DE3040750A1 - Silo fuer schuettgut - Google Patents
Silo fuer schuettgutInfo
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Description
Glawe, DeIfs, Moli & Partner - ρ 9809/80 - Seite 3
Die Erfindung bezieht sich auf ein Silo für Schüttgut mit einer Auslaßkammer für das fluidisierte Schüttgut
und einer darin höher als der Boden angeordneten Auslaßöffnung.
Großraumsilos für Schüttgut werden seit Jahren bevorzugt in flachbödiger Form mit Auflockerungshilfen und
entspannten Auslaßkammern eingesetzt, aus denen das Gut in fluidisierter Form abgezogen wird (DE-PS 1 129 892;
DE-PS 1 507 888; DE-AS 2 133 189; DE-OS 26 57 596; DE-OS 26 19 993). Diese Bauarten lassen große Silodimensionen
zu, die zu höheren Gutsäulen und verlängerter Lagerzeit und damit höherer Schüttgutverdichtung führen.
In besonderem Maße können bestimmte chemische Zusammensetzungen, Feuchtigkeit und Temperatureinflüsse bei feinem,
staubförmigem Gut zu der Bildung verdichteter, durch pneumatische Mittel nicht ohne weiteres auflösbarer Knollen
führen, die nicht unbedingt (beispielsweise bei Zement) fest abgebunden sind, sondern Agglomerate von beispielsweise
schneeballartiger, mechanisch zerstörbarer Konsistenz sind. Da diese Knollen pneumatisch nicht aufgelöst werden, lagern
sie sich vor den Auslaßschiebern ab, so daß diese blockiert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schüttgutsilo zu schaffen, das trotz des Auftretens solcher Knollen
störungsfrei betrieben werden kann.
Der Lösung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einer Bauart mit gegenüber dem Boden der Auslaßkammer angehobener
Auslaßoffnung (DE-OS 26 19 993) die Knollen sich im Boden-
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 9809/80 - Seite 4
bereich sammeln, weil sie aufgrund ihrer höheren Dichte im Wirbelbett nicht angehoben werden, und daher nicht
zur Auslaßöffnung gelangen können. Jedoch ist die bekannte
Siloausführung mit erhöhter Auslaßöffnung dafür noch nicht unmittelbar verwendbar, weil die sich unten
sammelnden Knollen dort den Auslaufweg versperren wurden.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht daher in der Kombination
des eingangs genannten Silos mit dem Merkmal, daß am Boden der Auslaßkammer eine Einrichtung zur Beseitigung abgelagerten
Grobguts vorgesehen ist. Diese Einrichtung ist zweckmäßigerweise eine Zerkleinerungseinrichtung, die nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung als Fördervorrichtung ausgebildet sein kann, die vorzugsweise das zerkleinerte Gut
zu der erhöhten Auslaßöffnung führt oder nach einem anderen Merkmal der Erfindung durch eine gesonderte Auslaßöffnung
aus dem Silo herausführt. Als zerkleinernde Fördervorrichtung eignet sich beispielsweise eine Förderschnecke.
Jedoch kommen auch Kratzer, Rädler oder dergleichen in Frage. In manchen Fällen genügt aber auch eine nicht fördernde
Zerkleinerungseinrichtung, beispielsweise ein in einem Sumpf der Auslaßkammer von Zeit zu Zeit oder ständig
rasch rotierendes Messerkreuz, das das Grobgut derart zerkleinert,
daß es mit dem Feingut pneumatisch fortbewegt wird. Bei bekannten flachbödigen Silos ist der Siloboden im allgemeinen
von den äußeren Partien zu einem tiefsten, mittleren Bodenpunkt hin geneigt, von dem aus wiederum eine geneigte
Förderrinne zu einer Abzugs öffnung in der Silowand führt.
Da diese Abzugsöffnung den tiefsten Punkt markiert, an welchem das Gut durch eine weiterfordernde Einrichtung abgenommen
werden kann, muß der in der Mitte liegende tiefste Punkt des Silobodens verhältnismäßig hoch angeordnet werden,
was einen hohen Verbrauch an Füllbeton für die Silobodenausbildung verlangt. Dieser Nachteil kann durch die
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 9809/80 - Seite 5
Erfindung vermieden werden, wenn die tiefste Stelle der Auslaßkammer in einem zentralen Silobereich vorgesehen
wird. Sie braucht im Gegensatz zu den bekannten Siloausführungen nicht höher angeordnet zu werden als eine
Abzugs öffnung am Siloumfang und kann sogar tiefer als diese liegen, weil das Gut ja von einem gegenüber dieser
tiefsten Stelle erhöhten Auslaßöffnung abgezogen wird. Die Wahrnehmung dieses Vorteils ist nicht an eine Zerkleinerungs-
oder Fördervorrichtung für Grobgut gebunden. Sie kann vielmehr auch bei nicht zu Knollenbildung neigendem
Gut von Interesse sein. In einem solchen Pail genügt es vielmehr, am Boden der Auslaßkammer eine Einrichtung
zur Beseitigung abgelagerten Restguts für die Restentleerung vorzusehen.
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, die in drei vertikalen Längsschnitten
drei bevorzugte Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
In allen Figuren erkennt man bei 1 eine beispielsweise zylindrische Silowand, bei 2 den mit pneumatischen Auflockerungseinrichtungen
versehenen, von außen zum Zentrum hin geneigten Siloboden, bei 3 eine Homogenisierkammer, die
die Auslaßkammer in dem hier beschriebenen Funktions Zusammenhang
bildet und der das Gut aus dem Hauptsiloraum durch Wandöffnungen 4 zuläuft, sowie den Boden 5 der Auslaßkammer
3t der zumindest in seinem äußeren Bereich mit Belüftungseinrichtungen
ausgerüstet und im allgemeinen zur Bodenmitte hin geneigt ist. An einer Umfangsstelle steht die
Auslaßkammer 3 mit einem Raum 6 in Verbindung, der von der
• · .6
Glawe, DeIfB, Moll & Partner - ρ 9809/80 - Seite 6
Wand der Auslaßkammer zur Silowand 1 führt. Dieser Raum
6 ist über eine bis über den Gutspiegel 7 reichende Öffnung 8 mit der Auslaßkammer 3 verbunden, wobei die
Unterkante 9 der Öffnung 8 beträchtlich oberhalb des Bodens 5» jedoch unterhalb des normalen Gutspiegels 7
der Auslaßkammer 3 liegt. Der Raum 6 ist daher kommunizierend von der Auslaßkammer 3 her mit dem fluidisierten
Schüttgut gefüllt. Bei Aufrechterhaltung der Fluidisierung
im Raum 6 können dort zusätzliche Bodenbelüftungseinrichtungen vorgesehen sein. Von der Kante 9 führt eine Förderrinne
10 zu der Auslaßöffnung 11, an die außerhalb des Silos 1 irgendwelche Förderorgane anschließen, die als
geschlossene Förderrinne 12 angedeutet sind.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 bildet der Boden 5
der Auslaßkammer 3 in der Mitte einen vertieften Sumpf 13, in welchem sich Grobgut 14 sammelt. Durch die durch Pfeile
angedeutete pneumatische Bewegung des Guts in der Auslaßkammer gelangt daher nur feinkörniges beziehungsweise staubförmiges
Material über die Schwelle 9 in den Raum 6 zum Auslauf 11. Von dem Sumpf 14 führt horizontal eine Förderschnecke
15 mit Antrieb 16 in eine von außen zugängliche Kammer 17 unterhalb des Raums 6. Die Schnecke mündet
in einen kleinen Airlift 18, der das zerkleinerte und geförderte Grobgut durch die Förderleitung 19 dem Raum 6 und
damit dem Auslauf 11 zuführt. Die Schnecke 15 ist im Bereich des Sumpfs 13 mit Paddeln oder dergleichen zur Zerkleinerung
der Knollen versehen, wenn nicht die Schneckengänge schon als solche als ausreichend für die Zerkleinerung
angesehen werden. - Für die Versorgung des kleinen
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 9R09/80 - Seite 7
Airlifts 18 reicht wegen der relativ geringen Förderhöhe das für die Auflockerungsvorrichtungen am Boden vorgesehene
Gebläse aus. Es kann aber selbstverständlich auch
ein separates Gebläse dafür bereitgestellt werden. Die Abscheidung des geförderten Guts erfolgt vornehmlich
durch Schwerkraftsichtung im Kopfbereich des Raums 6. Soweit feines Gut durch die Entlüftungsleitung 25 in den
größeren Silooberraum gelangt, wird es dort abgeschieden.
Gemäß Figur 2 führt von der tiefsten, mittleren Stelle 20 des Bodens 5 der Auslaßkammer 3 eine Förderrinne 21 die
Knollen 14 zu einer Senkrechtförderschnecke 22, die die Knollen zerkleinert und in den Raum 6 zur Auslaßöffnung
11 bringt.
Bei der Ausführung gemäß Figur 3 gleicht die Auslaßkammer 3 und die von deren Sumpf 13 ausgehende Förderschnecke 23
der Ausführung gemäß Figur 1. Jedoch führt die Förderschnecke 23 nicht su der AuslaßÖffnung 11, sondern parallel
zu dieser aus dem Silo heraus. Die Förderströme treffen sich erst außerhalb des Silos 1 in einer Kammer 24, die
beispielsweise zu einem Becherwerksfuß gehört. In diesem
Fall muß die Schnecke 23 drucksicher gegen den Fluidisierungsdruck in der Auslaßkaminer 3 ausgeführt und betrieben
werden. Zum Beispiel kann am Ende der Förderschnecke eine Schleuse oder gewichtsbelastete Rückschlagklappe vorgesehen
werden.
Man erkennt, daß im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 die Schnecke 23 keine zerkleinernde Wirkung zu haben braucht,
obwohl sie eine solche Wirkung im allgemeinen hat und dies
•. «8
Glawe, DeIfq, Moll & Partner - ρ 9809/80 - Seite 8
auch vorteilhaft ist.
Je nach Stärke des Knollenanfalls wird man die Knollenentfernung kontinuierlich beziehungsweise (dies ist der Normalfall)
nur von Zeit zu Zeit betreiben. Wenn auch die Seperation von festen !Fremdkörpern wie beispielsweise Eisenteilen
in Frage kommt, kann die Entnahmeschnecke auch in eine sogenannte Siebschneckenlänge einmünden, die gemäß bekanntem
Stand der Technik so ausgebildet ist, daß solche Fremdkörper von dem Feingut getrennt werden.
Die für die Entnahme und gegebenenfalls Zerkleinerung von Knollen vorgesehene Fördervorrichtung kann auch zur Restentleerung
verwendet werden.
Eine solche Entnahmeeinrichtung nur für die Restentleerung, die von der zentral angeordneten, tiefstgelegenen Silostelle
ausgeht, kann auch dann beträchtliche Vorteile haben, wenn eine Knollenentnahme oder Knollenzerkleinerung nicht erforderlich
ist. Die beschriebene Anordnung der Bodenausführung mit erhöhter Auslaßöffnung erspart nämlich enorme Baukosten,
weil die zentrale, tiefste Bodenstelle nicht höher angeordnet zu werden braucht als eine noch niedriger gelegene Abzugsöffnung am Siloumfang. So.sind entsprechend geringere Mengen
von Füll- beziehungsweise Magerbeton für den Siloboden erforderlich. Die dadurch erzielten Ersparnisse liegen bei
großen Silodurchmessern in der Größenordnung mehrerer
Hunderttausend DM. Diese Ersparnisse rechtfertigen auch dann,
wenn keine Knollenentfernung notwendig ist, die erfindungsgemäße Kombination einer erhöhten Auslaßöffnung mit einer
von einer zentral gelegenen, tiefsten Silostelle ausgehenden Entnahmeeinrichtung für die Restentleerung.
Claims (8)
- Pat ent ans prüc he(i.;si\-SSilo für Schüttgut mit einer entspannten Auslaßkammer für das fluidisierte Schüttgut und einer darin höher als der Boden angeordneten Auslaßöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (5) der Auslaßkammer (3) eine Einrichtung (15, 18, 19; 22; 23) zur Beseitigung abgelagerten Grobguts (14) vorgesehen ist.
- 2. Silo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Beseitigung abgelagerten Grobguts eine Zerkleinerungseinrichtung ist.
- 3. Silo nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Beseitigung abgelagerten Grobguts als Fördervorrichtung (15, 22, 23) ausgebildet ist,Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 9809/80 - Seite 2
- 4. Silo nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (15, 18, 19; 22) zu der Auslaßöffnung (11) führt.
- 5. Silo nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßöffnung (11) ein gegenüber dem Boden (5) der Auslaßkammer (3) erhöhter Raum (6) vorgeschaltet ist und die Fördervorrichtung (15» 18, 19; 22) in diesen Raum führt.
- 6. Silo nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Beseitigung abgelagerten Grobguts eine durch eine gesonderte Auslaßöffnung aus dem Silo (1) herausführende Vorrichtung (23) ist.
- 7. Silo nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung eine Förderschnecke (15, 22, 23) ist.
- 8. Silo nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die tiefste Stelle (13, 20, 21) in einem mittleren Silobereich liegt.
Priority Applications (8)
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