DE2939360C2 - Montagevorrichtung zur Fertigung von Kabelbäumen - Google Patents
Montagevorrichtung zur Fertigung von KabelbäumenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Montagevorrichtung zur Fertigung von Kabelbäumen nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
Derartige Montagevorrichtungen sind bereits aus den DE-AS 12 94 521, 12 99 336 und 15 90 936 bekannt, bei
denen auf unterschiedliche Weise die Zuführung eines von mehreren auf Kabeltrommeln vorbereiteten Kabeln zu dem Kabelkopf erfolgt, der automatisch das
ausgewählte Kabel um auf dem Kabellegetisch angebrachte Stifte herum verlegt Weiterhin is* aus der
DE-AS 11 13 740 bekannt, das Kabel nicht um Stifte herum, sondern in Nuten zu verlegen. Bei allen diesen
Vorrichtungen erfolgt die Kennzeichnung der zu verlegenden Kabel erst nach dem Verlegen oder es ist
notwendig, die Kennzeichnung durch unterschiedliche Farben vorzunehmen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Montagevorrichtung zur Fertigung von Kabelbäumen
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, mit der die Kennzeichnung der einzelnen zu verlegenden
Kabel bereits während des Verlegevorgangs erfolgt.
Diese Aufgabe wird durch die Montagevorrichtung mit den Merkmalen nach dem kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 gelöst Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 8 gegeben.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung besteht vor allem darin, daß Kabel mit einheitlicher, vorzugsweise weißer Farbe durch die synchrone
Kennzeichnung im Kabelkopf verlegt werden können, und daß Kabel unterschiedlicher Kabelstärken und
Kabelarten direkt vom Kabelmesjazin abgenommen
und gemeinsam ohne Unterbrechung des Fertigungsablaufes verlegt werden können. Mit Hilfe der
Erfindung werden somit die Fertigungszeiten für die Arbeitsgänge Kennzeichnen und Verlegen der Kabelbäume um über 50% reduziert.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigt
Fig. I eine perspektivische Gesamtansicht der Montagevorrichtung;
Fig. 2 einen zum Verlegen und Kennzeichnen der Kabel dienenden Kabelkopf, teils im Schnitt, teils in
Ansicht;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Kabclkopfes nach Fig. 2;
F i g. 4 ein Prägeprisma zum Kennzeichnen der Kabel und für unterschiedliche Kabeldurchmesser in perspektivischer Darstellung:
Fig.6 und 7 perspektivische Darstellungen von Ausschnitten des Kennzeichnungsrades nach Fig. 5 in
zwei Äusführungsformen.
Die Gesamtansicht einer Montagevorrichtung 10 entsprechend der Fig. I zeigt einen Kabellegetisch 11,
ein daran angebautes Kabelmagazin 20, einen auf den Kabellegetisch 11 verfahrbaren Kabelkopf 30 und ein
alle Vorgänge der Montagevorrichtung automatisch steuerbares Steuergerät 12. Die Einrichtung des
Steuergerätes 12 ist nicht Gegenstand der Erfindung
und wird deshalb auch nicht beschrieben.
Auf den Kabellegetisch 11 ist eine Kabelplatte 13 aufgebracht, die mit Stiften 14 versehen ist, um die mit
Hilfe des Kabelkopfes 30 Kabelbäume 15 verlegt werden können. Quer über den Kabellegetisch 11 ist ein
Verlegewagen 16 angebracht, der auf seitlichen Führungsbahnen 17 verfahrbar ist. Das Steuergerät 12
ist mit dem Kabelkopf über ein Zuleitungskabel 18 verbunden, welches in ein auf dem Verlegewagen 16
angebrachtes Zuführungsrohr 19 eingeführt wird, das auch andere nicht dargestellte Zuführungsleitungen für
die Energieversorgung des Kabelkopfes 30 aufnimmt.
In dem Kabelmagazin 20, welches nur in seinen wesentlichsten Teilen dargestellt ist, befinden sich in
mehreren Reihen Spulen 21 für alle erforderlichen Kabelstärken und Kabelarten. Für jede der Spulen 21
sind in einem Kabelturm 22 Fördermotoren 23 angebracht, welche die Kabel aus den Spulen 21
herausziehen und über zugeordnete Führungsrollen 24 dem Kabelkopf 30 zuleiten. Zur sicheren Führung der
Kabel sind in halber Höhe und unter; am Kabelturm 22 zwei Kabelklemmleisten 25 angesetzt, an d'e für jede
Spulenreihe Kabelklemmen 26 angebracht sind. An der zum Kabellegetisch 11 zugewandten Reihe der Spulen
21 ist die Kabelführung dargestellt Dabei geht von der Spule 21a ein Kabel 27 über den zugehörigen
Fördermotor 23a und die Führungsrolle 24a zum Kabelkopf 30. Die übrigen Kabel 28 befinden sich an
den Kabelklemmen 19 der oberen Kabelleiste 25 in Bereitschaft
Aus den Fig.2 bis 7 ist der Kabelkopf 30 in seinen
Einzelheiten ersichtlich. Ein Gehäuse 31, in dem alle wesentlichen Teile eingebaut sind, ist an den Verlegewagen
16 angesetzt, der auf einer Schiene 32 quer zur Längsrichtung des Kabellegetisches 11 hin- und
herfahren kann. In das Gehäuse 31 sind von oben nach unten eingebaut bzw. daran angebaut eine Kabel-Andrückrolle
33, ein Satz von Kennzeichnungsrädern 34, die über einen Stellmotor 35 eingestellt werden können,
ein Prägeprisma 36 für die Kabelkennzeichnung und für die Aufnahme von Kabeln unterschiedlicher Stärken,
ein Hubzylinder 37 für das Andrücken des Prägeprismas 36 beim Kennzeichnen, zwischen dem Prägeprisma 36
und den Kennzeichnungsrädern 34 ein Farbband 38 mit Rolle 38a, eine Kabelpuffereinrichtung 40, die im
einzelnen weiter unten beschrieben wird, ein Kabelschneider
41, ein Verlegefinger 42 und eine Führungskonsole 43 für die Höhenverstellung des Kabelkopfes 30
mit Führungsachsen 44 sowie einer durch einen Schrittmotor 45 angetriebenen Spindel 46 (s. F i g. 3).
Das vom Kabelmagazin 20 vorprogrammiert zugeführte Kahel 27 wird von oben über eine Führungsrolle
47 in den Kabelkopf 30 ein- und nach Durchlaufen des letzteren durch den Verlegefinger 42 wieder herausgeführt
Zuerst durchläuft das Kabel 27 eine der für verschiedene Kabelstärken unterschiedlichen Bohrungen
48 des in der F i g. 4 gesondert dargestellten Prägeprismas 36, welches zwischen den Bohrungen 48
noch prismaförmige Kabelanlagen 50 aufweist. Das Prägeprisma 36 kann im Gehäuse 31 durch nicht
dargestellte Verstelleinrichtungcn in seine erforderliche Position geschoben werden. Gegenüber dem Prägeprisma
36 sind zehn der Kennzeichnungsräder 34 übereinander angeordnet, von denen Einzelheiten in
den IF i g. 5 bis 7 dargestellt sind. Jedes Kennzeichnungsrad 34 ist an seinem Umfang mit vierzig Zähnen 51
versehen, von denen neununddreißig Zeichen 52 aufweisen, und zwar die sechsundzwanzig Buchstaben
des Alphabetes, die Ziffern 0 bis 9, einen Trennstrich und zwei entgegengesetzt gerichtete Pfeile, während ein
Zahn kein Zeichen aufweist Aus den perspektivisch dargestellten Fig.6 und 7 mit Ausschnitten der
Kennzeichnungsräder 34 sind zwei mögliche Ausführungsformen für das Aufbringen der Zeichen 52 (hier
Buchstaben A bis E) auf den Zähnen 51 dargestellt. Zum Einstellen der für die jeweilige Kennzeichnung des
Kabels 27 erforderlichen Kombinationen der Zeichen
52 kann jedes Kennzeichnungsrad 34 einzeln über ein nicht dargestelltes Ritzel durch den Stellmotor 35
angetrieben werden, während die übrigen Kennzeichnungsräder dabei verriegelt sind. Nachdem alle
Kennzeichnungsräder 34 einzeln eingestellt sind, werden sie durch einen Stellmotor 59 insgesamt verriegelt.
Zur Kennzeichnung des Kabels 27 wird das Prägeprisma 36 durch den Hubzylinder 37 gepen das Farbband 38
und die eingestellten Kennzeichnuj/jisräder 34 gedrückt,
wobei letztere durch eine innerhalb der Bohrung angeordnete, nur andeutungsweise dargestellte Heizung
53 zur dauerhaften Kennzeichnung aufzuheizen sind.
Die Einhaltung eines zügigen Bewegungsablaufes
Die Einhaltung eines zügigen Bewegungsablaufes
beim Verlegen des Kabels 27 auf der Kabelpalette 13 wird zwangsläufig dadurch unterbrochen, daß für die
Kennzeichnung des Kabels eine Verharrzeit benötigt wird. Zum Ausgleich dieser Verharrzeit wird das Kabel
27 durch die Kabelpuffereinrichtung 40 geführt
Vor dem Kennzeichnen des Kabels 27 wird in der Kabelpuffereinrichtung 40 das Verschieben eines in das
Gehäuse 31 eingesetzten Zylinders 54 in Pfeilrichtung 55 bewirkt wodurch für das Kabel 27 ein Puffer
aufgebaut wird. Der Zylinder 54 weist zur Führung des Kabels 27 einen Schlitz 56 sowie eine Rolle 57 auf. In der
Endstellung des Zylinders 54 wird ein Mikroschalter 58 betätigt, der das bereits vorstehend beschriebene
Kennzeichnen des Kabels 72 und ein Magnetventil 39 zum Anpressen des Kabels während der zum Kennzeichnen
erforderlichen Verharrzeit auslöst Während des Pufferns des Kabels, das durch einen Vorschubmotor
60 mit einer gegenüber der Durchlaufgeschwindigkeit des Kabels erhöhten Geschwindigkeit erfolgt, geht
der Verlegevorgang auf der Kabelpale'te 13 kcntinuierlich
weiter. Die Verharrzeit der Kabelkennzeichnung dauert genau so lange, bis der Kabelpuffer aufgebraucht
ist, dabei fährt der Zylinder 54 entgegen der Pfeilrichtung 55 wieder in seine Ausgangsstellung.
Danach läuft das Kabel 27 wieder in gleichmäßiger Geschwindigkeit durch den Kabelkopf 30 hindurch.
Am Ende eines Kabelbaumes 15 wird bei gleichbleibendem Kabel 27 das Legen eines neuen Kabelbaumes
itiit neu eingestellten Kennzeichnungsrädern 34 ohne
Abschneiden des Kabels weitergeführt (st jedooh ein neues Kabel 28 mit anderem Durchmesser erforderlich,
wird das Kabel 27 nach dem Betätigen eines Kabelanpreßzylinders 61 durch den Kabelschneider 41
abgeschnitten. Pas neue KaDeI 28 wird durch den Verlegewagen 16 am Kabelturm 20 von den Kabelklemmen
26 aufgenommen und in den Kabelkopf 30 eingefädelt.
Alle vorstehend beschriebenen Vorgänge laufen vom Steuergerät 12 programmgesteuert ab.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Montagevorrichtung zur Fertigung von Kabelbäumen mit Hilfe eines programmgesteuerten, auf
einem Verlegewagen angeordneten Kabelkopfes, der ein von einer Spule eines mit mehreren Spulen
versehenen Kabelmagazins ablaufendes Kabel automatisch um auf einem Kabellegetisch angeordnete
Stifte kontinuierlich verlegt, wobei ein ausgewähltes Kabel dem auf dem Verlegewagen angeordneten ι ο
Kabelkopf zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelkopf (30) eine Einrichtung zum Puffern und Kennzeichnen des ausgewählten Kabels (27) aufweist, die auf die Oberfläche des
Kabels Zeichen (52) aufbringt, wobei das Kabel vor is
seiner Kennzeichnung um mindestens ein solches Stück quer zu seiner Durchlaufrichtung gepuffert
wird, welches für die Verharrzeit zum Aufbringen der Zeichen erforderlich ist.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Kabellegetisch
(11) und dem Kabelmagazin (20) ein Kabelturm (22)
angeordnet ist, der mit Führungsrollen (24) versehen ist, über die die für einen Kabelbaum (15)
ausgewählten Kabel (27, 28) zu leiten sind, und an dessen unterem Ende die ausgewählten Kabel zur
Abnahme durch den Kabelkopf (30) oder als Anfang des Kabelbaumes zu befestigen sind.
3. Montagevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelkopf
(30) in Durchlaßrichtung des Kabels (27) eine Führungs- und Andrückrolle (33), die Einrichtung
zum Kennzeichnen u,id Putern der Kabel, einen
Kabelschneider (41) und einen Verlegefinger (42) für das Kabel aufweist.
4. Montagevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zur Kennzeichnung der Kabel (27) bis zu zehn übereinander angeordnete, mit Zeichen (52) versehene und einzeln einstellbare Kennzeichnungsräder
(34) enthält, gegen die ein Prägeprisma (36) mit einem Hubzylinder (37) unter Zwischenschaltung
eines Farbbandes (38) anzupressen ist, und daß das Prägeprisma unterschiedlich große Bohrungen (48)
für verschiedene Kabeldurchmesser aufweist. -*s
5. Montagevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichnungsräder (34)
automatisch einzustellen und durch eine Heizvorrichtung (53) aufzuheizen sind.
6. Montagevorrichtung nach einem oder mehre- w ren der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Puffereinrichtung aus einem Vorschubmotor (60) für das Kabel (27), einem quer zur Durchlaufrichtung des Kabels herausschiebbaren Zylinder (54),
einem Schalter (58) zum Auslösen der Kabelkenni^ichnung und einem Magnetventil (39) zum
Anpressen des Kabels während der zum Kennzeichnen des Kabels erforderlichen Verharrheit besteht.
7. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes der Kennzeichnungsräder (34) an seinem Umfang jeweils Zähne (51) mit den Buchslaben A bis
Z, den Ziffern 0 bis; 9, einem Trennstrich, zwei entgegengesetzt gerichteten Pfeilen und einen Zahn
ohne Zeichen aufweist. es
8. Montagevorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verlegewagen (16) programmgesteuert an
den Kabelturm (28) heranfährt, das zu verlegende
Kabel (27, 28) selbsttätig aufnimmt, in den Kabelkopf (30) einfädelt und in drei Achsen auf und
über dem Kabellegetisch (It) verlegt.
Priority Applications (5)
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