgehäuse 70 wird nach dem Vorsehen der hermetischen Dichtung
78 ausgeglüht und hat einen verringerten Korrosionswider stand. Somit wird die Schutzabdeckung 94 vorgesehen.
Ein nicht gezeigter Verstärkungsabschnitt ist mit dem oberen Teil des Differenzdruckmessgehäuses 70 verbunden und befindet
sich in einem Verstärkergehäuse 96, das durch Schrauben 98 am metallischen Verbindungsglied 88 befestigt ist.
Die getrennte hochdruckseitige Kammer 26 hat ein grösseres
Volumen als die hochdruckseitige Druckaufnahmekammer 20, während die getrennte niederdruckseitige Kammer 28 ein
grösseres Volumen als die niederdruckseitige Druckaufnahmekammer
22 hat. Durch diese Druckdifferenz wird die mittige
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Membran 24 daran gehindert, in Berührung mit dem Druckaufnahmegehäuse
14 gebracht zu werden, wenn die hochdruckseitige Druckaufnahmemembran 16 oder die niederdruckseitige
Druckaufnahmemembr.an 18 durch einen Üb erlast druck in Berührung mit dem Druckaufnahmegehäuse gebracht wird. Folglich
wirkt kein Überlastdruck auf die Messmembran 56 und können eine Verschlechterung ihrer Eigenschaften und ihre sonstige
Beschädigung vermieden werden.
Ein unter hohem Druck stehendes Fluid, etwa ein zu verarbeitendes Fluid, wird durch die Hochdruckfluid-Einlassb'ffnung
44 dem hochdruckseitigen Flansch 46 in das Druckaufnahmegehäuse 14 eingeführt, und es wird der Druck des Hochdruckfluids
über die Membran 16, den Kanal 32, die Kammer und die Druckleitungskanäle 36 und 84 auf eine Seite der
Messmembran 56 übertragen. In ähnlicher Weise wird unter niedrigem Druck stehendes Fluid durch die Niederdruckfluid-Einlassöffnung
48 im Niederdruckflansch 50 eingeführt, und es wird der Druck des Niederdruckfluids über die Membran 16,
den Druckleitungskanal 34, die Kammer 28 und die Druckleitungskanäle 38, 86, 69 und 67 auf die andere Seite des Messmembran
56 übertragen. Als Ergebnis erzeugt der spannungserzeugende
Abschnitt 62 der Messmembran 56 eine Spannung entsprechend der zu messenden Druckdifferenz, wobei der
Widerstandswert des Dehnungsmessers 64 eine Änderung zeigt. Diese Widerstandsänderung wird über die Leiter 80, die gedruckte
Schaltung 72 und die leitenden Glieder 76 und 82
auf einen Verstärkungsabschnitt übertragen, wo die Druckdifferenz angezeigt wird.
Wenn aus einer Pfeilrichtung gemäss Fig. 4 ein Druck P ausgeübt
wird, wird auf der Oberfläche des spannungserzeugenden Abschnitts 62 der Messmembran 56 eine Spannung erzeugt. Die
Messwiderstandselemente 64A, 64B, 64C und 64D in der Nähe
der Stelle, in der eine maximale Spannung £m, - £m angezeigt
wird, sind dem Piezowiderstandseffekt unterworfen. Als Ergeb-
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nis werden die Widerstandswerte der Messwiderstandselemente 64B und 64-D auf Grund der darauf wirkenden Zugspannung erhöht,
während der Widerstand der Messwiderstandselemente 64A und 64C auf Grund der darauf wirkenden Druckspannung verringert
ist. Die aus dem Messwiderstand 64 bestehende Wheatstone'sehe
Brücke erzeugt einen der Druckdifferenz entsprechenden
elektrischen Ausgang.
Die Ausübung von hydrostatischem Druck auf den Differenzdruckmesswandler
als ganzem bewirkt die Erzeugung einer Spannungskomponente im spannungserzeugenden Abschnitt 62
auf Grund des Unterschieds des Elastizitätsmoduls zwischen der Messmembran 56 und der Glasscheibe 66. Da jedoch der
Elastizitätsmodul des aus einer Eisen-Nickel-Legierung hergestellten metallischen Tragglieds 68 im wesentlichen gleich
dem Elastizitätsmodul der Messmembran 56 aus Silicium ist,
wird eine Verformung der Glasscheibe 66 verhindert und kann die Erzeugung eines elektrischen Ausgangs auf Grund der
Ausübung von hydrostatischem Druck vermieden werden.
Hg. 5 zeigt die durch die Ausübung von hydrostatischem Druck
ausgeübten Einflüsse, wenn der Durchmesser des aus einer Eisen-Nickel-Legierung hergestellten metallischen Tragglieds
68 gegenüber dem Durchmesser der Glasscheibe 66 verändert wird, wobei die' Dicke der Glasscheibe 66 als Parameter dient.
Kurven T^, Ϊ£, T, und T2, stellen die Versuchsergebnisse dar,
wenn die Dicke der Glasscheibe 66 halb so gross, gleich gross, doppelt so gross bzw. dreimal so gross wie der Durchmesser
der Messmembran 56 ist. Eine Verringerung der durch den hydrostatischen Druck ausgeübten Einflüsse erfordert eine
Verringerung des Durchmessers des metallischen Tragglieds 68, wenn die Dicke der Glasscheibe 66 zunimmt. Wenn die
Dicke der Glasscheibe 66 über dreimal so gross ist, wie die Dicke der Messmembran 56, ist es unmöglich, die vom hydrostatischen
Druck ausgeübten Einflüsse selbst dann zu verringern, wenn der Durchmesser des metallischen Tragglieds 68
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auf ein Minimum verringert wird. Somit ist es zur Beseitigung der vom hydrostatischen Druck ausgeübten Einflüsse
erforderlich, die Dicke des Glasscheibe 66 auf einen Wert festzulegen, der kleiner als dreimal so gross wie die Dicke
der Messmembran 56 ist, und den Durchmesser des metallischen Tragglieds 68 zu erhöhen, wenn die Dicke der Glasscheibe 66
unter den festgelegten Wert verringert wird.
Fig. 6 zeigt eine Konstruktion, bei der die Glasscheibe 66' in Form eines dünnen Films vorliegt und eine verringerte
Dicke hat (einige Dutzend bis 100/U^)» wobei der
Durchmesser eines Endabschnitts des metallischen Tragglieds 68' im wesentlichen gleich dem Durchmesser der Messmembran
56 ist, und zwar beruhend auf den in Jig- 5 gezeigten Versuchsergebnissen.
Wenn bei dieser Konstruktion hydrostatischer Druck auf den Wandler insgesamt ausgeübt wird, wird
die Glasscheibe 66' auf ihren beiden Flächen dadurch unter Spannung gesetzt, dass der Elastizitätsmodul des metallischen
Tragglieds 68 höher als derjenige der Glasscheibe 66 und im wesentlichen gleich demjenigen von Silicium ist mit
dem Ergebnis, dass die in der Messmembran 56 erzeugte Spannung minimiert werden kann, die auf Grund des Unterschieds
des Elastizitätsmoduls zwischen der Glasscheibe 66 und der Fiessmembran 56 in einer Richtung ausgerichtet ist. Durch diese
Eigenschaft wird der Differenzdruckmesswandler nach der Erfindung gegenüber den vom hydrostatischen Druck ausgeübten
Einflüssen weitgehend unempfindlich gemacht.
Aus den Ergebnissen der durchgeführten Versuche ist ersichtlich, dass das als Abstützlage für das gläserne Tragglied
dienende metallische Tragglied eine Dicke haben sollte, die wenigstens über dem Doppelten der Dicke des gläsernen Tragglieds
liegt, damit hervorragende Ergebnisse erzielt werden.
Fig. 7 zeigt eine Verteilung des Piezowiderstandskoeffizienten
5*\ (erhalten, wenn die Sichtung eines elektrischen Stroms
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durch die Elemente parallel zur Spannungsrichtung ist) und des Piezowiderstandskoeffizienten $^. (erhalten, wenn die
Stromrichtung und Spannungsverteilung zueinander senkrecht sind) der p-leitenden Piezowiderstandselemente bezüglich der
Kristallfläche {110) der Messmembran 56 aus Silicium. Das
in E1Xg. 7 dargestellte Diagramm unterstreicht die Wirksamkeit
der oben angegebenen <^111^ -Achse.
8 zeigt eine Verteilung der Piezowiderstandskoeffizienten J^1 und ifj. bezüglich der Kristallfläche {211} , die als
weiteres Beispiel einer Kristallfläche genommen ist. Die < 111>
-Achse hat dieselbe Wirkung im Fall der £211} -Fläche
wie im Fall der {11O} -Fläche. Bei dieser Konstruktion
ist die Ausgangsspannung hoch und kann die Spannung parallel zum Messwiderstand gemacht werden, so dass die Eigenschaften
des Wandlers weitgehend vom senkrecht ausgerichteten Piezowiderstandseffekt
abhängen.
Die Ergebnisse von durchgeführten Versuchen zeigen, dass Änderungen in der Temperatur der Ausgänge, die zur Zeit
konstanter Stromerregung auftreten, kleiner sind bei einem senkrechten Piezowiderstandseffekt als bei einem waagerechten
PiezowiderStandseffekt. Die Grosse nichtlinearer
Fehler, die zur Zeit einer Spannungs-WiderStandsänderung
gemacht werden, können in Abhängigkeit von der Temperatur variieren. Jedoch können Änderungen in der Grosse nichtline.arer
Fehler stärker verringert werden, wenn ein senkrechter Piezowiderstandseffekt verwendet wird, als wenn ein
waagerechter Piezowiderstandseffekt verwendet wird.
Aus dem Obigen ist ersichtlich, dass die Messmembran der genannten Konstruktion den Vorteil haft, dass sie einen
hohen Ausgangswert hat und die Abhängigkeit von Messbereichsund nichtlinearen Fehlern von der Temperatur minimiert
werden kann, da durch radial zum spannungserzeugenden Ab-
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schnitt erzeugte MesswiderStandselemente eine Brücke gebildet
werden kann.
Somit schafft die Erfindung einen Differenzdruckmessverstärker, der leicht isoliert werden kann, da nur die Messmembran
gegenüber dem Wandlergehäuse elektrisch isoliert ist, und der gegenüber den durch hydrostatischen Druck ausgeübten
Einflüssen undurchlässig ist.
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Leerseite
Claims (1)
- dpBEETZ-LAMPRECHT-BEETZ München 22 * Stelnsdorfstr. 1081-31.782P(31.783H) 17. Dez. 198oAnsprüche1. Differenzdruckmesswandler,
gekennzeichnet- durch ein Differenzdruckmessgehäuse (70), in das zwei Fluide mit unterschiedlichem Druck eingeführt werden,- durch eine aus Halbleitermaterial gebildete Messmembran (56) mit einem überstehenden Mittelbereich (58) grosser Dicke, mit einem in Umfangsrichtung verlaufenden tragenden Flansch (60) grosser Dicke und mit einem ringförmigen spannungserzeugenden Abschnitt (62) geringer Dicke, der zwischen dem Mittelbereich (58) und dem Flansch (60) angeordnet ist und auf dem Messwider Standselemente (64·) angeordnet sind,- durch ein am Flansch (60) befestigtes gläsernes Tragglied (66),- durch ein zwischen dem Tragglied (66) und dem Differenzdruckmessgehäuse (70) angeordnetes metallisches Tragglied (68) und- durch eine mit dem gläsernen Tragglied (66) und dem metallischen Tragglied (68) in Verbindung stehende druckleitende Kanalanordnung (67, 69).2. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass der Mittelbereich (58) eine kleinere Dicke als der Flansch (60) hat,81-(A5248-03)130039/0949-2- '30*7619- dass die der Messmembran (56) zugewandte Fläche des gläsernen Tragglieds (66) eben ist und- dass zwischen dem Mittelbereich (58) und dem gläsernen Tragglied (66) ein Spiel gebildet ist.3. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass die Dicke des gläsernen Tragglieds (60) weniger als dreimal so gross wie die Dicke der Messmembran (56) ist.4·. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,- dass der Durchmesser des metallischen Tragglieds (68) grosser ist, wenn der Durchmesser des gläsernen Tragglieds (66) kleiner ist.5. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,- dass das gläserne Tragglied (66) die ϊοπη eines dünnen Films hat und- dass der Durchmesser des metallischen Tragglieds (68) gleich dem Durchmesser der Messmembran (56) ist.6. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass das gläserne Tragglied (66) aus Borsilikatglas besteht und- dass das metallische Tragglied (68) aus einer Legierung besteht, die gebildet ist aus einer aus einer ELsen-Nickel-Legierung und einer Eisen-Nickel-Kobalt-Legierung bestehenden Gruppe.7. Differenzdruckwesswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,130039/0949- dass die Kristallfläche der Messmembran (56) eine (11OJ -Fläche ist und- dass die MesswiderStandselemente parallel zu einer<111> -Achse angeordnet sind.8. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- dass die Kristallfläche der Messmembran (56) eine {211 \ -Fläche ist und- dass die Messwiderstandselemente (64) parallel zu einer <^111 > -Achse angeordnet sind.Differenzdruckmesswandler
gekennzeichnet- durch ein Druckaufnahmegehäuse (10),- durch zwei dichte Membranen (16, 18), von denen jede auf einer von gegenüberliegenden Seiten des Druckaufnahmegehäuses (10) angeordnet ist zur Bildung einer Druckaufnahmekammer (20) für ein Hochdruckfluid und einer Druckaufnahmekammer (22) für ein Niederdruckfluid auf den gegenüberliegenden Seiten des Druckaufnahmegehäuses (10),- durch eine mittige Membran (24) im Druckaufnahmegehäuse (10) zur Bildung zweier getrennter Kammern (26, 28), von denen jede mit einer der beiden Druckaufnahmekammern (20, 22) in Verbindung steht,- durch eine Messmembran (56) aus Halbleitermaterialmit auf ihrer einen Seite angeordneten Messwiderstandselementen (64) und mit einem auf ihrer anderen Seite angeordneten mittigen Vorsprungsbereich (58) grosser Dicke und einem in Umfangsrichtung verlaufenden tragenden Flansch (60) grosser Dicke, wobei dazwischen ein ringförmiger Abschnitt (62) geringer Dicke gebildet ist,- durch ein gläsernes Tragglied (66), das mit einem Endabschnitt am Flansch (60) der Messmembran (56) auf130039/0949deren anderen Seite befestigt ist und mit einer druckleitenden Bohrung (67) versehen ist,- durch ein metallisches Tragglied (68), das mit einem Endabschnitt am anderen Endabschnitt des gläsernen Tragglieds (66) befestigt und mit einer druckleitenden Bohrung (69) versehen ist, die mit der im gläsernen Tragglied (66) befindlichen Bohrung (67) in Verbindung steht,- durch ein Differenzdruckmessgehäuse (70), mit dem das metallische Tragglied (68) mit seinem anderen Endabschnitt verbunden ist,- durch ein metallisches Verbindungsglied (88), das das Druckaufnahmegehäuse (10) mit dem Differenzdruckmessgehäuse (70) verbindet und mit einer ersten druckleitenden Bohrung (84) und einer zweiten druckleitenden Bohrung (86) versehen ist, wobei die erste druckleitende Bohrung (84) die andere Seite des Messmembran (56) mit der einen Druckaufnahmekammer (20) verbindet und die zweite druckleitende Bohrung (86) die eine Seite der Messmembran (56) mit der anderen Druckaufnahmekammer (22) durch das gläserne Tragglied (66) und das metallische Tragglied (68) verbindet, und- durch ein inkompressibles Fluid in den Druckaufnahmekammern (20, 22), in den getrennten Kammern (26, 28) und in den ersten sowie zweiten druckleitenden Bohrungen (84, 86).10. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,- dass sich auf der Oberfläche der Messmembran (56) Aluminiumdrähte (65) befinden zur Blndurchführung eines Ausgangs von den Messwiderstandselementen (64-).11. Differenzdruckmesswandler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,130039/094930A7619dass sich, die Alumini um draht β (65) vom mittigen Vorsprungsbereich. (58) der Messmembran (56) zu deren ringförmigen Abschnitt (22) geringer Dicke erstrecken.130039/0949
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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