DE3045760C2 - - Google Patents
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- B24—GRINDING; POLISHING
- B24D—TOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
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Description
Die Erfindung betrifft ein umlaufendes Schleifwerkzeug,
bestehend aus einem topf- oder ringförmigen Träger,
an dessen Stirnseite radial vom Trägerumfang vorstehend
ein Schleifkranz oder Schleifsegmente befestigt sind,
mit an einem Kegelmantel als Envelope liegender Rückseite,
dessen Öffnung zur Arbeitsfläche weist.
Ein derartiges Schleifwerkzeug ist aus der FR-PS 11 96 747
bekannt, wobei es dort um das Schleifen von Steinen geht.
Bei sämtlichen dort beschriebenen Ausführungsformen steht
das Schleifwerkzeug mit seinem Schleifkranz stets mit einer
großen Fläche mit dem zu schleifenden Werkstück an der
zu schleifenden Fläche bzw. der geschliffenen Fläche in
Eingriff. Damit sind unregelmäßige Schleifspuren unver
meidlich. Außerdem kann sich der Schleifkranz leicht mit
Schleifstaub zusetzen und damit den weiteren Schleifvorgang
beeinträchtigen.
Bei dem Schleifwerkzeug gemäß der FR-PS 11 96 747 sind
aufgrund des großflächigen Eingriffs zwischen Schleifkranz
und Werkstück an der geschliffenen Fläche thermische
Beanspruchungen des zu schleifenden Werkstückes unvermeidbar,
wobei diese thermischen Beanspruchungen beim Schleifen von
Steinen möglicherweise unproblematisch sind, weil diese
aufgrund ihrer Materialdicke in der Lage sein düften, die
beim Schleifvorgang auftretende Wärme abzuführen. Ein
solches Schleifwerkzeug ist aber zum Planschleifen von dünnen
Halbleiterplatten nicht geeignet, weil durch die stirnseitig
große Eingriffsfläche sehr viel Reibungswärme erzeugt wird,
die thermische Ausdehnungen des Werkstückes mit sich bringt
und zu Überhitzungen, Glühmarken, Verwerfungen, Schleifrissen
und Bruch führen können.
Ein ähnliches umlaufendes Schlweifwerkzeug dieser Art ist
aus der FR-PS 15 56 095 bekannt, wobei der Schleifkranz
keilförmig ausgebildet ist und mit dem Werkstück mit einer
vertikalen Fläche und einer horizontalen Fläche in Eingriff
kommt. Dort wird das abzutragende Material zwar teilweise
durch Hinterschneidung abgebrochen, jedoch kommt das
Schleifwerkzeug dort unvermeidlich mit einer großen Eingriffs
fläche mit der geschliffenen Fläche des Werkstückes in
Eingriff, so daß auch dort viel Reibungswärme entsteht,
aus der sich die vorstehend genannten Probleme ergeben, wenn
es um das Planschleifen von dünnen Halbleiterplatten geht.
In der US-PS 37 42 655 ist eine Trennscheibe beschrieben,
die aus einer wellenförmigen Scheibe besteht, die an ihrem
radialen Außenumfang mit Schleifkörnern besetzt ist. Eine
derartige Trennscheibe ist zum Durchschneiden oder Ab
schleifen von Werkstücken vorgesehen, bei denen es nicht
auf einen minimalen Flächeingriff mit dem Werkstück an
kommt, so daß die Schleif- bzw. Schneidbreite in Abhängig
keit von der Welligkeit der Trennscheibe in der Größenordnung
von mehreren Millimetern liegt. Die Problematik des Plan
schleifens von spröden Materialien, insbesondere dünnen
Halbleiterplatten ist dort nicht angesprochen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein umlaufendes Schleifwerkzeug
zum Planschleifen dünner Halbleiterplatten, z. B. aus
Silizium anzugeben, wo es weniger auf den Materialverschnitt
als in erster Linie auf die Ebenflächigkeit unter Vermeidung
von Glühmarken und Schleifrissen ankommt.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß der Kranz oder
die Segmente dünnwandig ausgebildet sind, wobei die Dicke
0,1 bis 0,5 mm beträgt.
Aufgrund dieser dünnwandigen Ausbildung des Kranzes oder der
Segmente wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß wegen
der kleinen Eingriffsfläche mit dem Werkstück nur geringe
Reibungswärme erzeugt wird, die das Werkstück nicht durch
thermische Ausdehnung und sonstige thermische Effekte beein
trächtigt. Mit dem erfindungsgemäßen Schleifwerkzeug wird bei dickeren
Schnitten der abzutragenden Bereich des Werkstücks in bekannter Weise zum größten Teil
hinterschnitten, so daß aufgrund seiner Sprödigkeit in
grobe Späne aufbricht, die durch die Drehbewegung des um
laufenden Werkstücks weitgehend weggeschleudert werden, wobei
sich nur ein kleiner Anteil an feinem Schleifstaub ergibt,
der anderweitig abtransportiert wird.
In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs ist
vorgesehen, daß der Kranz in Umfangsrichtung einen wellen
förmigen Verlauf aufweist, wobei darunter sowohl eine
scharfkantige Dreiecksform als auch eine Sinuskurvenform
des Kranzes zu verstehen ist.
Bei einer speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schleifwerkzeugs ist vorgesehen, daß mehrere Kränze mit
axialem Abstand hintereinander angeordnet sind. Auf diese
Weise ist es möglich, in einem Arbeitsgang eine größere
Materialstärke beim Werkstück abzutragen. Die Kränze können
dabei in geeigneter Weise hinsichtlich ihrer Durchmesser
abgestuft sein.
Bei einer speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schleifwerkzeugs ist vorgesehen, daß der Kranz mit Schlitzen
oder Löchern versehen ist, die dazu dienen, Kühlwasser durch
den Schleifkranz hindurchtreten zu lassen.
Bei einer speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schleifwerkzeugs ist vorgesehen, daß der Kegelwinkel 90°
bis 160° beträgt. Dies entspricht einem Neigungswinkel von
10° bis 45° gegenüber der geschliffenen Fläche und trägt
zu der gewünschten kleinen Eingriffsfläche mit der übrig
bleibenden, geschliffenen Fläche des Werkstücks bei.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 einen Teilschnitt zur Erläuterung des um
laufenden Schleifwerkzeugs;
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung einer
zweiten Ausführungsform des umlaufenden
Schleifwerkzeugs mit mehreren Schleifkränzen;
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer ge
schlitzten Ausführungsform des Schleifwerkzeugs;
Fig. 4 einen der Fig. 1 ähnlichen Teilschnitt einer
Ausführungsform, bei der das geschlitzte
Schleifwerkzeug mit Wasser gekühlt wird;
und in
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung einer
weiteren Ausführungsform des umlaufenden
Schleifwerkzeugs.
Fig. 1 zeigt schematisch ein umlaufendes Schleifwerkzeug
in Eingriff mit einem zu bearbeitenden Werkstück 1, bei dem
es sich um eine Halbleiterplatte, z. B. aus Silizium handelt,
also einem harten, spröden Material, das schon unter einem
leichten Druck schnell brechen kann. Ein Schleifkörper 2
ist mit einem dünnwandigen Schleifkranz 3 ausgebildet, der
mit einem galvanischen Niederschlag von extrem harten
Schleifmittelkörnchen, z. B. extrem harten kristallinen
Substanzen, wie z. B. Diamantkörnern und kubischem Bornitrid besetzt
ist. Der Schleifkörper 2 ist zylinderförmig ausgebildet und
erweitert sich konisch nach außen an seinem unteren Ende
zum Schleifkranz 3. Die Kante des nach außen erweiterten
Bereiches des Schleifkörpers 2 bildet somit den eigentlichen
Schleifkranz 3, der mit seiner Rückseite auf einem Kegel
mantel als Envelope liegt, dessen Öffnung zur Arbeitsfläche
weist. Die Dicke t 1 des Schleifkranzes 3 beträgt etwa 0,1 bis
0,5 mm, während die Breite etwa 5 mm betragen kann. Die
Unterseite 4 des Schleifkranzes 3 ist unter einem Winkel von
10° bis 45° zur geschliffenen Fläche 7 geneigt, während der
Winkel zwischen einem Befestigungsteil 5 des Schleifkörpers 2
und dem Schleifkranz 3 einen Wert R von 100° bis 135° besitzt,
was einem Kegelwinkel von 90° bis 160° entspricht. Damit
wird gewährleistet, daß die Unterseite 4 des Schleifkranzes 3
so wenig wie möglich mit der geschliffenen Fläche 7 des
Werkstücks 1 in Flächeneingriff kommt. Bei dem umlaufenden
Schleifwerkzeug ist es vielmehr so, daß die Schneidkante 6
nur mit einer minimalen Fläche mit einer überstehenden Kante 8
des Werkstücks 1 in Eingriff kommt, wie sich aus Fig. 1 ergibt.
Das senkrechte Befestigungsteil 5 des Schleifkörpers 2 ist
in geeigneter Weise mit einem topf- oder ringförmigen Träger
10 verbunden, beispielsweise durch Einkleben in eine abge
stufte oder hinterdrehte Aufnahme 9 im Träger 10 für den
Schleifkörper 2 (vgl. Fig. 1).
Das Schleifwerkzeug mit dem oben beschriebenen Aufbau führt
somit beim Planschleifen des Werkstücks 1 eine spanabhebende
Bearbeitung durch, wobei der Träger 10 mit hoher Drehzahl
umläuft und relativ zum Werkstück 1 verschoben wird. Die
Relativstellung des Schleifkörpers 2 bzw. seines Schleifkranzes
3 zum Werkstück wird so eingestellt, daß die Schnittiefe t 1
einen Wert von 0,3 bis 0,8 mm hat, also ein Mehrfaches der
Dicke t2 des Schleifkranzes 3 beträgt. Der Schleifvorgang
beginnt daher mit seitlich am Werkstück 1 angesetzter
Schneidkante 6, woraufhin der Vorschub des Schleifkörpers 2
oder des Werkstücks 1 mit vorgegebener Geschwindigkeit in
Relativrichtung erfolgt.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß während des Schleif
vorganges nur die Schneidkante 6 des Schleifkranzes 3 mit
der überstehenden Kante des Werkstücks 1 in Berührung steht,
so daß der hinterschnittene Bereich des Werkstücks 1 über
dem Schleifkranz 3 aufgrund seiner Sprödigkeit von selbst
abbricht. Somit wird der über der Schneidkante 6 befindliche
Teil des Werkstücks 1 weniger schleifend abgetragen, sondern
bricht vielmehr von selbst aufgrund der Sprödigkeit weg,
während die geschliffene Fläche 7 vom Schleifkranz 3 des
Schleifkörpers 2 sauber bearbeitet wird. Beim Schleifvorgang
fallen daher hauptsächlich grobe Späne oder Splitter und
nur ein kleiner Anteil an feinem Schleifstaub an.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem das
Werkstück 1 in einem einzigen Arbeitsdurchgang auf größere
Tiefe abgeschliffen wird. Dabei sind drei Schleifkörper 2 1,
2 2 und 2 3 mit jeweils geringfügig unterschiedlichem Durchmesser
in der Aufnahme 9 innerhalb des Trägers 10 befestigt und mit
Schleifkränzen 3 1, 3 2 bzw. 3 3 versehen, die wiederum Schneid
kanten 6₁, 6₂ bzw. 6₃ haben.
Das Befestigungsteil 5 des Schleifkörpers 2 1 mit dem größten
Durchmesser ist dabei unmittelbar an der Aufnahme 9 befestigt.
Der Schleifkörper 2 2 mit dem mittleren Durchmesser ist unter
Zwischenfügung eines Abstandsstückes 11 an der Innenfläche
des Betätigungsteils 5 des Schleifkörpers 21 angebracht. Schließlich ist der Schleifkörper
2 3 mit dem kleinsten Durchmesser in gleicher Weise unter
Zwischenfügung eines Abstandsstückes 11 befestigt. Bei dieser
Ausführungsform besteht der Schleifkranz somit aus drei Lagen
von Schleifkränzen 3 1, 3 2 und 3 3, die mit axialem Abstand
hintereinander angeordnet sind und Schneidkanten 6 1, 6 2 und 6 3
mit unterschiedlichem Durchmesser haben.
Mit der vorstehend angegebenen Konstruktion des umlaufenden
Schleifwerkzeugs kann das Schleifen des Werkstückes 1 mit
größerer Schnittiefe in einem Arbeitsdurchgang erfolgen,
weil die von den Schneidkanten 6 1, 6 2 und 6 3 der jeweiligen
Schleifkränze 3 1, 3 2 und 3 3 hinterschnittenen Bereiche des
Werkstücks in der oben beschriebenen Weise von selbst
abbrechen.
Der in Fig. 3 dargestellte Schleifkörper 2 ist mit Einschnitten
oder Schlitzen 13 versehen, durch welche eingespritztes Kühl
wasser 12, wie in Fig. 4 angedeutet, hindurchtreten und Schleif
späne mitnehmen kann. Die Schlitze 13 verlaufen von der
Schneidkante 6 bis zum mittleren Bereich des Schleifkranzes 3.
Bei Verwendung von geschlitzten Schleifkörpern 2 wird ein
Zusetzen seiner Poren mit Schleifspänen verhindert, was die
Schneidfähigkeit verbessert. Außerdem erreicht das vom Innen
raum des Schleifkörpers 2 eingespritzte Kühlwasser 12 die
überstehende Kante 8 des Werkstücks 1 über diese Schlitze 13,
so daß die Späne weggespült und das Werkstück 1 und der
Schleifkörper 2 gekühlt werden. Je schmaler die Schlitze 13
sind und je größer ihre Anzahl ist, um so wirksamer ist das
Schleifwerkzeug. Tiefe, Breite und Anzahl der Schlitze 13
werden entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck gewählt, so daß die
erforderliche Festigkeit erhalten bleibt.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Schleifwerkzeug wird ein
Zusetzen der Poren durch Späne verhindert, wobei eine hohe
Festigkeit des Schleifwerkzeugs gewährleistet ist. Der
Schleifkranz 3 des Schleifkörpers 2 hat dabei in Umfangs
richtung einen wellenförmigen Verlauf. Je feiner die Wellen
ausgebildet sind und je größer ihre Anzahl sind, desto
vorteilhafter erweist sich die Anordnung des Schleifwerk
zeugs. Die Wellen können entweder eine scharfkantige drei
eckige Form oder eine Sinuskurvenform haben. Außerdem
können in dem Schleifkranz 3, z. B. durch Funkenerosion,
kleine Löcher vorgesehen sein, die einen Durchmesser von
0,1 bis 0,2 mm haben und ebenfalls dem Durchtritt von Kühl
wasser dienen.
Claims (5)
1. Umlaufendes Schleifwerkzeug, bestehend aus einem
topf- oder ringförmigen Träger, an dessen Stirnseite
radial über den Trägerumfang vorstehend ein Schleifkranz
oder Schleifsegment befestigt sind, mit an einem
Kegelmantel als Envelope liegender Rückseite, dessen
Öffnung zur Arbeitsfläche weist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kranz (3) oder die Segmente dünnwandig ausgebildet
sind, wobei die Dicke (t 2) 0,1 bis 0,5 mm beträgt.
2. Umlaufendes Schleifwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kranz (3) in Umfangsrichtung einen wellenförmigen
Verlauf aufweist.
3. Umlaufendes Schleifwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Kränze (3 1, 3 2, 3 3) mit axialem Abstand hinter
einander angeordnet sind.
4. Umlaufendes Schleifwerkzeug nach einem der vorherigen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kranz (3) mit Schlitzen (13) oder Löchern versehen
ist.
5. Umlaufendes Schleifwerkzeug nach einem der vorherigen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kegelwinkel 90° bis 160° beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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