DE3045559C2 - Vorrichtung zum Öffnen von Bestrahlungsampullen - Google Patents
Vorrichtung zum Öffnen von BestrahlungsampullenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B33/00—Severing cooled glass
- C03B33/10—Glass-cutting tools, e.g. scoring tools
- C03B33/12—Hand tools
- C03B33/14—Hand tools specially adapted for cutting tubes, rods, or hollow products
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67B—APPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
- B67B7/00—Hand- or power-operated devices for opening closed containers
- B67B7/92—Hand- or power-operated devices for opening closed containers by breaking, e.g. for ampoules
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- C03B33/00—Severing cooled glass
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum öffnen von Quarz- oder Giasampullen, die in einem
Reaktor oder einer anderen Quelle energiereicher Strahlung bestrahlt worden sind.
Quarzampullen werden häufig benutzt, um Substanzen, die in Reaktoren oder anderen Strahlenquellen
bestrahlt werden sollen, zu verpacken. Derartige Bestrahlungen werden z. B. zum Zweck der Aktivierungsanalyse,
der Erzeugung von radioaktiven Substanzen oder zum Studium von Bestrahlungseffekten
vorgenommen. Nach der Bestrahlung müssen die Ampullen in der Regel geöffnet werden, um die
bestrahlten Substanzen (Probematerialien) entnehmen zu können.
Das Verfahren zum öffnen der Ampullen muß folgende Bedingungen erfüllen:
1. Beim Öffnen darf kein Probematerial verlorengehen.
2. Das Probematerial darf nicht verunreinigt werden, auch nicht durch Splitter oder Staub der Quarzampulle.
3. Der Experimentator darf nicht gefährdet werden.
4. Der Arbeitsplatz darf durch die radioaktiven Substanzen nicht kontaminiert werden.
Die Einhaltung dieser Bedingungen wird erschwert durch die Tatsache, da3 beim Bestrahlen vieler
Substanzen durch Radiolyse gasförmige Zersetzungsprodukte entstehen, die zum Druckaufbau in der
Ampulle führen. Beim Versuch, sie zu öffnen, wird sie in vielen Fällen durch die Druckwelle völlig zerstört, so
daß die Probe verloren und der Arbeitsplatz kontaminiert ist. Der Experimentator ist durch umherfliegende
Splitter gefährdet. Um dem zu begegenen, gibt es Vorrichtungen, die wenigstens das Kontaminationsrisiko
und die Gefährdung des Experimentators weitgehend einschränken. Zum Beispiel kann man die
Ampullen in ein Schlauchstück einsetzen, dieses an beiden Enden verschließen und die Ampulle mit einem
Werkzeug zerdrücken. Oder man kann die Ampulle in ein druckfestes Gefäß einsetzen, durch eine von außen
bedienbare Vorrichtung zerdrücken und den Druck langsam entweichen lassen. Diese Vorrichtungen naben
aber den Nachteil, daß die Ampulle vollständig zerstört und die Splitter mit dem Probematerial teilweise
vermischt werden.
Zum Öffnen von Glasampullen allgemein ist aus der DE-PS 4 70 418 eine Vorrichtung bekannt, bei der die im
Bereich ihres Halses in einen Schlitz einer Grundplatte eingeführte Ampulle durch einen seitlich am Schlitz
federnd angebrachten Glasschneider angeritzt und am Ende des Schlitzes der Schlagwirkung einer vorgespannten
und dann ausgelösten Kurbel ausgesetzt wird. Diese Vorrichtung ist relativ kompliziert und für das
Öffnen dickwandiger Ampullen und Quarzampullen kaum geeignet In der DE-OS 27 55 270 wird eine
weitere Vorrichtung zum öffnen von Arzneimittelampullen beschrieben, bei der die Spitze der Ampulle in .
eine Halterung gesteckt und durch einen angelenkten Hebel abgebrochen wird. Auch diese Vorrichtung ist fur
das Öffnen dickwandiger Ampullen kaum geeignet und beim Wegdrücken der Spitze läßt sich üblicherweise ein
Splittern kaum vermeiden.
Es wurdt nun überraschenderweise festgestellt, daß
ein glattes öffnen von Bestrahlungsampullen ohne Kontamination der enthaltenen Proben durch Splitter
der Ampullenwand möglich ist, wenn man das obere Ende der in einer Haltevorrichtung untergebrachten
Ampulle mit einem mit hoher Geschwindigkeit wirkenden Bolzen abschlägt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs genannten Art ist daher gekennzeichnet durch eine
Halte- oder Einspannvorrichtung für die Ampulle, über die das obere Ende der Ampulle herausragt und einen
der Halte- oder Einspannvorrichtung räumlich zugeordneten Schlagbolzen innerhalb eines Schutzkastens.
Auf diese Weise erhält man einen glatten Bruch unmittelbar oberhalb der Halterung der Ampulle. Diese
Art der Öffnung von Bestrahlungsampullen ist mit einem mit hoher Geschwindigkeit auftreffenden beliebigen
Schlagbolzen durchführbar. Vorzugsweise hat der Schlagbolzen jedoch eine harte Schneidkante an seiner
Auftreffseite.
Geöffnet wurden vornehmlich Ampullen mit angeschmolzenem Hals, deren (einen größeren Durchmesser
aufweisender) Ampullenhauptkörper in einer Bohrung eines Metallblocks, insbesondere Bleiblocks, untergebracht
wird. In diesem Falle reißen die Ampullen unmittelbar an oder über der Durchmesserverjüngung
der Ampulle glatt auf. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wurden jedoch auch einfache Ampullen
ohne Verjüngung geöffnet, die ebenfalls in einer Bohrung eines Metallblocks gehaltert waren. Auch diese
Ampullen rissen glatt am Ende der Halterung auf, die gegebenenfalls quer zur Schlagbolzenrichtung Entnahmeschlitze
aufweisen kann, die das Herausnehmen der Ampulle erleichtern.
Als Halte- oder Einspannvorrichtung, die zur Aufnahme der erheblichen Schlagkräfte des auftreffenden
Schlagbolzens relativ kompakt sein muß, kann insbesondere ein hinreichend schwerer Metallblock
verwendet werden, der vorzugsweise durch einen Bleiklotz gebildet wird, der gleichzeitig als Strahlenschutz
dient.
Der die Haltevorrichtung und den Schlagbolzen
Der die Haltevorrichtung und den Schlagbolzen
aufnehmende Schutzkasten hält auf alle Fälle eventuell
austretendes radioaktives Material und den abgeschlagenen Ampullenkopf zurück. Er kann gleichzeitig für die
räumliche Zuordnung von Schlagbolzen und Haltevorrichtung dienen, wobei der Schlagbolzen vorzugsweise
von einer Wand her in einer Hülse geführt nach innen vorgetrieben und mittels einer genügend starken Feder
vorgespannt wird.
Der als Halterung dienende genügend schwere
Metallblock kann am Boden des Kastens fest montiert sein, vorzugsweise ist jedoch der Metallblock auswechselbar
und/oder drehbar und exzentrisch mit verschiedenen Bohrungen versehen, die unterschiedlich tief
und/oder unterschiedlich weil sind und durch Rotation unter die gewünschte Auftreffstelle des Schlagbolzens
gebracht werden können.
Zum Beschleunigen des Schlagbolzens dient eine entsprechend vorgespannte Feder und der Bolzen kann
beispielsweise durch Betätigung eines an der Außenseite des Schutzkastens vorgesehenen Knorfes oder Griffs
ausgelöst werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben.
Die in der Zeichnung im wesentlichen im Schnitt angedeutete Vorrichtung umfaßt einen Kasten 1 aus
2 mm starkem Stahlblech. Er ist 22C mm hoch, 190 mm breit, 220 mm tief. Links und rechts befinden sich
öffnungen mit Schiebetüren 2 und 3 (ca. 120 · 150 mm bzw. 120 · 100 mm groß), die zum Bedienen notwendig
sind. Der Deckel 4 ist aus 10 mm starkem Plexiglas. Er
ist mit einem Scharnier angeschlagen und kann aufgeklappt werden.
Im Kasten steht ein 1OG · 100-50 mm großer
Bleiklotz 5 mit einer Bohrung 6 von 12 mm Durchmesser und 60 mm Tiefe. Er dient als Halterung für die
Quarzampulle 7 und schirmt gleichzeitig die Strahlung der in der Regel radioaktiven Probe ab. An der rechten
Wand ist ein mit einer Druckfeder 8 versehener Bolzen
9 befestigt, der an seinem Ende eine Hartmetallschneide
10 trägt. Die Feder 8 wird durch Zurückziehen des Bolzens 9 arretiert. Beim Entarretieren springt der
Bolzen vor und der Hals der Ampulle wird abgeschlagen. Das Gewicht des Bolzens betrug 34 g; die
Federkonstante der Vorspannfeder lag bei 2 N/mm und die Federhöchstkraft bei 50 N.
Der Arbeitsgang zum Öffnen der Ampulle ist dann wie folgt: Die Ampulle wird, falls notwendig, außen mit
Wasser, einer Säure oder einem anderen Lösungsmittel gereinigt. Falls zu erwarten ist, daß durch Radiolyse
Gase gebildet wurden und sich ein Druck aufgebaut hat, wird sie mit flüssigem Stickstoff gekühlt. Dann wird sie
bei geschlossenem Deckel durch eine Seitentür in den Halter eingesetzl und dieser so zurech !gedrückt, daß
der Bolzen in der Endstellung den Hals der Ampulle trifft. Der Bolzen wird gespannt und ausgelöst und die
Ampulle ist geöffnet.
Bei allen bisher geöffneten Ampullen wurde das Ende immer glatt und splitterfrei abgetrennt. Verunreinigungen
der Probe durch Quarzsplitter wurden nicht beobachtet. Falls eine Ampulle wegen zu hohen
Innendrucks explodieren sollte, werden die Splitter und die radioaktive Probe in dem geschlossenen Kasten
aufgefangen. Der Experimentator wird nicht gefährdet, der Arbeitsplatz nicht kontaminiert. Der Kasten selbst
läßt sich einfach dekontaminieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum öffnen von Quarz- oder
Glasampullen, die in einem Reaktor oder einer anderen Quelle energiereicher Strahlung bestrahlt
worden sind, gekennzeichnet durch eine Halte- oder Einspannvorrichtung (5, 6) für die
Ampulle (7), über die das obere Ende der Ampulle herausragt und einen der Halte- oder Einspannvorrichtung
räumlich zugeordneten Schlagbolzen (9) innerhalb eines Schutzkastens (1).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlagbolzen (9) eine harte Schneidkante (10) hat.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung durch
einen ggf. austauschbaren, hinreichend schweren, mit zumindest einer Bohrung (6) zur Aufnahme der
Ampulle versehenen Block (5) gebildet wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine gespannte Feder zum
Beschleunigen des Schlagbolzens (9).
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlagbolzen (9) von einem Ort außerhalb des Schutzkastens (1) auslösbar ist
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803045559 DE3045559C2 (de) | 1980-12-03 | 1980-12-03 | Vorrichtung zum Öffnen von Bestrahlungsampullen |
| FR8121863A FR2496625B1 (fr) | 1980-12-03 | 1981-11-23 | Procede et dispositif pour ouvrir des ampoules pour irradiation |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803045559 DE3045559C2 (de) | 1980-12-03 | 1980-12-03 | Vorrichtung zum Öffnen von Bestrahlungsampullen |
Publications (2)
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| DE3045559A1 DE3045559A1 (de) | 1982-06-09 |
| DE3045559C2 true DE3045559C2 (de) | 1982-10-14 |
Family
ID=6118215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803045559 Expired DE3045559C2 (de) | 1980-12-03 | 1980-12-03 | Vorrichtung zum Öffnen von Bestrahlungsampullen |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3045559C2 (de) |
| FR (1) | FR2496625B1 (de) |
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| DE3045559A1 (de) | 1982-06-09 |
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