DE3041961A1 - Mit oxidwhiskern bedeckte folie und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Mit oxidwhiskern bedeckte folie und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines katalytischen Kraftfahrzeug-Auspuffgaskonverters des Monolith-Typs aus
einem Folienwickel, der aus einer wärmebeständigen Folie aus einer Al-haltigen ferritischen Legierung besteht und
eine katalysatorhaltige Aluminiumoxidbeschichtung aufweist. Insbesondere betrifft die Erfindung die Präparierung einer
Fe-Cr-Al-Y-Folie, die mit einer Aluminiumbeschichtung
verbunden werden kann und die zur Ausbildung eines katalytischen Konverters vom Monolith-Typ geeignet ist.
Katalytische Konverter vom Monolith-Typ sind zur Behandlung von Kraftfahrzeugabgasen bekannt/ um die Emission von
Schadstoffen zu reduzieren. Der Monolith-Konverter umfaßt typischerweise einen extrudierten zylindrischen Keramikaufbau
mit einer Vielzahl von Axialdurchlässen mit quadratischem Querschnitt, die honigwabenartig angeordnet sind. In den
Durchlaßflächen befindet sich ein Edelmetallkatalysator, beispielsweise ein Gemisch aus Pt/Pd/Rh, und dieser Katalysator
reagiert mit den Abgasen, die hindurchgeleitet werden. Ein ähnlicher Konverteraufbau wird aus einer
kalt gewalzten Metallfolie mit einer katalysatorgetränkten Keramikbeschichtung gebildet. Die Folie ist gewellt und
es wurde ein einzelner Wickel daraus gebildet, wobei die Wellungen die Gasströmungs-Durchlässe bilden. Im Vergleich
zum Monolith ergeben sich bei dem Folienwickel wesentlich dünnere Wände, so daß eine Steigerung der
Flächengröße der katalysatortragenden Oberfläche pro
Volumeneinheit und damit eine Verbesserung der Konverter-Wirksamkeit möglich ist.
Die Folie für den Konverter besteht normalerweise aus einer hochtemperatur-korrosionsfesten, aluminiumhaltigen,
ferritischen Legierung. Als bevorzugte Legierung wird eine solche mit 15 bis 25 Gew.-% Chrom, 3 bis 6 Gew.-%
Aluminium, 0,3 bis 1,0 Gew.-% Yttrium und Rest Eisen verwendet. Diese normalerweise als Fe-Cr-Al-Y-Legierung
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bezeichnete Legierung ist im Handel als kalt gewalzte Folie erhältlich. Diese Folie wird typischerweise durch
Erhitzen in Luft auf 1OOO°C für 1 bis 24 Stunden vorbehandelt/ so daß eine dünne, gut haftende Oxidoberflächenschicht
entsteht, die die darunter befindliche Legierung vor weiterer Oxidation während des Einsatzes bei hohen
Temperaturen schützt. Die Schutzschicht besteht vornehmlich aus Alpha-Aluminiumoxid und enthält einen geringen Anteil
von Yttriumoxid, wodurch die Adhäsion der Oxidschicht an dem Legierungssubstrat verbessert wird. Bei Untersuchung
mit einem Raster-Elektronenmikroskop zeigt sich eine Oberfläche der Schutzschicht, die im wesentlichen eben
ist, die jedoch auch Knötchen enthalten kann.
Die Oxidschutzschicht ist jedoch als Katalysatorträger nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund wird die oxidierte
Folie mit einer wässrigen Aluminiumoxid-Dispersion beschichtet und ausgeheizt, so daß sich eine Beschichtung aus
Gamma-Aluminiumoxid mit hoher Oberfläche bildet, und diese wird mit dem Katalysator getränkt. Die aufgetragene
Aluminiumoxidschicht ergibt eine große Zahl von Anlagerungsstellen für das Katalysatormetall und verringert die schädlichen
Einflüsse mancher Bestandteile des Auspuffgases auf die Wirksamkeit der Katalysatorstoffe.
Wenn der aus einem Folienwickel bestehende Konverter in ein Kraftfahrzeugauspuffsystem zur Behandlung der Abgase
aufgenommen wird, tritt ein Absplittern (spall) der katalysatorhaltigen Beschxchtung auf. Dieses Problem
rührt grundsätzlich von der schlechten Adhäsion der aufgetragenen Aluminiumoxidschicht an der Oxidschutzschicht
her. Teilweise ergibt sich eine schlechte Adhäsion wegen der Glattheit der Schutzschichtfläche, die keinen zufriedenstellenden
Griff oder keine zufriedenstellende Verankerung für die aufgetragene Schicht ergibt. Aus diesem Grunde
bricht oder splittert die aufgetragene Schicht ab, wenn
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der Konverter mechanischen Vibrationen und zyklischen Temperaturbeanspruchungen ausgesetzt wird, Bedingungen,
die typischerweise beim Einsatz in Kraftfahrzeugauspuffsystemen auftreten. Die zyklischen Temperaturverläufe
zwischen Umgebungstemperatur und Abgastemperatur erweist sich besonders schädlich wegen der unterschiedlichen
thermischen Ausdehnung der Legierung und der Aluminiumoxidbeschichtung. Dadurch tritt ein Absplittern der Beschichtung
auf und der Konverterbetrieb wird verschlechtert.
Es ist aus diesem Grunde ein Ziel der Erfindung, einen verbesserten Kraftfahrzeug-Katalysatorkonverter des Monolith-Typs
zu schaffen, der aus einer Folie aus einer Al-haltigen ferritischen Edelstahllegierung gebildet ist, die durch
eine Schutzoxidschicht an der Oberfläche bedeckt ist und eine darüber befindliche Katalysator-tragende Aluminiumoxidbeschichtung
besitzt. Diese Beschichtung soll einen verbesserten Widerstand gegen Absplittern (spalling) zeigen.
Die Oxidschutzschicht wird dabei mit in engem Abstand vorstehenden kristallinen Whiskern ausgebildet, die im
wesentlichen die gesamte Legierungsoberfläche bedecken und die aufgetragene Schicht eng binden.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Folie aus einer Fe-Cr-Al-Y-Legierung oder einer gleichartigen
Y-freien Legierung zu schaffen, die vorzugsweise durch ein Metallschälverfahren gebildet wird, wobei die
Folienoberfläche im wesentlichen durch ein Korrosionsschutzoxid bedeckt ist, das aus dicht aneinander angeordneten
vorstehenden kristallinen Whiskern gebildet ist. Die whiskerbedeckte Oberfläche verbindet sich mit verbesserter
Haftwirkung mit einer aufgebrachten Keramik- oder anderen Beschichtung.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine katalysatorgetränkte Aluminiumoxidbeschichtung auf die whiskerbedeckte
Folie aufgebracht wird, um eine splitterfeste beschichtete Folie zu bilden, die zur Herstellung eines katalytischen
Konverters vom Monolith-Typ geeignet ist.
Weiter ist es ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Metallfolie zu schaffen, die aus einer
auf Eisengrundlage beruhenden Legierung mit Aluminium und Chrom besteht und zur Beschichtung mit verbesserter
Adhäsion geeignet ist, wobei das Verfahren darin besteht, daß eine stark kaltverformte Folie durch Erhitzen
in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre oxidiert wird,
so daß sich an der Oberfläche eine im wesentlichen aus vorstehenden Whiskern bestehende Oxidschicht bildet.
Als besonders anzustrebendes Ziel der Erfindung wird angesehen, eine Metallfolie so vorzubereiten, daß sie eine
Beschichtung mit verbesserter Adhäsion annimmt, wobei das Verfahren darin besteht, daß in einem Metallschälvorgang
eine Folie aus einer auf Eisen basierenden Legierung mit Chrom-und Aluminiumgehalt vorbereitet wird,
wobei vorzugsweise auch Yttrium enthalten ist, und daß die geschälte Folie durch Erhitzen in einem bestimmten Temperaturbereich
in Anwesenheit von Sauerstoff dazu gebracht wird, daß eine eng anhaftende Schutzoxidschicht aufwächst, die
Oxidwhisker mit großem Höhen-Grundflächenverhältnis enthält. Die Whisker bedecken im wesentlichen die gesamte Folienoberfläche
und verbessern die Verbindung mit einer daraufhin aufgebrachten Beschichtung. Dabei wird vorzugsweise die
whiskerbedeckte Fe-Cr-Al-Y-FoIie mit einer auf Aluminiumoxid basierenden Masse beschichtet und zur Herstellung
eines katalytischen Konverters vom Monolith-Typ mit verbessertem Absplitterwiderstand verwendet.
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Eine erfindungsgemäße Metallfolie enthält eine aluminiumhaltige
ferritische Edelstahllegierung mit einer Oberfläche, die im wesentlichen mit dicht verteilten Aluminiumoxidwhiskern
bedeckt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird eine erfindungsgemäße Metallfolie so hergestellt, daß eine
Fe-Cr-Al-Y-Legierungsfolle durch ein Metallschälverfahren
hergestellt wird und die abgeschälte Folie einer Oxidationsbehandlung unterzogen wird, um an der Oberfläche
eine dicht oder fest anhängende Oxidschutzschicht zu bilden, die eng verteilte vorstehende Oxidwhisker enthält. Bevorzugt
wird eine Legierung verwendet, die im wesentlichen aus 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, 0,3 bis 1 Gew.-%
Y und Rest Fe besteht. Ein allgemein zylindrischer Barren oder Strang dieser Legierung wird gedreht und dabei wird
ein axial gerichtetes Schneidwerkzeug auf die Umfangsflache
hin gerichtet, so daß kontinuierlich ein dünner Metallstreifen abgeschält wird. Beim Abschälen wird der
Streifen von der Barren- oder Strangfläche mit kontrollierter Spannung abgezogen, um die Folie zu bilden, die eine irreguläre
und stark kalt verarbeitete Fläche besitzt. Die abgeschälte Folie wird danach in einem freien Sauerstoff
enthaltenden Gas, vorzugsweise in Luft, erhitzt, um die Oxidwhisker auf der Folienfläche wachsen zu lassen. Eine
Oxidation bei einer Temperatur zwischen 87O°C und 93O°C
während 8 Stunden oder mehr bedeckt die Folienoberfläche im wesentlichen mit einer Schutzschicht, die aus Oxidwhiskern
vorzugsweise mit hohem Aspektverhältnis, d.h. mit einem großen Verhältnis Höhe zu Breite, bestehen. Die sich ergebende
Whiskertopographie der Oxidschicht auf der geschälten und behandelten Fe-Cr-Al-Y-FoIie der erfindungsgemäßen
Art kann eine nachfolgend aufgebrachte Schicht mit verbesserter Adhäsion binden. Eine bevorzugte Anwendung
der whiskerbedeckten Folie nach der vorliegenden Erfindung
besteht in der Herstellung eines katalytischen Kraftfahrzeugkonverters
vom Monolith-Typ mit verbessertem Abblätterwiderstand. Die Folie ist gewellt und wird zu
einem zylindrischen Wickel geformt. Eine Schicht auf Aluminiumoxidbasis wird auf die whiskerbedeckte Fläche
aufgebracht und mit einem Edelmetallkatalysator getränkt. Der sich ergebende beschichtete Folienaufbau wird zur
Abgasbehandlung in ein Kraftfahrzeug-Auspuffsystem eingebaut.
Eine wichtige Eigenschaft der bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Metallfolie besteht darin, daß die
Oxidwhisker auf einer geschälten Metallfolie aufwachsen. Es soll keine Beschränkung auf eine besondere
Theorie beabsichtigt werden/ jedoch wird angenommen, daß
die intensive plastische Verformung des Metalls durch das Schneidwerkzeug eine Vielzahl von Fehlstellen vom
Versetzungstyp (dislocation) im Metallaufbau hervorruft, einschließlich einer dichten Bestückung dieser Fehlstellen
an der Folienoberfläche. Die Oberflächenmetallfehlsteilen
schaffen Aufbaufehlstellen in der sich zunächst an der Folie bildenden Oxidschicht. Unter geeigneten Umständen
bilden diese Oxidfehlstellen leicht zu beschreitende Diffusionswege durch die anfangs entstehende Oxidschicht,
längs derer aus der Legierung stammende Aluminiumionen schnell zur Oberfläche hin wandern. Der sich ergebende
Fehlstellen-lokalisierte Aufbau von Aluminiumoxid an der Oberfläche bildet dann die genannten Whisker. Wegen der
dicht an dicht vorhandenen Oberflächendefekte wird die so behandelte Schälfolie im wesentlichen mit Oxidwhiskern
bedeckt. In bemerkenswertem Gegensatz hierzu besitzt auf herkömmliche Weise hergestellte kalt gewalzte Fe-Cr-Al-Y-Folie
relativ wenige Oberflächendefekte und bildet bei Erhitzung in Luft eine bemerkenswert glattere Oxidtopographie
aus. Auch bei Behandlung mit der bevorzugten Whiskerbildungs-Oxidationsbehandlung
in der erfindungsgemäßen Weise zeigt
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eine kalt gewalzte Folie, wenn überhaupt, nur gelegentliche Whiskerbildungen.
Nach der Behandlung sind beide Oberflächen der geschälten Folie vorzugsweise mit Oxidwhiskemmit hohem Höhen-Querschnittsverhältnis
bedeckt. Es ist jedoch mikroskopisch ein Unterschied der Whiskertopographie an den entgegengesetzt
liegenden Seiten zu beobachten, der, wie angenommen wird, von dem Metallschälverfahren herrührt. Während
des Metallschälvorganges wird das Metall in der Nähe des Schneidwerkzeuges durch Zugbeanspruchung deformiert,
während die freie Oberfläche, die vom Schneidwerkzeug entfernt liegt, durch Druckkräfte verformt wird. Dieser Unterschied
der Metalibe-arbeitung ergibt einen Unterschied der Art der Oberflächenfehlstellen und dadurch einen
Unterschied beim Wachsen der Whisker. Es hat sich herausgestellt, daß auf den mit Druckspannung beaufschlagten
Flächen wesentlich größere Whisker entstehen im Vergleich zu den mit Zugspannung beaufschlagten Flächen. Die mit
Zugspannung beaufschlagte .Fläche zeigt mehr einzelne kleinere Blätter pro Flächeneinheit; beide Flächen sind
im wesentlichen mit Whiskern mit hohem Höhenverhältnis, d.h. Verhältnis von Höhe zu Stärke, versehen. Trotz der
im Mikroskop zu erkennenden Unterschiede der an den beiden Oberflächen entstandenen Whisker sind beide Flächen in der
Lage, zufriedenstellend eine aufgebrachte Schicht zu binden und die Adhäsion zu verbessern im Vergleich zu einer glatten
Oxidschicht-Oberfläche.
Das Wachstum der Whisker wird auch durch die Behandlungstemperatur der Folie und die Behandlungszeit beeinflußt.
Für die bevorzugte, Yttrium enthaltende Legierung zeigt sich, daß Whisker mit hohem Köhen-Breiten-Verhältnis durch
Erhitzen in Luft auf Temperaturen zwischen 87O°C und 93O°C
erhalten werden. Eine Behandlung von minimal 8 bis etwa 12 Stunden reicht aus, um die Folienfläche zu bedecken, wobei
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sich bei längeren. Zeiten allgemein größere Whisker ergeben. Wenn auch zur Verbesserung der Adhäsion für die aufgebrachte
Schicht Whisker mit großem Höhen-Breitenverhältnis bevorzugt werden, ergeben sich doch brauchbare Whiskertopographien
bei Oxidierung mit 95O°C bis 85O°C oder noch geringeren
Temperaturen während mindestens einer halben Stunde oder etwas länger, je nach Temperatur. Bei Oxidationstemperaturen
von über 950 C erfolgt kein Aufwachsen von Whiskern und es ergibt sich eine glatte Oxidschicht. Diese Temperaturgrenze
wird der Anwesenheit von Yttrium zugeschrieben. Gleichartige Legierungen ohne Yttrium erlauben ein Whiskerwachstum
auch bei Temperaturen über 950 C.
Es ist nicht notwendig, daß die Whisker von Anfang an aus einer blanken Metalloberfläche herauswachsen. Die Whisker
werden auch genügend ausgebildet, wenn die Oberfläche zuerst leicht bei Temperaturen oxidiert wird, die niedriger sind
als die zum Whiskerwachstum als notwendig angesehenen
Temperaturen. So kann die abgeschälte Folie zunächst in Luft angelassen werden und noch weitere Behandlung erfahren,
bevor die Whisker-Aufwachsbehandlung erfolgt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung wird die bevorzugte, mit Whiskern bedeckte und geschälte
Fe-Cr-Al-Y-FoIie mit einer Aluminiumoxidschicht bedeckt,
die dann wieder mit einem Edelmetall-Katalysator getränkt oder imprägniert wird. Die entstehende Folie wird dann
in .der erforderlichen Weise so gewickelt, daß ein Monolithartiger
katalytischer Konverter für Kraftfahrzeugverwendung entsteht. Die Rauhigkeit der mit Whiskern versehenen Oberfläche
der Oxid-Schutzschicht verbessert die Adhäsion der aufgebrachten Schicht wesentlich und beseitigt die Absplitterprobleme,
die bei Oxidschichten mit den sonst typischen glatten oder mit Knötchen durchsetzten Oberflächen
auftreten. Dazu ergibt die Whiskertopographie die Möglichkeit, eine stärkere Beschichtung mit einer Vielzahl von
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Katalysatoranlagerungsstellen zu halten. Zusätzlich zu den durch die Whisker erzielten Vorteilen ergibt sich auch
noch ein wirtschaftlicher und technischer Vorteil durch die Erfindung durch das Metallschälen zur Bildung der Folie.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Querschnittsdarstellung
einer Vorrichtung zum Abschälen einer Metallfolie,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teils
der Fig. 1 zur Erläuterung des Abschälvorgangs ,
Fig. 3 eine graphische Darstellung mit der Oxidationszeit als Abszisse und der Oxidationstemperatur
als Ordinate, mit eingetragenen Bereichen des Whisker-Wachstums nach der Erfindung,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Folienwickels für einen katalytischen Kraftfahrzeugkonverter
vom Monolith-Typ,
Fig. 5 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher ■-"' Vergrößerung von Oxid-Whiskern, die sich auf
einer durch Druckkräfte beeinflußten Fläche
einer abgeschälten Fe-Cr-Al-Y-Folie gebildet
haben, die 24 S-oxidiert wurde.
haben, die 24 Stunden bei 9OO°C an Luft
Fig. 6 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung von Oxid-Whiskern, die sich auf einer zugspannungsbeeinflußten Oberfläche
einer abgeschälten Fe-Cr-Al-Y-Folie gebildet haben, die 24 S-oxidiert
wurde,
haben, die 24 Stunden bei 90O0C an Luft
Fig. 7 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung einer nicht-oxidierten druckspannungsbeeinflußten Fläche einer geschälten
Fe-Cr-Al-Y-Folie,
Fig. 8 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung einer unoxidierten zugspannungsbeeinflußten Oberfläche einer geschälten Fe-Cr-Al-Y-FoIie,
Fig. 9 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung von Oxid-Whiskern, die sich auf
einer kalt gewalzten Fe-Cr-Al-Y-Folie gebildet haben, die 24
Luft oxidiert wurde,
Luft oxidiert wurde,
bildet haben, die 24 Stunden bei 900°C an
Fig. 10 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung einer Oxidoberfläche, die sich auf einer zugspannungsbeeinflußten Oberfläche einer
' '" abgeschälten Fe-Cr-Al-Y-Folie nach Oxidierung während 4 Stunden bei 975°C an Luft gebildet
hat,
Fig. 11 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektronenmikroskopuntersuchung
mit 5000-facher Vergrößerung der Oxidtopographie, die sich auf
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einer zugspannungsbeeinflußten Oberfläche
einer geschälten Fe-Cr-Al-Y-FoIie nach Erhitzen in Luft während 4 Stunden bei 900°C gebildet
hat, und
Fig. 12 eine fotographische Darstellung einer Raster-Elektron enmikroskopuntersuchung mit 5000-fächer
Vergrößerung des sich auf einer zugspannungsbeeinflußten Fläche einer Fe-Cr-Al-Y-Folie
bildenden Oxidschicht nach 4 Stunden Erhitzen auf 885°C an Luft.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird die Whisker-bedeckte geschälte Fe-Cr-Al-Y-Folie zum Aufbau eines
katalytischen Konverters vom Monolith-Typ zur Behandlung von Kraftfahrzeug-Abgasen benutzt. Die bevorzugte Legierung
besteht aus 15 Gew.-% Cr, 4 Gew.-% Al, 0,5 Gew.-% Y, Rest Fe
und ist unter der Handelsbezeichnung "Fecralloy" erhältlich. Die Legierung besitzt eine ferritische Matrix und eine
feinverteilte Phase, die aus einer intermetallischen Verbindung YFeq besteht. Als Ausgangsprodukt zum Schälen wird
ein hohlzylindrischer Barren mit einer Länge von etwa 7,6 cm geformt. Die Barrenlänge bestimmt die Folienbreite und
sollte vorzugsweise mindestens gleich der erforderlichen Axiallänge des Folienwickels sein.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zum Schälen einer Fe-Cr-Al-Y-Legierung
von einem allgemein hohlzylindrischen Barren 12 zur Bildung einer Folie 14. Der Barren ist sicher um eine
durch motorischen Antrieb drehbare Spindel 16 befestigt. Während des Schälvorgangs wird der Barren 12 um die Achse
15 der Spindel 16 in Uhrzeigerrichtung gedreht, wie durch den Pfeil 17 angezeigt ist. Die Spindeldrehung wird so
gesteuert, daß eine konstante Geschwindigkeit zum gleichmäßigen Abschälen von ca. 110 m.min Folienlänge an der
Außenfläche 18 des Barrens 12 eingehalten wird. Um die
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konstante Schneidgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten, wird die Spindel-Drehung so beschleunigt, wie es zum Ausgleich
des abnehmenden Barrendurchmessers beim Abschälen von der Oberfläche 18 erforderlich ist. Die Spindel 16 ist stabil
in genauer Einstellung gelagert, um irreguläre Bewegungen zu verhindern, die Schwingungen oder einen wellenförmigen
Streifen hervorrufen könnten. Beim Abschälen von großen
Barren werden der Barren 12 und die Spindel 16 vorzugsweise gekühlt, um enge Abmessungstoleranzen einzuhalten und
dadurch den Schälvorgang unter genauer Kontrolle zu halten. Der Kühlvorgang besteht typischerweise aus einem überfluten oder Aufsprühen eines Kühlfluids auf die Außenfläche 18
des Barrens 12.
Barren werden der Barren 12 und die Spindel 16 vorzugsweise gekühlt, um enge Abmessungstoleranzen einzuhalten und
dadurch den Schälvorgang unter genauer Kontrolle zu halten. Der Kühlvorgang besteht typischerweise aus einem überfluten oder Aufsprühen eines Kühlfluids auf die Außenfläche 18
des Barrens 12.
Ein Schneidwerkzeug 20, das zumindest an der Schneidkante 22 aus Wolframkarbid-Material besteht, ist in einem Werkzeughalter
24 so angebracht, daß die Schneidkante 22
parallel zur Außenfläche 18 des Barrens 12 liegt. Der
Werkzeughalter 24 ist durch eine (nicht gezeigte) gesteuerte Antriebseinrichtung in Horizontalrichtung bewegbar, um
das Schneidwerkzeug 20 allgemein zur Achse 15 der Spindel 16 hin zu bewegen. Während des Metallschälvorgangs stellt der Werkzeughalter 24 das Schneidwerkzeug 20 zu und drückt die Schneidkante 22 in die Barrenoberfläche 18 hinein. Die Vorschub- oder Zustellgeschwindigkeit des Halters 24 und
damit der Schneidkante 22 beträgt 0,03 mm (0,0012 inch)
pro Umdrehung des Barrens 12. Da die Barrenumdrehung zur
Aufrechterhaltung einer konstanten Schneid- oder Schälgeschwindigkeit verändert wird, muß auch die lineare Vorschubgeschwindigkeit des Halters 24 zeitlich in gleicher
Weise geändert werden, um die Zustellung oder den Vorschub der Schneidkante 22 zu steuern. Nach dem Schneiden oder
Schälen wird die Folie 14 von der Barrenoberfläche 18 mit einem vorbestimmten Winkel abgezogen und um eine Führungswalze 26 geleitet.
parallel zur Außenfläche 18 des Barrens 12 liegt. Der
Werkzeughalter 24 ist durch eine (nicht gezeigte) gesteuerte Antriebseinrichtung in Horizontalrichtung bewegbar, um
das Schneidwerkzeug 20 allgemein zur Achse 15 der Spindel 16 hin zu bewegen. Während des Metallschälvorgangs stellt der Werkzeughalter 24 das Schneidwerkzeug 20 zu und drückt die Schneidkante 22 in die Barrenoberfläche 18 hinein. Die Vorschub- oder Zustellgeschwindigkeit des Halters 24 und
damit der Schneidkante 22 beträgt 0,03 mm (0,0012 inch)
pro Umdrehung des Barrens 12. Da die Barrenumdrehung zur
Aufrechterhaltung einer konstanten Schneid- oder Schälgeschwindigkeit verändert wird, muß auch die lineare Vorschubgeschwindigkeit des Halters 24 zeitlich in gleicher
Weise geändert werden, um die Zustellung oder den Vorschub der Schneidkante 22 zu steuern. Nach dem Schneiden oder
Schälen wird die Folie 14 von der Barrenoberfläche 18 mit einem vorbestimmten Winkel abgezogen und um eine Führungswalze 26 geleitet.
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19 " 30A1961
Die Schälvorrichtung 10 weist noch einen motorisch angetriebenen Aufwickeldorn 28 auf,der die abgeschälte Folie
14 zu einem Wickel 29 verformt. Die durch den Dorn 28 auf die abgeschälte Folie 14 übertragene Zugspannung beträgt
ca. 413,7 MPa (etwa 60.000 psi). Die Folienstärke hängt von der Streifenspannung und dem Vorschub des
Schneidwerkzeugs ab und liegt etwa bei 0,051 mm (0,002 inch). Bei der genannten Spannung und Stärke ergibt sich eine
Geschwindigkeit des abgezogenen Streifens von ca. 61 m.min (200 feet per minute). Beim Aufwickeln der Folie 14 auf
den motorbetriebenen Wickeldorn 28 wird dessen Drehgeschwindigkeit
so gesteuert verändert, daß die Folie 14 mit konstanter Lineargeschwindigkeit bewickelt wird.
Zusätzliche Einzelheiten betreffend die Ausrüstung und den Vorgang beim Abschälen der Metallfolie können aus den
US-PS 3 355 971, 3 460 366 und 3 603 186 entnommen werden.
Der Metallschälvorgang ist vergrößert in Fig. 2 noch einmal
dargestellt, wobei entsprechende Bezugszeichen die gleichen oder entsprechenden Elemente wie in Fig. 1 bezeichnen.
In Fig. 2 ist die Oberfläche 18 des Barrens 12 als bereits einem Schälvorgang unterzogene Fläche 30 und eine frisch
aufgeschnittene Fläche 32 dargestellt, wobei nach einer Umdrehung des Barrens 12 die Fläche 32 die Fläche 30 wird.
Wenn die Schneidkante 22 in die Barrenoberfläche 30 hineinschneidet, erfolgt ein Schervorgang durch Abziehen an der
Abweisfläche 34 des Schneidwerkzeugs 20, wobei diese Scherung mit vorbestimmter Geschwindigkeit auf plastische Weise erfolgt.
Die Geschwindigkeit, mit der das Metall dem Schervorgang unterzogen wird, wird durch Regulierung der Schneidtiefe
kontrolliert. Die Schneidtiefe ist nach Fig. 2 gleich dem Radialabstand 36 zwischen der Oberfläche 30 und dem
strichpunktiert eingezeichneten Schneidkantenweg 38. Bei der Ausführung beträgt die Schneidtiefe 36 0,03 mm, d.h. gleich
dem Vorschub des Werkzeugs 20 pro Umdrehung des Barrens.
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Die Folie 14 wird dann dadurch ausgebildet, daß der abgescherte
Streifen über die Abweisfläche 34 mit einem vorbestimmten Winkel und einer vorbestimmten Kraft abgezogen
wird. Nach Fig. 2 wird der Streifen in der Richtung des Pfeils 40 mit einem Winkel von 38 gegenüber dem die
Schneidkante 22 durchsetzenden Radius 42 abgezogen. Die Zugkraft wird auf die Folie 14 durch den Wickeldorn 28
ausgeübt und beträgt ca. 413,7 MPa (60.000 psi). Es ergibt sich damit eine abgeschälte Folie 14 mit einer Stärke von
ca. 0,051 mm.
Bei dem Metallschälvorgang ergeben sich Unterschiede der plastischen Verformungskräfte. Die an der Arbeitsfläche
34 anliegende Folienfläche 44 wird durch Zugkräfte verformt, die durch das Scheren des Metalls längs des Schneidkantenweges
38 hervorgerufen werden. Im Gegensatz dazu wird die Folienoberfläche 46, die sich von dem Werkzeug 20 entfernt
ausbildet, als freie Fläche unter Druckspannungseinfluß ausgebildet. Das bedeutet allgemein, daß das Metall an
der Barrenoberfläche 30 unter Druckkrafteinfluß in die Folienoberfläche 46 umgeformt wird, während das Metall
längs des Schneidkantenweges 38 unter Zugspannungseinfluß zur Folienoberfläche 44 umgeformt wird. Die Druckspannungsdeformation
ist die strengere Verformung. Wie bereits angeführt und später weiter erläutert, wird durch diesen Unterschied
das spätere Oxid-Whisker-Wachstum beträchtlich beeinflußt.
In Übereinstimmung mit der bevorzugten Ausführung wird die abgeschälte Folie weiter zur Bildung eines Konverters
vom Monolith-Typ verarbeitet. Die abgeschälte Folie wird zunächst gereinigt, um anhaftendes Kühlfluid zu entfernen.
Dabei wird beispielsweise ein Lösungsmittel wie Oleum (Petroleumnaphtha 395) verwendet und mit Methanol-Äthanol
gespült. Die gereinigte Folie wird eine Minute lang bei
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900 C an Luft angelassen. Durch das Anlassen wird die Duktilität der abgeschälten Folie beträchtlich verbessert,
so daß sie bei den nachfolgenden Konverter-Erzeugungsvorgängen leichter bearbeitet werden kann. Es kann bei
der sehr kurzen Anlaßbehandlung eine geringe Oxidation der Schälfolienoberflächen auftreten. Das Anlassen
geschieht jedoch vorzugsweise zu kurz, um die erfindungsgemäßen Oxid-Whisker auszubilden. Es hat sich auch gezeigt,
daß eine während des Anlassens auftretende Oxidation das spätere Whiskerwachstum nicht merklich beeinflußt, auch
wenn das Anlassen bei einer Temperatur geschieht, die sonst ein Whiskerwachstum verhindert.
Um den bevorzugten Konverterträger zu bilden, wird die angelassene Schälfolie gewellt. Sie wird durch zwei angetriebene
Walzen geleitet, die einander angepaßte Zähnungen mit einer Höhe von 0,76 mm und einem Schrittwert von 1,8 mm
besitzen. Diese Zähnungen sind in einem Zick-Zack-Muster so an der Walzenoberfläche angebracht, daß ein Fischgrätmuster
(s. Fig. 4) entsteht. Dabei beträgt der Neigungswinkel der Zähne bezogen auf die Walzenlängsachse 10°
gegen die Richtung senkrecht zur Folienkante. Während des Wellvorgangs wird ein üblicher Leichtmetall-Arbeitsschmierstoff
auf die Folie aufgetragen, der nachher durch Benutzung eines Lösungsmittels, wie z.B. Tetrafluoräthylen abgespült
wird.
Die gewellte Schälfolie wird dann zu dem Monolithaufbau verarbeitet. Ein Streifen mit einer Länge von ca. 18m
(60 ft.) wird hälftig zurückgeschlagen, so daß die Halbstreifen parallel zueinander liegen, jedoch die Wellungen
nicht aufeinander passen. Dadurch wird die Folie so aufeinander zurückgeschlagen, daß die Erhöhungen aufeinanderliegen
und die dazwischenliegenden Vertiefungen offene Durchlässe bilden. Die so gebogene Folie wird dann in ähnlicher Weise
so aufgewickelt, daß die Wellen nicht aufeinanderpassen.
130037/0618
Dadurch wird der in Fig. 4 dargestellte zylindrische Wickel 48 gebildet. Dieser Wickel besitzt eine Länge von
ca. 7,6 cm (3,0 inch) und einen Durchmesser von 12,7 cm (5,0 inch), so daß sich ein Volumen von etwa 965 cm (6Ocubic
inches) bildet. Wie in Fig. 4 gezeigt, bilden die Wellungen 50 der Folie die Längsdurchlässe 52 für durchströmendes
Gas. Es sind vorzugsweise ca. 70 Durchlässe pro Quadratzentimeter Oberfläche der Wickelenden 54 vorhanden
(450 Durchlässe pro square inch). Gegenüber der Längsachse 56 des Wickels 48 bilden die Durchlässe 52
einen Winkel von 10 . Es wird hier darauf hingewiesen, daß der entstehende katalytische Konverter dieser Ausführung im wesentlichen die gleiche Form wie der Wickel 48
besitzt und daß die nun folgenden Verarbeitungsschritte in erster Linie die Folienoberfläche beeinflussen.
Der Folienwickel wird dann zur Bildung der erfindungsgemäßen Oberflächen-Oxidwhisker behandelt. Der Wickel wird zur Verminderung
der Metall-auf-Metall-Berührung ein wenig gelöst
und in einen Ofen eingesetzt, in dem Luft zirkuliert. Die Schälfolie wird dann etwa 24 Stunden bei 9000C gehalten,
um die bevorzugten Oxidwhisker auszubilden. Die entstehenden Whisker sind vergrößert in Fig. 5 und 6 gezeigt. Zum Vergleich
ist die Oberfläche vor aufgetretenem Whiskerwachstum in Fig. 7 und 8 dargestellt. Die Oberfläche in Fig. 7 ist
die durch Druckkräfte gebildete Oberfläche 46 nach Fig. Das sich auf dieser Oberfläche bildende Oxid nach Fig. 5
enthält relativ große einzelne Whisker, die zufallsorientiert
sind und im wesentlichen die gesamte Oberfläche bedecken. Die unter Zugkrafteinfluß verformte Oberfläche 44 in Fig.
ist in Fig. 8 abgebildet. Die gewachsenen Oxidwhisker auf dieser Fläche sind in Fig. 6 dargestellt und es ist zu
sehen, daß es kleinere und gleichförmiger orientierte Einzelkristalle sind im Vergleich zu den Whiskern auf
der durch Druckkräfte beeinflußten Oberfläche. Diese kleineren
130037/0618
Whisker bedecken ebenfalls im wesentlichen die gesamte Oberfläche. Es wird angenommen, daß der Unterschied der
entstehenden Whisker direkt von den unterschiedlichen Verformungskräften während des Metallschälvorgangs herrührt.
Die mit Whiskern versehene Oberfläche wird dann mit einem
Gamma-Aluminiumoxidmaterial beschichtet/ das als ein Gel
mit darin enthaltenen Teilchen aufgetragen wird. Das Gel wird so vorbereitet, daß etwa 3,0 Gew.-% kolloidales
Alpha-Aluminiumoxidmonohydrat Al„O-.HpO in Wasser gegeben
wird und daß das Gemisch durch Hinzufügung von Salpetersäure HNO- zur Einstellung des pH-Wertes auf etwa 2,0
stabilisiert wird. Dazu sind etwa 5 ml Säure pro 100 ml Wasser notwendig. Dem sich ergebenden thixotropen Gel
werden Gamma-Aluminiumoxidpartikel zugegeben. Die bevorzugten
Gamma-Aluminiumoxidpartikel besitzen eine Porosität
3
von mehr als ca. 1 cm Porenvolumen pro Gramm und eine
von mehr als ca. 1 cm Porenvolumen pro Gramm und eine
wirksame Oberfläche von mehr als 100 m /g. Etwa 70% der Partikel liegen in der Siebgröße zwischen 200 mesh und
325 mesh und die restlichen Partikel sind kleiner als 325 mesh. Die Menge der in das Gel eingemischten Partikel
reicht aus, um den sich ergebenden Aluminiumoxidgehalt auf etwa 90 Gew.-% Gamma-Aluminiumoxid und etwa 10 Gew.-%
im Gel enthaltenes Aluminiumoxid zu bringen. D.h. einem Gel, das etwa 3,0 g (3,0 Gew.-%) Alpha-Aluminiumoxid-Monohydrat
pro 100 ml enthält, werden 27 g Gamma-Aluminiumoxid-Partikel
zugegeben.
Das Aluminiumoxidgel-Material wird vorzugsweise durch Aufsprühen auf die Whisker-bedeckte Folienfläche aufgebracht.
Um Zutritt zur Oberfläche für das Aufsprühen zu erhalten, wird der Wickelaufbau nach der Whiskerwachstums-Ofenbehandlung
aufgewickelt. Es wird zunächst eine Grundschicht (primer coat) vorzugsweise so auf die Folienoberfläche aufgetragen,
so dick es ohne Ablaufen oder Abtropfen möglich ist, wobei diese Grundschicht aus dem erwähnten säurestabilisierten
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Aluminiumoxidgel ohne die Gamma-Aluminiumoxidteilchen
besteht. Vor dem Trocknen der Grundschicht wird eine erste Schicht aus Gel mit Partikeln aufgetragen. Die
Aluminiumoxidschicht wird an Luft bis zum Weißwerden, typischerweise etwa 15 Minuten lang, getrocknet. Ein
schnelleres Trocknen kann mit einem Heißluftgebläse erzielt werden. Die so entstehende Schicht besitzt eine
Stärke von ca. 15 ,um. Eine zweite und dritte Schicht des Partikel enthaltenden Gels wird in der gleichen Weise
aufgetragen und getrocknet. Damit entsteht eine Beschichtung mit einer Stärke von 40 bis 50 ,um.
Die nun mit der luft-getrockneten Aluminiumoxidbeschichtung
versehene Folie wird dann wieder aufgewickelt und 4 Stunden bei 55O°C in Luft aufgeheizt. Es ist Vorsorge zu treffen,
um die giftigen N0~-Dämp£e zu entfernen, die beim Zersetzen
der Säure während des Ausheizens entstehen.
Die Beschichtung aus Gamma-Aluminiumoxid wird dann mit
dem Edelmetallkatalysator getränkt. 250 ml Katalysator enthaltende Lösung werden dadurch vorbereitet, daß
volumetrisch etwa 1,4 g Tetraamin-Platin-(II)-Chlorid, 0,76 g Tetraamin-Palladium-(II)-Chlorid und 0,22 g
Pentaaminrhodium(III)-Chlorid in Wasser gelöst werden. Die Gewichte der Aminkomplexsalze entsprechen jeweils
etwa 0,8 g (0,025 Troy Unzen) Pt, 0,03 g (0,01 Troy Unzen) Pd bzw. 0,08 g (0,0025 Troy Unzen) Rh. Die gesamten 250 ml
der Losung werden gleichmäßig auf die Folie aufgebracht
durch Aufwickeln des Wickels und Durchleiten der Aluminiumoxid-bedeckten Folien zwischen Schwammkissen, auf welche
die Edelmetallösung mit der erforderlichen Rate zugegeben wird, wobei die Zugabe genau gesteuert wird. Die nasse
Schicht wird dann dadurch getrocknet, daß der Folienstreifen zwischen Heißluftdüsen durchgeleitet wird. Die getrocknete
Folie wird dann wieder in den zylindrischen Wickelaufbau gebracht und vier Stunden bei 55O°C in einer Atmosphäre
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ausgeheizt, die aus 4 Vol.-% Wasserstoff und 96 Vol.-% Stickstoff besteht. Durch das Ausheizen werden die Aminkomplexsalze
zerstört und die Edelmetalle in ihren Elementarzustand reduziert.
Der Schälfolienwickel mit der Katalysator-imprägnierten Beschichtung ist nun fiir die Behandlung von-Kraftfahrzeugabgasen
geeignet. Zwei eng gewickelte Polienwickel werden koaxial in einem Gehäuse angeordnet, welches Teil des
Kraftfahrzeugauspuffsystems ist. Die Abgase fließen durch
die fischgrätförmigen Durchlässe im Wickelaufbau und kommen
dadurch in Berührung mit den Edelmetallkatalysatoren/ um die erwünschten Reaktionen einzuleiten. Durch die erfindungsgemäßen
Whisker wird die Adhäsion der Aluminiumoxidbeschichtung an der Legierungsfolie wesentlich verbessert,
wie sich an der sehr stark verminderten Absplitterung der Schicht im Gebrauch zeigt. Die Whisker ergeben auch einen
weiteren bedeutenden Vorteil des erfindungsgemäßen Konverters vom Monolith-Typ. Bei einer bevorzugten Ausführung besitzt
die Gamma-Aluminiumoxidschicht eine Stärke von 40 bis 50 ,um.
Das ergibt eine wesentlich stärkere Schicht als bei den üblichen 10 ,um starken Beschichtungen und dadurch wird,
wie angenommen wird, eine Verbesserung des Widerstandes des Konverters gegen Vergiftung durch die Bleiverbindungen
oder andere Vergiftungsstoffe im Abgas erreicht. Es ist bei dem verbesserten Konverter vom Monolith-Typ mit den Whiskern
also eine bessere Adhäsion einer stärkeren Gamma-Aluminiumoxidschicht möglich.
Bei der bevorzugten Ausführung werden die Whisker auf den stark kalt verarbeiteten Oberflächen der abgeschälten Fe-Cr-Al-Y-Folie
dadurch aufgewachsen, daß die Folie in Luft bei 9000C während 24 Stunden erhitzt wird. Röntgenstrahlanalyse und
Analyse durch Sekundärionen-Massenspektroskopie zeigen,
* ο ρ ρ -"* «7 ι f, ε ι
J i5 U -.- W SK HJ V «
daß die Whisker im wesentlichen Alpha-Aluminiumoxidkristalle sind. Yttrium, Chrom und Eisen sind nur in Spurenmengen
von beträchtlich weniger als 1% vorhanden. Aus Rasterelektronenmikroskopaufnahmen,
wie in Fig. 5 und 6 gezeigt, wurde bestimmt/ daß die bevorzugt erreichten Whisker in
der Größenordnung 3 ,um Höhe besitzen und ein hohes Verhältnis von Whiskerhöhe zu Whiskerbreite, von beträchtlich
mehr als 1. Eine Whisker-bedeckte Oberfläche wurde auch
mit einer BET-Oberflächenbereich-Analyse ausgewertet. Obwohl
die untersuchte Whisker-bedeckte Oberfläche nicht vom bevorzugten Typ war, zeigte sie eine Oberflächengröße
von etwa 12 mal der geometrischen Größe. Zum Vergleich kann
angeführt werden, daß die Oberflächengröße einer auf herkömmliche Art oxidierten Folie etwa 3 mal größer als die
geometrische Größe ist, oder nur ein Viertel der Whiskerbedeckten Oberflächengröße. Dabei wird angenommen, daß die
Oberflächengröße der bevorzugten Whisker-bedeckten Folie
wesentlich größer als die untersuchte Oberflächengröße ist.
Das genaueste Verfahren zur Bestimmung der Anwesenheit von Oxidwhiskern an der Oberfläche der Fe-Cr-Al-Y-Folie ist die
Betrachtung mit dem Rasterelektronenmikroskop, wobei sich Bilder wie Fig. 5 und 6 ergeben. Die Whisker-bedeckte
Oberfläche ist jedoch auch mit anderen Verfahren zu erfassen. Bei der Vorbereitung einer Probe für das Abtastelektronenmikroskop
wird eine Goldbeschichtung durch Abscheidung aus der Dampfphase auf die Probenoberfläche normalerweise aufgebrächt.
Im goldbeschichteten Zustand erscheint die Whiskerbedeckte Oberfläche samtschwarz in bemerkenswertem Kontrast
zu dem typischen goldfarbenen Aussehen einer metallischen oder einer auf herkömmliche Weise oxidierten Folie. Ein
weiteres Anzeichen für die bevorzugten Whisker wird leicht durch Anbringen eines Klebebandes, wie eines Maskierbandes
an der Oberfläche erreicht. Das Band kann bei der üblicherweise oxidierten Folie leicht abgezogen werden, verbindet
sich jedoch wesentlich fester mit der Whisker-bedeckten
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Oberfläche und zerreißt typischerweise beim Abnehmen. Bei Beschriften mit einem Filzstift mit feiner Spitze verteilt
sich das Markierungszeichen bei der Whisker-bedeckten Oberfläche nach außen und bildet einen KIeCkS7 im Gegensatz
zu den scharf begrenzten Markierungen, die ein solcher Stift auf einer auf herkömmliche Weise oxidierten Folie
hinterläßt.
Bevorzugterweise werden erfindungsgemäß die Oxidwhisker auf
einer geschälten Folie aufgewachsen. Sowohl die zugspannungsbeeinflußten wie die druckspannungsbeeinflußten Oberflächen
der Schälfolie besitzen eine große Dichte von Metallstruktur-Fehlstellen, die Ausgangspunkte für das Aufwachsen von
Whiskern ergeben. Es ist keine spezielle Vorbehandlung außer dem Reinigen notwendig. Ein gutes Aufwachsen von
Whiskern wird auch dann festgestellt, wenn die Folie Vorbehandlungen unterzogen wird, deren Umstände normalerweise
einem Whiskerwachstum nicht förderlich sind, wie beispielsweise die anfängliche Anlaßbehandlung bei der bevorzugten
Ausführung. Im Gegensatz dazu tritt dasselbe Ausmaß von Whiskerwachstum nicht bei den handelsüblichen kalt gewalzten
Fe-Cr-Al-Y-FoIien auf, auch wenn sie auf erfindungsgemäße
Weise oxidiert werden. Fig. 9 zeigt eine Oxidschicht, die auf kalt gewalzter Fe-Cr-Al-Y-FoIie gebildet wurde bei einem
Aufheizen in Luft bei 900 C während 24 Stunden ohne irgendeine spezielle Vorbehandlung. Die kalt gewalzte Oberfläche
in Fig. 9 ist typisch für die handelsübliche Folie. Bei
diesem Experiment werden nur gelegentlich willkürlich ausgerichtete Whiskerkristalle gebildet, die durch glatte Bereiche
von normalem Oxid mit Knoteneinschlüssen getrennt sind.
Das Oxidwhiskerwachstum ist, wie bereits bemerkt, grundsätzlich von der Oxidationstemperatur und der Verweilzeit bei dieser
Temperatur abhängig. Die Beziehung zwischen Whiskerwachstum
ί 4 ί.1 U ο / S U U
und Oxidationsbedingung ist allgemein für eine Yttriumhaltige Legierung in Fig. 3 dargestellt. Bezeichnenderweise
wird kein Whiskerwachstum bei einer Yttrium-haltigen Legierung beobachtet, die mit einer Temperatur von mehr als etwa
95O°C behandelt wird (Bereich A in Fig. 3). Es wird die Theorie vertreten, daß bei diesen höheren Temperaturen
die Yttrium-Ionen mit den Aluminiumionen zu der Folienoberfläche wandern. Die größeren Yttrium-Ionen sperren die
Durchgänge in der Oxidschicht und verhindern dabei die Wanderung der Aluminium-Ionen, die zur Bildung der Whisker
erforderlich ist. Es ergibt sich dann eine Oberfläche nach Fig. 10. Hier wurde eine Schälfolie 4 Stunden lang in Luft
bei 9 75°C oxidiert. Die Oxidschicht enthält geringfügige Knötchen, die bloße Hügel darstellen im Vergleich zu den
gebirgig anmutenden Whiskern in Fig. 5 und 6. Im Vergleich mit der erfindungsgemäßen mit Whiskern bedeckten Oberfläche
ist die mit Knötchen bedeckte Oxidschicht nach Fig. 10 zu glatt, um auf annehmbare Weise eine aufgetragene Keramikbeschichtung,
wie die bevorzugte Aluminiumoxidbeschichtung/ zu halten.
Allgemein werden die erfindungsgemäßen Whisker dadurch zum Wachsen gebracht, daß die geschälte Fe-Cr-Al-Y-Folie
bei etwa 95O°C oder weniger während einer genügend langen
Zeit oxidiert wird. Innerhalb dieses Bereiches beeinflußt jedoch die gewählte Temperatur und die Verweilzeit sehr
eindrücklich das Whiskerwachstum. Eine Oxidation zwischen 93O°C'bis etwa 95O°C ergibt den in Fig. 11 gezeigten Wachstumszustand
der Whisker. Die in dieser Figur dargestellten Whisker wurden auf der unter Druckverformung gebildeten
Oberfläche einer geschälten Fe-Cr-Al-Y-Folie durch Oxidation an Luft bei 900°C mit etwa 4 Stunden Dauer gebildet. Die
willkürlich orientierten Whisker sind sehr eindrücklich nicht so groß oder hervorstehend wie die bevorzugten Whisker
nach Fig. 5. Ein gleichartiges Whiskerwachstum wird bei Oxidationstemperaturen beobachtet, die unter etwa 87O°C
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liegen und auch allgemein bei Oxidationszeiten, die geringer
als etwa 8 Stunden betragen, bei Temperaturen zwischen 87O°C und 9 3O°C; d.h. in dem Bereich, der in Fig. 3 mit
B bezeichnet ist.
Die bevorzugten Whisker werden durch Oxidation der Folie zwischen etwa 87O°C und 9 3O°C während einer Zeit, die
8 Stunden überschreitet, zum Aufwachsen gebracht, d.h. im Bereich C der Fig. 3. Bei der bevorzugten Ausführung
wurde die Folie bei 900°C etwa 24 Stunden oxidiert, um die Whisker wachsen zu lassen. Wie Fig. 3 zeigt, können
die bevorzugten Whisker bei 925 C in einer Zeit von etwa 8 Stunden erreicht werden. Dadurch wird die Verfahrenszeit
verkürzt, so daß sich eine bessere Auslastung des Ofens und eine kostengünstigere Herstellung ergibt.
Die im Bereich D liegenden Oxidationszustände erzeugen ein wesentlich flacheres Oxid, wie es in Fig. 12 dargestellt
ist; hier wurde die durch Druckkräfte geformte Folienoberfläche 4 Stunden in Luft bei etwa 885°C erhitzt. Das dabei
auftretende Oxidwachstum ergibt eine zu glatte Oberfläche, um eine wirksame Adhäsion zu erreichen, die mit der durch
die erfindungsgemäß bevorzugten Oxidwhisker erreicht wird.
Auch die Zusammensetzung der Legierung beeinflußt das Whiskerwachstum. Wie bereits erwähnt, wachsen bei der bevorzugten
Yttrium-haltigen Legierung keine Whisker bei Temperaturen über 9 5O°C. Das wird nicht als Nachteil betrachtet,
da die Legierung gleichzeitig eine gute Hochtemperatur-Oxidationsfestigkeit zeigt, die von der Wirkung des Yttrium
beim Verhindern der fortgesetzten Bildung von Aluminiumoxid herrührt. Damit ergibt die Kombination einer Whiskerbedeckten
Oberfläche und einer großen Hochtemperatur-Oxidationsfestigkeit
bei der Fe-Cr-Al-Y-Legierung, daß diese für die Verwendung als katalytischer Konverter für
1 3 Q 0 3 7 / D δ 1 8
Kraftfahrzeuge gut geeignet ist. Tatsächlich erscheint das eruptive Wachstum der erfindungsgemäßen Whisker an
der bevorzugten Fe-Cr-Al-Y-Folie als überraschend im
Hinblick auf die sehr große Oxidationsfestigkeit dieser Legierung.
Ferritische Edelstahllegierungen, die Aluminium, jedoch kein Yttrium enthalten, sind auch zur Herstellung von
Schälfolien und zur Behandlung dieser Folien zur Bildung einer im wesentlichen mit Aluminiumoxidwhiskern bedeckten
Folie geeignet. Beispielsweise besteht eine verwendbare Yttrium-freie Legierung aus etwa 22,5 Gew.-% Chrom, etwa
5,5 Gew.-% Aluminium und Rest Eisen.-Es wird angenommen,
daß kleine Änderungen der optimalen Whiskerwachstumszustände von der unterschiedlichen Zusammensetzung dieser
Legierung gegenüber der bevorzugten Yttrium-haltigen Legierung herrühren. Ein gutes Whiskerwachstum, wie es den
Fig. 5 und 6 entspricht, wird durch Aufheizen in Luft bei einer Temperatur zwischen 87O°C und 970 C zu erreichen sein.
Dabei sind Wachstumszeiten von etwa 4 Stunden oder länger bei etwa 95O°C erforderlich, wobei die längeren Zeiten bis
etwa 2 4 Stunden bei den unteren Temperaturen in der Nähe von 87O°C erforderlich sind. Ein geeignetes Whiskerwachstum,
wie es Fig. 11 entspricht, wird durch Aufheizen auf eine Temperatur zwischen 99O°C und 85O°C oder darunter etwa
eine halbe Stunde oder länger erzielt. Die längeren Zeiten sind typischerweise bei den unteren Temperaturen erforderlich.
Es wird darauf hingewiesen, daß höhere Wachstumstemperaturen als 950 C bei Abwesenheit Von Yttrium gefunden
werden. Es wird auch angenommen, daß eine Veränderung des Aluminium- oder Chromgehaltes auch die Bedingungen für
Whiskerwachstum ändert. Es wurde jedoch kein Whiskerwachstum beobachtet bei Wachstumstemperaturen von 10000C oder höher
und es wird auch nicht angenommen, daß ein solches Wachstum in diesem Bereich auftritt.
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Bei der bevorzugten Ausführung wird die whiskerbedeckte Folie benutzt zum Aufbau eines bestimmten katalytischen
Konverters des Monolith-Typs zur Behandlung von Kraftfahrzeugabgasen. Es ist jedoch einleuchtend, daß die
Whisker-bedeckte Folie auch für andere Zwecke einsetzbar ist. Beispielsweise kann die Folie zum Absorbieren von
Solarenergie verwendet werden. Wie bereits erwähnt, erscheint beim Aufbringen einer Goldbeschichtung auf die
bevorzugte Whisker-bedeckte Folie die sich dann ergebende Folienoberfläche samtschwarz. Dadurch wird eine hohe
Absorption von Licht im sichtbaren Bereich angezeigt. Wenn nun diese Whisker-bedeckte Folie dem Sonnenlicht
ausgesetzt wird, heizt das absorbierte Licht die Folie wirksam auf, so daß ein Einsatz zum Aufheizen eines Arbeitsfluids
möglich ist.
Es ergibt sich so ein Verfahren zum Präparieren einer Metallfolie 14 aus einer ferritischen (aluminiumhaltigen)
Edelstahllegierung mit einer Oberfläche, die im wesentlichen durch Aluminiumoxidwhisker mit hohem Höhen-Stärken-Verhältnis
bedeckt ist. Die bevorzugte Folienlegierung enthält 15 bis
25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und
Rest Fe. Bei dem Verfahren wird die Folie 14 durch einen Metallschälvorgang gebildet und die Folie wird durch Erhitzen
in Luft auf eine Temperatur zwischen 870 C und 930 C behandelt, und zwar genügend lange, um die Aluminiumoxidwhisker
wachsen zu lassen. Bei einer besonders nutzbaren Ausführung wird-die Whisker-bedeckte Folie mit einer Edelmetall-imprägnierte
Aluminiumoxidschicht bedeckt und zu einem zylindrischen Wickel
geformt, der zum Einsatz bei einem katalytischen Konverter des Monolith-Typs für die Behandlung von Kraftfahrzeugabgasen
geeignet ist.
C S1N rt m t η α
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Claims (14)
- Patentansprüche1/ Verfahren zur Ausbildung einer Metallfolie aus einer aluminiumhaltigen ferritischen Edelstahllegierung, dadurch gekennzeichnet , daß zur Ausbildung eng benachbarter Oxidwhisker an einer Oberfläche die Folie (14) durch Metallschälen gebildet wird, wodurch eine hochgradig irreguläre und stark kaltverformte Oberfläche erzeugt wird, und daß die geschälte Folie in einem sauerstoffhaltigon Gas bei einer Temperatur während einer Zeit gehalten wird, die beide ausreichen, um die Oxidwhisker an der kaltverformten Oberfläche zu bilden.13QQ37/0618
- 2. Verfahren zur Ausbildung einer Metallfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Folie(14) aus einer ferritischen Edelstahllegierung gebildet wird, die 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, wahlweise 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und Rest Fe enthaltend daß die geschälte Folie in Luft auf eine Temperatur zwischen 87O°C und 970°C während einer genügend langen Zeit erhitzt wird, um die Oxidwhisker an der kaltverforinten Oberfläche wachsen zu lassen.
- 3. Verfahren zur Ausbildung einer Metallfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stark kaltverformte Metallfolie (14) aus einem zylindrischen Knüppel (12) der Legierung durch Drehen des Knüppels, Abschälen eines kontinuierlichen Streifens von der Knüppeloberfläche mit einem Schneidwerkzeug (20) und Abziehen des Streifens von der Knüppeloberfläche weg zur Bildung der Folie geformt wird, wobei die Folie die hochgradig irreguläre und stark kaltverformte Oberfläche erhält, und daß die geschälte Folie in einem sauerstoffhaltigen Gas bei einer Temperatur und während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um an der Folienoberfläche Oxidwhisker wachsen zu lassen, die im wesentlichen die Folienoberfläche bedecken und die Adhäsion einer nachfolgend aufgetragenen Beschichtung wesentlich verbessern.
- 4. Verfahren zur Ausbildung einer Metallfolie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Metallfolie (14) aus einer ferritischen Edelstahllegierung mit 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, wahlweise 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und Rest Fe gebildet wird, und daß die geschälte Folie in Luft auf eine Temperatur zwischen 87O°C und 97O°C während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um an der Folienoberfläche Aluminiumoxidwhisker mit großem Höhen-Stärkeverhältnis wachsen zu lassen, die im wesentlichen die Folienoberfläche bedecken130037/0618und die Adhäsion einer daraufhin aufgebrachten Beschichtung wesentlich verbessern.
- 5. Verfahren zur Präparierung einer beschichteten Metall-. . zunächst^ folienoberflache, bei dem>eine Metallfolie (14) mit einer Oxidwhisker-bedeckten Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet , daß dann die Oxidwhiskerbedeckte Oberfläche mit einer Beschichtung versehen wird, die ein solches Aluminiumoxidmaterial umfaßt, das mit einem Katalysator imprägnierbar und zur Hochtemperaturbehandlung von Kraftfahrzeugauspuffgasen einsetzbar ist.
- 6. Metallfolie, gebildet aus einer ferritischen, aluminiumhaltigen Edelstahllegierung, dadurch gekennzeichnet , daß die Folie (14) eine im wesentlichen mit dicht aneinander angeordneten Aluminiumoxidwhiskern bedeckte Oberfläche aufweist.
- 7. Metallfolie nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (14) durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gebildet ist.
- 8. Schäl-Metallfolie nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Folie (14) aus einer ferritischen Edelstahllegierung gebildet ist, die ursprünglich 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, wahlweise 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und Rest Fe enthält.
- 9. Verfahren zur Herstellung eines aus beschichtetem Metall bestehenden Bauelements, bei dem ein Substrat aus einer Al-haltigen ferritischen Edelstahllegierung nach einem der Ansprüche 6 bis 8 verwendet wird, dadurch gekennzeichnet , daß auf dieWhisker-bedeckte Oberfläche eine Aluminiumoxidbeschichtung aufgebracht wird.
- 10. Verfahren zur Herstellung eines katalytisch beschichteten Metallfolien-Bauelements, bei dem ein Foliensubstrat nach einem der Ansprüche 6 bis 8 geschaffen wird, das in die erforderliche Form des Bauelements verformbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß auf die Whisker-bedeckte Oberfläche eine Grundschicht aus einem wässrigen Aluminiumoxidgel aufgebracht wird, das über die Grundschicht eine Gamma-Aluminiumoxidhaltige Beschichtung aufgebracht wird und daß die Aluminiumoxidbeschichtung mit einem Katalysator imprägniert wird, um eine absplitterfeste, katalytisch beschichtete Folie zu schaffen, die zu dem erforderlichen Bauelement verformbar ist.
- 11. Verfahren zur Herstellung eines katalytischen Konverters vom Monolith-Typ, der zur Hochtemperaturbehandlung von Automobilabgasen geeignet ist, aus einer Metallfolie nach Anspruch 6, mit einem gewickelten Folienbauelement, das gasleitende Durchlässe enthält, dadurch g e k e η η zeichnet , daß eine Metallfolie (14) von einem Knüppel (12) aus einer ferritischen Edelstahllegierung abgeschält wird, welche 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew.-% Al, 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und Rest Fe enthält, wobei die abgeschälte Folie eine hochgradig irreguläre und stark kaltverformte Oberfläche besitzt, daß die abgeschälte Folie in Luft angelassen wird, daß eine gewünschte Bauelementform durch Wellen und Wickeln der angelassenen Schälfolie erzeugt wird, daß die Schälfolie in eine Folie entsprechend Anspruch 6 durch Aufheizen der Schälfolie in Luft auf eine Temperatur zwischen 87O°C und 93O°C gewandelt wird, während einer Zeit, die ausreicht, um an der kaltverformten Oberfläche Alumijiiumoxidwhisker mit großem Höhe-Stärkeverhältnis auf-130037/0618wachsen zu lassen, die im wesentlichen die Oberfläche bedecken, daß auf die Whisker-bedeckte Oberfläche eine Grundschicht aus einem wässrigen Aluminiumoxidgel aufgebracht wird, daß die Folie mit einer abblätterfesten Gamma-Aluminiumoxidschicht beschichtet wird durch Auftragen mindestens einer Schicht aus einem Gamma-Aluminiumoxidpartikel in dem wässrigen Aluminiumoxidgel suspendiert enthaltenden Material auf die Grundschicht und durch Trocknen, daß die Aluminiumoxidschicht mit einer wässrigen, lösliche Edelmetallsalze enthaltenden Lösung imprägniert wird und daß die Edelmetallsalze zur Erzielung der entsprechenden Edelmetalle in einem katalytisch aktiven Elementarzustand reduziert werden.
- 12. Katalysator-tragendes Bauelement zur Behandlung vonin Berührung mit der Oberfläche des Bauelements gebrachten Gasen, wobei das Bauelement eine Metallfolie entsprechend Anspruch 6 aus einer aluminiumhaltigen ferritischen Edelstahllegierung mit einer dicht aneinander angeordnete Oxidwhisker enthaltenden oxidierten Oberfläche umfaßt, dadurch gekennzeichnet , daß die Folie (14) eine die Oxidwhisker-Oberflache überdeckende und eng mit der Folie durch die Whisker verbundene Beschichtung aufweist, wobei die Beschichtung einen Gasbehandlungskatalysator enthält.
- 13. Katalytischer Wandler für die Behandlung von Kraftfahrzeugabgasen mit einem Gasströmungsdurchlässe enthaltenden Folien-Bauelement, das eine Folie nach Anspruch 6 aus einer aluminiumhaltigen ferritischen Edelstahllegierung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (14) eine die Oxidwhisker-bedeckte Oberfläche überdeckende katalysatorhaltige Beschichtung besitzt, wodurch die Whisker die Adhäsion der Beschichtung an der Folie verbessern.
- 14. Katalytischer Konverter zur Behandlung von Kraftfahrzeugabgasen mit einem gewickelten Folienbauelement, das Gasströmungsdurchlässe enthält und eine Metallfolie nach Anspruch 6 umfaßt, die aus einer ferritischen Edelstahllegierung mit 15 bis 25 Gew.-% Cr, 3 bis 6 Gew--% Al, wahlweise 0,3 bis 1,0 Gew.-% Y und Rest Fe besteht, dadurch gekennzeichnet , daß die Folie eine oxidierte Oberfläche aufweist, die im wesentlichen durch eng aneinander angeordneten Aluminiumoxidwhiskern mit großem Höhen-Stärken-Verhältnis bedeckt ist und eine katalysatorimprägnierte Aluminiumoxidbeschichtung aufweist, die auf die whiskerbedeckte Oberfläche aufgetragen und eng mit der Folie durch die Whisker verbunden ist.130037/0618
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/098,075 US4331631A (en) | 1979-11-28 | 1979-11-28 | Enhanced oxide whisker growth on peeled Al-containing stainless steel foil |
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|---|---|
| DE3041961A1 true DE3041961A1 (de) | 1981-09-10 |
| DE3041961C2 DE3041961C2 (de) | 1988-02-11 |
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ID=22266847
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803041961 Granted DE3041961A1 (de) | 1979-11-28 | 1980-11-06 | Mit oxidwhiskern bedeckte folie und verfahren zu ihrer herstellung |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| US (1) | US4331631A (de) |
| JP (2) | JPS5696726A (de) |
| CA (1) | CA1136524A (de) |
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